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Ein erdachter Ort, nur real


 

 
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Mr.Goose
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 22
Beiträge: 7
Wohnort: Thüringen


BeitragVerfasst am: 08.03.2020 14:02    Titel: Ein erdachter Ort, nur real eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein erdachter Ort, nur real

Angekommen. Im matten Licht der Straßenlaterne wirkte die Hauseingangstür immer noch ein wenig abgenutzter als sonst. Die Holzmaserungen traten deutlicher hervor, warfen ein bizarres Muster des Verfalls auf das ausgeblichene Weiß. Das kleine Graffiti in der Ecke, vielleicht irgendwann mal so etwas wie eine Rakete, wurde vom Schatten größtenteils verschluckt. Von ihm zog sich eine dicke Kerbe bis zum Schlüsselloch hoch. Die gab es wahrscheinlich schon vor meiner Zeit.
  Wie immer klemmte der Schlüssel und ich musste mit einiger Kraft meine Schulter gegen die Tür drücken. Dabei streifte mein Rucksack den Türrahmen und ich wurde durch die wieder zufallende Tür förmlich in das Haus hinein gedrückt. Aus Gewohnheit und weil ich mit den Gedanken sowieso gerade woanders war, fand meine Hand direkt die Briefkastenöffnung. Völlig absurd natürlich, Sonntagabend kommt keine Post. Also schloss ich den Briefkasten wieder, genauso unbewusst, wie ich ihn geöffnet hatte.
  Auf den Stufen nach oben zu meiner Wohnung wurde ich immer langsamer. Mit jedem Schritt schienen meine Beine schwerer zu werden. Möglich, dass dies an der anstrengenden Reise lag, die ich hinter mir hatte. Oder daran, dass ich in den letzten fünf Tagen vielleicht zehn Stunden geschlafen hatte. Aber nein, vielmehr fühlte es sich so an, als sträubte sich mein Körper vehement dagegen, anzukommen. Als würde mit jedem Meter die Endgültigkeit greifbarer, als nähme die Gewissheit darüber langsam Gestalt an, dass jetzt alles vorbei war, vielleicht für immer.
  Mit einem leisen Klick drehte sich der Schlüssel im Schloss meiner Wohnungstür und mit dem gewohnten, dezenten Knarzen schwang sie vor mir auf. Ich schloss die Augen, atmete zweimal tief ein und wieder aus. Ohne sie wieder zu öffnen trat ich über die Schwelle. Das Geräusch, mit dem die Tür hinter mir ins Schloss fiel, erinnerte mich an das Zerplatzen einer Blase.

