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Die Kinder in Afrika


 

 
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Gemesis
Erklärbär


Beiträge: 2



BeitragVerfasst am: 26.02.2011 16:10    Titel: Die Kinder in Afrika eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi, ich bin neu hier und dies ist der erste Text denn ich je veröffentlicht habe. Abgesehen von Aufsätzen und dergleichen. Aber geht nicht schonend mit mir um ich möchte ehrlich wissen ob ich Potential in diesem Bereich habe. Und Entschuldigung falls ich den Text falsch oder unzureichend Klassifiziert habe, ich weiß nicht genau wie man so etwas nennt.

Er war auf seinem Bett, halb sitzend, halb liegend, in eine Decke gewickelt und dachte nach. Über alles was ihn in seiner Jugend zu diesem Punkt, seinem Zustand, gebracht hatte. Als er einmal Geld wollte und seine Eltern im vorschlugen dafür zu arbeiten, warum haben sie ihn das Unkraut aus den Fugen im Gartenweg, schaben lassen; Die erfahrungsleerste und sinnloseste Aufgabe die er sich ausdenken konnte. Wieso hatten sie nicht versucht ihn für jemanden arbeiten zu lassen, sein Vater hätte sich unter seinen Patienten um hören können, ob sie eine kleine Aufgabe zu erledigen hätten, oder ihn schlicht an Türen klingeln lassen sollen. Irgendetwas das ihm ein wenig Initiative, Sozialverhalten, oder schlicht Erfahrungen hätte lehren können. Für sie schien Erziehung, oder Kindsein, eine Fremdsprache zu sein die sie kaum sprachen. Das Kind möchte Geld, Es ist angemessen es in irgend einer Weise dafür Arbeiten zu lassen und es ihm nicht einfach zu geben, vielleicht um ihm beizubringen das Arbeit sich lohnt. Der ganze Subtext geht verloren: Das man selbst für etwas arbeitet, bedeutet das man nach draußen geht um sich zu holen was man möchte, um zu lernen, was man tun muss um etwas zu erreichen, die Situation einzuschätzen und auch zu wissen für was es sich überhaupt lohnt zu arbeiten. Stattdessen führten seine Eltern ihn an der Hand in die sozial isolierte, umzäunte Sicherheit des Gartens, zu seiner ersten Arbeit, einem prägendes Erlebnis, einer einzelne Handbewegung. Wie Fließbandarbeit, nur das sich nichts bewegte.
Aber andererseits, konnten seine Eltern den schlichten Wunsch ihres Sohnes, nach ein paar mehr Sachen, als schicksalsentscheidendes Ereignis erkennen? War es das? Oder war es einfach ein Gefallen, den sie ihm taten. Fünf Euro pro Stunde für den einfachsten Job der Welt, zwischen grünem Gras und blühenden Fliederbüschen, auf denen sich Schmetterlinge niederließen und über ihm die helle Sommersonne, die allem einen ätherischen Schimmer verlieh.
War es nicht sowieso egal was in der Vergangenheit war? Selbst wenn er sein ganzes leben wiederhohlen könnte, währe er schließlich wieder er, in der gleichen Stadt im gleichen Haus, mit den gleichen Eltern mit dem gleichen Maß an Wohlstand, vielleicht mit etwas mehr Akademischen und Künstlerischen Fähigkeiten und Aussichten, aber das ging auch jetzt in Ordnung, hoffentlich ein paar mehr Freunde und Erinnerungen, aber im Grunde mit nicht viel mehr Möglichkeiten als er jetzt schon besaß.
Vielleicht war es nur wichtig, dass er in der Lage war diese Perspektive auf sein Leben einzunehmen und die Probleme in diesen alten Situationen zu entdecken. War, dass er diese Fehler sah nicht schon ein starkes Indiz dafür, dass er sie in Zukunft vermeiden konnte; endlich anfing ein Leben zu leben, für das sich die Mühe lohnt?
Aber das war nicht was er tat. Er saß/lag in seinem Bett und dachte über die Vergangenheit nach. Wie konnte dies die Lösung zu seinem Problem sein, wenn es sich nicht vom Problem unterschied? Wäre nicht jede Art von Aktivität besser als dieses Grübeln. Es wäre wohl nicht hilfreicher seinen Kopf in den Ofen zu stecken. Der Gedanke war albern.Vielleicht wäre es hilfreich einfach aufzustehen und auf die Straße zu treten. Sich von der erdrückenden Gravitation, seiner unaufhörlich um die gleichen Themen kreisenden Gedanken, mit einem gewaltsamen Ruck zu befreien. Vielleicht wäre er ein neuer Mann wenn er aus der Tür trat, vielleicht wäre er endlich ein Mann wenn seine Füße die Straße berührten. Keine Beschränkungen, einfach dem nächsten Impuls folgen und damit fertig werden.
Währe sein nächster Impuls nicht sich vor der Kälte zu schützen und wieder hinein zu gehen?
Wahrscheinlich wartete Jesus auch schon vor seiner Tür um ihn zu segnen und ihn zu seinem Zwillingssohn zu erklären, Fanfaren  würden erklingen, tanzende Ewoks überall.
Vielleicht war sein Leben auch gar nicht so Furchtbar. Die Kinder in Afrika.

