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Beispiel für ein Expose

 
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agu
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 46
Beiträge: 2075
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 15.06.2010 03:49    Titel: Beispiel für ein Expose eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo liebe Mitschreiber,

nachdem dieser Bereich noch vollkommen verwaist ist, will ich mal einen Anfang machen und ein Beispiel-Expose online stellen.
Meine Motivation: Nach Fertigstellung meines zweiten Romans begann ich mich ernsthaft mit Fragen zur Veröffentlichung zu beschäftigen und jeder Verlag, jede Agentur verlangt eine Leseprobe und ein kurzes Expose zum Buch. Es kostete mich Wochen, ein solches anzufertigen, und dann war es nicht einmal besonders gut. Ich habe dann ewig nach einer Vorlage gesucht und endlich eine bei montsegur.de gefunden ... doch vielleicht kann ich dem einen oder anderen hier behilflich sein mit einem Beispiel aus meiner eigenen Werkstatt.


Vorab noch ein paar Anmerkungen:
Ich persönlich finde es viel leichter, das Expose VOR dem Schreiben des Romans anzufertigen als hinterher. Nachdem ich ohnehin den Plot vorher entwickle, kann ich dieses Gerüst einfach nehmen, es aufpolieren und fertig ist das Expose.
Ist der Roman dagegen schon fertig, fällt es viel schwerer, den Inhalt in 5 Seiten einzudampfen. Plötzlich gibt es unzählige Dinge, die einem alle gleich wichtig erscheinen und welches soll man weglassen? Ist es aber doch so, dass der Roman schon steht, und dann ein Expose her muss, fängt man am besten mit einer Zusammenfassung vom Anfang bis zum Ende an, die dann vielleicht 20 Seiten ist. Und die kürzt man dann auf 10 Seiten zusammen. Und dann auf 5. Ich weiß, klingt leichter als es ist ...

Ich finde es außerdem nützlich, neben der ausführlichen Handlungsbeschreibung inklusive der Hauptcharaktere noch eine Kurzzusammenfassung zu schreiben - so etwas wie ein Klappentext. Die kommt auf die erste Seite, zusammen mit den statistischen Informationen wie Arbeitstitel, Genre, ggf. Zielgruppe, Umfang des Manuskripts (in Normseiten und/oder Anschlägen) sowie Kontaktdaten des Autors.
Dann kann der Agent oder Lektor gleich auf der ersten Seite entscheiden, ob ihn das interessiert oder nicht. Spart beiden Seiten Zeit und Nerven.

Das nachstehende Expose ist klassisch aufgebaut.
Die anfängliche Statistik steht fuer einen Roman, der noch nicht vollstaendig geschrieben ist; liegt dieser komplett vor, so wuerde man hier die genaue MS-Normseiten-Zahl und Anzahl der Anschlaege eintragen, sowie den Vermerk "Manuskript liegt vollständig vor".


So, jetzt aber:




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Exposé:  Die Stufen zur Sonne (Arbeitstitel)

Genre: Historischer Roman / Abenteuer
Voraussichtlicher Umfang: ca. 500 - 600 Normseiten (MS-Norm)
Vorliegender Umfang: 80 Normseiten


Plot:
Medeia, Tochter eines Händlers von den ägäischen Inseln, wird als Teil einer Tributzahlung in die Königsstadt Tarso verschleppt. Doch bei ihrer Ankunft im Hafen werden sie mit Feuer und Schwert empfangen. Der alte König wurde von seinem jüngeren Sohn Ulippa erschlagen; Accallas, der rechtmäßige Thronerbe, wird gefangen genommen. Gemeinsam mit Asha, einer Würdenträgerin des Hofes, gelingt Medeia die Flucht vom brennenden Schiff.
Asha schickt sie als falsche Prinzessin an den tarsischen Hof, um Wege auszuspionieren, wie man Accallas befreien und den Thronräuber stürzen kann. Medeia erregt die Aufmerksamkeit von Ulippa, der sie bald darauf zu seiner Mätresse macht. Medeia  liebt ihn nicht, doch lernt ihn zu mögen. Ihre Rolle bei der Befreiung von Accallas, der daraufhin im Triumph in die Stadt zurückkehrt, Ulippas Truppen schlägt und seinen Bruder verstümmelt in die Verbannung schickt, stürzt sie in einen tiefen Gewissenskonflikt. Nach der Machtübernahme erpresst Asha Medeia, ihr weiter als Auge und Ohr zu dienen.
Wie schon sein Bruder, so verfällt auch Accallas rasch ihrer exotischen Schönheit und ihrem Charme. Aus ihrer Affäre erwächst eine stürmische Liebe, die Medeias Schuldgefühle hinwegfegt. Eine Zeitlang scheint ihr Glück perfekt. Medeia lenkt Accallas‘ Entscheidungen, gleicht sein Temperament aus. Er will sie zur Königin machen, Hochzeitsvorbereitungen werden getroffen.   
Doch die Gunst der Götter wendet sich. Als eine assyrische Streitmacht an den Grenzen Tarsos auftaucht, und Accallas nicht einwilligt, sich Assyrien zu unterwerfen,  wird Medeia zum Unterpfand in einer Intrige, Accallas zu entmachten und den Weg freizumachen für seinen verhandlungswilligen Bruder. Und so wird ihre Entscheidung zur Schicksalsfrage für ein ganzes Königreich…



2. Protagonisten

MEDEIA
Medeia, die Tochter eines einfachen Händlers, stammt aus einer Siedlung an der Küste des Reiches Alasija (heute Zypern). Im Verlauf der Handlung entwickelt sie sich von einer eingeschüchterten Geisel zu einer starken Persönlichkeit, die das Spiel mit der Macht virtuos beherrscht und schließlich ihr Schicksal aus eigener Kraft lenkt.

ACCALLAS
Ältester Sohn des Königs von Tarso und rechtmäßiger Thronerbe, ein temperamentvoller und leidenschaftlicher Mann, mehr Krieger als Diplomat. Seine Entscheidungen sind von Stolz und Ehrgefühl gelenkt anstatt von kühler Berechnung.   

ULIPPA
Zweiter Sohn des Königs von Tarso, der durch Mord an seinem Vater auf den Thron gelangt und Accallas einkerkern lässt. Ulippa ist ein kühler Denker, grüblerisch, pragmatisch, doch nicht boshaft. Er erreicht seine Ziele durch diplomatisches Taktieren, Intrigen oder Gewalt, je nachdem, welches Vorgehen ihm am erfolgversprechendsten scheint.

ASHA
„Herrin der Schleier“. Eine geheimnisvolle alte Frau, Beraterin des ermordeten Königs und Meisterin des Harems, die die Rebellenbewegung anführt, um Ulippa zu entthronen und Accallas zu seinem Recht zu verhelfen.
Asha dient darüber hinaus noch einem anderen Meister, dem geheimnisvollen Herrn vom Berge, der seine eigenen machtpolitischen Interessen in der Region zwischen dem hethitischen Großreich und Assyrien vertritt.

 
2. Handlungsabriss:

Medeia, die Tochter eines einfachen Händlers, stammt aus der Stadt Maraj, die zum Königreich Alasija (heutiges Zypern) gehört. Sie wird als Teil einer Tributzahlung an die Herren von Tarso verkauft, einem Königtum, das Teil des hethitischen Großreichs ist.  Ein Prinz weilt an Bord des tarsischen Schiffes – Accallas, der älteste Sohn des Königs. Ein Glücksfall für Medeia, denn der Thronfolger scheint sich für sie zu interessieren. Doch die Götter zeigen sich launisch.
Im Hafen von Tarso empfängt man sie mit Feuer und Schwert. Accallas wird gefangen genommen, seine Männer getötet. Nur durch Glück gelingt es Medeia zu fliehen, gemeinsam mit Asha, einer alten Frau, die offenbar eine hohe Position am tarsischen Hof besetzt. Sie finden Zuflucht bei Ashas Freunden, und Medeia erfährt, dass Ulippa, Acallas’ jüngerer Bruder, seinen Vater, den König erschlagen und die Macht in Tarso an sich gerissen hat.

