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Graue Schimmer - Szene 1


 
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FallenxFay
Schreiberassi

Alter: 15
Beiträge: 50



BeitragVerfasst am: 06.10.2019 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kirsche,

dein Text klingt nach genau der Sorte Buch, die ich am liebsten lese und ich werde gerne weiterlesen Very Happy  Ich bin mir nicht sicher ob ich mit 15 das Recht habe zu kritisieren, also sage ich was mir gefallen hat. Ben macht mich gleich neugierig und auch, dass man kleine Details über Maja, wie dass sie gerne zeichnet so unterschwellig erfährt gefällt mir. Irgendwie erzeugt der Text für mich einen gewissen Reiz. Man hat die sehr schön dargestellte Stimmung im ersten Kapitel und den kleinen Hinweis auf Alice. Ich finde es auch nicht besonders schlimm, dass diese Stimmung im zweiten Kapitel nicht mehr da ist, denn auch Maja selbst kehrt mit Schulanfang ja in die Normalität zurück. Desweiteren ist Ben ein neues kleines Rätsel. Dieser Misch aus Stimmung, Nomalität und den außergewöhnlichen Dingen gefällt mir. Trotzdem habe ich irgendwie ein Problem. Das erste Kapitel ist so fein ausgearbeitet und wenn ich das zweite lese, fehlt mir irgendwie eine gewisse Tiefe. Ich habe das Gefühl, dass du viele Ereignisse/ Infos so schnell wie möglich erzählen wolltest. Zumindest passiert mir das immer und wenn ich das mache, merke ich bei meinen Texten die gleiche fehlende Tiefe. Vielleicht helfen ein paar Details, Gefühle oder Umgebungs Informationen.  Alles in allem finde ich die ersten beiden Kapitel sehr ansprechend und freue mich wie es weitergeht Smile
Vielleicht nimmst du meine Meinung auch nicht besonders ernst. "Nur ein Kind." und so aber ich dachte ich melde mich mal zu Wort Very Happy

Liebe Grüße und bitte weiterschreiben
Fay


_________________
Wie findet ihr es? Gerne Verbesserungen:) bald gehts weiter
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Kiara
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 39
Beiträge: 733
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 06.10.2019 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
"Nur ein Kind."


Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand so denkt. Schon gar nicht unter diesen Menschen hier.

Stell dein Licht nicht unter den Scheffel oder lass dich auf dein Alter zusammenschrumpfen smile Hau in die Tasten! Viel Spaß!
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 369
Wohnort: Port Baris


BeitragVerfasst am: 07.10.2019 07:36    Titel: Antworten mit Zitat

Kiara hat Folgendes geschrieben:
FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
"Nur ein Kind."


Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand so denkt. Schon gar nicht unter diesen Menschen hier.

Stell dein Licht nicht unter den Scheffel oder lass dich auf dein Alter zusammenschrumpfen smile Hau in die Tasten! Viel Spaß!


Genau!!!!!!!!


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Amarenakirsche
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 26
Beiträge: 226
Wohnort: tief im Westen


BeitragVerfasst am: 17.10.2019 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe FallenxFay,

es tut mir so leid - irgendwie habe ich nicht gesehen, dass es neue Antworten gab, und jetzt ist dein Beitrag schon über eine Woche alt.
Zu allererst: Reduzier dich nicht auf dein Alter! Deine Meinung ist unglaublich viel wert! Und hier ist dein Alter ja sogar von Vorteil: Du bist (eventuell) Teil der Zielgruppe des Romans. smile Vielen vielen Dank also für das Lob und die Anregungen.

Ich glaube, ich neige wirklich oft dazu, die Infos zu schnell zu erzählen und dabei vergesse ich die wichtigen „kleinen“ Dinge, die die Stimmung erzeugen.

Euch allen Danke für die wertvollen Tips! Ich überarbeite fleißig smile
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Logan
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 40



BeitragVerfasst am: 29.10.2019 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Das erste Kapitel liest sich sehr flüssig und ich war schnell in der Geschichte drin. Es ist viel Handlung und Dialog in deinem Schreibstil und der Anfang der Geschichte ködert den Leser. Ich bin gespannt wies weitergeht.
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Amarenakirsche
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 26
Beiträge: 226
Wohnort: tief im Westen


BeitragVerfasst am: 29.10.2019 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Logan,

vielen Dank! smile Ich hab schon gar nicht mehr mit Antworten gerechnet.
Dass du die Handlung und den Dialog hervorhebst, freut mich besonders.

