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Wie wichtig ist das, was Du schreibst?

 
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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 11:54    Titel: Wie wichtig ist das, was Du schreibst? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

manchmal gehe ich über Flohmärkte oder durch Buchläden und es stapeln sich dort Bücher auf Bücher, Neuerscheinung an Neuerscheinung, Klassiker an Klassiker und was auch immer: Jedenfalls haufenweise Bücher, wie es z.B. für eine Buchhandlung ja nicht ungewöhnlich ist (wie der Name und die Ausrichtung des Ladens ja deutlich macht). Manchmal ist dabei in mir dieses Bild: Der Markt ist so überfüllt, überflutet von Büchern.

Die Gedanken, die mir immer wieder dazu kommen, sind: Wer soll das eigentlich lesen? Und warum sollte mich das interessieren, was ein anderer schreibt? Ist das irgendwie wichtig für irgendwas? Wofür?

Nun meine Frage an Euch: Wie erlebt Ihr das? Wie wichtig findet Ihr das, was Ihr schreibt? Findet Ihr das überhaupt wichtig, was Ihr schreibt? Oder geht es (Euch) nur ums Schreiben "an sich", also "etwas zu tun mit Eurer Zeit und Euren Ideen und Erfahrungen"? Wie wichtig empfindet Ihr das, was Ihr schreibt?

Bin gespannt auf Eure Gedanken.

LG
Nina


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Liebe tut der Seele gut.
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Kiara
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 40
Beiträge: 1313
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwo las ich, ich glaube, das Zitat wird Toni Morrison zugeordnet: Wenn du ein Buch lesen willst, das noch nicht geschrieben wurde, musst du derjenige sein, der es schreibt.
So erging es mir, bevor ich dieses Zitat überhaupt kannte, als ich vor Jahren mit meinem ersten Buch anfing und von der Schriftstellerei kaum etwas wusste.

Wenn ich die riesige Menge an Büchern sehe, denke ich ganz ähnlich deiner obigen Beschreibung, denn ich lese nur selten Bücher, meistens nur ein paar Seiten täglich. Ich würde also nie hinterherkommen, so schnell erscheinen neue Werke.
Aber jeder Topf findet seinen Deckel, so wird auch jedes Buch Leser*innen haben, auch, wenn es das fünfhunderttausende 'SchnellkochbuchinfünfMinuten' oder der millionste 'VerschrobenerKommissarfasstVerbrecher-Krimi' ist.
Dennoch wird mir bei Stöbern in Buchhandlungen und Onlineshops klar, wie überlaufen der Markt ist. Daraus resultierte bereits vor Jahren meine Erkenntnis, dass ich nicht mein Leben darauf ausrichte, professionell zu schreiben, sondern es bei einer Nebenbeschäftigung bleibt, die ich gerne und nur dann tue, wenn es mir Spaß und Freude bereitet, wenn es ein Ventil ist, dass ich brauche, und sei es nur für meine Gedanken. Damit es das, was ich bisher noch nicht zum Lesen gefunden habe, ebenfalls als Buch gibt - von mir.


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Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018/2020)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 12:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Kiara,
danke für Deine Antwort. Es geht allerdings etwas an dem vorbei, was ich oben formuliert habe. (Sorry). Das, was ich eigentlich wissen möchte, warum ich diesen Faden eröffnet habe, ist nicht, ob man den xten (Horror-/Science-Fiction-/Fantasy-/Roman/Thriller/Krimi o.ä.)  schreiben sollte oder nicht. Ich kopiere es noch mal hierher:

Zitat:
Wie wichtig findet Ihr das, was Ihr schreibt? Findet Ihr das überhaupt wichtig, was Ihr schreibt? Oder geht es (Euch) nur ums Schreiben "an sich", also "etwas zu tun mit Eurer Zeit und Euren Ideen und Erfahrungen"? Wie wichtig empfindet Ihr das, was Ihr schreibt?


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Kiara
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 40
Beiträge: 1313
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Nina,

ich finde durchaus, dass ich diese Fragen beantwortet habe sad

Dennoch, da es nicht so bei dir ankommt: Soll ich sie löschen lassen, damit dein Thread ohne Einschränkungen von jemandem anderen gelesen werden kann?