Medeia, die nichts zu verlieren hat, lässt sich von Asha überzeugen, eine besondere Rolle bei einer Verschwörung zu spielen, die die alten Machtverhältnisse wieder herstellen soll. Obwohl Ulippa viele Gefolgsleute seines Vaters erschlagen hat, gibt es noch genügend Getreue, die bereit sind, sich gegen den Thronräuber zu wenden. Doch sie brauchen einen Anführer.
Asha schickt Medeia zurück nach Tarso. Dort gibt sie sich als Prinzessin von Achijawa aus, deren Schiff vor der Küste zerschellte und die als einzige Überlebende gestrandet ist. So erlangt sie Zutritt zum Königshof, wo sie herauszufinden soll, wo Accallas, der rechtmäßige Thronfolger, gefangen gehalten wird. Ein Gottesurteil steht bevor, und Ulippa wird sicherstellen wollen, dass Accallas die Probe nicht überlebt. Asha will das verhindern.

Zuerst entwickelt sich alles nach Plan. Ulippa selbst verfällt Medeias zurückhaltenden Charme und bedrängt sie, seine Geliebte zu werden. Medeia gibt ihm nach, während sie zugleich versucht, ihren Auftrag auszuführen. Doch Accallas bleibt spurlos verschwunden, alle Nachforschungen führen ins Leere.
Aus Wochen werden Monate und Medeia beginnt ihr neues Leben als vorgebliche Prinzessin zu genießen. Ulippas Gesellschaft ist ihr angenehm, sie mag ihn, empfindet Dankbarkeit. Der eigentliche Grund ihrer Anwesenheit tritt in den Hintergrund.
Seit ihrer Ankunft in Tarso hat Asha keinen Kontakt mehr zu ihr aufgenommen und Medeia verdrängt den Gedanken an ihre Mission zunehmend.
Während dieser Zeit lernt sie auch den hethitischen Adligen Nerses kennen, einen gebildeten Mann, der als Botschafter am Hof von Tarso weilt. Sie schließen Freundschaft, er lehrt sie viele Dinge, die ihr in ihrem früheren Leben verschlossen waren.
Als Nerses wegen eines Vorfalls bei Ulippa in Ungnade fällt, erwirkt Medeia seine Begnadigung. Nerses kehrt zurück an den hethitischen Königshof.
Die Zeit der Ruhe endet abrupt, als eines Tages Fremde Medeia überwältigen und sie in einen geheimen Unterschlupf verschleppen. Dort trifft sie Asha wieder. Die alte Frau macht ihr deutlich, dass sie sterben wird, wenn sie sich nicht bald als nützlich erweist. Medeia weiß zunächst nicht, was sie tun soll; doch dann kommt ihr ein Zufall zu Hilfe. Sie gibt die Information an Ashas Mittelsmann weiter, wohl wissend, dass sie damit Ulippa verrät und vielleicht sogar sein Todesurteil besiegelt.
Accallas wird befreit; an der Spitze einer kleinen Armee kehrt er in die Stadt zurück, um den Thron zurückzuholen. Er ist beliebt beim Volk und stößt kaum auf Widerstand. Erst im Palast kommt es zu einem blutigen Gemetzel. Ulippa selbst wird gefangen genommen. Accallas kann sich nicht überwinden, seinen Bruder zu töten, stattdessen lässt er ihn verstümmeln und in die Verbannung schicken.
Medeia gerät ebenfalls in Gefangenschaft, vergeblich beteuert sie ihre Rolle bei der Befreiung Accallas’. Erst Asha erwirkt ihre Freilassung, doch sie macht Medeia deutlich, dass das Mädchen von ihr abhängig ist. Es liegt in Ashas Hand, ob Medeia weiterhin eine achijawische Prinzessin ist, auf unbestimmte Zeit Gast im Palast von Tarso – oder ob sie als Hochstaplerin entlarvt und ihrer Privilegien beraubt wird. Und noch eine Drohung hängt in der Luft – man könnte sie als Verräterin anklagen, denn sie hat das Bett mit Ulippa geteilt. Medeia ist nicht stark genug, um sich gegen die alte Frau zu behaupten.
Sie willigt ein, der Alten auch zukünftig als Auge und Ohr zu dienen.

Asha selbst ist es, die Accallas’ Aufmerksamkeit auf Medeia richtet. Denn Asha hat eigene Pläne. Sie dient noch einem anderen Herrn, dem geheimnisvollen Herrn vom Berge, der mit subtiler Hand in die Geschicke der Königreiche eingreift, um die Balance zwischen den Mächten zu wahren.
Zu Medeias Erleichterung erinnert sich der Prinz nicht an sie. Wie schon sein Bruder verfällt er rasch ihrer Schönheit und ihrem exotischen Wesen.
In Medeias Brust ringen zwei Seelen miteinander. Am Ende ihrer Affäre hat sie Ulippa Zuneigung entgegengebracht, nun soll sie den Mann verführen, der ihn stürzte. Andererseits fühlt sie sich heftig von Accallas angezogen. Sie muss ihre Leidenschaft nicht heucheln und gibt so fast dankbar Ashas Drängen nach. Es gibt ihr eine Rechtfertigung für ihr Tun; enthebt sie einer eigenen Entscheidung.
Die folgenden Monate sind eine rauschhafte, glückliche Zeit. Accallas verliebt sich in Medeia, sie erwidert seine Liebe. Während dieser Zeit lernt sie zugleich, wie sich Macht anfühlt. Accallas folgt ihrem Rat, ihren Wünschen. Es gelingt ihr sogar ihn dazu zu bringen, seine Kaperzüge auf die griechische Küste einzustellen.
Hinter anderen ihrer Wünsche steht jedoch die alte Frau. Asha drängt Medeia, ihn dazu zu bringen, sie zu seiner Königin zu machen. Medeia beginnt die Alte zunehmend als Verbündete wahrzunehmen, denn als Erpresserin.
Es werden Hochzeitsvorbereitungen getroffen.

