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Fantasy- Geschichte/ Roman


 
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Leanna
Hobbyautor


Beiträge: 326



BeitragVerfasst am: 31.10.2011 00:25    Titel: Fantasy- Geschichte/ Roman eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo,

nach längerer Abstinenz melde ich mich wieder hier im Forum, um euch mein "Baby" vorzustellen;-). Bis zum geht nicht mehr habe ich die Story ausgearbeitet und bin mit dem Ergebnis zufrieden.
 Embarassed
Der von mir gesendete Teil ist der Anfang von Kapitel 1.
Nochmal kurz zum Inhalt: Der Auserwählte Lucian muss sein Schicksal erfüllen. Göttin Lilith eliminieren, welche die Apokalypse einleitet.
Ich gebe noch nicht viel preis im ersten Kapitel. Die Hintergründe usw. bauen sich mit der Zeit auf, der Leser erfährt nach und nach immer mehr über die Welt im Jahre 2020 und die Hintergründe der Charaktere.

Ich würde mich freuen, wenn ihr den Text kritisiert.
Die Geschichte soll ziemlich lang werden- mein erster Roman Embarassed

Schon jetzt ein großes Dankeschön von mir, wenn ihr euch meiner Geschichte annehmen würdet!


Und los...

------


1. Kapitel

Sherwood Forest

Vollmond.
Mutter Erdes Begleiter war als vollkommene Scheibe am Nachthimmel sichtbar. Der Satellit am Himmelszelt war von einem schneeweißen Hof eingebettet und warf einen Schimmer auf unseren Heimatplaneten, welcher wie Lichtfinger durch die Baumkronen griff. Dadurch wurde der Wald von einem kalten Glanz erfüllt. Nebelschwaden wabern über den Boden und wanden sich gleich Schlangen um die knorrigen Stämme der verschnörkelten, uralten Skulpturen.
„Willkommen im Sherwood Forest.“, seufzte er und massierte missmutig seine Schläfen. Sein Kopf fühlte sich wie eine Blechdose an, in der Tausende von Kieselsteine tanzten. Der Lebenswandel, das Zeugnis seines mit bunten Hämatomen übersäten Körpers, forderte seinen Tribut.
Schon tagelang streiften sie durch den Sherwood Forest.
„Wie sehr ich das alles hasse.“
Am Nachmittag hatte ihn das Streicheln der Frühlingssonne gewärmt, doch nun zerrte der eisige Nachtwind an seinen Kräften. Er kauerte frustriert im Dickicht, rieb die Handflächen gegeneinander.
 „Leanna.“, flüsterte er in die Finsternis, in deren Einsamkeit ihn keine Menschenseele zu hören vermochte. „Beeil dich.“

 „Herrlich.“, lächelte Leanna und stapfte durch das glitschige Grün. Sie vernahm den würzigen Geruch des Forsts und lauschte den Rufen einer Eule aus der Ferne. Der Duft des taunassen Grases und das Aroma der Wiesenkräuter stiegen ihr in die Nase. Schon längst war ihre Aufgabe, Pfefferminz- und Kamillenblätter, Hagebutten und andere Teile der Heilpflanzen zu sammeln, in Vergessenheit geraten.
Ein Wind zog auf, der die Blätter der Bäume erzittern lies. Der Luftzug rauschte über die Grasfläche, streichelte wispernd über jeden einzelnen Halm.
Sie beschlich ein Gefühl, als würde Eiswasser durch ihre Adern fließen. Mit schreckensgeweiteten Augen wanderte  ihr Blick über die Wiese.
Farben reflektierende Augenpaare beobachteten sie ringsherum, glühten unheilvoll im Unterholz. Wie funkelnde Diamanten huschten sie in der Dunkelheit. Leanna atmete tief durch, um die Furcht nicht Herr über ihre Sinne werden zu lassen und presste die Lippen fest zusammen, damit kein Klappern ihren Zähnen entweichen konnte. Unwillkürlich setzte sie einen Schritt zurück. Die Gestalten schlichen näher, verengten den Radius zu Leanna.
Sie war umzingelt.
Aus der Verborgenheit schritt eine Kreatur, deren Antlitz vom Mondschein enthüllt wurde.
Ein Wolf.
Das schneeweiße Fell wirkte wie ein Teppich aus Kristallen und der Blick aus seinen eisblauen Augen schien bis auf den Grund von Leannas Seele zu reichen. Sie schnappte hörbar nach Luft.
„Hab keine Angst“, begann das Tier zu sprechen, ohne seine Lippen zu bewegen. „Du kannst mich hören, nicht wahr?“
 „Ja…“, antwortete sie mit piepsiger Stimme und rasenden Herzen. Ihr Gehirn hatte Mühe, die Hochflut an Reizen zu verarbeiten.
„Endlich habe ich dich gefunden.“, sagte das Tier, welches ihr knapp bis zu den Schultern reichte.
Sie schüttelte den Kopf. „Was geht hier vor sich?!“
„Leanna!“, ertönte die vertraute Stimme von Lucian, ihrem Bruder.
Hinter ihm, die Baumriesen, die wie Schatten emporragten und in seinen Händen Partus, das heilige Schwert, welches er mit festen Griff auf den Weißwolf richtete. Feindselig musterte er das Tier, dessen Aufmerksamkeit nun ihm galt. Die Augenpaare, die das Geschehen weiterhin aus dem Unterholz beobachteten, wirbelten beim Anblick des Schwertes aufgeregt umher.
„Verschwinde!“, zischte Lucian.
Das Raubtier beäugte mit aufgerichteten Ohren die Klinge, ehe es kehrt machte und sich wieder mit der Finsternis des Dickichts vereinigte.
Der Schock brannte Leanna alle Kraft aus den Gliedmaßen und ihre Knie sackten in sich zusammen.
„Ich habe ihn gehört…ganz klar und deutlich, Lucian.“ Verwirrung trübte ihren sonst so scharfen Blick.
„Er…er hat zu mir gesprochen.“