LG


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Raven1303
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 37
Beiträge: 127
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Zusammen,

Wenn ich so resümiere, dann muss ich zugeben, dass ich bisher nichts geschrieben habe,  das die Welt verändern wird. Eine gewisse Moral vielleicht und meine Liebe zu Bäumen 🌳  und Natur vielleicht.
Das war beim Schreiben tatsächlich nicht mein Ziel.
Es ist einHobby. Da ist etwas in mir drin, ein Gedanke der keimt, wächst und dann schnell raus muss, bevor mir das Hirn platzt Wink
Bücher sind eben Kunst, wie Bilder auch.
Und dass es so viele gibt, das ist doch grandios!
Der Besuch einer Buchhandlung ist wie eine Schatzsuche. Jedes Buch ein potenzieller neuer Freund, der dich trösten oder zum Lachen bringen kann.
Also wenn ich es mir überlege...

Doch,  meine Geschichten könnten kleine Glitzersternchen im Leben anderer Menschen werden. Das ist mein bescheidener Anspruch.


_________________
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang.
Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 16:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Kiara,

ach nein, das ist nicht nötig das löschen zu lassen, warum auch? Nicht traurig sein.  Gerade WENN Du ja doch darauf geantwortet hast, hat es ja mit dem Thema hier im Faden zu tun.

Allerdings hatte ich den Eindruck, Du hast eher die ungestellte Frage beantwortet: Wie wichtig ist dir das Schreiben, anstatt (was ich hier "besprechen" möchte): Wie wichtig ist das, was Du schreibst?)?

LG zurück
Nina




Kiara hat Folgendes geschrieben:
Liebe Nina,

ich finde durchaus, dass ich diese Fragen beantwortet habe sad

Dennoch, da es nicht so bei dir ankommt: Soll ich sie löschen lassen, damit dein Thread ohne Einschränkungen von jemandem anderen gelesen werden kann?

LG


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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 16:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Doch,  meine Geschichten könnten kleine Glitzersternchen im Leben anderer Menschen werden. Das ist mein bescheidener Anspruch.


schön gesagt.


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Taranisa
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 51
Beiträge: 1274
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Am Anfang: Da ist eine (inzwischen einige) Geschichte, die will aus mir heraus, ich muss sie aufschreiben, unbedingt, sonst habe ich keine Ruhe mehr. Und wenn sie veröffentlicht wird, unterhält sie zumindest oder bringt vielleicht zum Nachdenken oder Träumen, wie es einige Bücher bei mir schafften.
Beim meinen Histos ist es mir sehr wichtig, Dinge klarzustellen, die mich als Darstellerin mittelalterlichen (Lager-)Lebens auf Veranstaltungen immer wieder fassungslos den Kopf schütteln ließen. So flossen z.B. Infos über die Hygiene mit ein oder ich achte darauf, dass Kampfszenen eher kurz sind, da allein die Ausrüstung einiges wog. Sozusagen: unterhaltsamer Geschichtsunterricht.


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"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
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Ribanna
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 57
Beiträge: 518
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir ist die Wichtigkeit des Themas für mich auch ein Problem.

Ich finde "mein" Thema sehr wichtig, und es gibt auch nicht sehr viele belletristische Bücher, die sich mit dem Beginn der Diakonie und dem Leben in OWL Ende des 19. Jhd. beschäftigen.

Und so sitze ich hier und arbeite an meinen Büchern (Band 1 ist in der Testleserphase, Band 2 hat "schon" 20 Seiten) und frage mich: will dass im 21 Jhd., wo Christentum, Glaube und von der Kirche getragene Einrichtungen eher äußerst skeptisch gesehen werden,jemand lesesn? Wer interessiert sich für die Vorstellungen von Ethik und Moral, von "Anderen etwas Gutes tun" von damals, die  so ganz anders gesehen und bewertet wurden als heute?

