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Neue, kostenlose Version von Papyrus Author

 
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Kojote
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 14:26    Titel: Neue, kostenlose Version von Papyrus Author eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Schriftstellerkollegen und -innen,

ist jemandem von euch das schon aufgefallen? Auf der internationalen Seite www.papyrusauthor.com hat man jetzt die Wahl zwischen einer kostenlosen, aber funktionsbeschränkten, wenngleich vollwertigen "Basis"-Version von Papyrus ("vollwertig" im Sinne von "nicht-Demo"), und einer Bezahlversion mit dem gewohnten Funktionsumfang, die man für 14,99 € monatlich abonnieren kann.

Auf der deutschen Seite www.papyrus.de ist nach wie vor die Software für 179 € fix gelistet.

Nur am Rande, falls es jemanden interessiert. Weiß zufällig wer, ob die neue Marktstrategie in absehbarer Zeit deutsch lokalisiert wird?

Liebe Grüße
der Kojote


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, die wirklich besonderen Funktionen (Stilanalyse, Timeline, Mindmap, etc.) sind in der Free-Version nicht enthalten. Da leistet es dann nicht wesentlich mehr, als LibreOffice auch kann. Und dafür auf ein proprietäres Windows-Programm umsteigen? Nee, eher nicht.

Und ein monatliches Bezahlsystem, um die Vollversion nutzen zu können? Nochmal ganz großes "Nee, danke". Ich richte meinen Workflow doch nicht auf ein Programm aus, das ich nicht mehr nutzen kann, wenn der Hersteller es einstellt oder pleite geht. Handschellen gehören ins Schlafzimmer oder zur Polizei, aber bestimmt nicht in Produktivsysteme. Man kettet sich doch nicht freiwillig an ein Schiff, das jederzeit sinken kann.


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agu
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Als Abo würde ich es auch nicht kaufen ... ich finde diese Software-as-a-service-Modelle das Allerletzte (leider haben sie sich als Standard etabliert ... aber wer weiß, vielleicht gibt's irgendwann eine Gegenbewegung).
Glücklicherweise gibts das Programm aber, wie auch Kojote schreibt, nach wie vor als Vollversion zum Kauf. Und damit stellt sich das Problem ja nicht, dass das Format irgendwann desolat wird, weil der Hersteller pleite geht oder keinen Bock mehr hat und deshalb den Server abschaltet.


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Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

agu hat Folgendes geschrieben:
Und damit stellt sich das Problem ja nicht, dass das Format irgendwann desolat wird, weil der Hersteller pleite geht oder keinen Bock mehr hat und deshalb den Server abschaltet.
Aber das Problem, dass das alte Programm, nachdem es eingestellt wurde, nicht mehr auf einer neuen Rechnergeneration oder einem neuen Betriebssystem läuft. Und du kannst es dann nicht einfach für das neue System neu compilieren, weil du den Sourcecode nicht hast. Und das ist nicht so abwegig, wie es klingt. An ein paar vor über 20 Jahren mit irgendeiner proprietären Textverarbeitung auf MS-DOS geschriebene Sachen komme ich heute nicht mehr ran, oder müsste einen immensen Aufwand betreiben, das nicht mehr existierende Format zu entschlüsseln und den Rohtext da rauszuholen.

Zitat:
aber wer weiß, vielleicht gibt's irgendwann eine Gegenbewegung
Damn, wenn ich sowas lese … DIE GIBT ES SCHON LANGE! Man muss sie nur konsequent unterstützen und nein zu proprietärer Software sagen, wenn man was ändern will. Einfach mal "Freie Software Bewegung" oder Richard Stallman nachschlagen.

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Attingat
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 17:31    Titel: Antworten mit Zitat



LibreOffice rüstet nach, wie der Screenshot zeigt. Kerning jetzt uneingeschränkt möglich. LibreOffice rechnet auch auf mehr als einem Kern.

Gruß

attingat
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agu
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

//doppelpost

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agu
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BeitragVerfasst am: 21.05.2020 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Damn, wenn ich sowas lese … DIE GIBT ES SCHON LANGE! Man muss sie nur konsequent unterstützen und nein zu proprietärer Software sagen, wenn man was ändern will. Einfach mal "Freie Software Bewegung" oder Richard Stallman nachschlagen.


Ja nee, schon klar.
Die Ecken kenne ich natürlich. Finde ich auch alles schick.