  Lachen. Die Menge der Menschen umfließt mich, brandet sanft, zieht und drückt mich in diese und jene Richtung. Die Luft flimmert vor Hitze. Ich befeuchte unwillkürlich meine Lippen und der Geschmack von Schweiß, Staub und etwas Chemie macht sich in meinem Mund breit. Bass dröhnt aus irgendeiner Richtung durch den Boden in meine Fußsohlen, in meinen Bauch, in meinen Kopf. Ich öffne die Augen und wiege mich im Takt der Musik, umgeben von Wolken aus Staub, aufgewirbelt durch die Einheit der Tanzenden um mich herum. Zwischen den gleichförmigen Beatschlägen ertönen vereinzelt Jubelschreie. Echte, reine Jubelschreie. Sie schicken eine Freude durch die Menge. Unsichtbare Druckwellen, die jeden Körper zu durchfließen scheinen, ihn mit Energie aufladen, elektrisieren, mitreißen. Ein Puls durchzieht die Masse, er lässt jeden Herzschlag wirklich erscheinen, die Schwerkraft intensiver erleben und er verbindet.
  Die Musik nimmt Fahrt auf. Aus dem rhythmischen Hin– und Herwiegen wird ein für Außenstehende zwar gleichförmiger, für mich selbst aber durchaus variantenreicher Ablauf von teils fließenden, teils ruckartigen Bewegungen. Sie besitzen kein System, sie sind inmitten all dieser Menschen nicht dafür da, dass irgendjemand zusieht. Jedes Strecken des Armes, jeder Strich, den ich blind mit meinen nackten Zehen in den Sand zeichne, jeder Richtungswechsel des Oberkörpers gehört mir. Es ist meine Art, den Puls der Musik in mich aufzunehmen, umzuwandeln und weiterzugeben. Die Bestätigung dafür, da zu sein, jetzt, hier, in diesem Augenblick.
  Es können Stunden gewesen sein oder auch nur Minuten. Dem Stand der Sonne nach zu urteilen waren es wohl eher Stunden. Zeit hat jedoch keine Bedeutung, Hunger allerdings schon. Als sich mein Magen wiederholt zu Wort meldet, verlasse ich die Tanzfläche. Ein verschlungener Pfad führt zurück aufs Feld. Mitten durch Bäume führt er, über Holzplanken, etwa einen halben Meter über dem Boden. Kleine Ruderboote liegen dort unten brach, wie als hätte es hier vor langer Zeit mal einen See gegeben. Der fast allgegenwärtige Geruch von Marihuana erfüllt die Luft. Seltsam abgeschieden und gemütlich wirken die kleinen Hüttchen, die entlang des Stegs verteilt sind. Ungeachtet der pulsierenden Menschenmassen scheinen sie Zuflucht zu bieten, Rückzugsorte für schwere Zeiten. Vor einer von ihnen sitzt eine Frau, sie sieht einsam aus.
  Ich setze mich neben sie und lausche noch eine Weile schweigend dem Bass, der durch die Bäume dringt. Wenn man genau hinhört, erkennt man die feinen Überlagerungen, die von der Bühne aus der anderen Richtung herüber schwappen. Ich richte meinen Blick auf das Ende des Pfades und erblicke eine zweite tanzende Menge, ähnlich der, die ich gerade verlassen habe und doch ganz anders. Da berührt mich etwas an der Schulter. Die Frau neben mir schaut mich aus großen Augen an. Sie zittert leicht, trotz der Wärme.
  Ich lege den Kopf ein wenig schräg, lehne ich mich ein bisschen zurück und ziehe sie leicht zu mir. Sie legt ihren Kopf in meinen Schoß und als ich beginne, ihn zu streicheln, merke ich, dass ihr eine Träne die Wange hinunterläuft.

  Funktioniert. Im Alltag wirkte jeder Handgriff wie abgenutzt. Während ich Mails schrieb, Anrufe tätigte und im Dschungel akademischer Publikationen nach Quellen der Erkenntnis suchte, wurde ich Zeuge meiner eigenen Halbherzigkeit. Die Gedanken schweiften ab. Der Stuhl auf dem ich saß, verwandelte sich in weiches Gras, zwischen den Bücherregalen wehte ein angenehmer Wind hervor. Das Kratzen des Kugelschreibers nahm einen Rhythmus an.
  Immer wieder fanden meine Finger die Nasenwurzel, strichen langsam nach unten, während die Nägel Druck ausübten. Eine Bewegung, die mir sagt: ‚Fokus! Du bist gerade woanders, obwohl du hier sein solltest!‘ Doch es half nichts, die Spanne der Aufmerksamkeit wurde immer kleiner. Ich wanderte umher, musste die Augen nicht einmal schließen, um mich wegzudenken.
  Lampen tauchten die Folianten und Lexika in ein ausstellungsartiges Weiß. Die gewohnte Tonbandstimme knisterte in den Lautsprechern. „Das Gebäude schließt in fünfzehn Minuten. Wir bitten alle Gäste, das Gebäude zu verlassen.“ Die Unverhältnismäßigkeit der Lautstärke riss mich weg von Bäumen, durch deren Äste die Sonne blendete.
  Draußen war es dunkel geworden. Die Straßenlaternen erleuchteten einen Weg, den ich auch fand, ohne anwesend zu sein. Zumindest hat das bisher immer funktioniert. Ich überquerte eine der Straßen und schreckte plötzlich hoch. Scheinwerferlicht erfasste mich, die Hupe dröhnte in meinen Ohren, vertrieb den Bass.
  Zuhause angekommen suchte ich zuallererst das Bad auf, sah mich selbst im Spiegel. Lachfalten blickten mir entgegen, ein ordentlicher Schnurrbart, schmale Schatten unter den Augen. Eine kleine Kerbe zwischen den Brauen, nur bei Bewegung sichtbar. Ich starrte mich selbst an, so lang, bis dieses Gesicht auf der anderen Seite mir fremd vorkam. Mein Finger fand erneut die Nasenwurzel, berührte diesmal kaltes Glas. Ich gab mir selbst eine Ohrfeige.

