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Des Spielmanns Minnesang [Part I u. II]

 

 
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Mogmeier
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BeitragVerfasst am: 18.09.2014 02:17    Titel: Des Spielmanns Minnesang [Part I u. II] eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Anmerkung: Um das Hörwerkstättchen zu eröffnen und einzuweihen, möchte ich hier mal mein kleines Hörwerk präsentieren.


Des Spielmanns Minnesang [Part I u. II]
(Musik und Soundeffekte stammen von mir und gehören auch mir!)

Part I
Der Tod ist ein Spielmann. Er gaukelt uns das Leben vor, um sich und seinen großen Auftritt in Szene zu setzen. Schreit Wehmut. Flüstert Gier.
Hat er sein Lied gesungen, dann fällt der Vorhang ... verhüllt den Spiegel, in dem wir zuvor in unser Antlitz blicken konnten. Ein letztes Mal. – Ein letztes Mal.
[Ein letztes ... ein letztes ... ]
Der Atem trägt Kälte. Ein letzter Ruf des Herzens scheitert an der stählernen Wand der Nichtexistenz.

Part II
Du armseliger Tod, stehst am Ende eines jeden Lebens; vermagst darüber zu bestimmen, doch wirst nie darüber herrschen.
Noch ehe du deinen Schleier über mich werfen kannst, habe ich bereits meinen Spiegel zu Boden geschmettert.
Die Essenz meines Daseins ... nun nicht mehr gefangen. [nicht mehr]
Nichts mehr von mir soll noch gebunden sein an einen einzigen vergänglichen Moment. [nichts mehr]
Und wie das Licht sich im kristallenen Reigen unzähliger Scherben bricht, bricht sich das Reale, Entscheidung für Entscheidung, in unzählige Varianten.
Du wirst dich entscheiden müssen. Welcher Scherbe wirst du dich widmen?
[Entscheide dich!]
Ohne den Spiegel neu zusammenzusetzen wird es dir schwerfallen, mich zu finden. Doch kann nur ich die Scherben zueinander führen. Und ich werde es für dich tun.
Die vielen Wirklichkeiten werde ich zu einer einzigen geformt haben. Nur für dich ... und mich! Eine Wirklichkeit, gleich der Ewigkeit, ganz wie du es magst. Ich werde dich dort hinführen, wo weder Existenz noch Nichtexistenz zu finden ist. Dort werde ich dir ein Bewusstsein schenken und nichts mehr wird für dich real erscheinen, da du selbst real sein wirst. Dann möchte ich, dass du vom Leben kostest. Erfahre und fühle was es heißt, zu existieren.
Gefangen in meinem Spiegel sollst du deinem eigenen vergänglichen Augenblick gegenübertreten. Füge dich deinem Schicksal, während ich dir in dein Antlitz blicke. – Und dann vernimm meine „letzten Worte“: Mein lieber Tod, lässt du mich sterben, stirbst auch du.


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Seraiya
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BeitragVerfasst am: 02.06.2015 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mog,

Ich versuche mal das in Worte zu fassen.

Also erstmal gefällt mir der musikalische Einstieg. (Ich kenne mich mit Minnesang nicht aus)
Aber es ist direkt, als erwartet mich gleich etwas aus einer anderen Zeit. Das Liegt an der Melodie und nicht an der Musikart an sich. Ich kann das schwer erklären. Aber ich persönlich warte schon auf das, was ich gleich erzählt bekomme.

Zitat:
Part I
Der Tod ist ein Spielmann. Er gaukelt uns das Leben vor, um sich und seinen großen Auftritt in Szene zu setzen. Schreit Wehmut. Flüstert Gier.   

Diesen markierten Satz finde ich klasse. Der Tod, der sich selbst zu etwas Besonderem machen will, zu so etwas, wie einem unausweichlichen Höhepunkt des Lebens. So verstehe ich das zumindest. Als täte es ihm irgendwie noch leid, während er zeitgleich die Hände nach einem ausstreckt.
Es hört sich für mich so wahr an. So eindeutig, als wenn es gar keine andere Wahrheit geben könnte.

