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Der Kräutersammler


 
 
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ChrisPhoenix
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 35
Beiträge: 30



Beitrag22.09.2022 10:10
Der Kräutersammler
von ChrisPhoenix
eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo liebe Forenmitglieder! Hier eine kleine Kurzgeschichte, die ganz spontan entstanden ist. Der Titel ist nicht besonders gut und dient lediglich dazu dem Pferd hier im Forum einen Namen zu geben. Ich hoffe euch gefällt der Text:

Kräutersammler
Chris Phoenix



Seit dem Morgengrauen streifte Devon nun schon durch die Wälder. Lautlos, wie ein Insekt, das im Unterholz herum kriecht, schritt er dahin, den Blick stets auf den Waldboden fixiert, auf der Suche nach brauchbaren Kräutern und Pilzen. Seine heilsamen Tinkturen, Tränke und Salben hatten schon so mancherlei Leiden gelindert und die Menschen im Dorf baten nahezu täglich um seine Dienste oder seinen Rat.
Gedankenverloren wandelte er durch das sonnenbeschienene Blättermeer, genoss den Gesang der Vögel und ließ seine -trotz seiner Jugend- bereits geschulten Augen ihre Arbeit verrichten, ohne dass sein Geist das Gesehene mit großer Mühe analysieren musste.
Und so erfüllte ihn mit einem Male ganz unterbewusst die Euphorie, als er unter dem breiten Stamm einer alten Eiche einen Pilz von beachtlicher Größe und Schönheit entdeckte. „Eine Knochenkappe!“ Für einen Trank zur Fiebersenkung hätte Devon sich keinen besseren Fund erhoffen können. Gerade wollte seine ungestüme Hand nach vorn schnellen, um das Objekt seiner Begierde zu ergreifen, da gebot ihm ein kurzer Moment der Besonnenheit Einhalt. In seiner Freude hätte er ihn beinahe übersehen, den Fackelröhrling der direkt dahinter gewachsen war. Diese kleinen roten Teufel hatten es in sich. Die kleinste Erschütterung in ihrer Nähe hätte eine Explosion zur Folge, die schwerste Verbrennungen der Haut verursachen könnte. Oder gar schlimmere Verletzungen, wenn das Unglück es so wollte…
Die aufsteigende Anspannung in Devons Inneren sandte ein unangenehmes Kribbeln von der Magengegend aus bis in die Spitzen seiner Glieder.  Mit angehaltenem Atem trat er vorsichtig näher und beugte sich hinunter. Seiner Ausbildung und Erfahrung zum Dank jedoch, gelang es ihm, die Klinge, die er nun zog, mit ruhiger Hand zu führen. Behutsam und präzise setzte er einen Schnitt am untersten Ende des Stieles an und nahm die Knochenkappe an sich, bevor er eilends einen Schritt zurück trat und schnappend nach Luft rang. Die Erleichterung, die ihn nun erfüllte, sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein…
Denn in jenem Augenblick, da er die Gefahr für überstanden glaubte, raschelte es hinter ihm in den Büschen. Erschrocken fuhr Devon herum und sah, wie Gräser und Geäst wackelten und vor einer im Verborgenen wandelnden Kreatur zur Seite wichen. Jetzt, da seine ureigenen Instinkte ihn vor dem drohenden Unheil warnten, begannen auch seine Hände zu zittern. Keinen Laut brachte Devon mehr heraus. Sein Mund wurde ihm trocken, als hätte er seit Wochen eine brennend heiße Wüste durchquert.
Augenblicke später starrten ihn gelbe Augen mit stechenden, mordlüsternen Blicken an, als das Ungeheuer aus dem Buschwerk heraus trat und sich zu voller Größe aufrichtete. Ein Düsterwolf! Selbst auf seinen vier Beinen stehend, erreichte die Bestie die Größe eines ausgewachsenen Mannes. Seine Zähne – beinahe so lang wie Devons Unterarm-, bleckend und mit grollendem Knurren trat der Wolf näher…und setzte schließlich zum Sprung an, um sich auf seine hilflose Beute zu stürzen. Devon blieb keine Zeit zur Reaktion. Wie gelähmt stand er da und musste mit ansehen, wie das Monster auf ihn zu schnellte. Krachend landete er auf dem Rücken und sah wie die riesigen Zähne des Düsterwolfes – auf seine Kehle fixiert-, näher und näher kamen. Devon schloss die Augen. In diesem Moment hatte er seinen Frieden geschlossen mit sich und all den Göttern, die ihm bekannt waren und war bereit sein Schicksal zu akzeptieren…als plötzlich ein Donnern die Luft erfüllte und eine gewaltige Explosion den Waldboden zum Beben brachte. Ein Winseln in der Dunkelheit. Die Luft war schwarz, erfüllt von Rauch und Staub. Benommen und hustend kämpfte Devon sich wieder auf die Beine. Seine Arme und sein Gesicht schmerzten beinahe unerträglich von den zahlreichen Verbrennungen, die sie nun zierten, doch wie es schien, wollten ihn die Götter noch nicht in ihren Reichen bei sich aufnehmen.
Schnaubend wie ein wilder Stier begann sich neben ihm die Bestie zu regen. Noch hatte es der Düsterwolf nicht wieder zurück auf die Beine geschafft, doch wie viel Zeit Devon noch bleiben sollte, wollte er unter keinen Umständen heraus finden. Verstand triumphierte über lähmende Angst, Adrenalin fegte die Schmerzen in seinen Gliedern hinfort und er nahm die Beine in die Hand und rannte, so schnell ihn seine Füße trugen.
Bereits einen kurzen Augenblick später hörte er das Bellen und wuterfüllte Knurren seines Häschers direkt hinter ihm. Devon hetzte durch den Wald hindurch, stolperte über Wurzeln, schlug Astwerk und Gebüsch zur Seite, ungeachtet weiterer Verletzungen, die er sich zuzog, während sein Verfolger mit jedem Atemzug mehr und mehr zu ihm aufschloss. Jegliche Orientierung hatte Devon längst verloren, doch die Richtung, in die seine Flucht ihn führte, war ihm auch ganz egal, solange er nur irgendwie einen Weg aus diesem Alptraum finden konnte.
Jedoch sollte schon bald alle Hoffnung, die ihm noch geblieben war vergehen. So endete die Hetzjagd abrupt und ohne jedwede Vorwarnung, als die letzten beiseite geschlagenen Blätter den Blick auf einen breiten, tosenden Fluss freigaben, dessen ungebändigte Strömung Devon nun den Weg abschnitt. Er saß in der Falle! Vor ihm rauschten die urgewaltigen Fluten des Wassers dahin, während hinter seinem Rücken die geifernde, zähnefletschende Bestie heran nahte. Noch ein letzter Atemzug, bevor der Düsterwolf zwischen den Bäumen hervor trat.
Es gab keinen anderen Ausweg mehr. Verzweiflung ist nicht selten die Mutter des Wahnsinns. Und so stürzte sich Devon ohne zu zögern bereitwillig in den eiskalten Strom hinein. Ein Schock, eines Blitzschlages gleich, schoss durch seinen gesamten Körper, schnürte ihm die Kehle zu und unterdrückte jeden Versuch eines Aufschreis. Alles um ihn herum begann sich zu drehen. Jeder klare Gedanke war weit fort. Es gab nur noch Devon und seinen aussichtslosen Kampf gegen die geballte Kraft der Natur.  Sein Körper schmetterte gegen Felsen, Wasser füllte seine Lungen und die unerträgliche Kälte ließ seine Glieder erstarren. Und schließlich umfing ihn die Dunkelheit…

