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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Vaterland


 

 
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Maxiimus
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 26
Beiträge: 2
Wohnort: Wien, Austria


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 02:59    Titel: Vaterland eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vaterland

Treu und Stolz auf's Vaterland;
hält er das Gewehr fest in der Hand;
einen Eid auf Treu hat er geschworen;
auf dass die Feind' ind' Hölle schmoren.


In der Schule hat er's nicht geschafft;
war nicht klug genug, sein Verstand zu schwach;
doch auf dem Feld - mit starker Hand;
ist er der Held für's Vaterland.


Des Soldat's Leben hat einen Sinn;
dessen Name Krieg - er mittendrin';
Sein Führer hatte ihn entsandt;
um zu töten, für's Vaterland.


Die Fahne hoch, die Augen leer;
so lebt, kämpft und tötet er;
Hält das Gewehr fest in der Hand;
voll blindem Stolz auf's Vaterland.



_________________
Nam sapiens quidem, pol ipsus fingit fortunam sibi.
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seppman
Weltfriedenstreiber

Alter: 38
Beiträge: 943
Wohnort: Yaren


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Also vorab.. ein Kandidat für Haralds Standard Antwort..

Nun..
Ich stelle mal die Frage, die mir so einfällt:

Warum ziehst das südliche Flair (Soldat`s, ind`, fürs, usw.) nicht durchs ganze Werk "vollständig" durch, dann würd des auch net so derb holpern..
Und wenn ich das sage, so als Holperer.. smile

Bei dem Titel dacht ich zuerst an das Lied und dann an den Film..
Nuja kam ja schliesslich was rum, in der Art

Abschliessend mei Empfehlung : Spare mit Kommata, zumindest in der Mitte

Grüße seppman


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Ich bin Flexitarier, ich esse dann, wenn ich Hunger, das worauf ich Hunger habe und verlass mich da völlig auf mein Bauchgefühl. Nebenbei bin ich Anhänger der Multitoleranzbewegung.
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NovaRex
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 25
Beiträge: 54
Wohnort: Zwischen Niveau und Wahnsinn


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Maximus

Hast du das Gedicht auch auf dem Notizblock stehen gehabt? -reine Neugier Rolling Eyes

Nun aber zum Gedicht...

Das Thema ist reich an Inspiration. Ich hab selbst auch schon sowas in der Art verfasst... nur blutiger Confused

Das heißt jetzt nicht das ich ein Fan von so Sachen bin. Eher das  Gegenteil. -der Hippie in mir smile extra

Irgendwie kommt mir die Handlung (wenn man das so sagen kann) bekannt vor. Etliche Filme, Bücher etc. zu dem Thema wurden gemacht. Ich würde mir mal was komplett Neuartiges wünschen.... ich schweife ab.

die ersten drei Teile sind etwas holprig und der Rhythmus ist noch etwas verbesserungswürdig. Wirkt etwas gezwungen.

Der letzte Teil gefällt mir am Besten. Ist stimmig.

...meine bescheidene Meinung. smile

Nova
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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 25
Beiträge: 1202

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Mir gefällts nicht. Der Rhythmus, das haben meine Vorschreiber schon angesprochen, ist nicht stimmig. Daran kann man arbeiten. Was mich aber am meisten stört, ist der Inhalt.

Erstens wird hier in plakativer, oberflächlicher Form mit Krieg umgegangen. Zweitens wird "der Soldat" als seelenloser, hirnloser Zombie beschreiben, dem man alles befehlen kann. Grund: In der Schule war er schon immer mies, wahrscheinlich hatte er auch nie Freunde, außer seine Zockerkumpels bei World of Warcraft. Nachdenken kann er nicht. Entscheiden kann er nicht. Muss er auch nicht. Er hat ja jetzt seine große Familie.Das Volk. Für die ist er wichtig. Held. Wer kann da widerstehen?

