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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Romanvorstellung -Unique-


 

 
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flmhr
Geschlecht:männlichErklärbär


Beiträge: 2



BeitragVerfasst am: 07.01.2020 22:01    Titel: Romanvorstellung -Unique- eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich bin gerade dabei einen Roman zu schreiben(habe es erstmal Unique genannt, aber der Titel wird sich sehr wahrscheinlich noch ändern). Das Genre würde ich als realitätsbezogenen Fantasy beschreiben. Es wird relativ schnell deutlich worum es geht und welche Fähigkeiten der Protagonist besitzt. Ich stelle euch hier meine ersten beiden Kapitel vor, wobei mir die Kritik für ein Kapitel auf jeden Fall ausreicht, wäre denke ich auch ansonsten zu viel. Würde mich über ehrliche Meinungen freuen und danke euch schonmal dafür smile.

-1-
Es braucht nicht viele Sekunden, um zu realisieren, dass man gerade in Gefahr ist. Es geschieht eher intuitiv. Plötzlich tritt ein Ereignis in dein Leben und wirft einen völlig aus der Bahn. Es muss dabei nicht mal einen selbst betreffen. Wir kriegen Gänsehaut am ganzen Körper. Uns ist kalt und warm zugleich. Wir wollen fliehen und doch irgendwie bleiben. Was ist das bloß? Was stimmt mit einem nicht? Was stimmt mit mir nicht? Ich will das nicht. Ich kann das nicht. Gefahr ist das Stichwort. Es betrifft mich nicht direkt und doch irgendwie schon. Wenn ein Mensch, der dir viel bedeutet in Gefahr ist, dann betrifft dich das auch. Du steckst automatisch mit drin. Erst recht, wenn du derjenige bist, der die Gefahr erkannt hat. Ich weiß nicht was das alles zu bedeuten hat. Vielleicht will ich das auch nicht. Aber gleichzeitig muss ich es. Das was ich gerade gesehen habe ist verwirrend. Und es erschütterte mich zutiefst. Es fühlte sich so an, als hätte mir jemand mein Herz rausgerissen. Es tat weh. Fügte mir seelische Schmerzen zu, die sicherlich Narben hinterlassen würden.
„Ian, was ist los? Ist alles gut bei dir?“
Plötzlich holte mich eine Stimme aus meinen Gedanken. Es war Caroline. Und ich hatte jetzt nur einen Gedanken. Ich konnte sie nicht sterben lassen. Und ich würde es auch nicht.


