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M I N R


 

 
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Tr1ckSh0t
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BeitragVerfasst am: 04.09.2018 11:44    Titel: M I N R eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

"Warum lernt man sowas nicht in der Schule?"
Murmelte er fluchend vor sich hin und schmiss den Vorschlaghammer in die Ecke.
Schule hatte er immer gehasst. Obwohl ihm die Arbeit den Schweiss auf die Stirn und Splitter in die Hand getrieben hatte war es doch eine gewisse Befriedigung gewesen.
Er trat einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk zwischen den roten Ziegelsteinen der Gartenmauer.
Die Farbe passte gut.  Molly würde sich sicher freuen. Schliesslich tat er das alles für sie.
Bei ihr wusste man nie genau  was sie von irgendetwas hielt aber John verstand sie gut. Meistens zumindest. Die Arbeit die er sich mit der Dekorierung des Gartens gemacht hatte würde sie jedoch sicher zu schätzen wissen. John (oder Johnny) blickte auf seine Schuhe. Er hatte sie beim Arbeiten beschmutzt, doch etwas anderes fing seinen Blick.
Seine Hände waren mit etwas bekritzelt. Die wildesten Sachen in den verschiedensten Schriften waren darauf geschrieben oder gemalt, darunter immer wieder das Kürzel M I N R.
Er runzelte die Stirn und machte sich, nachdem er den Vorschlaghammer wieder aufgehoben hatte auf den Weg in sein Haus. Molly musste da sein, es war Sonntag. Warum war er heute nicht in der Kirche gewesen? Fragte er sich, nahm sich fest vor es am nächsten Tag zu tun und torkelte mit schwankenden  Schritten zur Wassserpumpe. Sein Vater hatte immer gesagt: "Sonntag ist Ruhetag.",
doch für ihn gab es keine Arbeitspausen. Jim (oder Jimmy) hob den Vorschlaghammer unter den sprudelnden Wasserstrahl und wusch ihn.
Er wusste nicht, warum er das tat, aber das war okay. So etwas passierte ihm ständig. Er sei nicht die hellste Kerze auf der Torte, hatte sein Vater immer gesagt. Dabei mochte er nichtmal Torte.
Er wusste auch nicht warum er so torkelte. Er würde sich einfach zu Molly ins Bett legen, dachte er sich, und ging vergnügten Schrittes auf das Haus zu. Die Tür stand offen. M I N R mit roten Buchstaben auf das verquollene Holz geschmiert. "Was dieses Mädchen immer für Unfug treibt..."
Dachte sich Jonas und trat ein.
Es war düster und schmutzig. Das Licht war schon vor langer Zeit abgestellt worden. Durch die herunterhängenden und zerbrochenen Jalousien drangen einzelne Lichtstrahlen in das Zimmer und zeichneten den Staub in der Luft ab. Ein zertrümmerter Beamer lag in der Ecke. Das Geschirr stapelte sich und überall lag essen herum. Das war sein Leben. Er arbeitete viel und Molly war ans Bett gefesselt. Das arme Ding. "Es ist okay," murmelte er. "wir haben einen schönen Garten."
Der Spiegel neben der Wohnzimmertür, welche leicht aus der Angel hing hatte einen Riss. Er war genauso bekritzelt wie James Hand. Manches konnte er entziffern. "Der Beamer lügt!" und "Spiegel abnehmen!" Darunter wieder M I N R.
Jacks Blick wanderte zu dem zerkratzten Tisch in der Ecke. Er war überseht mit Pillen. Mollys Medikamente, dachte er sich. Das arme Ding.
"IIIIIH-AAAH" tönte es aus dem Wohnzimmer. "Ich komme Schatz." rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.
Er trat ins Wohnzimmer und erblickte Molly. "Die Weiber sind doch alle gleich." hatte sein Vater immer gesagt. Aber Molly war anders. "IIIIH-AAAH" "Ruhig, Baby."
Der Esel stand mitten in dem chaotischen und verdreckten Raum. Seine Beine waren in der Fleckigen Matratze eingenäht.
M I N R. MOLLY IS NOT REAL.
"Was ist hier los"
Molly war von oben bis unten bekritzelt.
Das Tier blickte in den Spiegel an der gegenüberliegenden Wand, Jerry blickte zurück.
"Du hast vergessen wo du herkommst Jay." sagte der Esel.
Joe sah aus dem Fenster und erspähte die Körper, die Beine und Köpfe zwischen dem rot gefärbten Rasen.
"Wir haben wirklich einen schönen Garten."