Ich weiß, du bist neu hier und Neulinge sollte man schonender kritisieren. Das mache ich auch gern, wenn es um Handwerkliches geht. Tut es hier aber nicht. Ich halte diese Verallgemeinerungen schlicht für gefährlich. Unreif noch obendrein. Mag sein, dass es auch den Typ Soldaten gibt, den du hier beschreibst, auch in Europa, auch in Deutschland, vor allem, weil die Bundeswehr sich durch Abschaffung der Wehrpflicht ein gutes Stück weit aus der Gesellschaft entfernen und deren "Außenseiter" anziehen wird. Das ist jedenfalls meine Meinung. Aber daraus oder, was ich für wahrscheinlicher halte, aus dem Bild vom braven Faschosoldaten, der seinem Führer ins Grab vorauseilt, den Archetyp des Soldaten  zu dieser oder aller Zeit zu machen - und genauso kommt das rüber - macht mich wütend. Weil es Blödsinn ist. einfach nur Blödsinn.
Wenn du einen bestimmten Menschen beschreiben willst, solltest du das tun. Oder meinetwegen einen Nazisoldaten (auch wenn das eine ähnlich unzulässige Verallgemeinerung wäre und du dich damit noch weniger auskennen würdest, weil du damals nicht gelebt hast.).

Ich will dir nicht an den Karren pissen. Vielleicht meinst dus nicht so. Aber so, wies jetzt steht, kann es meiner Meinung nach nicht bleiben.

LG
Rose


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Harald
Geschlecht:männlichFlachmann-Preisträger

Alter: 71
Beiträge: 5234
Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

seppman hat Folgendes geschrieben:
Moin

Also vorab.. ein Kandidat für Haralds Standard Antwort..



 lol

Hast Recht, mein Lieber,

und anderen fiel dies und mehr auch auf >>


Dieses Gedicht kommt als "gereimtes Gedicht" herüber,
aber beim Lesen erkennt man sehr schnell, dass dazu einiges fehlt, denn ...

... die Metrik ist nicht vorhanden ...

... die Endungen sind teilweise unrein ...

... der Satzaufbau ist teilweise recht seltsam,
im misslungenen Versuch, einen Reim zu schaffen ...


... es werden sinnlose Wortkürzungen verwendet,
wo metrisch nichts passt, braucht man auch nicht zu kürzen ..


Aber der Inhalt - auch wenn alles ein wenig umständlich daherkommt - ist stimmig und grade in der Zeit der "Selbstmord-Attentats-Helden" von bedrückender Realität!

LG

Harald


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Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

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seppman
Weltfriedenstreiber

Alter: 38
Beiträge: 943
Wohnort: Yaren


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Off-topic:
Wenn das (HSA) die Vorgaben bei einem Lyrik Kontest wären, die man zu erfüllen hätte.. Da hätten glaub ich einige Probleme smile

Grüße
seppman


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Maxiimus
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 26
Beiträge: 2
Wohnort: Wien, Austria


BeitragVerfasst am: 27.03.2012 11:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:

Mir gefällts nicht. Der Rhythmus, das haben meine Vorschreiber schon angesprochen, ist nicht stimmig. Daran kann man arbeiten.


Guten Morgen !

Ich finde es schade, dass es dir nicht gefällt. Dass der Rythmus nicht stimmig ist, ist mir nach der Kritik aufgefallen, daran habe ich eindeutig zu arbeiten.


Zitat:

Wenn du einen bestimmten Menschen beschreiben willst, solltest du das tun. Oder meinetwegen einen Nazisoldaten (auch wenn das eine ähnlich unzulässige Verallgemeinerung wäre und du dich damit noch weniger auskennen würdest, weil du damals nicht gelebt hast.).


Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass ich keine bestimmte Zeit beschrieben habe und das ist auch nicht nötig. Denn was ich geschrieben habe beschreibt das Schicksal sämtlicher Soldaten in allen Kriegen.
Gewehre gibt es seit dem 16. Jhd. und es wird sie noch einige Jahrhunderte geben.
Du nimmst an, dass ich einen Nazisoldaten beschrieben habe? Das kann wohl wahr sein, muss es aber nicht. Lies dir diese Zeilen noch einmal durch und stelle dir einen von Konys Kindersoldaten vor. Oder einen Soldat im malischen Bürgerkrieg. Fakt ist : Es gibt überall auf der Welt Führer. Es ist nicht meine 'unzulässige Verallgemeinerung' sondern vielmehr deine völlig falsche Interpretation des Textes. Ist es meine Schuld, dass dir Hitler, SS-Soldaten, Konzentrationslager und Sonstiges der damaligen Grausamkeiten (ja, hier verallgemeinere ich) vor deinen Augen schwirren, wenn du meinen Text liest? Ich denke nicht.