Der Ausschnitt, der jetzt folgt, ist der Anfang des fünften Kapitels. Hier sollen erste Hinweise darauf gegeben werden, wer Ben wirklich ist. In den vorherigen Szenen hat er den Kontakt zu Maja unterbrochen, weil diese etwas Ungewöhnliches an ihm bemerkt hat, er seine wahre Identität aber nicht offenlegen wollte.
Mich würde interessieren, ob es sich flüssig liest und ob die Figuren nachvollziehbar handeln. Danke!
__________________________

Außer Atem hechtete Maja die Treppen zum Naturwissenschaftsflur hinauf. Ausgerechnet heute musste sie verschlafen! Ihr Magen rebellierte und sie wusste nicht, ob es am Rennen lag oder daran, dass sie gleich mit Ben den Vortrag halten musste. Was, wenn er immer noch nicht mit ihr sprach?
Maja schaffte es mit dem Klingeln in den Bioraum. Ben saß bereits auf seinem Platz, Stifte und Block ordentlich vor sich ausgebreitet. Herr Grewe stand startbereit vor der Klasse. Alle Gesichter wandten sich ihr zu.
„Tschuldigung.“ Ohne aufzusehen huschte sie auf ihren Stuhl und kramte in der Tasche nach ihrer Biomappe und den Karteikarten.
„Guten Morgen.“
Die Stimme kam von rechts. Von Ben. Sie biss die Zähne zusammen und hielt den Kopf gesenkt.
Er räusperte sich. „Ich habe dich nicht sehr nett behandelt, oder?“
Maja starrte auf die Tischplatte. „Bio stinkt“ hatte jemand darauf gekritzelt und „L+T 4ever“.
„Es tut mir leid. Ich hatte… andere Dinge im Kopf, die meine Zeit beansprucht haben.“
„Ach ja? Was denn?“
Ben fuhr sich durch die Haare. „Das würdest du nicht verstehen.“
Sie bemühte sich ruhig zu bleiben. Dachte er, sie wäre blöd? Sag doch einfach, dass ich dir zu langweilig bin.
„Nein, das bist du nicht.“
Hatte sie das laut gesagt?!
„Es liegt nicht an dir…“
„Guten Morgen alle miteinander“, unterbrach der Lehrer Bens Erklärungsansatz. „Wir fangen direkt mit den Vorträgen an. Zuerst möchte ich die Gruppe mit der Pupille nach vorne bitten.“
Zwei Jungen und ein Mädchen standen auf. Sie nestelte hektisch an ihren Karteikarten herum. Maja sah sich um und alle wirkten erleichtert, nicht den Anfang machen zu müssen.
„Hör zu“, redete Ben auf sie ein. „Ich kann hier nicht reden, aber wenn du willst, erzähle ich dir in der Pause, was los ist.“ Er ballte die Hand zur Faust. „Obwohl du es gar nicht wissen darfst.“
Sie starrte auf die Vortragenden, doch die Gesichter verschwammen vor ihren Augen. Wovon redete er?
„Kommst du mit auf den Schulhof nach der Stunde?“
Maja zögerte, dann nickte sie.
Ben atmete erleichtert aus. Der Vortrag rauschte an Maja vorbei. Nach wenigen Minuten klatschten alle und die drei setzten sich erleichtert wieder auf ihre Plätze.
„Jetzt die Gruppe mit der Iris, wenn ich bitten darf.“ Herr Grewe nickte ihnen zu.
Maja trat mit wackeligen Beinen vor und begann. Sie musste sich dazu zwingen, ihre Mitschüler beim Reden anzusehen. Amir und Timo beugten sich in der letzten Reihe über ihre Smartphones und kicherten über irgendeinen Post. Maja stockte und verlor den Faden. Mit zitternder Stimme begann sie den Satz von Neuem. Ben neben ihr präsentierte seine Punkte so souverän, als würde er nie etwas anderes machen. Maja beäugte ihn neidisch.
Endlich war es vorbei und sie saß wieder am Fenster. Die nächste Gruppe trat vor. Geschafft. Die folgenden Vorträge zogen sich in die Länge wie der Knetschleim, den Eva ein paar Wochen zuvor im Kindergarten gemacht hatte, aber immerhin beruhigte sich Majas Herzschlag wieder.