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Mr. Curiosity
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Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 31.10.2011 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leanna,

lobend ist zumindest zu erwähnen, dass du dich um bildhafte Sprache bemühst. Leider wirkt aber vieles noch sehr schief. Ich muss dazu nicht auf den ganzen Text eingehen und beschränke mich mal auf den ersten Absatz. Aber auch hier werde ich nicht alles aufzeigen, sondern nur ein paar Punkte, anhand derer du sehen kannst, was ich meine.

Zitat:
Der Satellit am Himmelszelt war von einem schneeweißen Hof eingebettet und warf einen Schimmer auf unseren Heimatplaneten, welcher wie Lichtfinger durch die Baumkronen griff.


Finde das mit dem Hof missverständlich. Du meinst vermutlich, der Protagonist schaut aus einem Hof hinauf in den freigegebenen Himmelsabschnitt und erkennt dort den Mond. "Satellit" und "Heimatplanet" sind verkrampfte und unpassende Synonym an dieser Stelle. Keine Scheu vor Einfachheit.
Und wenn er einen Schimmer wirft, kann man diesen nicht mit Lichtfingern vergleichen, ein Vergleich, der auch in anderen Zusammenhängen schief gewesen wäre.

Zitat:
Dadurch wurde der Wald von einem kalten Glanz erfüllt.


Und ein Schimmer ist auch kein Glanz.

Zitat:
Nebelschwaden wabern über den Boden und wanden sich gleich Schlangen um die knorrigen Stämme der verschnörkelten, uralten Skulpturen.


Tempuswechsel und Wiederholung. Der Vergleich ist schief. Wie man sich Skulpturen mit Stämmen vorstellen kann, weiß ich nicht.

Allgemein sind deine Naturbeschreibungen klischeelastig. Ich würde hier tüchtig entromantisieren.  Wink

Ich hoffe das hilft weiter.

LG David


_________________


"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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Leanna
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 01:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wow, Dankeschön! Das ging aber schnell Very Happy
(Puh, ich dachte, dass ich reif wäre für die Prosa Confused ^^)
Ich wollte einfach "Bilder" im Kopf des Lesers erstellen.
 Embarassed

Ich stelle hier einfach den nächsten Teil von Kapitel 1 rein.
Es ist nicht viel, aber nicht so "trocken" (?) wie der vorherige Abschnitt.

Am siebten April des Jahres 2020 konnten die Geschwister das Heer von Baumriesen hinter sich lassen, um der Nacht, die sie sonst wie eine eisige Faust umschloss, zu entfliehen.
Das Dörfchen Edwinstowe hatte sich über Jahrzehnte wie Ungeziefer inmitten des Sherwood Forests angesammelt. Es vertrat die ersten fünfundzwanzig Hektar seit sieben Tagen, auf denen noch menschliches Leben vorhanden war. Ein fast zugewachsenes fünfzig Seelen Nest, welches Mutter Natur keinen Einhalt mehr bieten konnte. „The Dukeries Lodge“, das Herz von Edwinstowe, diente den Geschwistern als Unterkunft.
Der Spiegel des Zimmers offenbarte Lucian einen Herumtreiber mit strähnigem Haarschopf, die wie Algen an seinem Haupt klebten. Innerhalb weniger Tage war die untere Partie seines Gesichtes von Bartstoppeln übersät worden. Wie Unkraut kamen sie aus seinen Hautporen geschossen.
„Gott. Ich sehe aus wie ein Penner.“, würgte Lucian hervor, während er großzügig Rasierschaum auf sein Kinn klatschte.
„Nein. Wie Jesus.“ Leanna lachte glockenhell. Ein Lachen aus dem Erheiterung klang, aber keinerlei Spott. „Aber nur ein bisschen.“
Lucian quittierte ihre Worte mit einem Schmunzeln.
„Oho.“, machte sie. „Du lächelst ja.“ Sie begann sein Haar mit ihren Fingern zu zwirbeln. „Wenn du fertig bist, dann…verabschiede dich von deinen Zotteln.“
„Autsch.“
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Harald
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 09:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leanna,
wie David schon anmerkte, in deinem Bestreben, Bilder zu zeichnen schießt du schlicht über das Ziel hinaus. Ich würde sagen:
"Reduce to the best!"

