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Der Kopf eines Autors


 

 
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 718
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 24.01.2017 15:55    Titel: Der Kopf eines Autors eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schlecht oder Recht, was meint ihr?

_______________________________


    Platz da, hier komme ich!
    Weltretterin, Idealistin, ungeduldig – ja, erst einmal die Leute aussteigen lassen, wie ich es gelernt habe. Wie es jeder anständige, halb-intelligente Mensch gelernt haben sollte! Erst alle raus, dann alle rein. Klingt einfach, ist offenbar aber ziemlich schwer. Ich bin verleitet einem hässlichen, rothaarigen Jungen ein Bein zu stellen, der drängelt und pöbelt und ich stelle mir genüsslich vor, wie er voll auf die Fresse fliegt. Hach, Befriedigung, du seltener Zustand! Ich entschließe mich den Jungen ziehen zu lassen, ist mit seinem Gesicht schon genug gestraft. Wahrscheinlich würde ein Sturz es nur besser machen und das war echt nicht meine Absicht.
    Vorsicht Stufe. Bloß nicht selbst dämlich stolpern und sich lächerlich machen. Ich steige in die Bahn und Himmel, sie platzt aus allen Nähten. Mein täglicher Kampf beginnt, als ich einen freien Sitz entdecke. Zwar neben einem fetten Vollassi, neben dem wohl niemand sitzen will, aber Stehen ist schlimmer. Da tut mein Rücken immer so weh, meine Mutter hat mir das vererbt. Mit krummem Rücken sollte man nicht gerade wählerisch sein, was die Sitzmöglichkeiten betrifft. Also peile ich meinen Landeplatz an und lasse mich – vorsichtig, bloß nicht den Assi-Mantel berühren! – auf dem Sitz nieder. Zack, geschmeidig wie eine Löwin. Mir gehört jetzt etwa ein Drittel des Sitzes und es stinkt nach Schweiß und Rauch, aber es ist besser als Stehen. Ist es wirklich.
    Besser als Stehen. Be-he-ss-er als Ste-hen. B-b-b-beeesssaaa!
    Die Stimme in meinem Kopf klingt wie der Ansager aus Mortal Combat und ich kichere in meinen Schal hinein. Geschafft. Mission erfüllt. Ich sitze, seufze wohlig, während die anderen Leute sich neben mir stapeln wie schmutzige Wäsche. Naja, nicht mein Problem, ich sitze ja. Hätten sie mal lieber den Vollassi-Sitz in Betracht gezogen. Vorurteilbehaftetes Pack.
    Mit dem Lächeln des Triumphs zücke ich mein Handy, um Musik zu hören. Am besten guckt man dabei böse, dann lassen die Leute einen in Ruhe. Selbst die Älteren, die auch gerne sitzen würden, versuchen es woanders, nicht bei einem Kopfhörer-Zombie mit eiskaltem Blick. Läuft immer, garantiert. Wer hart genug ist, mich in diesem Zustand nach meinem Sitz zu fragen, hat ihn sich verdient. Ganz genau, wer seine sozialen Ängste und die Hürde „Sklipknot“ überwindet, dem soll mein Sitz für die Dauer der Fahrt feierlich überschrieben werden! Mögen die Spiele beginnen!
    Kurz sehe ich mich selbst im Kolosseum zu meinem Volk sprechen. Was ein Gefühl!
    Kam noch nie vor, das mit dem Sitz, wenn ich so zurückdenke. Außer einmal da –UAAH, Alarm! Penner Alarm! Ein Penner hat meinen Mantel berührt! Sofort kann ich förmlich fühlen wie kleine Bakterien umsiedeln, und die freien Bauplätze auf meinem Mantel in Beschlag nehmen. Ich sehe auf und versuche die Ernsthaftigkeit der Lage festzustellen, indem ich den Herd des Ganzen kurz mit einem unauffälligen Blick überfliege.
    Es ist eine Frau. Kein Penner. Oder vielleicht ist sie beides, ich weiß nicht, ob diese Feststellung entwarnend wirkt, oder alles noch gruseliger macht. Okay, sie macht es definitiv gruseliger.
    Sieh einfach aus dem Fenster. Ja genau, sieh auf die süßen Täubchen und die Bäume. Wie schön die Blätter im Wind rascheln!
    Mein Blick hängt dem Stückchen vorbeiziehender Natur sehnsüchtig nach und es funktioniert: Ich habe die Penner-Frau ausgeblendet. Ich stelle mir einfach vor, wie die Bakterien wieder von meinem Mantel hüpfen, um nach Hause zurückzukehren. Bakterien nach Hause telefonieren, verkündet die Stimme von ET zusammenhangslos in meinem Kopf. Ich hab jetzt keinen Waschzwang oder so, aber manchmal habe ich eben seltsame Ticks. Du kannst mir nichts, Penner-Frau! Mein Geist ist stark, mein Körper willig! Nimm das!
    Ich weiß nicht mal, woran ich dabei denke. Aber ich sollte ein Buch schreiben. Also über das hier, über mich. Sozusagen mein Nachlass, mein Testament für die Nachwelt. Seht ihr Kinderlein, das war ich – also eher sowas wie: so war ich wirklich.