Die Vibration in der gesprochenen Stimme bei:
Zitat:
Ein letztes ... ein letztes ...
Der Atem trägt Kälte. Ein letzter Ruf des Herzens scheitert an der stählernen Wand der Nichtexistenz.   

In dem Moment, in dem das mit den Hintergrundgeräuschen gesprochen wird, hab ich mich kurz nicht mehr bewegt. Ich hatte einen flüchtigen Anlfug von Übelkeit, der sich mit Schmetterlingen vermischt hat. Dazu kam so etwas wie wenn man gerade pappsatt ist. Ein ganz eigenartiges Gefühl, das man erst einmal wirken lassen muss.
Das Herz, das noch einmal schreit, sich wehrt, sich ein letztes Mal aufbäumt.  Die Feststellung, dass es zu spät ist, dass man nicht mehr existiert. Gänsehautfaktor.

Der Ausklang des ersten Teils gefällt mir ebenfalls gut. Für mich klingt es zu Beginn wie ein hohler Raum aus Stahl, in dem Ketten wiederhallen.

Zitat:
art II
Du armseliger Tod, stehst am Ende eines jeden Lebens; vermagst darüber zu bestimmen, doch wirst nie darüber herrschen   

Das "armselig" gefällt mir hier sehr gut, weil es dem Tod sein eigenes Versagen bzw. seine Grenzen vor Augen führt. Er ist nicht wie das Leben und wird im gesamten Teil noch dafür verhöhnt, dass er dieses Leben nicht kennt.
Zitat:
Nichts mehr von mir soll noch gebunden sein an einen einzigen vergänglichen Moment. [nichts mehr]   

Die eigene Entscheidung finde ich hier mutig und beängstigend zugleich. Sich selbst zu befreien von dem, was uns im Leben hält.
Zitat:
Und wie das Licht sich im kristallenen Reigen unzähliger Scherben bricht, bricht sich das Reale, Entscheidung für Entscheidung, in unzählige Varianten.
Du wirst dich entscheiden müssen. Welcher Scherbe wirst du dich widmen?
[Entscheide dich!]  

Hier musste ich etwas nachdenken. Der Spiegel ist das Leben. Für mich jedenfalls. Es wird dem Tod hingeworfen wie Seelen, nach denen es einen Dämon giert und der Dämon muss entscheiden, nach welcher Seele es ihn am meisten verlangt.
Und die Realität verändert sich dadurch, dass sie zerschmettert wurde. Dieses "bricht sich das Reale, Entscheidung für Entscheidung, in unzählige Varianten". Das gibt mir die Möglichkeit, den Spiegel auf versch. Arten wieder zusammenzusetzen. Wodurch sich das ursprüngliche Bild verändern kann und den Tod gefangen nimmt, ihn einsperrt.

Zwischendrin würde ich mehr Tiefe in der Stimme wünschen. Manchmal werden Worte hoch betont, die mir tiefer lieber wären, aber das ist Geschmackssache.

Zitat:
Die vielen Wirklichkeiten werde ich zu einer einzigen geformt haben. Nur für dich ... und mich! Eine Wirklichkeit, gleich der Ewigkeit, ganz wie du es magst.  

Hammer. Wirklich.
Man überlistet den Tod und macht ihm im selben Moment ein wertvolles Geschenk. Es ist diese faszinierende Mischung aus Spott, Geben und Nehmen, und die mitschwingende Tragik des Ganzen.
Und der Tod, der nur die Ewigkeit kennt und liebt, aber so weit von der Wirklichkeit des Lebens entfernt ist.
Ich finde das toll.

(Die Hintergrundmusik ist hier klasse, irgendwie schwermütig und gruselig und dann diesen sanften hellen Klang dahinter)

Zitat:
Ich werde dich dort hinführen, wo weder Existenz noch Nichtexistenz zu finden ist  

Das habe ich nicht verstanden. Aber ich glaube, dass man das auch nicht verstehen muss. Das Nichts des Seins.
Zitat:
Dort werde ich dir ein Bewusstsein schenken und nichts mehr wird für dich real erscheinen, da du selbst real sein wirst. Dann möchte ich, dass du vom Leben kostest. Erfahre und fühle was es heißt, zu existieren.  

