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Schreibhemmung: Full Stop

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Selbsthilfe -> Eure Gewohnheiten, Schreibhemmung, Verwirrung
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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 27
Beiträge: 112
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 14.11.2020 14:34    Titel: Schreibhemmung: Full Stop eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Leute,
Ich weiß, wir hatten das Thema schon öfter mal, aber ich möchte es doch jetzt nochmal einfach aufreißen.

Ich habe jetzt seit über einem Monat nichts mehr in meine Geschichtsdokumente geschrieben, und seit über einem Jahr massive Schreibhemmungen, die mich immer wieder zu langen Pausen zwischen ein paar Absätzen führen, die ich immer wieder mal zum digitalen Papier bringe.

Wenn ich mein jüngstes Schreibprojekt über den zweiten Weltkrieg öffne, verschwindet schnell das Interesse, daran weiterzuarbeiten, falls es dann mal überhaupt da ist (was es meistens nicht ist) - und ich bin wieder voll und ganz im Internet vertieft und gucke Youtube-Videos oder mache sonst irgendetwas. Vielleicht was mit Freunden unternehmen...
Wenn ich zu meinem großen Fantasy-Epos übergehe, stelle ich fest: "Was soll ich denn hier noch schreiben? Eigentlich ist alles fertig und alles zu meiner Zufriedenheit." Da ist dann im Kern ein Problem, was ich als die Ursache meiner Schreibhemmung sehe; es liest ja keiner (mehr). Kein Interesse, völlig vergessen, kein Kontakt mehr, oder der Tod - das ist, was meine Testleser im Freundes- und Familienkreis zustieß, weswegen sie mit dem lesen aufhörten (und ja, ich weiß bereits was darüber gedacht wird, Testleser im persönlichen Umfeld zu nehmen Laughing ).
Wenn ich mir meine anderen, zehntausenden Notizen zu noch nicht gestarteten Schreibprojekten ansehe, denke ich mir "Das braucht noch Zeit, ich hab da noch nicht genug Ideen um eine ganze Geschichte zu entwickeln!", und lasse es da auch wieder bleiben.

So habe ich den Eindruck, komme ich fast nie zum Schreiben, mein Schreibstil verkümmert vielleicht sogar etwas, weil ich ihn so lange nicht mehr praktiziert habe, und insgesamt habe ich die Angst, mein Interesse daran vollständig zu verlieren, dass es mir egal ist, was aus meinen Geschichten wird, was ich absolut nicht will und traurig fände. Gleichzeitig aber ist es ja unglaublich frustrierend und schreibhemmend, Geschichten zu schreiben mit dem Vorwissen, dass es sowieso keiner mag oder liest. Auf der anderen Seite habe ich jetzt die Arbeit als freiwilliger Sozialarbeiter in einem Sozialwerk für psychisch kranke Menschen aufgenommen, was dazu führt, dass ich jeden Tag 12 Stunden unterwegs bin. Auf der Busfahrt zur Arbeit und nach Hause höre ich zwar oftmals Musik, die ich auch beim Bücherschreiben immer angehört habe, um wieder eine Verbindung zu meinen Fantasiewelten herzustellen, aber oftmals habe ich das Gefühl, ist diese Verbindung gestört, geschwächt, die Fantasie in die Ferne gerückt, und ich habe das Gefühl, ich habe absolut keine Mittel, um etwas gegen diesen Fantasy-Braindrain zu unternehmen. Tja, und wenn ich zuhause bin, liegen meine Interessen meistens sowieso wo anders - zum Beispiel, noch die Haushaltsarbeit fertig zu machen oder etwas mit Freunden zu unternehmen, mit denen ich mich für den Abend arrangiert hab.

Den letzten, unregelmäßigen und kaum funktionierenden, aber doch vorhandenen Schreibfluss hatte ich im Spätsommer, so etwa im September, als mein alter Grundschulfreund von mir meine Dokumente zugesandt bekam und sie sich mal durchlas, um mir Feedback zu geben. Das gab mir wieder ein kleines bisschen Schwung, aber seitdem er private Krisen hat, die natürlich vorrangige Wichtigkeit haben, hat sich das auch wieder gelegt.

Ich freue mich jedenfalls über jeden guten Ratschlag von eurerseits. Ich habe nämlich zurzeit keine Idee mehr, wie ich dieses Problem meiner Unkreativität, meiner Fantasielosigkeit und meiner Lustlosigkeit am Schreiben angehen soll...


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MarkusM
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Wohnort: Hüttenberg


BeitragVerfasst am: 14.11.2020 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Es scheint so, als ob dich Feedback motiviert. Eine Lösung wären wohl (mehr) Testleser?

