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Die Kontrolle eines Traums


 

 
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Dustin Sherman
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 34
Beiträge: 2
Wohnort: Bremen


BeitragVerfasst am: 09.05.2017 14:00    Titel: Die Kontrolle eines Traums eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Tag Zusammen,

Viel gibt es zu dem Text nicht zu sagen, höchstens dass es sich bei dem Titel noch um einen eher vorläufigen Arbeitstitel handelt. Ansonsten wäre ich erfreut wenn ich mich vor konstruktiver Kritik kaum noch retten könnte. Außerdem ist vielleicht zu beachten, dass es sich hierbei um meinen ersten beitrag handelt. Sollte ich also Regeln oder andere Dinge nicht beachtet haben, freue ich mich auch hier um Feedback. Ansonsten viel Vergnügen mit Buchstaben und Leerzeichen.



Die Kontrolle eines Traums

Er stand seinem Ziel so nah wie nie. Niemals zuvor standen die Zeichen so gut wie heute seit seiner mittlerweile 23 Jahre währenden Arbeit. Noch nie zuvor hatte es so wenig Probleme oder negative Anzeichen im Vorfeld gegeben. Er wusste dass es heute klappen würde, er hatte es schon beim Aufwachen gewusst, ja er hatte sogar davon geträumt. Endlich würde er sehen was sie sah, hören was sie hörte, fühlen was sie fühlte und vielleicht sogar noch einen Schritt weiter gehen können. Er schaltete den Apparat an, legte sich auf die Pritsche und schlief erwartungsfroh ein.

Da war es wieder. Und doch war es dieses Mal anders. Intensiver und plötzlicher. Sie konnte sich kaum noch auf ihre Arbeit konzentrieren aber die Listen mussten heute validiert und versendet werden. Viel hing davon ab vielleicht sogar mehr als sie ahnte. Doch wie sollte sie ihrem Land in diesem Zustand dienlich sein, wenn sie sich kaum auf ein einzelnes Wort konzentrieren konnte. Was war bloß los mit ihr? Zwei Stunden später wachte sie schlaftrunken und erschöpft auf. Hatte sie auf der Arbeit geschlafen? Nie zuvor war ihr das passiert. Müde und verwundert lief sie in Richtung Mensa und beschloss die Geschehnisse vorerst für sich zu behalten. Geschlafen hatte sie gut und ausreichend letzte Nacht, auch wenn ihr ihr Traum sehr absonderlich vorkam, jetzt wo sie darüber nachdachte. Der restliche Nachmittag verlief ohne weitere Zwischenfälle und es war ihr sogar möglich gewesen einen Teil der Arbeit des Vormittags zu erledigen. Auf dem Weg nach Hause dachte sie über die Vorkommnisse des Tages nach. Bis zum heutigen Tag hatte sie die Vorfälle dieser Art als Migräne eingestuft, aber das heute war anders gewesen. Ganz anders.

Er konnte es immer noch nicht fassen. Aber es war geschehen. Schweissgebadet und mit zitternden Händen war er aufgewacht. Er begann sich zu sammeln und das soeben Geschehene zu verarbeiten. Er hatte es geschafft. Nicht nur hatte er ihre Sinne wahrnehmen können, fast zwei Stunden lang war er sogar in der Lage gewesen grob ihre motorischen Fähigkeiten zu kontrollieren. Danach hatte sich der Apparat aufgrund von Überhitzung heruntergefahren und er war aufgewacht. Er begann sich an die Arbeit zu machen und die Ereignisse der vergangenen Nacht zu dokumentieren. Die Informationen an die er gelangt war, waren zwar nicht von höchster strategischer Bedeutung jedoch konnte er sich sicher sein dass seine Vorgesetzten den Nutzen seiner Arbeit für die Regierung und ihr Land erkennen konnten und einer Weiterführung des Projekts zustimmen würden. Und seine Vermutung sollte sich bestätigen. Als er die Ergebnisse am Nachmittag präsentierte war man voll des Lobes für seine Arbeit und erwähnte nicht nur einmal welch großen Dienst er seinem Vaterland geleistet hätte und noch leisten würde. Doch so sehr er auch wollte er konnte die Lobhuldungen nur schwerlich in dem Ausmaß geniessen wie er es sich gewünscht hatte. Es waren wohl die Folgen der erfolgreichen Nacht, weshalb er nun unter Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Migräne litt. Auch aus diesem Grund beschloss er heute nacht den Apparat nicht in Betrieb zu nehmen und in seinem eigenem Bett zu schlafen.

