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Die Mutter


 

 
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Virane
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 26
Beiträge: 145



BeitragVerfasst am: 15.02.2009 15:09    Titel: Die Mutter eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Raus aus den Federn du fauler Sack, es ist schon zehn“. Mürrisch stehe ich auf, gehe ins Bad und putze lieblos meine gelben, dreckigen und von Löchern durchbohrten Zähne. Dann nehme ich den Kamm, der nur noch wenige Spitzen zum kämmen hat, und fuchtele damit in meinen verfilzten, stinkenden Haaren herum. Ich gehe zurück in mein verstaubtes Zimmer, zieh mir die Klamotten an, die ich schon wochenlang trage. Nein, wir haben kein Geld für genug Kleidung, für Wasser, für all den anderen Plunder, den ein normaler Mensch besitzt. Ich weiß kaum mehr, wie Geld aussieht. Nun renne ich hinunter in die kleine Küche, wo für mich eine kaputte Schüssel mit gammeligem Müsli und vergorener Milch bereitsteht. Doch wovon soll ich mich ernähren. Mit leichtem Ekel schaufele ich das Frühstück weg. Wie ich sie hasse, wenn sie mich morgens weckt, jedes Mal stehe ich kurz vor der Explosion, den ihr Ton ist den ganzen Tag lang unerträglich. Denn nach dem Essen hetzt sie mich im Haus herum, ich soll die Ecken von Schimmel befreien, den Müll fortbringen, Abwasch machen, den Fernseher reparieren und manchmal geht sie so weit, das ich mir den Rasierer schnappen soll und ihren fetten Arsch von Haaren befreien soll. Welch ein abscheuliches Wesen sie doch ist.
Mein Vater ist kurz nach meiner Geburt gestorben, an Krebs, und seitdem lebe ich mit diesem Biest in dieser Bude, würde mich nicht wundern, wenn es eines Tages die Straße sein wird, denn unser Geld reicht kaum zum überleben.
Doch sie verbraucht das meiste sowieso nur für sich selbst, für ihre Körperpflege, ihre eigene Kleidung, Hauptsache, ihr geht es gut, sie würde es nicht kratzen, wenn ich als verwahrloster Penner enden würde, denn für sie zählen nur Kosmetika und eigene Interessen, nichts anderes. Wie ich es satt habe. Irgendwann werde ich noch ausziehen, aber ich habe keine Möglichkeit, wohin ich gehen soll. Endlich, wenn es abends ist, wird sie ruhiger und ich gehe zu Bett und werde höchstens noch von Kotzgeräuschen, einem Orgasmus oder Schnarchlauten geweckt, wenn sie nachts um 3 stockbesoffen von einer Party zurückgekehrt. Wäre doch nur meine Mutter noch hier, dann müsste ich meine Schwester nicht dulden. Wie ich sie vermisse, seit sie verschwunden ist.

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Kleka
Kleine, süße Prinzessin

Alter: 27
Beiträge: 1142



BeitragVerfasst am: 21.02.2009 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schöne Auflösung am Ende, hätte nicht damit gerechnet!
Zitat:
Wäre doch nur meine Mutter noch hier, dann müsste ich meine Schwester nicht dulden. Wie ich sie vermisse, seit sie verschwunden ist.

Aber ich glaube das kann man schöner formulieren... zudem würde ich zumindest erdulden sagen.

Schreib doch noch mit einigen Sätzen was dein Protagonist den Tag über macht.

Die Idee ist gut, verfeiner den Text doch noch etwas smile


_________________
Freunde sind Gefährten auf Zeit
Loyalität ist die Definition des Preises für den man verraten wird.
Wenn du jemandem vertraust musst du hoffen das der Preis hoch genug ist aber es ist dumm und naiv...
zu glauben es gäbe ihn nicht.

