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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Windläufer


 

 
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Scritoressa
Geschlecht:weiblichGraue Hexe

Alter: 25
Beiträge: 776



BeitragVerfasst am: 29.01.2011 07:00    Titel: Windläufer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier mal wieder der Anfang einer Kurzgeschichte, die restlichen Teile stelle ich nach und nach im selben Thread rein.
Was meint ihr?



Kirschrotes Haar schlug der Magierin ins Gesicht, als sie sich ihren Weg durch den wütenden Wind bahnte. Angespannt band sie die widerspenstigen Strähnen im Nacken zusammen und ging weiter, leicht nach vorne gelehnt und mit ihrem Licht in den Händen. Erst hatte sie gefürchtet, der Wind könnte es ihr entreissen, doch es war das Licht ihrer Seele, weiss und rein.
Nichts konnte es von ihr trennen, jedenfalls nicht für lange. Mühsam legte sie weitere zehn Meter zurück, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Ein grosses, schlankes Schiff trotzte dem Wind, die eingeholten roten Segel gaben ihm keine Angriffsfläche.
„Rote Segel. Windläufer. Wieso tu ich das verdammt noch mal?“, grummelte die Magierin ärgerlich. Windläufer waren vielleicht das sturste Volk im ganzen Weltenkreis. Und das mit Abstand.
Doch sie hatten etwas, das sie wollte, sogar brauchte. Etwas rotes schlug ihr ins Gesicht und wütend stopfte sie ihre Haare unter die Kapuze. Das Band, das sie gehalten hatte war gerissen. „Nicht schon wieder!“, rief sie aus und eine Strassenkatze, die sich hinter einer Mülltonne geduckt hielt betrachtete sie fragend. „Ich red nicht mit dir, dummes Vieh!“
Ihr Seelenlicht flammte in einem plötzlichen rot und die Katze legte die Ohren an.
Die Magierin schüttelte traurig den Kopf und warf sich gegen eine besonders heftige Windböe. Sie liebte Katzen, und Katzen liebten sie. Jedenfalls war das vor dem Fluch so gewesen. Jetzt waren ihre Haare unnatürlich rot, ihr Temperament unberechenbar und ihre Magie stärker den je. Doch sie hatte nicht vor, so zu bleiben.
Es war es einfach nicht wert, für mehr Macht das Risiko einzugehen, alle in ihrer Nähe zu verletzen. Eine schwarze Magierin zu werden, vielleicht sogar ein Dämon. Wenn ihre Bücher richtig lagen, war das möglich. Und Bücher hatten die Angewohnheit, bei den negativen Effekten äusserst genau zu sein.
Die Wache am Poller betrachtete sie argwöhnisch und zischte etwas, das sie nicht verstehen konnte. Das Wasser bäumte sich auf, weisse Kronen auf schwarzem Öl, und leckte an dem zum Schiff führenden Steg. Selbstbewusst begann die Magierin, die schmale Planke zu erklimmen, doch die Wache streckte eine Hand aus. Er trug eine verschlungene Rune auf der Hand, als Schutz gegen böse Geister. Gegen Leute wie sie. Traurig liess die Magierin den Kopf hängen, doch als sie wieder aufsah war ihr Blick entschlossen. „Ich bin hier um Krelin zu sprechen. Er weiss, dass ich komme“, schnauzte sie den bulligen Mann an. Der betrachtete sie wieder, dann nickte er, unwillig mit ihr zu sprechen.
Die Magierin ging weiter und sprang elegant an Deck. Ein Windstoss traf sie frontal und sie taumelte, unter anderem auch wegen dem Hüpfen des beachtlichen Schiffes.
Ein grosser, schlanker Mann mit einem silbernen Ohrring streckte eine Hand aus, um sie zu stützen, doch als er ihre Haarfarbe sah wich er zurück und zischte „Kjarlah“. Dabei schloss sich seine Hand um den Ohrring, ebenfalls zu einer Schutzrune geformt.