Doch die Gunst der Götter wendet sich erneut.
Neue Feinde sammeln sich an den Grenzen des Königtums – eine assyrische Armee. Ihre Zahl ist gewaltig; dennoch will Accallas gemäß seinem Naturell lieber kämpfen, anstatt sich zu unterwerfen. Die ersten Auseinandersetzungen geraten zum Alptraum. Die Assyrer scheinen auf unheimliche Weise jeden Schritt der tarsischen Truppen vorauszuahnen. Accallas sendet Boten zum hethitischen Großkönig, doch von dort kommt keine Hilfe.
Medeia kann Accallas schließlich überzeugen, sich mit dem assyrischen Heerführer zu Verhandlungen zu treffen. Mit einem Teil seiner Truppen bricht er zur Ostgrenze auf.
Sie sendet außerdem eine persönliche Botschaft an Nerses, ohne zu wissen, ob er tatsächlich helfen kann. Sie beruft sich auf ihre einstige Freundschaft und hofft, dass er genug Einfluss am hethitischen Königshof hat, um ihren Fall zumindest vorzutragen.
Einen Tag später läuft ein Schiff im Hafen ein, das Würdenträger aus Millawanda, der Hauptstadt des achijawischen Königreichs an Bord hat, die sich auf der Durchreise nach Süden befinden. Die Männer sind überrascht zu hören, dass sich eine achijawische Prinzessin am Hof von Tarsa befindet. Sie bitten um eine Audienz, die Medeia ihnen als Verlobte des Königs nicht verwehren kann.
Die Begegnung wird zum Desaster. Medeia spielt ihre Rolle, aber sie spürt die Verwirrung der Adligen, die nie zuvor von ihr gehört haben. Gerüchte branden danach auf.  Medeia ahnt, dass ihre Position erschüttert ist. Ohne Accallas fühlt sie sich hilflos, zumal sie auch Asha nicht mehr traut.  
Ihre schlimmsten Befürchtungen nehmen Gestalt an, als sie in der darauffolgenden Nacht von Asha in eine Falle gelockt wird. Sie wird entführt und in ein Heerlager verschleppt. Dort begegnet sie Ulippa wieder, der nun einen Bund mit den Assyrern geschlossen hat. Medeia erfährt von einem Plan aus der Feder von Asha und ihrem geheimnisvollen Herrn. Ashas Meister glaubt, dass Accallas die Assyrer niemals besiegen kann. Er will jedoch nicht zulassen, dass Tarso vom Krieg verwüstet wird, das würde die Region destabilisieren.
Sanibhal, der König der Assyrer, würde Tarso verschonen, wenn das Reich seine Verträge mit den Hethitern bricht und sich als Vasall der assyrischen Oberherrschaft unterstellt. Accallas würde dem nie zustimmen; Ulippa aber schon – wenn er den Thron wiedererhält. Der Herr des Berges entscheidet, dass Ulippa unter diesen Umständen der bessere König sei, und dass Accallas aus dem Weg geräumt werden muss.
 Asha hat die wichtigsten Würdenträger Tarsos bereits eingeweiht. Den meisten dieser Familien ist es gleichgültig, ob sie Hatti oder Assyrien ihren Tribut entrichten.
Medeia, die Accallas wichtiger ist als alles andere, dient nun als Unterpfand, um ihn in eine Falle zu locken. Ein Treffpunkt für Verhandlungen wird vereinbart; es sollen Bedingungen für Accallas‘ Rücktritt von der Königswürde im Tausch gegen Medeias Freiheit ausgehandelt werden.
Medeia, die mittlerweile um den Herrn vom Berge und seine Pläne weiß, bringt in Erfahrung, dass Asha und Ulippa planen, ihn bei diesem Treffen zu töten. Nun setzt sie ein, was sie am Hofe von Tarso gelernt hat – die Fähigkeit, klug und kalkuliert das Spiel der Macht zu spielen. Sie verführt Ulippa, der sie noch immer liebt, und bringt ihn dazu, seine Sicherheitsvorkehrungen zu ignorieren und die Nacht mit ihr zu verbringen. Sie tötet ihn, weil sie weiß, dass Asha damit keine andere Wahl hat, als Accallas am Leben zu lassen. Ein leerer Thron ohne legitimen Erben ist ein sicherer Weg einen Bürgerkrieg, und das würde Tarso schwereren Schaden zufügen als eine assyrische Armee.
Medeias Rechnung geht auf. Ashas geheimnisvoller Meister entscheidet, dass Accallas mit Medeia an seiner Seite als Ratgeberin, die seine impulsive Natur ausgleicht, ein würdiger König sein kann und lässt seine Pläne um einen Machtwechsel fallen.
Asha jedoch, die die persönliche Demütigung nicht verzeihen kann, offenbart Accallas Medeias schrecklichstes Geheimnis – dass sie mitnichten eine Königstochter ist, sondern eine Hochstaplerin.
Accallas reagiert zu ihrer Überraschung jedoch gelassen auf die Enthüllung. Es stellt sich heraus, dass er von Anbeginn um Medeias geringe Herkunft wusste. Er erinnerte sich sehr wohl an Medeias Gesicht, als er ihr nach seiner Befreiung wiederbegegnete, gab dies nur nicht zu, weil er das Spiel anfänglich amüsant fand.
Kurz darauf trifft die Nachricht ein, dass sich ein hethitisches Heer auf dem Vormarsch befindet – die erhoffte Verstärkung ist doch noch eingetroffen. Mit den vereinten Kräften werden die Assyrer geschlagen. Nach dem Sieg begegnet Medeia dem Heerführer, Nerses – dem hethitischen Botschafter, dem sie einst eine Gunst erwies, der nach seiner Rückkehr an den Hof von Hatti in der Gunst des hethitischen Königs aufstieg und der sich für ihre noble Geste revanchierte, indem er ihrem Hilferuf Gehör verschaffte.
 
 

3. Historischer Hintergrund und Umsetzung:

Der Roman spielt im 14.Jh. v. Chr., überwiegend in der antiken Stadt Tarsos (die heutige Stadt Tarsus in der Türkei), einem Stadtkönigreich unter hethitischer Vorherrschaft. Zu dieser Zeit dominieren zwei Großreiche den Raum um die Ägäis und Kleinasien: Hethiter und Assyrer.
Die archäologischen Erkenntnisse über diese Zeit sind sehr dünn und lassen weiten Raum für Interpretationen - eine gute Voraussetzung für eine gewisse künstlerische Freiheiten in der Ausschmückung mit Details.

Die Umsetzung erfolgt als farbenprächtiger Abenteuerroman vor antik-orientalischer Kulisse mit sehr zurückhaltenden mystischen Elementen. Die 1000 und eine Nacht Märchen dienen als Inspiration, jedoch in moderner, actionreicher Umsetzung.


_________________
Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
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agu
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010 04:03    Titel: ... und zum Expose gehört natürlich die Leseprobe ;) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Leseprobe (das erste Kapitel) - Stufen der Sonne:

1

1290 vor Christus | südliches Mittelmeer

Er hatte sich auf den Decksplanken ausgestreckt, eine träge Raubkatze in der Mittagshitze, die Augen geschlossen. Seine Brust hob und senkte sich in entspannten Atemzügen. Die Sonne vergoldete seine Haarlocken. Seine Wimpern verschatteten die Wangenknochen wie zwei dunkle Halbmonde.
Man darf seinen Namen nicht aussprechen, hatte die alte Frau ihr erklärt, und Medeia hielt sich an das Verbot, auch wenn sie den Grund nicht verstand.
Die anderen Frauen an Bord, die über die Zeit ihre Scheu abgestreift hatten wie eine trockene Haut, übten weniger Zurückhaltung, vor allem, wenn sie unter sich waren. Accallas lautete der Name des Prinzen, und sie intonierten ihn mit lang gehaltenen Vokalen, wie eine exotische Süßigkeit, die man einen Moment lang auf der Zunge belässt, um den Geschmack auszukosten.
Accallas – so ausgesprochen barg der Klang ein Versprechen, dem Medeia kaum nachzuspüren wagte.
Sie beobachtete den Prinzen von ihrem Platz unter der Markise, den sie seit dem Morgen nicht verlassen hatte. Ein warmer Lufthauch bewegte die Seidenvorhänge. Der Wind frischte auf, je weiter sie sich der Küste näherten.
Accallas hatte sie kaum bemerkt, seit sie an Bord gebracht worden war. Medeia erinnerte sich an einen einzigen Blick, den er ihr zugeworfen hatte. Das war am Morgen ihrer Ankunft gewesen, und er hatte sie taxiert wie einen Gegenstand, so als wollte er ihren Wiederverkaufswert abschätzen. An diesem Morgen war Medeia froh gewesen, als er seine Augen abgewandt hatte, um sich anderen, wichtigeren Geschäften zuzuwenden. Seither verbarg sie sich unter den Schleiern, die Teil ihrer neuen Kleidung waren und die sie nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor verbotenen Blicken schützten. Seit drei Wochen lebte sie nun auf der Galeere, fügte sich in die Regeln, die den Alltag bestimmten und ließ sich im Rhythmus der Tage und Nächte treiben.
Denn was konnte sie sonst tun?
Der Wind drehte, und plötzlich trug er einen Geruch mit sich, der Medeia aus ihrer Lethargie riss und ihre Wahrnehmung schlagartig schärfte. Tief sog sie die Luft ein und witterte den Brandhauch, so wie ein Tier den herannahenden Jäger erahnt. Unwillkürlich beugte sie sich vor. Unter den anderen Frauen entstand Unruhe, auch sie hatten es bemerkt.
Der Prinz schlug plötzlich die Augen auf. Einen Herzschlag lag er regungslos, seine Nasenflügel zitterten, dann richtete er sich auf. Er kam auf die Füße und rief dem Offizier etwas zu, der weiter oben auf einer Plattform am Bug der Galeere stand. Medeia konnte die Worte nicht verstehen, aber sie spürte die Unruhe, die wie eine unsichtbare Welle das Schiff überlief. Die Sonne, die das Meer in glitzerndes Blau badete, schien sich zu verändern, so als ob ein Schleier sich vor die Strahlen gelegt hatte und sie mit etwas Unaussprechlichem kontaminierte.
Medeia sank zurück und fixierte Accallas, der jetzt von Soldaten umringt war. Sie diskutierten heftig miteinander. Plötzlich lösten sich zwei der Männer aus der Gruppe und eilten auf das Schutzdach zu, unter dem die Frauen hockten.
Sie riefen etwas in der kehligen Sprache, die Medeia nicht verstand und durch die Leiber der Frauen ging ein Ruck. Unter Deck, verstand sie plötzlich. Die Soldaten wollten, dass sie unter Deck gingen.
Jemand packte sie am Arm und zog sie hoch und Medeia fügte sich widerstandslos. Seide raschelte wie ein aufkommender Sturm, als sich ein Dutzend verhüllte Gestalten aneinander drückten und zu der Luke hin flatterten wie ein einziges zusammenhängendes Gebilde. Medeia erhaschte einen letzten Blick auf den Prinzen, sie sah sein Gesicht, die Augen, die sich in schmale Schlitze verwandelt hatten. Dann ruckte ihr Kopf nach unten, richtete sich auf die Stufen, um nicht zu stolpern und das Gleichgewicht zu verlieren, während die anderen Frauen von hinten nachdrängten.
Mit einem dumpfen Geräusch schlug die Luke zu. Sie trippelten den schmalen Gang entlang zur Holztür und drängten sich in die fensterlose Kabine, die ihnen unter Deck als Unterkunft diente. Kissen bedeckten den hölzernen Boden, Teppiche verhüllten die Wände. Es roch nach Weihrauch und Gewürzen und einer Spur Mohnsahmen, den die Frauen dem Räucherwerk beimischten. Beim ersten Mal war ihr diese luxuriöse Höhle wie ein Kokon erschienen, der sie einhüllte und Schutz versprach. Schutz vor der Fremde, vor Gefahren und Verletzungen, vor dem, das sie draußen erwartete. Vor dem Prinzen vielleicht, obwohl er keinen Fuß in diesen Raum gesetzt hatte, seit Medeia auf das Schiff gebracht worden war.
Doch der dumpfe Lärm, die Rufe und der Auftritt schwerer Stiefel über ihren Köpfen machten die Illusion von Sicherheit zunichte. Und Medeia sah auf den Gesichtern der anderen die gleiche Furcht, die sie selbst verspürte.
Sie ging herüber zu der alten Frau, die als einzige ihre Sprache beherrschte und sank vor ihr in die Knie, wie man es ihr beigebracht hatte. Dann wartete sie auf die Erlaubnis zu sprechen.
Die Alte beugte sich herab und lieh ihr wortlos ein Ohr.
„Was passiert dort oben?“, flüsterte Medeia. „Werden wir überfallen?“
Die Alte entblößte ein zahnloses Grinsen, ihre Hand kam hoch und tätschelte Medeia über die Wange. Noch durch die Seidenlagen spürte Medeia die Schwielen an der alten Hand.
„Wir sind ganz nah an der Küste“, zischelte die Alte. „Wahrscheinlich ist es nichts.“
Medeia starrte sie wortlos an.
Die Alte machte eine Handbewegung.
„Wir sind fast zu Hause“, fügte sie hinzu. „So nahe an den Hafen wagen sich keine Piraten.“ Ihre Stimme war ein flüsterndes Krächzen. Wieder fragte Medeia sich, welches Amt die Alte in diesem seltsamen Hofstaat bekleidete.
Sie neigte den Kopf, als sie erkannte, dass die Alte nichts weiter sagen würde und entfernte sich mit rückwärts mit kleinen Schritten, bis sie gegen eine Wand stieß und sich dort niedersinken ließ. Neben ihr tuschelten zwei Frauen im Flüsterton. Medeia hörte, wie ein vielstimmiges Stöhnen durch den Holzrumpf ging, als die Ruderer ihre Riemen auslegten. Ein Ruck erschütterte das Schiff. Im Raum breitete sich Stille aus.
Medeia dachte an ihre Mutter, die sich eine glänzende Zukunft für ihre Tochter versprach, an ihr Elternhaus in den Bergen, an die Märchen, die sie kichernd mit ihren Freundinnen geteilt hatte. An einem regnerischen Morgen war sie den hethitischen Kriegern übergeben worden, Männern mit gelockten Bärten und hell schimmernden Brustpanzern unter ihren roten Mänteln. Sie war beinahe zusammengebrochen unter dem Gewicht des Schmucks, den man ihr angelegt hatte, damit sie in den Augen der fremden Herren Billigung fand.
Auf dem Schiff war sie gewaschen worden und dann in neue Kleider gehüllt, die sich weich und fremdartig anfühlten. Sie war überrascht gewesen, dass bereits ein Dutzend Frauen dort verharrte, so als wäre das Schiff von Ort zu Ort gefahren und hätte überall seinen Tribut gefordert.
Und wahrscheinlich entsprach das der Wahrheit, denn die Hethiter segelten jedes Jahr wieder die entfernten Inseln von Achijawa an und jedes Jahr wurden sie freundlich empfangen und mit reichen Geschenken zu ihren Galeeren zurückgeleitet.
Dass dieses Jahr ein Prinz an Bord des Schiffes weilte, war eine Überraschung gewesen. Ein verheißungsvolles Zeichen, hatte Medeias Mutter geschwärmt, ein Fingerzeig. Ihre Tochter würde einen König unterhalten – und wer weiß, was dann passieren mochte?
Ein neuer Ruck erschütterte die Planken. Medeia erstarrte unwillkürlich. Der Brandgeruch war inzwischen so intensiv, dass er selbst die Gewürze und das Räucherwerk überlagerte. Sie hörte, wie sich in den Lärm vom Oberdeck metallisches Klirren mischte und wusste plötzlich, dass so Schwerter klangen, die aus ihren Scheiden befreit wurden.
Der Gesichtsausdruck der alten Frau am anderen Ende des Raumes blieb gleichgültig. Wider Willen musste Medeia die Ruhe der Alten bewundern, während sich über ihren Köpfen Männer zum Kampf bereit machten.
Eine der Frauen begann leise zu wimmern. Sie hatte die Arme um ihren Oberkörper gelegt und wiegte sich auf den Knien vor und zurück.
Die Alte drehte ihr den Kopf zu und stieß einen kehligen Laut aus; eindeutig eine Zurechtweisung, denn die Jüngere zuckte zusammen und wurde still. Vom Oberdeck her erscholl ein durchdringender Schrei. Stille folgte, mehrere Sekunden lang. Und dann brandete plötzlich Kampfeslärm los. Eine Serie von Explosionen erschütterte das Schiff.
Medeia presste sich fester gegen die Wand.
Der Boden begann sich scharf zu neigen. Sie spürte, wie sie den Halt verlor, ließ sich auf die Knie sinken und tastete hektisch über die Planken. Eine neue Explosion rollte über sie hinweg. Ganz nahe splitterte Holz. Der Gestank brennenden Pechs breitete sich aus, Qualm drang durch die Ritzen und füllte den Raum. Medeia musste husten.
Halb blind kroch sie über den Boden. Von irgendwo strömte Wasser in den Raum. Stolpernd richtete sie sich auf. Sie taumelte gegen eine andere Frau, während sie auf die Tür zustrebte, während das Wasser weiter anstieg und eisig um ihre Knöchel schäumte. Die Stimmen der Frauen gellten durcheinander. Eine Kakophonie aus Schreien, dem Splittern von Holz und immer noch weiteren Explosionen betäubte Medeias Ohren. Mit bebenden Nasenflügeln sog sie den Gestank ein, den Qualm, den Geruch von Blut und brennendem Fleisch. Sie hörte sich selbst schreien, während sie sich vorwärts kämpfte, während vor ihr die Tür eingeschlagen wurde und nach innen barst. Ein Mann in voller Rüstung taumelte rückwärts in den Raum und Medeia erhaschte einen Blick auf den Pfeil, der aus seiner Kehle ragte. Sie glitt aus und stürzte seitlich gegen die Wand, während neben ihr noch mehr Männer durch den Eingang drängten, der jetzt aufklaffte wie eine gezackte Wunde.
Stahl prallte gegeneinander und trennte sich wieder mit einem hässlichen Knirschen. Medeia verhedderte sich in der durchnässten Seide, die ihr an den Beinen klebte. Sie kniete im Wasser, auf die Handflächen gestützt, und kroch durch ein Tohuwabohu aus Leibern, Blut und schreienden Menschen. Wie durch ein Wunder erreichte sie den Gang, während im Inneren der Kabine der Kampf weitertobte. Hier draußen war der Qualm noch dichter, und sie tastete sich an der Wand entlang, bis sie die Stufen erreichte.
Die Luke war eingedrückt; zersplitterte Planken ragten in die Luft. Medeia zwängte sich zwischen den zerstörten Gittern hindurch und zog sich das letzte Stück hoch an Deck. Ein Schwall Hitze schlug ihr entgegen, dann verwirbelte eine Windböe den Rauch und gab den Blick frei auf Leiber, die ineinander verkeilt auf den Decksplanken fochten. Der Boden war dunkel und glitschig von Blut. Medeia wollte schreien, aber ihre Stimme versagte. Für einen Augenblick stand sie so, die Glieder gelähmt vor Entsetzen. Dicht vor ihr durchschlug eine Klinge Muskeln und Sehnen, ein Körper brach stöhnend zusammen.
Aus dem Qualm tauchte ein bärtiger Krieger auf. Ihre Blicke trafen sich, und seine Augen weiteten sich, als er erkannte, was er vor sich hatte. Dann verzerrten sich seine Lippen zu einem Grinsen. Er ließ das Schwert sinken und überbrückte mit zwei Schritten die Distanz. Seine Hand wirkte riesig, seine Finger wie Zangen, als sie sich um ihr Handgelenk schlossen. Medeia konnte sich plötzlich wieder bewegen. Panik schoss in ihr hoch. Sie wollte zurückweichen, aber der Mann hielt sie fest. Das Geräusch reißender Seide schnitt durch den Kampflärm, als der Mann an ihren Schleiern zerrte. Dann löste sich der Griff plötzlich, er drehte sich halb und brach in die Knie. Hastig sprang Medeia zurück, während er zu Boden ging wie ein tonnenschweres Gewicht und dort liegen blieb. Zitternd richtete sie sich auf, ihr Blick klebte an der Wunde in seinem Rücken, aus der unablässig Blut quoll. Medeia drehte ihre schmerzenden Handflächen nach oben und registrierte, dass sie blutbesudelt waren. Hastig wischte sie die Hände an ihren zerrissenen Gewändern ab. Sie stolperte ein paar Schritt vorwärts, an noch mehr Soldaten vorbei, die brüllend aufeinander einschlugen. Ihre Blicke irrten über die Kämpfenden, glaubten den Prinzen zu erkennen, der mit dem Rücken gegen die Decksaufbauten stand und beidhändig focht.
Dann erschütterte eine neue Explosion das Schiff; der Hauptmast brach und zog einen Großteil der Takelage mit sich in die Tiefe. Medeia wurde von den Füßen gerissen. Das Deck neigte sich. Sie wurde mit geschleudert wie ein Stück losgerissener Ladung, bis sie gegen die Reling prallte. Der Aufprall trieb ihr die Luft aus den Lungen, und sie blieb liegen, keuchend und nach Atem ringend, während ihr ganzer Körper vor Schmerzen brannte.
Als sie den Kopf hob, erkannte sie, dass das Schiff in einer Art natürlichem Hafenbecken lag, und dass sich von der Küstenlinie eine Hügelkette erhob. Eine Stadt wuchs den Hang hinauf, Häuser und Türme und weit oben eine Burganlage. Und sie erkannte noch etwas: Dass diese Stadt in Flammen stand, dass schwarzer Qualm über den Türmen lagerte, und dass Katapulte an der Hafenmole brennendes Pech auf die Galeere schleuderten. Das war es, was der Wind ihnen zu sagen versucht hatte.
Diese Stadt war kein sicherer Hafen; eine Falle war es, in die sie geradewegs hinein gesegelt waren. Die großartige Stadt Tarsa brannte; das Schiff ihres Prinzen drohte auf den Meeresgrund zu sinken und die sterbende Besatzung mit sich zu reißen.
Medeia verstand plötzlich, was das bedeutete. Die Götter hatten sich einen schrecklichen Scherz erlaubt. Sie umklammerte die Reling mit beiden Händen, kniend, ihre Gewänder in fremdes Blut getränkt. Ein Gebet wäre jetzt angemessen gewesen, aber Medeia konnte sich nicht an die Worte erinnern. Sie verstärkte den Griff ihrer Hände, bis ihre Knöchel weiß wurden und atmete. Sie atmete weiter, während um sie der Wahnsinn wütete, während ein Mann so dicht neben ihr zusammenbrach, dass sie ihn mit der Hand berühren konnte, während ein Pulk Soldaten zwei Frauen an Deck zerrte und ihnen dort die Kehlen durchschnitt.
Medeia zog langsam den Kopf herunter. Ihre Wange berührte die Decksplanken. Der Gestank ließ sie würgen, aber sie verharrte regungslos, verborgen vom Leichnam des Kriegers, während sie darum bangte, unentdeckt zu bleiben.