Für meinen Romanentwurf hatte (und habe) ich einige, manche, die das ganze Manuskript gelesen haben (oder lesen), aber ich habe mir auch Spezialisten für besimmt Kapitel gesucht.

Deren Feedback ist für mich einmal qualitätativ wichtig: Verständnisfragen, Hinweise, dass das ein oder andere so nicht gehen kann, aber vor allem Stellen, die gefallen (und auch solche die nicht gefallen) haben.

Wenn dein Fantasy-Epos fertig ist, warum willst du da noch weiter schreiben? Wärst du da nicht an dem Punkt über eine Veröffentlichung nachzudenken?
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shatgloom
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 379
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 14.11.2020 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Was hältst du davon, zwischendurch mal Kurzgeschichten zu schreiben, um wieder in den Schreibfluss zu kommen? Kurze Geschichten kannst du auch hier einstellen, um Feedback zu bekommen.
Bei mir hat das geholfen.
Gruß Karolin
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Abari
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

die Schreibhemmung tut mir aufrichtig leid. cry Ich kenne das.

Mir persönlich half dann ein Gattungs- oder gar Musenwechsel  (sofern Dir das liegt - probier doch mal) und das Sortieren und Überarbeiten alter Texte. Kleinformen mit möglichst rigiden Regeln (wie Sonett zB) haben mir in schreibschwachen Zeiten geholfen, den Weg zu größeren Formen wiederzufinden.
Und anzuerkennen, dass es manchmal einfach nicht "dran" ist, zu schreiben.

Ich glaube, dass und habe erlebt, wie der selbstauferlegte Zwang hemmen kann. Je mehr Du Dich davon zu lösen weißt, desto besser.

Denn der Appetit kommt beim Essen.


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Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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MarVeRiCk94
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 15:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

MarkusM hat Folgendes geschrieben:
Wenn dein Fantasy-Epos fertig ist, warum willst du da noch weiter schreiben? Wärst du da nicht an dem Punkt über eine Veröffentlichung nachzudenken?


Kurz noch vorab an dieser Stelle: Danke schonmal für eure Antworten und auch euer Verständnis und Mitgefühl! smile

So, nun zum ersten Post von oben; ja, ich sollte da nicht nur drüber nachdenken, ich habe da sogar schon drüber nachgedacht. Ich hab das Manuskript bei verschiedenen Verlagen und Agenturen eingereicht, aber meistens entweder gar keine Antwort bekommen oder nur eine ablehnende - ohne jegliche Begründung.
Das Thema hatte ich hier auch schon ein paar mal und ich kann verstehen, dass ich jetzt nicht der wichtigste Mensch mit dem wichtigsten Buch der Welt bin, weswegen ich jetzt nicht die Extrawurst Begründung von den ganzen Firmen bekommen. Und wegen Corona geht sowieso gerade kaum ein Unternehmen ein größeres, finanzielles Risiko ein, was ich auch gut nachvollziehen kann, weswegen ich es aber zur Veröffentlichung noch schwieriger habe. Ich habe nur ein einziges mal eine Rückmeldung von einer Agentur bekommen, die insgesamt sehr positiv auf mein gesamtes Buch ausfiel, da lehnten sie es jedoch ausdrücklich mit der Begründung ab, dass das Buch zzt. auf dem Markt keine Chance hätte zu bestehen und das finanzielle Risiko, welches damit verbunden wäre, es dann doch zu veröffentlichen und auf den Erfolg zu hoffen, wäre zu hoch - und naja, Corona halt. Ansonsten hat mir kürzlich mal eine freie Lektorin hier aus dem Forum geholfen, das erste Kapitel meines Fantasy-Romans zu überarbeiten und hat mir eine Zusammenfassung geschickt, was ich am Schreibstil verbessern könnte und was ich am ersten Kapitel überarbeiten könnte. Die Überarbeitungen habe ich im Großen und Ganzen eingearbeitet, den Schreibstil kann ich nun schlechterdings verbessern/anpassen wenn ich nicht zum schreiben komme und wegen meiner finanziellen Situation konnte ich mit der Lektorin nicht weiter zusammenarbeiten, weil C...wir hatten's ja schon.

Zitat:
Mir persönlich half dann ein Gattungs- oder gar Musenwechsel (sofern Dir das liegt - probier doch mal) und das Sortieren und Überarbeiten alter Texte.


Ok, das ist mir zu hoch...was meinst du mit "Gattungs- oder gar Musenwechsel?" Laughing


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Abari
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

MarVeRiCk94 hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Mir persönlich half dann ein Gattungs- oder gar Musenwechsel (sofern Dir das liegt - probier doch mal) und das Sortieren und Überarbeiten alter Texte.


