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Werden die klassischen Verlage sterben?

 
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Klemens_Fitte
Geschlecht:männlichSpreu

Alter: 38
Beiträge: 2326
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 17.11.2020 06:54    Titel: Antworten mit Zitat

Nina C hat Folgendes geschrieben:
@Klemens_Fitte
Es ist zwar richtig, dass für die Buchherstellung Computer benötigt werden, aber eben nur einer für unglaublich viele.


Das ist mir schon klar. Wenn Beckinsale aber den ökologischen Fußabdruck eines E-Books (nicht: Readers) als "um Klassen übler" als den eines Printbuchs bezeichnet und zur Begründung auf Computer, Strom und Serverfarmer verweist, sollte man doch nicht außer Acht lassen, dass zur Erstellung, Produktion, Lagerung, Vertrieb usw. von Printbüchern selbiges benötigt wird. Zumal man das umdrehen kann: zum Lesen eines E-Books braucht es (nicht zwingend) einen Reader, aber eben nur einen für unglaublich viele. Will ich unglaublich viele Printbücher lesen, müssen unglaublich viele Printbücher gedruckt, gebunden, gelagert, transportiert werden.

Wer wissen will, wann sich ein Reader amortisiert, kann ja die verlinkten Artikel lesen. Davon
Beckinsale hat Folgendes geschrieben:
Und der ökologische Fußabdruck eines E-Books in der laufenden Vermarktung ist um Klassen übler als die eines Printbuches.

bleiben wir weit entfernt.


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»Es ist illusionär, Schreiben als etwas anderes zu sehen als den Versuch zur extremen Individualisierung.« (Karl Heinz Bohrer)
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Nina C
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 33
Beiträge: 502
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 19.11.2020 01:25    Titel: Antworten mit Zitat

@Klemens_Fitte
Im zweiten Teil gebe ich dir ja ohnehin recht.
Aber „unglaublich viele“ mit einem Rechner zu erstellen, damit meine ich Auflagen von 5-20k – pro Buch. Das ist nicht ganz das gleiche wie „unglaublich viele“ mit einem Reader zu lesen. Smile

Liebe Grüße

Nina


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Klemens_Fitte
Geschlecht:männlichSpreu

Alter: 38
Beiträge: 2326
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 19.11.2020 06:54    Titel: Antworten mit Zitat

Nina C hat Folgendes geschrieben:
Im zweiten Teil gebe ich dir ja ohnehin recht.
Aber „unglaublich viele“ mit einem Rechner zu erstellen, damit meine ich Auflagen von 5-20k – pro Buch. Das ist nicht ganz das gleiche wie „unglaublich viele“ mit einem Reader zu lesen. Smile


Dass du mir recht gibst, muss ich überlesen haben; ist aber auch nicht wichtig.
Worum es mir (von Anfang an und immer noch) lediglich ging: wenn auf die Frage, warum das Produkt E-Book um Klassen unökologischer sei als das Produkt Printbuch, mit Computerherstellung/-entsorgung, Serverfarmen und Stromverbrauch argumentiert wird, sollte man erwähnen, dass Erstellung/Druck/Lagerung/Transport von Printbüchern ebenso auf Computer, Strom und Internet angewiesen ist (und wenn wir schon bei unbelegten Argumenten sind, behaupte ich, der Anteil bzw. Ressourcenverbrauch ist da nicht geringer). Und wenn dann gesagt wird, na ja, das sei doch auf größere Auflagen gerechnet nicht weiter von Belang (und da reden wir noch nicht davon, wie viele Klein- und Kleinstverlage es gibt, die Auflagen weit unter 5000 Stück drucken, lagern, transportieren etc. lassen) – warum fallen dann die paar kbit und die paar kWh pro E-Book so ins Gewicht? Klar, das Printbuch, das bei mir im Regal rumsteht, frisst weder Strom noch Internet (erst dann, wenn es entsorgt oder sonst wie weiterverarbeitet wird). Aber das E-Book auf meinem Reader? In einer Größenordnung, die Herstellung/Lagerung/Transport eines Printbuchs nicht nur aufwiegen, sondern es um Klassen unökologischer machen?
Die Infrastruktur (Internet, Strom) ist doch ohnehin da und wird heutzutage hauptsächlich für ganz andere Dinge gebraucht als zum Lesen von E-Books.