Als es klingelte, folgte sie Ben auf den Schulhof. Sie zappelte vor Neugier. Er führte sie in die Ecke hinter der Turnhalle, in der die Oberstufenschüler heimlich rauchten, und sah sich bei jedem Schritt um, als glaubte er, jemand könnte sie beobachten.
Endlich blieb er stehen und atmete tief durch. „Wo soll ich anfangen?“
Die Haare auf Majas Armen stellten sich erwartungsvoll auf.
„Du weißt ja, dass ich neu bin. Naja, und ich bin nicht zufällig bei euch an der Schule.“
Sie wartete.
„Ich habe eine Aufgabe. Ich soll etwas herausfinden, was mit einem Lehrer zu tun hat. Mehr kann ich dir nicht verraten, aber es geht sehr wahrscheinlich um Herrn Grewe.“
„Du beschattest Herrn Grewe? Was hat er denn getan?“
Ben verzog das Gesicht. „Das kann ich dir nicht sagen.“
Ihre Hände kribbelten, als steckten sie in einen Ameisenhaufen. „Bist du ein Detektiv? Oder ein Geheimagent?“
„Nein.“
„Ein Spion?“
„Nein.“ Ben blickte in den Himmel, als stünde dort die Antwort geschrieben.
„Was dann?“
Er suchte nach den richtigen Worten. „Ich habe dir erzählt, dass ich keine Farben sehen kann. Also… das war nur die halbe Wahrheit. Ich kann zwar keine Farben erkennen, aber dafür Dinge, die ihr nicht seht.“
„Wir?“
„Alle anderen.“ Er sah ihr tief in die Augen, als er fortfuhr. „Ich kann sehen, was Leute fühlen. Alle aus meiner Familie können das.“
Maja starrte ihn sprachlos an.
„Heute Morgen zum Beispiel waren alle, die vorne standen, ganz pink vor Nervosität. Auch die, die sehr selbstbewusst wirken. Du musst dir also nicht so viele Sorgen machen.“
Blinzelnd merkte Maja, dass er auf eine Reaktion wartete. „Moment mal. Versuchst du gerade, mir zu erklären, dass Gefühle wie Farben aussehen?“
„Genau! Ich weiß nicht, wie pink für dich aussieht, aber für mich ist es meistens Nervosität. Wenn es lila wird, eher Angst.“
„Und was fühle ich gerade?“
Er runzelte die Stirn. „Bei dir geht es seltsamerweise nicht.“
Ein beklommenes Gefühl breitete sich in Majas Magen aus. „Du machst dich lustig über mich.“
„Was? Nein!“
Sie trat einen Schritt zurück und schlang die Arme um den Körper. „War das dein Plan? Mich eine Woche lang ignorieren und dann plötzlich wieder ankommen und mich zum Idioten machen? Gleich läufst du zu den anderen und machst dich darüber lustig, dass ich auf so einen Quatsch hereinfalle.“
Er starrte sie an.
„Es mag ja sein, dass ich mehr Fantasie habe als manche hier, aber das gibt dir nicht das Recht, mich vorzuführen.“ Heiße Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie fuhr herum – er sollte sie auf keinen Fall weinen sehen.
„Maja! Lass es mich erklären!“
Sie schüttelte wild den Kopf und rannte davon.

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Bunt Speck
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Beiträge: 369
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BeitragVerfasst am: 30.10.2019 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Amarenakirsche,

für mich liest es sich flüssig, aber es fehlt mir - wie auch beim letzten  Textabschnitt - die Stimmung und Dichte des ersten Textabschnitts. Es wirkt auf mich ... wie soll ich sagen ... schludriger, weniger ausgefeilt.
Die Charaktere handeln schon überzeugend, wenn nicht sogar etwas klischeehaft. Bei der Szene am Ende, wo Maja weinend davonläuft, hatte ich gleich einen japanischen Zeichentrick-Moment vor Augen ...