Ok, das ist mir zu hoch...was meinst du mit "Gattungs- oder gar Musenwechsel?" Laughing


Naja. simpler augedrückt: Mal statt nur Prosa zu machen, in die Gattung Lyrik oder Dramatik zu wechseln. Oder sogar die Kunst zu wechseln und Musik zu machen. Oder zu malen. Dabei muss nicht einmal etwas "Schönes" herauskommen. Einfach hinknien und Blätter vollschmieren. Liegt bei Weitem nicht jedem, aber ich finde es immer wieder interessant, wie befreiend sowas wirkt.


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LG
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Rübenach
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Sich mit Freunden treffen, freiwillige ehrenamtliche Arbeit, das hört sich doch gar nicht so schlecht an.

Anstatt mir nen Kopf über eine "Schreibhemmung" zu machen, würde ich eine Schreibpause einlegen. Wo ist denn das Problem, wenn du mal drei, vier, fünf Jahre nichts schreibst?

Irgendwann wirst du wieder wollen und können, und falls nicht: Auch nicht schlimm.


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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ist immer die erste Frage: Warum will ich überhaupt?

 Aber wirklich fertig bin ich eigentlich nie. Embarassed
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Hans60
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Sich mit Freunden treffen, freiwillige ehrenamtliche Arbeit, das hört sich doch gar nicht so schlecht an.

Anstatt mir nen Kopf über eine "Schreibhemmung" zu machen, würde ich eine Schreibpause einlegen. Wo ist denn das Problem, wenn du mal drei, vier, fünf Jahre nichts schreibst?

Irgendwann wirst du wieder wollen und können, und falls nicht: Auch nicht schlimm.


Ja so kann man das durchaus machen. Ich war vor ein paar Jahren total angewidert vom Internet und bin dann einfach nicht mehr online gegangen. Jahrelang und nur um mal eine Überweisung zu machen. Heute bin ich die Woche über immer noch "raus" aber wenigstens am Wochenende kommt langsam wieder die Lust was im Netz zu machen.

Mein Smartphone habe ich übrigens auch über Bord geworfen, sprich: Ich habe keins mehr und lebe nun so sehr viel entspannter. Cool

Liebe Grüße

Hans
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MarVeRiCk94
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 19:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Abari hat Folgendes geschrieben:
Naja. simpler augedrückt: Mal statt nur Prosa zu machen, in die Gattung Lyrik oder Dramatik zu wechseln. Oder sogar die Kunst zu wechseln und Musik zu machen. Oder zu malen. Dabei muss nicht einmal etwas "Schönes" herauskommen. Einfach hinknien und Blätter vollschmieren. Liegt bei Weitem nicht jedem, aber ich finde es immer wieder interessant, wie befreiend sowas wirkt.


Ok. Ja, meine Fantasy-Geschichte ist ja eine ganze Welt, die ich schon über viele, verschiedene Wege ausgefleischt habe, wie z. B. das Zeichnen einer Weltkarte, über die ich hier schon mehrfach mal sprach. Es ist bei mir zwar nur amateurhaftes Pixel bunt anmalen in MS Paint, aber es hilft mir, mich in "meiner Welt" zurechtzufinden. Gleiches mit Lyrik, wenn ich mal einen Charakter ein Lied singen lassen wollte, habe ich mich etwas in die Lyrik vertieft, damit es gut wird.
Aber das musizieren könnte ich mal ausprobieren. Ich wollte sowieso mal lernen, Gitarre zu spielen...Danke für deinen Ratschlag smile

Zitat:
Sich mit Freunden treffen, freiwillige ehrenamtliche Arbeit, das hört sich doch gar nicht so schlecht an.

Anstatt mir nen Kopf über eine "Schreibhemmung" zu machen, würde ich eine Schreibpause einlegen. Wo ist denn das Problem, wenn du mal drei, vier, fünf Jahre nichts schreibst?

Irgendwann wirst du wieder wollen und können, und falls nicht: Auch nicht schlimm.


Versteh ich gut, allerdings kann ich vor allem dem letzten Satz nicht viel abgewinnen. Das liegt nicht mal so sehr daran, dass das ein schlechter Rat sein könnte oder so - das nicht - aber ihr kennt ja den Stellenwert meiner Geschichten für mich nicht. Woher denn auch? Es sei nur so viel gesagt; es war in einer gewissen Zeit meines Lebens die treibende Kraft, um am Leben zu bleiben. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, habe ich auch eine tiefgreifende, emotionale Bindung zu meinen Geschichten, weswegen mir die lange Schreibpause so schwer fällt.