Noch einige kleine, teils sachliche Fehler aus Teil 1

Der Lebenswandel, das Zeugnis seines mit bunten Hämatomen übersäten Körpers, forderte seinen Tribut.

das sollte wohl eher dies ausdrücken ...

Der Lebenswandel forderte seinen Tribut, aktuelles Zeugnis war sein mit bunten Hämatomen übersäter Körper.

Dieser Satz ...

Hinter ihm, die Baumriesen, die wie Schatten emporragten und in seinen Händen Partus, das heilige Schwert, welches er mit festen Griff auf den Weißwolf richtete.

... ist so nicht schlüssig und sollte besser so geschrieben werden >>

Hinter ihm Baumriesen, die wie Schatten emporragten, in seinen Händen Partus, das heilige Schwert, welches er mit festen Griff auf den Weißwolf richtete, so trat er vor.

und auch hier ...

Leanna hat Folgendes geschrieben:


Am siebten April des Jahres 2020 konnten die Geschwister das Heer von Baumriesen hinter sich lassen, um der Nacht, die sie sonst wie eine eisige Faust umschloss, zu entfliehen.
Das Dörfchen Edwinstowe hatte sich über Jahrzehnte wie Ungeziefer inmitten des Sherwood Forests angesammelt. Es vertrat die ersten fünfundzwanzig Hektar seit sieben Tagen, auf denen noch menschliches Leben vorhanden war. Ein fast zugewachsenes fünfzig Seelen Nest, welches Mutter Natur keinen Einhalt mehr bieten konnte. „The Dukeries Lodge“, das Herz von Edwinstowe, diente den Geschwistern als Unterkunft.
Der Spiegel des Zimmers offenbarte Lucian einen Herumtreiber mit strähnigem Haarschopf, die wie Algen an seinem Haupt klebten. Innerhalb weniger Tage war die untere Partie seines Gesichtes von Bartstoppeln übersät worden. Wie Unkraut kamen sie aus seinen Hautporen geschossen.


... würde ich einiges ändern ...

Am siebten April des Jahres 2020 konnten die Geschwister das Heer von Baumriesen hinter sich lassen, um der Dunkelheit,der sie tagelang ausgesetzt waren, zu entfliehen.
Das Dörfchen Edwinstowe hatte sich über Jahrzehnte wie eine schwärende Wunde inmitten des Sherwood Forests ausgebreitet. Es war  seit sieben Tagen der erste, größere Platz an dem menschliches Leben vorhanden war. Ein fast zugewachsenes Fünfzig-Seelen-Nest, dem Mutter Natur keinen Einhalt mehr bieten konnte. „The Dukeries Lodge“, das Herz von Edwinstowe, diente den Geschwistern als Unterkunft.
Der Spiegel des Zimmers zeigte Lucian einen Herumtreiber mit strähnigen Haaren, die wie Algen an seinem Haupt klebten. Innerhalb weniger Tage war die untere Partie seines Gesichtes von Bartstoppeln übersät worden. Wie Unkraut kamen sie aus seinen Hautporen geschossen.

LG

Harald


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Leanna
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 12:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Harald. Danke für Kritik, sie war wirklich sehr hilfreich!
Ich erinnere mich an die Worte meines Freundes:
"Jess, du schreibst immer so umständlich...."
Scheint wohl doch etwas dran zu sein Wink
Ich habe den Text nun ausgebessert. Ich war immer der Meinung, dass, wenn ich so "hochgestochen" und "kompliziert" (mir fallen auf Anhieb keine besseren Adjektive ein Wink )schreibe, ich iiiiirgeeendwaaaan vll. einen Verlag finde, der meine Geschichte veröffentlicht Embarassed ...(mein größter Traum...)
So quasi: Ui, die kann sich aber gut ausdrücken
 Embarassed

Lg,

Leanna
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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich habe den Text nun ausgebessert. Ich war immer der Meinung, dass, wenn ich so "hochgestochen" und "kompliziert" (mir fallen auf Anhieb keine besseren Adjektive ein  )schreibe, ich iiiiirgeeendwaaaan vll. einen Verlag finde, der meine Geschichte veröffentlicht  ...(mein größter Traum...)
So quasi: Ui, die kann sich aber gut ausdrücken
 


Liebe Leanna,

sich gut ausdrücken können heißt nicht, dass du dem Leser, stilistisch gesehen, alles Mögliche um die Ohren haust. Sich gut ausdrücken bedeutet, dass du in der Lage bist, etwas so zu beschreiben oder zu erzählen, dass es jeder versteht.
In deinem Text: Wenn du eine Szene mit zwei Sätzen prägnant beschreiben kannst, dann verzichte auf die übrigen vier, sechs oder mehr Sätze. Für mich klingt der ganze Text ohnehin noch reichlich verworren, aber dass nur am Rande.


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Leanna
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 13:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

kskreativ, was meinst du mit verworren Embarassed ?
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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stell heute Abend eine ausführlichere Kritik ein, hab nur jetzt keine Zeit dazu, sorry.