Dass er selbst real sein wird, bedeutet in diesem Fall für mich, dass er nichts anderes mehr wahrnimmt, nur noch sich selbst und sich seiner Selbst bewusst wird. Fühlt. Und alles andere, das real ist, als selbstverständlich wahrnimmt. In diesem Zustand vom Leben zu kosten, ist eine bittersüße Erfahrung, schön und schmerzhaft.
Du fasst das hervorragend in simple Worte.
Zitat:
Gefangen in meinem Spiegel sollst du deinem eigenen vergänglichen Augenblick gegenübertreten.  

Schön. Mehr kann ich nicht sagen.
Zitat:
Füge dich deinem Schicksal, während ich dir in dein Antlitz blicke. – Und dann vernimm meine „letzten Worte“: Mein lieber Tod, lässt du mich sterben, stirbst auch du.

Die Musik während dieser Worte gefällt mir nicht so gut und die Stimme, obwohl sie höhnisch und selbstgefällig sein soll, während sie ihre eigene Existenz schützt, ist mir einen Tick zu rau, zu bösartig und zu gehässig.
Beim Ausklang gefällt mir das "Schlagzeug" nicht.
Dafür aber dieser immer wiederkehrende tiefe dumpfe Klang nach uralter Glocke.

Ich übe mich noch darin meine Gedanken und Gefühle bei der Analyse in die richtigen Worte zu fassen.
Das hier hat mir richtig gut gefallen. Klasse.


Liebe Grüße,
Seraiya


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Mogmeier
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BeitragVerfasst am: 03.06.2015 00:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Na ja, den Tod an sich kann man ja nicht überlisten … Oder doch? – Kommt wohl darauf an, als was man den Tod sieht (wie man ihn betrachtet).

Zum Inhalt meiner Geschichte – du hast dir ja die markantesten Stellen rausgepickt – auf die Schnelle nur das hier (gerne später/bei Gelegenheit auch mehr dazu): Die Grundaussage sollte eigentlich lauten, dass der Tod kein Bestandteil des Lebens ist, doch man diesen dahingehend gerne als Übelstand hinnimmt.

Zur Vertonung:
Vom Minnesang habe ich auch keine Ahnung, aber mittelalterliche Musik finde ich toll. (Ich hoffe, ich hab das einigermaßen hinbekommen).

Beim Einsprechen des zweiten Parts habe ich mich vielleicht etwas übernommen. Aber auch nur vielleicht. Das Ganze sollte schon irgendwie nach Psychopath klingen …

Die Soundeffekte am Ende des ersten Parts sind größtenteils eine Mischung aus bearbeiteten Mittschnitten diverser Baustellengeräusche, die ich mit meinem Diktiergerät hier und da so auffing …


EDIT: Und ja, das Schlagzeug am Ende musste sein, schließlich bin ich ein Grufti der 80er Jahre.


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Seraiya
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BeitragVerfasst am: 03.06.2015 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe den Tod als unausweichliches Übel gesehen, das sich selbst in den Himmel loben möchte.

Eine Art des Überlistens ist für mich, wie man ihm gegenübertritt. Ob man ihn willkommen heißt, ablehnt oder vielleicht sogar Angst vor ihm hat.

Zitat:
  Die Grundaussage sollte eigentlich lauten, dass der Tod kein Bestandteil des Lebens ist, doch man diesen dahingehend gerne als Übelstand hinnimmt.  

Hm. Das finde ich interessant.
Das Leben läuft unweigerlich auf den Tod hinaus. Man weiß, dass er kommen wird. Und hat dadurch keine andere Wahl als ihn hinzunehmen. Ich denke schon, dass er ein Bestandteil des Lebens ist.


Zitat:
Zur Vertonung:
Vom Minnesang habe ich auch keine Ahnung, aber mittelalterliche Musik finde ich toll. (Ich hoffe, ich hab das einigermaßen hinbekommen).   