Wenn man aber im professionellen Umfeld (ich rede jetzt nicht von Textverarbeitung, sondern Grafik, Filmschnitt und CAD) bestimmte Industrie-Standards einhalten muss, damit der Datenaustausch mit anderen Dienstleistern nicht zum unkalkulierbaren Abenteuer gerät und damit man nicht jedesmal, wenn einer neu anfängt, den erstmal zwei Jahre in die Software einlernen muss, kommt man mit freier Software leider nur bis hierhin und nicht weiter.


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

@Attingat: Das sieht sehr interessant aus. Ist das eine offizielle Funktion aus einer neuen Version, oder eine Erweiterung?

agu hat Folgendes geschrieben:
damit der Datenaustausch mit anderen Dienstleistern nicht zum unkalkulierbaren Abenteuer gerät und damit man nicht jedesmal, wenn einer neu anfängt, den erstmal zwei Jahre in die Software einlernen muss, kommt man mit freier Software leider nur bis hierhin und nicht weiter.
Solange man so denkt, wird sich leider nichts ändern. Was Textsatz für gedruckte Werke angeht, gibt es z.B. nichts besseres als LaTeX, und das ist komplett frei. Bei der Bildbearbeitung stehen FOSS Programme wie Gimp und Krita proprietären Programmen wie Photoshop in kaum etwas nach. Viedeoschnitt mache ich nicht, aber ich habe schon von professionellen Youtubern gehört, dass einige auf freie Software schwören, weil es dort wohl auch sehr gute Lösungen gibt.  Solange aber jeder im kommerziellen Bereich ja und Amen zu den unethisch programmierenden Konzernen und ihrer Software sagt, wird sich da leider nichts ändern. Und wer wirklich eine Revolution will, darf sich nicht scheuen, ein paar steinige Wege zu betreten. Wahrscheinlich ist der Leidensdruck, wie viel man sich von unfreier Software und unfreien Systemen gängeln lassen will, bei vielen Usern noch nicht hoch genug. Da können die mit ihren Geschäftsmodellen also ruhig noch ein bisschen nachlegen.

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agu
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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

@V.K.B
Ich bezweifle doch gar nicht, dass freie Software sehr gut sein kann, bzw. ist. Gimp z.B. steht Photoshop in wenig nach und hat ein paar Vektorfunktionen, bei denen alle anderen nicht wirklich mithalten können.
Anderes Paradebeispiel im 3D Bereich ist Blender. Supergeile Software, kann alles, was auch die kostenpflichtigen Tools können, und das seit neuesten sogar mit einem Interface, bei dem man nicht die Hälfte der Befehle über kryptische Buchstabenkürzel in Kommandozeilen ansteuern muss.

Ich meine aber etwas ganz anderes.
Der eine große Vorteil, den die Marktführer haben, ist Durchdringung. In fast jedem Software-Bereich, zumindest was die Grafik- und Multimedia-Ecke angeht, gibt es sowas wie einen Industriestandard. Das ist die Software mit der größten Nutzerbasis. Manchmal sind es auch zwei oder drei Pakete, die sich diese Position teilen, jeweils mit leicht unterschiedlich gewichteten Schwerpunkten.
Die Einarbeitungszeit in eine solche Software ist hoch - jedenfalls, wenn man damit Ergebnisse jenseits vom Lieschen-Müller-Niveau erzielen will. Es dauert Jahre, sich vernünftig in eine neue Software einzuarbeiten, selbst wenn man zuvor professionell mit einem anderen Paket aus dem gleichen Bereich unterwegs war.


Jetzt könnte ich als kleiner Einzelkämpfer natürlich komplett auf freie Software wechseln.
Bringt mir aber nichts, wenn ich eine Firma bin, bei der das Team einer gewissen Fluktuation unterliegt (ganz normal, ich kann die ja schließlich nicht als Sklaven an ihre Arbeitstische ketten).
Wenn ich also einen neuen Mitarbeiter einstelle, suche ich mir einen, der das Tool beherrscht, das in meiner Firma verwendet wird. Weil ich's mir nicht leisten kann, den erstmal 2 Jahre umzuschulen. Und dann zieht er womöglich weiter zur nächsten Firma.
Um im professionellen Bereich ernsthaft eine Rolle zu spielen, müsste freie Software es also schaffen, eine so hohe Marktdurchdringung bei einem einzigen Tool pro Gewerk zu erreichen, dass Firmen ohne gigantische Kopfstände die Chance haben, neue Mitarbeiter zu finden, die auch nach kurzer Zeit einsatzfähig sind.
Und umgekehrt muss es für Menschen, die fünf Jahre ins Erlernen und Perfektionieren einer Software stecken, sich lohnen, dieses eine Tool zu meistern. Nämlich dahingehend, dass sie dann auch eine Chance haben, damit eine gut bezahlte Anstellung zu finden.

