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Was bedeutet euch das Schreiben?

 
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Natalie2210
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 35
Beiträge: 606



BeitragVerfasst am: 13.11.2021 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann so vieles meiner Vorposter unterschreiben!

@VKB: Dein Song trifft es genau.

Es ist aber auch so, wie Mumienfreund sagt:
Zitat:
Irgendwann will ich ein Buch von mir in den Händen halten, dass nicht in irgendeinem Kleckerverlag oder als BOD veröffentlicht wird.


Aber daneben - Schreiben ist für mich ein Weg, mit meinen Gefühlen umzugehen, ihnen Herr zu werden und es ist für mich auch ein Weg, mein Umfeld besser zu verstehen. Die Frage, was meine Charaktere bewegt, welche Ziele sie haben, lässt sich leicht auf die reale Welt übertragen. Und wenn man die Menschen um einen besser versteht, ist es einfacher, mit ihnen zu kommunizieren. Ihnen zu erklären, wo man selbst steht.

Abgesehen davon ist es eine unglaubliche intellektuelle Herausforderung, einen ganzen Roman zu schreiben. Recherche, Figurenentwicklung, Atmosphäre, Spannung - alles auf einmal und gleichzeitig. Ich bin angefixt. Ich kann nicht mehr ohne Schreiben.

lg,
Natalie
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 17.11.2021 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Natalie2210 hat Folgendes geschrieben:
Ich kann so vieles meiner Vorposter unterschreiben!

@VKB: Dein Song trifft es genau.

Es ist aber auch so, wie Mumienfreund sagt:
Zitat:
Irgendwann will ich ein Buch von mir in den Händen halten, dass nicht in irgendeinem Kleckerverlag oder als BOD veröffentlicht wird.


Aber daneben - Schreiben ist für mich ein Weg, mit meinen Gefühlen umzugehen, ihnen Herr zu werden und es ist für mich auch ein Weg, mein Umfeld besser zu verstehen. Die Frage, was meine Charaktere bewegt, welche Ziele sie haben, lässt sich leicht auf die reale Welt übertragen. Und wenn man die Menschen um einen besser versteht, ist es einfacher, mit ihnen zu kommunizieren. Ihnen zu erklären, wo man selbst steht.

Abgesehen davon ist es eine unglaubliche intellektuelle Herausforderung, einen ganzen Roman zu schreiben. Recherche, Figurenentwicklung, Atmosphäre, Spannung - alles auf einmal und gleichzeitig. Ich bin angefixt. Ich kann nicht mehr ohne Schreiben.


Ja, Schreiben hat auch eine Therapeutische Wirkung, nicht nur zur Gewinnung von Erfahrungen und dem Verstehen bzgl. dem eigenen Denken und Handeln, sondern auch dem von anderen. Ein über Monate oder gar Jahre "nachgespieltes" Thema in verschiedenen möglichen Variationen lässt sich viel besser erfassen und verstehen. Reflexion aus allen Richtungen und mit allen Sinnen. Tiefer kann man in ein Thema nicht eintauchen.
Ganz nebenbei trainiert ein Autor seine verbalen Fähigkeiten. Das versteht sich aber beim Handwerk des Schreibens von selbst. Dadurch kann er sich anderen gegenüber auch besser verständlich machen, was ihm wiederum neue Türen öffnet zum besseren Verstehen.

Klar kann man davon süchtig werden, sofern man Wert darauf legt, in den Diskurs mit seiner Welt zu treten. Um sich selbst und das Leben um sich herum besser zu verstehen bzw. für andere verständlicher zu machen. Das trifft aber nicht auf jeden zu. Einige wollen einfach nur Spaß. Diese schreiben dann eben nur zur Unterhaltung, was auch völlig okay ist.

LG Sam
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Candy4
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 52
Beiträge: 3
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 20.02.2022 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Was bedeutet mir das Schreiben? Very Happy
Sehr viel bedeutet es mir. Könnte ich nicht schreiben, würde ich mich ziemlich amputiert fühlen. Das Tagebuch ist für mich immer die Grundlage gewesen, um zu reflektieren, aber auch um Ideen aufzuschreiben. Ich mag es gerne, nach Jahren wieder meine Texte zu lesen.
Genauso gerne, wie ich schreibe, lese ich aber auch und oft habe ich auch schon bemerkt, wie meine Schreibe vom Stil anderer Autoren beeinflusst wurde. Das passiert ganz automatisch und legt sich dann wieder. Aber auf jeden Fall eine interessante Beobachtung!
Mit den Jahren ist das Schreiben für mich nun noch wichtiger geworden und ich habe mich mit Texten auch an die Öffentlichkeit getraut, habe mir Schreibhandwerk angeeignet, um professioneller zu werden.
Auf dem Weg bin ich nun ... und das gefällt mir gut! Rolling Eyes