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Leanna
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 13:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Okay, kein Ding! Danke smile
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CAMIR
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leanna.
Da dieser Text, wie du selbst sagst, dein "Baby" ist, hast du auch ehrliche Meinung verdient, und, wie ich finde konstruktive Kritik.
Derer haben sich meine Vorposter schon sehr ausführlich angenommen, gerade die sprachliche Seite, obwohl ich hier den "Hof" vom Mond verteidigen möchte.
Zitat:
Finde das mit dem Hof missverständlich. Du meinst vermutlich, der Protagonist schaut aus einem Hof hinauf in den freigegebenen Himmelsabschnitt und erkennt dort den Mond.

Ich glaube eher, dass der Mond einen "Hof" hat, also einen Lichtkreis um ihn herum. Keine Ahnung, wie man das anders ausdrücken kann, also hier hat Leanna, denke ich, das richtige Wort gewählt.

Ansonsten stimme ich den anderen, was die Sprache angeht, zu. Du übertreibst es mit den Bildern, dadurch wirkt es leider etwas gestelzt.

Leider muss ich auch sagen, dass sich der Anfang bisher liest, wie eine der vielen Fantasyfanfictions die momentan so herumschwirren. "Lucian" ist ein typischer Mary-Sue-Name und auch Wölfe sind jetzt nicht wirklich neu.
Dein Anfang bedient leider Gottes jedes vorhandene Romantic-Fantasy-Klischee das da draußen gerade rumschwirrt und würde mich persönlich in seiner momentanen Form nicht dazu reizen weiterzulesen.
Natürlich hast du dir vermutlich viele Gedanken darum gemacht, was passieren soll, was das alles soll, die Charaktere ausgearbeitet und alles und es tut mir selbst weh, dir das so zu zerreden, weil ich ja selbst weiß, wie man seinen eigenen Geschichten gegenübersteht.

Was ich sagen will, ist: Momentan ist mir da noch zuviel Klischee drin. So einen Anfang habe ich in der Form schon dutzende Male gelesen und gesehen, Fanfiction ist voll davon. Die Elemente sind nicht neu.
Aber:
Erzählerisch kann man das Rad nicht neu erfinden. Gerade Fantasy lebt bis zu einem gewissen Grad von Klischees, Tropes und Konventionen. Von daher ist es kein grundsätzliches Problem, dass deine Geschichte von Wölfen, Wäldern und einem Geschwisterpaar mit Klischeenamen handelt.
Nur: Mach es interessant, mach es neu, erzähle es so, dass es nie dagewesen ist.
Das Jahr ist 2020? Die Zukunft? Was ist passiert, wie sieht diese Zukunft aus? Was machen sie im Wald? Werden sie verfolgt? Gib uns einen spannenderen Einstieg.
Die Geschichte ist nicht per se schlecht, aber bei einem solchen Anfang hältst du vermutlich kaum Leser bei der Stange.

Das ist nur meine persönliche Meinung und ich möchte nochmals betonen, dass ich dich damit nicht verletzen und angreifen möchte. Im Gegenteil: Ich will, dass du eine richtig gute Geschichte schreibst. smile
*Hand geb*


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"I think it's important to say that when it comes to the appropriate timing,
then that will happen but that's not to say that we don't have a hands-on approach in the interim."- Mary Coughlan, 2008
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Leanna
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BeitragVerfasst am: 31.10.2011 23:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

CAMIR, vielen lieben Dank für deine Kritik!!
und ja, genau so habe ich mir das mit dem "Hof" vorgestellt.

Und nochmals ein dickes JA, die Geschichte ist einfach mein "Baby"- und das seit 7 Jahren. Ich weiß, was du meinst, mit dem Anfang. Klischee hoch 25 Wink . Die Grundidee ist meiner Meinung nach nicht die Beste, das gebe ich auch zu.
Aber ich will das Grundkonzept weiter ausbauen. Ich habe eine mehr oder wenige typische Fantasy-Story gewählt. Aber im Laufe der Geschichte will ich das totale Gegenteil in allen Bereichen erreichen.
(Puh, dein Beitrag hat mich jetzt sehr gefreut Very Happy )

Du bist also der Meinung, dass ich mehr die Umstände erleutern muss?
(Die zerstörte Welt im Jahre 2020?)


Nochmals vielen Dank.
*Hand geb* Cool
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CAMIR
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Es freut mich, dass du mir die Kritik nicht krumm nimmst und hoffe, ich kann dir helfen, das Vorhandene zu verbessern.

Zitat:
Die Grundidee ist meiner Meinung nach nicht die Beste, das gebe ich auch zu.

Das hier spielt eigentlich nur eine zweitrangige Rolle, solang der Rest stimmt. Wenn wir uns erfolgreiche und/oder gute Bücher der letzten Zeit so ansehen, dann ist die Grundidee nicht unbedingt der Stein der Weisen.
Herr der Ringe z.B. ist nix weiter als: Wir zerstören einen Ring. Aber das Drumrum macht es zu was Besonderem, verstehst du.

Der Einstieg ist deswegen so wichtig, weil er darüber entscheidet, ob weitergelesen wird. "Geschwister im Wald treffen Wolf" kann vielleicht auch funktionieren, aber da musst du dich schon arg anstrengen. wink

Zitat:
Aber im Laufe der Geschichte will ich das totale Gegenteil in allen Bereichen erreichen.