24 Stunden zuvor
„Liebe Isabelle,
die Zeit steht momentan still. Buchstäblich. Mein ganzes Leben ist verdammt nochmal verrückt geworden. Es hat sich so vieles verändert in letzter Zeit und das wirklich dramatisch. Warum das so ist? Keine Ahnung. Ob es mir Angst macht? Ja, schon. Komischerweise gehe ich damit dennoch ziemlich professionell um, als wäre es das Normalste der Welt. Und dabei ist mein Fast-Unfall gerade einmal einen Monat her. Ich wäre wahrscheinlich gestorben. Da war plötzlich dieses Auto. Die Zeit blieb einfach stehen. Das Ereignis rettete mir mein Leben und ich verstand nicht mal was da vor sich ging. Wie gesagt, verstehe ich es immer noch nicht. Aber ich kann es jetzt kontrollieren. Ich kann die Zeit willentlich anhalten. Es ist zwar nicht immer leicht, aber meistens funktionierte es. Verrückt. Einfach nur verrückt…“
Ich legte das Tagebuch jetzt zur Seite und schaute meine Umgebung nochmal genauer an. Schaute in den klaren Himmel, direkt in die wärmende Sonne hinein. Mein Blick ging schließlich zu all den Menschen, die hier gerade im Mauerpark spazieren gingen. Die meisten sahen irgendwie fröhlich aus. Vermutlich wegen des Wetters. Manch andere schauten permanent auf ihr Handy. Schließlich war da noch ein älterer Mann, der ganz alleine auf der gegenüberliegenden Parkbank saß. Er war so ziemlich der Einzige, der keinen fröhlichen Gesichtsausdruck machte. Jetzt wo die Zeit stehen blieb, konnte man es viel klarer erkennen. Es war zwar nur eine Momentaufnahme, doch diese konnte ich mir ganz genau ansehen. Wann sonst konnte man einem Menschen so aufdringlich in das Gesicht starren? Es fielen einem jetzt viel mehr Details auf. Details, die einem entgehen, sobald die Zeit wieder ganz normal läuft. Was wohl in ihm vorging? Irgendwie wollte ich wissen warum er so traurig war. Ich merkte aber, dass mich das selbst auch nur traurig machen würde. Denn in mir ging momentan wirklich vieles vor. Vielleicht ist achtzehn auch einfach ein schwieriges Alter. Vermutlich hatte dies aber auch ganz andere Gründe. Ich befand mich zurzeit in einem emotionalen Wirrwarr mit mir selbst. Ich wollte einfach, dass es aufhörte. Wollte wieder das unbeschwerte Leben führen als ich noch ein kleines Kind war. Einfach wieder Gefühle leben ohne sie verstehen zu müssen. Ich klang schon fast depressiv und dabei war ich es eigentlich nicht. Ich war zurzeit einfach nur verzweifelt und vielleicht auch etwas verwirrt. Nach dem Unfall fing ich an viel mehr über meine Zukunft nachzudenken. Auch über den Sinn des Lebens, der sich dadurch völlig veränderte. Es waren unzählige Gedanken, die mich plagten. Gedanken, die ich jetzt teilen wollte. Ich konnte nicht einfach alles herunterschlucken, in mich hineinfressen. Ich musste es jemanden erzählen, da ich ansonsten verrückt werden würde.
Die Zeit nahm jetzt wieder ihren Lauf. Die eingefrorenen wirkenden Menschen tauten jetzt wieder auf. Der Park füllte sich wieder mit Leben. Niemand von ihnen wusste, dass eine Minute ihres Lebens einfach an ihnen vorbeigezogen war. Eine Minute ihres Lebens, die sie nicht bewusst mitbekommen haben. Sie waren sozusagen eine Minute in die Zukunft gesprungen, ohne es zu wissen. Eine Minute. Klingt nicht nach viel. Doch in einer Minute kann einiges passieren. Eine Minute kann ganze Leben verändern. Wer weiß, ob ich damit das Leben von einen dieser Menschen verändert habe. Es waren Gedanken, die mir ständig durch den Kopf gingen, wenn ich diese Kraft einsetzte. Und dabei dachte ich an ein Wort besonders oft: Verrückt.
„Ian, Sweetheart.“, begrüßte mich plötzlich eine Stimme von hinten. Es war Caroline, die sich vorsichtig an mich angeschlichen hatte. Das tat sie öfter. Sie erschreckte mich immer wieder und hatte in den meisten Fällen auch Erfolg dabei. Ich war leider etwas schreckhaft und fing allmählich an sie dafür zu hassen. Aber nicht wirklich so zu hassen, wie man Leute hasst, die man einfach nur verabscheut. Es war eine Art Hass-Liebe. Denn sie war meine beste Freundin. Der einzige Mensch in meinem Leben, dem ich wirklich alles anvertrauen konnte. Sie war immer für mich da und das wusste ich einfach. Wir haben über einige Jahre hinweg vieles erlebt, das uns zusammengeschweißt hat. Jetzt bin ich glücklich behaupten zu können, dass ich sie gefunden habe. Meine persönliche Seelenverwandte. Es klang so verdammt kitschig, aber das empfand ich nun mal für sie. Es gab kaum einen Menschen, der mir wichtiger war als sie.
„Care, da bist du ja endlich. Pünktlich wie immer.“, sagte ich ironisch.
„Das Beste kommt zum Schluss, das weißt du doch.“
„Dann sind wir wohl noch nicht vollzählig, was?“
Sie gab mir schließlich einen vorsichtigen Hieb auf meine Schulter für den Spruch.
„Ich weiß, dass du mich liebst. Also halt die Klappe.“