  Blenden. Laser schießen ihre Farben in den Himmel, umkreisen, tangieren, durchbrechen die Masse aus zappelnden Körpern, rotierenden Armen und stampfenden Füßen. Mit dem Erwachen der Sterne legt auch die Intensität der Boxen zu. Immer weiter jagen sich die Tonfolgen, überlagern sich, füllen das gesamte Sichtfeld aus und entladen sich schließlich in Bassschlägen, so kraftvoll, dass sie einen aktiven Kampf fordern. Um mich herum tobt die Menge. Gejohle untermalt den Rhythmus der Nacht. Es klingt überdreht, nicht mehr ganz natürlich.
  Auch ich spüre das Kribbeln in meinen Fingerspitzen, in dem die Ankündigung der Fremdbestimmung liegt. Ein flaues Gefühl macht sich in meinem Magen breit. In Vorfreude wird mein Grinsen breiter, meine Bewegungen schneller. Die offenen Augen sehen nicht mehr als Lichtstreifen, die durch die Dunkelheit flitzen. Ich schließe sie, gebe mich ganz der Klarheit der Melodie hin. Die Tanzenden drücken mich in alle Richtungen gleichzeitig, Bewegungen werden abgehackter, intensiver.
  Das Kribbeln fährt weiter durch meine Hände in meinen Kopf, wird stärker. Ungewollt nimmt auch die Anspannung in meinem Gesicht zu, verkrampft sich ein wenig, bannt die Ekstase in meine Erscheinung. Mein Blick flackert umher, nimmt nichts war, nur die Energie. Die, die mir mit der Faust an den Brustkorb hämmert, in einem atemberaubenden Tempo. Und ich halte durch, schlage zurück, verliere mich im Dunkel der Nacht und in den zuckenden Lichtern.
  Irgendwann berührt mich eine Hand im Nacken. Es ist eine andere Art von Berührung, als die spontanen Freudenausbrüche der um mich herum Tanzenden. Von denen gibt es viele und sie sind ebenso aufgeputscht wie kurzlebig. Diese Hand lässt mich allerdings innehalten. Sie fühlt sich echter an, als der Rest. Sie gibt mir ein kurzes Gefühl von Zärtlichkeit.
  Wieder schauen große Augen zu mir auf, beinahe vollständig schwarz. Doch diesmal ist der Blick ein anderer, ihn begleitet ein Lächeln. Die Einsamkeit ist daraus verschwunden, ist etwas Instinktiverem gewichen. Sie ähnelt nur noch der Frau, neben der ich am Vortag saß. Jetzt ist sie wunderschön.
  Ihre Hand liegt immer noch in meinem Nacken und sie zieht mich sanft zu sich. Im ersten Kuss liegt eine Botschaft: „Lass uns uns verlieren heute!“ Ich schließe die Augen und wir werden Teil dieser unendlichen Menge aus echter und künstlicher Glückseligkeit.

  Wiederholt. Vor mir, zwischen Teetasse und Kleingeldglas lag das Ticket auf dem Tisch, ein leicht glänzendes Stück rosa Pappe. Es versprach so vieles und es gab Erinnerungen frei. Vieles Gebliebene bestand aus verschwommenen Bildern und kurzen Momenten, überlagert aber von einem durchdringenden, wohligen Gefühl. Ihm steckte die Zusage inne, dass es etwas gab, etwas außerhalb der Alltagsblase; einen erdachten Ort, realer als alles andere, nur für den Moment gemacht. Einen Ort, den ich wieder aufsuchen werde.