Bestimmt - aber dazu musst du die Leute erstmal dazu bringen, so weit zu lesen.

Zitat:
Du bist also der Meinung, dass ich mehr die Umstände erleutern muss?
(Die zerstörte Welt im Jahre 2020?)

In jedem Fall früher oder später. Ich überlege nur, wie es ein guter Einstieg werden könnte... Vermutlich aber ein besserer als der jetzige. Vielleicht sowas wie:
"Nicht viel war von der Welt wie wir sie kennen übriggeblieben..." Ach keine Ahnung. Probiere einfach mal ein bisschen herum. Und versuch die Klischees weniger wie Klischees aussehen zu lassen. wink


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Leanna
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 00:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dankeschön!!
Ich bin nach deinem Beitrag hochmotiviert über meine Story hergefallen Embarassed
Den Anfang habe ich geändert. Liest sich nun besser, spannender und na ja... nicht so klischeelastig  Wink (einen Teil, der eigentlich erst später kommt, habe ich nun als Anfang verwendet. Passt viel besser^^)
Vielleicht müssen die Wölfe auch noch bluten, mal sehen.

Lg,

Leanna
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Harald
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leanna,

mal ganz vorsichtig angemerkt:

Nicht das Bild am Anfang bewegt den Leser dazu, nach kurzer Zeit aufzuhören, sondern die "Bildbeschreibung", dies gewollt "bombastisch" herüberkommende, sich verschachtelnde Sätze mit Wortkonstruktionen, die absolut nicht nötig sind.

Der erste Satz macht das Buch!

Wenn das so ist oder so wäre, dann hast du dich mit den ersten Sätzen schon eliminiert. Du schreibst:

Sherwood Forest

Vollmond.
Mutter Erdes Begleiter war als vollkommene Scheibe am Nachthimmel sichtbar. Der Satellit am Himmelszelt war von einem schneeweißen Hof eingebettet und warf einen Schimmer auf unseren Heimatplaneten, welcher wie Lichtfinger durch die Baumkronen griff. Dadurch wurde der Wald von einem kalten Glanz erfüllt. Nebelschwaden wabern über den Boden und wanden sich gleich Schlangen um die knorrigen Stämme der verschnörkelten, uralten Skulpturen.


Ein Versuch:

Sherwood Forest

Der  volle Mond, eingebettet in einen silberweißen Hof, sandte sein kaltes, fahles Licht zur Erde und schien die herrschende Kälte noch zu verstärken. Wo sich Lichtfinger den Weg durch die Baumkronen bahnten beschienen sie wabernde Bodennebel, die schlangengleich die alten, knorrigen Baumstämme umschlossen.

Nun  ja, du wirst jetzt sagen, das ist zu einfach, zu real, aber das Bild ist da, mehr noch als dein Abschnitt lässt es die Kälte spüren, der Leser weiß, was du meinst und liest weiter!

Weiter:

„Willkommen im Sherwood Forest.“, seufzte er und massierte missmutig seine Schläfen. Sein Kopf fühlte sich wie eine Blechdose an, in der Tausende von Kieselsteine tanzten. Der Lebenswandel, das Zeugnis seines mit bunten Hämatomen übersäten Körpers, forderte seinen Tribut.
Schon tagelang streiften sie durch den Sherwood Forest.
„Wie sehr ich das alles hasse.“


„Willkommen im Sherwood Forest.“, seufzte er und massierte missmutig seine Schläfen, hinter denen Tausende von Kieselsteinen wie in einer Blechdose zu tanzen schienen. Der Lebenswandel forderte seinen Tribut, aktuelles Zeugnis war sein mit bunten Hämatomen übersäter Körper.
Schon tagelang hatten sie den Sherwood Forest ergebnislos durchstreift und er murmelte:
„Wie sehr ich das alles hasse.“

Das  sind Alternativen von mir, andere würden es anders schreiben, sieh es als kleine Orientierungshilfe ...

LG

Harald


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Harald

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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mutter Erdes Begleiter war als vollkommene Scheibe am Nachthimmel sichtbar. Der Satellit am Himmelszelt war von einem schneeweißen Hof eingebettet und warf einen Schimmer auf unseren Heimatplaneten, welcher wie Lichtfinger durch die Baumkronen griff. Dadurch wurde der Wald von einem kalten Glanz erfüllt. Nebelschwaden wabern über den Boden und wanden sich gleich Schlangen um die knorrigen Stämme der verschnörkelten, uralten Skulpturen. 
„Willkommen im Sherwood Forest.“, seufzte er und massierte missmutig seine Schläfen. 


Deine Erzählperspektive ist wohl die aktoriale. Das gibt dir zwar die Freiheit, die Perspektive während der Geschichte zu wechseln, aber das gleich am Anfang drei mal, kommt bei mir nicht so gut an. Erst die Sicht von außen auf den Planeten Erde, dann springst du zu dem ersten Prota, ich vermute Lucian, und anschließend folgt wieder ein Sprung zu Leanna.

Spätestens hier würde ich das Buch, sofern es nicht einen grandiosen Klappentext hätte, im Buchladen weglegen. Für einen Fantasyroman sind mir einige Begriffe zu technisch und modern, hier Satellit und Blechdose.