Am Anfang springt auch der Dialog für mich so, dass ich erst durch einen zweiten Blick folgen konnte, wer jetzt was sagt. Das fand ich schwierig.

Insgesamt, denke ich, könnte der Abschnitt ein wenig mehr sprachliche Präzision vertragen ... oder einfach mehr Überarbeitung, bevor er hier eingestellt wird. Es sind einige Wiederholungen drin, die dir bei mehrmaligem Lesen sicher auch auffallen. Das gilt nicht unbedingt für die Dialogstellen, die bei Teenagern ja durchaus ein wenig schludrig, unpräzise ... also umgangssprachlich sein dürfen.

Grundsätzlich finde ich es schon stimmig, aber der Zauber vom Anfang ist für mich irgendwie raus. Hast Du den ersten Abschnitt länger reifen lassen, bevor Du ihn eingestellt hast?

Viele Grüße
Bunt


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Amarenakirsche
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BeitragVerfasst am: 01.11.2019 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bunt Speck,

vielen Dank, dass du immer wieder hierher zurückkommst. Und danke für deine Kritik.
Ich bin ein wenig enttäuscht (von mir!), dass der Ausschnitt auf dich schludrig und unausgereift wirkt. Die erste Version der Szene ist im April 2018 entstanden und seitdem habe ich sie immer wieder überarbeitet. Das soll jetzt keine Rechtfertigung sein, ich weiß nur nicht so richtig weiter.

Zitat:
der Zauber vom Anfang ist für mich irgendwie raus

Das ist so schade. Aber es liegt für dich vor allem an der Sprache und der Atmosphäre, richtig? Das klappt echt nicht so gut, wie ich gehofft hatte.
Könnte ich dazu auch den Plot verändern, um es zu verbessern? Ich finde es so schwierig, die "Enthüllung" greifbar zu machen, weil Ben ja einfach nur berichtet...

Und dass die Figuren manchmal zu klischeehaft handeln, ist mir auch aufgefallen. Confused
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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 01.11.2019 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Amarenakirsche,

das liegt nicht am Plot, sondern mir gegenüber vor allem - denke ich - an der Thematik. Der Anfang hatte für mich noch so ein paar fantastische und gruselige Elemente ... und mittlerweile ist es eine High-School-Teenie-Story, was mich einfach nicht mehr so packt. Dafür kannst Du also nichts. Das lese andere sicher gerne, aber mit Love-Story-Mystery-Schulleben-Geschichten bin ich nicht leicht zu ködern.
Also nicht verzagen: Ich bin nicht die Zielgruppe.

Was aber schon ausbaubar ist, ist die Stimmung. Ich hatte das Gefühl, dass Du in der ersten Textstelle mehr Wert auf kleine atmosphärische Details gelegt hast. So, dass das Bild oder die Szene mehr vor meinem Leserauge war, als es bei den späteren Textstellen der Fall war ... das meinte ich mit mehr "Dichte". Da braucht es gar nicht viel, einfach ein paar kleine Details ... sowas wie ... "Maja musste die Augen zusammenkneifen, weil sie die Frühlingssonne blendete" ... oder "die Geräusche des Schulhofs wurden leiser, als Maja mit Ben um die Ecke bog" ... also eben so kleine Einschübe, die das Umfeld erlebbar machen. Ich denke, Du weißt schon, was ich meine.

Und eben die Sprache. Die Erzählstimme könnte hier mehr Feinheit, Präzision und Abwechslung vertragen, weniger Umgangssprache. Dann wirkt es auch nicht mehr schludrig.

An sich wirkt es zumindest auf mich nicht wie eine Plastik-Disney-High-School-Welt, sondern mehr wie eine Schulhof-Fack-Ju-Göthe-Welt, also etwas ehrlicher und vertrauter ... und das finde ich gut.

Ich schaue mir alles gleich nochmal an und suche eine für mich klassisch-schludrige Stelle.