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Miné
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Alter: 36
Beiträge: 185
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Beitrag23.09.2022 07:15

von Miné
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Liest sich zwar ganz gut, aber irgendwie ein bisschen lahm. Vielleicht könnte man den Text mit ein wenig Dialog aufpeppen.
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realo
Wortedrechsler


Beiträge: 92



Beitrag23.09.2022 16:30

von realo
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Ich finde, die skandalöse Dramatik mit den vielen Bedrohungen nutzt sich schnell ab und dann lese ich nicht mehr weiter. Wir wissen doch, nicht das Unheil selbst schafft den Schauder, sondern die bange Erwartung zu wissen, dass das Unheil kommt, aber nicht wann. Hier ist das Unheil schon da, bevor man richtig in die Geschichte kommt.
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Phenolphthalein
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Beitrag25.09.2022 15:01

von Phenolphthalein
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Hi ChrisPhoenix,

In der Szene steckt als solche durchaus Potenzial.
Doch zu nutzt einen recht distanzieren, rein erzählenden »Singsang«, der trotz der eigentlichen Spannung vor sich hin dümpelt.
Die Erzählstimme am Anfang ist dabei nicht zwangsläufig verkehrt und vermittelt einen kurzen Augenblick sogar eine Atmosphäre, wie bei einem Märchen. Das verfliegt jedoch genau so schnell, wie du es aufbaust.
Die Beschreibungen sind recht minimalistisch [und grenzwertig für eine KG].
Wie der Prota »tickt« lässt sich kaum (jedoch viel zu wenig) herauslesen. Die erzählende Instanz berichtet [nur] darüber, wie euphorisch der Prota in dem einen Moment und dann erschrocken im anderen ist. Es lässt sich noch ein Schockzustand herauslesen, der jedoch nicht gut hergeleitet wird.
Lange, teils überlange Sätze, eignen sich kaum in einer Spannungsszenerie.
Mit solchen Sätzen: »Jedoch sollte schon bald alle Hoffnung, die ihm noch geblieben war vergehen«, magst du einen künstlerischen Ansatz verfolgen, aber der ist in der Szene viel zu »hochtrabend« (als Beispiel).
Wenn eine auktoriale Stimme noch hinzu die Leserschaft »vorinformiert« was passiert (egal ob sie es benennt oder nur andeutet), ist das für die Spannung auch eher hinderlich.
Alles in allem ist das zwar sprachlich nicht schlecht (wenngleich nicht mein Stil), aber du hast dir meines Erachtens keine Gedanken darüber gemacht, welche Wirkung zu erzielen willst oder aber die Prioritäten falsch gesetzt.