Ich finde, ja. smile

Zitat:
Beim Einsprechen des zweiten Parts habe ich mich vielleicht etwas übernommen. Aber auch nur vielleicht. Das Ganze sollte schon irgendwie nach Psychopath klingen …   

Auch sehr interessant. Das gibt dem Ganzen einen anderen Charakter, wenn ich mir vorstelle, wie jemand z.B. Selbstgespräche führt und sich insgeheim ins Fäustchen lacht, während er auf diese Weise über den Tod nachdenkt oder ihn vielleicht sogar vor Augen hat.
Für mich klingt es nicht nach Psychopath, sondern wie Jemand, der eine Chance bekommt den Tod reinzulegen und diese Chance auch nutzt.
Die gesprochene Stimme am Ende des zweiten Teils klingt eher wie ein Psychopath. Aber alles andere nicht, finde ich.
Weil ich das Ganze nicht so aufgenommen habe, gefällt mir die Stimme am Ende wohl auch nicht. Ich hatte einen anderen Tonfall erwartet.

Zitat:
Die Soundeffekte am Ende des ersten Parts sind größtenteils eine Mischung aus bearbeiteten Mittschnitten diverser Baustellengeräusche, die ich mit meinem Diktiergerät hier und da so auffing …
  

Ja, in der Mitte musste ich an einen Bagger denken. Cool


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Mogmeier
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BeitragVerfasst am: 04.06.2015 18:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Okay, ich habe dir ja schon zukommen lassen, dass ich ein sehr sprunghaftes Denken habe. Das äußert sich vermutlich auch in dem ganzen Text meiner Geschichte, der hier und da etwas kryptisch erscheint. Ich empfand das Kryptische aber für recht wertvoll. Denn will man etwas Gestaltloses definieren, bedarf es erstmal einer Gestalt. Und das ist schon irgendwie absurd. Deshalb personifizierte ich größtenteils den Tod, da dieser ja eigentlich keine Person ist, sondern mehr ein Zustand, der genaugenommen nicht einmal ein Zustand ist. Ein Zustand ist der Tod nur für den äußeren Betrachter, dem Hinterbliebenen, der dem Verstorbenen hinterhertrauert. Für den Verstorbenen selbst ist der Tod … … … Tja, wie will man etwas beschreiben, was man in dem Moment selbst nicht [bewusst] wahrnimmt? Und ›in dem Moment‹ ist eigentlich auch sehr unpassend gewählt, weil es in dem Moment keinen Moment im eigentlichen Sinne gibt.

Was ich damit sagen will: Der Zustand des Lebens definiert sich durch das Bewusstwerden darüber. Paradoxer Weise lässt sich allerdings das Bewusstsein bzgl. der Qualiaproblematik nicht definieren. Dadurch ergibt sich aus etwaiger philosophischer Sicht, wenn man anhand der Gegebenheiten weiterspinnt (und hier überspringe ich gerade wieder ein paar Gedanken*), dem Tod zumindest theoretisch ein Schnippchen schlagen zu können.

*Die von mir nicht erwähnten Gedankengänge warten noch darauf, sortiert und als Werk niedergeschrieben zu werden ... vielleicht werden es auch zwei Werke. Vorläufig schweben mir dafür folgende Arbeitstitel vor:
•Das Loch in der Leere
•Ein Pudding im Kühlregal


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BeitragVerfasst am: 06.06.2015 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Okay. Interessante, teilweise verwirrende, aber auch nachvollziehbare Gedankengänge. Du scheinst dir viele Gedanken darüber gemacht zu haben.
 
Zitat:
*Die von mir nicht erwähnten Gedankengänge warten noch darauf, sortiert und als Werk niedergeschrieben zu werden ... vielleicht werden es auch zwei Werke. Vorläufig schweben mir dafür folgende Arbeitstitel vor:
•Das Loch in der Leere
•Ein Pudding im Kühlregal
  

Das würde ich gerne lesen.
Die Titel sagen für mich beide das Gleiche aus. Nichts. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass ich sie blöd finde.
Sie sind für mich einfach völlig nichtssagend. Der Pudding ist für mich dasselbe wie das Loch. Ich nehme an, dass das auch so sein soll.


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BeitragVerfasst am: 05.01.2018 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mogmeier,

WoW-das ist so genial ! Ich wurde nicht nur in eine andere Zeit versetzt.
GroßArtig! Runterladen ist ja gestattet.
 Kommt noch was?
HerzlichePpGrüße
Pia


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BeitragVerfasst am: 06.01.2018 20:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oha!