Noch nie zuvor war ihr so etwas wieder fahren. Es schien ihr als hätte sie in der gestrigen Nacht eine Fortsetzung ihres Traums aus vorangegangener Nacht geträumt. Wieder war sie an demselben Ort gewesen, doch war sie dieses mal nicht allein gewesen. Männer in Uniformen waren dort und schienen ein freudiges Ereignis zu feiern für welches sie verantwortlich zu sein schien. Als sie sich ihrem Traum langsam bewusst wurde hatte ihr Wecker angefangen zu klingeln. Später am Tag machte sie eine weitere merkwürdige Entdeckung. Irgendwer oder irgendetwas war gestern an ihrem Computer aktiv gewesen. Es waren keine schwerwiegenden Eingriffe. Listen wurden geöffnet und wieder geschlossen ohne jedoch manipuliert worden zu sein. Das Merkwürdigste daran war jedoch die Tatsache, dass die Ereignisse genau in den Zeitraum ihres gestrigen Tagschlafs fielen. Doch konnte sie sich heute deutlich besser auf ihre Arbeit konzentrieren und hatte am Abend ihr gestriges Defizit ausgeglichen weshalb sie beschloss den Ereignissen keine zu hohe Bedeutung einzuräumen.

Obwohl man mit seiner Arbeit zufrieden schien wollte man ihn aber auch nicht vergessen lassen dass diese noch lange nicht beendet war. Man erwarte konkrete Zahlen und Fakten die dem Land dienlich sein würden. Er versuchte ihnen zu verdeutlichen dass eine behutsame Vorgehensweise von langfristigen Vorteil sein würde und die Integrität seiner Zielperson schützen würde. Man nickte als würde man verstehen und gab ihm zwei weitere Tage beziehungsweise Nächte um verwertbare Informationen zu liefern. Zwei Nächte? Sie hatten nichts verstanden. Doch alle Proteste waren vergebens. Er begann die Einstellungen vorgestriger Nacht zu optimieren und das Problem der Überhitzung zu lösen. Als die Sonne schon lange untergegangen war und die meisten seiner Kollegen sich bereits in den Feierabend verabschiedet hatten begann für ihn erst der ernste Teil seiner Arbeit. Doch er war nicht im Ansatz so motiviert wie vor zwei Tagen. Es war zu wenig Zeit um sie einerseits nicht in Gefahr zu bringen und andererseits nicht ihren Verdacht zu wecken. Besorgt schaltete er den Apparat ein und legte sich schlafen.

Der Tag hatte normal begonnen doch während sie frühstückte begann es wieder. Ihr Blick wurde verschwommen, ihre Glieder schwer und sie konnte kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Unter Anstrengung versuchte sie zum Telefon zu gehen um sich zum ersten mal in 23 Jahren Arbeit krank zu melden. Doch soweit sollte es nicht kommen. Nach zwei Schritten wurde ihr schwarz vor Augen und sie brach zusammen.

Er hatte es von ihrem Haus, durch die Sicherheitskontrollen bis in ihr Büro geschafft und weitest gehend jeglich menschlichen Kontakt vermieden. Er hatte Angst. Angst davor zu versagen aber mehr noch Angst davor sie in Gefahr zu bringen. Auch wenn ihm bewusst war dass sie für den Feind arbeitete hatte er doch im Laufe seiner Arbeit mit ihr eine gewisse Zuneigung ihr gegenüber entwickelt. Er blickte auf seine Hände und erschrak als ihm bewusst wurde dass es nicht die seinen waren. Zurück aus seinen Gedanken begann er sich an die Arbeit zu machen.