In bestimmten Nischen klappt das inzwischen.
Blender z.B. wird mittlerweile von ein oder zwei richtig großen Animations-Studios genutzt - aber die spenden dem Blender-Team im Gegenzug große Geldsummen, damit sie Features eingebaut kriegen, die sie für ihre Produktionspipeline benötigen.
Ist also alles nicht so einfach.


Jenseits dessen finde ich die Begrifflichkeiten 'proprietär' und 'unfrei' im Zusammenhang mit kommerzieller Software arg abwertend. Mir ist schon klar, dass an dieser Front jetzt gleich das ideologische Glatteis beginnt. Aber ein bisschen weniger Ideologie und etwas mehr Pragmatismus ist zumindest dann, wenn man mit dem Sch*** seinen Lebensunterhalt verdient und also auf sowas wie Effizienz und Ad-hoc-funktionierende Schnittstellen angewiesen ist, recht hilfreich.

Nix für ungut smile


PS. Ich will's auf keinen Fall schlechtreden, aber ich persönlich empfand LaTex als Zumutung. Ist allerdings schon ein paar Jahre her, dass ich es zuletzt aufgemacht habe... allerdings geht's mir schon auf die Ketten, wenn ich in einem XML oder JSON-File was ändern muss, weil ich garantiert die Syntax dabei versemmle.


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Attingat
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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein Screenshot. Man muss das Languagetool 4.8 installieren.

Wenn alle Features von dem Tool in Libreoffice genutzt werden, sieht der Bildschirm fast so bunt aus wie bei Papyrus.

Das Tool lauft bei mir auch im Firefox. Er korrigiert gerade diese Eingabe und meldet 2 Fehler.



Gruß

attingat
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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo agu,
keine Sorge, ich wollte jetzt auch hier keinen Ideologiekampf vom Zaun brechen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auf meinem Rechner ein proprietärer Nvidia-Treiber läuft, weil ich nur mit dem die GPU-internen Kodierer nutzen kann. Also ja, ein bisschen Pragmatismus darf schon sein, solange man nicht vergisst, dass es eine Sünde ist (was ich jetzt nicht religiös meine, sondern im Sinne von etwas trotzdem tun, obwohl man weiß, dass es eigentlich falsch ist).

Zitat:
Blender z.B. wird mittlerweile von ein oder zwei richtig großen Animations-Studios genutzt - aber die spenden dem Blender-Team im Gegenzug große Geldsummen, damit sie Features eingebaut kriegen, die sie für ihre Produktionspipeline benötigen.
Ist also alles nicht so einfach.
Nun ja, eigentlich zeigt dieses Beispiel doch sehr gut, dass es eben doch sehr einfach sein könnte. Man steckt in Geld in die Entwicklung freier Software, bekommt genau, was man haben will, und es steht dann allen zur Nutzung und Weiterentwicklung zur Verfügung. Win-win für alle, auch die Programmierer werden bezahlt, und die Technik würde sich kontinuierlich viel schneller weiterentwickeln, weil Programmiererteams statt gegeneinander miteinander arbeiten könnten. Die einzigen, die da rausfallen, sind die Lizenzinhaber und Vergeber, die für lange erledigte Arbeit anderer kräftig nachkassieren und sich daran einen goldenen Arsch verdienen. Mein Mitleid mit Wegelagerern, Schutzgelderpressern und Brückentrollen (und nichts anderes machen die im Prinzip) hält sich arg in Grenzen.
Wenn nur eine große Firma mal die Summe der Jahresausgaben für Nutzerlizenzen in die Entwicklung freier Software stecken würde, wäre ein Riesenschritt für alle getan. Ich habe nur den Eindruck, das wollen die meisten gar nicht, die sich das leisten und einen Unterschied machen könnten. Jeder will ja was besseres haben als der Konkurrent und bezahlt gerne für letztendlich nichts, solange er sich mehr als der andere leisten kann. Nur deshalb funktionieren diese Geschäftsmodelle. Ist wie in dem Witz mit der guten Fee, die jemandem einen Wunsch zu erfüllen anbietet, aber dazu sagt, sie werde dem Nachbarn das doppelte schenken. Wir müssen nur endlich mal davon wegkommen, der Fee mit "dann schlag mich halb tot" antworten zu wollen.