Zitat:
Ich halte diese Verallgemeinerungen schlicht für gefährlich. Unreif noch obendrein.


Wie schon erwähnt verallgemeinerst du mit deiner sofortigen Annahme, es sei ein Propagandatext des dritten Reiches. Ich wollte die Aussichtslosigkeit, Engstirnigkeit, teilweise auch den Wahn und falschen Stolz aller Soldaten in allen Kriegen ansprechen. Nämlich, dass es in jedem Krieg aussichtslose Situationen gibt, in denen der Verstand abschaltet (oder abgeschaltet wird), ein Ausnahmezustand entsteht und Menschen aus Verzweiflung Dinge tun, die sie sonst nicht tun würden.

Zitat:
Aber daraus oder, was ich für wahrscheinlicher halte, aus dem Bild vom braven Faschosoldaten, der seinem Führer ins Grab vorauseilt, den Archetyp des Soldaten  zu dieser oder aller Zeit zu machen - und genauso kommt das rüber - macht mich wütend. Weil es Blödsinn ist. einfach nur Blödsinn.


Mich machen deine Scheuklappen wütend. Sehr sogar ehrlich gesagt. Und ich finde, dass deine Kritik Blödsinn ist. Sie ist aus einem politischem Eck geschrieben, mit dem ich nichts anfange. Ich mache mir nichts aus der Poltik, sie interessiert mich nicht die Bohne. Du fängst jedoch an, mir zu unterstellen, ich wäre ein rechtsgerichteter Mensch, der Gedichte über "brave Faschosoldaten" schreibt. Das ist und bleibt deine Imagination.

Zitat:
Ich will dir nicht an den Karren pissen. Vielleicht meinst dus nicht so. Aber so, wies jetzt steht, kann es meiner Meinung nach nicht bleiben.

LG
Rose


Ich dir auch nicht. Ganz ehrlich. Hätte ich jedoch politische Stellungen beziehen wollen, so wäre ich wohl eher in einem Politik-Forum aktiv, oder?
Meine Interesse gilt der Geschichte. Ich bilde mich regelmäßig weiter, lese sehr viele Bücher, Biographien, etc. Ein Kapitel, das mich ehrlich gesagt recht wenig interessiert ist der zweite Weltkrieg. Aus keinem politischen Grund, sondern weil es seit bald 80 Jahren zu Brei zerkaut wird. Jeden Tag und immer wieder. Soll nicht heißen, dass ich kein ausreichendes Wissen über den zweiten Weltkrieg habe, keine Sorge, das habe ich, wahrscheinlich mehr als du.

Was ich wollte, war eine Kritik meines Gedichtes, des Klanges, der Sprache, des Inhaltes.

Dennoch bedanke ich mich,

Maxiimus


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Gast







BeitragVerfasst am: 27.03.2012 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maxiimus,

ich glaube, hier ist noch sehr viel Arbeit nötig.

Das geht von der Grammatik - der Genitiv von "der Soldat" ist "des Soldaten", und wäre er "des Soldats", käme da kein Apostroph hin - über schiefe Ausdrücke - auf dem Feld steht ein Trecker, ein Soldat steht im Feld - bis zu Stellen, wo du mit dem Metrum einfach nicht klar kommst: "ind' Hölle"?? Natürlich sind auch ein, zwei hübsche Stellen dabei - die beiden Verse "Die Fahne hoch, die Augen leer; /so lebt, kämpft und tötet er;" gefallen mir richtig gut -, aber der Gesamteindruck ist erst einmal der eines sehr unfertigen Gedichts. Vielleicht setzt du dich nochmal ran?!