Adora quod incendisti, incende quod adorasti!!
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Montana
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 31
Wohnort: Open-Range


BeitragVerfasst am: 21.02.2009 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Virane,
mit Schulnoten versehen würde ich zu deinem Beitrag sagen,
Grundidee gut, Ausführung mangelhaft.
Müssen es gelbe, dreckige, von Löchern durchbohrte Zähne oder verfilzte, stinkende Haare sein?
Reicht da nicht eine Bezeichnung um die ganze Geschichte zu straffen und den Leser zu fesseln?
Zudem fehlt mir bei dieser Story der Bezug zur Realität. Du versuchst zwar deiner Geschichte, insbesondere der des Protagonisten dem Ganzen so etwas wie Leben auf der Straße, das Schicksal eines Hartz4 Empfängers etc. pp. einzuhauchen aber deine Schilderungen gehen meiner Meinung nach völlig daneben.  
In einer kaputten Schüssel rührt man selbst mit gammliger Milch kein Müsli mehr an ohne das einem die ganze Sche... über den Tisch läuft. Geschweige denn isst so etwas überhaupt jemand?
Da die Hauptpersonen deiner Geschichte weder Drogenabhängige noch Schwerverbrecher sind und ein Dach über dem Kopf haben ist es nur schwer nachvollziehbar das hier keine Kleider, fließend Wasser etc. vorhanden sein soll.
Wie gesagt, von der Idee und vor allem vom Schluss her sehr gut, aber nicht von der Beschreibung.
Wenn du diese Umgebung beschreiben willst, einfach mal einen Vormittag im Wartezimmer beim Sozialamt sitzen und du wirst sehen, das wahre Leben übertrifft deine Story um Längen.
Gruß Montana
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Hoody
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2602
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 13.11.2009 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Virane.

Der Text hat mir leider gar nicht gefallen.
Die Pointe hätte gut sein können, leider hast du es dir verbaut.
Ich bin zwar kein:
Zitat:
Ich bin Fachmann( Laughing ) ...Bewertungsjury für verschiedene literarische Wettbewerbe in Hessen
2 fach ausgezeichnet als Nachwuchsjuror

Zitat von Virane.
Aber ich glaube deinen Text kriege ich noch hin  Wink


Also fangen wir einmal an:

Zitat:
Mürrisch stehe ich auf, gehe ins Bad und putze lieblos meine gelben, dreckigen und von Löchern durchbohrten Zähne. Dann nehme ich den Kamm, der nur noch wenige Spitzen zum kämmen hat, und fuchtele damit in meinen verfilzten, stinkenden Haaren herum.

Du wirfst hier mit Adjektiven um dich herum, versuchst tolle Bilder zu zeichnen aber letzendlich ist das nur ein Standbild.
Du schreibst weiter unten das Haus hätte kein Wasser- Wie kann er sich die Zähne putzen. Wieso putzt er sich überhaupt die Zähne wenn sie eh schon so kaputt sind? Wie riecht sein Mund. Statt zu schreiben, gelben, dreckigen und bla würde ich fünf Sinne benutzen, was viel stärker ist und besser an der Stelle. Du weißt schon wenn man Löcher in den Zähnen hat, und anscheinend hat er ganz viele, dann tut so etwas ganz schön weh, besonders wenn man sie sich putzt. Hatte selber mal ein kleines Loch gehabt und beim Zähneputzen schrie ich immer auf. Wäre auch noch eine Möglichkeit um die Zähne lebendiger zu gestalten.
Wenn er verfilzte Haare hat und der Kamm nur noch ein paar Spitzen ; übrigens ist Spitzen für mich zu unspezifisch, warum kämmt er sie dann überhaupt? Das bringt doch eh nichts. Irgendwie ist er schon ein Depp.
Stinkende Haare - siehe fünf Sinne. Beschreib auch seinen Körper. Er wird doch sicher stinken oder?

Zitat:
Ich gehe zurück in mein verstaubtes Zimmer, zieh mir die Klamotten an, die ich schon wochenlang trage.

Auch wieder so ein Standbild. Verstaubt. Das ist ein langweiliges Wort. Du könntest hier schöne Metaphern oder Vergleiche einbauen.
Oder eine Übertreibung.
Der Staub berührte schon unsere Decke oder so etwas.

Zitat:
Ich weiß kaum mehr, wie Geld aussieht.