Zitat:
Jenseits dessen finde ich die Begrifflichkeiten 'proprietär' und 'unfrei' im Zusammenhang mit kommerzieller Software arg abwertend.
Nö, die sind doch komplett zutreffend und entsprechen der Wahrheit, da ist gar nichts dran zu drehen. Es sind nicht die Begriffe, die negativ konnotiert sind, sondern das, was sie ausdrücken. Der Sklave fühlt sich lediglich besser, wenn man ihn nicht ständig auf seine Ketten hinweist. (Was ich kynisch und nicht zynisch meine, also bitte nicht als herablassend missverstehen, mein Graphiktreiber und die Software auf meinem Auto sind ja auch proprietär und unfrei und ich muss sie trotzdem nutzen, wenn ich die Dinge nutzen will).

Attingat hat Folgendes geschrieben:
Das Tool lauft bei mir auch im Firefox
Heißt das, ich kann eine Stilanalyse ausführen, wenn ich meinen Text ins Forum kopiere, bevor ich ihn abschicke? Ich glaub, ich muss mir das mal ansehen!

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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Im Firefox korrigiert er nur, das aber ganz gut. Die Stilanalyse werkelt bei LibreOffice. Wenn mahn Unnsinn schreibt, dann zeit er das an. Sihe unten techts. 5 Fehler

Dazu 2 Screenshots.



Die Korrekturhilfe.



Gruß

attingat
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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich habs mir in Waterfox gerade angesehen. Läuft sogar gerade. Problem ist nur, der geht ohne Abo nur maximal 10k Zeichen durch. Und man muss ständig online sein, weil die Prüfung über deren Server erfolgt. Und ich frage mich, was die mit ihren Preisen machen und was das soll. War zuerst über VPN in Polen drin, zeigte mir 119 PLN pro Jahr, ich rechnete kurz und dachte, okay, zwischen 25 und 30 Euro für den vollen Service, das ist ja okay (PTW, ist ein Open Source Programm und damit frei, auch wenn es trotzdem Geld kostet). Dann über deutschen Proxy, und plötzlich wollen die 59 Euro für ein Jahr Premium Service haben. WAS SOLL SOWAS???

Wie ist das denn bei der LibreOffice Version, wird da alles geprüft, oder auch nur 10k Zeichen bzw 40k in der Premiumversion? Dann ist das Ding leider kaum zu gebrauchen. So unterschiedliche Preise für unterschiedliche europäische Länder finde ich irgendwie auch komplett daneben.


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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Nur die Ruhe. In LibreOffice gibt es keine Beschränkungen und kosten tut es auch nix. Da das Programm im Hintergrund viel arbeitet, wäre ein wenig Rechenpower ganz gut. Zum Glück rechnet LibreOffice auf mehr als einem Rechnerkern. Einfach mal ausprobieren.

Gruß

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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, auf LibreOffice gefällt es mir viel besser. Schade, dass man nicht den einzelnen Regeln bestimmte Farben zuweisen kann, oder geht das irgendwie? Dass zum Beispiel Füllwörter in einer anderen Farbe angezeigt werden als Wiederholungen, statt alles was mit Stil zu tun hat in Blau und man muss erst rechtsklicken, um zu sehen, was moniert wird?

Wenn ich allerdings sowas sehe:
language tool Einstellungen hat Folgendes geschrieben:
Verben mit wenig Aussagekraft  Beispiele:
Er machte einen Kuchen. x
Er einen Kuchen. [mit Häkchen dahinter für richtig. Sich kaputt lachen]
scheint mir das doch noch stark verbesserungswürdig zu sein …

Aber besser als die integrierte Rechtschreibkontrolle von LO scheint es allemal zu sein.


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Attingat
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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

An Farbeinstellungen ist das möglich:



Wie das Beispiel mit dem Kuchen zeigt, gibt es Grenzen des aktuell Machbaren. Aber was ist schon perfekt?

Gruß

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BeitragVerfasst am: 22.05.2020 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ah, okay, geht erst seit 6.2 und ich hab 6.0 auf Mint laufen, daher ändern sich die Farben bei mir nicht, egal was ich einstelle. Könnte mir ein neueres LO reinfrickeln, aber ich benutze das ja eh fast nie. Wenn mir jetzt noch jemand sagt, wie ich LanguageTool  in meinen Texteditor Gummi reinkriege, mit dem ich immer schreibe, würde das Ding wirklich eine große Hilfe sein. Sonst muss ich das Java Tool mit copy&paste nutzen.