Liebe Grüße,
Pheno


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ChrisPhoenix
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Beitrag26.09.2022 12:31

von ChrisPhoenix
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Vielen Dank für eure Kritiken!

@Mine:

Dialoge finden ja immer zwischen zwei Personen statt. Da mein Protagonist ja allein in einem stillen Wald unterwegs ist, gestaltet sich das schwierig. Ich könnte ihn Selbstgespräche führen lassen, das würde dann aber die Stille in meinen Augen zerstören. Seine Gedanken auf diese Weise auszudrücken erscheint mir auch unpassend, da das für mich irgendwie die "Perspektive von Außen" kaputt machen würde, die ja durchaus beabsichtigt ist. Trotzdem danke ich dir für deine Vorschlag!

@Phenolphthalein:

Vielen Dank für deine sehr ausführliche Kritik. Ich kann die meisten deiner Punkte durchaus verstehen, jedoch fällt es mir schwer jetzt an deiner Kritik "zu wachsen." Ich würde dich deshalb gern um ein paar konkrete Verbesserungsvorschläge bitten.

Zitat:
Die Beschreibungen sind recht minimalistisch [und grenzwertig für eine KG].


Was meinst du mit "grenzwertig"? Nur diesen Punkt verstehe ich nicht recht. Wo ist denn bei Beschreibungen für Kurzgeschichten die "Grenze"?
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Phenolphthalein
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Beitrag26.09.2022 14:15

von Phenolphthalein
Antworten mit Zitat

ChrisPhoenix hat Folgendes geschrieben:

Ich kann die meisten deiner Punkte durchaus verstehen, jedoch fällt es mir schwer jetzt an deiner Kritik "zu wachsen." Ich würde dich deshalb gern um ein paar konkrete Verbesserungsvorschläge bitten.

Zitat:
Die Beschreibungen sind recht minimalistisch [und grenzwertig für eine KG].


Was meinst du mit "grenzwertig"? Nur diesen Punkt verstehe ich nicht recht. Wo ist denn bei Beschreibungen für Kurzgeschichten die "Grenze"?


Hallo ChrisPhoenix,

für gewöhnlich sind "Detailkritiken" im Einstand selten, aber bei Zeiten (vermutlich am WE) kann ich natürlich näher darauf eingehen.

Zum Zitat:
In einem Roman wären die Beschreibungen zu wenig in einer Kurzgeschichte können selbige knapper ausfallen. Doch ich finde deine Beschreibungen selbst für eine KG zu wenig oder aber eben grenzwertig [damit dann aber noch in Ordnung].

Also, ich melde mich.

Liebe Grüße,
Pheno


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Phenolphthalein
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Beitrag01.10.2022 10:43

von Phenolphthalein
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Hallo ChrisPhoenig,

hier also etwas mehr Detailarbeit. (Hab es nicht mehr gegen gelesen, da die Antwort länger als erwartet Zeit in Anspruch nahm, sry.)