Zitat:
Ja, das ist immer die erste Frage: Warum will ich überhaupt?

Aber wirklich fertig bin ich eigentlich nie. Embarassed


Das ist ja schon fast philosophisch Razz Ist das nicht in gewisser Weise immer eine Frage, die man sich stellen sollte, die man sich permanent stellen sollte? Ich schreibe gern, weil es mein Hobby ist, mir Geschichten auszudenken und kreativ zu sein, Dinge bis ins Detail genau zu gestalten usw.
Wenn du sagst, "Wirklich fertig bin ich eigentlich nie", muss ich mal fragen; hast du schon mal ein Buch veröffentlicht? (Soll nicht vorwurfsvoll klingen oder so... Embarassed )
Das ist aber in gewisser Weise eine perfektionistische Haltung, und nach der Haltung würde ja nie auch nur ein einziges Buch veröffentlicht werden. Aber ja, wenn jetzt mein Fantasy-Epos veröffentlicht wäre, würde ich danach noch die Fantasy-Welt weiter ausbauen mit Hintergrunddetails zur Geschichte oder der Welt an sich. smile


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Abari
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BeitragVerfasst am: 14.11.2020 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

MarVeRiCk94 hat Folgendes geschrieben:
Ok. Ja, meine Fantasy-Geschichte ist ja eine ganze Welt, die ich schon über viele, verschiedene Wege ausgefleischt habe, wie z. B. das Zeichnen einer Weltkarte, über die ich hier schon mehrfach mal sprach. Es ist bei mir zwar nur amateurhaftes Pixel bunt anmalen in MS Paint, aber es hilft mir, mich in "meiner Welt" zurechtzufinden. Gleiches mit Lyrik, wenn ich mal einen Charakter ein Lied singen lassen wollte, habe ich mich etwas in die Lyrik vertieft, damit es gut wird.
Aber das musizieren könnte ich mal ausprobieren. Ich wollte sowieso mal lernen, Gitarre zu spielen...Danke für deinen Ratschlag smile


Eine Möglichkeit fällt mir noch ein: Wenn Du sehr viel am Rechner entwickelst (was mir gerade den Anschein hat), kannst Du noch einen Medienwechel probieren, sprich, auf Papier und Stift umsteigen. Dicker (!) Stapel Papier oder, wenn Dir das mehr liegt, eine dicke Kladde und los gehts. Einfach mal eine Geschichte fernab dessen, was Du sonst so machst, klassisch am Schreibtisch zusamenbauen. Falls Du keine Idee hast, was, krame einfach alte Wettbewerbsvorgaben hier im Forum hervor und probier Dich an einer. Ich schreibe auch relativ viel händisch, einfach, weil es noch einmal ein ganz anderes Schreibgefühl vermittelt und andere Hirnregionen anspricht. Und wenn es übers Wetter in Südengland zu Zeiten Shakespeares ist. Hauptsache, Du schreibst.

Eine andere Möglichkeit sind die Morgenseiten: Lustig zehn, zwölf Seiten vollschreiben, die ungefiltert das spiegeln, was in Deinem Kopf ist. Sinnhaltigkeit ist unwichtig. Das lockert auch.


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Ribanna
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Beiträge: 703
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 15.11.2020 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann dir leider nicht helfen. Aber ich verstehe dich gut, weil es mir momentan ganz ähnlich geht.
Ich habe oft unbändige Lust, endlich wieder zu schreiben und einzutauchen in meine Geschichte, und wenn dann die Zeit dafür da ist, dann sitze ich da, korrigiere hier ein Komma und da ein falsch geschriebenes Wort - und schließe das Dokument wieder.
 Ich kann nicht schreiben. Meine Gedanken sind einfach woanders, Konzentration fällt mir schwer, und sollte tatsächlich mal ein Satz auf dem Papier landen, lösch ich ihn meist wieder, weil ich ihn nicht mag.

Ich weiß, dass mein Kopf (meine Seele?) sich gerade ganz anders beschäftigt, auch wenn ich mir noch so sehr wünschte, ich könnte zurück in Matthis' Welt. Aber mein Ich ist im Moment hier gefangen.

Ich hoffe, dass du bald wieder Spaß hast am Schreiben. Aber quäl dich nicht, manchmal ist es eben so.


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Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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Natalie2210
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 35
Beiträge: 569



BeitragVerfasst am: 15.11.2020 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wenn du mit deinem Manuskript bei Verlagen abgeblitzt bist, warum versuchst du es nicht im Self-Publishing? Das ist vielleicht für den Moment etwas unbefriedigend, aber du bekämst Rückmeldungen über Rezensionen, kannst deinen Stil verbessern und mit dem nächsten Werk klappt es vielleicht besser?