Ihr Nacken schmerzte als sie langsam erwachte. Es war schon wieder passiert. Doch was war passiert? Sie stürzte ein Glas Wasser und versuchte die Ereignisse des Tages zusammenzufassen. Doch es gab nichts zusammenzufassen. Sie war heute morgen in ihrer Wohnung zusammengebrochen und nun über acht Stunden später in ihrem Büro aufgewacht. Was war passiert? War sie schlafgewandelt? Nichts schien einen Sinn zu ergeben. Ihre Schicht war so gut wie zu Ende und sie erlaubte sich ein wenig früher nach Hause zu gehen und eine ihrer überzähligen Überstunden abzubauen. Nachdem sie ein halbwegs schmackhaftes Fertiggericht zu Abend gegessen hatte begann sie die Erlebnisse der letzten Tage zusammenzufassen. Alles begann damit dass sie sich während der Arbeit schwer konzentrieren konnte bis schließlich zu der Ohnmacht vor zwei Tagen und schlussendlich dem Zusammenbruch heute. Und dann waren da auch noch diese merkwürdigen Träume. Jedes mal war sie in einer Art Labor gewesen doch sie konnte nicht sagen welchem Zweck es diente geschweige denn was die Träume zu bedeuten hatten. Und doch liess sie das Gefühl nicht los dass all dies in einem Zusammenhang stand. Beunruhigt aber gespannt ob sie wieder denselben Traum haben würde ging sie zu Bett.

Seine Augen schmerzten. Seit dem er aufgewacht war fasste er die gesammelten Daten zusammen und versuchte gleichzeitig etwaige Schuldgefühle aus der Welt zu reden. Er war müde und konnte sich nur schwer konzentrieren.

Und tatsächlich. Da war sie wieder. Inmitten dem selben Labor welches sie aus ihren vorigen Träumen bereits kannte. Sie sass an einem Computer und schien Daten zusammenzufassen. Sie versuchte sich auf die Daten zu konzentrieren, doch scheiterte und alles verschwamm zu einem hellen Grau. Als die Konturen wieder langsam deutlicher wurden versuchte sie es ein zweites mal und erschrak. Sie kannte diese Daten. Sie selbst hatte sie validiert und zusammengefasst. Doch was hatten diese in ihrem Traum verloren. Sie versuchte sich zu bewegen doch es bedurfte mehr Anstrengung als sie vermutet hatte. Die Welt vor ihr verschwamm.

Wo er gerade eben noch dachte alles wäre wieder gut wurde es nun schlimmer als zuvor. Er konnte kaum noch etwas erkennen. Benommen wollte er Richtung Waschbecken gehen doch die Kraft verließ ihn und er brach erschöpft auf dem Boden zusammen.

Plötzlich war alles ganz klar. Sie erschrak. Wo war sie? Und was war das? Es war definitiv zu real für einen Traum. Bemüht stand sie auf und blickte sich um. Alles war wie in dem Träumen davor, doch diesmal war es kein Traum. Oder doch? In der Ecke befand sich ein Waschbecken und einem Spiegel. War sie wirklich sie selbst? Neugierig ging sie langsam auf den Spiegel zu und erschrak als sie ankam. Das war definitiv nicht sie. Die Person die sie erblickte war ein Mann mittleren Alters in einem weißen Laborkittel. Er war nicht unattraktiv und für eine Sekunde malte sie sich aus was wohl passieren hätte können, hätten sie sich unter anderen Umständen kennen gelernt. Sie musste lächeln doch als sie erkannte dass auch der Mann im Spiegel lächelte versteinerte sich ihre Miene schlagartig. Sie wandte sich ab und schaute sich um. Auf dem Schreibtisch lagen verteilt Akten und erst jetzt wurde ihr bewusst dass alles in der Landessprache des Feindes verfasst. Durch ihre Tätigkeit für die Regierung war sie der Sprache mächtig und nahm sich eine der Akten die ihre Neugier geweckt hatte. Als sie die Akte aufschlug gefror ihr Blut. Das erste Blatt zeigte ein Bild von ihr, darunter ihr Name und ihre Position. Sie blätterte weiter. In diesem Ordner stand alles über sie. Ihre gescheiterte Ehe, ihr früh verstorbener Vater bis hin zu ihrem ersten Haustier, einem Goldfisch. Ängstlich legte sie die Akte zur Seite und nahm sich ein neue zur Hand. Diesmal schien es um ein wissenschaftliches Projekt zu gehen. Während die meisten Seiten Skizzen und wissenschaftliche Formeln enthielten die sie nicht verstand befassten sich einige Seiten mit einer groben Zusammenfassung und dem Ziel des Projekts. Gespannt las sie alles in Ruhe durch während sich ihre Miene weiter verfinsterte. Sie schloss die Akte und versuchte ihre Gedanken zu sammeln. Dies musste ein Ende finden und zwar noch heute. Sie fragte sich ob sie wohl Schmerz empfand in diesem Zustand und zwickte sich in den Arm. Der Schmerz war so real wie alles um sie herum. Sie kalkulierte wie lang es noch dauern würde bis der Wecker in ihrer Zeitzone sie hoffentlich wieder zurück in ihre Welt holen würde und schmiedete einen Plan.

