Cliffhanger

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BAUSTELLE

Der Begriff des Cliffhangers kommt ursprünglich aus Fortsetzungsromanen in Zeitschriften, bei denen die Episode inmitten des spannesten Moments mit "Fortsetzung folgt" beendet wurde, eine Technik, die später im Film und in Filmserien übernommen wurde.

In der englischen Literatur bezeichnet man das Offenlassen oder Erzeugen von Fragen am Ende einer Szene oder eines Kapitels ebenfalls als Cliffhanger.

So kann die Figur am Ende der Szene über das vorher Geschehene reflektieren und sich Fragen stellen, die natürlich nicht beantwortet werden und dem Leser im Gedächtnis bleiben.

Eine weitere Technik des Cliffhangers ist das vorzeitige Abbrechen einer Szene in einem spannenden Augenblick und das Hinschwenken auf einen anderen Perspektivträger oder Handlungsstrang. Die erzeugte Frage ist entsprechend, wie der Held aus dem Dilemma herauskommt.

Der Einsatz eines so genannten "dunklen Endes" am Ende des Kapitels oder der Szene ergibt auch einen Cliffhanger. Dunkle Enden sind negative Wörter wie Angst, Furcht, Mord, Schrecken, "dunkle" Vorahnungen und Gefühle. Damit spürt der Leser, dass sich etwas Negatives anbahnt.

Der Cliffhanger soll den Leser animieren weiterzulesen. Allerdings empfiehlt es sich, nicht alle Szenen oder Kapitel so zu beenden, denn dann kann die Absicht zu offensichtlich werden. Vor allem die Methode des Abbrechens einer Szene in einem kritischen Moment ist wohl dosiert zu verwenden. Ein Cliffhanger am Ende des Buchs ist nicht zu empfehlen, denn es kann zur Frustration des Lesers führen, da er sich um sein Ende betrogen fühlt.

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