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Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
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VanessaD
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andrea,

vielen Dank für diese ausführliche Hilfe. Damit kann ich auf jeden Fall etwas anfangen. Schreibe gerade fleißig an meiner Fortsetzung und ich werde dafür sicherlich dann auch ein Exposé benötigen. So kann ich vielleicht schon mal damit anfangen, denn Du hast ja nicht unrecht, wenn Du sagst, es wäre am Anfang einfacher. Obwohl ich sagen muss, dass mir oft noch einige Veränderungen oder Wendungen einfallen, während ich die Geschichte schreibe...aber das ist wohl der Spaß dabei!?  Wink

LG Vanessa


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LG Vanessa
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sali
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

Ich habe auch nochmal eine Frage zum Exposé:

Mir wurde gesagt, man die Handlung des Buches zusammenfassen.
Da ich aber grade an einer Trilogie schreibe (Ja ich habe ne Menge Stoff im Kopf und in ein, zwei Büchern bekomme ich das mit Sicherheit nicht), habe ich mir die Frage gestellt, ob ich in das Expose (1-2 Seiten solls ja nur lang sein) nur die Handlung vom ersten Buch rein soll oder von allen drei (bei letzterem komme ich mit 1-2 Seiten nicht hin, wie ich feststellen musste)?

lg sali
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agu
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010 20:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Vanessa,

VanessaD hat Folgendes geschrieben:
So kann ich vielleicht schon mal damit anfangen, denn Du hast ja nicht unrecht, wenn Du sagst, es wäre am Anfang einfacher. Obwohl ich sagen muss, dass mir oft noch einige Veränderungen oder Wendungen einfallen, während ich die Geschichte schreibe...aber das ist wohl der Spaß dabei!?