Er wachte auf und wusste sofort was passiert war. Er versuchte seine Gedanken zu ordnen, was er in seinem Leben falsch gemacht hatte und wie es dazu kommen konnte. Ein letztes mal dachte er an die Hypothese dass er die Frau die er ausgenutzt hatte unter anderen Umständen kennengelernt hätte und was wohl hätte passieren können wenn die Dinge nicht so wären wie sie sind. Er empfand keine Wut oder hegte Hass ihr Land oder gar gegen sie. Im Gegenteil er war froh dass sein Schicksal die gerechte Strafe für sein Vergehen war. Das Blut strömte langsamer aus seinem Arm, und er wurde schwach. Das Feuer um ihn herum wärmte ihn.

Ein allerletztes mal betrat sie ihr Büro. Ihre Kündigung war in Anerkennung an die Dienste die sie ihrem Land im Kampf gegen seine Feinde erwiesen hatte angenommen worden. Als sie ihr Büro mit ihren persönlichen Dingen verließ sah sie ein letztes mal zu ihren Kollegen hinüber die gebannt um einen Fernseher standen und die Nachrichten um einen Großbrand in einer Forschungsanlage im Land des Feindes verfolgten. Entspannt und befreit ging sie nach Hause und packte ihre Sachen. Ihre Mutter war froh, dass sie sie auf dem Land besuchen wollte. Als sie die Stadt in ihrem Wagen verließ und das Grau langsam in Grün wechselte fühlte sie sich endlich frei. Alles wirkte wie in einem Traum.

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Tjana
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 61
Beiträge: 1930
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BeitragVerfasst am: 09.05.2017 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dustin,
habe interessiert zu lesen begonnen und dann irgendwo aufgehört.

Es ist lang, sehr lang. Da bleibe ich nur, wenn die Geschichte oder die Figuren fesseln. Dieser Text aber erzählt sehr viel, ohne mir die Personen nahe zu bringen. Nach meinem Gefühl erleben die Figuren nicht, sondern ein externer Erzähler berichtet mir, was ablief.
Da hat dann das aus dem Titel gekommene Interesse irgendwann nicht mehr gereicht ...


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Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Telica
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 40
Beiträge: 62
Wohnort: Wassenberg


BeitragVerfasst am: 09.05.2017 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wage mich auch mal an ein Kommentar. Das Thema gefällt mir, aber es ist wirklich sehr kühl erzählt, die Bilder im Kopf fehlen mir- genauso wie die Kommata, was ich gut verstehen kann Wink
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Tarrantio
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 35
Beiträge: 17
Wohnort: Langenhagen


BeitragVerfasst am: 09.05.2017 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dustin, mir geht es ähnlich wie Tjana - Du fängst gut an, lässt aber schnell nach. Mich holt das Geschriebene nicht vollends ab, obwohl das Thema ansich sehr interessant klingt. Die Personen und das Erlebte bleiben mir zu flach und du gehst dann einen Tick zu schnell weiter. Zudem solltest du die Benutzung von Kommas und ggf. Semikolons überdenken wink
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Yorinde
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 34
Beiträge: 169
Wohnort: Stendal