Oder du destillierst eine Kurzgeschichte aus deinem Werk - vielleicht auch mehrere - und veröffentlichst diese, eventuell im Selfpublishing oder bei Anthologien? Dann siehst du, ob das Thema zieht?

lg,
Natalie
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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 27
Beiträge: 112
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 15.11.2020 10:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ribanna hat Folgendes geschrieben:
Ich kann dir leider nicht helfen. Aber ich verstehe dich gut, weil es mir momentan ganz ähnlich geht.
Ich habe oft unbändige Lust, endlich wieder zu schreiben und einzutauchen in meine Geschichte, und wenn dann die Zeit dafür da ist, dann sitze ich da, korrigiere hier ein Komma und da ein falsch geschriebenes Wort - und schließe das Dokument wieder.
 Ich kann nicht schreiben. Meine Gedanken sind einfach woanders, Konzentration fällt mir schwer, und sollte tatsächlich mal ein Satz auf dem Papier landen, lösch ich ihn meist wieder, weil ich ihn nicht mag.

Ich weiß, dass mein Kopf (meine Seele?) sich gerade ganz anders beschäftigt, auch wenn ich mir noch so sehr wünschte, ich könnte zurück in Matthis' Welt. Aber mein Ich ist im Moment hier gefangen.

Ich hoffe, dass du bald wieder Spaß hast am Schreiben. Aber quäl dich nicht, manchmal ist es eben so.


Ich finde es schön, dass du dich hier so öffnest und mir zeigst, dass ich nicht alleine bin mit diesem Problem. Vielen Dank für deinen Beitrag und ich wünsche auch für dich - kann man es so sagen? - "Gute Besserung". smile

Zitat:
Eine Möglichkeit fällt mir noch ein: Wenn Du sehr viel am Rechner entwickelst (was mir gerade den Anschein hat), kannst Du noch einen Medienwechel probieren, sprich, auf Papier und Stift umsteigen. Dicker (!) Stapel Papier oder, wenn Dir das mehr liegt, eine dicke Kladde und los gehts. Einfach mal eine Geschichte fernab dessen, was Du sonst so machst, klassisch am Schreibtisch zusamenbauen. Falls Du keine Idee hast, was, krame einfach alte Wettbewerbsvorgaben hier im Forum hervor und probier Dich an einer. Ich schreibe auch relativ viel händisch, einfach, weil es noch einmal ein ganz anderes Schreibgefühl vermittelt und andere Hirnregionen anspricht. Und wenn es übers Wetter in Südengland zu Zeiten Shakespeares ist. Hauptsache, Du schreibst.

Eine andere Möglichkeit sind die Morgenseiten: Lustig zehn, zwölf Seiten vollschreiben, die ungefiltert das spiegeln, was in Deinem Kopf ist. Sinnhaltigkeit ist unwichtig. Das lockert auch.


Ich möchte mal sagen, dass ich deine Herangehensweise an das Problem der Schreibhemmung sehr interessant finde. Als wären die kreativen, gestalterischen Aktivitäten wie ein Akku, der irgendwann einfach aufgebraucht ist, leer ist. Da hilft es dann nicht, noch das letzte, geladene Teilchen auszulutschen, sondern man muss den Akku wieder aufladen, indem man ihn eine Weile ruhen lässt - und wenn man weitermachen will, muss man halt einen anderen Akku verwenden, um mal bei der Metapher zu bleiben. Auch wenn mir klar ist, dass das in der Realität niemand machen würde lol2

Mit Zettel und Stift zu schreiben habe ich zuletzt vor 2 Jahren gemacht. Damals war ich noch in meiner Berufsausbildung und die Flut von Ideen, die ich täglich/wöchentlich produzierte, hab ich mal eben auf 2 Seiten von 1 Collegeblock-Blatt geschrieben lol2 Wenn ich heutzutage mal fernab von meinem PC Ideen entwickle die ich aufschreiben möchte oder wieder was Schönes/Spannendes geträumt hab letzte Nacht, was ich nicht so direkt aufschreiben kann, dann mach ich meistens Notizzettel auf meinem Handy daraus. Das mit den Träumen aufschreiben ist übrigens so ne Art von mir und mein o. g. Fantasy-Epos entstand ja auch ursprünglich aus einem Albtraum, der heute das Ende der Reihe darstellt.