Ich schätze, das ist völlig normal, dass die Geschichte unterwegs ein Eigenleben entwickelt. Geht mir auch so ... wenn ich merke, dass ich deutlich von meinem Gerüst abgewichen bin, setze ich mich mal ein oder zwei Stunden hin und passe selbiges an, um sicherzustellen, dass die Logik bis zum Ende hin erhalten bleibt und ich mich nicht in irgendwas reinschreibe, was ich dann am Ende nicht ordentlich auflösen kann.
So ist dann das Expose auch automatisch immer up to date. Und Du musst es nur nehmen und aufpolieren, wenn der Roman fertig ist.


Hallo Sali,

Salival_Kaniza hat Folgendes geschrieben:
habe ich mir die Frage gestellt, ob ich in das Expose (1-2 Seiten solls ja nur lang sein) nur die Handlung vom ersten Buch rein soll oder von allen drei (bei letzterem komme ich mit 1-2 Seiten nicht hin, wie ich feststellen musste)?


ich habe selbst noch nie ein Expose für eine Trilogie geschrieben, vom Bauchgefühl her würde ich es aber wie folgt machen:
Auf dem Deckblatt erwähnen, dass es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt. Verkaufstechnisch kann es sinnvoll sein, dass das Buch auch allein für sich bestehen kann, es sollte also irgendwie sinnvoll in sich abgeschlossen sein.
Dann würde ich das Expose ganz normal für den ersten Band verfassen. Und auf der letzten Seite nur ein paar Sätze Ausblick schreiben auf das, was in den Folgebänden passiert. Ich würde mal sagen, 3 bis 4 Sätze pro Band.

LG, Andrea


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sali
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BeitragVerfasst am: 16.06.2010 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee hört sich gut an, danke dir Andrea.
(Sinnvoll abgeschlossen soll der erste Teil sein mit etwa 150000 Wörtern, aber für sich alleine stehen wird er nicht können)


lg sali
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agu
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BeitragVerfasst am: 16.06.2010 09:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

150.000 Wörter, das ist ein stolzer Umfang. Dürfte locker 650 Normseiten füllen, vielleicht sogar mehr. Ein dicker Wälzer! Was für ein Genre schreibst Du? Fantasy?

LG, Andrea


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BonaXJ6
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BeitragVerfasst am: 07.06.2011 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nabend zusammen,

ich weiß ja, dass der Thread älter ist, aber ich möchte anfangen, mein aller erstes Buch zu schreiben und benötige dringenst Hilfe. Am besten zu Allem, was man beachten muss.

Fangen wir mit dem Expose an:

-Sind Plot, Protagonisten, Handlungsabriss, historischer Hintergrund und die Leseprobe zusammen das Exposé, oder ist das dann seperat?  

-Müssen alle 5 Punkte bei jedem Buch, egal welches, vorhanden sein, oder braucht man zB. bei einem Krimi, Horror, Kinderbuch oder sonst wo kein Hintergrund oder keine Protagonisten aufschreiben?

-ist die Leseprobe IMMER das Gleiche wie das erste Kapitel? Oder anders gefragt, sollte man für die Leseprobe das erste Kapitel verwenden?


Zur Aufteilung und Länge noch des Exposés:

-Was ist, wenn das Exposé nur eine Seite oder weniger wird? Oder kann das gar nicht vorkommen, wenn man zu allen 5 Punkte was schreiben muss?

-Wieviel Zeilen Abstand von Plot auf Protagonisten zB. muss man einhalten? Einfach nur den doppelten Zeilenabstand?

Sollte die Leseprobe seperat auf eine neue Seite? Kann ich dann auf das erste Kapitel verzichten, wenn die Leseprobe das schon ist, bzw. umgekehrt: Ich schreibe ohne Leseprobe ganz normal das erste Kapitel, was der Lektor nachher einfach als Leseprobe benutzt? Weil dann hätte ich ja den ersten Teil doppelt.

Bei der Zeilenlänge ist mir noch was aufgefallen. Ich habe eigentlich alles getan, was mir die Normseite mit Schriftgröße 12, "Arial" sagt und mir kommt die Zeilenlänge verdammt kurz vor, denn nur das passt in eine Zeile:

"Simon fiel ein faulig stechender Geruch in der Nase auf und"

Das ist alles? Wenn ich mir ein Buch nehme, steht aber etwas mehr in einer Zeile. Denn rechts habe ich verdammt viel Platz. Links etwas weniger. Kopf/Fußzeile passt, da komme ich auf 30 Zeilen.

Einstellungen sind:
Seitenränder:
oben/unten 2cm; links 3cm; rechts 6,3cm; DIN A4; Bundsteg 0cm; Bundstegpos. links; Absatz 24pt; Einzug links und rechts 0cm; Ausrichtung 0cm; Zeilenabstand genau; Absatzkontrolle deaktiviert; keine Silbentrennung (auch nicht automatisch)
Alles andere habe ich soweit gelassen. Fehlt mir irgendwas oder passt es so, wie ich den Beispieltext geschrieben habe?

Und falls ihr noch mehr Hinweise für mich habt, ich bin sehr offen, habe auch schon nach Lektoren gegoogelt und anderen Hinweisen, aber so richtig was mit anfangen kann ich irgendwie nicht damit. Das klingt wie Abitur-Deutschnote "gut"...so ungefähr wink
Ich meine, ich war damals in der Hauptschule, hätte aber für deutsch Fachoberschulreife von der Note machen können, da ich eine 1 hatte...dennoch kommt mir das aus dem Internet leicht spanisch vor wink

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen!

Gruß
Bona
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Nihil
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Moderator
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BeitragVerfasst am: 07.06.2011 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bona!
Du hast hier zwar schon einen richtigen Thread gefunden, aber der ist, wie du selbst schon gesehen hast, älter und außerdem können wir dir was Besseres bieten. Wenn du dich einmal nett an die Userin Murmel wendest, nimmt sie dich vielleicht in ihre Exposé-AG auf – die AGs sind bei uns Räume, die man erst nach Aufnahme sieht. Das konntest du also noch gar nicht finden.
Bei Bedarf würde ich diesen Beitrag von dir auch verschieben.

Viel Erfolg!

Nihil
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agu
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BeitragVerfasst am: 11.01.2012 23:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dieses Posting ist zwar auch schon wieder ein paar Monate alt, aber ich will mal einige Fragen beantworten, nachdem der Thread wieder verlinkt worden ist.
Vorab, ich baue alle meine Exposés nach diesem Muster auf, mittlerweile mit ein paar kleinen Verbesserungen - auf die Titelseite schreibe ich zusätzlich nun auch die Zielgruppe (z.B. Erwachsene Leser beiderlei Geschlechts oder junge Leserinnen ab 14 Jahren). Die Protagonisten-Sektion gestalte ich ausführlicher - die zwei bis drei Haupthandlungsträger Kriegen jeweils eine komplette Seite, und dann gibt es eine weitere Seite mit Kurzbeschreibungen der Nebenschauspieler wie oben im Beispiel.

BonaXJ6 hat Folgendes geschrieben:

-Sind Plot, Protagonisten, Handlungsabriss, historischer Hintergrund und die Leseprobe zusammen das Exposé, oder ist das dann seperat?  

Die Leseprobe ist nominell nicht Teil des Exposés, und wird auch als separates Dokument angelegt. Jedoch ist es üblich, mit einem Exposé auch eine kurze Leseprobe einzureichen.

Zitat:

-Müssen alle 5 Punkte bei jedem Buch, egal welches, vorhanden sein, oder braucht man zB. bei einem Krimi, Horror, Kinderbuch oder sonst wo kein Hintergrund oder keine Protagonisten aufschreiben?

Müssen muss man gar nichts. Jeder gestaltet seine Exposés ein wenig anders, sie sollen ja auch die persönliche Handschrift des Autors tragen. Kurzplot (die halbe Seite Kurzzusammemfassung), Übersicht der wichtigsten Figuren und dann der ausführliche Handlungsabriss incl. der Auflösung am Ende sind Usus. Einen Hintergrund kann man, muss man aber nicht schreiben. Er bietet sich jedoch vor allem bei Fantasy und historischen Romanen an.

