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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Alien-Kampf-Szene, Version 2


 

 
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Ratte42
Abc-Schütze

Alter: 19
Beiträge: 3
Wohnort: Zürich


BeitragVerfasst am: 06.04.2019 15:09    Titel: Alien-Kampf-Szene, Version 2 eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke an Graenee, Stefanie, silke-k-weiler und azareon35, die mir ein paar gute Tipps gaben. Vorgehender Post: https://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=66247&highlight=

Diese Szene ist Teil einer Serie, die verschiedene Ortschaften, Kulturen und Figuren meines Fantasieplaneten beschreiben wird. Sobald ich gut schreiben kann gibts auch einen Roman dazu.
Die Rolle der Menschen wird von humanoiden Aliens gespielt, was alles ein wenig komplizierter macht. (Siehe Bild)

[img]https://www.dsfo.de/fo/userpix/21798_slide1_1.jpg[/img]

"Aufwachen, Dummkopf!"
Davas spürte Pulverflocken auf seiner Haut, spürte wie seine Muskeln sich in Angst verkrampften.
Eine Präsenz aus Schweiß, Schwefel und bösen Absichten begann die Luft zu füllen. Dann, unter schweren Schritten eines Fremden, kam der Wüstenboden ins Rutschen.
Davas Magen zog sich zusammen, als ihm klar wurde, was das alles bedeutete. Um Kontrolle in seine Lage zu kriegen, fragte er den Fremden: "Wer bist du?"
"Ich bin Verlat Flockenbrand und du hast lang genug herumgelegen, Frischling!"
Ein Lichtblitz zerfetzte Davas' Sicht. Eine Wand aus Feuer warf sich auf ihn und riss ihm alle Luft aus dem Körper.
Voller Qual widerstand er der Hitze und griff nach seiner letzten Hoffnung, umklammerte das Pflückmesser seines Vaters.
Die Präsenz in der Luft wurde abermals stärker, giftig vor explosiven Chemikalien. "Damit du nicht erschrickst, hör gut zu.", sagte der Andere, "Bei der nächsten Zündung verlierst du-"
Davas wusste, dass seine letzte Gelegenheit gekommen war. Er sprang auf, sein Messer fest umklammert, und stürzte sich auf den Fremden.
Dieser rauschte lachend zurück und sprenkelte die Luft mit seinem Blut.
Der junge Sammler spürte die Tropfen und hechtete zur Seite, weg von seinem Schlafplatz.
Hinter ihm peitschte eine zweite, weit stärkere Explosion durch die Luft und Staubwolken rollten die Hänge hoch. Sie verschluckten den Fremden und dann den Rest der Welt.
Davas schloss seine nutzlosen Augen und preschte weiter durch den Sand, bog in eine Kurve, um sein verwüstetes Lager herum. Langsam zog er seinen gestreckten Arm durch den Staub, mit dem Messer als Haken.
Die Klinge blieb hängen und der andere Sammler stöhnte.
Zähnefletschend umgriff Davas das Heft mit aller Kraft und beschleunigte weiter.
Das unförmige Gewicht zerrte an der Klinge, zappelte und schrie, aber Davas ließ nicht locker. Mit einem letzten Sprung riss er das Messer durch den Widerstand hindurch und fällte seinen Gegner.
Der ältere Sammler lag inmitten seiner weiten Wüstentracht und keuchte, aber sein vernarbtes Gesicht grinste noch immer siegessicher. "Anfängerglück!", japste er.
Denkt der Bastard, das sei ein Spiel? Wütend warf sich Davas auf ihn, trieb das Messer wieder und wieder in den zuckenden Leib. "Stirb!", zischte er, halb Fluch, halb Bitte es wäre endlich vorbei.
Aber der ältere Sammer warf sich zur Seite und das Messer blieb stecken. Er zog eine stählerne Flasche aus seinen Tüchern und schwang sie gegen seinen Peiniger.
Davas riss seine Arme vor den Kopf und biss die Zähne zusammen, aber er spürte keinen Schlag.
Stattdessen trat ihm sein Gegner in den ungeschützten Körper und schwang die Flasche abermals mit voller Wucht herunter.