Ansonsten noch mal einen herzlichen Dank für deine Ratschläge smile


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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 16.11.2020 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

In diesem Jahr habe ich auch nicht so viel geschafft, wie ich geplant hatte. Der Kopf war einfach zu voll mit anderem. Daher fand ich es befreiend und zufriedenstellen, Kurzgeschichten für Wettbewerbe zu schreiben. Idee - Planung - Schreiben - Überarbeiten - Absenden und das Gefühl genießen, etwas Fertiggestellt zu haben.
Vielleicht kommt die Schreiblust auch bei dir, wenn du (mal wieder) siehst, dass du produktiv warst.


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Ebor
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BeitragVerfasst am: 16.11.2020 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MarVeRick,

vor ein paar Wochen ging es mir eine Zeit lang genauso und ich fand es ganz, ganz furchtbar. Und ich kann gut verstehen, dass du nicht einfach aufhören kannst, zu schreiben - selbst wenn es nur ein paar Wochen oder Monate sind. Es ist ein Teufelskreis, man möchte schreiben, es klappt irgendwie nicht, also versucht man es noch stärker und macht sich damit viel zu viel Druck.
Mir hat es dann total geholfen, den Druck rauszunehmen, den Laptop zuzuklappen und stattdessen wirklich mal wieder viel zu lesen. Also nicht nur die normalen paar Seiten am Abend, sondern zu den Zeiten wo ich sonst geschrieben habe, habe ich stattdessen stundenlang nur gelesen. Verkauft habe ich mir das Ganze als "passives Schreiben", dann hatte ich auch kein schlechtes Gewissen.

Ganz gefährlich ist auch immer der Gedankengang, den du beschreibst, nämlich "Geschichten zu schreiben mit dem Vorwissen, dass es sowieso keiner mag oder liest". Diese Gedanken kenne ich gut und ich versuche dann, mich darauf zu konzentrieren, dass jedes Kapitel das ich schreibe - selbst wenn es am Ende nur drei oder vier Leute lesen - mir ja etwas bringt, nämlich Übung und Erfahrung. Wir können gar nichts "umsonst" schreiben, egal ob es gedruckt und von vielen Menschen gelesen wird oder nur unserem eigenen Vorankommen dient.

Und ich möchte auch noch mal den Gattungswechsel aufgreifen, denn es gibt ja noch viel mehr Textsorten, die du ausprobieren könntest, wenn dich Romane gerade einfach nicht so anziehen. Wie wäre es z.B. mit einem journalistischen Text? Du könntest eine Reportage über deine freiwillige Arbeit im Sozialwerk schreiben. Oder einen Blogartikel über ein Thema, das dich interessiert. Viele Menschen (ich zum Beispiel) brauchen immer mal wieder etwas Abwechslung, um motiviert zu bleiben.

Was eventuell auch noch helfen könnte, wäre ein Schreib-"Buddy", jetzt im Zuge des NaNoWriMo sind viele auf der Suche nach Schreibpartnern (auch über den November hinaus). Mich motiviert das immer sehr, wenn ich mich direkt mit jemandem austauschen kann, dem es genauso geht wie mir.

Und wenn es so gar nicht klappen will, dann würde ich vielleicht doch nochmal überlegen, ob du auch den Rest deines Fantasy-Projekts (vielleicht mit einem anderen Lektor oder Schreibcoach?) überarbeiten willst. Es scheint mir nämlich auch so wie MarkusM schon schrieb, dass dich vor allem gutes Feedback momentan weiterbringt. Klar, ist natürlich wieder eine Investition, aber oft reichen ja Exposé und ein paar Probekapitel, um ein gutes, sinnvolles Feedback zu bekommen.

Da dir das Schreiben an sich so wichtig ist, bin ich mir aber ziemlich sicher, dass dein Akku irgendwann wieder voll aufgeladen ist. Manchmal braucht man einfach eine kleine Pause.

Liebe Grüße!
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Abari
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BeitragVerfasst am: 16.11.2020 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

MarVeRiCk94 hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte mal sagen, dass ich deine Herangehensweise an das Problem der Schreibhemmung sehr interessant finde. Als wären die kreativen, gestalterischen Aktivitäten wie ein Akku, der irgendwann einfach aufgebraucht ist, leer ist. Da hilft es dann nicht, noch das letzte, geladene Teilchen auszulutschen, sondern man muss den Akku wieder aufladen, indem man ihn eine Weile ruhen lässt - und wenn man weitermachen will, muss man halt einen anderen Akku verwenden, um mal bei der Metapher zu bleiben. Auch wenn mir klar ist, dass das in der Realität niemand machen würde[...]
Ansonsten noch mal einen herzlichen Dank für deine Ratschläge


Jein. Die Kreativität ist ja in Dir, sonst hättest Du vermutlich nichts geschrieben. Wofür ich plädiere, ist, wenn der eine Canale Grande verstopft ist, einen anderen zu suchen, über den Du Dich ausdrücken kannst. Ich denke auch oft in der Kategorie: Aber ich müsste doch ... Scheißchen ist (dann die Realität). Wenn die Beinmuskulatur grad nicht zu trainieren ist, weil sie ruhen muss, um sich aufzubauen, ist halt der Bizeps dranne. Ich bin der festen Überzeugung (und habe auch die Erfahrung gemacht), dass ein Genre- und Medienwechsel wahre Wunder wirken kann, denn es kommt zwar nicht das raus, was man vornehmlich beabsichtigt hat, aber immerhin bleibst Du in Form.