Gruß,

Soleatus
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Rosanna
Richter und Henker

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Beiträge: 1202

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BeitragVerfasst am: 27.03.2012 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Ok. Anscheinend hast du mich völlig falsch verstanden. Aber durch die Bank weg. Vielleicht habe ich mich in Teilbereichen auch ungünstig ausgedrückt. Ich versuche es einfach noch mal.

Zitat:

Wenn du einen bestimmten Menschen beschreiben willst, solltest du das tun. Oder meinetwegen einen Nazisoldaten (auch wenn das eine ähnlich unzulässige Verallgemeinerung wäre und du dich damit noch weniger auskennen würdest, weil du damals nicht gelebt hast.).


Dieser Teil sagt nichts weiter aus, als dass ich gerade deine Verallgemeinerung anprangere! Dieser Text liest sich nämlich genauso, als würdest du alle Soldaten aller Zeiten aller Länder in einen Topf werfen. Du hast ja jetzt bestätigt, dass es so ist. Das halte ich schon mal für unzulässig, weil sich Normen im Laufe der Zeit wandeln, Lebenssituationen und Zugang zu Nahrung, Bildung, blabla. Ist ja klar. Obendrauf packst du dann aber noch, dass "der" Soldat, ein Archetyp also, die Blaupause für einen Soldaten, ziemlich doof und unglaublich leicht zu manipuliueren ist. Und da glaube ich nicht dran. Gerade in der heutigen Bundeswehr nicht, die ich als Beispiel anführe, weil ich mich mit ihr einigermaßen auskenne. Das habe ich auch mit dem in Klammern gesetzten Teil ausdrücken wollen - das man über das schreiben soll, was man kennt/ womit man sich auskennt. Du schreibst, dass du viele Geschichtsbücher liest. Ist ja auch gut. Aber ob du daraus gerade das ableiten kannst, worüber du hier schreibst, weiß ich nicht. Die Motivation von Menschen kann in solchen Büchern nämlich überhaupt nicht erfasst werden. Gerade bei Kriegen, die schon eine Weile her sind, ist nämlich niemand rumgelaufen und hat Fragebogen verteilt.
Und das bezieht sich eben nicht nur auf die Nazizeit, die ich im Übrigen nicht als Beispiel angeführt habe, weils mir so gut in den Kram passt und ich keine anderen Kriege kenne. Ich weiß nur, dass verdammt viele, wenn sie hier in Deutschland einen möglichst "bösen" Krieg brauchen, auf den 2. WK zurückgreifen. Das liegt daran, dass den nun aber wirklich auch der Allerletzte kennt und außerdem ist er schön praktisch. Kollektive Schuld und das Zeug.
Also, nochmal zusammengefasst: Ich weiß, dass du " keine bestimmte Zeit beschrieben" hast und keinen bestimmten Ort. Und gerade das halte ich für unzulässig.

Zitat:
Denn was ich geschrieben habe beschreibt das Schicksal sämtlicher Soldaten in allen Kriegen.


Oh nein. Nein, das eben nicht! Das regt mich ja so auf. Das Schicksal aller Soldaten ist es bestimmt nicht, als Schulversager und strunzdoof auf den Befehl irgendeines Führeres durch die Gegend zu rennen und sich gegenseitig abzuknallen (bis auf den allerletzten Teil vielleicht).
Noch was: Hast du eigentlich eine Vorstellung davon, wie zum Beispiel die von dir angeführten Kindersoldaten leben? Das hat nichts mit blindem Stolz aufs Vaterland zu tun, sondern mit Angst (das kommt zuerst) und Hirnwäsche. Die fruchtet aber nicht, weil die alle so unglaublich blöd sind!
Zitat:
war nicht klug genug, sein Verstand zu schwach;

Und du hast die Dreistigkeit, das als ihr Schicksal zu bezeichnen?


Zitat:
Du nimmst an, dass ich einen Nazisoldaten beschrieben habe? Das kann wohl wahr sein, muss es aber nicht. Lies dir diese Zeilen noch einmal durch und stelle dir einen von Konys Kindersoldaten vor. Oder einen Soldat im malischen Bürgerkrieg. Fakt ist : Es gibt überall auf der Welt Führer. Es ist nicht meine 'unzulässige Verallgemeinerung' sondern vielmehr deine völlig falsche Interpretation des Textes. Ist es meine Schuld, dass dir Hitler, SS-Soldaten, Konzentrationslager und Sonstiges der damaligen Grausamkeiten (ja, hier verallgemeinere ich) vor deinen Augen schwirren, wenn du meinen Text liest? Ich denke nicht.