Davas knickte ein ab dem kalten Schlag und sah wie der Boden auf ihn zuraste. Nach einer harten Landung blickte er furchtvoll auf. Er fand sich von wirbelnden Schwaden grauer Pulverflocken umgeben. Es sammelten sich mehr und mehr und sie schwappten höher und höher, leuchteten hell in der Sonne.
Wie zuvor, spürte er dabei die feindliche Präsenz seines Gegners und suchte nach dessen dunklem Wüstentuch.
Verlat saß in der Düne an der die Chemikalien herunterflossen und über ihm tauchte ein weiterer, viel größerer Umriss auf.
Sein Reittier? Davas schüttelte panisch den Kopf, versuchte sich zu konzentrieren, versuchte den Wirbel zu stoppen, aber die Aura des Gegners haftete zu stark daran. "Tu’s nicht!", keuchte er, "Die Blüten! Ich habe noch nicht einmal..."
"Dummkopf!" Verlat Flockenbrand fuhr seinem nassen Körper entlang und fegte sein Blut den Hang hinunter. Sobald das mit Mordlust geladene Rot auf den Wirbel traf, zündeten Millionen kleinster Verbrennungen. Die Flocken kräuselten sich, flammten auf und trafen aufeinander.
Davas schlang panisch seine Glieder um sich, als sich der Wirbel mit gierig heißem Brüllen zusammen zog und die Welt in einem grellen Blitz erschütterte.
Der junge Sammler wurde als brennender Fetzen in den Hang hinter sich geschleudert. Auf gleicher Höhe blieben die beiden Kontrahenten liegen, der eine schnaufend, der andere nicht.

Das erste was Davas spürte, war das schmerzhafte Pochen seines Kopfes. Es war, als würde ihm mit jedem Herzschlag ein wildes Wüstenschwein auf den Kopf treten. Er wollte, dass das Schwein verschwand, aber irgendwie wusste er, es wäre seine letzte Chance zu überleben und aus dem Dünengefängnis zu entkommen.
Weiter unten lallte der andere Sammler ein heiteres Lied, während er seine Beute durchstöberte und umpackte.
Davas Geist wurde klarer, geweckt von Ungläubigkeit. Er mühte seine verbliebenen Augen und sah verschwommen, wie die Gestalt Verlats ein großes Reittier belud.
Ein Wüstenschwein? Verwirrt fluchte er in seinen Gedanken über all die Schmerzmittel und Drogen, die der Andere genommen haben musste, um in seine Laune zu kommen. Überhaupt hätte der Bastard verbluten müssen. Damit dass er ihn nicht im Schlaf tötete, hatte er als Sammler die Gesetze der Wüste missachtet und sollte deswegen von ihr verschlungen werden.
Auf dem breiten Rücken des Tieres blitzten die Stahlflaschen einer Laborstation in der Sonne. Dort, auf dem mittleren Heizkessel, war ein breites Mal eingebrannt. Eine knöcherne Hand, die eine Blüte umklammerte. Die Hand war der Sammler, die Blüte der Grund, weswegen er in die Wüste kam, um seinesgleichen einzuäschern. Es war das Wappenzeichen der stärksten Gilde im Süden, das Zeichen der Seolemer.
Davas dämmerte die Erinnerung an seinen eigenen Chemierucksack. Er hatte ihn am Vortag vergraben, zum Schutz vor der Hitze. Er könnte den Seolemer damit in die Luft sprengen, denn auch er kannte ein paar nützliche Formeln. Er könnte Medikamente aus dem Sattel kramen, sich an das Schwein hängen...
Davas Puls beschleunigte, als er begann die Nerven in seinem Blut zu verbinden. Er folgte seinem kraftlosen Arm entlang, durch seine Hände in die verbliebenen Finger. Von dort troff er als blaue Flüssigkeit aus seinem Körper hinaus und tauchte zischend in den Sand. Mit vereinten Nervenfäden, trieb er sein Bewusstsein hinab, windend, suchend.

Da sah sich der alte Sammler suchend um, als ob etwas nicht stimmte, schaute hoch zur vermeintlichen Leiche. "Die Yangs von heute gehen einfach los in 'ne gesetzlose Zone, mit nichts als einem Pflückmesser? Wo bleibt denn da…" Er sah sich um, als würde er Worte suchen. "Wo bleibt der Spaß?"
Davas stöhnte ungeduldig, als er seinen 'Spaß' fand, seinen Chemierucksack, angereichert mit genügend hohem Energiepotenzial , um ein Dorf zu verwüsten. Über das Nervenmodul setzte er die Mischkammer unter Druck und begann allerlei Ventile zu öffnen. So startete er die Synthese der instabilsten Salze, die er kannte.
Der Seolemer schien fertig zu sein und schloss die Satteltaschen und bestieg das Wüstenschwein.
Davas sah unglaublich langsam und doch viel zu schnell, wie es die Düne hoch stapfte Mit jedem Schritt des Tieres pochte sein Kopf schneller und mit dem Schmerz begann neue Wut in ihm aufzulodern. Er muss zurück, er muss zurück, er muss zurück.
Als das Tier die Grenze seines Sichtfelds erreichte, fand er neue Kraft in seiner Stimme. "Du kommst aus Seolems Risstälern!"