    Ich überlege bereits, welchen Kollegen ich andere Namen geben könnte, ohne ihren Charakter zu verfälschen. Petra könnte zu Anna werden; andererseits, nein, ich kenne Annas. Anas sind liebe, katholische Wesen und vor allem sind Annas keine Petras. Aber vielleicht…
    „Tschuldigung?“
    Der Vollassi sieht mich erwartungsvoll an und ich entnehme seinem leeren Blick, dass er aussteigen will. Trotzdem, eine Entschuldigung ist ja wohl wirklich das mindeste, wo er so in meine Gedanken gegrätscht ist. Im Inneren halte ich ihm einen Vortrag darüber, dass Künstlerhirne nun mal anders funktionieren als andere und dass er das gefälligst zu respektieren habe! –
    „Ja, klar“, antworte ich mit meinem Standard-Lächeln für freundliche zwischenmenschliche Interaktion. Es war ziemlich schwer, es in dieser überzeugenden Perfektion zu lernen, aber verdammt, es tut seinen Zweck hervorragend.
    Gott, hoffentlich passt der Typ zwischen den Sitzen hindurch und kommt irgendwie raus. Während ich höflich warte, spielt irgendwer in meinem Kopf „schiebt den Wal!“ und ich bin verleitet zu grinsen.
    Loki lass das, denke ich so laut ich kann und die Musik verstummt endlich.
    Loki ist übrigens meine dunkle Seite, ich habe sie halt mal so getauft. Früher war es etwas schwieriger mit uns, heute kommen wir prächtig aus, Loki und ich. Meistens jedenfalls.
    ‚Ach komm schon, du weißt dass ich Recht habe‘, höre ich Loki schmollen, während noch immer ein leichter Nachhall von Wal durch meine Gedanken schwirrt. ‚Ich meine sieh dir das an. Siehst du das? Als würde man versuchen seinen Schwanz in das falsche Loch zu pressen, nur eben andersherum.‘
    Ich weiß nicht, wieso Loki männlich ist, aber das ist in Ordnung. Ich kann seinem Bild mit gehobenen Brauen folgen und frage laut in Gedanken, ob es eine einfache Wurstmetapher nicht auch getan hätte. Loki findet sie abgedroschen und ich nicke zustimmend. Aber wie soll ich das jemals aufschreiben? Ich kann das Wort Schwanz ja nicht einmal laut aussprechen.
    ‚Feingling‘, dröhnt es durch meinen Kopf.
    Klappe, gebe ich taktvoll zurück. Geschafft, die Sitzbank ist frei.
    ‚Hat ja nur drei Teile Herr der Ringe lang gedauert. Und jetzt ist der Sitz bestimmt mhhh lecker warm. Vollassiwarm!‘
    Loki hat einen Punkt, das muss ich zugeben. Aber ich lasse ihn wissen, dass die Herr-der-Ringe-Nummer, seit den deine-Mudda Witzen, mehr als überstrapaziert wurde. Und dass er sich doch erst wieder melden möge, wenn ihm etwas Kreativeres einfällt, als das hier. Schließlich geht es um mein Buch. Mein Vermächtnis. Da tun es keine ausgelutschten Witze und Vergleiche.
    Ich sitze. Endlich wieder sitzen.
    Petra sollte zu Claudia werden – ja, das passt. Also haben wir den ersten Namen schon mal. Für den Roman über mein Leben natürlich. Die beste Idee meines Lebens, davon bin ich fest überzeugt! Die Leute werden es lieben, mal etwas Ehrliches zu lesen. All die Gedanken zu lesen, die sie jeden Tag vor anderen verbergen. All die Ideen und Dialoge, die im Hirn verborgen bleiben, tabu, top-secret. Das ist es. Das muss es einfach sein!
    Ich denke an mein Leben und ziehe ziemlich sofort in Erwägung, unter einem Synonym zu schreiben. Oder vielleicht unter dem Synonym eines Synonyms. Oder unter dem Synonym eines Synonyms eines Synonyms. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
    ‚Das war abgedroschen.‘
    Ja das war es. Vielleicht ist das doch keine gute Idee, mit dem Roman über mich. Ich meine, wenn das jemand liest und mich damit in Verbindung bringt dann, … dann weiß ich auch nicht. Dann ist der Mars besser schon besiedelt und steht für Zuwanderer frei. Ich könnte mir ein kleines rotes Flecken Erde – nein, ein Flecken Mars! – kaufen und dort meinen Lebensabend zubringen. Leck mich Erde, du verschmähtest meine Künste und nun leide!
    Loki wirft ein, das ich die einzige bin, die leiden wird. Loki wirft ebenfalls ein, dass es keine gute Idee ist, einen Roman über sich selbst zu schreiben. Zumindest keinen Ehrlichen. Eher so eine langweilige Autobiographie in der nichts steht als reine, dünnflüssige Faktenkacke.
    Ich seufze.
    Nein, das ist nicht meins, beruhige ich Loki. Ich werde weder ihn, noch mich, zwingen, sachlich über mein Leben zu berichten. Hölle, welchem lebenden kreativen Wesen wollte man so etwas antun?!