Vielleicht, denke ich manchmal, finden sich ja zwei oder drei, die dieses Buch als Denkanstoß sehen. Diesen einen Satz daraus nicht mehr vergessen. Diesen einen Abschnitt zum Anlass nehmen, sich etwas mehr zu informieren und sich Gedanken zu machen. (Das sind Gedanken an guten Tagen)

Wahrscheinlich wird das Buch - die Bücher - nie veröffentlicht, den keiner will im 21. Jhd. etwas lesen, was so eine veraltete Weltsicht betrifft, was mit Glaube und Christentum zu tun hat. Kein Mensch glaubt doch noch, ist ja alles Spiegelfechterei und Mummenschanz...

Aber ich wollte, ich musste dies schreiben. Wegen der guten Tage, wegen den Momenten, in denen ich glaube, vielleicht etwas bewegen zu können.

Und weil schreiben an und für sich etwas ist, was ich tun will und muss


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Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3531

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 11.09.2020 16:53    Titel: Re: Wie wichtig ist das, was Du schreibst? Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:
Wie wichtig empfindet Ihr das, was Ihr schreibt?

Für mich: Sehr wichtig. Oder nein, wichtig ist das falsche Wort. Eher: notwendig.
Für alle anderen: Keine Ahnung. Musst du die anderen fragen smile
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crisihasi
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 37
Beiträge: 200



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Tatsächlich kommt mir manchmal der erschreckende Gedanke: Was, wenn ich es nicht schaffe, die Geschichte zu beenden? Wird dann niemals jemand erfahren, wie meine Protagonisten ihr Leid überwunden haben? - Ich weiß, das ist ein bisschen irre, weil die Welt zu dem Zeitpunkt ja noch gar nicht weiß, dass die Geschichte überhaupt existiert. Laughing Aber für mich ist immer wichtig, was ich schreibe. Nur deswegen kämpfe ich mich monatelang durch die Geschichte,  leide und lache mit meinen Figuren und versuche alle Empfindungen einzufangen.
Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, meinen Lesern diese Gefühle zu vermitteln. Ein kleiner Funken Sehnsucht, den ich am Ende in ein schönes Happy End auslaufen lassen. - Tja, Spoiler. So mag ich meine Geschichten nun mal. Wink
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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 20:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,

ich weiß, dass die Frage nicht leicht zu beantworten ist, zumal die Verdrängung da auch schon mal gerne dazwischen hüpft und man die eigentliche Frage dann gar nicht beantwortet, sondern irgendeine andere oder "notwendig" schreibt (Huhu Hobbes *g*), weil das "Wichtig" ein zu wichtiges Wort ist. Aber genau darum geht es ja (hier). Ich lasse mir auch noch Zeit, die Frage für mich zu beantworten.

Danke an alle, die hier bislang mitgeschrieben haben. Später hierzu vielleicht mehr.

LG
Nina


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kioto
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 67
Beiträge: 347
Wohnort: Rendsburg


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:
Hallo alle zusammen,

ich weiß, dass die Frage nicht leicht zu beantworten ist......

LG
Nina

Hallo Nina, ich fürchte, das liegt daran, dass "wichtig" immer in Relation zu irgendwas ist. Diese Relation hast du offen gelassen und du solltest es genauer definieren. Wichtig für wen oder was?

Ich mache nur Sachen, die für mich selbst wichtig sind, auch wenn ich in der Hängematte liege und Seifenblasen produziere. Für mich unwichtige Sachen mache nur mehr oder weniger gezwungen.
Meinst du Begriffe wie "politisch", "gesellschaftlich" oder sonstwie wichtig?


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Stanislav Lem: Literatur versucht, gewöhnliche Dinge ungewöhnlich zu beschreiben, man erfährt fast alles über fast nichts.
Phantastik beschreibt ungewöhnliche Dinge (leider m.M.) meist gewöhnlich, man erfährt fast nicht über fast alles.

Gruß, Werner am NO-Kanal
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Nina
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Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 21:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber kioto,

Du bekommst ein Sternchen. Du hast auf Anhieb die Frage beantwortet, zwar mit ein paar Gegenfragen gespickt, dennoch beantwortet. Super! Du magst auch Fragen, scheint mir. Das finde ich toll. Danke fürs Nachfragen! Um Dir zu antworten:

Die Frage zielt darauf, ob es für Dich wichtig ist, ob Du das, was Du schreibst, wichtig findest. (Und indirekt: Ob Du über das, was Du als wichtig empfindest, schreibst).
Ich finde, das ist schon ziemlich genau gefragt. *g* Was dieses wichtig bedeutet, ja genau, das ist so, wie Du schreibst und ich sehe es genau so: Individuell. Und wenn Du weiter fragst, dann: Ist das, worüber Du schreibst, wichtig in Deinen Augen/in Deinem Empfinden? Wie beurteilst Du selbst das, was Du tust/schreibst?