Ich fing jetzt an zu grinsen. Denn ja, ich liebte sie. Auf einem höchst freundschaftlichen Level. Dem allerhöchsten wahrscheinlich. Es gab eigentlich nichts höheres mehr und dennoch spürte ich, dass da immer noch eine Steigerung nach oben war. Sie zählte schon lange nicht mehr nur als eine Freundin. In meinem Herzen gehörte sie schon zur Familie. Ich hatte ihr das so noch nie gesagt, aber so war es. Die Familie steht normalerweise über allem und sie hat ihren Weg dort hineingeschafft. Ich war mir recht sicher, dass sie genauso empfand. Das hoffte ich jedenfalls. Aber ich war kein Mensch, der seine Gefühle gerne preisgab. Ich behielt sie oft für mich. Das war oft der einfachere Weg. Denn wenn man erst seine Gefühle preisgibt, ist man verletzlich. Und ich hasste es verletzlich zu sein.
„Liebe? Was ist das?“, antworte ich recht stumpf darauf. Ich war jetzt achtzehn Jahre alt und ich wusste nicht so recht was ich von der Liebe halten sollte. Meine Kindheit war durchwachsen. Als Kind merkte ich schon, dass ich anders war. Ich fühlte mich eher zu den Jungs hingezogen und in der Pubertät verdrängte ich diese Gefühle einfach. Ich wollte das alles nicht. Ich wollte ein ganz normales Leben wie jeder andere auch. Wollte Familie, Kinder, ein Haus. Es waren so stumpfe Gedanken, die in mir vorgingen, aber ich wollte das nicht wahrhaben. Ich wollte nicht noch mehr Konflikte in meinem Leben. Nicht noch mehr Gründe, die einfach alles durcheinanderwirbelten. Ich sehnte mich stets nach Harmonie. Doch statt Harmonie bekam ich nur Chaos. Mittlerweile war ich endlich an einem Punkt angekommen, indem ich mich so akzeptierte. Ich war immer noch nicht geoutet, denn ich hatte schreckliche Angst davor. Aber ich war endlich im Reinen mit mir selbst. Ich hatte endlich wieder Hoffnung in meinem Leben, dass alles noch gut werden könnte. Doch der Weg dahin war kein leichter. Ja, ich glaubte irgendwie noch nicht an die Liebe. Die romantische Liebe. Freundschaftliche und Familiäre waren mir bekannt, doch die Romantische war wie ein großes Rätsel für mich.
„Ach, Schatzi. Auch dich wird es noch treffen. Der große Knall, der dein ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.“
Der große Knall war bei mir schon eingetreten. Zwar nicht in der Liebe, aber ganz gewiss in meinem Leben. Ich wollte es ihr erzählen. Ich musste es. Es zerfraß mich innerlich. Ich teilte alles mit ihr, also warum nicht auch die verrückte Tatsache, dass ich die Zeit anhalten konnte?
„Was ist, wenn ich dir sage, dass der große Knall schon eingetreten ist?“, fragte ich vorsichtig.
„Wie bitte was? Du liebst jemanden?“
„Nein, nein“, schüttelte ich sofort den Kopf. „Nicht auf diese Art und Weise. Es gab aber gewissermaßen trotzdem einen Knall in meinem Leben.“
Oh Gott. Ich wurde immer nervöser. Wie sollte ich ihr das bloß näherbringen?
„Okay.“, antwortete sie lediglich. „Ich höre.“
Sie spitzte ihre Ohren und schaute mich ernst und aufdringlich an. Jetzt wollte sie es wissen. Logisch. Ich hatte sie immerhin heiß darauf gemacht.
„Also?“, fragte sie ungeduldig.
„Vielleicht ist es besser, wenn ich es dir zeige.“
„Was zeigen? Ian, mach es doch nicht so spannend!“
Ich dachte jetzt wieder an meinen Fast-Unfall nach. Daran, wie das Auto auf mich zukam und ich einfach in das Licht des Autos hineinsah. Ich war wie erstarrt und bewegte mich keinen Zentimeter. Ich sah mich schon tot auf der Straße liegen. Ich wartete nur noch auf den großen Aufprall und sah dies alles schon vor meinem geistigen Auge. Doch mit jeder Sekunde, die verging, wurde ich immer misstrauischer. Es passierte nichts. Ich stand immer noch völlig gebannt und ängstlich auf der Straße. Ein Gefühlschaos in mir sorgte für Gänsehaut auf meinem gesamten Körper. Es war wohl der bedeutendste Moment meines Lebens. Einfach dort zu stehen und zu sehen wie sich nichts bewegte. Zu hören, wie alles um mich herum völlig still war und zu fühlen, dass hier gerade etwas Unglaubliches vor sich ging. Es waren Gefühle, an die ich zurückdenken musste. Denn nur so schaffte ich es auf die Kräfte zuzugreifen. Nur so schaffte ich es die Zeit anzuhalten. Gefühle waren irgendwie wichtig. Ich wusste nicht wieso, aber nur so funktionierte es.
Und schließlich verließ sie mich jetzt. Die unsichtbare Welle, die alles um mich herum sofort erstarrte. Mit ihr ein Gefühl von Freiheit und Erlösung. Ein Gefühl von Macht und Rausch, der mich jedes Mal in einen euphorischen Zustand versetzte. Diese Kraft bewirkte etwas in meinem Körper. Meine ganze Gefühlswelt war wie aufgewirbelt. Doch bisher war es immer ein positiver Zustand. Es fühlte sich gut an. Irgendwie schön.
Schließlich merkte ich, dass auch Caroline von der Zeitstarre betroffen war. Ich hatte versucht sie in meinen Gedanken zu verschonen, doch es funktionierte nicht. Wie sollte ich es ihr erklären, wenn sie es mit ihren eigenen Augen nicht selbst sehen konnte? Sie musste es selbst erleben, ansonsten würde sie mich doch für verrückt halten.
