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Was soll ich tun?

 

 
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 460
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 04.08.2020 13:55    Titel: Was soll ich tun? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich schreibe an einem Roman mit dem Titel "Die Auslese", bis mich hier im Forum jemand darauf hinwies, dass es einen Roman mit dem Titel bereits gibt.
Den Roman hab ich  mir bestellt, und ihn gelesen, und leider hat er viele Ähnlichkeiten mit meiner eigenen Idee.
Natürlich unterscheidet sich auch vieles, weil es eine ganz andere Idee ist als meines, aber leider ist vieles in dem Roman enthalten, was ich auch in meinem machen wollte.
Habt ihr das auch schon erlebt, dass ihr an einem Roman geschrieben habt und dann feststellen musstet, dass es etwas Ähnliches schon gibt?
Und was habt ihr dann getan? Weitergeschrieben oder aufgehört und euch einem neuen Roman gewidmet?
Bin nicht sicher ob ich weiterschreiben soll. Klar, mein Roman unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem anderen Roman, aber es gibt auch Gemeinsamkeiten
Ich weiß echt nicht was ich jetzt tun soll.
Den Titel hab ich geändert ,aber die Handlung will ich eigentlich nicht änder.
Mein Roman ist nicht identisch mit dem anderen Roman, aber ich habe viele ähnliche Ideen, wie ich beim Lesen dieses Romans leider feststellen musste.
Es gibt aber auch viele Unterschiede, also könnte ich auch weiterschreiben, die Frage ist nur, ob ein Verlag das nehmen würde, ob die dann nicht alle sagen: "Das erinnert uns zu sehr an den ROman "die Auslese" und das nehmen wir deswegen nicht."
Was würdet ihr machen?
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Thomas74
Geschlecht:männlichKlammeraffe

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BeitragVerfasst am: 04.08.2020 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, wenn es keine 1:1 Kopie ist, sehe ich da wenig Probleme. Ich könnte dir sofort eine Handvoll weiterer Bücher mit ziemlich ähnlicher Handlung aufzeigen. Ist doch in anderen Genres ähnlich. Auch der zwölfunddreissigste Mord-am-Strand-Thriller wird seine Leser finden.

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Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


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BeitragVerfasst am: 04.08.2020 19:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Thomas74

Nein, natürlich ist es keine 1:1 Kopie, mein Roman unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem "Die Auslese" Roman.
Es gibt zwar auffallende Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch viele Unterschiede.
Vielleicht hast du ja Recht, und ich kann es trotzdem mal mit dem Roman bei den Verlagen versuchen wenn er fertig ist.
Könnte ja sogar sein, dass viele Dystopieleser gerne Romane kaufen, die ein wenig Romanen, die sie schon gelesen haben, ähneln.
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 04.08.2020 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Den Titel solltest du schon ändern.

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LG
Ralphie
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 460
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 04.08.2020 19:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Ralphie

Den Titel habe ich schon geändert, sobald ich erfahren habe, dass schon jemand anderes den gleichen Titel verwendet hat.
Ist nicht so schlimm, mein neuer Titel passt auch gut zu der Handlung.
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 67
Beiträge: 4873
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BeitragVerfasst am: 04.08.2020 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, das ist auch rechtlich nicht erlaubt.

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LG
Ralphie
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 460
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 04.08.2020 20:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Deswegen hab ich den Titel ja geändert, eben weil das rechtlich nicht erlaubt ist. War eben Pech, dass schon jemand vor mir den gleichen Titel verwendet hat.
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Thomas74
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 46
Beiträge: 673
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 04.08.2020 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, das ist auch rechtlich nicht erlaubt.


Mit Zusatz wie "Die Auslese im Takatukaland," oder ähnlich wäre es erlaubt, würde aber einen Beigeschmack hinterlassen. Es gibt Wortmarken, wo sich eine Ähnlichkeit zu anderen Werken nicht vermeiden lässt. Beispiel "Wörterbuch Deutsch-Englisch"
Das wird dann als Wortmarke  in Kombination mit dem Verlagsnamen geschützt.