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Calvin Tower
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BeitragVerfasst am: 04.09.2018 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tr1cksh0t,

ich probier mich mal an deinem Text:

Zitat:
"Warum lernt man sowas nicht in der Schule?", murmelte er fluchend [wird durch die Handlung klar] vor sich hin [redundant. Wem murmelt er es sonst zu?] und schmiss den Vorschlaghammer in die Ecke. (solche Zusätze, würde ich direkt auch an das gesagte anschließen. Getrennt durch ein Komma.)
Schule hatte er immer gehasst. Obwohl ihm die Arbeit den Schweiss auf die Stirn und Splitter in die Hand getrieben hatte KOMMA war es doch eine gewisse Befriedigung gewesen.
Er trat einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk zwischen den roten Ziegelsteinen der Gartenmauer.
Die Farbe passte gut. Molly würde sich sicher freuen. Schliesslich tat er das alles für sie.
Bei ihr wusste man nie genau KOMMA was sie von irgendetwas hielt KOMMA aber John verstand sie gut. Meistens zumindest. Die Arbeit KOMMA die er sich mit der Dekorierung des Gartens gemacht hatte KOMMA würde sie jedoch sicher zu schätzen wissen. John (oder Johnny) [Wozu der Zusatz? Wirft mich heraus, da ich mich Frage aus wessen Perspektive es geschrieben wird] blickte auf seine Schuhe. Er hatte sie beim Arbeiten beschmutzt, doch etwas anderes fing seinen Blick.
Seine Hände waren mit etwas bekritzelt. Die wildesten Sachen in den verschiedensten Schriften waren darauf geschrieben oder gemalt, darunter immer wieder das Kürzel M I N R.
Er runzelte die Stirn und machte sich, nachdem er den Vorschlaghammer wieder aufgehoben hatte KOMMA auf den Weg in sein Haus. Molly musste da sein, es war Sonntag. Warum war er heute nicht in der Kirche gewesen? KOMMA Fragte er sich, und nahm sich fest vor es am nächsten Tag zu tun PUNKT [ich empfinde das als Begleitsatz zu der Frage] und torkelte mit schwankenden Schritten zur Wassserpumpe. Sein Vater hatte immer gesagt: "Sonntag ist Ruhetag.", [Hier würde ich das Komma streichen und einen neuen Satz beginnen oder es umstellen wie im unteren Zusatz seines Vaters]
doch für ihn gab es keine Arbeitspausen. Jim (oder Jimmy) [hier habe ich mich gefragt, ob ich mir den Namen falsch gemerkt habe - sprang zurück und fand heraus, dass der Name sich geändert hat. Erster Verdacht darauf, dass der Prota mental nicht stabil ist. Gefällt mir] hob den Vorschlaghammer unter den sprudelnden Wasserstrahl und wusch ihn.
Er wusste nicht, warum er das tat, aber das war okay. So etwas passierte ihm ständig. Er sei nicht die hellste Kerze auf der Torte, hatte sein Vater immer gesagt. Dabei mochte er nichtmal Torte.
Er wusste auch nicht KOMMA warum er so torkelte. Er würde sich einfach zu Molly ins Bett legen, dachte er sich, und ging vergnügten Schrittes auf das Haus zu. Die Tür stand offen. M I N R war mit roten Buchstaben auf das verquollene Holz geschmiert. "Was dieses Mädchen immer für Unfug treibt..."
Dachte sich Jonas [und wieder ein anderer Name -Verdacht erhärtet sich] und trat ein.
Es war düster und schmutzig. Das Licht war schon vor langer Zeit abgestellt worden. Durch die herunterhängenden und zerbrochenen Jalousien drangen einzelne Lichtstrahlen in das Zimmer und zeichneten den Staub in der Luft ab. [da stolpere ich, da mir meine Fantasie nicht ausreicht sich vorzustellen, das Licht Staub zeichnet. Ich denke du willst damit sagen, dass die Staubpartikel in der Luft sichtbar wurden bzw. beleuchtet werden]Ein zertrümmerter Beamer lag in der Ecke. Das Geschirr stapelte sich und überall lag essen Essen [Vorschlag: Essensreste oder sogar genauer rangehen. Pizzakartons, zerdrückte Bierdosen so was] herum. Das war sein Leben. Er arbeitete viel und Molly war ans Bett gefesselt. Das arme Ding. "Es ist okay," murmelte er.[kein Punkt, sondern Komma] "wir haben einen schönen Garten."
Der Spiegel neben der Wohnzimmertür, welche leicht aus der Angel hing KOMMA hatte einen Riss. Er war genauso bekritzelt wie James Hand. Manches konnte er entziffern. "Der Beamer lügt!" und "Spiegel abnehmen!" Darunter wieder M I N R. [Wieso setzt du hier M I N R nicht " "?]
Jacks Blick wanderte zu dem zerkratzten Tisch in der Ecke. Er war überseht mit Pillen. Mollys Medikamente, dachte er sich. Das arme Ding.
"IIIIIH-AAAH" KOMMA tönte es aus dem Wohnzimmer.
"Ich komme Schatz." [Kein Punkt im Anführungszeichen, sondern ein Komma danach - und eine neue Zeile, da der Sprecher wechselt.] rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.
Er trat ins Wohnzimmer und erblickte Molly. "Die Weiber sind doch alle gleich." hatte sein Vater immer gesagt. [Gegenvorschlag: Die Weiber sind doch alle gleich, pflegte sein Vater zu sagen.] Aber Molly war anders. "IIIIH-AAAH" [Bei Dialogen wird empfohlen, bei Sprecherwechsel eine neue Zeile zu beginnen.]
"Ruhig, Baby."
Der Esel stand mitten in dem chaotischen und verdreckten Raum. Seine Beine waren in der Fleckigen fleckigen Matratze eingenäht.
M I N R. MOLLY IS NOT REAL.
"Was ist hier los FRAGEZEICHEN"
Molly war von oben bis unten bekritzelt.
Das Tier blickte in den Spiegel an [entweder blickt es den Spiegel an oder in den Spiegel. Nicht beides] der gegenüberliegenden Wand, [PUNKT, statt Komma.] Jerry blickte zurück.
"Du hast vergessen KOMMA wo du herkommst Jay." [Kein Punkt, sondern Komma nach den Anführungszeichen] sagte der Esel.
Joe sah aus dem Fenster und erspähte die Körper, die Beine und Köpfe zwischen dem rot gefärbten Rasen.
"Wir haben wirklich einen schönen Garten."