Vorschläge/Meinung
Kritik
nicht wichtig
Fehler

Zitat:
Seit dem Morgengrauen streifte Devon nun schon durch die Wälder. Lautlos, wie ein Insekt, das im Unterholz herum kriecht ← ich empfehle, die Zeit hier nicht zu ändern und im Imperfekt zu bleiben; Es ist möglich [zu wechseln], aber es kann aus dem Lesefluss holen, schritt er dahin streichbar, wenn du nach dem »kriechen« resp. »kroch« einen Punkt setzt., (Grund: [umher] streifen und schreiten, sind ähnlich. Das wird schnell zur gefühlten Wiederholung und das »fehlen« ändert nichts an der Verständlichkeit. Es macht dne Text jedoch »flotter«/ »lockerer«. Den Blick stets auf den Waldboden fixiert, auf der Suche nach brauchbaren was soll er auch mit unnützen Kräutern? Warum sollte er sie suchen? Kräutern und Pilzen. Seine heilsamen Tinkturen, Tränke und Salben hatten schon so mancherlei Leiden gelindert und die Menschen im Dorf baten nahezu täglich um seine Dienste oder seinen Rat.
Gedankenverloren wandelte er durch das sonnenbeschienene Blättermeer, genoss den Gesang der Vögel und ließ seine -Falls es sich um einen Gedankenstrich handelt, muss ein zusätzliches Leerzeichen eingefügt werden. Falls es sich um eine Bindestrichzusammensetzung handelt, muss das Leerzeichen gelöscht werden. Trotz seiner Jugenddto.- bereits geschulten Augen ihre Arbeit verrichten, ohne dass sein Geist das Gesehene mit großer Mühe analysieren musste.sonst könnte er es auch nicht gedankenverloren
Und so erfüllte ihn mit einem Male ganz unterbewusst die Oder gibt es nur diese eine Euphorie? Die, die nur für ihn existiert? Ansonsten ist eine unbewusste Euphorie ... na ja. Euphorie, als er unter dem breiten Stamm einer alten Eiche einen Pilz von beachtlicher Größe und Schönheit entdeckte.„Eine Knochenkappe!“ Beschreibung: Sind alle Pilze, die groß und schön sind automatisch auch »Knochenkappen«? für einen Trank zur Fiebersenkung hätte Devon sich keinen besseren Fund erhoffen können. absolute Nebensächlichkeit. Nur Interesse halber (quasi um zu sehen, ob du dir Gedanken gemacht hast. Ist für die Geschichte aber irrelevant. Wie wird denn der Pilz eingenommen? Die Fiebersenker, die mir von der Natur bekannt sind, sind alles Kräuter (abgesehen von Weidenrinde) und werden aufgegossen. Bei einem Pilz würde ich aber davon ausgehen, dass er oral eingenommen wird. Meines Wissens nach haben Pilze eher eine beruhigende/abschwellende Eigenschaft (chinesische Medizin), sind aber vor allem eine Ballaststoff und Mineralquelle. Gut, es gibt noch Schimmel (wie z.B. Penicillin), aber der wirkt dann antibakteriell [noch].  Gerade wollte seine ungestüme Hand nach vorn schnellen, um das Objekt seiner Begierde zu ergreifen Erzeugt bei mir nicht das Bild eine fachkundigen Kräutersammlers. Grund: Ungestüm = nicht beherrschst; nicht durchdacht (passt aber zum euphorisch). Das verbinde ich dann eher damit, dass er vor hat den Pilz auszureißen. Als Kundiger hingegen, würde er den Pilz (weil nachhaltiger/verantwortungsvoller) abschneiden. Etwas, dass filigraner als ungestüm ist. da gebot ihm ein kurzer Moment der Besonnenheit Einhalt.ziemlich extern. Ich meine, ja okay, du willst eine Außensicht benutzen. Die Erzählstimme soll nicht oder nicht allzu sehr in den Prota hineingehen, aber so ein »kurzer Moment der Besonnenheit« geht fast in Richtung »Fachsimpelei« und weg von der Stimmung eines Märchens. in seiner Freude hätte er ihn beinahe übersehen, den Fackelröhrling Kommader direkt dahinter gewachsen warwuchs. Diese kleinen roten Teufel hatten es in sich. Die kleinste Erschütterung in ihrer Nähe hätte eine Explosion zur Folge, die schwerste Verbrennungen der Haut verursachen könnte. Oder gar schlimmere Verletzungen, wenn das Unglück es so wollte… Beschreibung: Oha, bei so einem gefährlichen Pilz wüsste ich gerne, wie er aussieht, schon alleine, um nicht versehentlich auf ihn zu treten. Ist das eher so einer mit einem langen, fleischigen Stil und einer knopfartigen Kappe? Oder geht das mehr in Richtung, des Röhrlingsklassikers, dem Steinpilz? Dicke Knolle, die sich nach oben hin verjüngt, mit braunem Hut.Apropos, sich schützen. Macht das dann einen Spaziergang im Wald nicht stets zu einer Gefahr? Wie schützen sich Tiere oder liegen da reihenweise Kadaver?