    Loki klopft mir mit einem Lächeln auf die Schulter.
    Ich könne auch ohne ein Buch furchtbar interessant und einzigartig sein. Und ich dürfe guten Gewissens Stolz empfinden, für die Dinge, die ich denke. Ich bin mir da zwar nicht so sicher und weniger optimistisch, aber ich verstehe Lokis Einwände natürlich. Ich habe schon längst nachgegeben, wenn ich ehrlich bin. Allein der Gedanke mein Mann könnte all die verrückten Dingen lesen, wie –
    ‚Shhhh‘, raunt Loki sanft durch meine Gedanken. ‚Denk nicht darüber nach, wer du sein könntest. Vergiss einfach nicht, wer du bist. Du bist ganz okay, weißt du? Immerhin darf ich hierbleiben.‘
    Klar kannst du bleiben, erwidere ich ohne Zögern und fühle mich besser. Viel besser. Du bist auch ganz okay, setze ich in Gedanken hinterher. Ganz okay für ein Hirngespinst.

    Irgendwie ist es ein beruhigender Gedanke, dass niemand erfahren wird, wer ich wirklich bin.
    Wie ich wirklich bin. Vielleicht werde ich selbst das Rätsel nie wirklich lösen können.

    Die Penner-Frau lächelt, als sie mein verträumtes Gesicht bemerkt.
    Ich lächele zurück.

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purpur
Dichter und Denker


Beiträge: 1023



BeitragVerfasst am: 24.01.2017 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko

 Kommt noch was?
bis auf "Pennerfrau" find ichs klasse!
Ja,  schreib über deine Kreuz und Quer Gedanken,
dann bekommt deine Maske LebendigkeitFarben.
hzppp
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 41
Beiträge: 944
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 24.01.2017 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

ziemlich witzig, ziemlich abgedreht, ziemlich weit weg von: nur mal was ausprobiert

Um die Mitte rum wollten mir die Allmachtsfantasien schon selbst zu Kopf steigen. Zum Glück hat die innere Stimme mich zur Konzentration angehalten.  Ich muss jetzt an diesen Dialog aus der Dummschwätzer denken:

"Sie haben ihre Kinder mit in den Gerichtssaal gebracht?"
"Naja, sie wissen schon, wegen dem Mitleid und so.."
"Funktioniert suuuper, mir tun sie aufrichtig leid."

Tippfehler und so Zeug findest du sicher selbst.

Nur die Aussage erschließt sich mir nicht hundertprozentig. Jeder Autor hat einen Vollassi / äh Loki im Kopf? Und es lohnt sich Frieden mit ihm zu machen, weil man dann Pennerfrauen ehrlich zulächeln kann?

Vielleicht werde ich das Rätsel nie lösen können..
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 718
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 25.01.2017 10:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo purpur,

freut mich, dass es für dich einen gewissen Unterhaltungswert hatte Smile
Die Penner-Frau war leider genauso spontan erschienen wie der Rest, also, ich weiß nicht, ob es authentisch bleibt, wenn ich das ändere Confused  ?