Was habe ich verstanden?
Der Protagonist arbeitet mit dem Hammer und regt sich darüber auf, dass man so etwas nicht in der Schule lernt. Er tut es für Molly. Seine Namen wechseln mit jeder Erwähnung. Er geht in Haus, wo er auf einer Tür M I N R ließt. Dahinter findet er einen Esel, dessen Hufen in eine Matratze genäht sind. Der Esel spricht mit dem Prota.

Wie interpretiere ich das?
Der Prota hat ein geistiges Problem, nimmt dafür wahrscheinlich auch die Pillen, die vermeintlich für Molly sind. Mit dem Vorschlaghammer hat er am Anfang der Geschichte jemanden im Garten getötet. Molly gibt es nicht wirklich. Sie ist nur eine Fantasyfigur, die er sich selber einredet. Was es jedoch mit dem Esel auf sich hat? Keine Ahnung. Ist er es selber? Eine weiterer Persönlichkeitssplitter von ihm?

Wie kannst du deinen Text verbessern?
- Schau dir die Kommaregeln an.
- Schau dir an, wie Dialoge formatiert werden.
- Versuch möglichst viele schwache / Hilfsverben zu streichen. Du nutzt häufig Konstruktion mit war, hat, macht. Das kann man anders ausdrücken, wodurch der Text schnell an Qualität gewinnt.

Das ist alles kein Hexenwerk. Du kannst es lernen. Nur nicht aufgeben.

BG
Calvin


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“Books aren't written - they're rewritten. Including your own. It is one of the hardest things to accept, especially after the seventh rewrite hasn't quite done it.” - Michael Crichton
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Tr1ckSh0t
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BeitragVerfasst am: 04.09.2018 16:24    Titel: Re pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Calvin

Ich bin immer wieder erstaunt wie sehr sich die Leute in diesem Forum doch mit den Texten ausseinandersetzen.
Der Text entstand in unheimlich kurzer Zeit und hat sich quasi von selbst geschrieben. Ich mochte die Stilmittel und die Art des Erzählens, fand ihn aber noch sehr roh und kantig, wesshalb er auch in der Werkstatt ist.
Desshalb vielen Dank für dein Umfassendes Feedback. Ich sitze gerade an der Überarbeitung und werde gleich eine neue Version anhängen. Danke vor allem für den Hinweis mit den Verben.