Intuitiv klopfte ich ihr also auf die Schulter, als würde ich sie aus einem tiefen Schlaf aufwecken wollen. Und tatsächlich wachte sie erschrocken auf und schlug für einen Moment um sich. Ich hatte sie durch Berührung von der Zeitstarre befreien können.
„Oh Gott, was war das?“, fragte sie verwirrt.
„Was meinst du?“, fragte ich und machte noch auf ahnungslos.
„Es war grad so als würden mir paar Sekunden fehlen. Du warst mit deiner Hand einfach plötzlich vor mir.“
Ich konnte mir vorstellen, dass es komisch für sie sein musste. Vermutlich würde ich in dem Moment auch an mir selbst zweifeln.
„Das wollte ich dir zeigen.“, erklärte ich ihr ernst.
„Okay. Und jetzt erzählst du mir was das für ein Trick war.“, scherzte sie. Doch ihr Lachen verging schnell, als sie allmählich begann ihre Umgebung genauer wahrzunehmen. Ihr fiel sofort auf, dass etwas nicht stimmte.
„Es ist so ruhig hier.“, sagte sie und musste schlucken. Ihre Augen wurden immer größer und ich bemerkte, dass sie nicht verstand was gerade vor sich ging. Denn alles um uns herum bewegte sich nicht mehr. Sie waren wie Statuen, jeder an seinem Platz und keiner bewegte sich auch nur einen Zentimeter.
„Was ist hier los?“, fragte sie jetzt ernst und stand nervös auf. „Wieso bewegt sich keiner?“
Sie wurde immer aufgeregter und schaute sich alles ganz genau an. Selbst die Vögel im Himmel blieben an Ort und Stelle, als wären sie festgenagelt.
„Wie ist das möglich? Träume ich?“
„Okay. Vielleicht solltest du dich wieder hinsetzen, Care.“
„Ich träume doch, oder? Kneif mich bitte!“
Doch ich schüttelte nur mit dem Kopf.
„Nein, du träumst nicht. Das alles hier ist real.“
Jetzt fing sie an zu lachen. Das tat sie immer, wenn sie nervös oder traurig war. Sie fing einfach an zu lachen.
„Okay.“
Mehr bekam sie nicht raus. Ich hatte sie sprachlos gemacht.
„Care, ich kann die Zeit anhalten.“, sagte ich einfach gerade heraus. Manchmal musste man eben sofort mit der Wahrheit rausrücken.
„Du kannst die Zeit anhalten?“, fragte sie und wiederholte somit meinen Satz. Und wieder fing sie sofort an zu lachen.
„Du musst dich nur umsehen. Mehr Beweise kann ich dir nicht liefern.“
Sie kam allmählich aus dem Staunen nicht mehr raus. Sie drehte sich ständig im Kreis und musterte ihre Umgebung. Alles wirkte völlig irrational.
„Wow. Ich bin wirklich verwirrt.“, gestand sie mir und lachte wieder. „Aber es ist unglaublich!“
Ich wusste, dass sie gut reagieren würde. Ich wusste, dass sie es toll finden würde, auch wenn sie es noch nicht verstand. So war sie eben. Offen für alles sozusagen.
Die Zeit um uns herum nahm wieder ihren Lauf. Das Leben kehrte in den Menschen zurück. Die Stille wurde gebrochen. Alle machten dort weiter wo sie noch vor wenigen Sekunden aufgehört hatten.
„Unglaublich und verrückt.“, sagte ich lediglich und wirkte dabei wahrscheinlich ziemlich nachdenklich.
Care schien die Luft anzuhalten und schaute sich erneut um. Sie wirkte fasziniert, denn alles um sie herum war wieder lebendig.
„Ich versteh das einfach nicht.“
„Denkst du ich versteh das alles?“, frage ich sie. Denn nein, ich verstand es nicht. Ich verstand nicht, warum ich die Zeit anhalten konnte. Verstand nicht, wie das überhaupt möglich war. Warum ich? Wie konnte ich so etwas Bedeutsames wie die Zeit beeinflussen?
Sie schaute mir jetzt einfach tief in die Augen. Ihre Augen waren glasig und ihr Mund formte sich zu einem Lächeln.
„Ich kann nicht glauben, dass das eben passiert ist, Ian.“
„Ich glaub du wiederholst dich langsam.“, sagte ich nur.
„Ich bin dankbar für diesen Moment. Dankbar, dass ich dich kenne.“
Oh nein, jetzt wurde sie langsam sentimental. Ich konnte schlecht damit umgehen, wenn sie so wurde.
„Jetzt übertreibst du aber.“
„Nein.“, sagte sie ernst. „Du musst mir alles darüber erzählen. Ich bin total aufgeregt.“
Was sollte ich ihr schon großartig darüber erzählen? Es war für mich doch selbst noch alles neu und unbegreiflich.
„Okay. Gehen wir ein Stück. Lass uns zusammen rausfinden, was mit mir nicht stimmt.“, sagte ich schließlich. Sie fing wieder an zu grinsen und wir liefen einfach los. Durch den Park und unterhielten uns ausgiebig. Ich erzählte ihr, wann es das erste Mal passierte. Erzählte ihr, dass Gefühle anscheinend eine Rolle zu spielen scheinen. Sie hörte nur aufmerksam zu, wirkte gleichzeitig aber total neugierig und aufgeregt. Irgendwie faszinierte sie mich. Sie nahm alles so locker auf und akzeptierte die Tatsache, dass ich die Zeit anhalten konnte. Ich brauchte Wochen, um es zu begreifen. Sie allerdings schien es innerhalb eines Tages komplett zu verstehen und es machte ihr dabei nicht mal
Angst. Sie freute sich eher darüber. Sie war einfach unglaublich und dafür liebte ich sie.