Die aufsteigende Anspannung in Devons Inneren sandte ein unangenehmes Kribbeln von der Magengegend aus bis in die Spitzen seiner Glieder. Okay, bis zum Magen kann ich es nachvollziehen, aber »die spitzen der Glieder?« Bei Anspannung/Angst kribbeln die Fingerkuppen und Zehen?
Denn in jenem Augenblick, da er die Gefahr für überstanden glaubte, raschelte es hinter ihm in den Büschen. Erschrocken fuhr Devon herum und sah, wie Gräser und Geäst wackelten und vor einer im verborgenen wandelnden Kreatur zur Seite wichen. aufsteigende Anspannung, die aufkommt weil (wegen Signalwort »denn«; konkuriert mit überstanden glaubte, aber dann gibt es keine Kausalbeziehung für die Anspannung), etwas raschelt, gleichzeitig aber zu einem »Erschrecken« führt ... das passt nicht. Grund: Erschrecken = plötzlich; Aufsteigen = allmäglich. Wenn du das Verwenden willst, fehlt eine Art Erkenntnis. Wenn die Grashalme im Übrigen bereits wackeln (btw: leicht unglücklich gewähltes Wort), dann gibt es für mich dafür nur zweierlei Möglichkeiten. 1. die Kreatur ist so nahe, dass sie das Wackeln beeinflussen kann: Dann wäre sie wohl auch zu sehen. 2. Die Kreatur ist so gewaltig, dass ihre Erschütterungen die Halme zum Wackeln bringen. Sie wäre dann allerdings alles andere als unauffällig. Auch das konkurriert mit dem Aufsteigen und Erschrecken. Jetzt, da seine ureigenen Instinkte ihn vor dem drohenden Unheil warnten, begannen auch seine Hände zu zittern. ureigene Instinke. Sind das nicht welche, die dann nur er hat? Sie sind schließlich »ureigen« Hier ist das aber [nur] ein akustisches und visuelles Signal., also nicht unbedingt »ureigen«. keinen Laut brachte Devon mehr heraus. Sein Mund wurde ihm trocken, als hätte er seit Wochen eine brennend heiße Wüste durchquert. streng genommen hat er auch davor keinen Laut rausgebracht. Er ging schließlich nicht singend, trällernd, jauchzend, preifend, [...] durch den Wald,
Augenblicke später starrten ihn gelbe Augen mit stechenden, mordlüsternen Blicken an, als das Ungeheuer aus dem Buschwerk heraus trat und sich zu voller Größe aufrichtete. Hm. Mit der Adjektivflut machst du es dir zwar einfach, aber okay. Doch: Augenblicke (also mehrere) bieten keine Möglichkeit eines Fluchtversuchs oder eines Versteckversuchs? Außerdem tauchen diese Augen einfach so auf? Nein, schon okay. Beschreibung: Es ist zusammenreimbar, was da passiert und dennoch mangelt es hier an Handlung. ein Düsterwolf! Selbst auf seinen vier Beinen stehend, erreichte die Bestie die Größe eines ausgewachsenen Mannes. Beschreibung: Also: Der Wolf hat gelbe Augen (soll wohl dämonisch wirken), weiter ist er groß und dann folgt gleich eine Aussage zu seinen Zähnen (vermutlich Schneide- oder Eckzähne).  Ein normaler Wolf hat eine Schulterhöhe von 70 bis 90 Zentimeter. Dieser Wolf wäre demnach doppelt so groß. Bei der genannten Zahnlänge ist das Tier z.T. dann wohl ein Säbelzahntiger. So weit ist das also okay. Doch für einen Spannungsaufbau (Gefahraufbau) wäre es vielleicht sinnig, die Körperhaltung zu zeichnen. Alles, was ich hier erfahre, ist mordlüstern (Und bleckende Zähne mit Knurren: Das ist dann gut, wobei das Tier die Zähne bleckt, nicht die Zähne bleckten, wenn es genau sein soll). Stellt sich das Schulter-/Nackenfell auf? Sind die Muskeln angespannt. Strozt jede seiner Bewegungen von Kraft und setzt er so Tazte für Tatze voran. Langsam, bis er in Sprungreichweite ist. Da ginge mehr als Mordlust, falls du Dominanz und Ausweglosigkeit zeichnen willst. seineeine Zähne – beinahe so lang wie Devons Unterarms.o.-, bleckend und mit grollendem Knurren trat der Wolf näher…Leerzeichen und setzte schließlich aus mehreren Grunden. 1. Füllwort. 