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Tina M.
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 150
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 04.03.2011 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gemesis,

ich bin kein Philosoph, deshalb weiß ich nicht, ob ich deinen Text fachlich beurteilen kann. Aber ich kann ja mal schreiben, wie er auf mich gewirkt hat.

Ein Junge, der nachdenkt, über sich, seine Eltern, Arbeit und den Sinn des Lebens. Eine schwierige Aufgabe, die du dir gestellt hast. Ungefähr nach einem Drittel des Textes habe ich nicht mehr  so recht verstanden, was seine Eltern wollen, was er will, weil die Gedanken irgendwie durcheinander liefen. Mein Vorschlag: Schreibe erst klar, was der Junge will, dann was seine Eltern möchten, oder was er zumindest meint, was sie möchten. Helfen würde dabei auch, wenn du die Sätze kürzt.


Zitat:
Das man selbst für etwas arbeitet, bedeutet das man nach draußen geht um sich zu holen was man möchte, um zu lernen, was man tun muss um etwas zu erreichen, die Situation einzuschätzen und auch zu wissen für was es sich überhaupt lohnt zu arbeiten.


Der Satz ist schlichtwegs zu lang. Die Gefahr ist, dass der Leser am Ende des Satzes nicht mehr weiß, wie er angefangen hat. Und dann geht der Sinn natürlich verloren.

Aufgefallen sind mir auch ein paar Rechtschreibfehler, z.B.

Zitat:
dafür Arbeiten

dafür arbeiten

Zitat:
Das man

dass man

Zitat:
sein ganzes leben

sein ganzes Leben

Zitat:
Akademischen und Künstlerischen Fähigkeiten

akademischen und künstlerischen Fähigkeiten

Zitat:
Währe sein nächster

Wäre sein nächster

Zitat:
nicht so Furchtbar.

nicht so furchtbar

Wie gesagt, generell finde ich dein Thema interessant und wenn du es überarbeitest, eine Gliederung rein- und Rechtschreibfehler rausbringst, wäre es wirklich eine tolle Leistung.

Liebe Grüße
Tina


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"Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen."
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Alogius
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Beiträge: 3637

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 05.03.2011 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

zuerst zur Einordnung: "Experimentell" würde ich dies nun nicht nennen. Es mag für Dich ein Experiment sein, weil Du (wie in Deiner Einführung steht) zuvor bisher Aufsätze und dergleichen geschrieben hast. Aber von Stil und Aufbau her ist es keineswegs ein Experiment. Philosophisch kommt dem näher, obschon das Ganze eher einer Alltagsphilosophie (was ich nicht bös meine) gleicht: Die Erkenntnisse sind nicht universal, obwohl sicher generell anwendbar, die Textform gleicht einer Betrachtung, vielleicht einer biografischen?

Zum Text:

Du hast einige sehr auffällige Rechtschreibfehler gemacht. In der Hinsicht solltest Du unbedingt etwas nachholen.
Ein paar Beispiele dazu wurden Dir ja bereits genannt, möchte ich nicht wiederholen.

Außerdem neigst Du dazu, Verschachtelungen zu setzen, die auf diese Weise nicht funktionieren.
Zwei Beispiele dazu:
Zitat:
Das man selbst für etwas arbeitet, bedeutet dass man nach draußen geht um sich zu holen was man möchte, um zu lernen, was man tun muss um etwas zu erreichen, die Situation einzuschätzen und auch zu wissen für was es sich überhaupt lohnt zu arbeiten.