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51MONSTER2
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 29
Beiträge: 85
Wohnort: Limburg


BeitragVerfasst am: 25.03.2020 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mr.Goose,

inhaltlich hast du hier eine solide Alltagsflucht verfasst. Ich hätte mich allerdings schneller in dem Text zurechtgefunden, wenn du die Zeiten vertauscht hättest. Oder hat es einen bestimmten Grund, dass die Rückblende in Gegenwartsform und die Gegenwart in Vergangenheitsform geschrieben ist?


Leider haben auch die vermeidbaren Flüchtigkeitsfehler meinen Lesefluss etwas gehemmt. Sollten das Dinge sein, die dir auch nach dem obligatorischen Drüberlesen nicht auffallen, würde ich dir raten, dich intensiver mit den Themen auseinanderzusetzen oder in Zukunft einfach mehr darauf zu achten - jeder hat seine Schwächen, aber wenn man sie kennt, kann man daraus entstehende Fehler leichter finden.


Zunächst einmal wäre da Kommasetzung. Hier einige Beispiele:
Unnötige Kommata:
Zitat:
Also schloss ich den Briefkasten wieder, genauso unbewusst, wie ich ihn geöffnet hatte.


Zitat:
Irgendwann berührt mich eine Hand im Nacken. Es ist eine andere Art von Berührung, als die spontanen Freudenausbrüche der um mich herum Tanzenden.

(außerdem meinst du hier wahrscheinlich "der Tanzenden um mich herum", da sie ihn ja scheinbar nicht meiden)

Zitat:
Sie fühlt sich echter an, als der Rest.


Fehlende Kommata:
Zitat:
Ohne sie wieder zu öffnen_ trat ich über die Schwelle.


Zitat:
Vor mir, zwischen Teetasse und Kleingeldglas lag das Ticket auf dem Tisch, ein leicht glänzendes Stück rosa Pappe.




Dann gibt es einige Stellen mit inhaltlichen Ungereimtheiten:
Zitat:
Wie immer klemmte der Schlüssel und ich musste mit einiger Kraft meine Schulter gegen die Tür drücken. Dabei streifte mein Rucksack den Türrahmen und ich wurde durch die wieder zufallende Tür förmlich in das Haus hinein gedrückt.

Geht die Tür nach außen oder innen auf? Das scheint mal so, mal so zu sein.

Zitat:
Lampen tauchten die Folianten und Lexika in ein ausstellungsartiges Weiß. Die gewohnte Tonbandstimme knisterte in den Lautsprechern. „Das Gebäude schließt in fünfzehn Minuten. Wir bitten alle Gäste, das Gebäude zu verlassen.“ Die Unverhältnismäßigkeit der Lautstärke riss mich weg von Bäumen, durch deren Äste die Sonne blendete.

Ist der Protagonist drinnen oder draußen? Und den letzten Satz finde ich allgemein verwirrend, vielleicht kannst du den noch klarer strukturieren. Unverhältnismäßigkeit wozu? Wen blendet die Sonne? Oder ist es der Einfachheit halber vielleicht nur "durch deren Äste die blendende Sonne schien"?

Zitat:
Laser schießen ihre Farben in den Himmel, umkreisen, tangieren, durchbrechen die Masse aus zappelnden Körpern, rotierenden Armen und stampfenden Füßen. Mit dem Erwachen der Sterne legt auch die Intensität der Boxen zu. Immer weiter jagen sich die Tonfolgen, überlagern sich, füllen das gesamte Sichtfeld aus und entladen sich schließlich in Bassschlägen, so kraftvoll, dass sie einen aktiven Kampf fordern.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie das Sichtfeld (optisch) von Tonfolgen (auditiv) ausgefüllt werden kann - vermutlich meinst du die Laser? Das die sich entsprechend der Musik verhalten, hast du nirgends erwähnt und muss man sich denken. Oder meinst du etwas ganz anderes?