2. schließlich = irgendwann, letzten Endes, nach längerer Zeit. Das passt nicht wirklich. (Schon gar nicht, wenn du Spannung aufbauen willst) siehe das Bsp. davor, wo es um das langsame Tazte um Tatze vorangehen ging. Das ist langsam, aber deutlich effektiver als »schließlich«. zum Sprung an, um sich auf seine hilflose Beute zu stürzen. Nur mal grundsätzlich zum Erzählstil. Hier wird mir das besonders deutlich. Du kannst die Geschichte von außen Erzählen, warum auch nicht. Doch welchen Nutzen hat das? Gerade in so einer Szene führt diese Distanz zur handlungstagenden Person auch dazu, ich weniger oder gar nicht mit ihr  identifiziere. Geht es nicht um das Mitfühlen? Wenn ich extern schreibe (was ich seltenst tue) dann mit einem Zweck. Bei mir wäre das z.B  den Mord zu beschreiben. Extern kann ich es mir erlauben die Person, die jemanden umbringt nicht zu benennen, ohne dass es groß auffällt. Ebenso kann es sinnig sein, lediglich den Mord darzustellen. Da stirbt dann quasi irgendwer. Ist nicht so wichtig. Oder aber doch? Gut, dann gehe ich auch da nahe ran an das Opfer. Beschreibe die Verzweiflung, das Ausgeliefert sein, die Ausweglosigkeit, die »Erfahrung« getötet zu werden. Wie ist das hier bei dir, bei deiner Geschichte. Was ist der Zweck für die Wahl der Perspektive? Devon blieb keine Zeit zur Reaktion. Das »schließlich« zuvor, lässt aber etwas anderes vermuten. Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen. Wie gelähmt stand er da und musste mit ansehen, wie das Monster auf ihn zu schnellte. Da bleibt theoretisch sehr viel Zeit so wie du es geschrieben hast, um etwas nicht  mitansehen zu müssen. Krachend landete er auf dem Rücken und sah wie die riesigen Zähne des Düsterwolfes – auf seine Kehle fixiert-, näher und näher kamen. Devon schloss die Augen. In diesem Moment hatte er seinen Frieden geschlossen mit sich und all den Göttern, die ihm bekannt waren und war bereit sein Schicksal zu akzeptieren…als plötzlich ein Donnern die Luft erfüllte und eine gewaltige Explosion den Waldboden zum Beben brachte. In dieser Situation schließt er »Frieden«. O-kay. Aber: Was ist passiert? Ich habe es nach reichlicher Überlegung verstanden. Der Röhrling ist explodiert, richtig? Doch was schütze Devon? Und was löste die Explosion aus? Du brauchst das nicht hier * zu beantworten. ein Winseln in der Dunkelheit. Die Luft war schwarz, erfüllt von Rauch und Staub.die Luft war erfüllt von Rauch und Staub. Benommen und hustend kämpfte Devon sich wieder auf die Beine. Seine Arme und sein Gesicht schmerzten beinahe unerträglich von den zahlreichen Verbrennungen, die sie nun zierten, doch wie es schien, wollten ihn die Götter noch nicht in ihren Reichen bei sich aufnehmen. * oder hier **
Schnaubend wie ein wilder Stier begann sich neben ihm die Bestie zu regen. Noch hatte es der Düsterwolf nicht wieder zurück auf die Beine geschafft, doch wie viel Zeit Devon noch bleiben sollte, wollte er unter keinen Umständen herausein Wort finden. Verstand triumphierte über lähmende Angst, Adrenalin fegte die Schmerzen in seinen Gliedern hinfort und er nahm die Beine in die Hand und rannte, so schnell ihn seine Füße trugen. ** Beschreibung: aber es steht nirgendwo!
Bereits einen kurzen Augenblick später hörte er das Bellen und wuterfüllte Knurren seines Häschers direkt hinter ihm. Devon hetzte durch den Wald hindurch, stolperte über Wurzeln, schlug Astwerk und Gebüsch zur Seite, ungeachtet weiterer Verletzungen, die er sich zuzog, während sein Verfolger mit jedem Atemzug mehr und mehr zu ihm aufschloss. Gut!jegliche Orientierung hatte Devon längst verloren, doch die Richtung, in die seine Flucht ihn führte, war ihm auch ganz egal, solange er nur irgendwie einen Weg aus diesem Alptraum finden konnte.
Jedoch sollte schon bald alle Hoffnung, die ihm noch geblieben war vergehen. So endete die Hetzjagd abrupt und ohne jedwede Vorwarnung, als die letzten beiseite geschlagenen Blätter den Blick auf einen breiten, tosenden Fluss freigaben, dessen ungebändigte Strömung Devon nun den Weg abschnitt. Er saß in der Falle! Vor ihm rauschten die urgewaltigen Fluten des Wassers dahin, während hinter seinem Rücken die geifernde, zähnefletschende Bestie heranein Wort nahte. Noch ein letzter Atemzug, bevor der Düsterwolf zwischen den Bäumen hervor ein Wort trat.
Es gab keinen anderen Ausweg mehr. Verzweiflung ist nicht selten die Mutter des Wahnsinns. auch hier geht es mehr in Richtung »Fachsimpelei« oder »altklug«.Und so stürzte sich Devon ohne zu zögern bereitwillig in den eiskalten Strom hinein. Ein Schock, eines Blitzschlages gleich, schoss durch seinen gesamten Körper, schnürte ihm die Kehle zu und unterdrückte jeden Versuch eines Aufschreis. Alles um ihn herum begann sich zu drehen. Jeder klare Gedanke war weit fort. Es gab nur noch Devon und seinen aussichtslosen Kampf gegen die geballte Kraft der Natur.