-2-
Ich hatte nicht gut geschlafen. Das stundenlange Gespräch mit Care ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Die ganze Nacht habe ich darüber nachgedacht. Über mich. Über diese Kräfte und darüber, warum ich sie besitze. Ich weiß nicht wieso, aber ich fühlte mich gewissermaßen irgendwie verbunden mit dem Universum. Malte mir aus, dass ich etwas Besonderes sei. Vielleicht sogar auserwählt. Einzigartig. Eigentlich waren das alles Carolines Worte, aber sie hallten in meinem Kopf nach. Letztendlich wusste niemand so wirklich was auf dieser Welt eigentlich abging. Das was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean. Das sagte mal ein Wissenschaftler, der mich ehrlicherweise gar nicht so interessierte. Aber es stimmte. Das Universum trug ein Geheimnis mit sich rum. Vermutlich würden wir es niemals erfahren. Doch ich fühlte mich so, als wäre ich jetzt ein Teil davon. Ein Teil von etwas Großem, was ich noch nicht verstand und wovon ich auch keinerlei Wissen besaß. Ich fühlte mich tatsächlich einzigartig. Gefühle, die ich so noch nie empfunden hatte. Deshalb traute ich ihnen auch nicht. Ich schenkte diesen Gefühlen keinen Glauben. Vielleicht würde ich auch jeden Moment aufwachen und bemerken, dass das alles nur ein dummer Traum ist. Oder ich würde aufwachen und bemerken, dass die uns bekannte Welt nur eine Matrix ist und ich lediglich ein Fehler in dieser. Vielleicht schaute ich auch zu viele Filme. Aber vielleicht auch eben nicht. Konnte man das so genau sagen? Konnte man überhaupt etwas genau sagen?
Ich bemerkte, wie ich mich immer mehr in Gedanken verlor. Als hätte es heute Nacht nicht schon gereicht.
Ich mochte es nicht in der Schule zu sein. Aber immerhin war es jetzt mein letztes Jahr hier. Ich hatte noch keine genauen Pläne was ich nach dem Abitur machen wollte. Vielleicht sollte ich mir eine Auszeit gönnen? Oder einfach nur verreisen, wie es gefühlt jeder tat? Ich hatte noch keinen festen Entschluss gefasst. Sicher war ich mir irgendwo dennoch, dass ich es erstmal entspannt angehen lassen wollte. Ich brauchte Zeit für mich selbst. Vielleicht auch Zeit, um mich selbst zu finden. Tief in mir herrschte ein verdammtes Gefühlschaos, nach dessen Ordnung ich mich schon lange sehnte und ich stets unterdrückte. Nach außen hin cool zu wirken und so zu tun als wäre alles in Ordnung war halt der einfachere Weg. Aber es war auch ein Weg, den man nicht ewig gehen konnte.
„Kannst du hier noch folgen?“, fragte mich Caroline plötzlich und riss mich damit aus meinen Gedanken. Wir hatten gerade Matheunterricht und ich war so in Gedanken versunken, dass ich keine Sekunde lang zugehört hatte. Dabei fand ich ihre Frage gleichzeitig witzig, da sie mich das jedes Mal fragte. Mathe war eben nicht ihre Stärke.
„Ich habe ehrlich gesagt gar nicht zugehört.“, flüsterte ich ihr zu.
„Also wie immer.“ Sie fing so leise es ging an zu lachen und grinste mich dabei an.
„Ich fände es witzig, wenn du jetzt die Zeit anhalten würdest“, flüsterte sie mir wieder zu. „Es ist einfach so aufregend!“
Sie war einfach verrückt und versuchte mich jedes Mal auf ihre dunkle Seite der Macht zu ziehen.
„Wieso hier und jetzt?“
„Mathe ist langweilig, Ian. Je weniger Mathe, desto besser.“
„Hey, ihr Beiden.“, ermahnte uns schließlich unsere Lehrerin Ms. Brown. „Denkt ihr ich bekomme nicht mit, dass ihr euch ständig unterhaltet? Beim nächsten Mal setzte ich euch für das gesamte letzte Jahr auseinander.“
Es war eine Drohung, die saß. Ich konnte und wollte nicht von Caroline weggesetzt werden. Ich würde die Mathestunden einfach nicht überstehen.
„Ich hasse sie.“ Caroline verdrehte dabei die Augen und kritzelte auf ihrem Collegeblock rum. Sie malte die Parksituation nach und gab mir damit erneut zu verstehen, dass ich die Zeit anhalten sollte.
Innerlich fing ich jetzt an zu grinsen. Ich mochte das Gefühl, wenn ich diese Kräfte benutze. Nein, eigentlich liebte ich es. Ich fühlte mich jedes Mal für wenige Sekunden so machtvoll und glücklich. Es war immer so, als wären alle meine Probleme plötzlich nicht mehr wichtig. Als wären sie nicht von Bedeutung. Als würde mein Gefühlschaos einfach nicht existieren und ich im Reinen mit mir selbst sein. Es waren wenige Sekunden des Glücks, die ich einfach nur genoss. Wenige Sekunden, die mich in einen Zustand versetzten, der eigentlich auf ewig überdauern sollte, es aber eben nicht tat.
Also fing ich an. Ich dachte wieder an meinen Fast-Unfall nach. Dabei schloss ich meine Augen, um es besser visualisieren zu können. Ich fokussierte mich auf die Kreuzung, konzentrierte mich auf das Ampellicht und schließlich auch auf das rote Auto, welches immer näherkam. Ich versuchte mich wieder zurück in diese Situation hineinzuversetzen, versuchte mein Erlebtes auf ein Neues zu durchleben. Ich spürte jetzt wieder die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut von damals. Es war ein schöner Sommertag, an dem eigentlich alles gut sein sollte. Lauter fröhlicher und leicht gekleideter Menschen und sie alle schienen glücklich zu sein. Schließlich war da noch ich, der vermutlich nicht mehr leben würde, wenn diese Kräfte mich nicht unbewusst gerettet hätten. Als ich durch die Scheibe des Autos blickte und eine Frau erkannte, die ihren Mund weit aufgerissen hatte, durchströmte mich ein Gefühl von Angst. Ich war verängstigt und gleichzeitig traurig. Letztendlich brauchte es in dem Moment nur eine Millisekunde, um mein inneres Gefühlschaos an die Oberfläche zu bringen. Was dann geschah war einfach nur magisch und bescherte mir den wohl bedeutsamsten Moment meines Lebens. Ich spürte das Gefühlschaos nämlich nicht mehr. Es war einfach verschwunden. Es war so als hätte es niemals existiert.
Mein Körper fing jetzt an zu kribbeln, Gänsehaut verbreitete sich. Eine wohlige Wärme, die wie aus meinem tiefsten Innersten kam, verließ jetzt ruckartig meinen Körper. Wie ein unsichtbarer Schleier bedeckte es schließlich das gesamte Klassenzimmer und alle um mich herum hörten auf zu atmen. Es war still um mich geworden. Die Zeit war eingefroren und ich hatte es wieder geschafft. Ein weiterer magischer und unbeschreiblicher Moment in meinem Leben, den ich wohlmöglich niemals vergessen würde.