Vergiß nie:
Peter Hacks hat Folgendes geschrieben:
Ein Einfall ist eine Aufgabe, die man nicht auszuführen im Sinn hatte, aber auszuführen nicht umhin kann. Ein Einfall ist das Gegenteil eines Vorsatzes.

Das kann man nicht erzwingen, denn sinngemäß
Ein(e) schlaue PhilosophIn hat Folgendes geschrieben:
Der Wille ist der Feind aller Kunst.

Wenn Du Dir einen abbrichst, wird das automatisch weiter aufs Death End zuführen. Wenn Du Dich lockerst, werden Endorphine ausgeschüttet und die Möglichkeiten erweitern sich. Wenn Du krampfst, wird das Problem schlimmer, weil der Hypothalamus mit "Schreiben" "Zwang und Schmerz" zu verknüpfen beginnt und sämtliche Schutzmechanismen des Gehirns einschalten, um "Zwang und Schmerz" zu vermeiden. Sprich: Dein Abstand zur Schreiblust vergrößert sich. Genau das Gegenteil willst Du ja, erreichst es aber nicht, weil tiefenpsychologisch und hirnmedizinisch Prozesse ablaufen, die Dich am Schreiben hindern.

Darum: Szenewechsel, Lockerung. Spaß haben.

Bitte. Freut mich, wenn meine Erkenntnisse Dir (und vielleicht anderen) helfen könn(t)en.

BTW: Ich stimme Ebor vorbehaltlos zu.


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LG
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Christoph1990
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BeitragVerfasst am: 25.11.2020 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe in der Tat schon mit Hypnose gearbeitet:
https://www.hypnosisdownloads.com/personal-productivity/writers-block
Nicht sicher, wie ich es fand. smile Wäre aber an anderen Erfahrungen dazu interessiert ... (Man kann's kaufen und wieder zurückgeben, wenn's nicht funktioniert. Die Seite ist da sehr seriös.)
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marinaheartsnyc
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Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 25.11.2020 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hi MarVeRiCk,

ich kann sooo gut nachempfinden, wie du dich fühlst, mir ging es jahrelang genauso! Ich habe in meiner Jugend unglaublich gerne gelesen und geschrieben, aber dann kam das Studium und ich habe irgendwie mehr und mehr den Zugang zu meiner Fantasie-Welt verloren, bis sie zum Schluss so verkümmert war, dass ich einfach NULL Ideen hatte, über was ich überhaupt schreiben könnte bzw. das Gefühl hatte, dass meine Kreativität komplett verkümmert war.

Mittlerweile habe ich den "Deckel" zu meiner Kreativität und inneren Welt endlich wieder öffnen können und das Schöne daran ist - es ist alles noch da smile Tatsächlich sogar so viel, dass es sich anfühlt, als würde alles, was ich jahrelang weggeschlossen hatte, jetzt nur so raussprudeln. Um dahin zu kommen, habe ich mein Leben einmal drastisch durchschütteln und ändern müssen (ich weiß nicht, inwiefern das eine Option bei dir ist, aber wenn dir das Schreiben so wichtig ist, dass du ohne nicht leben kannst - warum dann nicht dein Leben so gestalten, dass du genügend Zeit und Raum dafür hast, und dafür andere Dinge zurückstellen? Ich habe beispielsweise festgestellt, dass es mir viel wichtiger ist, Zeit zum Lesen und Schreiben zu haben und dafür weniger Geld, sprich ein Teilzeit-Job).

Was mir auch unglaublich geholfen hat, war mir zu überlegen, warum ich schreibe - wegen dem Ergebnis (Bücher veröffentlichen) oder dem Prozess (einfach jeden Tag schreiben, weil es mich glücklich macht - egal, was dabei rauskommt)? Ich verspreche dir, in dem Moment, in dem du es für den Prozess machst (und dazu gehören auch Rückschläge, Fehler machen, ... das bringt einen ja auch weiter), wirst du es wieder viel mehr genießen können. Und natürlich: ganz viel lesen!