Die oben erwähnten Kosten und Beschränkungen fallen tatsächlich nur an, wenn man den Online-Dienst (und damit keine eigenen Systemressourcen) nutzen will, als lokaler Systemserver oder Java-Programm lässt sich das auch mit Firefox ohne Beschränkungen und Kosten nutzen.

Also dir nochmal ganz vielen Dank für den Hinweis auf dieses Tool, Attingat!

blessed be,
Veith


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Kiara
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BeitragVerfasst am: 23.05.2020 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ein guter Hinweis, dem schließe ich mich an.
Habe es gleich mal ausprobiert und auf die schnelle etwas festgestellt: Das Tool erkennt die Wortwiederholung bei "dies" und "diese" nicht, warum auch immer.


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Attingat
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BeitragVerfasst am: 23.05.2020 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Erklärung habe ich per Ferndiagnose auf die Schnelle nicht, aber einen Hinweis. Die Prüfung ist sehr rechenintensiv. Man muss mitunter eine Zeitlang warten, bis eine Routine abgearbeitet und auf dem Bildschirm ausgegeben wird.

Gruß

attingat
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 23.05.2020 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Kiara hat Folgendes geschrieben:
Habe es gleich mal ausprobiert und auf die schnelle etwas festgestellt: Das Tool erkennt die Wortwiederholung bei "dies" und "diese" nicht, warum auch immer.
Dafür erkennt es die von "theatralisch" und "the queen". Daumen hoch
Okay, aber Macken beiseite, ich habe damit viele Fehler gefunden, die ich vorher übersehen habe. Und wenn man das Java Tool nimmt, dort seine Kapitel nach dem Schreiben einmal zur Fehlersuche reinkopiert, ist das wirklich praktisch und nervt beim Schreiben auch nicht schon mit bunten Unterstreichungen (und kontinuierlich hoher Systemlast durch ständige Neuprüfungen). Es erkennt sogar bei unbekannten Wörtern wie fiktionalen Tieren, wenn man die unterschiedlich geschrieben hat ("ähnelt dem unbekannten Wort xxxx, möglicherweise ein Vertipper"). Das hab ich noch bei keiner Rechtschreibprüfung gesehen. Kommasetzung funktioniert auch einigermaßen.

Auf jeden Fall ist es mit 3,6 GB aber das verdammt nochmal größte Rechtschreibtool, das ich mir je installiert habe. Den Löwenanteil machen aber die optional zu installierenden n-gram Daten (Wahrscheinlichkeitstabellen für ähnliche Wörter in unterschiedlichen Kontexten) für eine Sprache aus (3,3 GB für Deutsch, für Englisch kämen nochmal 8 GB hinzu). Dafür erkennt es im Beispielsatz "In den christlichen Traditionen gibt es unterschiedliche Anleitungen zur Mediation und Kontemplation." dann aber tatsächlich, dass wohl "Meditation" und nicht "Mediation" gemeint sein soll. (Was das in der Praxis taugt, kann ich aber noch nicht sagen, der Satz steht in der Installationsanleitung für die n-gram Daten als Test, ob diese richtig installiert und eingebunden sind.)


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Attingat
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BeitragVerfasst am: 23.05.2020 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Wegen der Systemlast kann man einstellen, wie sich das Programm nach einer Textänderung verhalten soll.
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BeitragVerfasst am: 23.05.2020 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Attingat hat Folgendes geschrieben:
Man muss mitunter eine Zeitlang warten, bis eine Routine abgearbeitet und auf dem Bildschirm ausgegeben wird.
Besonders mit n-gram-Daten macht es einen immensen Geschwindigkeitsunterschied, ob die auf einer HD oder SSD liegen. Also am besten auf einer SSD installieren, wenn verfügbar.

Zitat:
Wegen der Systemlast kann man einstellen, wie sich das Programm nach einer Textänderung verhalten soll.
Ich finde es eh besser, das beim Überarbeiten separat und nicht schon beim Schreiben zu nutzen. Da würden mich die ganzen bunten Unterstreichungen ("Was ist denn jetzt schon wieder daran auszusetzen?" -> Rechtsklick) echt nur ablenken.

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