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Übung Harte Schnitte Titellos

 

 
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Leseloewin
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 54
Beiträge: 104
Wohnort: Essen


BeitragVerfasst am: 21.07.2013 11:33    Titel: Übung Harte Schnitte Titellos eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dies ist gleichzeitig die Fortsetzung eines anderen Beitrages. Lieben Gruss Buch
http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?p=756044#756044

Tatjana Wagner lächelte zufrieden. Wie leicht war es doch gewesen, Hauptkommissar Christian Müller hinters Licht zu führen. Tatjana hätte nicht geglaubt, dass Christian Müller ohne Weiteres hinnehmen würde, der Freund ihrer Schwester stecke hinter der ganzen Drogengeschichte. „Ich bin doch die perfekte Schauspielerin“, dachte Tatjana bei sich. Aber kein Wunder, bei dem ganzen Vorstrafenregister des Freundes ihrer Schwester würde der Kommissar unweigerlich den Schluss ziehen, er habe auch mit Drogenhandel zu tun. „Mir wird man schon nichts nachweisen können, da ich ein unbescholtenes Blatt bin“, sagte Tatjana im Stillen zu sich selbst. „Alexander hat zu viel auf dem Kerbholz, um der Polizei glaubhaft machen zu können, ich stecke hinter der ganzen Drogengeschichte.“

 Meine Schwester und ich hatten schon seit unserer Pubertät Differenzen, das wurde mit zunehmenden Alter nicht besser. Selbst Sarah wusste nicht, dass ich schon mit 14 auf Partys heimlich Joints geraucht habe und unsere Eltern haben das sowieso nicht mitbekommen. Für sie war ich immer die Musterschülerin mit der Note 1 in fast allen Fächern und ich war deshalb ihre Lieblingstochter. Immer bekam ich die neuesten Klamotten, während Sarah mit Schwierigkeiten in der Schule zu kämpfen hatte. Natürlich gab ich ihr Nachhilfeunterricht, um vor unseren Eltern noch besser dazustehen. Kurz nach dem Abitur, welches Sarah auch dank meiner Hilfe doch noch geschafft hatte, lernte sie Alexander Brucker kennen.

Im Präsidium angekommen, ließ sich Christian Müller die Akte von Alexander Brucker kommen. Nachdenklich blätterte er von Seite zu Seite. Sein Vorstrafenregister war sehr lang, es reichte von versuchten Autodiebstählen bis hin zu Einbrüchen in Supermärkten.
„Aber irgendetwas war faul an der ganzen Geschichte, denn Drogenkriminalität war ihm bisher nicht nachzuweisen.
Am Besten vernehme ich jetzt erst einmal Alexander Brucker“, überlegte Christian Müller.

Gesagt, getan. Christian Müller ließ Alexander Brucker in das Verhörzimmer führen. Kaum hatten sich die beiden auf die unbequemen Stühle gesetzt, fing Alexander Brucker zu sprechen an.
„Ich schwöre, ich habe mit dem Mord an Sarah nichts zu tun“, und fing beinahe an zu weinen. „Aber wenn ich mit der Wahrheit auspacke, bin ich bald ein toter Mann!“
Christian Müller zweifelte bald an den Verstand von Alexander Brucker.
„Ich bin zwar schon oft mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, wie Sie wahrscheinlich schon wissen, aber mit Drogenbeschaffung habe ich noch nie etwas zu tun gehabt!“
Nun, reden Sie schon“, sagte der Kommissar grob.
„Sie werden mir ja doch nicht glauben“, erwiderte Alexander Brucker.
„Das wird sich noch zeigen, also heraus mit der Sprache“.
„Sarahs Schwester steckt hinter der ganzen Geschichte, vermutlich ist Tatjana auch ihrer Mörderin! Tatjana hat mir und Sarah nicht nur die Drogen beschafft, sie hat uns erst auch zum Drogenkonsum verführt.Alles fing bei einer Studentenparty an, zu der uns Tatjana mitgenommen hat.
An diesem Abend wurden reichlich Joints geraucht,  nicht nur von Tatjana selbst, und wir wollten nicht als Spielverderber dastehen. Später im Laufe des Abends wurde auch zu härteren Drogen gegriffen. Da ahnten Sarah und ich noch nicht, wie tief Tatjana uns in diese Geschichte hineinziehen würde. Einmal angefangen, konnten wir mit den Drogen nicht mehr aufhören“

„Mist“, dachte Sarah am nächsten Morgen sich, „hätte ich mich doch von Tatjana nicht dazu überreden lassen, gemeinsam mit Alexander zu dieser Studentenparty zu gehen. Dann hätte mich Tatjana nicht ihren sogenannten Freunden vorstellen können. Das alle nur gesprochen Deutsch mit russischem Akzent sprachen, hätte mir gleich zu denken geben sollen. Und ich hätte mich nicht von Tatjana davon überzeugen lassen sollen, aus Gefälligkeit sogenannte Kurierdienste zu übernehmen. Wäre doch alles ganz harmlos und es würde keinerlei Gefahr für mich dabei bestehen. Dabei wusste ich ganz genau, was in diesen harmlosen Päckchen enthalten war!“
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mummelputz
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 40
Beiträge: 3



BeitragVerfasst am: 30.07.2013 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leseloewin,

ich habe mir den Beitrag in diesem Thread durchgelesen. Ziel der Übung "Harte Schnitte" ist es, so viele Perspektivenwechsel, wie  möglich einzubauen, um der Handlung mehr Tiefe und Dynamik zu geben.

Das ist dir, würde ich sagen, leider nur zum Teil gelungen.Du wechselst zwar häufiger die Personen über die du schreibst, aber nicht die Perspektive. Die bleibt irgendwie immer gleich. Alle Personen sprechen und denken (Warum in Anführungszeichen?) ähnlich. Ihre Beschreibung weicht nicht wirklich von der, der anderen Personen ab und das sollte bei einem echten Perspektivenwechsel eigentlich der Fall sein.     

Ich finde kein Kriterium, außer den Namen und die Funktion in der Geschichte, die deine Personen unterscheidet. Du betonst die Namen der Personen zwar außergewöhnlich stark und wiederholst sie oft (zu oft), aber das macht sie für mich trotzdem nicht individueller. Der Schreibstil selbst bleibt gleich.

Mir sind deine Perspektivenwechsel zu oberflächlich. Ich würde mir wünschen, dass du mehr in die Tiefe gehst. Mehr von der Innenperspektive deiner Personen zeigst. Wie sehen sie die Welt? Was macht sie einzigartig? Was lässt sie so sein, wie sie sind?        
   
lg
mummelputz


_________________
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. (Samuel Beckett)
(Immer wieder versucht, immer wieder gescheitert. Kein Problem. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.)
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