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Familienepos mit wechselnden Protagonisten????

 

 
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Lila X
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 52
Beiträge: 92
Wohnort: bei Stuttgart


BeitragVerfasst am: 04.01.2022 19:52    Titel: Familienepos mit wechselnden Protagonisten???? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich möchte gerne die biographische Geschichte einer Familie zu einem Roman verarbeiten, die echt alles aufbietet, was man sich so an Problemen vorstellen kann. Die Geschichte zieht sich von den zwanziger Jahren bis in die aktuelle Zeit. In meiner Vorstellung besteht sie aus fünf Handlungssträngen, die von fünf Personen aus drei Generationen dieser Familie erzählt werden.

Die Frage, die sich durch das Buch zieht ist, inwiefern die Probleme der vorherigen Generation die der folgenden bedingt haben und wie unterschiedlich die Personen mit ihren Problemen umgehen. Aber gleichzeitig bietet diese Frage den Rahmen, um die Geschichte dieser Personen und weiterer Familienmitglieder mit Beziehung dazu zu erzählen.
Die Protagonisten würden sich dadurch abwechseln, denn erst wird die Geschichte der Großmutter erzählt, deren Handlungsstrang aber irgendwann endet, weil ihr Einfluss auf das Leben der Nachfolgenden zur Randerscheinung wird, während die Handlungsstränge von zweien ihrer Kinder beginnt. Die laufen dann auch wieder aus, während zwei Enkel zu Wort kommen.
Die Klammer wäre ein Prolog durch einen der Enkel auf der Beerdigung der Oma.
Jetzt habe ich aber im dsfopedia gelesen, dass eine Geschichte immer nur einen Protagonisten haben kann. Heißt das, das funktioniert so nicht?


_________________
Lila X
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Levo
Eselsohr


Beiträge: 472



BeitragVerfasst am: 04.01.2022 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Der Generationenroman sollte eigentlich schon mehrere Figuren haben, die für ihre jeweilige Geschichte/Geschichtsanteil den Protagonisten stellen.
Nicht jeder POV-Träger und Erzähler ist automatisch Protagonist.
Wenn Du die Wilden Zwanziger porträtierst, nützt Dir die Fünfzigerjahrehausfrau als Protagonist für jene Zeit wenig. Sie könnte nur erzählen, was ihr der Protagonist, der in den 20er die Geschichte erlebt hat, vielleicht durch Erzählungen, Fotos etc vermittelt hat, und sie könnte Vermutungen, Interpretationen, Sehnsüchte etc von sich hineintransportieren, also mit ihrem Blick auf den älteren Prota die Protagonistenrolle langsam an sich ziehen, denn gleichzeitig wäre sie ggf die Protagonistin der Familiensaga für die biederen Fünfziger. Der Achtzigerjahre-Teenie wäre noch weiter davon entfernt, wäre dann aber der Erzähler und vielleicht Protagonist der Achtziger. Wie ein Staffelstab eben weitergereicht wird. Etc.
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Immergrün
Geschlecht:weiblichWortedrechsler


Beiträge: 63



BeitragVerfasst am: 04.01.2022 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lila X,

ich musste bei deinem Vorhaben direkt an das Geisterhaus von Isabel Allende denken. Da gibt es verschiedenen Zeitalter/ Protagonisten. Wenn ich mich recht entsinne, sind das Großmutter, Tochter und Enkelin.

Funktioniert also Very Happy
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Sasleen
Gänsefüßchen


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 05.01.2022 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde es in der Tat genau so machen wie du es schilderst. Ich liebe solche Geschichten und bin beim lesen deiner Nachricht schon ein wenig neugierig geworden Daumen hoch² .

Melnitz von Charles Lewinski wird auch so ähnlich erzählt, find ich ein tolles Buch und eine absolute Empfehlung in Sachen Familiensaga.
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lia88
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 33
Beiträge: 179
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 05.01.2022 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde auch, dass das vielversprechend klingt smile
Wenn alle Charas gleich wichtig sind, würd ich es so machen wie beschrieben.

Falls es eher um eine bestimmte Beziehung geht (zb Mutter-Tochter), könntest du die Großmutter und die Geschwister der Mutter auch als Rückblenden nachträglich einblenden, damit der Leser das Verhalten der Mutter immer besser versteht.
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Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4339
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 05.01.2022 22:21    Titel: Re: Familienepos mit wechselnden Protagonisten???? Antworten mit Zitat

Lila X hat Folgendes geschrieben:

Jetzt habe ich aber im dsfopedia gelesen, dass eine Geschichte immer nur einen Protagonisten haben kann.


An welcher Stelle hast du das denn gefunden? Meine Suche hat leider nichts gebracht.
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Lila X
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 52
Beiträge: 92
Wohnort: bei Stuttgart


BeitragVerfasst am: 05.01.2022 22:36    Titel: Re: Familienepos mit wechselnden Protagonisten???? pdf-Datei Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Lila X hat Folgendes geschrieben:

Jetzt habe ich aber im dsfopedia gelesen, dass eine Geschichte immer nur einen Protagonisten haben kann.