Zitat:
„Herrlich.“, lächelte Leanna und stapfte durch das glitschige Grün. 

Meinst du damit das Gras? Klingt sehr merkwürdig und entgegen der bisher eher romatisch beschriebenen Natur ekelig.

Zitat:
Mit schreckensgeweiteten Augen

Mit vor Schreck geweiteten Augen, oder schreckgeweiteten Augen.

Zitat:
Die Augenpaare, die das Geschehen weiterhin aus dem Unterholz beobachteten, wirbelten beim Anblick des Schwertes aufgeregt umher. 

Klingt unfreiwillig komisch.

Wie bei meiner kurzen Kritik schon erwähnt, vor lauter Adjektiven geht die eigentliche Handlung unter. In dem Bemühen, etwas zu beschreiben, verlierst du dich in Geschwafel. Da kann keine Spannung aufkommen. Dein Text braucht auf jeden Fall noch einiges an Überarbeitung und gehört, meiner Meinung nach, noch in die Werkstatt.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht entmutigt, dran bleiben.


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Leanna
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 12:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nein, nein kskreativ, entmutigt hast du mich auf keinen Fall Wink !
Ich verstehe, was du meinst.
Ich danke dir für deine Kritik, sie war sehr hilfreichl

Auch Harald danke ich, die Alternativen habe ich mir bereits notiert Very Happy

Die Geschichte werde ich zuerst überarbeiten, bevor ich sie wieder sende.
Den Anfang habe ich ja schon neu verfasst, denn will ich euch aber nicht vorenthalten Wink

----

Siebter April des Jahres 2020.
Lucian verkroch sich im Bett, aber schlafen konnte er nicht. Er dachte an das Dunkle, welches sich vor zehn Jahren in sein Herz schmiegte und in seinen Adern wie Gift pulsierte.
Indem er die Augen schloss, versuchte er, seinen Geist zur Ruhe zu betten. Doch die Gedankenflut wollte nicht versickern. Er wusste, dass die Hölle auf ihn wartete.
Durch das geöffnete Fenster, das kühle Nachtluft hineinließ, konnte Lucian den Sternenhimmel überblicken.
Ein sehnsuchtsvoller Seufzer folgte, als er gen Mond blickte, dessen Licht sich silbern auf die von Menschenhand angefertigten Barracken Edwinstowes ergoss.
Das Fünfzig-Seelen-Nest im Norden der Grafschaft Nottinghamshire,  hatte sich über Jahrzehnte wie eine schwärende Wunde inmitten des Sherwood Forests angesammelt.
Der schiefergraue Pflasterweg, der sich durch die Ortschaft schlängelte, war fast von Mutter Natur zurückerobert worden. Heidekraut und Ackerschachtelhalm wucherten zwischen den Ritzen der bemoosten Granitsteine.

---


Ich weiß, es ist noch nicht viel. Aber ich finde, mann kennt schon einen Unterschied
 Embarassed
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Harald
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Halo Leanna,
auch wenn du schon einiges verbessert hast, einige Kleinigkeiten gibt es doch noch

Leanna hat Folgendes geschrieben:

Siebter April des Jahres 2020.
Lucian verkroch sich im Bett, aber schlafen konnte er nicht. Er dachte an das Dunkle, welches sich vor zehn Jahren in sein Herz schmiegte und in seinen Adern wie Gift pulsierte.
Indem er die Augen schloss, versuchte er, seinen Geist zur Ruhe zu betten. Doch die Gedankenflut wollte nicht versickern. Er wusste, dass die Hölle auf ihn wartete.


Das Dunkle, egal was es sei, das ihm später die Hölle bereiten sollte, das schmiegt sich nicht in Herz/Hirn/Seele, sondern schleicht oder frisst sich hinein. Auch würde ich den Satz mit dem Schließen der Augen umschreiben:  
Er schloss die Augen und hoffte, durch den einsetzenden Schlaf seinen Geist zu beruhigen.

Leanna hat Folgendes geschrieben:
Durch das geöffnete Fenster, das kühle Nachtluft hineinließ, konnte Lucian den Sternenhimmel überblicken.


hereinließ, er befindet sich im Zimmer, die Luft kommt zu ihm.

... den Sternenhimmel sehen, das geöffnete Fenster gibt nicht den Blick auf den gesamten Sternenhimmel frei.

Leanna hat Folgendes geschrieben:
Ein sehnsuchtsvoller Seufzer folgte, als er gen Mond blickte, dessen Licht sich silbern auf die von Menschenhand angefertigten Barracken Edwinstowes ergoss.

 
... zum Mond (auf)blickte ...

Das "von Menschenhand" solltest du streichen

Leanna hat Folgendes geschrieben:
Das Fünfzig-Seelen-Nest im Norden der Grafschaft Nottinghamshire,  hatte sich über Jahrzehnte wie eine schwärende Wunde inmitten des Sherwood Forests angesammelt.