Zur Interpretation:

Warum hat er dieses Problem? Gibt es Hinweise?
Nimmt er die Pillen wegen seiner Probleme, oder sind sie deren Grund?
Hat er  zum ersten mal getötet? Oder tut er es öfter?
Und was soll das mit dem verdammten Esel??

Alles Fragen, die der Text offen lässt, die du jedoch sehr schön verknüpft hast. Immer wieder ist es interessant zu sehen wie die Rezipienten das Werk des Autors durch die Interpretation noch verbessern und vertiefen.

Freut mich, dass dir der Namenswechsel gefällt. Das war das erste mal, dass ich dieses Stilmittel ausprobiert habe, fand aber es war eine gute Idee und einen Versuch wert.
Die Frage mit dem Esel könnte ich dir natürlich beantworten, jedoch sind Interpretationen wie gesagt Ansichtssache, und deine Deutung gefällt mir unheimlich gut, wesshalb ich das mal so stehen lasse, mit einem großen Fragezeichen dahinter ^^.

Vielen Dank für deinen Kommentar und die ermutigenden Worte, jedoch habe ich die leise Ahnung, dass das Komma für immer mein größter Erzfeind bleiben wird.

LG
Trickshot


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Tr1ckSh0t
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BeitragVerfasst am: 04.09.2018 16:43    Titel: M I N R pdf-Datei Antworten mit Zitat

"Warum lernt man sowas nicht in der Schule?", murmelte er und schmiss den Vorschlaghammer in die Ecke.
Schule hatte er immer gehasst. Obwohl ihm die Arbeit den Schweiss auf die Stirn und Splitter in die Hand getrieben hatte, war es doch eine gewisse Befriedigung gewesen.
Er trat einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk zwischen den roten Ziegelsteinen der Gartenmauer.
Die Farbe passte gut. Molly würde sich sicher freuen. Schliesslich tat er das alles für sie.
Bei ihr wusste man nie genau, was sie von irgendetwas hielt, aber John verstand sie gut. Meistens zumindest. Die Dekorierung des Gartens, welche er den Tag über perfektioniert hatte, würde sie jedoch sicher zu schätzen wissen. John (oder Johnny) blickte auf seine Schuhe. Er hatte sie beim Arbeiten beschmutzt, doch etwas anderes fing seinen Blick.
Seine Hände sahen aus wie eine Leinwand.
Die wildesten Sachen in den verschiedensten Schriften standen darauf geschrieben oder gemalt, darunter immer wieder das Kürzel M I N R.
Er runzelte die Stirn und begann, nachdem er den Vorschlaghammer wieder aufhob, sich auf den Weg in sein Haus zu machen. Molly musste da sein, es war Sonntag. Warum bist du heute nicht in der Kirche gewesen?, fragte er sich und nahm sich fest vor es am nächsten Tag zu tun. Dann torkelte er mit schwankenden Schritten zur Wassserpumpe."Sonntag ist Ruhetag.", hatte sein Vater immer gesagt.
Doch für ihn gab es keine Arbeitspausen. Jim (oder Jimmy) hob den Vorschlaghammer unter den sprudelnden Wasserstrahl und wusch ihn.
Er wusste nicht, warum er das tat, aber das war okay. So etwas passierte ihm ständig. Er sei nicht die hellste Kerze auf der Torte, hatte sein Vater immer gesagt. Dabei mochte er nichtmal Torte.
Er wusste auch nicht, warum er so torkelte. Er würde sich einfach zu Molly ins Bett legen, dachte er sich, und schwankte vergnügten Schrittes auf das Haus zu. Die Tür stand offen. M I N R stand auch hier mit roten Buchstaben auf das verquollene Holz geschmiert. "Was dieses Mädchen immer für Unfug treibt..."
Dachte sich Jonas und trat ein.
Es war düster und schmutzig. Das Licht musste wohl schon vor langer Zeit abgestellt worden sein. Durch die herunterhängenden und zerbrochenen Jalousien drangen einzelne Lichtstrahlen in das Zimmer und beleuchteten die Staubpartikel in der Luft. Ein zertrümmerter Beamer lag in der Ecke. Das Geschirr stapelte sich und überall lagen Essensreste herum.
Zerbeulte Bierdosen und Weinflaschen, altes Gemüse, Chipstüten und ein haufen Zigarettenkippen dominierten das Zerkratzte Parkett. Das war sein Leben. Er arbeitete viel und Molly war ans Bett gefesselt. Das arme Ding. "Es ist okay," murmelte er, "wir haben einen schönen Garten."
Den Spiegel neben der Wohnzimmertür, welche leicht aus der Angel hing, durchzog ein großer Riss. Er sah genauso bekritzelt aus wie James Hand. Manches konnte er entziffern. "Der Beamer lügt!", "Spiegel abnehmen!" oder auch "Verzeihe ihm nicht!!! Darunter wieder "M I N R."
Jacks Blick wanderte zu dem zerkratzten Tisch in der Ecke. Er war überseht mit Pillen. Mollys Medikamente, dachte er sich. Das arme Ding.
"IIIIIH-AAAH", tönte es aus dem Wohnzimmer.
"Ich komme Schatz!" rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.
Er trat ins Wohnzimmer und erblickte Molly. "Die Weiber sind doch alle gleich." hatte sein Vater immer gesagt. Aber nicht Molly.
"IIIIH-AAAH"
"Ruhig, Baby."
Der Esel stand mitten in dem chaotischen und verdreckten Raum. Seine Beine steckten tief in der fleckigen Matratze und schienen darin eingenäht zu sein.
M I N R.
MOLLY IS NOT REAL.
"Was ist hier los?"
Molly zierten die seltsamsten Sprüche. Ihr Fell fehlte stellenweise und ihre Haut war rau und von Rissen durchzogen. Sie sah wirklich schlimm aus.
Das Tier blickte in den Spiegel an der gegenüberliegenden Wand.
Jerry blickte zurück.
"Du hast vergessen, wo du herkommst Jay", sagte der Esel.
Joe sah aus dem Fenster und erspähte die Körper, die Beine und die abgetrennten Köpfe zwischen dem rot gefärbten Gras.
"Wir haben wirklich einen schönen Garten."