12Wie es weitergeht »


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Amarenakirsche
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 26
Beiträge: 178
Wohnort: tief im Westen


BeitragVerfasst am: 29.01.2011 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, wer auch immer du bist. Smile

Mich hast du mit deiner Geschichte gepackt, eindeutig.
Die Idee, dass Magier durch schlechte Taten (wenn ich das richtig verstanden habe) schwarze Magier oder gar Dämonen werden, finde ich super!
Du hast mich ziemlich neugierig gemacht: Warum sind ihre Haare rot? Warum wechseln ihre Gefühle von einem Moment zum anderen? Und warum muss sie zu den Windläufern?

Zu kritisieren habe ich gerade nichts, ich bin noch zu gefesselt von der Geschichte.
Wann stellst du den nächsten Teil rein?

liebe Grüße,
die Amarenakirsche
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Gast3
Autor


Beiträge: 890
Wohnort: BY


BeitragVerfasst am: 29.01.2011 12:40    Titel: Re: Windläufer Antworten mit Zitat

Liebes Inkognito,

mir gefällt der Anfang deiner Geschichte. Du baust Spannung auf und zumindest bin ich neugierig, was es mit dem Fluch und den Windläufern am Ende genau auf sich hat.

Nur ein paar Kleinigkeiten:

Inkognito hat Folgendes geschrieben:

 Mühsam legte sie weitere zehn Meter zurück, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Hier würde ich eher etwas schreiben wie: Mühsam legte sie Schritt für Schritt zurück, ... oder auch: Mühsam kämpfte sie sich Schritt für Schritt vorwärts, ...


Doch sie hatten etwas, das sie wollte, sogar brauchte. Etwas Rotes schlug ihr ins Gesicht und wütend stopfte sie ihre Haare unter die Kapuze.

Ihr Seelenlicht flammte in einem plötzlichen Rot und die Katze legte die Ohren an.
Die Magierin schüttelte traurig den Kopf und warf sich gegen eine besonders heftige Windböe. Sie liebte Katzen, und Katzen liebten sie. Jedenfalls war das vor dem Fluch so gewesen. Jetzt waren ihre Haare unnatürlich rot, ihr Temperament unberechenbar und ihre Magie stärker denn je. Doch sie hatte nicht vor, so zu bleiben.


Das Wasser bäumte sich auf, weisse Kronen auf schwarzem Öl, und leckte an dem zum Schiff führenden Steg.
Das liest sich so ein wenig holprig, vielleicht:
Das Wasser bäumte sich auf. Weiße Kronen auf schwarzem Öl leckten an dem zum Schiff führenden Steg.


Ein Windstoss traf sie frontal und sie taumelte, unter anderem auch wegen dem Hüpfen des beachtlichen Schiffes.
Das Hüpfen scheint mir in Anbetracht dessen, dass es ein beachtliches Schiff ist, zu schwach ausgedrückt.


Dann bin ich einmal gespannt, wie es noch weitergeht smile

Liebe Grüße
schneestern


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Sich vergleichen, ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
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Scritoressa
Geschlecht:weiblichGraue Hexe

Alter: 25
Beiträge: 776



BeitragVerfasst am: 29.01.2011 16:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke schon mal für die Anmerkungen, Amarenakirsche ich hoffe deine Fragen werden noch beantwortet, wenn sie am Ende der Geschichte noch stehn komme ich darauf zurück. Schneestern, danke, das mit dem Hüpfen ist wirklcih etwaes schwach.
Hier geht's erst mal weiter.