Hier gleich dies >>

Das Fünfzig-Seelen-Nest im Norden der Grafschaft Nottinghamshire hatte sich über Jahrzehnte wie eine schwärende Wunde inmitten des Sherwood Forests ausgebreitet.
... alternativ, schlägt Duden vor ...
Das Fünfzigseelennest im Norden der Grafschaft Nottinghamshire hatte sich über Jahrzehnte wie eine schwärende Wunde inmitten des Sherwood Forests ausgebreitet.

Leanna hat Folgendes geschrieben:
Der schiefergraue Pflasterweg, der sich durch die Ortschaft schlängelte, war fast von Mutter Natur zurückerobert worden. Heidekraut und Ackerschachtelhalm wucherten zwischen den Ritzen der bemoosten Granitsteine.


Ob man die Farbe schiefergrau mit einbringen sollte, wenn es ein Granitweg ist, darüber lässt sich streiten ...

LG

Harald


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Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

Um ein Ziel zu erreichen ist nicht der letzte Schritt ausschlaggebend, sondern der erste!
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Leanna
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BeitragVerfasst am: 01.11.2011 20:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Harald, deine Vorschläge habe ich übernommen. Sie hören sich einfach besser an... Embarassed
Ich werde jetzt fleißig weiterschreiben und üben. Very Happy
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Leanna
Hobbyautor


Beiträge: 326



BeitragVerfasst am: 08.11.2011 22:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, Hallo erstmal Very Happy

Ich habe meinen vorgestellten Text gründlich überarbeiteit und (hoffentlich) entromanisiert.  Ich bin der Meinung, dass er nun weniger klischeehaft ist.  Über konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen!
Ich bedanke mich schon jetzt bei euch smile


1. Kapitel:

Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.

„Ins Land, wo Finsternis und Chaos herrschen
und selbst das Licht so schwarz ist wie die Nacht.“
Hiob 10, 22


Siebter Juni des Jahres 2021:
Lucian verkroch sich im Bett, aber schlafen konnte er nicht. Er dachte an das Dunkle, das sich vor zehn Jahren in sein Herz schlich und fortan in seinen Adern wie Gift pulsierte
Durch das geöffnete Fenster, das kühlen Nachtwind hereinließ, konnte er den Sternenhimmel sehen.
Die Luft dieses Gasthauses schmeckte zuvor verbraucht, abgestanden. Der Mief einer Absteige inmitten des Sherwood Forests .
Ein sehnsuchtsvoller Seufzer folgte, als er zum Mond aufblickte, dessen Licht sich silbern auf die Barracken Edwinstowes ergoss. Lucian schloss die Augen und hoffte, durch den einsetzenden Schlaf seinen Geist zu beruhigen. Doch die Gedankenflut wollte nicht versickern.
Er wusste, dass die Hölle auf ihn wartete.
In dieser Nacht spürte er, wie er zu fallen begann. Stürzend in eine Dunkelheit, die kälter war als der tiefste Weltraum. An seinem Leben konnte Lucian sich nicht festhalten, denn es war von ihm gegangen- und er blieb zurück. Im Leeren hängend löste er sich langsam auf.
Lilith, wollte er sagen. Ich bin nur ein zerfallenes Monument der Menschheit.
In diesem Zeitalter, da gibt es keine Wunder mehr. Auch ich bin keines davon.


Die Sonnenstrahlen, die sich durch die Holzlamellen des Rollos schlichen, küssten ihn wach.
Lucian schlug die Augen auf und kniff sie hastig wieder zu, als das Sonnenlicht in seine Pupillen stach.
Gestern konnte er das Heer von Baumriesen hinter sich lassen, um vor der Dunkelheit, der er tagelang ausgesetzt war, zu flüchten. Die sieben Nächte im Sherwood Forest waren trotzdem viel zu kurz gewesen, denn Schlaf fand Lucian nur selten.
Müde zog er das Rollo hinauf und legte sein Augenmerk auf den Dorfplatz Edwinstowes.
Aus einem azurblauen Himmel brannte die Sonne herunter, sodass die Luft tanzte und zitterte. Baracken und Holzhäuschen duckten sich im Schatten hoher Eichen. Der Pflasterweg, der sich durch die Ortschaft schlängelte, war fast von Mutter Natur zurückerobert worden. Heidekraut und Ackerschachtelhalm wucherten zwischen den Ritzen der bemoosten Granitsteine
Wie ausgestorben lag das Fünfzigseelnest in der prallen Mittagshitze.
Doch das Lichtmeer konnte die Wahrheit nicht verschleiern:
Es war das Ende der Welt, wie wir sie kannten.

Risse zogen sich durch die Mauern der Häuser, an denen Efeu emporrankte. Die Fenster waren notdürftig mit Brettern vernagelt worden und aus deren Ritzen lugten die Augen der Bewohner hervor. Schnellen Schrittes durchquerte Lucian Edwinstowe, um vor den misstrauischen Blicken zu fliehen, die ihn verfolgten.
Er glaubte, er sei transparent. Als könnten sie durch ihn hindurchsehen, in seine Vergangenheit, in sein Herz. Der Verrat, der an ihm haftete, seine Sünden, die er zu verbergen versuchte- sie würden davon wissen.
Wie sie ihn hinterher schauten...
Es musste einfach so sein.
„Zeit heilt alle Wunden“, sagte sie einst.
Doch darauf wartete der Auserwählte immer noch.
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CAMIR
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Beiträge: 682
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011 00:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du.
Ja, der Anfang liest sich schon viel besser und flüssiger.
Was mir trotzdem auffiel: Hat deine Geschichte irgendeine Relevanz zu dem Buch Hiob, oder war es nur so ein "Random Zitat, das irgendwie ganz gut gepasst hat"? Wenn es letzteres ist, würde ich drauf verzichten, bei ersterem will ich nix gesagt haben.