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Calvin Tower
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Beiträge: 138



BeitragVerfasst am: 05.09.2018 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tr1cksh0t,

ja, das ist besser.

Ein Tipp, den ich hier erhielt und der mir sehr geholfen hat, lautet: Lass deinen Text ruhen, bevor du ihn veröffentlichst. Nach einigen Tagen oder Wochen Abstand fallen mir Fehler auf, die mir vorher durch gerutscht sind.
Ich denke so haben sich auch in deinen Text noch einige Flüchtigkeitsfehler rein geschlichen - beispielhaft:

Schweiss statt Schweiß, Schliesslich statt Schließlich oder auch Wassserpumpte statt Wasserpumpe. Gerold, die Rechtschreibprüfung des Forums, kann dir helfen, solche Flüchtigkeiten auszumerzen.

oder auch hier beispielhaft für falsche Formatierung von Dialogen:
Zitat:
"Ich komme Schatz!"KOMMA rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.



Schau dir auch mal an, wie Gedanken des Protas in anderer Literatur dargestellt werden. Hier gibt es einen Thread dazu.
Diese Form ist untypisch und verwirrt den Leser dadurch:
Zitat:
"Was dieses Mädchen immer für Unfug treibt..."
Dachte sich Jonas und trat ein.


BG
Calvin


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Ben Vart
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BeitragVerfasst am: 05.09.2018 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Ich komme Schatz!"KOMMA rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.



Man mag diese fehlende Komma zwischen wörtlicher Rede und dem anschließenden Verb grundsätzlich als Fehler ansehen, weil es der Duden nach der neuen deutschen Rechtschreibung fordert. Ich mag es nicht und mache es nicht.
Daher möchte eine Bresche gegen das Komma schlagen, wenn die wörtliche Rede mit einem Satzzeichen beendet wird. Es ist meines Erachtens eine Beleidigung fürs Auge, nach einem Frage- oder Ausrufezeichen mit anschließenden Anführungszeichen noch ein Komma zu setzen.
Bis zur so genannten Rechtschreibreform 1996 war das jeden falls unnötig und nicht vorgesehen. Daher weigere ich mich strikt, diesen Blödsinn mitzumachen.


