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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Auszüge aus dem privaten Tagebuch des Staatspräsidenten


 

 
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Ernst Clemens
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 72
Beiträge: 734
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 21.05.2014 07:00    Titel: Auszüge aus dem privaten Tagebuch des Staatspräsidenten eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

12. Oktober 2018
Die Anzeichen häufen sich. Ich glaube nicht mehr an Zufall. Sogar die große Volkszeitung hat schon festgestellt, dass hinter der Sache System stecken muss: Sie hat in der rechten unteren Ecke der Titelseite extra eine Rubrik dafür eingerichtet. Und die dort untergebrachten Informationen werden täglich mehr. Bald wird diese Rubrik schon die Hälfte der Seite in Anspruch nehmen.
Erst trat das Phänomen nur im Süden des Landes auf, aber seit einigen Wochen werden aus dem ganzen Land Geburten von Kindern, die vier Arme haben, gemeldet. Die zusätzlichen beiden Glieder seien voll ausgebildet und normal gebrauchsfähig, so wie die ‚normalen‘ Arme, berichten die Ärzte aus den verschiedenen Krankenhäusern. Auch sonst seien die Babys kerngesund. Anfangs brachte die Volkszeitung jede dieser Mißgeburten mit groß aufgemachtem Foto auf die Titelseite. Eine Welle von Mitleid schwappte durch das Land. Die ersten betroffenen Eltern erhielten Beileidsbezeugungen von wildfremden Menschen. Das war vor drei Monaten. Ich erinnere mich, dass meine Frau und ich im Urlaub waren und sie mir das erste Bild eines vierarmigen Kindes zeigte. Aber jetzt werden neue Geburten von Kindern mit vier Armen nur noch nebenbei erwähnt. Die Finanzkrise im Land hat für die Medien einen höheren Stellenwert.
Es ist dumm, dass dieses Phänomen gerade jetzt, in den ersten Monaten meiner Amtszeit auftritt. Bei allen anderen Problemen, die sich bis jetzt gezeigt hatten, konnte ich mehr oder weniger auf Erfahrungen zurückgreifen, die mein Vorgänger in diesem Amt gemacht hatte. Und - hier darf ich es ja zugeben –  für die meisten Konflikte hatte er beneidenswert vernünftige Lösungen gefunden. Schade, dass er in der falschen Partei war! Aber das 4A-Problem, wie es bereits in der Alltagsdiskussion genannt wird, stellt ganz neue Anforderungen an die Regierung eines Landes.
Ich sehe es als meine Pflicht die Entwicklung mit größter Aufmerksamkeit zu beobachten, denn hier könnte es sich um eine Tendenz mit epochalen Folgen für unsere Gesellschaftsordnung handeln.
10. November 2018
An der 4A-Front ist immer noch keine Ruhe eingetreten - im Gegenteil: die Zahl der Geburten steigt ständig. Vom statistischen Amt wurde mir bereits mitgeteilt, dass mehr als zwei Prozent aller Geburten Missgeburten seien - und von allen Fehlbildungen seien die 4A-Babys mit weit über 80% der größte Posten. Berücksichtigt man, dass die Daten der Statistikfritzen meist um Wochen verzögert erscheinen, muss das Thema heute noch dringender sein. Ich habe den Wissenschaftsminister beauftragt, an den Universitäten Studien zum Thema zu starten und die benötigten Gelder dafür locker zu machen.
20. Dezember 2018
Heute berichtete der Professor, der die Studien zum 4A-Problem koordinierte, dem Plenum über die Ergebnisse. Er kam in Begleitung einer ganzen Delegation von Lobbyisten der Pharmabranche. Dieser Professor salbaderte glatte zwei Stunden, die wir für dringendere Diskussionen hätten brauchen können. Die Arschgeige hätte den ganzen Sermon in zwei Sätzen zusammenfassen können. Erster Satz: ‚Wir wissen nichts‘. Zweiter Satz: ‚Geben Sie uns weitere fünf Millionen, dann setzen wir die Studien fort.‘ Am liebsten hätte er es gesehen, wenn er neben dem Geld noch klare Instruktionen bekommen hätte, WAS er denn mit seinen Studien nachweisen sollte. Aber so weit wollte ich noch nicht gehen. Erst wenn ich sehe, dass seine Ergebnisse auch in Zukunft nicht im Sinne unserer Partei sind, werde ich diesen Schritt machen müssen.
Es war ein Tag zum Heulen! Und das alles jetzt, kurz vor Weihnachten, wo die Bevölkerung eine Beruhigungspille gebraucht hätte.
07. Januar 2019
Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Da hat jemand die Zeit genutzt, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen: Der Verteidigungsminister bat um einen kurzfristigen Termin, der heute stattfand. Er kam in Begleitung dreier Generaldirektoren von einheimischen Waffenschmieden, sowie des Vorsitzenden der Industrievereinigung. Ich muss sagen, die Jungs waren gut vorbereitet. Ihre Hauptaussagen waren: In knapp 20 Jahren kommen die ersten 4A-Jahrgänge in die Armee. Sie werden physisch wesentlich besser ausgestattet sein, als heutige junge Menschen, denn mit vier Armen können sie zeitgleich zwei, statt nur eine Waffe bedienen. Das wird die Schlagkraft unserer Streitkräfte verdoppeln, und gleichzeitig die Kosten senken. Aber man müsse sich rechtzeitig vorbereiten.
   Die Waffenproduzenten ergänzten, dass solche Grundsatzentwicklungen Unsummen verschlingen würden und lange Vorlaufzeiten hätten. Die Forderung nach Fördergeldern lag klar auf dem Tisch.
Ich habe dieses Ansinnen kurzerhand zurückgewiesen, dafür aber zugesagt, dass die Herren stets vorab - und zwar vertraulich - über die neuesten Veränderungen im 4A-Prozess informiert würden. Das brächte ihnen mehr als monetäre Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Dem Verteidigungsminister habe ich an Ort und Stelle die entsprechenden Anweisungen gegeben, verbunden mit dem Auftrag, mir bis in einer Woche mitzuteilen, wo er in seinem Etat 20% einsparen könne.
16. Januar 2019
Die Polizei berichtet in den Medien über mehrere Vorfälle im Land: Schlepperbanden sollten einige der weiblichen 4A-Babys entführt haben mit dem Ziel, die Kinder frühest möglich in Bordellen und Harems einzusetzen. „Die befriedigen Männer schneller als normale Mädchen,“ soll ein gefasster Bandenboss freimütig gestanden haben.
Diese Entwicklung ist zwar menschlich verwerflich, hat aber für unsere Politik den unschätzbaren Vorteil, dass sich die Volkswut auf einzelne dubiose, ausländische Subjekte konzentriert. Das lenkt von den wirklichen Problemen im Inland ab (4A-Problematik und Finanzkrise). Kollateralschäden müssen in Kauf genommen werden, wenn dadurch andere, größere Benachteiligungen für das Volk abgewendet werden können.
20. Januar 2019
Mich beunruhigt, dass aus dem Ausland keine 4A-Fälle gemeldet werden. Müssten wir die Forschung zum 4A-Phänomen allein aus nationalen Budgets bestreiten, könnten wir das nicht schultern. Habe den Informationsminister beauftragt, in den Medien für Desinformation zu sorgen. Die Bürger müssen so die Gewissheit erlangen, dass das 4A-Problem eine Angelegenheit von weltweitem Ausmaß ist. Der Informationsminister genießt mein volles Vertrauen und ich ließ im völlig freie Hand bei der Umsetzung meines Auftrages. Er ist der Fähigste meiner Getreuen. Ich will ihn rechtzeitig in Stellung bringen, wenn ich nach zwei Regierungsperioden mein Amt von Gesetzes wegen abgeben muss.
28. Januar 2019
Die Kampagne des Informationsministers zur Desinformation zeigt bereits Wirkung. Die wichtigsten Tageszeitungen und Fernsehsender der umliegenden Länder berichten über 4A-Geburten in ihrem Bereich. Erste Anfragen für eine konzertierte Aktion der Wissenschaftler auf internationaler Ebene sind eingetroffen. Natürlich werden wir hier (als Erstbetroffene) eine Führungsposition einnehmen.
15. Februar 2019
Als Politiker muss ich proaktiv sein. Habe für heute die Spitzen der schwächelnden Textilindustrie in die Hauptstadt geladen. 4A bringt auch für diese Branche ganz neue Chancen. Wir müssen internationale 4A-Normen anschieben und dabei unser nationales Knowhow in die Waagschale werfen. Wer den ersten Vorschlag für Normen macht, ist immer im Vorteil. Ein einfacher und schneller Weg, um aus dem Image-Tief heraus zu kommen.
Mit dieser Aktion können wir einige Stimmen, die die Opposition an sich gerissen hat, wieder zurück holen.
Die ersten 150 Tage meiner Legislaturperiode sind vorbei. Ich muss mich jetzt auf Neuwahlen konzentrieren, das heißt im Klartext: unpopuläre Entscheidungen nur noch im äußersten Notfall treffen!
10. März 2019
Die Weltwährung hat den kritischen Interventionspunkt unterschritten. Hektische Aktivität in den weltweiten Finanzministerien und an den Börsen. Krisengipfel für nächste Woche in der Hauptstadt von Westland. Das 4A-Thema wird von der Finanzkrise in den Hintergrund gedrängt.
Welchen Profit können wir daraus schlagen?
25. April 2019
Heureka! Die Wissenschaftler glauben eine Ursache für das 4A-Phänomen entdeckt zu haben: Man fand in einigen Müttern der 4A-Babys Spuren von unbekannten Teilchen, die angeblich von Sonneneruptionen stammen.
Wir wissen, das 4A bis jetzt nur in unserem Land aufgetreten ist (alles andere ist das Ergebnis von Fehlinformationen, die wir selbst gestreut haben; es entspricht also nicht den Tatsachen).
Folgende Frage bleibt unbeantwortet: Wenn 4A eine Folge von Sonneneruptionen ist, warum trifft es dann nur unsere Nation und keine anderen Länder?
Ich habe dem Wissenschaftsminister nahegelegt, den Grund bei einem ‚gezielten Angriff aus dem All‘ suchen, bzw. finden zu lassen. Damit könnten wir in die Rolle des ‚Opfers übernatürlicher Feinde‘ schlüpfen, was uns Sympathien von anderen Staaten einbringt. Die Fäden für unsere Hegemonieansprüche können wir dann in Ruhe im Hintergrund weiter spinnen.
10. Mai 2019
Endlich - manchmal brauchen die Wissenschaftler verdammt lange, um etwas herauszufinden, sogar dann, wenn wir ihnen schon vorgegeben haben, was das Resultat sein soll!
Die Volkszeitung veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe ein von einem Satelliten aufgenommenes Bild des riesigen ‚Trichters‘. Dieser Trichter könne die gefährlichen Teilchen (die jetzt schon 4A-Teilchen genannt werden) bündeln und auf ein bestimmtes Land richten. Nur 4A-Teilchen, die mit Trichtereffekt auf die Erde geschossen werden, sind schädlich; alle anderen nicht. Die Weltöffentlichkeit kann sich jetzt ausgiebig mit der Frage beschäftigen, welche Macht hinter diesem Trichter steht und warum gerade unser Land mit 4A-Teilchen verseucht werden soll.
Mir bleibt jetzt mehr Zeit, mich intensiv auf meine Wiederwahl vorzubereiten. In diesem Land haben wir nur eine Legislaturperiode von zwei Jahren.
25. Juni 2020
Mist! Mist! Mist!
Das Volk hat meinen Genius nicht begriffen. Um sechs Prozent unterlag ich bei den Wahlen meinem Kontrahenten.
Ich werde mich jetzt aus diesem schmutzigen Geschäft endgültig zurück ziehen.