Du schaffst es jetzt schon ein wenig mehr Spannung aufzubauen, auch wenn ich am Schluss bei "der Auserwählte" dann irgendwie doch schmunzeln musste, aber vermutlich gehören Auserwählte zu Fantasy wie Sahne zum Kuchen.

Die Dorfatmosphäre kommt schön rüber und auch die Zerstörung, die vorgefallen sein muss ist erkennbar.
Eine letzte Sache noch: Diese Lilith? Ist sie die Figur aus der Mythologie und/oder hat sie eine Gemeinsamkeit? Ansonsten würd ich sie anders nennen, weil der Name auch schon wieder so klischeebeladen ist.
Aber im Vergleich zu vorher hat sichs schon massiv verbessert.


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"I think it's important to say that when it comes to the appropriate timing,
then that will happen but that's not to say that we don't have a hands-on approach in the interim."- Mary Coughlan, 2008
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Leanna
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Beiträge: 326



BeitragVerfasst am: 09.11.2011 00:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hui, dankeschön, dankeschön Very Happy !

Ja, Lilith hat einige Gemeinsamkeiten mit der Figur.

Okay, das mit Hiob werde ich entfernen( dieses Zitat hätte einfach gut gepasst Embarassed ).
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Julian
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Beiträge: 370



BeitragVerfasst am: 09.11.2011 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Leanna hat Folgendes geschrieben:

„Ins Land, wo Finsternis und Chaos herrschen
und selbst das Licht so schwarz ist wie die Nacht.“
Hiob 10, 22


Das bereitet mir kein gutes Gefühl.


Zitat:

Lucian verkroch sich im Bett, aber schlafen konnte er nicht.
Durch das geöffnete Fenster, das kühlen Nachtwind hereinließ, konnte er den Sternenhimmel sehen.


Das könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass er den Sternenhimmel nicht hätte sehen können, wenn das Fenster geschlossen wäre. Ein Nachtwind ist mir auch nicht bekannt. Und wo lässt das Fenster kühlen Wind herein?

Zitat:
Die Luft dieses Gasthauses schmeckte zuvor verbraucht, abgestanden. Der Mief einer Absteige inmitten des Sherwood Forests .


Luft kann man nicht wirklich schmecken. Wieso bedienst du dich des Namen des Waldes von Robin Hood?

Zitat:
Ein sehnsuchtsvoller Seufzer folgte, als er zum Mond aufblickte, dessen Licht sich silbern auf die Barracken Edwinstowes ergoss.


Edintowes? Du sprachst vom Sherwood Forest. Und was für Barracken? Ich bin verwirrt.

Zitat:
An seinem Leben konnte Lucian sich nicht festhalten, denn es war von ihm gegangen- und er blieb zurück.


Dann wäre er tot. Du meinst vermutlich sein altes Leben.

Zitat:
Lilith, wollte er sagen. Ich bin nur ein zerfallenes Monument der Menschheit.


Phrase.

Zitat:
Die Sonnenstrahlen, die sich durch die Holzlamellen des Rollos schlichen, küssten ihn wach.
Lucian schlug die Augen auf und kniff sie hastig wieder zu, als das Sonnenlicht in seine Pupillen stach.


Die Strahlen küssen ihn wach und stechen ihn? Widerspruch.
 
Zitat:
Aus einem azurblauen Himmel brannte die Sonne herunter, sodass die Luft tanzte und zitterte.


Das Bild erschließt sich mir nicht. Und mit einem azurblauen Himmel assoziiere ich etwas Schönes.

Zitat:
Baracken und Holzhäuschen duckten sich im Schatten hoher Eichen.


Unschöne metaphorische Darstellung.

Zitat:
Doch das Lichtmeer konnte die Wahrheit nicht verschleiern:
[i]Es war das Ende der Welt, wie wir sie kannten.


Das Gefühl hatte ich bisher nicht. Sonne, azurblauer Himmel, Pflanzen - das wirkt eher idyllisch.

Zitat:
Er glaubte, er sei transparent. Als könnten sie durch ihn hindurchsehen, in seine Vergangenheit, in sein Herz.


Transparent ist kein falsches Wort, aber das kann man sicher besser formulieren.

Zitat:
Der Verrat, der an ihm haftete, seine Sünden, die er zu verbergen versuchte- sie würden davon wissen.
Wie sie ihn hinterher schauten...
Es musste einfach so sein.
„Zeit heilt alle Wunden“, sagte sie einst.
Doch darauf wartete der Auserwählte immer noch.


Schwach. Der Auftritt des Auserwählten ist sehr lustlos beschrieben. Das Ende der Welt lässt sich auch besser darstellen.
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