Liebe Grüße,
Pheno


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Nichts ist leichter, als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht; wie hingegen nichts schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss.

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ChrisPhoenix
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Beitrag02.10.2022 10:20

von ChrisPhoenix
pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen vielen Dank Pheno! Ich habe deine Kritik mit großer Freude aufgesogen. Das wird mir sehr helfen. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, bei denen ich noch einmal nachfragen möchte:

Zitat:
Die Fiebersenker, die mir von der Natur bekannt sind, sind alles Kräuter (abgesehen von Weidenrinde)


Ich möchte an der Stelle erwähnen, dass die Geschichte im "Dungeons and Dragons" Universum spielt. Die Pilznamen habe ich sogar extra nachgeschlagen, wobei ich gewisse Änderungen vorgenommen habe. Ein Pilz der Fieber senken kann, wenn man ihn als Zutat für einen Heiltrank verwendet, sollte also doch nachvollziehbar sein? Logik ist an der Stelle denke ich nicht nötig, da Pilze, die explodieren ja auch nicht realistisch sind, sondern lediglich in dieser Fantasy Welt existieren.

Zitat:
Beschreibung: Oha, bei so einem gefährlichen Pilz wüsste ich gerne, wie er aussieht, schon alleine, um nicht versehentlich auf ihn zu treten. Ist das eher so einer mit einem langen, fleischigen Stil und einer knopfartigen Kappe? Oder geht das mehr in Richtung, des Röhrlingsklassikers, dem Steinpilz? Dicke Knolle, die sich nach oben hin verjüngt, mit braunem Hut.Apropos, sich schützen. Macht das dann einen Spaziergang im Wald nicht stets zu einer Gefahr? Wie schützen sich Tiere oder liegen da reihenweise Kadaver?


Mein eigentliches Ziel war es, eine Geschichte über eine A4 Seite zu schreiben. Es wurden am Ende zwei, weil ich den Inhalt einfach nicht unterbringen konnte. Jetzt stellt sich mir die Frage: Wär das bei einen so kleinen Kurzgeschichte wirklich sinnvoll, so detailliert auf den Pilz einzugehen? Natürlich hätte ich all diese Fragen beantworten können. (Ich weiß ja sogar wie er aussieht, weil er nicht meine eigene Erfindung ist.) Aber genügt es für die Story nicht, zu erwähnen, dass er explodieren kann? Das ist ja schließlich später genau das was er tun soll. (Auch wenn ich anhand deiner Kritik erkannt habe, dass mir da die Umsetzung nicht sehr gelungen ist.)

Zitat:
Wenn die Grashalme im Übrigen bereits wackeln (btw: leicht unglücklich gewähltes Wort), dann gibt es für mich dafür nur zweierlei Möglichkeiten.


Es sind keine Gras"halme" sondern Gräser. Ich habe dabei das Bild von wirklich hochgewachsenen Gräsern vor Augen gehabt, die einen Menschen überragen können und somit auch dem Wolf erlauben sich zu nähern, ohne sich direkt zu zeigen. Wäre es nötig gewesen, die Gräser an der Stelle besser zu beschreiben? Offenbar haben wir beide ja ein unterschiedliches Bild im Kopf.

Zitat:
In dieser Situation schließt er »Frieden«. O-kay. Aber: Was ist passiert? Ich habe es nach reichlicher Überlegung verstanden. Der Röhrling ist explodiert, richtig? Doch was schütze Devon? Und was löste die Explosion aus? Du brauchst das nicht hier * zu beantworten.


An dieser Stelle möchte ich mich auf keinen Fall rechtfertigen. Denn offenbar ist mir das, was ich ausdrücken wollte, nicht gelungen. Ich hatte aber gehofft, weiter oben all diese Fragen beantwortet zu haben, um genau diese Verwirrung zu vermeiden. Immerhin ist oben erwähnt, dass der Pilz "bei der kleinsten Erschütterung" explodiert. Also ja, der Pilz explodiert und zwar weil der Protagonist, samt Wolf neben ihm zu Boden stürzt. Was schützte Devon? Nichts, denn weiter unten ist erwähnt, dass er überall Verbrennungen hat. War auch das unzureichend beschrieben?
Wie bereits oben gesagt, ich sehe ein, dass mir die Beschreibung der Geschehnisse nicht gelungen ist. Ich werde mal sehen, wann ich Zeit finde, die Geschichte noch einmal komplett zu überarbeiten und dann eine verbesserte Version zu posten.

Ach ja: all die Punkte, auf die ich hier nicht eingegangen bin, nehme ich dankend und ohne zu murren an!

