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Kaltfront mit Steak

 
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Michel
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

@Veith: Ich glaube, detailverliebt bin ich häufiger - und freue mich wie ein Kind, wenn etwas davon ankommt. Im Nachhinein habe ich noch ganz andere Bilder für die Wolken im Kopf. Ja, ist eine Momentaufnahme, vermutlich mit etwas zu viel Personal - aber weniger hätte die Szene zu wenig gefüllt.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

@TraumLos: Etwas abgründiger wäre mir lieber gewesen. Das kippt allerdings schnell ins Zu-Absurde, da geht mir die untergründige Stimmung verloren, dieses etwas pathetische Leben der Ideale, kurz bevor sie zusammenbrechen. Schön, wenn die Figuren sichtbar werden, ich sehe die Martins mit Hipsterbart, wie aus dem Mey&Edlich-Katalog.
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Michel
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

@femme-fatale: Grebe habe ich mir gleich angesehen. Da blieb mir das Lachen gründlich stecken. (Obwohl ich keinen Hipsterbart habe und noch nie Sushi probiert habe.) Ja, diese untergründige Angst vor der Bedeutungslosigkeit dessen, was man tut (zumindest höre ich das bei Grebe raus), die hätte ich gern im Text. Danke für die Punkte!
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

@Schlomo: Der Ramadan hat mich fünf Minuten gekostet, viereinhalb davon in der Reflexion, ob ich jetzt auch irgendwie politisch unkorrekt schreibe. Blöde Selbst-Hemmung. Schön, wenn das Bild funktioniert.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

@Tjana: Nebenbei beschrieben - das gefällt mir. Ich selbst hätte gern noch weniger Geplätscher, aber bisher ist jeder Versuch, das herauszumeißeln, gescheitert. Mal sehen. Auch Dir danke für die Bewertung, das ehrt mich!
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

@firstoffertio: Der nicht genannte Sturm ist wohl der Angst geschuldet, die Vorgaben zu verletzen - möglichst viel Abstand halten.
Zitat:
Die eigentliche Geschichte kommt bei mir eher nebensächlich an.
Bei mir auch, aber s.o. - vielleicht gelingt mir das mit etwas Abstand.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

@hobbes: Danke für den Blick auf die Perspektive. Nee, soll aus Johannas Sicht geschrieben sein, aber das geht tatsächlich etwas unter. Nicht umsonst holt sie sich gleich mehrmals Kartoffelsalat. Nur wenn ich davon am Anfang zu viel erwähne, ist das Ende ganz sicher keine Überraschung mehr.
Message? Das maße ich mir nicht an. Eher der Versuch, ein Stimmungsbild einzufangen, in dem Ökohäuser und Korkböden den verzweifelten Versuch darstellen, das Leben zu kontrollieren, mit App und Schadstoffmessung. Und wo es dann vielleicht doch nicht klappt mit dem Kind. Mir plätschert das noch einen Tick zu oberflächlich, das sollte eher die Maskerade sein.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

@Constantine: Conrad lauerte eher im Hintergrund. Der Bezug hätte mit etwas mehr Zeit besser Platz finden können. Das Trennende, wenn Lebenswege auseinanderlaufen.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

@Uwe: Stimmt, keine Handlung. Das kommt raus, wenn ein U-Schreiber auf E macht. Laughing Und dann doch wieder, für mich: Eine Trennung, eine Nicht-Schwangerschaft, eine Doch-Schwangerschaft, die ein paar Weichen ganz neu stellen wird.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

@Eliane: Ja, auf die Überschrift bin ich auch ein bisschen stolz. Ursprünglich sollte die ganze Geschichte solche absurden Zusammenhänge bekommen. "Beiläufig" - gern, aber unter dem Beiläufigen wünsche ich mir selbst noch etwas mehr Drama, wie subtil auch immer.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

@Heidi: Das kommt davon, wenn ich mal kein Blut spritzen lasse. lol Der Schluss? Der schrieb sich selbst, ich bin unschuldig. Und dabei habe ich nicht mal eine Katze.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

