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Zeichensetzung bei wörtlicher Rede ohne Anführungszeichen

 

 
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Meanwhile in Canada
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 46
Beiträge: 49
Wohnort: Oakville, Ontario, Kanada


BeitragVerfasst am: 29.06.2021 23:41    Titel: Zeichensetzung bei wörtlicher Rede ohne Anführungszeichen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Schreibende,

ich experimentiere momentan mit verschiedenen Stilen und versuche mich an wörtlicher Rede ohne Anführungszeichen. Was mich jetzt aber wahnsinnig macht, ist, dass mir die Zeichensetzung dabei nicht klar ist. Dazu habe ich auch nach viel zu langer Suche keine Informationen finden können, deshalb hier meine Frage: Was ist korrekt?

Zitat:
A) Vermisst du ihn nicht? fragte sie.
B) Vermisst du ihn nicht?, fragte sie.


Wären Anführungszeichen vorhanden, wäre das Komma ja obligatorisch. Aber ich finde, das direkte Nebeneinander von Fragezeichen und Komma sieht ziemlich komisch aus. Die Version A ohne Komma sieht allerdings falsch aus ... SEUFZ.

Würde mich freuen, wenn jemand dazu einen Hinweis oder eine Quelle hätte!

Danke und Grüße,
S.
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 48
Beiträge: 3950
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 30.06.2021 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

C) Vermisst du ihn nicht, fragte sie.

Wäre auch noch ein Vorschlag (und die Variante, die ich nehmen würde). Wenn man die Redezeichen schon weglässt, kann man das mit dem Fragezeichen ja auch tun, denn es ist genauso obsolet.

Was jetzt "korrekt" ist? Nichts davon natürlich. Wörtliche Rede wird nun mal in der deutschen Sprache mit Anführungszeichen geschrieben, so sind die Regeln. Alles andere ist non-standard (und für Deutschlehrer in der Schule schlichtweg falsch). Klar kann man das machen, aber dann ist man eh im künstlerischen Bereich, wo die herkömmlichen Regeln keine Gültigkeit mehr haben. Von daher hast du da freie Hand, welche Variante du nimmst. Kannst du ganz danach entscheiden, was dir am meisten zusagt.


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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Meanwhile in Canada
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 46
Beiträge: 49
Wohnort: Oakville, Ontario, Kanada


BeitragVerfasst am: 30.06.2021 02:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber V.,

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
C) Vermisst du ihn nicht, fragte sie.


Oh super, auf diese Variante wäre ich gar nicht gekommen, da war ich wohl betriebsblind. Danke schön!

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Was jetzt "korrekt" ist? Nichts davon natürlich. Wörtliche Rede wird nun mal in der deutschen Sprache mit Anführungszeichen geschrieben, so sind die Regeln. Alles andere ist non-standard (und für Deutschlehrer in der Schule schlichtweg falsch).


Natürlich, das stelle ich auch gar nicht in Frage. Aber ich kenne diese künstlerische Freiheit aus Büchern, die mich sehr begeistert und auch zu dem aktuellen Projekt angeregt haben, insofern passt das für mich. Was aber nicht heißt, dass ich es auch tatsächlich so durchziehe. (In diesen Büchern konnte ich auf die Schnelle leider auch keine Antwort finden ...)

Wahrscheinlich habe ich mich da einfach nur selbst verrückt gemacht, aber diese Frage hat mir echt den Schlaf geraubt!

Grüße,
S.
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 48
Beiträge: 3950
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 30.06.2021 03:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber ich kenne diese künstlerische Freiheit aus Büchern, die mich sehr begeistert und auch zu dem aktuellen Projekt angeregt haben, insofern passt das für mich.
Ich wollte ja auch nicht sagen, dass es nicht passt, ich mache sowas ja selbst gern. Nur wirst du eben keine verbindlichen Regeln finden für etwas, das sowieso von der Norm abweicht. Die Frage, was da korrekt sei, erübrigt sich damit, denn sie ist in diesem Kontext gar nicht wahrheitsfähig.