Liebe Grüße in die Hängematte bzw. Seifenblasen,
Nina


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kioto
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Alter: 67
Beiträge: 347
Wohnort: Rendsburg


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:
Lieber kioto,
....Und wenn Du weiter fragst, dann: Ist das, worüber Du schreibst, wichtig (für die Welt)?

Liebe Grüße in die Hängematte bzw. Seifenblasen,
Nina


Hallo Nina, ich bin bekennender Belletrist. Alle wichtigen, und viele unwichtige Probleme unserer Zeit werden von Journalisten ausgiebig besprochen, von den Tagesschau Sprechern von Klaus Kleber und Gundula Bause mit getragener Stimme und Sorgenfalten auf der Stirn vorgetragen, in prämierten Filmen problematisiert und in jeder Naturdokumentation zum 1000.den Mal wiederholt.
Jede halbstündlich im Radio gebrachte Nachrichtensendung beginnt mit "C".
Sicherlich ist das alles sehr wichtig.
Meine Geschichten sind dagegen absolut unwichtig (für die Welt).


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Nina
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Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 11.09.2020 21:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber kioto,

das hast Du schön gesagt/geschrieben. Ausgerechnet das mit der Welt hatte ich gerade noch umformuliert, nun hast Du es für die Welt gerettet *lach*.

Ich denke, dass persönliche Themen auch sehr wichtige Themen sind. Und die werden nicht unbedingt in der Hauptnachrichtensendung um 20 Uhr besprochen. Insofern besitzt das Geschriebene vielleicht ja doch eine gewisse Wichtigkeit. Vielleicht auch besser, wenn das nicht in den Nachrichten thematisiert wird, worüber sollten wir sonst schreiben? *g*

Zitat:
Jede halbstündlich im Radio gebrachte Nachrichtensendung beginnt mit "C".


Was bedeutet das "C"? Crime?

kioto hat Folgendes geschrieben:
Meine Geschichten sind dagegen absolut unwichtig (für die Welt).


Ja. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Es ist eine Freude, mit Dir zu kommunizieren, hab vielen Dank.

LG
Nina


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kioto
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Alter: 67
Beiträge: 347
Wohnort: Rendsburg


BeitragVerfasst am: 11.09.2020 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:
....
Was bedeutet das "C"? Crime?
.....


Hallo Nina,

C, Corona, Covid 19.... Unbuchstabe des Jahres 2020.


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Katze
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 12.09.2020 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht mir wirklich darum,  "etwas zu tun mit Eurer Zeit und Euren Ideen und Erfahrungen". Und ich finde, das ist ganz schön wichtig. Zeit, Ideen und Erfahrungen aufzugreifen, festzuhalten, in Geschichten einzubringen - das bereichert mich ungemein. Und ganz manchmal auch andere.
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 679



BeitragVerfasst am: 13.09.2020 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Texte sind überhaupt nicht wichtig. Ich habe nicht die Intention, die Menschen zu bessern oder zu bekehren. Ich schreibe unterhaltsame Geschichten (zumindest mich haben sie gut unterhalten ^^) - nicht mehr und nicht weniger.
Ich könnte mir auch gar nicht vorstellen, etwas wichtiges zu schreiben, außer vielleicht einem Sachbuch. (Was nicht sehr realistisch ist, da ich auf keinem Gebiete ein Experte bin.)

Bei belletristischen Werken entscheidet letztlich die Zeit und der Geist derselben, ob etwas wichtig ist. Ich glaube, selbst Shakespeare wollte nur ein bißchen Geld mit seinen nach der Mode der Zeit verfaßten Theaterstücken verdienen und hat sich nicht ausgemalt, daß selbige noch 400 Jahre später gelesen und gespielt würden.