BeitragVerfasst am: 12.05.2017 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dustin,
ich möchte mich auch noch zu Wort melden. Grundsätzlich finde ich diese Handlung, diese Story mit der Kontrolle interessant.
Wie meine Vorgänger schon geschrieben haben, kann auch ich keine Beziehung zu deinen Figuren aufbauen. Du erklärst mir alles mögliche (und unmögliche), aber du lässt es mich nicht erleben. Sogar deine Figuren erleben nicht aktiv, sondern passiv, teilweise im Rückblick. Überdenke noch mal deine Perspektive, diese ständigen Wechsel zwischen ihm und ihr, ohne Namen zu nennen oder mich sonst irgendwie mit der Figur bekannt zu machen, sind sehr verwirrend.
Ein Beispiel.

Zitat:
Später am Tag machte sie eine weitere merkwürdige Entdeckung. Irgendwer oder irgendetwas war gestern an ihrem Computer aktiv gewesen.


Warum erklärst du mir, was an ihrem Computer passiert ist, anstatt es mich miterleben zu lassen? Setze sie doch an den Computer, lass sie überrascht (oder entsetzt) feststellen, dass das Bearbeitungsdatum ihrer letzten Datei sich geändert hat oder sonstwas. Aber dadurch wäre ich als Leser mittendrin im Geschehen und nicht nur Randbeobachter.

Was deine Formulierungen abgeht, könntest du auch noch mal den Rotstift ansetzen. Wink

Zitat:
Er stand seinem Ziel so nah wie nie. Niemals zuvor standen die Zeichen so gut wie heute seit seiner mittlerweile 23 Jahre währenden Arbeit. Noch nie zuvor hatte es so wenig Probleme oder negative Anzeichen im Vorfeld gegeben. Er wusste dass es heute klappen würde, er hatte es schon beim Aufwachen gewusst, ja er hatte sogar davon geträumt. Endlich würde er sehen was sie sah, hören was sie hörte, fühlen was sie fühlte und vielleicht sogar noch einen Schritt weiter gehen können. Er schaltete den Apparat an, legte sich auf die Pritsche und schlief erwartungsfroh ein.


Zitat:
Noch nie zuvor war ihr so etwas wieder fahren (widerfahren). Es schien ihr als hätte sie in der gestrigen Nacht eine Fortsetzung ihres Traums aus vorangegangener Nacht geträumt. Wieder war sie an demselben Ort gewesen, doch war sie dieses mal nicht allein gewesen. Männer in Uniformen waren dort und schienen ein freudiges Ereignis zu feiern für welches sie verantwortlich zu sein schien. Als sie sich ihrem Traum langsam bewusst wurde hatte ihr Wecker angefangen zu klingeln. Später am Tag machte sie eine weitere merkwürdige Entdeckung. Irgendwer oder irgendetwas war gestern an ihrem Computer aktiv gewesen. Es waren keine schwerwiegenden Eingriffe. Listen wurden geöffnet und wieder geschlossen ohne jedoch manipuliert worden zu sein. Das Merkwürdigste daran war jedoch die Tatsache, dass die Ereignisse genau in den Zeitraum ihres gestrigen Tagschlafs fielen. Doch konnte sie sich heute deutlich besser auf ihre Arbeit konzentrieren und hatte am Abend ihr gestriges Defizit ausgeglichen weshalb sie beschloss den Ereignissen keine zu hohe Bedeutung einzuräumen.


Ich gebe zu, ich hab es ein bisschen übertrieben mit der Farbe. Laughing
Aber siehst du das Dilemma? Wiederholungen, Konjunktiv und Plusquamperfekt en masse. Das liest sich einfach nicht flüssig und ist wahrscheinlich ein wesentlicher Grund, warum viele (auch ich) unterwegs aufgeben. Das geht besser! Daumen hoch
Lass dich nicht entmutigen. Kein Text ist in der ersten Version druckreif. Ich wünsch dir ganz viel Freude und Erfolg beim Überarbeiten und Weiterschreiben!
Yorinde
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Syon
Geschlecht:männlichSchneckenpost

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BeitragVerfasst am: 14.05.2017 13:35    Titel: Die Kontrolle eines Traumes Antworten mit Zitat

Hallo Dustin!