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Belzustra
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 32
Beiträge: 342
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 22.05.2014 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

dein Text erinnert mich ein wenig an die Tagebücher der Apokalypse von J.L.Bourne, obwohl dieser mehr mit erzählerischen Mitteln arbeitet und dadurch den Leser mehr zu packen weiß, als du es tust. Jedoch empfinde ich das 4A-Problem, das du beschreibst, als recht faszinierend. Mir gefällt diese wenig wissenschaftlich fundierte Erklärung deines "Trichters" allerdings nicht so recht. Das klingt ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Würdest du die einzelnen Abschnitte ausweiten und eben erzählerischer arbeiten, zudem tiefer in wissenschaftliche Belange eintauchen und deinem Protagonisten mehr Dimensionen geben, damit er greifbarer wird und man mit ihm empfinden kann, dann denke ich, könnte eine solche Geschichte sehr gut funktionieren.
So, wie sie sich momentan darstellt, ist sie mir persönlich ein wenig zu emotionslos und dass dein Protagonist ein Staatspräsident ist, kommt mir recht irrelevant vor.
Außerdem stört mich irgendwie deine Vorstellung von zukünftigen Kriegen mit Handfeuerwaffen, denn meiner Meinung nach werden zukünftige Kriege (zumindest in den Industrienationen) auf andere Art als vergangene vonstatten gehen. Aber gut, das ist einfach nur meine persönliche Meinung.

Bin gespannt, ob du den Text überarbeiten wirst und wenn ja, wie.
Die Idee ist auf jeden Fall sehr interessant.

LG
Belzustra
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Ernst Clemens
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 72
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Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 22.05.2014 13:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hllo Belzustra,

danke für Deine Hinweise.

Was ist dieser 'Staatspräsident' für ein Mensch? Ganz einfach: ein machtgeiler Politiker, dem nur das Eine wichtig ist 'die Wiederwahl'. Jedes Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, ist gut und billig. Er verkauft sein Volk für blöd (durch Desinformation); er kauft sich Gutachten von den Wissenschaftlern; er nutzt den Zufall '4A' um möglichst viel Kapital daraus zu schlagen. Das Ganze mit einer gehörigen Portion Zynismus (Kollateralschäden sind zu akzeptieren). Das zu zeigen ist das Ziel der Satire.

Warum 'Tagebuch'? Für mich gibt es drei Klassen von Tagebüchern

1) das rein private Tagebuch, das nur für den Schreiber bestimmt ist. Das ist die Version, die mein Staatspräsident geschrieben hat. Es erfordert keine 'Spannung' und auf Political Corectness kann es ganz und gar verzichten.

2) das Tagebuch, welches einer möglichst breiten Öffentlichkeit Einblick in mein Privat-/Intimleben geben soll. Dieses Tagebuch ist zu 100% auf Effekt ausgerichtet.

3) das 'private Tagebuch', das posthum veröffentlicht wird. Es wird vor der Freigabe noch einmal überarbeitet und kritische Stellen werden eleminiert.

Es ging mir also nicht darum, eine spannende Geschichte zu schreiben, sondern zu zeigen, wie dieser Politiker tickt (ich habe übrigens nicht geschrieben, dass er unser Land regiert!)

Herzliche Grüße
Inko
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Pony
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 63
Beiträge: 282
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 22.05.2014 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fremde(r),

Oh, Mann, diesen Politiker hätte ich auch nicht wiedergewählt. Er ist nicht nur machtgierig und geldgeil, er schert sich auch den Teufel um seine Bürger. Das einzige, was ihn antreibt, ist, selber gut dazustehen. Aber mit diesem Tagebuch hat er sich keinen Gefallen getan. Besonders klug ist dieser Herr wohl nicht. Er kann sich doch an allen zehn Fingern ausrechnen, dass sein Tagebuch irgendwann gefunden und von der Presse verschlungen und in allen Einzelheiten ausgeschlachtet wird. Die Bemerkungen, die er darin macht, brechen ihm dann das Genick. Ich glaube kaum, dass ein Politiker ein Tagebuch führt und wenn doch, dann wird er darin sicher nicht so plump seine korrupte Vorgehensweise beschreiben.

Das Tagebuch selbst kommt mir vor, wie für einen Leser geschrieben. Der Politiker beschreibt darin häufig Dinge und Vorgehensweisen, die ihm selber bestens bekannt sein dürften. So stelle ich mir kein Tagebuch vor.
Auch finde ich, wechselt die Sprache und der Stil mehrmals. Zum einen klingt ein großer Teil wie ein Nachrichtenbericht, dann wird die Sprache plötzlich flapsig und einfach und leicht ordinär, dann wieder bemüht sich der Tagebuchschreiber um möglichst hochgestochene Formulierungen und Fremdwörter. Aber egal in welchem Stil er schreibt, das was er ausdrückt, macht ihn mir auf jeden Fall unsympathisch. Aber ich denke, das ist so gewollt. Er soll auch nicht sympathisch erscheinen.

Bereits heute kämpfen die Politiker einen fast aussichtslosen Kampf gegen Spionage, Überwachung und unerlaubte Abhörmethoden. Ich glaube kaum, dass das in ein paar Jahren weniger wird. Eher mehr, dafür besser getarnt. Er muss davon ausgehen, dass seine Umgebung verwanzt ist und sich mindestens ein bis zwei Spione in seiner Nähe befinden.
Was mir auch nicht sehr real erscheint, sind die Tageszeitungen. Die würde ich nicht erwähnen, denn bereits jetzt gehen die Verkaufszahlen der Tageszeitungen zurück und viele machen Pleite. Vermutlich wird in ein paar Jahren kaum noch jemand Zeitung lesen.

Ein Tagebuch in dieser Form von einer hochstehende Person verfasst, halte ich für sehr unglaubwürdig.
Es gäbe eine Möglichkeit, wie das Ganze funktionieren könnte. Du könntest diese ganze Geschichte aus der Sicht eines Beobachters schreiben, der sich im engen Umfeld des Politikers befindet. Ein Vertrauter, ein Staatssekretär oder so. Der könnte im Auftrag einer gegnerischen Partei, oder weil er seinem Vorgesetzten zu Fall bringen will, genau notieren, was dieser tut und sagt. Er berichtet über die momentanen Ereignisse im Land - wobei ich diese Vierarmbabys durchaus interessant finde - schreibt peinlich genau die Handlungen und Entscheidungen des Politikers auf und notiert natürlich auch dessen Patzer und die Dinge, die unter der Kategorie "Geheim oder Vertraulich" laufen.

Detailkritik möchte ich noch nicht geben. Lass dir erst mal die Punkte durch den Kopf gehen, die ich angemerkt habe. Vielleicht überraschst du uns ja in Kürze mit einer überarbeiteten Version?

Gruß
Pony
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Ernst Clemens
Geschlecht:männlichAutor

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Beiträge: 734
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BeitragVerfasst am: 23.05.2014 09:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Grüß Dich, Pony,

Zitat:
Das Tagebuch selbst kommt mir vor, wie für einen Leser geschrieben. Der Politiker beschreibt darin häufig Dinge und Vorgehensweisen, die ihm selber bestens bekannt sein dürften.  So stelle ich mir kein Tagebuch vor.
Auch finde ich, wechselt die Sprache und der Stil mehrmals. Zum einen klingt ein großer Teil wie ein Nachrichtenbericht, dann wird die Sprache plötzlich flapsig und einfach und leicht ordinär, dann wieder bemüht sich der Tagebuchschreiber um möglichst hochgestochene Formulierungen und Fremdwörter. Aber egal in welchem Stil er schreibt, das was er ausdrückt, macht ihn mir auf jeden Fall unsympathisch.


- natürlich würde er diese 'Vorgehensweisen' nicht ins Tagebuch schreiben, aber ich muss dem Leser eine Mindestmenge an Informationen geben, sonst kommt er nicht klar mit den 'Tatsachen'.

- im Tagebuch dürfte 'Stil' eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist oft ein Ventil. Man kann niederschreiben, worüber man sich geärgert hat (und nichts sagen durfte). Im Tagebuch schreibe ich 'wie mir der Schnabel gewachsen ist'.

- die Fremdwörter sind für den 'Staatspräsidenten' tägliches Brot. Sie haben für ihn zwei Vorteile, wenn er damit um sich wirft:

1) er stellt sich als gebildet und kompetent dar
2) einfache Leute aus seinem Volk verstehen zwar die Begriffe nicht, empfinden sie aber trotzdem ebenfalls als gebildet und kompetent

- unsypathisch soll der Mensch auch vom Leser gesehen werden. Das war natürlich Absicht.

Mit dem Niedergang der Zeitungen hast Du recht. Daran habe ich nicht gedacht. Allerdings liegt die 'Geschichte' in relativ naher Zukunft. Und Zeitungen wie 'Bild' wird es da auch noch geben - vielleicht nur noch in digitaler Form, aber gleich reißerisch in der Aufmachung.

Natürlich könnte man aus dem Stoff eine Geschichte, ja sogar einen Roman machen. Aber ich wollte einfach mal die Tagebuch-Version austesten.

Herzlichen Dank für Deine wertvollen Hinweise!

Ernst[/i][/u]
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Pony
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Alter: 63
Beiträge: 282
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BeitragVerfasst am: 26.05.2014 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ernst,

Jetzt hast du zwar deinen Vornamen verraten, aber ich weiß trotzdem nicht, wer du bist. wink

Zitat:
- im Tagebuch dürfte 'Stil' eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist oft ein Ventil. Man kann niederschreiben, worüber man sich geärgert hat (und nichts sagen durfte). Im Tagebuch schreibe ich 'wie mir der Schnabel gewachsen ist'.

Mit dem Schreibstil hast du mich überzeugt. Es stimmt schon, da fließt die jeweilige Stimmung mit ein, in der sich der Schreiber befindet. An einem Tag schreibt er nüchtern und klar, weil er sich relativ entspannt fühlt, am anderen Tag hat er sich geärgert und reagiert sich in seinem Tagebuch ab. Dann wieder sortiert er seine Gedanken und zählt die Ereignisse einfach nur auf.
Der wechselnde Stil kann also größtenteils bleiben. Mit manchem bin ich aber dennoch nicht so ganz einverstanden. Kannst du gleich in der Detailkritik lesen.

Zitat:
- natürlich würde er diese 'Vorgehensweisen' nicht ins Tagebuch schreiben, aber ich muss dem Leser eine Mindestmenge an Informationen geben, sonst kommt er nicht klar mit den 'Tatsachen'.