Ich schubste Caroline aus der Zeitstarre und musste sofort anfangen zu lachen. „Bitte sehr.“
Sofort schaute sie sich um und sofort stand sie auch auf. Ich konnte das Staunen in ihren Augen sehen und erkannte an den abstehenden Haaren an ihren Armen, dass sie jetzt auch Gänsehaut hatte.
„Wow. Wieder Mal einfach nur wow.“ Mehr bekam sie erstmal nicht raus.
So eine unheimliche und gleichzeitig faszinierende Stille erlebte man nur selten. Sie alle waren wie leblose Figuren, wie Gegenstände im Raum, die jetzt keine Funktion zu haben schienen.
„Uh, was sehen wir denn da?“
„Care, wo willst du hin? Ich weiß nicht wann die Zeitstarre aufhört, wir dürfen nicht auffliegen.“
Doch sie hörte mir gar nicht zu und ging einfach weiter nach vorne. Wollte sie zu unserer Lehrerin, die gerade an der Tafel angefangen hatte, eine Formel aufzuschreiben?
„Katherine. Meine allerliebste Freundin.“, sagte Caroline ironisch und musterte ihren Tisch. „Immer ihr Handy in unmittelbarer Nähe.“
„Care, was hast du vor?“, fragte ich sie schon fast wütend.
Sie nahm schließlich ihr Handy und konnte dabei nicht aufhören zu kichern.
„Sie wird ihr ganzes Leben hinterfragen, wie ihr Handy verschwinden konnte. Ian, das wird zu witzig!“
Ich konnte nicht glauben, was sie da gerade getan hatte. Dafür hatte ich nicht die Zeit angehalten. Wir wollten doch eigentlich nur den Moment genießen, stattdessen nutzte sie es aus. Katherine und Caroline hassten sich. Sie schikanierten sich gegenseitig und das ständig. Sie hatten eine gemeinsame Vergangenheit, die sie nicht näherbrachte, sondern einfach nur auseinander.
„Komm jetzt sofort zurück!“
Sie lief schließlich los. Gleichzeitig hörte ich das Geräusch der Kreide, wie es die Tafel streifte. Ich wusste sofort, dass die Zeit wieder ihren normalen Lauf nahm. Caroline stand in dem Moment schon wieder neben mir und setzte sich so schnell es ging wieder auf ihren Platz. Dabei streifte sie mit ihrem Arm die Wasserflasche von Clarissa, die nur einen Platz weiter neben Caroline saß. Es gab einen lauten Knall und da es eine Glasflasche war, zerbrach sie in mehrere Teile. Der gesamte Kurs hatte sich erschrocken und auch Ms. Brown ließ vor Schreck die Kreide fallen. Bei dem Anblick des Wassers auf dem Boden wurde mir plötzlich ganz komisch und schlecht. Ich musste jetzt intuitiv die Augen schließen. Ruckartig, und ohne, dass ich mich irgendwie darauf vorbereiten konnte, durchströmte mich eine Welle von Emotionen. Doch dieses Mal waren es keine Glücksgefühle. Keine Macht, die ich in mir verspürte, die mein Gefühlschaos verschwinden ließ. Es war das komplette Gegenteil davon. Es zog mich runter. Es waren die schlimmsten negativen Gefühle, die man sich nur vorstellen konnte. Mein innerliches Gefühlschaos gelangte sofort an die Oberfläche und verstärkte sich ins Unermessliche. Ich verspürte eine Trauer, die mir sehr bekannt vorkam, die ich aber in dieser Stärke bisher noch nicht erlebt hatte. Es schien so als würden alle negativen Emotionen, die man als Mensch fühlen konnte, durch mich durchdringen und das auf ein unmenschlich Vielfaches verstärkt. Am liebsten wollte ich jetzt einfach nur schreien. Mir war aber bewusst, dass ich mich noch im Klassenzimmer befand, weswegen ich mich zusammenriss. Meine Augen waren immer noch verschlossen und aus dem Schwarz, was ich bisher nur sah, schienen sich lauter Farben und Muster zu einem Bild zu formen. Erst ganz langsam und schließlich fürchterlich schnell, als würde sich ein Video vor meinem geistigen Auge abspielen. Es ging alles so verdammt schnell, dass ich einfach nicht verstand was vor sich ging. Gepaart mit diesen negativen Gefühlen, wollte ich mich einfach nur aus diesem Zustand befreien. Ich versuchte meine Augen zu öffnen, aber es ging nicht. Und schließlich sah ich es. Lauter verzerrter Bilder wie in einer Diashow. Ich sah einen Friedhof und viele bekannte Gesichter. Es war ein trister Tag und die meisten weinten. Das nächste Bild war ein Grabstein. Es war Carolines Name dort eingraviert. Mehr als ihren Namen konnte ich nicht erkennen. Und das letzte und einprägsamste Bild, welches mich erneut durch eine emotionale Achterbahnfahrt schickte, war Carolines lebloses und blasses Gesicht, welches sich vermutlich für immer in meinem Gehirn einbrennen würde. Sofort im Langzeitgedächtnis verankert und abrufbar zu jeder Zeit. Es war wie ein Albtraum, aus dem ich um jeden Preis erwachen wollte. Schließlich gelang es mir auch und ich öffnete schweißgebadet meine Augen.
Es schien keiner auf mich geachtet zu haben. Alle waren konzentriert auf diese Wasserflasche, die zu Boden fiel. Caroline hatte die Scherben bereits aufgehoben und das Wasser mit Tüchern aufgesaugt. Ich hatte währenddessen nichts in meiner Umgebung mitbekommen. Ich war wie in meiner eigenen Welt, aus der ich erst fliehen konnte, wenn alles gesehen war. Was ging hier bloß vor sich? Wieso habe ich das alles gesehen? Wieso musste ich das alles fühlen? Ich war zutiefst geschockt und zitterte am ganzen Körper. Das schlimmste an dieser ganzen Situation war, dass es sich so verdammt echt anfühlte. Ich dachte wirklich, dass ich sie verloren hatte. Das und noch schlimmer. Ich fühlte ihren Tod und meinen Schmerz. Ich wollte das alles am liebsten sofort vergessen, aber mir war klar, dass es nicht ging.
Caroline setzte sich jetzt wieder neben mich hin. Alle schienen sich von dem Schreck bereits beruhigt zu haben. Keiner wirkte so wirklich verwirrt, auch wenn es ungewöhnlich war, dass Caroline diese Flasche aus dem Nichts umschmiss. Nur Katherine durchsuchte ihren ganzen Tisch und sich selbst nach ihrem Handy. Ansonsten ging der Unterricht weiter und alles verlief sozusagen nochmal gut. Für sie jedenfalls. Für mich war es der absolute Horrortrip.
Es braucht nicht viele Sekunden um zu realisieren, dass man gerade in Gefahr ist. Es geschieht eher intuitiv. Plötzlich tritt ein Ereignis in dein Leben und wirft einen völlig aus der Bahn…