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Babella
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 58
Beiträge: 784

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 30.06.2021 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne das Fragezeichen finde ich es auch gut. Das Weglassen der Anführungszeichen hat ja so einen besonderen, irgendwie schweigenden Ton, ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Und da kann man das Fragezeichen auch gleich weglassen.

Ich würde alternativ  versuchen, das "fragte sie" wegzulassen und durch einen Absatz ersetzen.
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mailonsunday
Gänsefüßchen


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 30.06.2021 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
C) Vermisst du ihn nicht, fragte sie.


würde ebenfalls diese Version bevorzugen.
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Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4087
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 30.06.2021 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kommen solche Texte immer vor, als würde sie jemand emotionslos runterleiern oder stünde unter starken Beruhigungsmitteln. Und das - oder ein ähnlicher Gemütszustand - kann ja durchaus beabsichtigt sein.
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1223



BeitragVerfasst am: 30.06.2021 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag diese Art der Darstellung nicht. Man weiß nie, ob die Person nun laut spricht oder nur denkt, oder ob der Erzähler etwas einwirft. Wenn man dann jedesmal noch explizit dazuschreiben muß, wer was sagt, macht das Dialoge auch schwerfällig und mühsam zu lesen.

Wenn man sich als Autor nicht an die Konventionen hält, sollte man einen sehr guten Grund dafür haben, (und auch die Befähigung es zu tun), denn die meisten Leser goutieren das nicht unbedingt.

Ob nun Variante A oder B besser sei, ist im Prinzip gleich, denn wenn man nicht nach den Regeln schreibt, ist es egal, auf welche Weise man falsch schreibt.


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Meanwhile in Canada
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 46
Beiträge: 49
Wohnort: Oakville, Ontario, Kanada


BeitragVerfasst am: 30.06.2021 22:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Rückmeldungen und Eindrücke!

Babella hat Folgendes geschrieben:
Ohne das Fragezeichen finde ich es auch gut. Das Weglassen der Anführungszeichen hat ja so einen besonderen, irgendwie schweigenden Ton, ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Und da kann man das Fragezeichen auch gleich weglassen. (...)

Ja, so empfinde ich das auch. Ich mag diese nur scheinbar widersprüchliche Formulierung "schweigender Ton". Es klingt weniger lebendig, weniger miterlebbar, und das ist auch so beabsichtigt.

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Mir kommen solche Texte immer vor, als würde sie jemand emotionslos runterleiern oder stünde unter starken Beruhigungsmitteln. Und das - oder ein ähnlicher Gemütszustand - kann ja durchaus beabsichtigt sein.

Genau so ist es. Die Prota soll jemand sein, die in ihrer eigenen Welt lebt und erst lernt, Beziehungen zu knüpfen und Gefühle auszudrücken. Insofern freue ich mich richtig über deine Beschreibung, denn das "emotionslos" trifft es genau, diese Frau kann Emotionen nur in Form von Musik ausleben (also jedenfalls am Anfang).

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Ich mag diese Art der Darstellung nicht. Man weiß nie, ob die Person nun laut spricht oder nur denkt, oder ob der Erzähler etwas einwirft. Wenn man dann jedesmal noch explizit dazuschreiben muß, wer was sagt, macht das Dialoge auch schwerfällig und mühsam zu lesen.
Wenn man sich als Autor nicht an die Konventionen hält, sollte man einen sehr guten Grund dafür haben, (und auch die Befähigung es zu tun), denn die meisten Leser goutieren das nicht unbedingt.

Ich gebe dir recht, dass es schwierig ist, das alles so klar auszuarbeiten, dass es nicht mühsam zu lesen ist. Mir ist auch bewusst, dass diese Erzählweise nicht allen gefällt, das ist klar. Aber den guten Grund habe ich, denke ich. Und was die Befähigung angeht - na ja, ich bin lernfähig und habe Vorbilder, aber wie gesagt auch die Option, es dann später doch ganz anders zu machen ... Wink

Liebe Grüße!
S.
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