Das wurde bereits zitiert, ich möchte dennoch etwas dazu sagen:
Abgesehen von einigen kleinen Fehlerchen wirkt dieser Schachtelsatz irreführend und unnötig verkomplizierend, weil Du zum Beispiel "arbeiten" (nur in anderer Form) in diesem Satz wiederholst (das ist etwas plump). Das gesamte Konstrukt würde, verteilt auf kürzere Sätze oder zusammengefasst nachvollziehbarer sein. Wie hier vorliegend verliert man als Leser den Zusammenhang, zumal die Wortwahl einer Verschachtelung nicht angemessen ist - zu viel "um" und zu viel Dumherum.
Zitat:
Als er einmal Geld wollte und seine Eltern im vorschlugen dafür zu arbeiten, warum haben sie ihn das Unkraut aus den Fugen im Gartenweg, schaben lassen; Die erfahrungsleerste und sinnloseste Aufgabe die er sich ausdenken konnte.

Die Trennung mit einem Semikolon ist zwar in Ordnung, aber erstens solltest du dann mit Kleinschreibung fortfahren, zweitens hättest Du statt des Semikolons auch ein Fragezeichen setzen können. Dann wären zwei Hauptsätze daraus geworden, und schon wäre mehr Überblick vorhanden.
Ich habe ein - subjektives - Problem mit der Steigerung von "sinnlos": Wie kann etwas sinnloser sein als sinnlos? Das mögliche Argument, dies wirke besonders poetisch, kann nicht gelten - das Wort allein ist bereits grausig. Ich schlage vor, das zu verändern, sinngemäß in etwas wie: "Eine sinnlosere Aufgabe gab es nicht." (nur ein Beispiel) Dann haben wir trotzdem eine Steigerung, aber sie ist sprachlich weniger holprig.

Ab jetzt in der Chronologie des Textes:

Allgemein solltest Du mehr Sorgfalt in Satzbau, Struktur und Wortwahl legen. Vieles liest sich plump und verdreht, wiederholt sich oder entstellt durch überflüssige Verschachtelungen (siehe oben) und Gedankensprünge den Sinn des Textes bzw. einiger Passagen.
Beispiele dazu:
Zitat:
Er war auf seinem Bett, halb sitzend, halb liegend, in eine Decke gewickelt und dachte nach.

Dieser Anfang ist sehr starr ("war") und ebenfalls langweilig. Ein Text, der mit dem - explizit formulierten - Nachdenken des Protagonisten beginnt, liest sich wirklich wie ein Aufsatz.
Theoretisch könntest du den gesamten Satz eintüten und wegwerfen. Mein Vorschlag für einen Anfang, der sinngemäß dasselbe beschreibt:
"Er lag auf dem Bett, in eine Decke gewickelt."
Fertig. Da im Folgenden Gedanken beschrieben werden, verzichte auf die Erwähnung, dass er nachdenkt. Das merkt man als Leser ohnehin in den folgenden Passagen, und der Anfang liest sich schlicht und einfach.
Darum kann dann auch dies
Zitat:
Über alles was ihn in seiner Jugend zu diesem Punkt, seinem Zustand, gebracht hatte.

gestrichen werden - ein leichterer Anfang in den Text.

Zitat:
Wieso hatten sie nicht versucht ihn für jemanden arbeiten zu lassen, sein Vater hätte sich unter seinen Patienten um hören können, ob sie eine kleine Aufgabe zu erledigen hätten, oder ihn schlicht an Türen klingeln lassen sollen.

Es ist klar, was du sagen willst und worum es geht.
Aber wenn man sich diesen Fragesatz ansieht, genau betrachtet, dann wirkt er recht einfältig in der Fragestellung. Warum hat er denn nicht selbst Initiative ergriffen?
Auch ist die Passage "oder ihn schlicht an..." sehr naiv formuliert. Auch hier ist deutlich, was du sagen MÖCHTEST, aber es gelingt Dir (noch) nicht, es zu zu formulieren, dass es nicht unfreiwillig komisch wirkt:
"Mensch, ich würde am liebsten an Türen klingeln."
Weißt du, was ich meine?^^
Letztlich könnte man das Komma mit einem Fragezeichen tauschen, und somit erneut eine Vereinfachung erzielen (siehe oben, Verschachtelungsprobleme).

Zitat:
Irgendetwas das ihm ein wenig Initiative, Sozialverhalten, oder schlicht Erfahrungen hätte lehren können.

Hier die schon von mir angesprochene Intitiative. Es entsteht in dieser Rückschau der Eindruck eines gedeckelten und unterdrückten Kindes/Jugendlichen, der selbst absolut nicht in der Lage war, ein paar Dinge einfach in die Hand zu nehmen. Aus der fiktiven Gegenwart des Erzählenden wirkt dies seltsam. Das Verhalten der Eltern ist wenig einleuchtend und unbegründet dargestellt, sodass diese Betrachtungsweise des Protagonisten auch nicht schlüssig scheint.

Hier
Zitat:
Das Kind möchte Geld, Es ist angemessen

ein kurzes Beispiel für die mangelnde Sorgfalt. Frage: Hä?

