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Anfang und Ende


 

 
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Autor Nachricht
Farbenfroh
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 38
Beiträge: 11
Wohnort: Heppenheim


BeitragVerfasst am: 14.03.2012 11:50    Titel: Anfang und Ende eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Anfang und Ende


Drückende 
dunkle 
tiefhängende 
Nacht 

weicht 

hell leuchtendem 
glitzerndem 
blendend grellem 
Tag. 

Das Ende 
wird 
zum Anfang. 

Pochendes 
pulsierendes 
laut hallendes 
Herz 

folgt 

staunendem 
neugierigem 
panisch verzücktem 
Blick. 

Der Kreislauf 
beginnt 
von Neuem. 

Und 
die Zeit 
rast...

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seppman
Weltfriedenstreiber

Alter: 39
Beiträge: 943
Wohnort: Yaren


BeitragVerfasst am: 14.03.2012 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Ich find die Idee ganz gut, allerdings hätt ich statt hallend lachend genommen und sowieso den Blick dem Herz folgen lassen, sprich die beiden Strophen tauschen..

Grüße seppman
PS: nur eine Meinung


_________________
Ich bin Flexitarier, ich esse dann, wenn ich Hunger, das worauf ich Hunger habe und verlass mich da völlig auf mein Bauchgefühl. Nebenbei bin ich Anhänger der Multitoleranzbewegung.
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 26
Beiträge: 10332
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 15.03.2012 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Bei diesem Werk tappst du, wie ich finde, in die für Gedichte mit einer fixen Struktur typische Falle: Es liest sich ein wenig konstruiert, die Worte wie eine Liste und, da man den roten Faden auf den ersten Blick erkennt, auch relativ vorhersehbar
Eine überraschende Wendung am Schluss würde das Durchhalten der Struktur lohnend machen, diese vermisse ich jedoch in deinem Gedicht, das stattdessen zwar eine legitime, aber recht lapidare Abrundung erfährt.
Nacht wird zum Tag, Ende wird zum Anfang, Angst wird zu Freude. Wo ist eine Erkenntnis, ein "Aha"-Effekt?
Zudem die zur Umschreibung der Phänomene verwendeten Wortfelder recht abgegriffen sind; der Hell-Dunkel-Kontrast liest sich relativ abgeschmackt. Insgesamt verstärkt der prosaische Stil der Verse den etwas ermüdenden Eindruck.
Als Fingerübung ist das Gedicht ganz okay, mir persönlich gibt es aber nicht viel.


_________________
"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

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"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 26
Beiträge: 1201

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 15.03.2012 21:04    Titel: Re: Anfang und Ende Antworten mit Zitat

Ich muss  mich meinen Vorschreibern leider anschließen. Ich würde sogar noch etwas weiter gehen.

Zitat:
Drückende 
dunkle 
tiefhängende 
Nacht 


Drückende Nacht ... auweia, das ist ein verdammt schiefes Bild. Niederdrückend ginge gerade noch oder drückende Luft im Sinne von stickig oder schwül.
Auch "tiefhängende" Nacht wirkt wie nebenbei aufs Blatt geschmiert, weils ja so schön negativ klingt. Das muss aber passen. Wenn du diese Metapher benutzen willst, führ' sie weiter aus, meinetwegen, in dem du die Dämmerung mit einem Vorhang vergleichst, denn ein einäugiger Riese vor den Himmel zieht wink

Zitat:
hell leuchtendem 
glitzerndem 
blendend grellem 
Tag. 


Hell leuchtend und blended grell ist je nach gusto entweder etwas, was nicht zusammenpasst (hell leuchten ist sanfter als das recht negative "Grelle") oder aber macht sich gegenseitig redundant (Aussage bei beidem: Jaja, verdammt hell, dieses Licht).
Und..glitzern? Wie glitzert denn ein Tag? Das würde ja noch eher in die Nacht und zu einem Sternenhimmel passen, auch wenn das natürlich ebenfalls Klitsche (Kitsch und Klischee) pur wäre.
Zitat:


Das Ende 
wird 
zum Anfang. 


Wieder Klischee. Oh- du- böse Nacht, wart nur, bis der Tag erwacht, schalali, schalala. Zumal du ja kurz darauf von einem Kreislauf sprichst, der weder Anfang noch Ende hat.


Zitat:
Pochendes 
pulsierendes 
laut hallendes 
Herz 


Ich bin kein Mediziner, aber ich gehe davon aus, dass "Pulsierendes Herz" faktisch falsch ist, weil der Puls eine Folge des Herzschlags ist. Kann mich aber auch irren. Unabhängig davon ist entweder Pochen oder Pulsieren überflüssig.

Hallendes Herz - das ist ein Bild mit Potenzial. Ich stelle mir den Brustkorb als steinerne Halle vor, mit seinem greisen König im Zentrum, der, zitternd aus Angst vor dem Tod, auf den Morgen wartet. Huh, ich glaube, darüber schreibe ich ein Gedicht. Leihst du mir die Metapher?

Zitat:
folgt 

staunendem 
neugierigem 
panisch verzücktem 
Blick

Das wär' jetzt aber schlecht, wenn das Herz den Blicken hinterherhüpft.

"panisch verzückt" - das Bild mag ich auch. Ich würde es sogar lieben, glaube ich, wenn es irgendeinen Bezug zum Gedicht hätte oder erklärt würde. Offensichtlich ist der Morgen für das LI doch eine zweischneidige Sache. Grund?

Zitat:

Der Kreislauf 
beginnt 
von Neuem. 


Hmm. Angst vor der nächsten Nacht?
Zitat:

Und
die Zeit
rast...


Würde obige These bestätigen. Gefällt mir. Hat so einen fatalistischen Klang. Banges Warten auf den Morgen und am Morgen bangeres Erwarten der Nacht. Twisted Evil

Ich hoffe auf eine Überarbeitung wink.
LG
Rose


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