Hallo d.frank,

jetzt bin ich mir gar nicht sicher, ob du es mochtest, oder dir noch immer denkst "Was zur Hölle". Jedenfalls danke für deine Meinung! (Vor allem das Dummschwätzer-Zitat hat mich echt zum Lachen gebracht, ist halt leider auch der flache Humor, der an mir haftet. Cool ) ... und rieche ich da womöglich einen Anflug von Sarkasmus, in deiner Antwort? Verzeih, aber das hier ist absolut neues Gebiet für mich und jeder Schritt fühlt sich unsicher und schwer an - ich kann nicht einschätzen ob der Text so schlecht ist, dass er guten Sarkasmus wert wäre Embarassed

Tatsächlich war das hier absolut experimentell und hat an sich keine besonders toll offensichtliche Moral oder Aussage, die mit erhobenem Zeigefinger wedelt. Ich hatte Lust darauf, mal was völlig anderes zu machen, weit außerhalb meiner Komfortzone. Weder ist das meine bevorzugte Zeitform, noch Erzählperspektive, noch mein Wohlfühl-Genre. Ich habe schlichtweg persönliche Erlebnisse von anderen Autoren, Freunden und mir, alle böse Gedanken und Ausrutscher in eine Schüssel geworfen, stark überspitzt, leicht böse und asozial gewürzt und fertig ist das... Experiment?
 Laughing
Es ist nicht so, dass ich einfach habe Müll aus meinem Hirn fließen lassen, aber es sollte tatsächlich so rüberkommen, wie ein realistischer Gedankenfluss, mit zeitweise unrealistischen Gedanken. Wenn man hier eine Moral finden kann, dann die, dass man glücklicher ist, wenn man sich selbst akzeptiert, mit all den üblen Gedanken die man manchmal mit sich trägt. Auch Wut eines schlechten Arbeitstages blockiert oft unsere Kreativität und den Weg zu unserem inneren Frieden und ich wollte das auf möglichst absurde Weise darstellen. Man sollte sich selbst einfach nicht zu ernst nehmen, ich denke, das trifft es am Besten.
Den Titel "Der Kopf eines Autors" habe ich deshalb gewählt, weil ich viele Freunde habe, die schreiben, und wir alle irgendwie einen partiellen Knall haben, den ich zu einem großen Autoren-Kopf-Knall zusammengefasst habe. Also bitte den Text mit einem großen, wohlwollenden Schmunzeln lesen.

Keine Ahnung ob es funktioniert hat. Aber offenbar bewegt es etwas in Leuten und wenn es nur partieller Größenwahn ist - damit ist mein Versuch wohl halbwegs geglückt.
Ob nun arg gescheitert, das könnt eben nur ihr mir sagen Embarassed
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 41
Beiträge: 944
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 25.01.2017 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ähm...wer bist du denn? wink

Zwar mache ich mir selbst einen Strich durch die Rechnung, wenn ich nun wieder hier poste (die Aufdeckung deiner Identität zieht sich ja pro Kommentar, wenn ich das richtig verstanden habe), aber ich wollte dich doch beruhigen, dass ich wirklich meinen Spaß beim Lesen hatte, mich auch in Teilen in diesem Kopf wiedergefunden habe und, wenn ich wirklich meckern wollte, mir nur die Überspitzung an einigen Stellen zu hoch geflogen ist.
Weil du deine Erzählerin wirklich in einer Tour wie ein Arschloch denken lässt, wirkt das Ende nicht. Ich habe deine nachträgliche Erklärung zur Moral schon herausgerochen, aber beim ersten Lesen und besetzt von einer sich stetig steigernden Aversion, dachte ich mir nur: Soll sie doch einfach mit Loki auf dem Mars glücklich werden.lol2
Vielleicht, wenn sie schon ein wenig früher die Kurve kriegt und von ihrem Ross herabsteigt, vielleicht könnte ich dann ein wenig milder gestimmt bei ihr verweilen und mich zusammen mit ihr auf die Aussage einstimmen, die ja eigentlich viel Wahrheit enthält.

Mit dem Dummschwätzer Zitat wollte ich deine Story nicht mit seichter Unterhaltung gleichsetzen. Ich wollte lediglich auf die Idee hinaus, die in etwa auch die Basis für diesen Film bildet: Jemand kann sich nicht mehr hinter Höflichkeitslügen verstecken. In dem Film ist dieser jemand auch noch Anwalt und in dem zitierten Dialog setzt er sich mit seiner Mandantin auseinander. wink
Das ist einfach bei mir hängen geblieben, war ein "großer" Moment des ganzen Films, der ansonsten eher mit flachem Humor aufwartet.
Für ein reines Experiment ist dein Text, wie ich in dem anderen Kommentar schon bemerkt hatte, denkbar gut gut geraten. Was schreibst du denn sonst so?