Verlat drehte sich sichtlich erstaunt im Sattel: "Bleib einfach tot, Dummkopf!"
"Hat dich deine Familie im Stich gelassen, weil du selbst für einen Minentrottel zu hässlich warst?"
Als der andere verharrte, versuchte Davas verzweifelt nochmals möglichst viel Schaden zu verursachen: "Gibt's denn eine andere Erklärung, warum nur der letzte Dreck dieser Gesellschaft dich aufgenommen hat? Du bist das erbärmlichste Geschöpf, dass ich je getroffen hab."
Der Seolemer winkte ab, drehte sich weg und ritt davon.
Davas lag da, alleine in seiner Enttäuschung, lauschend wie der Trab des Tiers leiser wurde, bis es kurz verstummte und unerwartet wieder näher kam. Verblüfft sah er hoch.
Sand rutschte, als das Wüstenschwein auf dem Dünenkamm hielt. Der Seolemer rief bestimmt: "Du bist keiner von uns."
"Du weißt nichts, bist keiner von uns, kannst uns nicht verstehen, nicht urteilen. Deine Spuren sieht man über Meilen und deine Vorräte reichen nicht für einen Pflückgang."
Der Seolemer stieg ab und rutschte den Hang hinunter. Mühselig um sein Gleichgewicht ringend fuhr er fort: "Wolltest du dir dein Essen stehlen? Warst du so sicher was zu finden, das es wert ist zu tauschen? Leute wie du… Du beschmutzt unseren Ruf, machst uns zum Abschaum, den sie uns nennen.
Etwa zwanzig Meter.
Im Gehen bauschte er einen neuen, Schwall Flocken vor sich auf und wirbelte ihn mit blutigen Gewand vor sich her.
Davas verzog sein verbranntes Gesicht zu einem schmerzhaften Grinsen, als sich seine Hoffnung zu Siegesgewissheit wandelte. Er spürte die Mischung, bereit zum Zünden. Zehn Meter.
"Einen anständigen Tod?", sagte der Seolemer, "Ja, den kriegst du. Nicht, weil ich heute einen guten Tag hab, nein. Du hast es nicht verdient von der Wüste gefressen zu werden. Du sollst brennen!"
Jetzt! Davas jagte das Signal durch seinen Körper in den Boden.
Der Seolemer strauchelte und fiel, als im Sand dutzende riesige Blatern aufblühten. Eine Fontäne aus flüssigem Feuer bäumte sich daraus auf, die fauchend in sich zusammenbrach und über den Sand schwappte.
Der junge Sammler sah noch kurz einen Schatten, der in der Mitte des Feuermeers tobte, ehe die Hänge abrutschten und mit dem Feuer die letzten Zeichen von Leben löschten.

Davas lag zur Hälfte in kühlem Sand, immer noch leise lachend. Als ein Schatten zwischen ihn und die Sonne trat, blickte in die großen Augen des Wüstenschweins, ehe er vor Erschöpfung einschlief. Wie schon als kleines Kind, träumte er von den Blüten, die in der Wüste wuchsen. Er würde überleben und sie selbst sehen.

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Bitte gebt euch nicht zu viel Mühe mit dem Feedback. Ich möchte dieses "Stück" sowieso etwas ruhen lassen und mich lieber an eine andere Szene wagen.

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Beiträge: 27



BeitragVerfasst am: 07.04.2019 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

so, vorab: das ist meine erste Textkritik (mit Ausnahme meiner eigenen Texte), hinzu kommt, dass das so überhaupt nicht mein Genre ist, aber ich werde es trotzdem mal versuchen (wobei ich gestehen muss, dass ich nicht bis zum Ende gelesen habe...).

Irgendwie werde ich mit dem Text nicht warm. Es fängt schon mit den Pulverflocken an, was kann ich mir darunter vorstellen? Das Wort taucht ja mehrfach auf in deinem Text, ich kann mir nichts darunter vorstellen, verstehe die Bedeutung nicht.

Dann gibt es einige Sätze, über die ich gestolpert bin, weil ich sie sprachlich nicht schön finde (z.B. "Um Kontrolle in seine Lage zu kriegen").

Und ich finde, dass du die Szenen nicht so schön aufbaust, es geht irgendwie alles so schnell (z.B. hier ""Ich bin Verlat Flockenbrand und du hast lang genug herumgelegen, Frischling!" Ein Lichtblitz zerfetzte Davas' Sicht. Eine Wand aus Feuer warf sich auf ihn und riss ihm alle Luft aus dem Körper."). Das geht mir irgendwie zu schnell, weshalb ich kein Bild dazu im Kopf habe...

Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass es nicht mein Genre ist - und du hast ja selbst geschrieben, dass du den Text noch einmal überarbeiten möchtest, da wird sich dann ja sicher noch einiges verändern smile

Liebe Grüße!


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