@gold: Was fortgerissen wird, ist für mich noch mehr: Der Zusammenhalt eines Pärchen-Kleeblatts, das gerade getrennte Wege geht. Die Grillparty als Abschluss einer Lebensphase, in der sich die künftige Sprachlosigkeit schon abzeichnet.
Der Schluss wurde schon mehrfach angesprochen - siehe oben. Vielleicht bekomme ich ihn noch eingefangen.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

@shatgloom: Ich habe es nicht darauf angelegt, die Leute sympathisch zu zeichnen, aber das kostet wahrscheinlich anfangs auch Leserinteresse. Für mich sind das auch langweilige Figuren, die versuchen, etwas zu sein und sich ihrer eigenen, immer drohenden Lächerlichkeit nur am Rand bewusst sind. Das hat für mich etwas Tragikomisches. "Steril" trifft es genau, dieser sterile Lebensentwurf mit Ökohaus und Eisprung-App. Fuck-App-Night, sozusagen. Embarassed
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

@Lapidar: Das ging wohl auch anderen so. Kurzer Text, sechs Figuren, von denen nur drei überhaupt sichtbar werden - kein Musterbeispiel an Übersichtlichkeit.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

@TZH: Wo beginnt für Dich eigentlich der Twist? Beim Steak? Beim "Morgen wird sie es ihm sagen"?
Das Geflecht - das zieht sich durch die Rückmeldungen durch. Vielleicht kriege ich das noch etwas sortierter. Superklar müsste es für mich gar nicht sein, die Geschichte besteht ja im Wesentlichen aus den Gedanken der Protagonistin.
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

@Rieka: Überflieger? Das interessiert mich. Meinst Du damit, der Text überfliegt seine Figuren nur, ohne zu landen?
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

@Holg: Interessant, auf die "Fremdverbandelt"-Variante wäre ich selbst nicht gekommen. Wo siehst Du das?
Schräge Sprachbilder: Schräg im Sinne von "geht so eigentlich gar nicht" oder "ungewöhnlich"?
Danke fürs Rückmelden trotz Zeitknappheit und technischer Probleme!
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

@fabian: Kurz und knapp - Danke!
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holg
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
@Holg: Interessant, auf die "Fremdverbandelt"-Variante wäre ich selbst nicht gekommen. Wo siehst Du das?
Schräge Sprachbilder: Schräg im Sinne von "geht so eigentlich gar nicht" oder "ungewöhnlich"?
Danke fürs Rückmelden trotz Zeitknappheit und technischer Probleme!

Johanna ist ziemlich sicher schwanger. Die Bemerkung über das Kleid, die Fressattacke, die Schwängerungsfixierung der Gastgeber.
Dann ist die ganze Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben. Ihr Blick auf die beiden beinahe identischen Martins. Aber wirklich im Fokus steht Zwo. Er scheint interessanter, wichtiger zu sein als ihr Martin. Dann, warum wird so deutlich heraus gearbeitet, dass er gerade getrennt ist, also verfügbar? Und was will sie ihrem Martin morgen sagen? Dass sie schwanger ist? Aber nicht von ihm? Dass sie sich trennt? Und lieber mit Zwo zusammen ist?
Das ungefähr ging mir beim Lesen durch den Kopf.

Das mit den Sprachbildern ist immer eine Abwägungssache, manchmal eine Gratwanderung. Das oben zitierte ist eher nicht so gelungen.


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Michel
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

O.k., jetzt komme ich nach. Verblüffend. (Für mich.) Mir ging es eher um die sich auseinander bewegenden Lebenswege: Ein Paar getrennt, eins mit Haus, aber ohne Kind, eins ab morgen mit Kind.  (Oder auch getrennt, aber das wollte die Geschichte anders als ich.)
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rieka
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
@Rieka: Überflieger? Das interessiert mich. Meinst Du damit, der Text überfliegt seine Figuren nur, ohne zu landen?

Ach Michel, wenn ich das bloß  genau wüsste.
Ich hab  ja oben schon geschrieben, dass ich nicht so recht herausfinden konnte, weswegen ich deinen Text so wahrnehme. Aber ich kann dir einfach ein paar Überlegungen dazu schildern.