Zitat:
Stattdessen führten seine Eltern ihn an der Hand in die sozial isolierte, umzäunte Sicherheit des Gartens, zu seiner ersten Arbeit, einem prägendes Erlebnis, einer einzelne Handbewegung.

"Sozial isoliert" ist zu erzählend und allgemein, dem Tenor des Textes auch nicht angemessen. Ansonsten ist die Idee hinter dem Satz sehr gut. Das gefällt mir. Sprachlich aber bitte etwas polieren.

Dies
Zitat:
Wie Fließbandarbeit, nur dasssich nichts bewegte.

ist klasse. Sehr fein.

Zitat:
Fünf Euro pro Stunde für den einfachsten Job der Welt, zwischen grünem Gras und blühenden Fliederbüschen, auf denen sich Schmetterlinge niederließen und über ihm die helle Sommersonne, die allem einen ätherischen Schimmer verlieh.

Das hat etwas von einer Satire auf das spießige Nachbarntum hinter weißen Zäunchen, das gefällt mir. Lediglich möchte ich fragen: Was bitte ist ein ätherischer Schimmer? Da geht es mir zu weit.

Nochmals eine Verschachtelung, die nicht funktioniert:
Zitat:
War, dass er diese Fehler sah nicht schon ein starkes Indiz dafür, dass er sie in Zukunft vermeiden konnte; endlich anfing ein Leben zu leben, für das sich die Mühe lohnt?

1) zu viel "dass" an unnötigen Stellen, da das ganze Konstrukt falsch positioniert ist
2) der unterstrichene Teil - als Einschub - funktioniert nicht, isoliert das "War" zu Beginn, sodass der Leser automatisch rückgeführt wird; es entsteht Verwirrung
Diesen ganzen Ballen solltest du entknoten und neu schreiben.

Das Ende
Zitat:
Wahrscheinlich wartete Jesus auch schon vor seiner Tür um ihn zu segnen und ihn zu seinem Zwillingssohn zu erklären, Fanfaren würden erklingen, tanzende Ewoks überall.
Vielleicht war sein Leben auch gar nicht so Furchtbar. Die Kinder in Afrika.

ist, abgesehen von Rechtschreibfehlern, richtig gut.

Inhaltlich:

Das Ende ist es auch, das dem Text letztlich seine Aussage verschafft. Sie ist nicht sonderlich originell, aber sie lässt die endlosen Betrachtungen im Vorfeld, übrigens typisch jugendliche Betrachtungen (das meine ich nicht wertend), in einem anderen Licht erscheinen. Es ist eben nicht alles so dramatisch wie man es manchmal gern sehen will.
Der Verweis auf die "Kinder in Afrika" (denen es schlechter geht, zweifellos) ist eine schöne Anspielung auf die typischen Sätze vieler Kindheiten: "Den Kindern in Afrika geht es schlechter als dir". So oder so ähnlich dürfte es als Echo in den Köpfen bestimmter Generationen nachhallen. (Meine Antwort war immer: "Ich leb aber nicht in Afrika!"^^)

Fazit:

Sprachlich hast Du große Probleme, die Du aber durch Übung und Lesen, viel Schreiben und Geduld lösen kannst - der Weg ist aber weit. Ich würde an Deiner Stelle nicht aufgeben, da Du inhaltlich durchaus etwas zu sagen hast.
Anders gesagt: Du hast ein Ziel, was ausgedrückt werden soll, allein fehlen Fähigkeiten und Mittel, dies präzise und übersichtlich umzusetzen. Dies ist aber zu erlernen, denke ich, und ich kann sagen, dass ich durchaus Möglichkeiten sehe!

Lg

Tom


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Kolja
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BeitragVerfasst am: 08.03.2011 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alogius,

mir hat der Text soweit ganz gut gefallen. Sicher war er an ein, zwei Stellen ein bisschen holprig, aber im Großen und Ganzen bin ich gut durchgekommen.

Ich würde vielleicht nochmal über den Titel nachdenken. Der Schluss ist ein bisschen abgehackt und das dann auch noch als Titel zu benutzen ist mir vielleicht ein bisschen Fingerzeig zuviel.

Bitte melde, dich wenn es eine Version gibt. Ich finde es immer sehr spannend Versionen zu vergleichen.