Geh zum Lidl und such dir einen Cent  Rolling Eyes
Mir gefällt der Satz irgendwie nicht. Du könntest schreiben das er nicht mehr wusste wie sich Geld anfühlte oder wie es riecht, wie es schmeckt wenn man draufbeißt  - fände ich besser.Aber aussieht...

Zitat:
wo für mich eine kaputte Schüssel mit gammeligem Müsli und vergorener Milch bereitsteht.

Ganz ehrlich wenn die Schüssel kaputt ist, dann würde doch die Milch rauslaufen?
Würdest du wirklich ein gammeliges Müsli essen?
Ich habe mal verschimmelten Käse gegessen, ich dachte es wäre Kräuterkäse - da grüne Stückten drinnen waren...Jedenfalls das werde ich nieee mehr tun. Ich glaube wenn dein Prota so etwas jeden Tag zum Essen bekommt, dann bekommt er eine Magenvergiftung und andere Krankheiten. Sie werden sich wohl ein Toastpäkchen oder so etwas kaufen können, oder? Und notfalls kann man auch Essen stehlen.
Es gibt auch spezielle Einrichtungen wo du frühstücken kannst und so weiter. Niemand muss vergammeltes Müsli essen, nur der, der es will und sich schämt das Zeug von anderen zu nehmen.

Zitat:
Mit leichtem Ekel schaufele ich das Frühstück weg.

Das leichten gefällt mir nicht. Würdest du dich vor so einen Frühstück nur leicht ekeln?

Zitat:
Denn nach dem Essen hetzt sie mich im Haus herum, ich soll die Ecken von Schimmel befreien, den Müll fortbringen, Abwasch machen, den Fernseher reparieren

Hier wieder paar Logikfehler. Wenn die kein Geld haben für Wasser, dann werden die wohl erst recht kein Geld für einen Fernseher haben bzw Stromrechnung.  Die Wände von Schimmel befreien?
Es gibt Schimmelsprays, aber die bringen nicht viel.
Man kann die Wand verputzen, neu verputzen und andere Farben benutzen bzw spezielle. Aber das kostet Geld.

Zitat:
und manchmal geht sie so weit, das ich mir den Rasierer schnappen soll und ihren fetten Arsch von Haaren befreien soll

Würde das Rausstreichen. Das bringt mich zum Lachen und passt nicht zum restlichen Text.

Mir fehlen auch paar Informationen:
Ist der Prota ein Junge?
Wie alt ist der Prota? Wenn er zur Schule geht, dann kann er da nach Hilfe bitten. Da gibt es spezielle Leute die sich um so etwas kümmern können und normalerweise sprechen Lehrer solche Menschen von alleine an.
Wieso lässt er sich alles gefallen?
Gibt es keine anderen Verwandten?
Wie alt ist die Schwester?


Der Text gefällt mir leider gar nicht. Die Pointe wäre gut, aber der Gesamteindruck gefällt mir nicht.

lg Hubi, lass den Kopf nicht hängen.


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Ich bin wie eine Runde Tetris. Nichts will passen.

"Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann."
Henry de Montherlant

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Konrad Adenauer
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Virane
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 26
Beiträge: 145



BeitragVerfasst am: 14.11.2009 12:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank auch dir, Jarda Smile

Das Schriftstellern selbst muss ich noch viel mehr üben das weiß ich
Aber deswegen bin ich ja auch hier im dsfo Wink

Deine Kritik hat mir gut gefallen
Deine Aussagen hast du gut begründet Wink

Skript an sich find ich von meiner Geschichte okay, aber die Umsetzung ist mir noch nicht so ganz gelungen

Trotzdem: Deine Kritik ist gerechtfertigt

LG
VIRANE


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Das Leben ist kein Ponyhof
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Jules Verne
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 24
Beiträge: 172
Wohnort: Italien


BeitragVerfasst am: 30.11.2009 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Virane,

Ein stellenweise absurder  Text, trotzdem musste ich wirklich Lachen .
Hatte Mitleid mit dem Protagonisten. Laughing


lg
JV


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