Liegt es vielleicht daran, dass der Text nicht durchgängig eindeutig an einem Protagonisten festgemacht ist?
Anfangs gehe ich innerlich mit Johanna. Der größte Teil des Blickwinkels geht auch von Johanna aus. Hin und wieder springt er jedoch und ich erfahre mehr über einzelne Andere, ohne dass ich diese Informationen über diese Anderen aus Johanna herauskommend lokalisiere. Dann springe ich raus. Nicht aus der Szene, aber aus der Emotion.
Mit Johanna kann ich am ehesten mitschwingen, oder, wie man so schön sagt, mich identifizieren. Es könnten ihre Wahrnehmungen und ihre Gedanken sein, die im Text aufgebaut sind. Sind sie sicher weitgehend, aber an manchen Stellen eben nicht. Wie schon gesagt.

Es könnte natürlich auch ein darüber schwebender, überfliegender, auktorialer Erzähler (Beobachter) die Geschichte rüberbringen, der zwar sehr differenziert, weise, interessiert, aber mit Abstand teilnehmend sich dieses Geschehen dort und das Leben der Einzelnen anschaut. Dann gehe auch ich als Leserin in Abstand, geh ins Draufschauen, verbinde mich mit keinem, sondern schaue mir sezierend die verschiedenen Menschlein an.

Michel, lass mal das >nur< weg. Also >Der Text überfliegt seine Figuren nur, ohne zu landen. Das kommt dem näher.

Oder vielleicht anders und gleichzeitig treffender:
die Protagonistin Johanna überfliegt ihre Freunde in ihrer Wahrnehmung, ohne zu landen.
Wenn Letzteres der Fall wäre, was offenbar von dir nicht angestrebt war, aber passend wäre, (oder war es doch so von dir angestrebt?) dann lebt die Schwangere in ihrer Welt und erlebt ihr drum herum zwar relativ detailliert zerlegend, ohne dieses drum herum aber emotional aufzunehmen. Sie könnte dann vielleicht so sehr in ihrem Bauch sein, so eingesponnen, dass die gesamte aufmerksame Beobachtung nebensächlich würde und auf das ihr Wesentliche zulaufen würde:
>Morgen wird sie ES ihm sagen.<    Das Grundthema des Ganzen, das Drumherum wäre nur um sie herumgleitendes Beiwerk.

Also Johannas Thema wäre dann:
Ich bin schwanger.
Nicht in Worten, sondern als nicht verbalisiertes, noch undifferenziertes, unfertiges Gefühl, einem Fötus gleich in seiner eigenen Welt.


Wenn ich mir meine jetzige Antwort an dich so durchlese, unsicher bin ich nach wie vor, würde ich sagen: der auktoriale Erzähler sollte darauf achten, dass die Beobachtungen und Gedanken immer konsequent Johanna zugeschrieben werden können.

Schön, dass du mich noch einmal gefragt hast, du bringst mich dazu, deinen Text und meine Lesart noch einmal genauer anzuschauen. Kann man damit eigentlich auch einmal fertig werden?
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Michel
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BeitragVerfasst am: 16.10.2017 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Kann man damit eigentlich auch einmal fertig werden?
Vermutlich läuft sich jede Betrachtung an irgendeinem Punkt tot. Zum Glück habe ich vorher nachgefragt - vielen herzlichen Dank für Deine detaillierten Überlegungen! Mit denen im Kopf kann ich mir den Text noch einmal anders durchsehen.
Vielleicht bin ich selbst noch zu wenig entschieden. In größeren Werken versuche ich, die personale Perspektive streng einzuhalten, in Kurzgeschichten gerät mir (ohne so detaillierte Planung, wie Du mir freundlicherweise unterstellst) oft eine distanziertere Sicht der Dinge hinein, bis hin zum manchmal etwas spöttischen auktorialen Erzähler, der Geschichte und Figuren nicht ganz ernst nimmt. Und hier? Hm, beim Schreiben war ich eigentlich bei Johanna, bin aber schnell ablenkbar.
Muss ich sacken lassen. Danke noch mal.
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