Zwei Buchtipps habe ich auch noch (wenn du sie nicht eh schon kennst): "On Writing" von Stephen King und "Big Magic" von Elizabeth Gilbert - bei beiden kriegt man während dem Lesen unglaubliche Lust, sofort loszulegen und nie wieder aufzuhören, finde ich smile Oh und "How to be an artist" von JoAnneh Nagler hat mir auch super viel geholfen, ist auch sehr inspirierend aber zugleich ein ziemlich praktischer step-to-step Ratgeber, wie man sein Leben so gestalten kann (auch mit Vollzeitjob), dass man seiner kreativen Leidenschaft nachgehen kann.  

Alles Liebe für dich!
Marina


_________________
Yesterday I was clever, so I wanted to change the world. Today I am wise, so I am changing myself.

- Rumi
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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 27
Beiträge: 112
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 26.11.2020 20:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben! An dieser Stelle nochmal ein dickes, herzliches Dankeschön an alle, die ihren Beitrag zu diesem Forenthread geleistet haben! smile

Ich habe mir all eure Beiträge durchgelesen und sie ja teilweise auch beantwortet. Zu meiner Schande muss ich allerdings geschehen, dass ich bislang noch keinen einzigen eurer Ratschläge so richtig umsetzen konnte Laughing Nicht böse sein, es ist nicht so, als würde ich die nicht beherzigen oder es nicht wollen (gerade die Ratschläge von Abari finde ich gut verständlich und nachvollziehbar und möchte ich auch unbedingt noch nachgehen), aber momentan fehlt mir aufgrund der neuen Arbeit, gekreuzt mit all dem Terminchaos der jetzt durch die ganzen alten Termine entsteht, einfach schlichtweg die Zeit, diese Dinge in Angriff zu nehmen. Und ehrlich gesagt, auch wenn ich immer wieder mal bei Zeiten es vermisse, zu schreiben und bei meinen Fantasy-Welten zu sein - momentan genieße ich die Zeit, die ich gerade durchlebe (auch wenn es ohne jeden Zweifel mit dem schreiben besser wäre).
Nichtsdestotrotz möchte ich noch eure Ratschläge in Angriff nehmen und für mich umsetzen. Ihr habt euch ja sicherlich auch für mich viele Gedanken dazu gemacht und es hat mich sehr gefreut, dass ich nicht der Einzige bin, der mal so eine schreibschwache Phase durchgemacht hat. Gerade was du geschrieben hast Marina, hat mich sehr bewegt; es ist ja noch alles da, nur momentan halt verschlossen. Und wenn mir die Geschichten so wichtig sind, wird in Zukunft der Deckel auch mal wieder weichen, und dann werde ich froh sein, auch diesen Teil meines Lebens zurückzuhaben. smile

Also nochmal einen herzlichen Dank an euch alle smile

Und an Christopher: Auch für deinen Ratschlag bin ich dankbar, aber  seriös hin oder her, mit Hypnose hab ich's echt nicht so. Sollen die Leute, denen es gefällt, dem nachgehen, aber bei derartigen Psychospielchen bin ich raus. Sorry Grr


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Rübenach
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2837



BeitragVerfasst am: 27.11.2020 05:31    Titel: Antworten mit Zitat

MarVeRiCk94 hat Folgendes geschrieben:
momentan genieße ich die Zeit, die ich gerade durchlebe


Tu das! Und hab kein schlechtes Gewissen dabei. Irgendwann kommt die Zeit, dann genießt du es wieder zu schreiben.


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"Nothing bad can happen to a writer. Everything is material." (Philip Roth)
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Christoph1990
Leseratte


Beiträge: 136



BeitragVerfasst am: 27.11.2020 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

MarVeRiCk94 hat Folgendes geschrieben:

Und an Christopher: Auch für deinen Ratschlag bin ich dankbar, aber  seriös hin oder her, mit Hypnose hab ich's echt nicht so. Sollen die Leute, denen es gefällt, dem nachgehen, aber bei derartigen Psychospielchen bin ich raus. Sorry Grr


Ja, wenn Du das als "Psychospielchen" verstehst, dann solltest Du das nicht machen. wink Letztlich geht es einfach darum, dass Du Dich entspannst - und oft führt schon die Wahrnehmung einer Schreibblockade zu noch mehr Stress, sodass dann noch weniger funktioniert. Hypnose ist eine anerkannte, wirksame und ungefährliche Methode, um in solchen Situationen Entspannung zu erreichen. Aber man muss sich natürlich wiederum entspannt darauf einlassen können... mit etwaigen Vorurteilen klappt das nicht.
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