Als er seinen ersten Schreck überwunden hatte und die Magierin noch immer still vor ihm stand, legte er eine Hand auf den Griff seines Säbels. „Verschwinde!“
Der starke Akzent konnte das leichte Zittern in seiner Stimme allerdings nicht ganz verbergen, und die Magierin bewegte sich nicht. „Janmei für Krelin. Lass mich durch!“
Als sich der Mann nicht rührte, hob Janmei langsam die Hand, ein Finger auf ihn gedeutet. Sofort machte er einen Schritt zur Seite und sie stolzierte vorbei und auf das Achterdeck. Hier oben tobte der Wind noch stärker, aber es war trockener. Der Kapitän des Schiffes, Krelin, stand an der Reling und blickte auf den verlassenen Kai. Das Wetter war zu schlecht um gute Geschäfte zu machen oder abzulegen, also blieb ihm nur der Umgang mit einer verfluchten Magierin. Herrlich.
„Du bist also die, die meine Mannschaft in Unruhe versetzt“, brummte er ohne sich umzudrehen. „Ich hatte mir schon lange gewünscht, dich wieder zu sehen, meine liebe Janmei. Es ist einsam auf See.“
Er lachte leise, dann drehte er sich um. Wenigstens er hatte den Anstand, nicht gradeheraus ein Schutzsymbol zu berühren. Er kannte die Magierin von früher, die beiden hatten schon öfter Geschäfte gemacht. Und stets machte er Andeutungen auf mehr, was nur teilweise an der Mentalität der Windläufer lag. Sie glaubten, jede Frau die sich ihr Geld selbst verdiente war wenig besser als eine Hure, waren aber meist zu höflich es so direkt auszudrücken wenn sie in weniger patriarchalischen Ländern unterwegs waren.
„Krelin, ich brauche Hilfe.“
Schlagartig wurde der Seefahrer ernst. „Das kann ich sehen. Wieso spielst du mit dunklen Mächten?“
„Es war ein Versehen“, gestand sie ein. „Naja, sagen wir eine Unvorsichtigkeit. Ich habe einen Dämon aus einem Haus verbannt, so schön nach Berufsbeschreibung aber das Ding hat einen Teil seiner Kraft als Fluch auf mich abgelegt. Meinte ich wäre eine gute Verstärkung.“
„Dann bist du auf bestem Weg zur Dämonin. Schwarze Magie, stärker als alles andere. Sollte dir das nicht gefallen? Du hast auf meinem Schiff nicht mehr zu suchen, seist du auch noch so hübsch.“
Bevor er noch etwas sagen oder gar eine seiner Wachen rufen konnte kam Janmei einen Schritt näher. Sie konnte seinen schnellen, flachen Atem fühlen, roch das Salz in seinen Haaren. „Ich will das aber nicht. Ich will einfach eine Magierin sein. Weiss. Rein“, flüsterte sie und hob die rechte Hand, and der ihr Seelenlicht jetzt wie ein glühender Fingerring hing. Es war strahlend weiss. Noch. „Siehst du? Und ich weiss, dass es ein Gegenmittel gibt. Und wenn man etwas seltenes finden muss, geht man zu einem Windläufer und bringt eine dicke Börse, ist es nicht so?“
Rasch trat der Händler einen Schritt zurück und verneigte sich andeutungsweise. „Natürlich. Es ist wie gesagt nur eine Frage des Preises...“
Er beendete den Satz nicht und eilte die Treppe zum Deck hinunter, immer leicht gegen den Wind gelehnt aber nicht stark davon beeinflusst. Die Magierin kämpfte sich hinter ihm nach durch eine Tür und in eine vergleichsweise stille Kajüte. Dort türmten sich Schätze von allen Erdteilen, gefundenen und wieder verlorenen. Es war atemberaubend.
„Ich weiss, wenn du etwas stiehlst“, drohte ihr der Windläufer. „Keine Magie hier drin. Ich muss suchen.“
Still und darauf bedacht, nichts zu berühren schaute sich Janmei weiter um. Ein blaues, geringeltes Horn über der Tür sah aus wie das einer Jägerrobbe, sicher mehr wert als die Segel des Schiffes.
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Gast3
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Beiträge: 890
Wohnort: BY


BeitragVerfasst am: 30.01.2011 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Liebes Inkognito,

in dem Teil rutscht du sprachlich zwischendrin in Richtung flapsig und salopp ab. Das finde ich jetzt unpassend. Hab dir die Stellen markiert/gestrichen und kleine Fehler angemerkt.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:

Als er seinen ersten Schreck überwunden hatte und die Magierin noch immer still vor ihm stand, legte er eine Hand auf den Griff seines Säbels. „Verschwinde!“
Der starke Akzent konnte das leichte Zittern in seiner Stimme allerdings nicht ganz verbergen, und die Magierin bewegte sich nicht. „Janmei für Krelin. Lass mich durch!“
Als sich der Mann nicht rührte, hob Janmei langsam die Hand, ein Finger auf ihn gedeutet. Sofort machte er einen Schritt zur Seite und sie stolzierte vorbei und auf das Achterdeck. Hier oben tobte der Wind noch stärker, aber es war trockener. Der Kapitän des Schiffes, Krelin, stand an der Reling und blickte auf den verlassenen Kai. Das Wetter war zu schlecht um gute Geschäfte zu machen oder abzulegen, also blieb ihm nur der Umgang mit einer verfluchten Magierin. Herrlich. das kannst du streichen
„Du bist also die, die meine Mannschaft in Unruhe versetzt“, brummte er (Komma) ohne sich umzudrehen. „Ich hatte mir schon lange gewünscht, dich wieder zu sehen, meine liebe Janmei. Es ist einsam auf See.“
Er lachte leise, dann drehte er sich um. Wenigstens er hatte (hatte er) den Anstand, nicht gradeheraus ein Schutzsymbol zu berühren. Er kannte die Magierin von früher, die beiden hatten schon öfter Geschäfte gemacht. Und stets machte er Andeutungen auf mehr, was nur teilweise an der Mentalität der Windläufer lag. Sie glaubten, jede Frau die sich ihr Geld selbst verdiente war wenig besser als eine Hure, waren aber meist zu höflich es so direkt auszudrücken wenn sie in weniger patriarchalischen Ländern unterwegs waren.
„Krelin, ich brauche Hilfe.“
Schlagartig wurde der Seefahrer ernst. „Das kann ich sehen. Wieso spielst du mit dunklen Mächten?“
„Es war ein Versehen“, gestand sie ein. „Naja, sagen wir Eine Unvorsichtigkeit. Ich habe einen Dämon aus einem Haus verbannt, so schön nach Berufsbeschreibung aber das Ding (den Ausdruck finde ich unpassend) hat einen Teil seiner Kraft als Fluch auf mich abgelegt. Meinte ich wäre eine gute Verstärkung.“
„Dann bist du auf bestem Weg zur Dämonin. Schwarze Magie, stärker als alles andere. Sollte dir das nicht gefallen? Du hast auf meinem Schiff nichts mehr zu suchen, seist du auch noch so hübsch.“
Bevor er noch etwas sagen oder gar eine seiner Wachen rufen konnte (Komma) kam Janmei einen Schritt näher. Sie konnte seinen schnellen, flachen Atem fühlen, roch das Salz in seinen Haaren. „Ich will das aber nicht. Ich will einfach eine Magierin sein. Weiss. Rein“, flüsterte sie und hob die rechte Hand, and der ihr Seelenlicht jetzt wie ein glühender Fingerring hing. Es war strahlend weiss. Noch. „Siehst du? Und ich weiss, dass es ein Gegenmittel gibt. Und wenn man etwas seltenes finden muss, geht man zu einem Windläufer und bringt eine dicke Börse, ist es nicht so?“
Rasch trat der Händler einen Schritt zurück und verneigte sich andeutungsweise. „Natürlich. Es ist wie gesagt nur eine Frage des Preises (Leerzeichen) ...“
Er beendete den Satz nicht und eilte die Treppe zum Deck hinunter, immer leicht gegen den Wind gelehnt (Komma) aber nicht stark davon beeinflusst. Die Magierin kämpfte sich hinter ihm nach durch eine Tür und in eine vergleichsweise stille Kajüte. Dort türmten sich Schätze von allen Erdteilen, gefundenen und wieder verlorenen. Es war atemberaubend.
„Ich weiss, wenn du etwas stiehlst“, drohte ihr der Windläufer. „Keine Magie hier drin. Ich muss suchen.“
Still und darauf bedacht, nichts zu berühren (Komma) schaute sich Janmei weiter um. Ein blaues, geringeltes Horn über der Tür sah aus wie das einer Jägerrobbe, sicher mehr wert als die Segel des Schiffes.