Ich verstehe, dass du dem Leser Informationen geben musst, damit er die Zusammenhänge versteht. Dennoch bin ich der Meinung, dass es in dieser Tagebuchform nicht funktioniert, da der Staatspräsident ja nicht vorhat, diese Infos irgendwelchen Lesern zu präsentieren.

Mit den digitalen Zeitungen hast du natürlich Recht. Die werden sich wahrscheinlich ausbreiten. Damit ist meine Idee, die ich dir unterbreiten wollte, aber hinfällig geworden. Oder vielleicht doch nicht?
Der Staatspräsident könnte in sein Tagebuch Zeitungsberichte oder Ausdrucke einkleben. So muss er die Infos selber nicht hineinschreiben und kann nur seinen Sermon dazugeben.
Die Zeitungsberichte müsstest du dann natürlich auch schreiben. Im Tagebuch könntest du sie durch eine andere Schrift oder kursiv kennzeichnen.

Zitat:
Aber ich wollte einfach mal die Tagebuch-Version austesten.

Ich finde immer noch, dass die Tagebuch-Version so wie sie da steht, nicht authentisch ist. Zuviele Infos und zuviele Äußerungen des Politikers, die ihn um Kopf und Kragen bringen können. Das muss ihm bewusst sein, wenn er nicht total blöd ist.

Ich gebe dir mal für den ersten Tagebucheintrag meine Detailkritik, vielleicht kannst du ja was davon gebrauchen.

12. Oktober 2018
Zitat:
Sie hat in der rechten unteren Ecke der Titelseite extra eine Rubrik dafür eingerichtet. Und die dort untergebrachten Informationen werden täglich mehr. Bald wird diese Rubrik schon die Hälfte der Seite in Anspruch nehmen.
Ich finde es nicht wichtig, wo diese Berichte stehen und wieviel Platz sie einnehmen. Wichtig ist nur, dass es täglich mehr werden.

Die folgenden Informationen könnten als Zeitungsausschnitt eingefügt werden. Da könntest du dann auch ruhig sehr berichtmäßig schreiben:  
Zitat:
Erst trat das Phänomen nur im Süden des Landes auf, aber seit einigen Wochen werden aus dem ganzen Land Geburten von Kindern, die vier Arme haben, (mit vier Armen) gemeldet. Die zusätzlichen beiden Glieder seien voll ausgebildet und normal gebrauchsfähig, (funktionstüchtig) so wie die ‚normalen‘ Arme (streichen, weil doppelt), berichten die Ärzte aus den verschiedenen Krankenhäusern. Auch sonst seien die Babys kerngesund. Anfangs brachte die Volkszeitung jede dieser Mißgeburten (Missgeburten) mit groß aufgemachtem Foto auf die Titelseite. Eine Welle von Mitleid schwappte durch das Land. Die ersten betroffenen Eltern erhielten Beileidsbezeugungen von wildfremden Menschen.


Zitat:
Das war vor drei Monaten.
Wieso vor drei Monaten? Am Anfang dieses Tagebucheintrags, - und es ist ein und derselbe Tag, an dem er das einträgt - schreibt er, ich zitiere:
Zitat:
Die Anzeichen häufen sich. Ich glaube nicht mehr an Zufall. Sogar die große Volkszeitung hat schon festgestellt ...

Das klingt, als sei das Phänomen gerade erst publik geworden.

Dann schrieb er weiter oben:
Zitat:
Und die dort untergebrachten Informationen werden täglich mehr.

und dann auf einmal:
Zitat:
Aber jetzt werden neue Geburten von Kindern mit vier Armen (diesem Gendefekt) nur noch nebenbei erwähnt. Die Finanzkrise im Land hat für die Medien einen höheren Stellenwert.

Ich finde, das widerspricht sich. Werden die Zeitungsmeldungen und Infos zu den vierarmigen Babys jetzt mehr oder gehen sie zurück?

Zitat:
Bei allen anderen Problemen, die sich bis jetzt gezeigt hatten (Komma) konnte ich mehr oder weniger auf Erfahrungen zurückgreifen, die mein Vorgänger in diesem Amt (streichen. Wenn er von seinem Vorgänger spricht, dürfte jedem Leser klar sein, dass damit der ehemalige Staatspräsident gemeint ist. Es muss nicht noch zusätzlich erwähnt werden, dass er natürlich auch genau dieses Amt innehatte.) gemacht hatte. Und - hier darf ich es ja zugeben – für die meisten Konflikte hatte er beneidenswert vernünftige Lösungen gefunden.


Insgesamt gingen diese Sätze auch einfacher:
Für alle anderen Problemen, die bisher auftraten, hat mein Vorgänger - hier darf ich es ja zugeben – beneidenswert vernünftige Lösungen gefunden, die ich mir zunutze machen kann.

Zitat:
Schade, dass er in der falschen Partei war!
Wieso war? Sein Vorgänger ist zwar nicht mehr Staatspräsident, aber ist er deswegen auch aus seiner Partei ausgetreten? Er ist wahrscheinlich noch immer in seiner - für den Tagebuchschreiber falschen - Partei.

Zitat:
Aber das 4A-Problem, wie es bereits in der Alltagsdiskussion genannt wird, stellt ganz neue Anforderungen an die Regierung eines Landes.

Er ist doch die Regierung des Landes. Warum also nicht einfach: ... stellt ganz neue Anforderungen an mich.
Er schreibt Tagebuch, keine Rede für das Volk.

Zitat:
Ich sehe es als meine Pflicht die Entwicklung mit größter Aufmerksamkeit zu beobachten, denn hier könnte es sich um eine Tendenz mit epochalen Folgen für unsere Gesellschaftsordnung handeln.

Das klingt wieder ganz und gar nicht wie ein Tagebucheintrag. Das sind wohlüberlegte Worte, wie er sie den Bürgern in einer Stellungnahme präsentieren würde. Außerdem kommt im weiteren Verlauf des Tagebuchs heraus, dass ihm die Folgen für die Gesellschaftsordnung eh schnuppe sind. Da schert er sich doch den Teufel drum.
Vielleicht eher sowas in der Art:
Ich sollte die Sache im Auge behalten. Wenn ich das nicht in den Griff kriege, sehe ich schwarz für meine nächste Wiederwahl.

Soviel erst mal für heute. Wenn du weitere Auseinandersetzung meinerseits mit deinem Text wünschst, sag es ruhig. Ich stürze mich da gerne rein.

Gruß
Pony
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Ernst Clemens
Geschlecht:männlichAutor

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BeitragVerfasst am: 26.05.2014 10:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Pony,

Zitat:
Jetzt hast du zwar deinen Vornamen verraten, aber ich weiß trotzdem nicht, wer du bist. wink
- das Geheimnis ist gelüftet!

Zitat:
Ich finde immer noch, dass die Tagebuch-Version so wie sie da steht, nicht authentisch ist. Zuviele Infos und zuviele Äußerungen des Politikers, die ihn um Kopf und Kragen bringen können. Das muss ihm bewusst sein, wenn er nicht total blöd ist.
Ich bin immer noch nicht davon überzeugt, dass 'Tagebuch' nicht funktioniert. Aber ich werde mal folgenden Versuch starten: Jahre später (so ca. 2025), also wenn alle Episoden dieses Staatschefs längst in Vergessenheit geraten sind und er selbst tot ist, wird sein persönliches Tagebuch gefunden. Das wird dann - ohne zusätzliche Kommentare, abgesehen von einer kurzen Einführung - veröffentlicht.

Zitat:
Ich finde es nicht wichtig, wo diese Berichte stehen und wieviel Platz sie einnehmen. Wichtig ist nur, dass es täglich mehr werden.
Ich schon, denn seit es Zeitungen (auch elektronische!) gibt, steht das Wichtigste des Tages immer auf der ersten Seite.


Zitat:
Das war vor drei Monaten.
Wieso vor drei Monaten? Am Anfang dieses Tagebucheintrags, - und es ist ein und derselbe Tag, an dem er das einträgt - schreibt er, ich zitiere:
Zitat:
Die Anzeichen häufen sich. Ich glaube nicht mehr an Zufall. Sogar die große Volkszeitung hat schon festgestellt ...

Das klingt, als sei das Phänomen gerade erst publik geworden.

Dann schrieb er weiter oben:
Zitat:
Und die dort untergebrachten Informationen werden täglich mehr.

und dann auf einmal:
Zitat:
Aber jetzt werden neue Geburten von Kindern mit vier Armen (diesem Gendefekt) nur noch nebenbei erwähnt. Die Finanzkrise im Land hat für die Medien einen höheren Stellenwert.

Ich finde, das widerspricht sich. Werden die Zeitungsmeldungen und Infos zu den vierarmigen Babys jetzt mehr oder gehen sie zurück?
Das ist kein Widerspruch. Am Anfang ist ein 4A-Baby eine echte Sensation, über die ausführlichst berichtet wird. Je mehr es werden, desto geringer wird das Interesse des Publikums dafür (Gewöhnungseffekt). So ähnlich wie das 'Ukraine-Problem': am Anfang sahen wir alle einschlägigen Berichte im TV - heute sind ganz andere Probleme in den Vordergrund geraten.

Zitat:
Bei allen anderen Problemen, die sich bis jetzt gezeigt hatten (Komma) konnte ich mehr oder weniger auf Erfahrungen zurückgreifen, die mein Vorgänger in diesem Amt (streichen. Wenn er von seinem Vorgänger spricht, dürfte jedem Leser klar sein, dass damit der ehemalige Staatspräsident gemeint ist. Es muss nicht noch zusätzlich erwähnt werden, dass er natürlich auch genau dieses Amt innehatte.)
da hast Du recht!

Zitat:
Für alle anderen Problemen, die bisher auftraten, hat mein Vorgänger - hier darf ich es ja zugeben – beneidenswert vernünftige Lösungen gefunden, die ich mir zunutze machen kann.
Sehr guter Vorschlag! Vielen Dank!

Zitat:
Schade, dass er in der falschen Partei war!
Wieso war? Sein Vorgänger ist zwar nicht mehr Staatspräsident, aber ist er deswegen auch aus seiner Partei ausgetreten? Er ist wahrscheinlich noch immer in seiner - für den Tagebuchschreiber falschen - Partei.
Korrekt!

Zitat:
Ich sollte die Sache im Auge behalten. Wenn ich das nicht in den Griff kriege, sehe ich schwarz für meine nächste Wiederwahl.
das werde ich nicht übernehmen, weil mein Protagonist so sehr von sich selbst eingenommen ist, dass er gar keinen Gedanken an die Gefahr des 'Nicht-Wieder-Gewählt- Seins' verschwendet.

Zitat:
Wenn du weitere Auseinandersetzung meinerseits mit deinem Text wünschst, sag es ruhig. Ich stürze mich da gerne rein.
Sehr gerne! Deine Hinweise sind klasse!

Ich werde Dir schnellstmöglich eine überarbeitete Fassung einstellen.

Vielen Dank für Deine Mühe und einen schönen Tag!