LG
Candy4


_________________
Carpe Diem!
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Kasimira
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 19



BeitragVerfasst am: 24.02.2022 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Schreiben gehört einfach zum Leben dazu. Ich schreibe schon immer in der ein oder anderen Form meine Gedanken auf. Früher in Form des klassischen Mädchen-Tagebuchs, heutzutage schreibe ich sporadisch Tagebuch in ein Word-Dokument, in meinem Handy finden sich zahlreiche Notizen zu Gedanken, die mir im Alltag in den Kopf kommen und die ich weiterverfolgen oder mit Freunden diskutieren möchte. Und während einer recht dunklen Lebensphase habe ich melancholische Kurzgeschichten geschrieben.
Schreiben hilft mir einfach, die eigene Seele zu erleichtern und seine Gedanken geordnet in Form zu bring.
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Rapan
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 26



BeitragVerfasst am: 11.03.2022 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Puh ... schreiben ... ich schreibe sehr viel, aber das fällt mehr unter Kommunikation als Schreiben im kreativen Sinne ...

Für mich ist es erstmal Mittel zum Zweck. Ich habe einen Plan und dazu "muss" ich schreiben "können".
Mein bevorzugtes Medium der Geschichtenerzählung ist verbal smile
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 12.03.2022 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Dann bist du, Rapan, mehr der WhatsApp-Schreiber? Und Geschichten erzählst du lieber verbal? Oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Was für Pläne hast du, für die du schreiben können musst?
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Christof Lais Sperl
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 61
Beiträge: 691
Wohnort: Hangover
Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 12.03.2022 16:40    Titel: Bedeutung Antworten mit Zitat

Schreiben ist ein Glückshormon.

_________________
Lais
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 69
Beiträge: 6339
Wohnort: 50189 Elsdorf
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BeitragVerfasst am: 12.03.2022 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Das finde ich auch.
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Rapan
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 26



BeitragVerfasst am: 12.03.2022 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

PaulaSam hat Folgendes geschrieben:
Dann bist du, Rapan, mehr der WhatsApp-Schreiber? Und Geschichten erzählst du lieber verbal? Oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Was für Pläne hast du, für die du schreiben können musst?


Eher gewerbliche Emails, Foren-Posts und programmieren.

In dem Kontext habe ich geplant Visual Novels zu entwickeln und parallel Geschichten, auf die sich die Novels beziehen.
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 14.03.2022 13:54    Titel: Re: Bedeutung Antworten mit Zitat

Christof Lais Sperl hat Folgendes geschrieben:
Schreiben ist ein Glückshormon.

Nein, Schreiben ist die Schokolade, die bei Genuss Glückshormone generiert.
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 14.03.2022 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Rapan hat Folgendes geschrieben:
Eher gewerbliche Emails, Foren-Posts und programmieren.

In dem Kontext habe ich geplant Visual Novels zu entwickeln und parallel Geschichten, auf die sich die Novels beziehen.

Also entwickelst du Geschichten-Puzzles für interaktive Computerspiele, in denen der Spieler durch Entscheidungen den einen oder anderen Plot wählt. Verstehe ich das richtig? Aber wozu brauchst du dann Schreibhandwerk? Muss der Spieler die Geschichten-Puzzles lesen?
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Rapan
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 26



BeitragVerfasst am: 14.03.2022 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Beides ist richtig smile

In dem Fall der Novellen sind es natürlich "Geschichtsschnippsel", die, abhängig von den Entscheidungen der Spieler, die jeweilige Situation beschreiben.
Dann trifft der Spieler wieder eine Entscheidung oder ähnliches und es geht zum nächsten Schnippsel. So lernt man evtl mehr über Charaktere,
findet versteckte Türen und Räume oder wie auch immer.

Es ist ein interaktives Buch mit (animierten) Grafiken.
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Mimesis
Geschlecht:weiblichSchneckenpost

Alter: 34
Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 14.03.2022 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

@Rapan

Reine Neugier: Mit welcher Engine arbeitest du? Und in welchem Genre willst du dich ansiedeln?