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QingLong
Gänsefüßchen


Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 08.01.2020 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hi.

Noch habe ich mir nicht alles durchlesen können, aber es reicht für ein paar kurze Kommentare.

Zu -1-: Ich fühlte mich beim Lesen etwas hin- und hergeworfen.

"... dass MAN gerade in Gefahr ist."
"... tritt ein Ereignis in DEIN Leben..."
"... nicht mal EINEN SELBST treffen..."
"WIR kriegen Gänsehaut..."
"... stimmt mit EINEM nicht...
"... mit MIR nicht..."

Es wäre wohl besser, wenn du dich hier auf eine, maximal zwei Perspektiven beschränken würdest.

-1- ist sehr mysteriös (was schon in Ordnung geht), aber spätestens bei "24 Stunden zuvor" wünsche ich mir mehr Klarheit. "Liebe Isabelle..."... ist das aus einem Tagebuch, einem Brief, oder etwas ganz anderes? Klar, später erfahre ich, dass es ein Tagebuchauszug ist, aber irgendwie kam mir das zu spät. Vielleicht könntest du ein Datum dazuschreiben oder irgendwie im Vorfeld kenntlich machen, was den Leser erwartet.

Dann scheint es mir, dass, obwohl "Menschen im Mauerpark spazierengehen", eigentlich die Zeit still steht, oder? Denn später erwähnst du, dass "die Zeit wieder ihren Lauf nimmt".