Ernst
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Pony
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 63
Beiträge: 282
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 27.05.2014 02:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ernst

Ja, der Name sagt mir was. Du bist ja auch schon lange dabei.
Auf die überarbeitete Fassung bin ich gespannt. Vielleicht sind Teile meines folgenden Kommentars ja dann vielleicht schon hinfällig, aber bevor ich schlafen gehe, möchte ich dir meine Gedanken und Vorschläge doch noch eben präsentieren.

Du möchtest deine Tagebuch Version also beibehalten? Gut, da muss ich mich wohl mit abfinden, auch wenn ich mich damit nicht so recht anfreunden kann. Ich werde nicht mehr diesbezüglich nörgeln.  Zipped

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Ich finde es nicht wichtig, wo diese Berichte stehen und wieviel Platz sie einnehmen. Wichtig ist nur, dass es täglich mehr werden.

Ich schon, denn seit es Zeitungen (auch elektronische!) gibt, steht das Wichtigste des Tages immer auf der ersten Seite.

Da habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Ich meinte, dass es mir nicht wichtig schien, in welcher Ecke die Meldungen stehen
Zitat:
... in der rechten unteren Ecke ...

Titelseite ist okay.

Zitat:
Das ist kein Widerspruch. Am Anfang ist ein 4A-Baby eine echte Sensation, über die ausführlichst berichtet wird. Je mehr es werden, desto geringer wird das Interesse des Publikums dafür (Gewöhnungseffekt). So ähnlich wie das 'Ukraine-Problem': am Anfang sahen wir alle einschlägigen Berichte im TV - heute sind ganz andere Probleme in den Vordergrund geraten.


In Ordnung, das sehe ich jetzt auch so. Katastrophenmeldungen und schlechte Neuigkeiten verlieren schnell ihren Reiz, wenn die Menschen mit ihnen überschüttet werden.
Ich verstehe jetzt auch, dass du gemeint hast, dass die Meldungen zwar mehr werden, aber dennoch uninteressanter für die Bevölkerung. Das war mir nicht sofort klar.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Für alle anderen Problemen, die bisher auftraten, hat mein Vorgänger - hier darf ich es ja zugeben – beneidenswert vernünftige Lösungen gefunden, die ich mir zunutze machen kann.


Sehr guter Vorschlag! Vielen Dank!


Bitte sehr, gern geschehen.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Ich sollte die Sache im Auge behalten. Wenn ich das nicht in den Griff kriege, sehe ich schwarz für meine nächste Wiederwahl.

das werde ich nicht übernehmen, weil mein Protagonist so sehr von sich selbst eingenommen ist, dass er gar keinen Gedanken an die Gefahr des 'Nicht-Wieder-Gewählt- Seins' verschwendet.

Okay, also ein Protagonist ohne jeglichen Selbstzweifel.

Dann schau ich mal, was ich in den weiteren Abschnitten finde. Ich weiß aber nicht, wie weit ich komme, bevor mir die Augen schwer werden.

Zitat:
10. November 2018

An der 4A-Front ist immer noch keine Ruhe eingetreten - im Gegenteil: die Zahl der Geburten steigt ständig. Vom statistischen Amt wurde mir bereits (Füllwort, streichen oder versetzen. Es passt an dieser Stelle nicht so gut.) mitgeteilt, dass (hier könnte ein "bereits" hin, muss aber nicht) mehr als zwei Prozent aller Geburten Missgeburten (Die Wiederholung klingt unschön) seien - und von allen Fehlbildungen seien die 4A-Babys mit weit über 80% der größte Posten (Klingt wie ein Ausverkauf).
Berücksichtigt man (Ich bin kein Freund des unpersönlichen und verallgemeinernden Wörtchens "man") ,dass die Daten der Statistikfritzen (Hier bekommt seine Sprache einen Knick. Er wird gehässiger, herablassend) meist um Wochen verzögert erscheinen, muss das Thema heute noch (Füllwort, das mir gleichzeitig suggeriert, dass da noch was kommen müsste, im Sinne von: ... noch dringender, als ...) dringender sein.


Mein Vorschlag:
An der 4A-Front ist immer noch keine Ruhe eingetreten - im Gegenteil: die Zahl der Geburten steigt ständig. Laut Statistik kommen bereits zwei Prozent aller Babys mit Fehlbildungen zur Welt und davon fällt auf die 4A-Babys mit weit über 80% der höchste Anteil.
Wenn ich berücksichtige (bedenke), dass die Daten der Statistikfritzen meist erst nach wochenlanger Auswertung erscheinen, muss das Thema heute dringender denn je sein.


Zitat:
20. Dezember 2018
Heute berichtete der Professor, der die Studien zum 4A-Problem koordinierte, dem Plenum über die Ergebnisse.

Kann über Ergebnisse "berichtet" werden? Über Ereignisse, ja, aber über Ergebnisse? Diese werden eher "vorgelegt".

Zitat:
Die Arschgeige  hätte den ganzen Sermon

Auch wenn der Tagebuchschreiber sauer ist, finde ich diesen Ausdruck zu derb. rotwerd

Zitat:
... Instruktionen bekommen hätte, WAS er denn mit seinen Studien nachweisen sollte. Aber so weit wollte ich noch nicht gehen. Erst wenn ich sehe, dass seine Ergebnisse auch in Zukunft nicht im Sinne unserer Partei sind, werde ich diesen Schritt machen müssen.

Aha, der Staatspräsident darf sich also einen Grund ausdenken und ihn dann den Wissenschaftlern vorlegen, damit diese ihn an die Medien weitergeben können.

Zitat:
Es war ein Tag zum Heulen! Und das alles jetzt, kurz vor Weihnachten,
wo die Bevölkerung eine Beruhigungspille gebraucht hätte.
Wozu braucht die Bevölkerung Beruhigungspillen vor Weihnachten? Ist die Bevölkerung aufgebracht, wegen der Vierarm-Babys oder eher wegen der Finanzkrise? So nach dem Motto: Eingelullte Bürger kaufen mehr und regen das Wirtschaftswachstum an?
Das wird mir hier nicht klar.

Zitat:
07. Januar 2019
Weihnachts- und Neujahrsfeiertage. Da hat jemand die Zeit genutzt, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen:

Das könntest du in einem Satz zusammenziehen, damit die Feiertage nicht so einsam und haltlos am Anfang stehen:
Da hat jemand die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage genutzt, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen:

Zitat:
Der Verteidigungsminister bat um einen kurzfristigen Termin, der heute stattfand.

Diesen Satzanhang finde ich holprig. Ich würde den angehängten Satzteil streichen. Das "heute" könntest du im nächsten Satz einbauen.
Zitat:
Er kam (heute) in Begleitung dreier Generaldirektoren von einheimischen Waffenschmieden ...


Zitat:
Ich muss sagen,

Würde ich streichen. Erstens ist es eine Floskel, die zwar gesprochen ganz gut wirkt, aber geschrieben doch etwas komisch aussieht, und zweitens wiederholt sich "sagen" gleich nochmal.

Zitat:
... die Jungs waren gut vorbereitet

Der Sinn dieser Aussage wiederholt sich. Am Anfang dieses Tagebucheintrags wird schon erwähnt, dass sie die Zeit genutzt hatten, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Ist klar, dass sie nun gut vorbereitet sind.

Zitat:
Ihre Hauptaussagen waren
Wiederholung von "waren

Mögliche Lösung:
Die Jungs hatten überzeugende (stichhaltige, treffende) Argumente:

Zitat:
In knapp 20 Jahren kommen die ersten 4A-Jahrgänge in die Armee. Sie werden physisch wesentlich besser ausgestattet sein, (Den Teil vielleicht streichen, denn die physisch bessere Ausstattung benennst du ja gleich. Diese Aussage ist also doppelt) als heutige junge Menschen (Soldaten?) ,denn mit vier Armen können sie (Siehe: Die physisch bessere Ausstattung) zeitgleich zwei, statt nur eine Waffe bedienen.

Eine gruselige Vorstellung, die Vermarktung der "mutierten" Säuglinge bereits zu diesem Zeitpunkt zu planen. Aber so ist die Politik anscheinend. Shocked

Zitat:
... über die neuesten Veränderungen im 4A-Prozess

Der Ausdruck passt nicht. Es ist doch kein Prozess, sondern eine Entwicklung, bestenfalls ein Entwicklungsprozess.

Zitat:
verbunden mit dem Auftrag, mir bis in einer Woche mitzuteilen,

... mir bis Ende der Woche
oder
... mir spätestens in einer Woche

Zitat:
wo er in seinem Etat 20% einsparen könne.

Warum soll der Verteidigungsminister 20 % einsparen? Verstehe ich jetzt nicht. Ist ihm das gerade eingefallen, aus einer Laune heraus oder hat es etwas mit der Entwicklung der vierarmigen Kinder zu tun?

So, weiter mag ich heute nicht. Meine Augen brennen und mein Kopf strebt ab und zu gefährlich nahe auf die Tastatur zu.

Vielleicht mache ich morgen weiter
Bis dann
Pony


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Mardii
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BeitragVerfasst am: 28.05.2014 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ernst,

sehr erfreut wieder etwas aus deiner Feder zu lesen. Very Happy

Dein Text scheint mir insofern interessant, als er sich teils auf Verhältnisse aus der Gegenwart bezieht, teils eine Vision auf zukünftige Situationen wirft, ohne dabei konkrete Anlässe zu verwenden. Ich glaube, Science Fiction in Tagebuchform ist die angemessene Bezeichnung dafür.
So weit liest sich der Text flüssig, wenn ich auch kritisch anmerken muss, dass du einiges an sogenannten Füllwörtern verwendest, vornehmlich Adverbien. Das hat allerdings den Vorteil, nicht alle Sätze nach dem Schema S-P-O anlegen zu müssen. Texte die radikal von Adverbien gesäubert wurden, klingen etwas karg; deiner nicht.


Mir fällt auf, dass die Sprache des Präsidenten stilistischen Schwankungen unterworfen ist. Kann man als von Stimmungen abhängig ansehen. An manchen Stellen ist sie an die Umgangssprache unserer Tage angelehnt. Das ist interessant, weil man sieht, wie der Politiker semiprivat aus der Rolle fällt. Der Kontext dazu scheint mir erwähnenswert:

Ernst Clemens hat Folgendes geschrieben:
Die Arschgeige hätte den ganzen Sermon in zwei Sätzen zusammenfassen können. Erster Satz: ‚Wir wissen nichts‘. Zweiter Satz: ‚Geben Sie uns weitere fünf Millionen, dann setzen wir die Studien fort.‘ Am liebsten hätte er es gesehen, wenn er neben dem Geld noch klare Instruktionen bekommen hätte, WAS er denn mit seinen Studien nachweisen sollte. Aber so weit wollte ich noch nicht gehen. Erst wenn ich sehe, dass seine Ergebnisse auch in Zukunft nicht im Sinne unserer Partei sind, werde ich diesen Schritt machen müssen.
Es war ein Tag zum Heulen! Und das alles jetzt, kurz vor Weihnachten, wo die Bevölkerung eine Beruhigungspille gebraucht hätte.