Na ja, mal nicht gleich übertreiben mit den Komplimenten. Confused

Aber schön, wenn so ein Hörspielchen (weil irgendwo dann doch billig und somit alles andere als professionell produziert) dann doch irgendwie positiv ankommt.

Bei der Instrumentalisierung von Part 1 griff ich der Einfachheit halber auf ein in die Jahre gekommenes Roland-Keyboard zurück (die Sounds = MIDI-Standartbelegung). Das klingt natürlich alles andere als lebendig und erinnert dabei eher an die musikalische Untermalung in Richtung aufkommender Computerspiele dieser Sparte (so in den 90ern oder so) als an mittelalterliches Gehüpfe. Wollte ich so etwas professionell aufnehmen, wäre ich auf einen Mittelaltermarkt gegangen und hätte da eine Combo angequatscht: »Jungs, wie sieht’s aus? Nächste Woche mal ins Tonstudio und so?«

Beste Grüße
Mog


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BeitragVerfasst am: 06.01.2018 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mogmeier,

das sollte kein "Honigtopf" sein/werden! Laughing Ich hab keinen Brummtopf oder
andere Instrumente heraushören können, hab aber noch einen alten YamahaDX27
in Gebrauch und konnte es daher zuordnen. Find es trotzden bzw. gerade deshalb
fabelhaft eigenwillig gemacht, mit allem drum und dran. Hattest Du dazu
Inspirationquellen, wie zB alte Handschriften oder so. Die Sprecherstimme ist ja deine?
Wie hast Du es abgemischt?
 Kommt noch was?
HerzlichePpGrüße
Pia


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BeitragVerfasst am: 07.01.2018 04:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, die Sprecherstimme ist meine, die habe ich dazu aber ein klein wenig verstellt. Will man mit verstellter Stimme einsprechen, gehört ein bisschen Training dazu, vor allem so zu sprechen wie in Part 1, wo meine Stimme recht nach Frodo Beutlin klingt. Dabei wird die vordere Halsmuskulatur recht beansprucht.

Abgemischt habe ich größtenteils alles mit Audacity, ’nem Programm, das sich dazu sehr gut eignet. Okay, das Programm habe ich mit diversen Effekten und Prozessoren um ein Vielfaches aufgestockt. Damit habe ich auch die Soundeffekte am Ende des ersten Parts kreiert. Als Rohmaterial dienten mir dazu Mitschnitte irgendwelcher Baustellengeräusche (wie schon weiter oben erwähnt) wie auch Schnipsel meiner eigenen Stimme.

Etwas tiefer in die Trickkiste habe ich gegriffen bei der Erstellung der musikalischen Untermalung von Part 2 (diese sphärischen Klänge im Hintergrund).
Im Grunde handelt es sich hierbei um ein delaylastiges Synthesizer-Arpeggio (arrangiert mit ’nem Waldorf Pulse) welches ich zu diesem Zwecke extrem mit Time-Stretch verlängert habe. Dabei griff ich aber nicht auf ein gewöhnliches Time-Stretch zurück, sondern auf ein leckeres Tool, welches da so mit Audacity mitgeliefert worden ist.

EDIT:
Inspirationsquelle? Keine Ahnung. – Aber mich fasziniert dieser eine Bösewicht aus FF-IX ohne Ende.


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purpur
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BeitragVerfasst am: 07.01.2018 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo mogmeier,

ja, kann ich mir gut vorstellen, die Stimme "gleichbleibend zu verstellen", vor allem
über den langen Text hin. Und ohne vernehmbare Brüche! , ist bestimmt fast
wie "Mozart Requiem" sauber singen.
Das Programm Audacity kenne ich noch nicht. Da werd ich mal neugieren.
Ich hab mit Audition CS6 was gemacht.
Schönen Sonntag!
 Kommt noch was?
HerzlichePpGrüße
Pia

https://www.youtube.com/watch?v=ujnZRhMLUdk
https://www.youtube.com/watch?v=dpikfaa6ORA


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