Schöne Grüße
Kolja
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Gast







BeitragVerfasst am: 15.03.2011 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Die Geschichte verliert sich allzuleicht in zu langen Sätzen. Auch ist es schwierig einem roten Faden zu folgen. Ohne jetzt ins Detail zu gehen denke ich, dass es dir gut täte mal in ein deutsches Grammatikbuch zu schauen.
Vor allem aber würde ich dir ein "Deutsch-Stil" Buch empfehlen. (Zum Beispiel von Wolf Schneider). Überhaupt gibt es viele gute Bücher die einem den Einstieg sehr erleichtern.
Ich selbst habe auch erst mit Schreiben angefangen, und wir Neulinge müssen ja nicht das Rad neu erfinden.

Grüße

Mryello
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Alogius
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Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 15.03.2011 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kolja hat Folgendes geschrieben:
Hallo Alogius,

mir hat der Text soweit ganz gut gefallen. Sicher war er an ein, zwei Stellen ein bisschen holprig, aber im Großen und Ganzen bin ich gut durchgekommen.

(...)

Bitte melde, dich wenn es eine Version gibt. Ich finde es immer sehr spannend Versionen zu vergleichen.

Schöne Grüße
Kolja


Ich habe diesen Text aber nicht geschrieben.^^
Soll ich mich trotzdem melden?


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Kolja
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BeitragVerfasst am: 15.03.2011 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Das sehe ich jetzt auch smile

Verzeit, ihr habt aber auch beide recht historische Namen.
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Deus
Gänsefüßchen

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Beiträge: 23



BeitragVerfasst am: 15.03.2011 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

*plopp*
So, da bin ich mal wieder.

Willkommen im Forum, Gemesis. Da ich selbst noch nicht zu lange hier bin und, man glaubt es kaum, auch noch keine Weltliteratur veröffentlicht habe, lehne ich mich mal ein wenig weiter aus dem Fenster, um dein Werk zu beurteilen Wink

Rein intuitiv würde ich auf jeden Fall sagen, dass du Potential besitzt.

Du hast bei einem Text, der klingt, als hättest du einfach locker von der Seele geschrieben, einen sehr umfangreichen Wortschatz benutzt ("ätherische[r] Schimmer", klasse, geht direkt ins Hirn!).
Das Thema ist interresant, aber irgendwie hat es mich auch getroffen wie ein sanfter Hammerschlag gegen die Schläfe. Einerseits kommt das natürlich von der Identifizierung mit dem Erzähler und seinen Empfindungen, andererseits von den verschachtelten Nebensätzen, die Tina schon angesprochen hat.
Beides, die Schwere in der Thematik und die eloquente, schwer verfolgbare Satzstruktur würden mich ein bisschen abschrecken, wenn der Text lange so weiter ginge, aber:

Zitat:
Wahrscheinlich wartete Jesus auch schon vor seiner Tür um ihn zu segnen und ihn zu seinem Zwillingssohn zu erklären, Fanfaren würden erklingen, tanzende Ewoks überall.


Das war gut. Ist natürlich Geschmackssache, aber für mich baut Sarkasmus diesen unangenehmen Druck ab, den ernste Themen manchmal verbreiten, wenn man sie dadurch nicht ins Lächerliche zieht.

Ganz konkret auf den Text bezogen sind mir noch diese beiden Stellen aufgefallen:

Zitat:
Er war auf seinem Bett, halb sitzend, halb liegend, in eine Decke gewickelt und dachte nach.

Zitat:
War es nicht sowieso egal was in der Vergangenheit war?


Das "war" ist nicht so schön. Beim ersten Beispiel würde ich ein Verb nehmen, das zur Stimmung passt ("kauerte?", beim zweiten könnte man "geschehen ist" einsetzen, einfach wegen der Wortwiederholung.

Alles in allem würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, weiterzumachen.


Liebe Grüße,
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Hardy-Kern
Kopfloser

Alter: 72
Beiträge: 4939
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 15.03.2011 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Freue mich immer, wenn jemand einen neuen Beitrag ins Forum stellt und sehen auch ab und an mal rein.
Muss dir aber leider sagen, dass es ein untauglicher Versuch ist mit dieser Holperei einem jungen Leben etwas Philosofisches einzuhauchen.
Ich kann doch nicht auf meine Eltern warten, dass die mir, außer Unkraut jäten einen Job verpassen. Den suche ich mir selbst oder bleibe im Bett liegen, was übrigens auch eine Beschäftigung ist.

Es fehlt der Geschichte eine Grundlage (wer ist der Prota eigentlich, wie alt ist er, was hat er vor?) und die Afrikafrage ist keine Lösung.

Es fehlt an Gehalt- tut mir leid- eigentlich an allem.
Das Thema ist modern, aber hier muss man sich etwas mehr Mühe geben.
Da liegt soviel Potenzial drin.

Hardy
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