Er fällt aus der Rolle "gegenüber" einem Lobbyisten der Pharmaindustrie, man merkt er ist ein rotes Tuch für den Präsidenten. Gerade diese Schwankungen passen zum Ausdrucks-Medium Tagebuch. Was du über die Arten von Tagebüchern schreibst, scheint mir in diesem Zusammenhang interessant:

Ernst Clemens hat Folgendes geschrieben:


Warum 'Tagebuch'? Für mich gibt es drei Klassen von Tagebüchern

1) das rein private Tagebuch, das nur für den Schreiber bestimmt ist. Das ist die Version, die mein Staatspräsident geschrieben hat. Es erfordert keine 'Spannung' und auf Political Corectness kann es ganz und gar verzichten.

2) das Tagebuch, welches einer möglichst breiten Öffentlichkeit Einblick in mein Privat-/Intimleben geben soll. Dieses Tagebuch ist zu 100% auf Effekt ausgerichtet.

3) das 'private Tagebuch', das posthum veröffentlicht wird. Es wird vor der Freigabe noch einmal überarbeitet und kritische Stellen werden eleminiert.

Es ging mir also nicht darum, eine spannende Geschichte zu schreiben, sondern zu zeigen, wie dieser Politiker tickt (ich habe übrigens nicht geschrieben, dass er unser Land regiert!)



Tagebücher haben eigentlich immer einen Adressaten und sei es, dass es der Schreiber selbst ist, der sie in der Zukunft lesen kann.

Mir fällt weiter auf, dass in dieser Vision, die Schlüsse und Konsequenzen aus dem 4A-Ereignis sehr schnell gezogen werden. Mir kommt die Reihenfolge auch etwas verkehrt vor. Bevor man sich Gedanken über den möglichen Einsatz der Vier-Armer macht, wäre es doch eigentlich schlüssiger, man würde vorher überlegen, wie man mit dem Problem bekleidungstechnisch fertig wird. Wink Davor würde ich selbst Überlegungen anstellen, wie man diese Kinder erziehen soll, welche Hilfen man ihnen angedeihen lassen sollte. Ich stelle mir vor, die Koordination von vier Händen, dürfte schwieriger sein, als mit zweien. Ich denke auch, das dieses Phänomen Einflüss auf das Gehirn solcher Menschen haben wird. Wie geht die Umwelt damit um u.sw.

Das sind Gedanken, die ich dazu mal einwerfen möchte.

Zum Schluss der Ereignisse fällt mir auf, dass es ein wenig hastig klingt. Klar der Präsident verliert seinen Job, aber es kommt mir alles etwas hingefrickelt vor. Das beginnt ab dem Datum 25. April, mir scheint du wolltest schnell zu einem Ende kommen. Aber dadurch werfen sich einige Fragen und Ungereimtheiten auf.

Das betrifft einmal diese Frage mit den "Sonneneruptionen", wo ich den Eindruck gewinne, die Konsequenz davon, sei dir erst während des Schreibens aufgefallen. Mir klingt das etwas konstruiert. Und es hat sich m.E. eine Unlogik eingeschlichen:

Ernst Clemens hat Folgendes geschrieben:
Ich habe dem Wissenschaftsminister nahegelegt, den Grund bei einem ‚gezielten Angriff aus dem All‘ suchen, bzw. finden zu lassen. Damit könnten wir in die Rolle des ‚Opfers übernatürlicher Feinde‘ schlüpfen, was uns Sympathien von anderen Staaten einbringt. Die Fäden für unsere Hegemonieansprüche können wir dann in Ruhe im Hintergrund weiter spinnen.


Das funktioniert nur, wenn die Nachbarstaaten das Geschehen in der West-Welt nicht beobachten können. Aber gerade dieses Vorkommen der 4A-Wesen nur in diesem Staat, bringt doch die Geheimdienste der Nachbar-Staaten auf den Plan. Und die werden merken, dass der Präsident selbst Lügen über seine Nachbarn verbreitet hat. Ergo werden die Nachbarn kein Mitleid haben.

Diese Geschichte mit dem Trichter kommt mir etwas wenig durchdacht vor:
Ernst Clemens hat Folgendes geschrieben:

Die Volkszeitung veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe ein von einem Satelliten aufgenommenes Bild des riesigen ‚Trichters‘. Dieser Trichter könne die gefährlichen Teilchen (die jetzt schon 4A-Teilchen genannt werden) bündeln und auf ein bestimmtes Land richten. Nur 4A-Teilchen, die mit Trichtereffekt auf die Erde geschossen werden, sind schädlich; alle anderen nicht. Die Weltöffentlichkeit kann sich jetzt ausgiebig mit der Frage beschäftigen, welche Macht hinter diesem Trichter steht und warum gerade unser Land mit 4A-Teilchen verseucht werden soll.


Vielleicht könntest du das eher als ein hanebüchenes Gerücht eines totalitären Staates einstreuen, wäre mir lieber.

Insgesamt finde ich deine Idee sehr reizvoll, vor allem die Geschichte in Form eines Tagebuchs zu schreiben. Du könntest heimliche Omnipotenzfantasien einbauen. Da lässt sich noch einiges heraus holen.

Liebe Grüße
Mardii


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Ernst Clemens
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BeitragVerfasst am: 29.05.2014 18:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Pony,

hier die aktuellste Version, die viele Deiner Hinweise berücksichtigt:



Kopfgeburten
Vor fast zehn Jahre löschte der große Gau alles Leben in der Hauptstadt aus. Seither ist das Gebiet großräumig durch Sicherheitskräfte abgesperrt. Trotzdem gelang es Peter Seuffert vor wenigen Tagen ins Sperrgebiet einzudringen. Ihm ging es nicht darum, Schätze zu plündern, er suchte nach Informationen. Und was er fand wird die Öffentlichkeit in Erstaunen versetzen: Er entdeckte das private Tagebuch des Staatspräsidenten, der in der Zeit von 2018 bis 2020 die Geschicke des Landes leitete. Hier sind Auszüge daraus:
12. Oktober 2018
Die Anzeichen häufen sich. Ich glaube nicht mehr an Zufall. Sogar die große Volkszeitung hat schon festgestellt, dass hinter der Sache System stecken muss: Sie hat in der rechten unteren Ecke der Titelseite extra eine Rubrik dafür eingerichtet. Und die dort untergebrachten Informationen werden täglich mehr. Bald wird diese Rubrik schon die Hälfte der Seite in Anspruch nehmen.
Erst trat das Phänomen nur im Süden des Landes auf, aber seit einigen Wochen werden aus dem ganzen Land Geburten von Kindern, die vier Arme haben, gemeldet. Die zusätzlichen beiden Glieder seien voll ausgebildet und normal gebrauchsfähig, so wie die ‚normalen‘ Arme, berichten die Ärzte aus den verschiedenen Krankenhäusern. Auch sonst seien die Babys kerngesund. Anfangs brachte die Volkszeitung jede dieser Mißgeburten mit groß aufgemachtem Foto auf die Titelseite. Eine Welle von Mitleid schwappte durch das Land. Die ersten betroffenen Eltern erhielten Beileidsbezeugungen von wildfremden Menschen. Das war vor drei Monaten. Ich erinnere mich, dass meine Frau und ich im Urlaub waren und sie mir das erste Bild eines vierarmigen Kindes zeigte. Aber jetzt werden neue Geburten von Kindern mit vier Armen nur noch nebenbei erwähnt. Die Finanzkrise im Land hat für die Medien einen höheren Stellenwert.
Es ist dumm, dass dieses Phänomen gerade jetzt, in den ersten Monaten meiner Amtszeit auftritt. Für alle anderen Problemen, die bisher auftraten, hat mein Vorgänger - hier darf ich es ja zugeben – beneidenswert vernünftige Lösungen gefunden, die ich mir zunutze machen kann.  Schade, dass er in der falschen Partei war! Aber das 4A-Problem, wie es bereits in der Alltagsdiskussion genannt wird, stellt ganz neue Anforderungen an die Regierung eines Landes.
Ich sehe es als meine Pflicht die Entwicklung mit größter Aufmerksamkeit zu beobachten, denn hier könnte es sich um eine Tendenz mit epochalen Folgen für unsere Gesellschaftsordnung handeln.
10. November 2018
An der 4A-Front ist immer noch keine Ruhe eingetreten - im Gegenteil: die Zahl der Geburten steigt ständig. Laut Statistik kommen bereits zwei Prozent aller Babys mit Fehlbildungen zur Welt und davon fällt auf die 4A-Babys mit weit über 80% der höchste Anteil.
Wenn ich berücksichtige, dass die Daten der Statistikfritzen meist erst nach wochenlanger Auswertung erscheinen, muss das Thema heute dringender denn je sein.
Ich habe den Wissenschaftsminister beauftragt, an den Universitäten Studien zum Thema zu starten und die benötigten Gelder dafür locker zu machen.
20. Dezember 2018
Heute legte der Professor, der die Studien zum 4A-Problem koordinierte, dem Plenum die Ergebnisse vor. Er kam in Begleitung einer ganzen Delegation von Lobbyisten der Pharmabranche. Dieser Professor salbaderte glatte zwei Stunden, die wir für dringendere Diskussionen hätten brauchen können. Die Arschgeige hätte den ganzen Sermon in zwei Sätzen zusammenfassen können. Erster Satz: ‚Wir wissen nichts‘. Zweiter Satz: ‚Geben Sie uns weitere fünf Millionen, dann setzen wir die Studien fort.‘ Am liebsten hätte er es gesehen, wenn er neben dem Geld noch klare Instruktionen bekommen hätte, WAS er denn mit seinen Studien nachweisen sollte. Aber so weit wollte ich noch nicht gehen. Erst wenn ich sehe, dass seine Ergebnisse auch in Zukunft nicht im Sinne unserer Partei sind, werde ich diesen Schritt machen müssen.
Es war ein Tag zum Heulen! Und das alles jetzt, kurz vor Weihnachten, wo die Bevölkerung eine Beruhigungspille gebraucht hätte. Eingelullte Bürger sind konsumfreudiger. Das hätte die Wirtschaft angekurbelt.
07. Januar 2019
Da hat jemand die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage genutzt, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen: Der Verteidigungsminister bat um einen kurzfristigen Termin. Er kam heute in Begleitung dreier Generaldirektoren von einheimischen Waffenschmieden, sowie des Vorsitzenden der Industrievereinigung. Die Jungs hatten überzeugende Argumente! Ihre Hauptaussagen waren: In knapp 20 Jahren kommen die ersten 4A-Jahrgänge in die Armee. Mit vier Armen können sie zeitgleich zwei, statt nur eine Waffe bedienen. Das wird die Schlagkraft unserer Streitkräfte verdoppeln, und gleichzeitig die Kosten senken. Aber man müsse sich rechtzeitig vorbereiten.
Die Waffenproduzenten ergänzten, dass solche Grundsatzentwicklungen Unsummen verschlingen würden und lange Vorlaufzeiten hätten. Die Forderung nach Fördergeldern lag klar auf dem Tisch.
Ich habe dieses Ansinnen kurzerhand zurückgewiesen, dafür aber zugesagt, dass die Herren stets vorab - und zwar vertraulich - über die neuesten Veränderungen im 4A-Prozess informiert würden. Das brächte ihnen mehr als monetäre Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Dem Verteidigungsminister habe ich an Ort und Stelle die entsprechenden Anweisungen gegeben, verbunden mit dem Auftrag, mir bis Ende nächster Woche Vorschläge zu unterbreiten, wo er in seinem Etat 20% einsparen könne.
16. Januar 2019
Die Polizei berichtet in den Medien über mehrere Vorfälle im Land: Schlepperbanden sollten einige der weiblichen 4A-Babys entführt haben mit dem Ziel, die Kinder frühest möglich in Bordellen und Harems einzusetzen. „Die befriedigen Männer schneller als normale Mädchen,“ soll ein gefasster Bandenboss freimütig gestanden haben.
Diese Entwicklung ist zwar menschlich verwerflich, hat aber für unsere Politik den unschätzbaren Vorteil, dass sich die Volkswut auf einzelne dubiose, ausländische Subjekte konzentriert. Das lenkt von den wirklichen Problemen im Inland ab (4A-Problematik und Finanzkrise). Kollateralschäden müssen in Kauf genommen werden, wenn dadurch andere, größere Benachteiligungen für das Volk abgewendet werden können.
20. Januar 2019
Mich beunruhigt, dass aus dem Ausland keine 4A-Fälle gemeldet werden. Müssten wir die Forschung zum 4A-Phänomen allein aus nationalen Budgets bestreiten, könnten wir das nicht schultern. Habe den Informationsminister beauftragt, in den Medien für Desinformation zu sorgen. Die Bürger müssen so die Gewissheit erlangen, dass das 4A-Problem eine Angelegenheit von weltweitem Ausmaß ist. Der Informationsminister genießt mein volles Vertrauen und ich ließ im völlig freie Hand bei der Umsetzung meines Auftrages. Er ist der Fähigste meiner Getreuen. Ich will ihn rechtzeitig in Stellung bringen, wenn ich nach zwei Regierungsperioden mein Amt von Gesetzes wegen abgeben muss.
28. Januar 2019
Die Kampagne des Informationsministers zur Desinformation zeigt bereits Wirkung. Die wichtigsten Tageszeitungen und Fernsehsender der umliegenden Länder berichten über 4A-Geburten in ihrem Bereich. Erste Anfragen für eine konzertierte Aktion der Wissenschaftler auf internationaler Ebene sind eingetroffen. Natürlich werden wir hier (als Erstbetroffene) eine Führungsposition einnehmen.
15. Februar 2019
Als Politiker muss ich proaktiv sein. Habe für heute die Spitzen der schwächelnden Textilindustrie in die Hauptstadt geladen. 4A bringt auch für diese Branche ganz neue Chancen. Wir müssen internationale 4A-Normen anschieben und dabei unser nationales Knowhow in die Waagschale werfen. Wer den ersten Vorschlag für Normen macht, ist immer im Vorteil. Ein einfacher und schneller Weg, um aus dem Image-Tief heraus zu kommen.
Mit dieser Aktion können wir einige Stimmen, die die Opposition an sich gerissen hat, wieder zurück holen.
Die ersten 150 Tage meiner Legislaturperiode sind vorbei. Ich muss mich jetzt auf Neuwahlen konzentrieren, das heißt im Klartext: unpopuläre Entscheidungen nur noch im äußersten Notfall treffen!
10. März 2019
Die Weltwährung hat den kritischen Interventionspunkt unterschritten. Hektische Aktivität in den weltweiten Finanzministerien und an den Börsen. Krisengipfel für nächste Woche in der Hauptstadt von Westland. Das 4A-Thema wird von der Finanzkrise in den Hintergrund gedrängt.
Welchen Profit können wir daraus schlagen?
25. April 2019
Heureka! Die Wissenschaftler glauben eine Ursache für das 4A-Phänomen entdeckt zu haben: Man fand in einigen Müttern der 4A-Babys Spuren von unbekannten Teilchen, die angeblich von Sonneneruptionen stammen.
Wir wissen, das 4A bis jetzt nur in unserem Land aufgetreten ist (alles andere ist das Ergebnis von Fehlinformationen, die wir selbst gestreut haben; es entspricht also nicht den Tatsachen).
Folgende Frage bleibt unbeantwortet: Wenn 4A eine Folge von Sonneneruptionen ist, warum trifft es dann nur unsere Nation und keine anderen Länder?
Ich habe dem Wissenschaftsminister nahegelegt, den Grund bei einem ‚gezielten Angriff aus dem All‘ suchen, bzw. finden zu lassen. Damit könnten wir in die Rolle des ‚Opfers übernatürlicher Feinde‘ schlüpfen, was uns Sympathien von anderen Staaten einbringt. Die Fäden für unsere Hegemonieansprüche können wir dann in Ruhe im Hintergrund weiter spinnen.
10. Mai 2019
Endlich - manchmal brauchen die Wissenschaftler verdammt lange, um etwas herauszufinden, sogar dann, wenn wir ihnen schon vorgegeben haben, was das Resultat sein soll!
Die Volkszeitung veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe ein von einem Satelliten aufgenommenes Bild des riesigen ‚Trichters‘. Dieser Trichter könne die gefährlichen Teilchen (die jetzt schon 4A-Teilchen genannt werden) bündeln und auf ein bestimmtes Land richten. Nur 4A-Teilchen, die mit Trichtereffekt auf die Erde geschossen werden, sind schädlich; alle anderen nicht. Die Weltöffentlichkeit kann sich jetzt ausgiebig mit der Frage beschäftigen, welche Macht hinter diesem Trichter steht und warum gerade unser Land mit 4A-Teilchen verseucht werden soll.
Mir bleibt jetzt mehr Zeit, mich intensiv auf meine Wiederwahl vorzubereiten. In diesem Land haben wir nur eine Legislaturperiode von zwei Jahren.
25. Juni 2020
Mist! Mist! Mist!
Das Volk hat meinen Genius nicht begriffen. Um sechs Prozent unterlag ich bei den Wahlen meinem Kontrahenten.
Ich werde mich jetzt aus diesem schmutzigen Geschäft endgültig zurück ziehen.