Zitat:

-ist die Leseprobe IMMER das Gleiche wie das erste Kapitel? Oder anders gefragt, sollte man für die Leseprobe das erste Kapitel verwenden?

Als Leseprobe werden die ersten 30-50 Seiten eines Romans erwartet, da der Einstieg ja auch das ist, was den Leser später fesseln soll. Ein guter Grund also, den Einstieg besonders spannend und gut zu schreiben.
Es gibt auch die Möglichkeit, neben dem Einstieg einen zweiten Abschnitt zu schreiben, der z.B. die Interaktion der Handlungstraeger miteinander zu einem späteren Zeitpunkt im Buch zeigt - aber das ist absolute Kür und ich würde das als Einsteiger noch nicht unbedingt machen.


Zitat:

-Was ist, wenn das Exposé nur eine Seite oder weniger wird? Oder kann das gar nicht vorkommen, wenn man zu allen 5 Punkte was schreiben muss?

Das Problem hat man normalerweise nicht. Falls es Dir allerdings gelingt, alle geforderten Informationen eines Exposés auf einer Seite zu verdichten - herzlichen Glückwunsch! Das wird Dir viel Neid eintragen wink

Zitat:

-Wieviel Zeilen Abstand von Plot auf Protagonisten zB. muss man einhalten? Einfach nur den doppelten

Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass Dir irgendjemand ein Expose ablehnen wird, weil ihm der Zeilenabstand nicht gepasst hat. Du layoutest es so, dass es schön aussieht, fertig.

Zitat:

Sollte die Leseprobe seperat auf eine neue Seite? Kann ich dann auf das erste Kapitel verzichten, wenn die Leseprobe das schon ist, bzw. umgekehrt: Ich schreibe ohne Leseprobe ganz normal das erste Kapitel, was der Lektor nachher einfach als Leseprobe benutzt? Weil dann hätte ich ja den ersten Teil doppelt.

siehe oben, Leseprobe ist ein eigenständiges Dokument.

Zitat:
Bei der Zeilenlänge ist mir noch was aufgefallen. Ich habe eigentlich alles getan, was mir die Normseite mit Schriftgröße 12, "Arial" sagt und mir kommt die Zeilenlänge verdammt kurz vor ... Wenn ich mir ein Buch nehme, steht aber etwas mehr in einer Zeile. Denn rechts habe ich verdammt viel Platz.

Die spätere Zeilenlänge und Textmenge pro Seite in einem Buch hat absolut nichts zu tun mit der Normseitenformatierung eines Manuskripts. Die Normseite mit 30 Zeilen a 60 Anschlägen --> 1800 Zeichen ist ein Standard, der dem Lektor auf einen Blick die Beurteilung der Textmenge erlaubt.
Die spätere Formatierung auf Buchformat kann dann ganz unterschiedlich ausfallen und ist von vielen Faktoren abhängig, ob Taschenbuch oder Hardcover, wie viele Seiten das fertige Werk haben soll usw.



Liebe Grüße,
Andrea


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Murmel
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BeitragVerfasst am: 12.01.2012 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

BonaXJ6 hat Folgendes geschrieben:
Nabend zusammen,

ich weiß ja, dass der Thread älter ist, aber ich möchte anfangen, mein aller erstes Buch zu schreiben und benötige dringenst Hilfe. Am besten zu Allem, was man beachten muss.


Zwischenfrage: Hast du schon ein fertiges Manuskript oder fängst du erst an?

Wenn du erst anfängst, rate ich dir in der DSFoPedia Plot aufzurufen und erst ein Konzept zu erstellen. Aus diesem Konzept wird später dein Exposé.

Hast du dein Buch schon geschrieben, dann hat agu dir schon alle Fragen beantwortet. Wir haben eine AG, in der du dein Exposé auf Herz und Nieren prüfen lassen kannst, etwas, das ich jedem empfehlen würde. Keine Angst, keiner klaut dir den Plot, zudem verschwinden durchdiskutierte Exposés auf Wunsch in ein Archiv.

Allerdings möchte ich, bevor ich jemanden zulasse, eine Leseprobe in der Werkstatt sehen.

smile


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*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
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*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019
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Niklas32
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BeitragVerfasst am: 19.01.2012 18:56    Titel: Exposé schreiben: Tipps und ein Negativbeispiel Antworten mit Zitat

Im Literaturcafe gab es vor einiger Zeit einen guten Beitrag über das Exposé-Schreiben. Ich verlinke ihn hier einfach mal:
http://www.literaturcafe.de/expose-schreiben-text-manufaktur-leipzig/

Zum Vergleich hier noch ein richtig schräges Beispiel für ein Exposé. Mir hilft es manchmal zu lesen, wie man es besser nicht machen sollte:
http://www.the-quandary-novelists.com/app/download/5664944075/nenik_xo_exploiting+the+expos%C3%A9.pdf?t=1326990457
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Kate
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BeitragVerfasst am: 09.05.2012 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Da hätte ich noch einmal eine Frage:

Wird das Exposé rein im Fließtext verfasst oder kann man das auch teilweise tabellarisch aufbauen?
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agu
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BeitragVerfasst am: 09.05.2012 10:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Kate,
Fließtext ist gemeinhin üblich - ich denke, tabellarisch ist möglich, aber als Form zumindest ungewöhnlich.
Einer der Gründe, warum Fließtext vorzuziehen ist, ist die Möglichkeit für den Autor, die Stimmung und Sprache seines Romans bereits im Exposé anklingen zu lassen - das heißt, für einen locker-leicht-humoristischen Frauenroman z.B. würde es den Ton des Romans bereits anklingen lassen, weil es selbst locker-fluffig-amüsant geschrieben ist. Oder für einen epischen Fantasy-Roman sollte auch das Exposé episch rüberkommen.
Liebe Grüße,
Andrea


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Micki
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BeitragVerfasst am: 09.05.2012 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

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Kate
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BeitragVerfasst am: 09.05.2012 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die schnelle Antwort.

Ich schreib mein Exposé für eine Biographie wink

Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass ich dir in einer Stunde den Entwurf per PN mal schicke und du dir das bis heut Abend mal anschaust?
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hobbes
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BeitragVerfasst am: 09.05.2012 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kate,

es gibt hier im Forum auch eine AG Exposé, vielleicht wäre das auch etwas für Dich.
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ShellyR
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BeitragVerfasst am: 03.12.2012 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich weiß, das Thema ist schon älter, aber ich habe ein paar wichtige Fragen.

Zuerst muss ich sagen, ich schreibe ja schon länger. Habe aber nie vorher ein Exposé geschrieben. Und da ich immer irgendwann aus meiner Idee raus bin und die Übersicht verliere, wollte ich jetzt mal eins schreiben.

Aber ich hab eben Fragen:

Plot - Das Wort sagt mir so gar nichts. Ist das einfach eine kurze Beschreibung der ganzen Geschichte? Wie lang darf es sein, was gehört da nicht mit rein, was gehört da rein? An dem Beispiel kann ich das leider nicht so gut ausmachen.

Protagonisten - Beschreibt man hier nur die Personen, aus deren Sicht man schreibt, oder auch Personen, die sehr häufig vorkommen, aus deren Sicht man aber nicht schreibt? Und wie heißen denn überhaupt die Nebencharaktere..einfach Nebencharaktere oder gibt es dafür auch noch eine andere Bezeichnung?

Handlungsabriss - Ich hab mir das Beispiel jetzt nicht durchgelesen (zu lang und historische Romane verstehe ich sowieso nicht) ist das so Aufgebaut Anfang, Mittelteil, Ende? Und auch hier wieder die Frage, was gehört dort rein und was nicht? Wie viele Details sollte man hier bekannt geben?

Historischer Hintergrund und Umsetzung - Wenn man jetzt keinen historischen Hintergrund hat, weil man zb einen Liebesroman schreibt, der in der heutigen Zeit spielt, empfielt es sich dann trotzdem, einen Hintergrund zu schreiben bzw eine Umsetzung? Oder ist es dann besser das wegzulassen?

und ganz wichtig: Was ist die mindestlänge eines Exposé? Wie viele Seiten darf es haben, wie viele muss es haben?