Lieben Gruß
schneestern


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zwima
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 765
Wohnort: Reihenhausidyll


BeitragVerfasst am: 31.01.2011 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bezieh mich jetzt noch auf deinen ersten Teil. Wir befinden uns da ja, denke ich, in der klassischen Fantasy. Mag ich, lese ich, will ich mehr von erfahren. Die verfluchte Magierin, die sich gegen Macht entscheidet, um ihre Seele  nicht aufs Spiel zu setzen,  gefällt mir.
Hier ein paar Anmerkungen zum Text:

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Erst hatte sie gefürchtet, der Wind könnte es ihr entreissen, doch es war das Licht ihrer Seele, weiss und rein.
Nichts konnte es von ihr trennen, jedenfalls nicht für lange

Was hat die Tatsache, dass das Licht ihre Seele ist, damit zu tun, dass der Wind es ihr nicht entreißen kann? Und wenn es eine bekannte Tatsache ist, dass Magier nicht von ihrem Seelenlicht getrennt werden können, warum hat sie dann am Anfang Angst, dass das Licht forgeweht werden könnte. Hier klafft für mich eine ganz große Logiklücke, die mich nicht neugierig macht, sondern nur verwirrt.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Windläufer waren vielleicht das sturste Volk im ganzen Weltenkreis. Und das mit Abstand.

Waren die Windläufer nun das vielleicht sturste Volk, oder das mit Abstand sturste Volk. "Vielleicht" macht die Aussage softer, "mit Abstand" bekräftigt sie. Beides zusammen funktioniert für mich nicht.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Ihr Seelenlicht flammte in einem plötzlichen rot und die Katze legte die Ohren an.

Das ist schön. Hier erzählst du, dass sie wütend ist, ohne es wirklich zu erwähnen. Gut gelungen.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
„Ich bin hier um Krelin zu sprechen. Er weiss, dass ich komme“, schnauzte sie

Ich finde, sie trägt ihre Bitte recht höflich vor. Zumindest die Worte, die sie wählt sind es. Dann passt das Wort "schnauzte" nicht. Zwischen den Worten, die sie wählt und dem Verb, das du wählst, um zu beschreiben klafft eine Lücke, die mein Kopfkino zerstört.

So, und abschließend frage ich mich noch, ob es einen Grund gibt, warum du der Magierin keinen Namen gibst. Für mich würde der Text nichts an Stimmung verlieren, aber dafür an Identifikationspotenzial gewinnen, wenn sie einen bekäme.

Das war's von mir.

LG
Zwima
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Amarenakirsche
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BeitragVerfasst am: 31.01.2011 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inkognito!
Kannst du dich eigentlich auch zeigen, wenn du willst? Warum stellst du deinen Test anonym hier rein?

Jetzt aber zur Geschichte:

Das mit den umgangssprachlichen Äußerungen ist mir auch aufgefallen.
@zwima: Im zweiten Teil folgt der Name: Janmei.
Mich persönlich hat es nicht gestört, dass er erst später auftaucht.

Ich mag es, dass du nach und nach die Gründe für ihren Besuch auf dem Schiff lieferst - das baut die Spannung auf.
Ein paar meiner Fragen sind jetzt beantwortet, dafür habe ich neue. Aber ich freu mich einfach mal darauf, wie es weitergeht!

liebe Grüße,
die Amarenakirsche
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Scritoressa
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Alter: 25
Beiträge: 776



BeitragVerfasst am: 01.02.2011 00:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

so, die Maske ist gelueftet. Ich stellte es anonym rein, weil ich neugierig war wer es lesen wuerde.

@schneestern: Danke fuer die Anmerkung, die Tendenz zum saloppen hab ich leider Embarassed

@zwiima: den namen hab ich erst weggelassen, weil er nicht gepasst hat. er war nicht noetig, es hatte nichts mit Geheimnistuerei zu tun.
Das mit den vielleicht und dem mit Abstand stimmt, das ist mir entgangen.

...Teil 3 folgt morgen oder so.
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Arcan
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Alter: 39
Beiträge: 37
Wohnort: Schweiz


BeitragVerfasst am: 05.02.2011 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Scritoressa

Bis jetzt fand ich deine Geschichte sehr spannend.
Auch die Idee, das man durch böse Magie sich verändert ist interessant  .-)
Bis jetzt macht die Geschichte mich sehr neugierig auf mehr .

Gruss Arcan


_________________
Durch genügend Zeit, verliert die Distanz ihre Bedeutung.

Ich habe ein kleines Zimmer,doch in meinem Herzen, trage ich die ganze Welt.
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Ahriman
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 84
Beiträge: 743
Wohnort: 89250 Senden


BeitragVerfasst am: 05.02.2011 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zu viel rot.
Zitat:
auch wegen dem Hüpfen des beachtlichen Schiffes.

Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind.
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Mr. Curiosity
Bestseller-Autor

Alter: 31
Beiträge: 4485
Wohnort: Köln
Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 07.02.2011 03:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich beziehe mich zunächst mal auf den ersten Teil.  
Was soll ich sagen? Er konnte mich nicht fesseln und sprachlich hielt ich ihn für relativ belanglos.
Änderungsvorschläge stehen in Kursiv.

Zitat:
Kirschrotes Haar schlug der Magierin ins Gesicht, als sie sich ihren Weg durch den wütenden Wind bahnte.


Hier liest es sich so, als gehörte das Haar nicht der Magierin, sondern jemand anderem. Das ließe sich auch etwas straffen, weil es nach dem Hauptsatz klar ist, dass der Wind stärker zu sein scheint.

Der Sturm blies der Magierin ihr kirschrotes Haar ins Gesicht

oder unter Einbezug des nachfolgenden Satzes

Die Magierin band ihre kirschroten Haare gegen den Sturm zusammen

Zitat:
Nichts konnte es von ihr trennen, jedenfalls nicht für lange.


Nichts konnte es von ihr trennen, jedenfalls nicht für lange Zeit.

Zitat:
Mühsam legte sie weitere zehn Meter zurück, bis sie ihr Ziel erreicht hatte.


Sie schleppte sich noch einige Meter weiter, bis sie ihr Ziel endlich erreichte: Ein schlankes, großes Segelschiff
oder
Sie keuchte schwer, als sie ihr Ziel endlich erreichte

Immer darauf achten, ob es sich nicht mit Verben beschreiben lässt.
Es ist denke ich unwichtig, ob sie sich noch "zehn Meter" weiterschleppt. Kannst du auch überspringen. Ohnehin würde ich unwichtige Zahlen vermeiden.

Zitat:
Ein grosses, schlankes Schiff trotzte dem Wind, die eingeholten roten Segel gaben ihm keine Angriffsfläche.


Sei hier vielleicht etwas spezifischer. Wenn das Schiff "schlank" ist, aber dafür hoch, bietet es dennoch genügend Angriffsfläche, auch wenn die Segel eingeholt sind.
Zuviel "rot" übrigens.

Zitat:
Etwas rotes schlug ihr ins Gesicht


Hier schon wieder.

Zitat:
„Nicht schon wieder!“, rief sie aus


"Ausrufen" hat eine andere Bedeutung. "Rufen" an sich impliziert einen Adressaten. "Schimpfte" oder "fluchte" würde hier passen.

Zitat:
Es war es einfach nicht wert, für mehr Macht das Risiko einzugehen, alle in ihrer Nähe zu verletzen.


Unschön.
Sie wollte nicht das Risiko eingehen, alle, die ihr nahestanden zu verletzen, nur um an mehr Macht zu gelangen.  
oder
Sie wollte nicht das Risiko eingehen, einzig um der Macht Willen, jenen Menschen, die ihr nahestanden, zu schaden.   

Zitat:
Traurig liess die Magierin den Kopf hängen, doch als sie wieder aufsah war ihr Blick entschlossen.


Traurig liess die Magierin den Kopf hängen. Dann aber blickte sie ihm direkt in die Augen.

Fände ich persönlich besser. Daraus geht das "Entschlossene" etwas bildlicher hervor.

Stilistisch hat dieser Text, meiner Meinung nach, leider noch einige Mängel. Auch bietet er nichts wirklich Neues. Das ist aber gerade in Fantasy wichtig. Sonst kommt sofort der Verdacht auf, es handle sich um eine weiteren 08/15 - Hexenstory. Ich bin jetzt mal nich so voreilig und warte ab.

LG David


_________________


"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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Ahriman
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Alter: 84
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BeitragVerfasst am: 07.02.2011 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Kirschrotes Haar schlug der Magierin ins Gesicht, als sie sich ihren Weg durch den wütenden Wind bahnte.


Hier liest es sich so, als gehörte das Haar nicht der Magierin, sondern jemand anderem. Das ließe sich auch etwas straffen, weil es nach dem Hauptsatz klar ist, dass der Wind stärker zu sein scheint.