Desweiteren: Wenn du direkt in die Sonne schaust, schaust du anschliessend gar nirgendwo mehr hin. wink

Soweit, so gut. Gerne schreibe ich weitere Anmerkungen, sollte ich heute noch die Zeit dazu finden. Insgesamt sehe ich noch, dass du gleich zu Beginn sehr viel vom Innenleben des Protagonisten preisgibst, was die Figur einerseits interessant macht, andererseits leider die eigentliche Handlung extrem verschleppt. Es wäre besser, wenn du Infos über die Protas über Dialoge und Aktionen einfliessen lässt, unmerklich, sozusagen. Klassisches "Show, don't tell".

Soviel erstmal von mir. Glückauf!
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Christof Lais Sperl
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 59
Beiträge: 541
Wohnort: Hangover
Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 08.01.2020 08:37    Titel: Pleonasmen Antworten mit Zitat

„Gewissermaßen irgendwie verbunden“, das geht nicht!
LG, C


_________________
Lais
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Boho
Geschlecht:weiblichLeseratte

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Beiträge: 124
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 08.01.2020 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hi fmlhr,

leider habe ich es nicht geschafft, deinen Text komplett durchzulesen... deshalb jetzt nur mal ein kurzes Feedback (was dir hoffentlich auch schon ein bisschen hilft): Du benutzt sehr oft die Worte "jetzt" und "gerade", viel zu oft, wie ich finde, das hat mich beim Lesen extrem gestört, z.B. hier:

Zitat:
Ich legte das Tagebuch jetzt zur Seite


Lass das "jetzt" einfach weg, so auch im weiteren Verlauf des Textes.

Außerdem hast du ziemlich viele Kommafehler im Text, was auch dazu führt, dass es sich nicht so gut lesen lässt...

Bezüglich des ersten Absatzes schließe ich mich QingLong an, da ging es mir genauso...

LG Boho
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flmhr
Geschlecht:männlichErklärbär


Beiträge: 2



BeitragVerfasst am: 08.01.2020 16:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erstmal vielen Dank an alle für eure Antworten und eure Kritik. Das hat mir auf jeden Fall schon geholfen, wobei ich schon etwas geknickt bin, dass es bisher doch eher negativ ausfällt. Aber daran wächst man ja auch und mir selbst wäre das so auf den ersten Blick auch gar nicht aufgefallen. Ich muss dazu sagen, dass ich die Kapitel so runtergeschrieben habe ohne sie nochmal zu korrigieren.


@QingLong
Also ich wollte irgendwo schon damit bezwecken, dass man quasi "hin und hergeworfen" wird, weil sich der Protagonist in einem Schock befindet und ich dachte es mir auch so als "stilistisches Mittel", quasi wie in Serien, wie so ein Voice Over. Solch ein "Mittel" wollte ich eigentlich mehrmals noch im Roman benutzen, aber ich werde den Text nochmal überarbeiten und die "Du-Perspektive" wohlmöglich weglassen. Muss ich mir noch überlegen, weil anscheinend verwirrt es ja mehr als es eigentlich sollte.
Das mit dem Tagebucheintrag ist finde ich dann aber eher Geschmackssache. Ich persönlich mag es, wenn man anfangs etwas verwirrt ist und noch nicht so richtig weiß was es zu bedeuten hat. Das war schon meine Absicht, dass man nicht weiß, ob es jetzt ein Brief ist oder was auch immer. Wer Isabelle ist und warum er die Texte an sie adressiert, erfährt man dann auch noch im nächsten Kapitel.
Das mit der Sonne werde ich noch umformulieren, danke! lol2
Die Kritik mit dem Innenleben kann ich auf jeden Fall auch verstehen. Vermutlich werde ich noch ein bisschen was kürzen und es in andere Kapitel einbauen. Aber ich denke, dass es auch irgendwo mein Stil ist, weil ich gerne so gefühlvolles Schreiben mag und da eben die aktuellen Gedanken des Protagonisten dazugehören, zumal es auch in der Ich-Perspektive ist und man einfach direkt mitfühlen soll, was gerade in ihm vorgeht. Aber dass es vermutlich zu viel und dann auch langweilig ist, kann ich verstehen. Danke für die Kritik, nehme mir das auf jeden Fall zu Herzen smile.


@Christof Lais Sperl
Danke! Ist mir nicht aufgefallen und habe ich direkt umgeändert smile.

@Boho:
Das mit dem "Jetzt" ist mir tatschächlich gar nicht aufgefallen. Danke smile. Ich werde das auf jeden Fall an Stellen, wo es wirklich nicht nötig ist, kürzen.
Kommafehler muss ich definitiv auch noch überarbeiten, aber habe es einfach runtergeschrieben und dann achte ich da leider nicht immer so stark drauf, zumal ich teilweise eh etwas Schwierigkeiten mit der Kommasetzung habe lol2.
Bezüglich des ersten Absatzes habe ich mich weiter oben an QingLong nochmal geäußert, falls es dich interessiert.

Nochmal danke an alle für eure Mühe smile.
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