Besser so?

Herzliche Grüße
Ernst
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Ernst Clemens
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BeitragVerfasst am: 29.05.2014 18:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Pony,

hier noch einige Anmerkungen, warum ich einzelne Hinweise NICHT übernommen habe:

Zitat:
und von allen Fehlbildungen seien die 4A-Babys mit weit über 80% der größte Posten (Klingt wie ein Ausverkauf).
genau so soll es sein! Für diesen Politiker sind Menschen und ihre Schicksale nichts weiter als ein 'Posten in seiner Bilanz'.

Zitat:
... über die neuesten Veränderungen im 4A-Prozess

Der Ausdruck passt nicht. Es ist doch kein Prozess, sondern eine Entwicklung, bestenfalls ein Entwicklungsprozess.
auch das ist typisch: es ist für ihn ein Prozess, aus dem er Prestige/Gewinn zu schlagen gedenkt.

Zitat:
Warum soll der Verteidigungsminister 20 % einsparen? Verstehe ich jetzt nicht. Ist ihm das gerade eingefallen, aus einer Laune heraus oder hat es etwas mit der Entwicklung der vierarmigen Kinder zu tun?
Wenn wir schon mit den 4A-Soldaten im Etat sparen können, dann will der Präsident auch davon profitieren!

Schönen Abend!
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Epiker
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BeitragVerfasst am: 29.05.2014 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Clemens!

Also ich muss sagen, dass mir deine Geschichte sehr gut gefallen hat!
Dieser Tagebuchstil, er hat mich sehr an Bram Stokers Dracula erinnert, was mir sehr gefallen hat.

Und hör nicht auf die die sagen, dass es höchst unglaubwürdig ist, wenn Politiker Tagebücher führen, denn diese Leute vergessen dann, dass sogar Politiker (unglaublich aber wahr) nichts als einfache Menschen sind, die manchmal ein Ventil brauchen um ihrem Inneren Ausdruck zu verleihen bzw. über Vergangenes reflektieren zu können.

Nur schade finde ich, dass du die Geschichte nicht weiter ausgebaut hast. Gerade als es interessant wurde mit 4A brichst du ab.

Von wem kommt der Trichter? Was ist er genau?
Ist er außerirdisch oder ein geheimes Projekt der USA, eines Geheimdienstes oder Nordkoreas?

Das hätte man sicher noch etwas genauer wissen wollen.


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Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders!

-Homer-

(Dieses Zitat dürfte so manchem Schriftsteller mehr als einmal passiert sein Wink )
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Ernst Clemens
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BeitragVerfasst am: 30.05.2014 08:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Mardii,
schön, dass Du meine Geschichte gefunden hast. Danke Dir für Deine Anmerkungen. In der Zwischenzeit habe ich ja eine überarbeitete Fassung eingestellt. Gefällt Dir diese besser?

Zitat:
Mir fällt weiter auf, dass in dieser Vision, die Schlüsse und Konsequenzen aus dem 4A-Ereignis sehr schnell gezogen werden. Mir kommt die Reihenfolge auch etwas verkehrt vor. Bevor man sich Gedanken über den möglichen Einsatz der Vier-Armer macht, wäre es doch eigentlich schlüssiger, man würde vorher überlegen, wie man mit dem Problem bekleidungstechnisch fertig wird. Wink Davor würde ich selbst Überlegungen anstellen, wie man diese Kinder erziehen soll, welche Hilfen man ihnen angedeihen lassen sollte. Ich stelle mir vor, die Koordination von vier Händen, dürfte schwieriger sein, als mit zweien. Ich denke auch, das dieses Phänomen Einflüss auf das Gehirn solcher Menschen haben wird. Wie geht die Umwelt damit um u.sw.
man kann natürlich das 4A-Thema endlos ausweiten, ja sogar einen ganzen Roman dazu schreiben. Zum Beispiel könnte die gesamte verarbeitende Industrie des Landes auf Vordermann gebracht werden, weil 4A-Arbeiter am Fließband doppelt so viele Bewegungen/Montagen pro Arbeitszeit verrichten können. Damit würden die aktuellen Wettbewerber aus den Billiglohnländern wieder alt aussehen! Oder stell Dir einen 4A-Torwart als Nationalkeeper vor! Der würde die Bälle wie eine Krake halten können. So lange die internationalen Spielregeln in diesem Sport nicht geändert sind, wäre unser Land unangefochtener Spitzenreiter!


Zitat:
Zum Schluss der Ereignisse fällt mir auf, dass es ein wenig hastig klingt. Klar der Präsident verliert seinen Job, aber es kommt mir alles etwas hingefrickelt vor.
Der Präsident ist eben ein egoistisches Weichei. Er gibt kampflos auf.

Zitat:
Das funktioniert nur, wenn die Nachbarstaaten das Geschehen in der West-Welt nicht beobachten können. Aber gerade dieses Vorkommen der 4A-Wesen nur in diesem Staat, bringt doch die Geheimdienste der Nachbar-Staaten auf den Plan.
Diesen Umstand hat der Präsident bedacht. Er hat deshalb Desinformation über die Medien betrieben.