Grüße Bunt


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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 01.11.2019 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

So, ich versuchs mal:


Maja hechtete die Treppen hinauf. Der Naturwissenschaftsflur war wie leer gefegt. Waren etwa schon alle in den Klassenzimmern? Ausgerechnet heute hatte sie verschlafen! Heute, wo sie den Vortrag mit Ben halten sollte. Ihr Magen rebellierte. Lag das am Rennen oder an der Nervosität wegen des Vortrags? Sie konnte nur hoffen, dass Ben wieder mit ihr sprach. Völlig außer Atem schlitterte Maja vor die Klassenzimmertür. Sie hielt einen Augenblick inne, dann drückte sie die Klinke. Gerade noch rechtzeitig. Maja schlüpfte in den Bioraum, als es zur Stunde klingelte. Ben saß bereits auf seinem Platz, Stifte und Block ordentlich vor sich ausgebreitet. Alle saßen auf ihren Plätzen. Herr Grewe stand vor der Tafel, startbereit. Und alle blickten Maja an. Sie schluckte, rang sich ein unschuldiges Lächeln ab und presste ein „Tschuldigung“ hervor. Ohne aufzusehen drückte sie sich an ihren Klassenkameraden vorbei zu ihrem Stuhl, setze sich und kramte ihre Biomappe und die Karteikarten hervor. Herr Grewe räusperte sich und begann endlich mit dem Unterricht. Maja atmete tief durch.
„Guten Morgen“, kam es von rechts. Von Ben.
Maja biss die Zähne zusammen und hielt den Kopf gesenkt.
„Ich habe dich nicht sehr nett behandelt, oder?“, flüsterte er.
Maja starrte auf die Tischplatte. „Bio stinkt“ hatte jemand darauf gekritzelt und „L+T 4ever“.
„Tut mir leid. Ich hatte … andere Dinge im Kopf.“
„Ach ja? Was denn?“ Maja machte ein Grimasse.
Vorne klackte Herr Grewes Kreide über die Tafel.
Ben fuhr sich durchs Haar und sah Maja direkt an. „Würdest du nicht verstehen.“
Hielt er sie für blöd? Maja bemühte sich, ruhig zu bleiben, ihren Blick fest auf den Tisch gerichtet. "Sag doch einfach, dass ich langweilig bin", dachte sie.
„Nein, bist du nicht", raunte Ben.
Maja erschrak. Hatte sie das doch laut gesagt?!
„Es liegt nicht an dir…“, fuhr er fort.


Das habe ich jetzt enfach mal ein wenig umgestellt und erweitert. Was meinst Du?

Grüße
Bunt


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BeitragVerfasst am: 01.11.2019 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bunt Speck,

ich kann mich gar nicht oft genug bedanken, dass du dir so viel Zeit für den Text nimmst. smile
Dein Eindruck ist so, wie ich das beabsichtigt hatte. Es soll wenn möglich einen realistischen Schulalltag zeigen, der im weiteren Verlauf aufgebrochen und infrage gestellt wird. Nämlich, wenn die fantastischen Elemente dazukommen. Fack-Ju-Göthe-Welt ist also nicht verkehrt.

Deine Version hat mir echt ein paar Stellen aufgezeigt, an denen ich die Szenerie recht eindimensional dargestellt habe. Ich denke, das meinst du mit Dichte?
Gerade die ersten Sätze gefallen mir richtig gut. smile Ich hoffe, ich bekomme irgendwann auch einen Blick dafür. Irgendwie fällt mir das im Moment selbst noch zu wenig auf.

Vielen Dank! Ich versuche, dazu zu lernen.
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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 01.11.2019 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, das meinte ich mit Dichte.
Und, gern geschehen. Freut mich, wenn ich helfen kann.
... und, natürlich bekommst Du das auch hin. Im ersten Teil war es ja da. Ich stelle mir immer vor, ich stehe neben der Protagonistin in der Szene und höre, rieche und sehe, was sie wahrnimmt. Das sind dann nur kleine Details, aber die sind ... zumindest für mich ... wichtig, um als Leser die Szene zu spüren.


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