Kennst du Twine? Das finde ich ganz praktisch, wenn man sich verzweigende Storys entwickeln und testen will, wie/ob das eigene Grundgerüst funktioniert.
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Rapan
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 26



BeitragVerfasst am: 15.03.2022 00:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bisher plane ich eher. Der Bereich Visual Novel hat noch nicht so Gewicht. Ich möchte erst noch mehr an meinem Ausdruck feilen und mit kleineren Projekten was Erfahrung sammeln.

Ich hatte mich für Ren'Py entschieden, da man diese Software plattformübergreifend kommerziel einsetzen kann.
Für die VN brauche ich einiges an Arbeiten, wie Grafiken, die ich zukaufen muss, also versuche ich das alles in eine UG Gründung zu packen und Kosten irgendwie abzufedern ... mal schauen.

Von Twine habe ich gelesen. Ich bevorzuge aber mehr lokal installierte Programme für MindMapping. Wer weiß, ob sich das schnell ändert, wenn sich noch weitere für diese Projekte begeistern lassen.
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 15.03.2022 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, Rapan, das klingt spannend, aber auch sehr sehr anspruchsvoll. Du musst ja quasi zig Geschichten plotten, damit alles am Ende zusammenpasst. Aber ich weiß von meiner Tochter, dass diese interaktiven Geschichten stark im Kommen sind. Die junge und Youtube-konditionierte Leserschaft will mitreden und -gestalten können, ständige Abswechslungen und Wendungen, Herausforderungen und Erfolgserlebnisse. Da sind solche Sachen genau das richtige. Vielleicht schaffen Autoren wie du es ja sogar, die Jungen wieder für das vermehrte Lesen zu begeistern, was uns kommerziellen Schreibern dann auch wieder Zugute kommt.

Also bleib dran!
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 69
Beiträge: 6339
Wohnort: 50189 Elsdorf
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 15.03.2022 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

PaulaSam hat Folgendes geschrieben:
Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Für mich bedeuted schreiben: Zeit vertreiben

Wirklich nur das? Kann man allein mit diesem Ziel motiviert genug sein, um mehr als ein Duzend Bücher zu schreiben und sie auch noch zu veröffentlichen? Mir scheint, hinter deinen Beweggründen steckt weit mehr, als du hier zugeben willst. Wink

LG Sam


Okay, im Moment schreibe ich, um meinen Roman in eine vernünftige Form zu bringen. Ich werde diese Geschichte nicht veröffentlichen, weil sie mit 1438 Seiten viel zu sperrig ist. Aber ich werde sie meiner Nichte vererben und hoffe, dass sie sich von den Verlegern nicht über den Tisch ziehen lässt.
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 15.03.2022 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Aha. Du überlässt die Drecksarbeit mit der Veröffentlichung also deiner Nichte. Wie unfair. Aber immerhin erfüllt deine Schreibe einen Zweck, und sei es nur, damit deine Nichte sich in 40 Jahren über ihren Onkel schlapplacht oder dein Manuskript ehrfürchtig in der eigens angefertigten Vitrine bewundert. Natürlich nur, wenn sie der knallharten Banche den dicken Daumen zeigt und ihrem Onkel zuliebe auf die schnöden Millionen aus Hollywood verzichtet. Laughing
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Skatha
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 210
Wohnort: Alpenraum


BeitragVerfasst am: 11.05.2022 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Was für ein schöner Thread. In etlichen Aussagen meiner Vorposter kann ich mich wiederfinden.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Mein erster Gedanke bei deiner Frage, @Writerheart, war sogar: alles.

Das war auch mein erster Gedanke.

Das Schreiben hat auf jeden Fall einen unvergleichlichen Stellenwert in meinem Leben.


_________________
Das Unmögliche möglich machen, das Mögliche leicht und das Leichte elegant. (M. Feldenkrais)
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1797



BeitragVerfasst am: 12.05.2022 01:34    Titel: Antworten mit Zitat

Die Nichte muß mitnichten die Drecksarbeit selber machen. Dafür gibt es Agenten, die für Geld im Hintergrund agieren. Laughing

(Meine nichtsnutzigen Neffen würden vermutlich einen Entrümpeler bestellen, und alles, was sich nicht sofort zu Geld machen läßt, der Müllabfuhr überantworten. (Weshalb ich sie an liebsten enterben würde, was jedoch voraussetzt, daß es etwas zu erben gibt, was, wenn es so weiter läuft wie derzeit an der Wallstreet, eher unwahrscheinlich ist.) ^^")


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"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 28
Beiträge: 117



BeitragVerfasst am: 12.05.2022 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hello! Ja, ich lebe auch noch! lol2

Ich finde deine Frage sehr interessant, Writerheart. Sie ist im Grunde sehr simpel und die Antwort, die es unweigerlich einfordert, doch sehr tiefschürfend.