Zitat:
Diese Geschichte mit dem Trichter kommt mir etwas wenig durchdacht vor:
Der Staatschef will die 'Trichter-Theorie' bewusst vage halten. Nur so beschäftigt sich das Volk intensiv damit (jeder hat seine eigene Deutung vom 'Trichter'). Diese Beschäftigung lenkt von den eigentlichen Problemen des Landes (Finanzkrise) ab.

Herzliche Grüße
Ernst
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Ernst Clemens
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BeitragVerfasst am: 31.05.2014 10:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Grüß Dich, Epiker,

es freut mich, wenn Dir mein kleiner Ausflug in das Gehirn des Staatspräsidenten gefallen hat.

Ist Dir aufgefallen, dass ich nirgends erwähnt hatte, WELCHEM Staat er vorsteht? Ich will das bewusst ganz neutral halten. Deshalb auch kein Hinweis auf den 'Urheber' des Trichters.

Herzliche Grüße
Ernst
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BeitragVerfasst am: 01.06.2014 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ernst

Ja, besser. Es liest sich jetzt viel flüssiger.

Ich freue mich, dass ich dir helfen konnte. Es ist völlig in Ordnung, dass du nur das geändert hast, was dich überzeugt. So soll es sein.
Auch finde ich es prima, dass du die Gründe nennst, warum du manche Vorschläge ablehnst. Das macht doch das Miteinander hier im Forum aus. Wink Und ich lasse mich gerne von deinen Beweggründen überzeugen, warum du was so und nicht anders geschrieben hast.

Zitat:
hier noch einige Anmerkungen, warum ich einzelne Hinweise NICHT übernommen habe:

Zitat:
Zitat:
und von allen Fehlbildungen seien die 4A-Babys mit weit über 80% der größte Posten (Klingt wie ein Ausverkauf).

genau so soll es sein! Für diesen Politiker sind Menschen und ihre Schicksale nichts weiter als ein 'Posten in seiner Bilanz'.

Hier musste ich schmunzeln. Es ging mir im Grunde nur um das Wort "Posten". Und das hast du ja doch geändert. smile extra

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Warum soll der Verteidigungsminister 20 % einsparen? Verstehe ich jetzt nicht. Ist ihm das gerade eingefallen, aus einer Laune heraus oder hat es etwas mit der Entwicklung der vierarmigen Kinder zu tun?

Wenn wir schon mit den 4A-Soldaten im Etat sparen können, dann will der Präsident auch davon profitieren!

Gut, soweit verstehe ich das, aaaaber ...
Die Möglichkeit des Verteidigungsministers Geld einzusparen, bietet sich doch erst in 18 bis 20 Jahren, wenn die 4A-Kinder ausgewachsen sind. Jetzt schon diesbezüglich nach Sparmaßnahmen zu suchen, halte ich für etwas verfrüht.

Ich hatte in den letzten Tagen wenig Zeit, aber wenn du möchtest zupfe ich auch noch in dem Rest herum, zu dem ich bisher noch nicht gekommen bin. Oder beherzigst du lieber Epikers Rat:
Zitat:
Und hör nicht auf die die sagen, dass es höchst unglaubwürdig ist, wenn Politiker Tagebücher führen, denn diese Leute vergessen dann, dass sogar Politiker (unglaublich aber wahr) nichts als einfache Menschen sind, ...

Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, weil ich mich schon ein wenig darüber geärgert habe. Grr
Wie ich dich einschätze, wägst du aber das Für und Wider eines jeden Kommentars gründlich ab. Deshalb beschäftige ich mich gerne mit deinem Text.

Den neuen Anfang finde ich übrigens Klasse. Daumen hoch Der wirft viele Fragen auf, die neugierig machen. In meinem Kopf rasten auf einmal die Ideen herum, welche Ursachen die 4A-Geburten haben könnten. Wie es zu dem großen Gau gekommen sein könnte, und wie es mit den 4A-Kindern weitergegangen ist. Dieser Peter Seuffert könnte der Held eines Polit-, oder Wissenschafts-Thrillers werden. Diese Ideen haben mir einen Teil meines Schlafes geraubt,  aber sie ließen mich einfach nicht los. Möchtest du sie wissen?

Gruß
Pony


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Ernst Clemens
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BeitragVerfasst am: 02.06.2014 08:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Morgen liebe Pony,

Deine Kommentare sind für mich sehr wertvoll - vielen Dank dafür!

Zitat:
Hier musste ich schmunzeln. Es ging mir im Grunde nur um das Wort "Posten". Und das hast du ja doch geändert. smile extra
- voll erwischt! Das werde ich sofort wieder zurück korrigieren.

Zitat:
Die Möglichkeit des Verteidigungsministers Geld einzusparen, bietet sich doch erst in 18 bis 20 Jahren,
stimmt. Aber jede Regierung hat Finanzprobleme, denn überall sind die Wünsche der Bürger höher, als das vorhandene Budget. Wo immer sich der Schein einer Einsparmöglichkeit bietet, greift der Staatschef erbarmungslos zu.

Zitat:
aber wenn du möchtest zupfe ich auch noch in dem Rest herum,
- ich bitte darum!

Zitat:
Diese Ideen haben mir einen Teil meines Schlafes geraubt, aber sie ließen mich einfach nicht los. Möchtest du sie wissen?
- natürlich interessiert mich, was Dir den Schlaf raubt! Solltest Du aber Lust haben, Deine Ideen in einer eigenen Geschichte zu verarbeiten, dann nur zu! Die 'Basis-Idee 4A' darfst Du gerne verwenden.

Ich bin gespannt!

Ernst
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BeitragVerfasst am: 02.06.2014 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Ernst,

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Hier musste ich schmunzeln. Es ging mir im Grunde nur um das Wort "Posten". Und das hast du ja doch geändert.

- voll erwischt! Das werde ich sofort wieder zurück korrigieren.

Och, schade ... lol

Zitat:
Die Möglichkeit des Verteidigungsministers Geld einzusparen, bietet sich doch erst in 18 bis 20 Jahren,
Zitat:
stimmt. Aber jede Regierung hat Finanzprobleme, denn überall sind die Wünsche der Bürger höher, als das vorhandene Budget. Wo immer sich der Schein einer Einsparmöglichkeit bietet, greift der Staatschef erbarmungslos zu.

Ja, schon, aber auch auf so lange Sicht? Bin nicht ganz überzeugt.

Zitat:
Solltest Du aber Lust haben, Deine Ideen in einer eigenen Geschichte zu verarbeiten, dann nur zu! Die 'Basis-Idee 4A' darfst Du gerne verwenden.

Och nee, ich dachte, du schreibst den Roman. Blink
 
Meine nächtlichen Ideen schicke ich dir per PN. Muss ja hier nicht schon alles verraten. angel

Jetzt aber weiter im Text. Ich beginne mit dem 16. Januar 2019:

Zitat:
Das lenkt von den wirklichen Problemen im Inland ab (4A-Problematik und Finanzkrise).

Das ist eingefügt, als müsse der Leser an die Probleme erinnert werden. Finde ich etwas holprig.
Wenn du der Meinung bist, dass der Leser die Probleme des Landes bereits vergessen haben könnte, lässt sich das auch subtiler lösen.
Vielleicht so:
Das lenkt von der Finanzkrise ab, und von der Tatsache, dass wir bisher weder eine Ursache noch eine Lösung für die 4A-Problematik vorweisen können.

Zitat:
Kollateralschäden müssen in Kauf genommen werden, wenn dadurch andere, größere Benachteiligungen für das Volk abgewendet werden können.

Als Kollateralschaden sind wohl die Entführungen der weiblichen 4A-Babys gemeint. Welche anderen größeren Benachteiligungen für das Volk können denn dadurch abgewendet werden? Und wieso macht sich der "gute Mann" Gedanken um die Benachteiligung seines Volkes? Das passt nicht zu ihm, finde ich.

Zitat:
20. Januar 2019
Mich beunruhigt, dass aus dem Ausland keine 4A-Fälle gemeldet werden. Müssten wir die Forschung zum 4A-Phänomen allein aus nationalen Budgets bestreiten, könnten wir das nicht schultern. Habe den Informationsminister beauftragt, in den Medien für Desinformation zu sorgen. Die Bürger müssen so die Gewissheit erlangen, dass das 4A-Problem eine Angelegenheit von weltweitem Ausmaß ist.

Hmm ... Wenn ich das richtig verstehe, fürchtet der Staatspräsident, dass ihm die Gelder ausgehen, um die Forschung für das 4A-Problem zu betreiben. Er kann seinen Bürgern jedoch noch solange einreden, dass dieses 4A-Problem ein weltweites ist. Solange dieses Phänomen nicht tatsächlich in anderen Nationen auftritt, ist mit Geldern aus dem internationalen Fond nicht zu rechnen. Was soll ihm da die Fehlinformation an seine Bürger nützen?  

Zitat:
Der Informationsminister genießt mein volles Vertrauen und ich ließ (Zeitfehler: lasse, oder gebe ihm) im völlig freie Hand …


Zitat:
Die Kampagne des Informationsministers zur Desinformation zeigt bereits Wirkung. Die wichtigsten Tageszeitungen und Fernsehsender der umliegenden Länder berichten über 4A-Geburten in ihrem Bereich.

Hmm … da bin ich skeptisch. Wie bringt es der inländische Informationsminister fertig, dass ausländische Zeitungen seine Falschmeldungen drucken? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ungeprüft Artikel veröffentlichen, die ihnen vom Informationsminister eines anderen Landes untergeschoben werden.

Zitat:
Die ersten 150 Tage meiner Legislaturperiode sind vorbei. Ich muss mich jetzt auf Neuwahlen konzentrieren, …

Warum Neuwahlen nach nur 150 Tagen?

Zitat:
Das 4A-Thema wird von der Finanzkrise in den Hintergrund gedrängt. Welchen Profit können wir daraus schlagen?

Verstehe ich nicht. Profit aus dem, in den Hintergrund gedrängten 4A-Themas? Wie soll das gehen? Was meint er damit? Sorry, aber ich glaube, da stehe ich auf dem Schlauch. Könntest du da eine kurze Erklärung mitliefern?

Zitat:
25. April 2019
Heureka! Die Wissenschaftler glauben eine Ursache für das 4A-Phänomen entdeckt zu haben: Man fand in einigen Müttern der 4A-Babys …

"In den Müttern" ist unglücklich ausgedrückt. Wurden die Mütter durchwühlt, wie volle Mülleimer? Sorry, wenn ich das so krass ausdrücke, aber das war das Bild, das mir sofort in den Kopf schoss. Blink
Wahrscheinlich fand man im Blut oder in Zellproben der Mütter diese unbekannten Teilchen. Und wer ist "man"?
Besser. Sie fanden …
He, und warum eigentlich sind immer wir Frauen an allem schuld? Grr Veränderte Samenzellen des Mannes können ebensogut die Ursache sein. So! Schmoll lol

Zitat:
… Spuren von unbekannten Teilchen, die angeblich von Sonneneruptionen stammen.

Wenn die Teilchen unbekannt sind, woher wissen die Wissenschaftler dann, dass sie von Sonneneruptionen stammen?

Zitat:
Wir wissen, das 4A bis jetzt nur in unserem Land aufgetreten ist (alles andere ist das Ergebnis von Fehlinformationen, die wir selbst gestreut haben; es entspricht also nicht den Tatsachen).