An welcher Stelle hast du das denn gefunden? Meine Suche hat leider nichts gebracht.


Artikel ‚Figur‘, Absatz ‚Protagonist‘, erster Satz Rolling Eyes


_________________
Lila X
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Lila X
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 52
Beiträge: 92
Wohnort: bei Stuttgart


BeitragVerfasst am: 05.01.2022 22:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke euch. Ihr macht mir Mut.
Bin noch in der Recherche. Ich werde berichten. Wink


_________________
Lila X
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Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4339
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 06.01.2022 00:49    Titel: Re: Familienepos mit wechselnden Protagonisten???? Antworten mit Zitat

Lila X hat Folgendes geschrieben:
Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Lila X hat Folgendes geschrieben:

Jetzt habe ich aber im dsfopedia gelesen, dass eine Geschichte immer nur einen Protagonisten haben kann.


An welcher Stelle hast du das denn gefunden? Meine Suche hat leider nichts gebracht.


Artikel ‚Figur‘, Absatz ‚Protagonist‘, erster Satz Rolling Eyes


Danke! Hab nichts unter P gefunden. Embarassed

Die Regel halte ich für zu streng formuliert. Aber wenn man sich dran halten will: Dann erzählt man eben mehrere Geschichten, jede für einen Protagonisten. Laughing
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 49
Beiträge: 4738
Wohnort: Nullraum
Das goldene Rampenlicht Das silberne Boot
Goldenes Licht Weltrettung in Silber


BeitragVerfasst am: 06.01.2022 01:32    Titel: Re: Familienepos mit wechselnden Protagonisten???? Antworten mit Zitat

Lila X hat Folgendes geschrieben:
Jetzt habe ich aber im dsfopedia gelesen, dass eine Geschichte immer nur einen Protagonisten haben kann. Heißt das, das funktioniert so nicht?
Das ist jetzt aber eine reine Definitionsfrage. Rein klassisch gesehen ist es der "Vor- oder Erst-Handelnde", also derjenige, der im griechischen Theater als erster auf der Bühne handelt (vor den anderen eben). Und das kann eben nur einer sein. Der zweite wäre dann Deuteragonist, der dritte Tritagonist und so weiter.
Nimmst du das nicht so streng und als Synonym für Hauptfigur, kann eine Geschichte auch mehrere "Protagonisten" (=Hauptfiguren) haben. Die ursprüngliche Bedeutung gilt ja eh nicht mehr, denn eine Geschichte muss nicht zwingend mit der Hauptfigur anfangen, und man würde diese trotzdem Protagonist nennen.


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Kiara
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 42
Beiträge: 1638
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 06.01.2022 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht hast du einen Gegenstand, der sich seit Anbeginn in Familiensitz befindet und der in jeder Epoche auftaucht? So wie ein Buch, in das jeder Anmerkungen reinschreibt, die von den anderen gelesen und ergänzt werden. Oder ein Kaffeeservice. Was weiß ich, nur als Anregung für einen roten Faden, oder eine Fadenverstärkung.

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Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

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Natalie2210
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Alter: 35
Beiträge: 596



BeitragVerfasst am: 06.01.2022 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lila X,

ich würde dir raten, dir die Theorie zum Schreibhandwerk anzusehen (Perspektive, Protagonist, etc..) anzusehen  und dann zu analysieren, wie diese Prinzipien in tatsächlichen Werken umgesetzt worden sind. "Das Geisterhaus" von Isabel Allende ist ja schon gefallen, "Die letzten Tage von Mayfair" von Theresa Revay fällt mir noch ein, auch wenn hier weniger Zeit abgedeckt wird, bzw vielleicht fällt hier im DSFO noch jemand ein Generationenroman ein. Ich glaube, so bekommst du am besten ein Gefühl dafür, wie man eine solche Familiengeschichte, wie sie dir vorschwebt, umsetzen kann.

lg,
Natalie
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Tribalis
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 220



BeitragVerfasst am: 06.01.2022 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Für die unterschiedlichen Perspektiven könntest du auch mal einen Blick in John Cheevers "Die Geschichte der Wapshots" und den "Wapshot-Skandal" werfen. Das ist schon sehr "groß", was ihm da gelungen ist.
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Rübenach
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2902



BeitragVerfasst am: 06.01.2022 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt doch da diesen Familienroman aus Lübeck. Buddenbrooks: Verfall einer Familie.

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"Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hin müssen."

Erich Maria Remarque.
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Lila X
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 52
Beiträge: 92
Wohnort: bei Stuttgart


BeitragVerfasst am: 06.01.2022 23:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kiara hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht hast du einen Gegenstand, der sich seit Anbeginn in Familiensitz befindet und der in jeder Epoche auftaucht? So wie ein Buch, in das jeder Anmerkungen reinschreibt, die von den anderen gelesen und ergänzt werden. Oder ein Kaffeeservice. Was weiß ich, nur als Anregung für einen roten Faden, oder eine Fadenverstärkung.


Gute Idee. Ich denke darüber nach.


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Lila X
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