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freundlich grüßt
Ben Vart
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Rainer Prem
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Wohnort: Wiesbaden


BeitragVerfasst am: 06.09.2018 05:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ben Vart hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
"Ich komme Schatz!"KOMMA rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.



Man mag diese fehlende Komma zwischen wörtlicher Rede und dem anschließenden Verb grundsätzlich als Fehler ansehen, weil es der Duden nach der neuen deutschen Rechtschreibung fordert. Ich mag es nicht und mache es nicht.
Daher möchte eine Bresche gegen das Komma schlagen, wenn die wörtliche Rede mit einem Satzzeichen beendet wird. Es ist meines Erachtens eine Beleidigung fürs Auge, nach einem Frage- oder Ausrufezeichen mit anschließenden Anführungszeichen noch ein Komma zu setzen.
Bis zur so genannten Rechtschreibreform 1996 war das jeden falls unnötig und nicht vorgesehen. Daher weigere ich mich strikt, diesen Blödsinn mitzumachen.


Hallo,

Rote Ampeln und durchgezogene Linien auf der Straße sind auch eine Beleidigung fürs Auge. Solange du alleine auf der Welt bist, darfst du die gerne auch ignorieren. Wenn du aber deinen Fahrstil jemandem anderes präsentieren musst, könnte diese Einstellung zum Verlust der Fahrerlaubnis führen...

Auf die Welt des Autoren übertragen: Wer sich nicht an Regeln hält, wird spätestens beim Versuch, eine Geschichte zu verkaufen, ernsthafte Probleme bekommen.

Grüße
Rainer
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Ben Vart
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Rainer für deinen Hinweis. Aber die Angst habe ich in diesem speziellen Fall nicht. Very Happy

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freundlich grüßt
Ben Vart
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SannyB
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BeitragVerfasst am: 07.09.2018 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tr1cksh0t,

ich finde, das ist ein sehr interessanter, unterhaltsamer und verrückter kleiner Text.

Der Namenswechsel ist mir nicht so aufgefallen, weil ich durch die Zusätze in der Klammer [John (oder Johnny), Jim (oder Jimmy)] zu abgelenkt und aus dem Tritt gebracht war.
Und die Zeichensetzung wurde ja schon korrigiert wink

Grüße,
Sanny
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Tr1ckSh0t
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Alter: 21
Beiträge: 83
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BeitragVerfasst am: 11.09.2018 18:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey SannyB

Danke für die Rückmeldung^^
mh...
Ich dachte durch die Zusätze fällt es vielleicht eher auf...
Ich werde überlegen ob ich sie vielleicht rausnehme!

Danke auch an Calvin, Ben und Rainer für die Korrektur meiner katastrophalen Zeichensetzung lol2.

LG
Trickshot


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herzstück
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Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 14.09.2018 20:33    Titel: Re: M I N R Antworten mit Zitat

Hallo Trickshot,

ich finde die Idee mit den verschiedenen Namen sehr gelungen, auch, dass alle mit "J" anfangen. Ganz sicher bin ich nicht, was es mit dem Johnny und dem Jimmy in Klammern auf sich hat. Wenn das keinen bestimmten Grund hat, sondern eher ein Zeichen von Unschlüssigkeit ist, würde ich das streichen.

Und ja, deine Zeichensetzung ist wirklich sehr originell Smile Hier sind noch ein paar Korrekturen/Vorschläge:

Tr1ckSh0t hat Folgendes geschrieben:
"Warum lernt man sowas nicht in der Schule?", murmelte er und schmiss den Vorschlaghammer in die Ecke.
Schule hatte er immer gehasst. Obwohl ihm die Arbeit den Schweissß auf die Stirn und Splitter in die Hand getrieben hatte, war es doch eine gewisse Befriedigung gewesen.
Er trat einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk zwischen den roten Ziegelsteinen der Gartenmauer.
Die Farbe passte gut. Molly würde sich sicher freuen. Schliessßlich tat er das alles für sie.
Bei ihr wusste man nie genau, was sie von irgendetwas hielt, aber John verstand sie gut. Meistens zumindest. Die Dekorierung des Gartens, welche er den Tag über perfektioniert hatte, würde sie jedoch sicher zu schätzen wissen. John (oder Johnny) blickte auf seine Schuhe. Er hatte sie beim Arbeiten beschmutzt, doch etwas anderes fing seinen Blick.
Seine Hände sahen aus wie eine Leinwand.
Die wildesten Sachen in den verschiedensten Schriften standen darauf geschrieben oder gemalt, darunter immer wieder das Kürzel M I N R.
Er runzelte die Stirn und begann, nachdem er den Vorschlaghammer wieder aufhob, sich auf den Weg in sein Haus zu machen. Vielleicht besser: Er runzelte die Stirn, hob den Vorschlaghammer auf und machte sich auf den Weg in sein Haus. Molly musste da sein, es war Sonntag. Warum bist du heute nicht in der Kirche gewesen?, fragte er sich und nahm sich fest vor Komma es am nächsten Tag zu tun. Dann torkelte er mit schwankenden Schritten zur Wassserpumpe."Sonntag ist Ruhetag. kein Punkt", hatte sein Vater immer gesagt.
Doch für ihn gab es keine Arbeitspausen. Jim (oder Jimmy) hob den Vorschlaghammer unter den sprudelnden Wasserstrahl und wusch ihn.
Er wusste nicht, warum er das tat, aber das war okay. So etwas passierte ihm ständig. Er sei nicht die hellste Kerze auf der Torte, hatte sein Vater immer gesagt. Dabei mochte er nichtmal nicht mal Torte.
Er wusste auch nicht, warum er so torkelte. Er würde sich einfach zu Molly ins Bett legen, dachte er sich,. und schwankte v Vergnügten Schrittes schwankte er auf das Haus zu. Die Tür stand offen. M I N R stand auch hier mit roten Buchstaben auf das verquollene Holz geschmiert. "Was dieses Mädchen immer für Unfug treibt..." Komma dachte sich Jonas und trat ein.
Dachte sich Jonas und trat ein.
Es war düster und schmutzig. Das Licht musste wohl schon vor langer Zeit abgestellt worden sein. Durch die herunterhängenden und zerbrochenen Jalousien drangen einzelne Lichtstrahlen in das Zimmer und beleuchteten die Staubpartikel in der Luft. Ein zertrümmerter Beamer lag in der Ecke. Das Geschirr stapelte sich und überall lagen Essensreste herum.
Zerbeulte Bierdosen und Weinflaschen, altes Gemüse, Chipstüten und ein hHaufen Zigarettenkippen dominierten das Zzerkratzte Parkett. Das war sein Leben. Er arbeitete viel und Molly war ans Bett gefesselt. Das arme Ding. "Es ist okay,"Komma murmelte er, "wir haben einen schönen Garten."
Den Spiegel neben der Wohnzimmertür, welcher leicht aus der Angel hing, durchzog ein großer Riss. Er sah genauso bekritzelt aus wie James' Hand. Manches konnte er entziffern. "Der Beamer lügt!", "Spiegel abnehmen!" oder auch "Verzeihe ihm nicht!!! Darunter wieder "M I N R."
Jacks Blick wanderte zu dem zerkratzten Tisch in der Ecke. Er war überseht übersät mit Pillen. Mollys Medikamente, dachte er sich. Das arme Ding.
"IIIIIH-AAAH", tönte es aus dem Wohnzimmer.
"Ich komme Komma Schatz!"Komma rief Jeff leicht verwirrt und taumelte zur Tür.
Er trat ins Wohnzimmer und erblickte Molly. "Die Weiber sind doch alle gleich.kein Punkt" Komma hatte sein Vater immer gesagt. Aber nicht Molly.
"IIIIH-AAAH"
"Ruhig, Baby."
Der Esel stand mitten in dem chaotischen und verdreckten Raum. Seine Beine steckten tief in der fleckigen Matratze und schienen darin eingenäht zu sein.
M I N R.
MOLLY IS NOT REAL.
"Was ist hier los?"
Molly zierten die seltsamsten Sprüche. Ihr Fell fehlte stellenweise und ihre Haut war rau und von Rissen durchzogen. Sie sah wirklich schlimm aus.
Das Tier Sie blickte in den Spiegel an der gegenüberliegenden Wand.
Jerry blickte zurück.
"Du hast vergessen, wo du herkommst Komma Jay", sagte der Esel.
Joe sah aus dem Fenster und erspähte die Körper, die Beine und die abgetrennten Köpfe zwischen dem rot gefärbten Gras.
"Wir haben wirklich einen schönen Garten."


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