Zitat:
Funktioniert.

Zitat:
Blenden.

Zitat:
Wiederholt.

Deinen ersten Einwortsatz ("Lachen.") habe ich als schnelle Situationsbeschreibung verstanden. Diese drei hier erschließen sich mir überhaupt nicht.


Und Stellen, die für meinen Geschmack einfach unschön formuliert sind (was aber, wie gesagt, mein Geschmack ist):
Zitat:
Echte, reine Jubelschreie. Sie schicken eine Freude durch die Menge.

Ich denke, mit Freude fegt könntest du das gleiche ausdrücken, ohne die Jubelschreie hier zu den Absendern der Freude zu machen. wink

Zitat:
Ein Puls durchzieht die Masse, er lässt jeden Herzschlag wirklich erscheinen, die Schwerkraft intensiver erleben und er verbindet.

Zitat:
Vor einer von ihnen sitzt eine Frau, sie sieht einsam aus.

Diese Stellen sind repräsentativ für einige andere in deinem Text. Ich würde dir empfehlen, hier entweder einen Punkt zu setzen (hart), oder stattdessen einfach , der bzw. , die zu schreiben (und den Rest des Satzes dementsprechend umzustellen). Es gibt einige Stellen in deiner Geschichte, die meiner Meinung nach von einer solchen Umstellung profitieren würden.



Und dann gibt es noch sonstige Flüchtigkeitsfehler, die mir aufgefallen sind und bei denen ich dir kaum mehr raten kann als deine Texte einfach noch einmal mehr durchzugehen als du das bisher getan hast.

Zitat:
Es ist meine Art, den Puls der Musik in mich aufzunehmen, umzuwandeln und weiterzugeben.

mir

Zitat:
Kleine Ruderboote liegen dort unten brach, wieals hätte es hier vor langer Zeit mal einen See gegeben.

weglassen

Zitat:
Die Frau neben mir schaut mich aus großen Augen an.

mit



Ich hoffe, das hilft dir weiter, und wünsche weiterhin frohes Schaffen smile
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a.no-nym
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Beiträge: 519



BeitragVerfasst am: 25.03.2020 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

51MONSTER2 hat Folgendes geschrieben:

Und dann gibt es noch sonstige Flüchtigkeitsfehler, die mir aufgefallen sind und bei denen ich dir kaum mehr raten kann als deine Texte einfach noch einmal mehr durchzugehen als du das bisher getan hast.

Zitat:
Es ist meine Art, den Puls der Musik in mich aufzunehmen, umzuwandeln und weiterzugeben.

mir


Hallo und guten Tag,
die kritisierte Formulierung ist m.E. kein Flüchtigkeitsfehler, sondern richtig.
Ich kann etwas in mich aufnehmen, z.B. Stille oder eben Musik. Das ist dann eher an den Moment gebunden, der eben ganz besonders verinnerlicht wird.
Ich kann auch etwas in mir aufnehmen – das hat aber nach meinem Verständnis eine leicht andere Bedeutung. Z.B. kann ich einen Gedanken in mir aufnehmen (und dort bewahren). Eine Frau könnte vielleicht auch sagen "Ich nehme den Mann in mir auf". Das wäre dann ein körperlicher Vorgang und was anderes, als wenn sie sagt "Ich nehme den Mann in mich auf". Wink

Wie immer – nur meine Meinung.

Freundliche Grüße
a.
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51MONSTER2
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 29
Beiträge: 85
Wohnort: Limburg


BeitragVerfasst am: 25.03.2020 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo a.no-nym,

vielen Dank für den Hinweis! Da war dein Sprachgefühl meinem überlegen. wink

Ich habe es gerade im Duden nachgeschlagen und tatsächlich geht beides, "in mir aufnehmen" ist aber die seltenere Variante.

Das werde ich in meinem ersten Post anpassen.

Edit: Ah, nach einer Antwort kann man den vorangegangenen Post nicht mehr ändern... Dann hoffe ich mal, dass niemand nach dem ersten Antwortbeitrag mit Lesen aufhört.
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