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Zirkusaffe
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 26
Beiträge: 32
Wohnort: Hoher Norden


BeitragVerfasst am: 04.08.2020 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Ändern des Titels sollte eigentlich alles in Ordnung sein. Das einzig weitere kritische wären vielleicht Figuren, die den selben Eigennamen tragen und dann auch noch frappierend ähnlich sind. Oder vermeintlich erfundene Orte/Länder usw., die sich ähneln.
Aber wie schon geschrieben wurde, das Rad erfinden die wenigsten neu. In Fantasy-Büchern hast du immer wieder agile Elfen und starke Zwerge, in Sci-Fi werden Warpantriebe benutzt, in vielen Krimis ist der Protagonist ein abgehalfeter Detektiv der alten Garde, geschieden und mit Alkoholproblem. Ähnlichkeiten sind normal.
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 671



BeitragVerfasst am: 05.08.2020 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wie heist es so schön: Gute Künstler kopieren - große Künstler stehlen. Razz
Es spielt keine Rolle, wer als erster eine Idee hatte, sondern wer sie am besten ausführt.

Um den Titel würde ich mir (abeseits des Selfpublishing) keine großen Gedanken machen. Das zu recherchieren und ggf. anzupassen, ist Sache des Verlegers.
Im Übrigen ist nicht jeder Titel automatisch geschützt. Er muß hinreichend originell sein, was bei Ein-Wort-Titeln oft verneint wird. (Bei rund 100'000 Büchern pro Jahr wären sonst schnell sämtliche Wörter, die es gibt, aufgebraucht.)


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"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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Rodge
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 568
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde mir die Frage stellen, ob ich jetzt noch unbefangen zu Ende schreiben kann (da du ja den anderen Roman gelesen hast und nicht alles mögliche ändern solltest, nur damit dein Text anders ist). Dann würde ich weiter schreiben und da du ja scheinbar das Manuskript Verlage/Agenten anbieten willst, sollen die doch entscheiden, ob es passt. Wenn du selbstbewußt auftreten willst, kannst du ins Exposé schreiben, dass es Ähnlichkeiten zum Roman xyz gibt (das wäre nur dann ein Problem, wenn das andere Buch ein Flop war).

Grüße
Rodge
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 460
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 09.08.2020 10:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Zirkusaffe

Ja, ich denke auch, dass mit dem Ändern des Titels alles in Ordnung ist, und  mein neuer Titel klingt ja auch sehr gut und passend.
Ist natürlich blöd, wenn schon vorher jemand auf meinen ersten Romantitel kam, aber sowas kommt eben vor und dann muss man es eben ändern.

@Rodge

Nun, ich denke schon, dass ich noch unbefangen weiterschreiben kann, ich werde mich genau an die Story halten die ich im Kopf habe, und dann unterscheidet es sich doch in vielerlei Hinsicht von dem Roman den ich schreibe
Und vielleicht sollte ich das mit den Ähnlichkeiten zu dem anderen Roman wirklich ins Exposee schreiben, ein Flop war das andere Buch ja nicht. Die sehen dann ja schon auch die Unterschiede zwischen den beiden Romanen und falls sie Dystopien gut finden, nehmen sie meine vielleicht.

@Maunzilla

Dieser Roman den ich gelesen habe, ähnelte ja auch sehr den Tributen von Panem.....ist also gut möglich, dass Dystopien sich im Allgemeinen alle ein wenig ähneln....weil das Muster der Handlung sich oft gleicht.
Was den Titel betrifft, meinen neuen Romantitel wollte ich eigentlich nicht benutzen(Die Selektion statt die Auslese) weil das Wort Selektion ja auch historisch gesehen sehr negativ behaftet ist.
Vielleicht ist es aber gerade passend in einem Roman über eine brutale rechte Diktatur.
Die Auslese hätte mir besser gefallen, aber da es das schon gibt, nehme ich eben "Die Selektion".
Die Leser interessieren sich ja sicherlich mehr für die Handlung eines Romans als für den Titel.
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Zirkusaffe
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

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Beiträge: 32
Wohnort: Hoher Norden