Noch einmal vielen Dank für deine Mühe!
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Phenolphthalein
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Beiträge: 1398

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Beitrag02.10.2022 11:03

von Phenolphthalein
Antworten mit Zitat

ChrisPhoenix hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Die Fiebersenker, die mir von der Natur bekannt sind, sind alles Kräuter (abgesehen von Weidenrinde)


Ich möchte an der Stelle erwähnen, dass die Geschichte im "Dungeons and Dragons" Universum spielt. Die Pilznamen habe ich sogar extra nachgeschlagen, wobei ich gewisse Änderungen vorgenommen habe. Ein Pilz der Fieber senken kann, wenn man ihn als Zutat für einen Heiltrank verwendet, sollte also doch nachvollziehbar sein? Logik ist an der Stelle denke ich nicht nötig, da Pilze, die explodieren ja auch nicht realistisch sind, sondern lediglich in dieser Fantasy Welt existieren.


smile Du, alles gut. Das gehörte ja auch zum Unwichtigen. Mir ist ja auch klar, dass du im Bereich Fantasy vieles nutzen kannst, wie du willst.
Aber tatsächlich habe ich – warum auch immer – nicht darüber nachgedacht, dass das auch eine Zutat für einen ! Zaubertrank ! sein könnte und wohl insgesamt zu „realistisch“  vorgegangen.
Es auch primär darum, ob du dir Gedanken gemacht hast und da du dich bei (A)D&D bedienst, ist dem wohl so.

Zitat:
Mein eigentliches Ziel war es, eine Geschichte über eine A4 Seite zu schreiben. Es wurden am Ende zwei, weil ich den Inhalt einfach nicht unterbringen konnte. Jetzt stellt sich mir die Frage: Wär das bei einen so kleinen Kurzgeschichte wirklich sinnvoll, so detailliert auf den Pilz einzugehen? Natürlich hätte ich all diese Fragen beantworten können. (Ich weiß ja sogar wie er aussieht, weil er nicht meine eigene Erfindung ist.) Aber genügt es für die Story nicht, zu erwähnen, dass er explodieren kann? Das ist ja schließlich später genau das was er tun soll. (Auch wenn ich anhand deiner Kritik erkannt habe, dass mir da die Umsetzung nicht sehr gelungen ist.)

Du gibt die Antwort bereits selbst, wenn du eine Vorgabe erfüllen musst/willst, dann musst du „abspecken“, schon klar.
Doch kennen wir (deine Leserschaft) diese Vorgabe nicht und habe sie auch nicht aufgestellt.
Grundsätzlich können Kurzgeschichte auch schon mal 20 Seiten lang sein. Dann stellt sich das Problem nicht.
Wäre die Geschichte beispielsweise ein Kapitel eines Romans, dann müsstest du sie im Exposee auf vielleicht einen (max zwei Sätze) kürzen. Dann wäre auch so ein Pilz irrelevant. Eventuell so: Bei der Suche nach Pilzen wird Devon von einem Düsterwolf gestellt und kann nur mit Glück [und knapper Not] dem Tod entrinnen.
Um deine Frage in einem Satz zu beantworten: Je nach Vorgabe wäre eine Beschreibung nicht nötig und der Fokus auf Essenzielles sinnvoll.

Zitat:
Es sind keine Gras"halme" sondern Gräser. Ich habe dabei das Bild von wirklich hochgewachsenen Gräsern vor Augen gehabt, die einen Menschen überragen können und somit auch dem Wolf erlauben sich zu nähern, ohne sich direkt zu zeigen. Wäre es nötig gewesen, die Gräser an der Stelle besser zu beschreiben? Offenbar haben wir beide ja ein unterschiedliches Bild im Kopf.

Das Problem dabei ist, was deine Leserschaft vom Grundsatz her wohl unter Gras versteht. Und ich behaupte in unsern Breitengraden denken die meisten nicht an meterhohes Gras und schon gar nicht im Wald, wo das Wachstum auch von den Lichteinflüssen/Wasser etc. anhängig ist. Wenn du schilfartiges Gras meinst, dann solltest du es dann auch treffend benennen. Ich hatte aber auch keine Moorlandschaft (oder einen Regenwald) vor Augen. Und wachsen im Moor nicht eher Lamellenpilze und weniger Röhrlinge?
Anders: Dann fehlt mir dafür auch die Beschreibung, wenn es von dem was die Mehrheit (in unseren Breitengraden) vor Augen hat, abweichen könnte.

Zitat:
Ach ja: all die Punkte, auf die ich hier nicht eingegangen bin, nehme ich dankend und ohne zu murren an!

Das kannst du gerne tun, aber darum geht es mir nicht. Du wolltest „wachsen“ und das geht auch vollkommen unabhängig davon ,was du annimmt oder auch nicht, solange du dich damit auseinandersetzt. Wink

Liebe Grüße,
Pheno


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Nichts ist leichter, als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht; wie hingegen nichts schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss.

-Arthur Schopenhauer
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