Mir fehlt hier einfach der Spannungsbogen und was die Wortwiederholungen angehen muss ich mich leider der Meinung, des vorigen Kritikers anschließen.
Dahingehend musst du deinen Text überarbeiten.
Leider hat mich der Text gar nicht gepackt und ich musste mich sehr quälen um die Geschichte zu Ende zu lesen.
Also auf ein Neues!
Beim nächsten Mal wird es sicher besser!


Lieber Grüsse
Syon


_________________
Signatur: Sunshine
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Michel
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Beiträge: 3393
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Das bronzene Bühnenlicht Das goldene Niemandsland
Der silberne Durchblick Der silberne Spiegel - Prosa


BeitragVerfasst am: 15.05.2017 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Darf ich ehrlich sein? Mich verlierst Du in Satz vier, durch ein Problem, das sich nach meiner Wahrnehmung durch den ganzen Text zieht.

Die zugrunde liegende Idee gefällt mir ausgesprochen gut! Die Geister, die ich rief - die Manipulation schlägt auf den Manipulator zurück - der katastrophale Schluss in beinahe lapidarer Haltung berichtet: Daraus lässt sich etwas machen.

Wo bleibe ich hängen?
Zitat:
Er stand seinem Ziel so nah wie nie.
Behauptet der Autor.
Zitat:
Niemals zuvor standen die Zeichen so gut wie heute seit seiner mittlerweile 23 Jahre währenden Arbeit.
Behauptet der Autor und schiebt mir zwischendurch noch die Info über die Forschungsdauer unter.
Zitat:
Noch nie zuvor hatte es so wenig Probleme oder negative Anzeichen im Vorfeld gegeben.
Behauptet ... genau.
Zitat:
Er wusste dass es heute klappen würde, er hatte es schon beim Aufwachen gewusst, ja er hatte sogar davon geträumt.
... bekomme ich auch nicht durch ein Erleben der Figur mit, sondern ... behauptet der Autor.
Das mag böse klingen, aber es ist tatsächlich genau das, was mich aus der Geschichte reißt und die Figuren farblos wirken lässt. Du "filmst" die Szene, hast vermutlich ziemlich genaue Bilder im Kopf, aber es gelingt mir kaum, mich in die Figuren einzufühlen, sie bleiben Abziehbilder. Und damit uninteressant.
Gerade noch einmal durchgelesen: Ab dem zweiten Textabschnitt gehst Du näher heran. Trotzdem bleiben mir die Figuren fremd. Auch hier begegnen mir eingeschobene Informationen, die Gedanken lesen sich nicht wie Gedanken der Figuren, sondern wie ein Skript, das die Figuren vorlesen. Dass Du innerhalb der Textblöcke auf Absätze verzichtest, trennt zwar die beiden Perspektiven gut voneinander, aber es macht die Blöcke auch schwer lesbar. Mitten im Text ein "zwei Stunden später", aber durch die Textaufteilung fehlt genau dieser ... ja, Absatz.
Noch so ein Satz, der für mich zeigt, wo Du mich verlierst:
Zitat:
Müde und verwundert lief sie in Richtung Mensa und beschloss die Geschehnisse vorerst für sich zu behalten.
Mir wird also berichtet, dass sie müde ist und etwas beschließt. Auktoriale Erzählhaltung. Aber wenige Zeilen darüber bist Du in ihrem Kopf. Dieses Hin-Her der Perspektive finde ich schwer zu lesen und es entfernt mich von der Figur. Die Figur denkt (weiter unten) nicht nach, Du behauptest, dass sie nachdenkt.

Fazit: Prima Grundidee, die in der Umsetzung noch klemmt, aus meiner Sicht an Perspektivbrüchen, zu viel Behauptungen und einer teilweise ungünstigen Gestaltung der Textblöcke. Ich finde, es lohnt sich, daran zu feilen.
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Dustin Sherman
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 34
Beiträge: 2
Wohnort: Bremen


BeitragVerfasst am: 30.05.2017 13:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

Vielen Dank für das ehrliche und konstruktive Feedback. Ihr habt mir alles wirklich sehr weiter geholfen. Sobald ich die Geschichte überarbeitet habe stelle ich sie gerne noch mal online.
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