Für mich hat das Schreiben früher alles bedeutet. Ich scherze nicht, wenn ich sage, dass es mir förmlich das Leben gerettet hat, als ich in meiner Jugend durch viele, tiefe Lebenstäler gewandert bin.

Ich weiß nicht wieso, aber seitdem ich 2019 meine Hauptreihe abgeschlossen habe, arbeite ich nur nochmal sporadisch an dieser, doch auch dafür gehen mir langsam die Ambitionen verloren. Ich habe irgendwie einfach... meinen Frieden gefunden, könnte man sagen.
Ich bin glücklich in meinem derzeit laufenden Studium zum Sozialarbeiter und auch meine Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe bereitet mir viel Spaß und Lebensfreude. Deswegen ist bei mir nicht alles perfekt - ehrlich gesagt geht es mir sogar nach wie vor mental noch immer ziemlich dreckig.

Aber auf jeden Fall muss ich mal meine Haltung zu meinen Büchern und dem Schreiben generell selbstreflektieren - welche Rolle es Zeit meines Lebens tatsächlich spielte, und wie die Situation jetzt wirklich einzuordnen ist.

Vielen Dank für deine Frage! smile


_________________
"Life is more than the Real Life."
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PaulaSam
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 567



BeitragVerfasst am: 18.05.2022 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Dass dir die Ambitionen für deine Hauptreihe verloren gehen, ist bestimmt ein gutes Zeichen. Wahrscheinlich brennt das Thema nicht mehr so sehr in deiner Seele, dass du noch mehr dazu sagen willst. Insofern könnte man vielleicht tatsächlich sagen, dass du ein Stück weit deinen Frieden gefunden hast. Manchmal reicht dafür schon, einfach alles einmal rauszulassen und dabei von allen Seiten zu beleuchten. Aber natürlich heilen davon keine seelischen Wunden, aber sie tun weit weniger weh, weil man sie "teilen" konnte.

Sollte dich wieder ein Thema in deinem Leben anspringen, wirst du darüber sicher genauso ambitioniert schreiben. Vorerst hast du aber etwas außerhalb des Schreibens gefunden, dass dich anzieht. Und das ist gut so, denn welcher Autor schreibt nur immer über das Gleiche. Um aber über etwas anderes schreiben zu können, muss man auch etwas anderes erleben. Nur so können neue inspirierende Themen gefunden werden.

LG Sam
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KarinS
Schneckenpost


Beiträge: 9



BeitragVerfasst am: 21.05.2022 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Schreiben ist für mich purer Ausdruck. Das kann - je nachdem was ich schreibe - tatsächlich einen therapeutischen Zweck erfüllen, oder auch einfach nur meine Faszinationen, Meinungen, Sorgen, Leidenschaften, Gedanken in Form gießen.

Manchmal, wenn mir etwas auf der Seele brennt, das ich aus irgendwelchen Gründen nicht direkt aussprechen kann oder darf, hilft es mir, meine Gedanken aufzuschreiben. Einerseits sind sie dann aus meinem Kopf draußen und andererseits bedarf der Vorgang des Niederschreibens an sich schon eine Art der therapeutischen Auseinandersetzung und Ordnung der ansonsten wirr umherfliegenden Gedanken.

Und manchmal, da träume ich mich in Parallelwelten, in denen genau das passiert, was ich mir ersehne (oder vor dem ich mich fürchte)...in meinem aktuellen Projekt lasse ich zum Beispiel "die Welt untergehen" und verarbeite damit irgendwie meinen Frust über das, was uns täglich in den Nachrichten präsentiert wird. Oder ich verleihe meinen Figuren Eigenschaften ud Fähigkeiten, die ich selbst gerne hätte und werde - zumindest während ich schreibe - ein bischen mehr wie sie.

Und wie jemand zuvor schon geschrieben hat: Irgendwie hat es wohl auch mit Machtfantasien zu tun Laughing

Schreiben ist für mich also sowas wie ein universelles Werkzeug, die innere und äußere Welt zu durchleuchten, zu verarbeiten, zu verändern und mit ihr klar zu kommen smile
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