Aber ich denke, wir können uns da weiter im Kreis drehen oder es dabei belassen.


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Yves Holland
Gänsefüßchen


Beiträge: 30
Wohnort: Wilder Süden


BeitragVerfasst am: 19.11.2020 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu Folgendes vom Buchreport:

"Große Taschenbuch-Verlage drosseln weiter

Nachdem die Verlage die Taschenbuch-Auslieferung im Oktober massiv gedrosselt haben, mit fast 25% weniger Titeln als im Vorjahr, ..."

Leider gehört der Bericht zum + Angebot.

Hier der Link:
https://www.buchreport.de/?p=121493


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Nina C
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 33
Beiträge: 502
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 20.11.2020 06:33    Titel: Antworten mit Zitat

@Klemens_Fitte
Zitat:
Dass du mir recht gibst, muss ich überlesen haben; ist aber auch nicht wichtig.

Kläre ich gerne auf: Ich gebe dir insofern recht, als dass ich die Klassen, die es überlegen sein soll, nun auch nicht ganz sehe. Smile
Was die Kleinverlage angeht: Soweit so schön – trifft es aber nur, wenn die auch selbst drucken (was die Ausnahme sein dürfte). Üblicherweise drucken die über eine Großdruckerei bzw. PoD und dann sind wir wieder bei ganz anderen Zahlen. Recht hättest du in dem Punkt, wenn Kleinverlage tatsächlich die gesamte notwendige Maschinerie anschaffen würden.

Liebe Grüße

Nina


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Klemens_Fitte
Geschlecht:männlichSpreu

Alter: 38
Beiträge: 2326
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 20.11.2020 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nina C hat Folgendes geschrieben:
Was die Kleinverlage angeht: Soweit so schön – trifft es aber nur, wenn die auch selbst drucken (was die Ausnahme sein dürfte).


Ach komm. So doof, das zu behaupten, bin ich jetzt echt nicht, auch wenn ich für diese schon längst totgelaufene Diskussion nur mit halbem Hirn hindenke.

Ich dachte aber, es ging um den Computer, den man zur Erstellung der Druckvorlage braucht:

Der sich selbst zitiert hat Folgendes geschrieben:
Und wenn ich mich nicht irre, bin ich auch bei der Herstellung eines Printbuchs auf Computer und elektronische Datenübertragung angewiesen – ich denke nicht, dass heute noch allzu oft mit Winkelhaken und Setzschiffen gearbeitet wird.


Heißt, der Klein- und Kleinstverlag braucht einen Computer, egal ob er ein E-Book oder ein Printbuch erstellen will. Mehr sag ich nicht, wenn jemand bei der Frage des ökologischen Fußabdrucks eines E-Books mit "Oh, die bösen Computer" ankommt.

Nina C hat Folgendes geschrieben:
Üblicherweise drucken die über eine Großdruckerei bzw. PoD und dann sind wir wieder bei ganz anderen Zahlen.


Wir sind überhaupt nicht bei Zahlen und waren es in der Diskussion zu keinem Zeitpunkt. Die einzigen Zahlen bislang stehen in den Links und beziehen sich darauf, ab welcher Menge gelesener Bücher ein E-Book-Reader ökologischer ist als ein Printbuch. Wenn du die Rechnung E-Book versus Printbuch in Sachen ökologischer Fußabdruck im momentanen Buchmarkt aufstellen willst, gern; ich mach mir die Mühe nicht (und hätte auch keine Ahnung, wie).


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