In unserer modernen, schnellebigen Zeit, wo es von allem zu viel gibt, gibt es auch zu viele Ideen und Bücher, so daß eigentlich jedes entbehrlich ist, und kaum eines noch einen nachhaltigen Eindruck auf die Leserschaft macht. Wo ist der Goethe, Homer oder der Karl Marx des 21. Jahrhunderts?
Ich glaube, wenn wir Wetten darauf abgäben, welches zeitgenössische Werk in 200 oder in tausend Jahren noch gedruckt und gelesen würde, wir würden vermutlich alle weit daneben liegen.


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"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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Nina C
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 32
Beiträge: 460
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 14.09.2020 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Das könnte ich so pauschal gar nicht beantworten, weil es auf das jeweilige Buch ankommt. Das letzte SP-Veröffentlichte und das, was ich gerade für SP vorbereite, erscheinen mir nicht sooo besonders wichtig. Ich hoffe damit zu unterhalten und eben die Dinge anders zu machen, die ich selbst gerne anders lesen würde (wie oben genannt), aber das war es auch.
Bei dem Projekt, das gerade auf Rückantwort der Verlage (mittlerweile wenig optimistisch Sad ) wartet und dem neu angefangenen sieht das schon etwas anders aus. Beides sind traurige, gesellschaftskritische Themen, von denen ich mir schon erhoffe, den einen oder anderen Menschen zum Nachdenken bringen und neue Perspektiven anschaulich gestalten zu können. Das ist zwar auch nicht gerade weltbedeutend, schon mal lange nicht in 200 Jahren, aber doch etwas anderes.
Letztendlich denke ich, muss es auch nicht immer „wichtig“ sein. Zumindest ich lese auch nicht jedes (ehrlich gesagt nicht einmal jedes dritte) Buch mit dem Anspruch der „Wichtigkeit“, sondern zur Unterhaltung und zum Zeitvertreib. Very Happy

Liebe Grüße

Nina


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Wenn ihr nicht die gequälten Sklaven der Zeit sein wollt, macht euch trunken, ohn’ Unterlass! Mit Wein, mit Poesie mit Tugend, wie es euch gefällt. (Charles Baudelaire)
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 466
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 17.09.2020 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

die meisten Romane die ich schreibe sind Horrorromane, das wird sicherlich nicht die Welt verändern.
Aber ich schreibe auch an einer Dystopie, die in einer rechten Diktatur spielt, und falls ein Verlag diesen Roman nimmt, hoffe ich, dass er die Menschen zumindest zum Nachdenken anregen wird und dafür sorgen wird, dass sie nicht Rechts wählen.
Ich weiß nicht, ob meine Roman jemals für andere Menschen wichtig sein werden, aber für mich sind sie es, denn nur wenn ich schreibe lebe ich.
Selbst wenn die eigenen Werke eines Tages nur zur Unterhaltung und Zeitvertreib von anderen gelesen werden, ist auch das schön, damit den Leuten Freude bereitet zu haben.
Aber klar, oft zweifele ich auch und denke bei all der Flut von Büchern ganz entmutigt "Gibt schon so viele gute Bücher, warum sollte ein Verlag gerade meine Romane nehmen?"
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Natalie2210
Geschlecht:weiblichSchmierfink

Alter: 33
Beiträge: 75



BeitragVerfasst am: 20.09.2020 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wichtig ist meine Geschichte mit Sicherheit nicht, da schließe ich meinen Vorposterinnen Maunzilla und Elbenkönigin an.

Wenn sie jemals publiziert wird, soll sie unterhalten. Nicht mehr, und nicht weniger.

Ich denke allerdings, dass sie originell ist. Nicht in dein einzelnen Szenen, die gab es schon oft - aber in der Zusammensetzung und Aneinanderreihung. Ich schreibe ein Buch, das ich selbst gerne gelesen hätte. Aber dadurch, dass ich das Privileg habe, es zu schreiben, bin ich soviel tiefer drinnen, als es nur zu lesen. Und ich kann meine Ansichten, meine Beobachtungen und meine Erfahrungen bis zu einem gewissen Grad einarbeiten. Damit wird es für mich wichtig, es ist mein persönlicher Schatz.  

lg,
Natalie
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