Das weiß der Leser bereits, und der Politiker wird sich bestimmt nicht selber daran erinnern müssen. Wenn du diese Erinnerung beibehalten möchtest, würde ich sie etwas subtiler einbauen.
 
Hier wiederholen sich die Aussagen. Zum einen:
Zitat:
Wir wissen, das 4A bis jetzt nur in unserem Land aufgetreten ist ...

zum anderen:
Zitat:
warum trifft es dann nur unsere Nation und keine anderen Länder?

Vielleicht könntest du diesen Tagebucheintrag etwas zusammenziehen und damit straffen?

Möglichkeit:
Allen selbst gestreuten Fehlinformationen zum Trotz wissen wir, dass 4A bis jetzt nur in unserem Land aufgetreten ist. Wie sollen wir das als Folge der Sonneneruption erklären?
Den Rest "warum trifft es dann nur unsere Nation und keine anderen Länder?" kann sich der Leser denken.

Zitat:
Ich habe dem Wissenschaftsminister nahegelegt, den Grund bei einem ‚gezielten Angriff aus dem All‘ suchen, bzw. finden zu lassen.

Auch ein wenig umständlich ausgedrückt. Einfacher wäre:
Ich habe dem Wissenschaftsminister nahegelegt, als Grund einen ‚gezielten Angriff aus dem All‘ zu erfinden (zu nennen?).

Zitat:
Endlich - manchmal brauchen die Wissenschaftler verdammt lange, um etwas herauszufinden, sogar dann, wenn wir ihnen schon vorgegeben haben, was das Resultat sein soll!

Vereinfachter ausgedrückt:
... sogar dann, wenn wir ihnen das Resultat schon vorgegeben haben!
 
Zitat:
Mir bleibt jetzt mehr Zeit, mich intensiv auf meine Wiederwahl vorzubereiten. In diesem Land haben wir nur eine Legislaturperiode von zwei Jahren.

Er regiert aber doch erst seit weniger als einem halben Jahr. Immer noch keinen Schimmer, warum jetzt Wahlen anstehen.

Zitat:
25. Juni 2020
Mist! Mist! Mist!
Das Volk hat meinen Genius nicht begriffen. Um sechs Prozent unterlag ich bei den Wahlen meinem Kontrahenten.
Ich werde mich jetzt aus diesem schmutzigen Geschäft endgültig zurück ziehen.

Die Bevölkerung kann sich glücklich schätzen. Obwohl ich ja nicht weiß, ob der nächste Staatspräsident besser ist.  hmm

Das wärs erst mal. Wenn du einen Roman draus machst, möchte ich den gerne lesen.

Einen lieben Gruß
Christa


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Ernst Clemens
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 72
Beiträge: 734
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 03.06.2014 13:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Christa,

es macht Spaß, mit Dir gemeinsam am Text zu arbeiten. Vielen Dank für Deine Mühe!

Zitat:
Zitat:
Die Möglichkeit des Verteidigungsministers Geld einzusparen, bietet sich doch erst in 18 bis 20 Jahren,
Zitat:
stimmt. Aber jede Regierung hat Finanzprobleme, denn überall sind die Wünsche der Bürger höher, als das vorhandene Budget. Wo immer sich der Schein einer Einsparmöglichkeit bietet, greift der Staatschef erbarmungslos zu.

Ja, schon, aber auch auf so lange Sicht? Bin nicht ganz überzeugt.
natürlich, denn der liebe Staatschef ist ja so von sich überzeugt, dass er in den nächsten Legislaturperioden das Steuer noch fest in der Hand haben wird!


Zitat:
Zitat:
Kollateralschäden müssen in Kauf genommen werden, wenn dadurch andere, größere Benachteiligungen für das Volk abgewendet werden können.

Als Kollateralschaden sind wohl die Entführungen der weiblichen 4A-Babys gemeint. Welche anderen größeren Benachteiligungen für das Volk können denn dadurch abgewendet werden? Und wieso macht sich der "gute Mann" Gedanken um die Benachteiligung seines Volkes? Das passt nicht zu ihm, finde ich.
Er macht sich nur Gedanken darüber, wie er sich 'weltmännisch' darstellen kann. Das Volk (sein Volk!) ist ihm völlig schnuppe, sofern es ihn wieder wählt.

Zitat:
Zitat:
20. Januar 2019
Mich beunruhigt, dass aus dem Ausland keine 4A-Fälle gemeldet werden. Müssten wir die Forschung zum 4A-Phänomen allein aus nationalen Budgets bestreiten, könnten wir das nicht schultern. Habe den Informationsminister beauftragt, in den Medien für Desinformation zu sorgen. Die Bürger müssen so die Gewissheit erlangen, dass das 4A-Problem eine Angelegenheit von weltweitem Ausmaß ist.

Hmm ... Wenn ich das richtig verstehe, fürchtet der Staatspräsident, dass ihm die Gelder ausgehen, um die Forschung für das 4A-Problem zu betreiben. Er kann seinen Bürgern jedoch noch solange einreden, dass dieses 4A-Problem ein weltweites ist. Solange dieses Phänomen nicht tatsächlich in anderen Nationen auftritt, ist mit Geldern aus dem internationalen Fond nicht zu rechnen. Was soll ihm da die Fehlinformation an seine Bürger nützen?
Der Nutzen ergibt sich aus der Trägheit der Medien(-mitarbeiter). Heute schreibt doch jeder Journalist vom andern ab! Das ergibt den gewünschten internationalen Schneeball-Effekt. Und sofort fließen die internationalen Gelder!

Zitat:
Die ersten 150 Tage meiner Legislaturperiode sind vorbei. Ich muss mich jetzt auf Neuwahlen konzentrieren, …

Warum Neuwahlen nach nur 150 Tagen?
Ein Politikr vom Schlage unseres Staatspräsidenten muss lange vor Beginn der Wahlen dafür sorgen, dass er keine unpopulären Entscheidungen mehr trifft (die ihm Wählerstimmen kosten könnten). Dieses Phänomen kennen wir doch aus Berlin zur Genüge!

Zitat:
Das 4A-Thema wird von der Finanzkrise in den Hintergrund gedrängt. Welchen Profit können wir daraus schlagen?

Verstehe ich nicht. Profit aus dem, in den Hintergrund gedrängten 4A-Themas? Wie soll das gehen? Was meint er damit? Sorry, aber ich glaube, da stehe ich auf dem Schlauch. Könntest du da eine kurze Erklärung mitliefern?
hier geht es mir um die ERSTE Frage, die sich mein Protagonist immer stellt: 'Welchen Gewinn kann ich daraus ziehen?'


Zitat:
Zitat:
… Spuren von unbekannten Teilchen, die angeblich von Sonneneruptionen stammen.

Wenn die Teilchen unbekannt sind, woher wissen die Wissenschaftler dann, dass sie von Sonneneruptionen stammen?
Das 4A-Phänomen ist ja noch nicht erforscht (die Fördergelder sind noch nicht da!). Deshalb vermutet man nur ... beweisen kann man noch nichts.

Zitat:
Zitat:
Mir bleibt jetzt mehr Zeit, mich intensiv auf meine Wiederwahl vorzubereiten. In diesem Land haben wir nur eine Legislaturperiode von zwei Jahren.

Er regiert aber doch erst seit weniger als einem halben Jahr. Immer noch keinen Schimmer, warum jetzt Wahlen anstehen.
siehe oben


Alle anderen Punkte werde ich einbauen/ändern.

Danke für Deine Roman-Idee: Du bekommst gleich noch eine PN dazu.

Herzliche Grüße
Ernst
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Pony
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Beiträge: 282
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 05.06.2014 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Ernst,

mir macht es auch Spaß, mich so intensiv mit Texten auseinander zu setzen. Vor allem, wenn ich sehe, dass meine Bemühungen nicht umsonst sind. smile
Du hast mir in deinen Antworten jetzt den Staatspräsidenten noch ein wenig näher gebracht. Ich denke, die Fragen die er sich stellt, in Hinsicht auf seine politische Karriere und Einsparungen, charakterisieren ihn wirklich deutlich.

Zitat:
Der Nutzen ergibt sich aus der Trägheit der Medien(-mitarbeiter). Heute schreibt doch jeder Journalist vom andern ab! Das ergibt den gewünschten internationalen Schneeball-Effekt. Und sofort fließen die internationalen Gelder!

Ist das tatsächlich so? Ich kann mir schon vorstellen, dass Journalisten voneinander abschreiben, aber wenn es darum geht, dass Politiker Gelder locker machen sollen, würden sie dann nicht über die Tatsachen lang und breit debattieren, sie prüfen und erst nach Ewigkeiten eine Zahlung beschließen, bzw. ablehnen?
Andererseits, wenn ich mir deinen tagebuchschreibenden Staatspräsidenten ansehe, könnte ich mir vorstellen, dass der relativ schnell bereit wäre, eine andere Nation finanziell zu unterstützen, wenn er sich davon einen Vorteil verspricht. Dann müssen die "dusseligen" Bürger eben mal wieder mehr Steuern zahlen.
Du siehst, langsam finde ich mich in die politische Denkweise hinein. lol

Zitat:

Zitat:
Warum Neuwahlen nach nur 150 Tagen?

Ein Politiker vom Schlage unseres Staatspräsidenten muss lange vor Beginn der Wahlen dafür sorgen, dass er keine unpopulären Entscheidungen mehr trifft (die ihm Wählerstimmen kosten könnten). Dieses Phänomen kennen wir doch aus Berlin zur Genüge!

Okay, überzeugt. Ich kenne dieses Phänomen zwar nicht, denn was Politik angeht, bin ich sehr uninformiert. Aber gut, dann planen die Mächtigen des Landes ihre Wiederwahl also schon fast vom ersten Tag ihrer Amtszeit an.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
… Spuren von unbekannten Teilchen, die angeblich von Sonneneruptionen stammen.


Wenn die Teilchen unbekannt sind, woher wissen die Wissenschaftler dann, dass sie von Sonneneruptionen stammen?

Das 4A-Phänomen ist ja noch nicht erforscht (die Fördergelder sind noch nicht da!). Deshalb vermutet man nur ... beweisen kann man noch nichts.

Schon klar, dass über das 4A-Phänomen nur vermutet werden kann.
Was mich stört, sind die "unbekannten" Teilchen. Wenn sie unbekannt sind, dann können auch keine Rückschlüsse auf ihre Herkunft (eventuelle Sonneneruptionen) geschlossen werden. Dazu müssten die Wissenschaftler zumindest schon mal ähnliche Teilchen gesehen haben.
Am Einfachsten wäre es, "unbekannten" zu streichen.
Oder du fügst etwas in dieser Art ein:  … Spuren von nicht näher bekannten Teilchen, die …
Damit wäre gesagt, dass die Teilchen nicht völlig unbekannt sind und zumindest über ihre Herkunft spekuliert werden kann.

So, und jetzt ziehe ich eine Zahl von eins bis zehn und schau mal, an welchem meiner angefangenen Werke ich weitermache.  wink

Liebe Grüße
Christa


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