Nein, siehe oben.
Zitat:

Ich wollte die Aussichtslosigkeit, Engstirnigkeit, teilweise auch den Wahn und falschen Stolz aller Soldaten in allen Kriegen ansprechen. Nämlich, dass es in jedem Krieg aussichtslose Situationen gibt, in denen der Verstand abschaltet (oder abgeschaltet wird), ein Ausnahmezustand entsteht und Menschen aus Verzweiflung Dinge tun, die sie sonst nicht tun würden.


Dann hast du dein Ziel nicht erreicht. Natürlich gibt es Ausnahmesituationen, mitten in einer Schlacht zB, in denen das Gehirn auf "Notstrom" schaltet. Das beschreibst du hier aber nicht. Das geht mit dem Schulversager und schwachen Verstand los und endet mit "lebt, kämpft, tötet er" weiter - zumindest das "leben" darin deutet darauf hin, dass der Soldat sich die von dir beschriebenen Verhaltensweisen zueigen macht.

Zitat:
. Du fängst jedoch an, mir zu unterstellen, ich wäre ein rechtsgerichteter Mensch, der Gedichte über "brave Faschosoldaten" schreibt. Das ist und bleibt deine Imagination.


Moment mal- Was? Kannst du dir vielleicht meinen ersten Kommentar durchlesen und mir sagen wie man so etwas da herauslesen kann? Das kannst du doch jetzt nicht ernst meinen? Wie blöd müsste denn ein Propagandaschreiber sein, seine innig geliebten Soldaten als geistig minderbemittelt darzustellen? Und wie blöd müsste der Leser sein, um das zu glauben? Hast du das jetzt allein am Wort "brave" festgemacht, oder wie? Um Himmels willen.
Nein, ich glaube nicht, dass du ein rechtsgerichteter Mensch bist. nein, ich glaube nicht, dass du das Dritte Reich glorifizieren willst. Nein. Noch dreimal nein, wenns dir hilft. Was ich meinte, habe ich ja oben schon einmal beschreiben. Ich hoffe, das ist jetzt klar.

Zitat:
Sie ist aus einem politischem Eck geschrieben, mit dem ich nichts anfange.


Hör auf mich in Ecken zu stellen, in die ich nicht gehöre, oder du landest in einer Ecke, um die Seile gespannt sind. Mit anderen Worten: Du verallgemeinerst schon wieder vollkommen unzulässig und das macht mich zornig. Richtig zornig.

Zitat:
Ich mache mir nichts aus der Poltik[...]
 Hätte ich jedoch politische Stellungen beziehen wollen, so wäre ich wohl eher in einem Politik-Forum aktiv, oder?


Ich weiß nicht, in welchen Foren du schreibst und warum. Es interessiert mich aber auch nicht die Bohne. Aber das hier ist ein politisches Gedicht. Es provoziert eine inhaltliche Debatte, mit wie auch immer gerichteten Meinungen. Deine Behauptung, Politik interessiere dich nicht, mag vielleicht für das politische Tagesgeschäft gelten, offensichtlich bist du aber kein kompletter Eskapist. Wenn du allerdings  tatsächlich so uninteressiert bist, wie du es beschreibst, frage ich mich, wieso du ein solches Thema anpackst.
Zitat:

Was ich wollte, war eine Kritik meines Gedichtes, des Klanges, der Sprache, des Inhaltes.


Ganz recht. Bekommst du. Ich habe aber ganz bewusst mit einer inhaltlichen Kritik angefangen, weil ich sie bei solchen Themen für wichtiger halte. Die sprachlichen Unebenheiten kann man leicht ausbügeln. Ich helfe dir auch gerne dabei. Aber die Aussage nicht. Die muss stehen. Und ich helfe nicht, ein Gedicht zu perfektionieren, dass für mich eine falsche Aussage transportiert.

G
Rose


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