So das war es erstmal mit meinen Fragen. Ich hoffe es wird sie jemand beantworten.

LG, Shelly R
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Aeryn
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Beiträge: 27



BeitragVerfasst am: 30.12.2013 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Also da ich ja dank meines Exposés eine Literaturagentur gefunden hatte (und auch einige andere Interesse hatten/das Gesamtmanuskript angefordert hatten), würde ich hier auch gerne ein paar Tipps hinterlassen.

Also ich habe es so gemacht, dass ich das Exposé mit einem Anschreiben verbunden habe, da ich eine Art "Teaser" drin hatte, in dem ich das Manuskript inklusive Markteinordnung beworben habe. Also, warum das Buch den Trend der Zeit trifft/es noch eine Lücke in dieser Richtung gibt und wer er lesen könnte, weil die Zeit inzwischen reif dafür ist. Damit habe ich schon einmal neugierig gemacht.

Da bei mir die Zielgruppen-Zuordnung plus Markteinschätzung wahnsinnig wichtig war, war das der Hauptinhalt meines Teasers. Ich wollte den Teaser nicht an den Anfangs des Exposés nehmen, da ich sonst nicht gewusst hätte, was ich in einem Anschreiben unterbringen soll ohne 1:1 Doppelungen drin zu haben.

Das Expose habe ich dann direkt angehängt, es sah ähnlich aus, wie hier in den BSP. Also, Normseitenanzahl, Genre usw.Dann Handlungsabriss ohne Cliffhänger und zum Schluss noch einmal eine ausführliche Zielgruppenbeschreibung mit BSP von vergleichbaren Werken. Also es hat dann nochmal abgerundet, was im Teaser ja kurz angedeutet wurde.

Letzteres war bei mir so wichtig, weil ich für etwas sehr neues schreibe, was es so am Markt noch nicht gibt und es ein ziemliches Novum in der Verlagslandschaft wäre, zumindest im Printbereich. Und genau das hat dann auch ziemlich gezogen. Ist aber natürlich Glückssache, wenn man zufällig so ein Thema erwischt hat.
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VanessaD
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BeitragVerfasst am: 30.12.2013 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Das weckt die Neugier... Dann bin ich mal gespannt, was es so neues gibt, wenn du dein Werk hoffentlich hier vorstellst, sobald es fertig ist bzw. veröffentlicht ist?! smile

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agu
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BeitragVerfasst am: 30.12.2013 14:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aeryn hat Folgendes geschrieben:
dass ich das Exposé mit einem Anschreiben verbunden habe, da ich eine Art "Teaser" drin hatte, in dem ich das Manuskript inklusive Markteinordnung beworben habe.


Sehr guter Punkt.
Das Beispiel, das ich hier am Anfang eingestellt hatte, ist mittlerweile auch schon etwas älter und Infos zur Markteinordnung fehlen da - die können sich aber wirklich als sehr hilfreich erweisen.

Entweder man macht es so wie Du, dass man diese Infos in einem Anschreiben bündelt.
Oder man setzt noch mal einen kleinen Block in den Kopf des Exposés, der wie folgt aussehen könnte (jetzt mal als Beispiel frei zusammenfabuliert):

Zielgruppe: erwachsene Leserinnen (überwiegend weiblich) aller Altersstufen
Vergleichstitel: Im Auge der Sonne (Barbara Wood), Die Hüterin von Jericho (Suzanne Frank), Die Königin von Theben (Christian Jaqc)

Ich habe mir sagen lassen, dass vor allem die Vergleichstitelliste sehr wichtig sein kann - entscheidend ist, dass die Bücher, die dort stehen, möglichst erfolgreiche Bestseller sind Wink (natürlich müssen sie auch wirklich thematisch oder vom Ton her irgendwie mit dem eigenen Werk vergleichbar sein).
Zusätzlich können ein oder zwei Sätze nützlich sein, die weitere mögliche Effekte aufgreifen, die verkaufsfördernd sein können. Bei einem Antike-Roman könnte man z.B. darauf hinweisen, dass in 2014 ja die aufwändige Verfilmung von POMPEIJ in die Kinos kommt, was das allgemeine Interesse am Stoff steigern könnte usw.

Agenturen freuen sich über solche Zusatz-Infos, weil sie sie dann nicht mühsam selbst zusammensuchen müssen (vorausgesetzt natürlich, der Text taugt was).

LG, Andrea


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BeitragVerfasst am: 30.12.2013 15:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

ShellyR hat Folgendes geschrieben:

Plot - Das Wort sagt mir so gar nichts. Ist das einfach eine kurze Beschreibung der ganzen Geschichte?

Der Plot ist kurz und knapp das Handlungsgerüst einer Geschichte. Entwickelt man einen Plot, so entwickelt man die lineare Story-Abfolge, mit allen Verwicklungen, kurzem Verweis auf die Motivation von Figuren, die Kapitelabfolge bis hin zur Auflösung. In meinem Beispiel ist mit 'Plot' eigentlich eine Kurzzusammenfassung überschrieben, die dann später im Handlungsabriss noch mal ausführlicher erzählt wird.


Zitat:
Protagonisten - Beschreibt man hier nur die Personen, aus deren Sicht man schreibt, oder auch Personen, die sehr häufig vorkommen, aus deren Sicht man aber nicht schreibt?

Ich mache es mittlerweile so, dass ich unter 'Protagonisten' die erzählenden Figuren etwas ausführlicher beschreibe (in meinen Exposés bekommen die jeweils eine Drittel- bis halbe Seite), und dann wichtige Nebencharaktere mit je 2 Sätzen (Kurzbeschreibung und Motivation) unter 'weitere handelnde Figuren' aufliste (insg. nicht mehr als eine Seite)

Zitat:
Handlungsabriss - Ich hab mir das Beispiel jetzt nicht durchgelesen (zu lang und historische Romane verstehe ich sowieso nicht) ist das so Aufgebaut Anfang, Mittelteil, Ende? Und auch hier wieder die Frage, was gehört dort rein und was nicht? Wie viele Details sollte man hier bekannt geben?

Sooooviel Text ist es jetzt auch wieder nicht zum Lesen Wink - und der steht da, weil er für den Aufbau ein Beispiel darstellt. Dem man natürlich nicht sklavisch folgen muss. Der Handlungsabriss ist Dein Plot, auf 2-4 Seiten erzählt. Das ist die ausführlichere Variante für die, die nach dem Seite 1-Kurzplot noch weiterlesen wollen.
Du fängst mit der Ausgangssituation an, erzählst möglichst in einem Tonfall, der Deinem Buch angemessen ist, die Story (und die so spannend, wie es geht) und endest mit der Auflösung. Auf keinen Fall lässt Du das Ende offen.


Zitat:
und ganz wichtig: Was ist die mindestlänge eines Exposé? Wie viele Seiten darf es haben, wie viele muss es haben?

Agenturen und Verlage haben dazu auf ihren Webseiten Infos, jeder hat etwas abweichende Vorlieben. Alternativ bietet sich auch der Uschtrin-Ratgeber an, der dröselt Längenwünsche für jede Agentur auf.
Ich gestalte meine Exposes i.d.R. so, dass auf der ersten Seite allgemeine Infos (der Kopf) und der Kurz-Plot stehen. Auf Seite 2 die Protagonisten. Auf Seite 3 die Nebencharaktere. Seite 4-7 dann der ausführliche Handlungsabriss und ggf. historischer Background (der ist aber fakultativ).

Auf diese Weise komme ich dann auf insg. 7 Seiten - die wichtigsten Infos sind aber schon auf den ersten 2 Seiten zusammengefasst.

Bisher hat sich noch niemand über die Exposé-Form beschwert.

LG Andrea


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