Grüße
diana
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 718
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 30.01.2017 14:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe diana,

danke für deine Aufklärung. Jetzt verstehe ich alles ein bisschen besser und weiß auch, dass der Text nicht über-grottig ist und übermäßigen Sarkasmus inklusive Kopfschütteln verursacht.

Zitat:
Ich habe deine nachträgliche Erklärung zur Moral schon herausgerochen, aber beim ersten Lesen und besetzt von einer sich stetig steigernden Aversion, dachte ich mir nur: Soll sie doch einfach mit Loki auf dem Mars glücklich werden.lol2
Vielleicht, wenn sie schon ein wenig früher die Kurve kriegt und von ihrem Ross herabsteigt, vielleicht könnte ich dann ein wenig milder gestimmt bei ihr verweilen und mich zusammen mit ihr auf die Aussage einstimmen, die ja eigentlich viel Wahrheit enthält.


 Laughing  Ja, eine gewisse Antipathie entsteht wohl, das ist völlig verständlich. Zumal die "Dame" ja tatsächlich ziemlich forsch auf ihrem hohen Ross reitet und das auch sehr lange. Der Anteil der einsichtigen Protagonistin beträgt höchstens 5%, da kann ich nur zustimmen.

Vielleicht ist es gut so, wie es ist. Immerhin erzeugt es Gefühle in Leuten, entweder Positive, mit denen man sich identifizieren kann, oder eben Negative, die eher befremden. Irgendwie ist es schön, dass der Leser eine Wahl hat Cool

Da jetzt aber am Stil nichts bemängelt wurde (die Tippfehler habe ich gefunden, danke Laughing ), bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, an sich. Ich hatte mir die Ablehnung irgendwie krasser vorgestellt, aber offenbar findet sich jeder in einem anderen kleinen Teil wieder und kann der Prota gar nicht böse sein - schön!

Zitat:
Mit dem Dummschwätzer Zitat wollte ich deine Story nicht mit seichter Unterhaltung gleichsetzen. Ich wollte lediglich auf die Idee hinaus, die in etwa auch die Basis für diesen Film bildet: Jemand kann sich nicht mehr hinter Höflichkeitslügen verstecken. In dem Film ist dieser jemand auch noch Anwalt und in dem zitierten Dialog setzt er sich mit seiner Mandantin auseinander. wink
Das ist einfach bei mir hängen geblieben, war ein "großer" Moment des ganzen Films, der ansonsten eher mit flachem Humor aufwartet.


Das dachte ich auch gar nicht so sehr, aber wo du es so spezifisch ansprichst, hast du es ziemlich gut erfasst: Es geht hier vor allem darum, mit Höflichkeitslügen aufzuräumen. Daher hat dein Zitat im Grunde genommen richtig gut gepasst Wink

Ich werde meine Identität die Tage lüften, wenn keine anderen Kommentare mehr hereinkommen, auch wenn ich gespannt wäre auf mehrere Meinungen. Ich schreibe fast ausschließlich Fantasy (personal/auktorial), in allen möglichen Bereichen und früher war ich im Bereich Fanfiction tätig. Daher war das hier für mich ein kompletter Sprung ins kalte Wasser Razz  
Ich habe lange überlegt, OB ich es aufschreibe und poste, weil ich so unsicher war, aber tatsächlich ist dieser Text in unter einer Stunde entstanden. Einfach Schreiberhirn angemacht und den Flow mal seins tun lassen. So gesehen ein Doppel-Experiment, da ich bei mir die Todkorrigier-Krankheit im Anfangsstadium festgestellt habe und einfach mal wissen wollte, ob ichs noch kann. Dieses unbefangene Drauflosschreiben. Ich habe den Text auch nur einmal Korrektur gelesen für grobe Schnitzer.

Daher sind eure Rückmeldungen sehr wichtig für mich Smile
Bei Fantasy, vor allem bei Romanen, haben die meisten Leute nämlich wenig Zeit/Lust sich damit auseinander zu setzen und um schreiberische Krankheiten festzustellen und auszumerzen, musste ich das eben irgendwie anders angehen Embarassed

Danke danke danke!
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 718
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 01.02.2017 15:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tadaaa, der Vorhang ist gefallen, die Maske weg.
Ich hoffe es war wenigstens eine kleine Überraschung Verstecken


_________________
Wir sind, wer wir sind.
Ich tippe und rede schneller, als mein Hirn denken kann.
Erwachsener und unvernünftiger als je zuvor.
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