BeitragVerfasst am: 09.08.2020 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Bezüglich des Erwähnens der Änhlichkeiten mit besagtem anderen Roman wäre ich vorsichtig. Meines Erachtens nach könnte das, solltest du noch kein etablierter, mehrfach veröffentlichter Autor, hochtrabend wirken, egal wie gut deine eigene Geschichte sein mag. Und da ist es dann eigentlich eher negativ, wenn der anderer Roman ein Erfolg war, das wirkt dann wie "Ach, dieser Neuling hält sich bereits für so gut" o.ä. Vielleicht ein wenig paranoid von mir, aber ich befürchte, dass das eher ein frühes Kriterium zum Aussortieren sein könnte.
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Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3357
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 09.08.2020 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zirkusaffe hat Folgendes geschrieben:
Bezüglich des Erwähnens der Änhlichkeiten mit besagtem anderen Roman wäre ich vorsichtig. Meines Erachtens nach könnte das, solltest du noch kein etablierter, mehrfach veröffentlichter Autor, hochtrabend wirken, egal wie gut deine eigene Geschichte sein mag. Und da ist es dann eigentlich eher negativ, wenn der anderer Roman ein Erfolg war, das wirkt dann wie "Ach, dieser Neuling hält sich bereits für so gut" o.ä. Vielleicht ein wenig paranoid von mir, aber ich befürchte, dass das eher ein frühes Kriterium zum Aussortieren sein könnte.


Man wird aber oft gefragt bzw. angeregt, seine Vorbilder zu nennen und womit man sein Werk vergleichen könnte. Da kann man auch ruhig erwähnen, wenn es unbeabsichtigte Ähnlichkeiten gibt und worin die Unterschiede bestehen. Es ist ja kein Qualitätsvergleich ("Ich schreibe wie Stephen King, nur viel besser"), sondern bezieht sich auf Inhalt und Thematik.
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Zirkusaffe
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 26
Beiträge: 32
Wohnort: Hoher Norden


BeitragVerfasst am: 09.08.2020 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Zirkusaffe hat Folgendes geschrieben:
Bezüglich des Erwähnens der Änhlichkeiten mit besagtem anderen Roman wäre ich vorsichtig. Meines Erachtens nach könnte das, solltest du noch kein etablierter, mehrfach veröffentlichter Autor, hochtrabend wirken, egal wie gut deine eigene Geschichte sein mag. Und da ist es dann eigentlich eher negativ, wenn der anderer Roman ein Erfolg war, das wirkt dann wie "Ach, dieser Neuling hält sich bereits für so gut" o.ä. Vielleicht ein wenig paranoid von mir, aber ich befürchte, dass das eher ein frühes Kriterium zum Aussortieren sein könnte.


Man wird aber oft gefragt bzw. angeregt, seine Vorbilder zu nennen und womit man sein Werk vergleichen könnte. Da kann man auch ruhig erwähnen, wenn es unbeabsichtigte Ähnlichkeiten gibt und worin die Unterschiede bestehen. Es ist ja kein Qualitätsvergleich ("Ich schreibe wie Stephen King, nur viel besser"), sondern bezieht sich auf Inhalt und Thematik.


Wenn dies vom Verlag angeregt wird, dass man es im Anschreiben erwähnen soll, oder schon ein Verlagsgespräch stattfindet, womit die ersten Hürden ja auch schon genommen sind, sehe ich da auch kein Problem damit.
Nur ungefragt beim ersten Kontakt würde ich das nicht zwangsläufig erwähnen, um keine schlafenden Hunde zu wecken oder einen falschen Eindruck zu vermitteln.
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Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3357
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 09.08.2020 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zirkusaffe hat Folgendes geschrieben:


Wenn dies vom Verlag angeregt wird, dass man es im Anschreiben erwähnen soll, oder schon ein Verlagsgespräch stattfindet, womit die ersten Hürden ja auch schon genommen sind, sehe ich da auch kein Problem damit.
Nur ungefragt beim ersten Kontakt würde ich das nicht zwangsläufig erwähnen, um keine schlafenden Hunde zu wecken oder einen falschen Eindruck zu vermitteln.