Ganz einfach:
"Ihr kirschrotes Haar schlug der Magierin ins Gesicht, als sie sich ihren Weg durch den wütenden Wind bahnte."
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Scritoressa
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BeitragVerfasst am: 20.02.2011 01:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi!

zuviel rot...ist mir erst gar nicht aufgefallen aber jetzt wo ihr es sagt...hm. Dann mach ich die Segel halt blau smile

Ihr kirschrotes Haar...abgehackt. Wird gemacht.

...wegen der Angriffsfläche: Was ich sagen wollte war, dass die SEGEL keine Angriffsfläche bieten weil sie ja eingeholt sind. Erkennt man dsa nicht? Oder geben auch eingeholte Segel einen zu grossen Widerstand?


Hier noch der letzte Teil. Ich weiss es dauerte etwas, aber ich hab den PC auf dem der Text gespeichert ist länger nicht verwendet. Hoffe mal das Ende ist gut.

Teil 3:

„Ich habs“, rief Krelin stolz aus und hielt eine kleine Glasflasche hoch. Etwas weisses kreiste darin, keine Flüssigkeit und kein Pulver, doch auch nichts dazwischen. Etwas wie nicht von dieser Welt. Janmei erkannte die Tinktur und starrte gierig auf die Flasche, die ihre Rettung aber auch ihre Verdammnis sein könnte. Der Händler sah ihren Blick und nickte. „Es heilt dich oder es tötet dich. Keine Garantie. 1000 Goldstücke. Weil du es bist.“
Er grinste liebenswürdig.
„Gut. Ich zahle.“ Sie suchte in ihren zahllosen Manteltaschen nach ihrer Börse und zog den kleinen Samtsack hervor. Ruhig begann sie, die Münzen vor dem Händler aufzustapeln, der sein Glück kaum fassen konnte. Normalerweise handelten Kunden und brachten den Preis herunter, doch Janmei hatte keine Zeit zu verlieren, und Geld bedeutete recht wenig wenn man eine endlose Börse hatte, oder?
„Hier. 1000. Gib mir die Tinktur!“, forderte sie, doch Krelin hob die Hand. „Jadetaumel ist selten meine Liebe. Ich weiss nicht, ob ich es weggeben will. Vielleicht würde mich ein Kuss zu einer Entscheidung...“
Doch die Magierin hatte ihm die Flasche schon aus der Hand gerissen und liess ihr Seelenlicht darüber tanzen. „Ich habe keine Zeit für deine Spielchen, Krelin.“
Nachdem das Zeug in dem Flakon kurz grün aufgeflammt war öffnete sie den Stöpsel und hielt den Kopf darüber. Die kirschroten Strähnen fielen ihr wieder ins Gesicht, schienen fast nach ihr greifen zu wollen. Stimmen begannen, in ihrem Kopf zu flüstern, forderten sie auf, die Flasche fallen zu lassen. Ihre Macht zu akzeptieren, ihr Schicksal zu umarmen. Doch Janmei die Magierin war noch nie der gehorsame Typ gewesen.
Tief atmete sie über der offenen Flasche ein und ihr unirdischer Inhalt kräuselte sich, wogte in ihre Richtung und war verschwunden. Die Magierin blinzelte, dann begann sie zu husten. Etwas brannte in ihrer Kehle, ihrer Brust, ihren Gliedern. Sie fühlte als risse sie etwas auseinander, liesse nur ihr Innerstes intakt um den Schmerz zu spüren. Ihre Beine, gefüllt mir flüssigem Feuer, knickten ein und Krelin hielt sie fest, liess sie langsam zu Boden gleiten. Janmei keuchte und Tränen liefen ihr über die Wange, dann war es vorbei. Von einem Moment auf den anderen war da nichts mehr, kein Schmerz, keine Wut, kein Summen von Macht in ihrer Brust. Es hatte geklappt. Sie war frei. Zitternd strich sie sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht.

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Ahriman
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BeitragVerfasst am: 20.02.2011 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die kirschroten Strähnen fielen ihr wieder ins Gesicht,

Zitat:
Zitternd strich sie sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht

Rot oder blond? Oder hat das Zeug ihr Haar gefärbt?
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Scritoressa
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BeitragVerfasst am: 20.02.2011 15:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Zeug hat ihre Haare gefaerbt smile

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