Man findet solche Hinweise auch bei den allgemeinen Empfehlungen von Verlagen und Agenturen zur Manuskripteinreichung. Sie dienen nämlich zur ersten Orientierung, wie man das Angebot einordnen kann. Es ist also nicht schädlich (sofern es diese Vergleichswerke überhaupt gibt - der Autor kann ja nicht alles kennen), sondern hilft u. U., gleich den richtigen Lektor zu finden.
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V.K.B.
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Beiträge: 2839
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 09.08.2020 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

"The Hunger Games" (dt: Die Tribute von Panem) hat ja schon jemand erwähnt. Wurde ein Riesenerfolg, auch wenn Battle Royale zuerst da war (und mMn auch das um Klassen bessere Buch über erzwungene Gladiatorenkämpfe unter Jugendlichen ist (für die Verfilmungen gilt selbiges)). Das zeigt doch, dass ein Buch immer noch ein Riesenerfolg werden kann, selbst wenn die gleiche Idee vorher schon jemand besser gemacht hat. Battle Royale war im Westen nur ziemlich unbekannt und vielen auch zu krass und realistisch, so dass eine weichgespülte Fantasy-Version der Idee dann kommerziell besser ankam.

Du musst im Erfolgsfall nur damit leben, dass das halbe Internet "Plagiat!" schreit. Hat dem Erfolg von Hunger Games aber ja auch keinen Abbruch getan.

Suzanne Collins behauptet, sie habe Battle Royale nicht gekannt, als sie Hunger Games geschrieben habe. Was durchaus möglich ist und zeigt, dass das anderen auch passiert, um auf deine Frage vom Anfang zurückzukommen.

Add: anderes Beispiel, das mir mal passiert ist: Ich hatte für eine Rollenspiel Konvention ein SciFi-Abenteuer geschrieben, das auch gut ankam. Ein paar Wochen später sah ich eine Outer Limits Episode, die so ziemlich exakt den gleichen Plot hatte. Spielte nur auf einem anderen Planeten (und meins auf der Erde), aber die Grundidee, Soldaten durch Gehirnwäsche und Halluzinogene einen einheimischen Feind als außerirdische Invasion zu verkaufen, um die Kampfmoral zu erhöhen, war exakt die gleiche. Und ich war heilfroh, dass die Outer Limits Episode nicht ein paar Wochen eher im Fernsehen gelaufen war.  
Also: Ja, sowas passiert also nicht nur dir.


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Mumienfreund
Schmierfink


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 09.08.2020 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ideen sind grundsätzlich nicht schützbar.


Bei den meisten Jugend-Unterhaltungsroman-Dystopien der neueren Zeit sind die Vorgaben enger, als bei Liebesromanen oder Krimis. Eigentlich steht von vornherein steht fest, dass die dystopische Welt:
a) schlechter ist, im Vergleich zur heutigen
b) das Volk unterdrückt wird durch
c) bösen Usurpator/Aliens/Armee/Monarchie/Feudalismus/Diktatoren/sonstige Machtelite
d) eine (kleine) Gruppe junger Einzelkämpfer sich auflehnt und
e) das Herz der Bevölkerung gewinnen und letztendlich
e) das System zu Einsturz bringen wird für
f) eine bessere Welt

Bei den Werken, die ich so in letzter Zeit gelesen habe, ist der Hauptprotagonist meist eine Frau und die Story mit einer Lovestory garniert oft durften/mussten sie sich gegenseitig abschlachten.  

Insgesamt also wenig Spielraum, wenn dein Manuskript genau in dieses Kerbe haut.     
 
Ich würde mir folgende Fragen stellen.

Wo sind die Gemeinsamkeiten – was ist bei mir anders.
Wo habe ich die Schwerpunkte gesetzt.
Gibt es bei mir Alleinstellungsmerkmale, die trotz allseits bekannten Plots neu und gleichzeitig so attraktiv sind, dass die Leser auch bei mir zugreifen.

Ich denke, da gib es durchaus Möglichkeiten, das Setting entsprechend anzupassen, ohne komplett neu schreiben zu müssen, trotzdem drängen sich bei diesem engen Rahmen zwangsläufig Vergleiche auf. Auch das von dir genannte Werk musste sich bereits diese Kritik gefallen lassen.
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