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Die Oper


 

 
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Zak
Schneckenpost


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 03.11.2017 09:57    Titel: Die Oper eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Andre = Komponist und Dirigent
Dichter /Inszenator  = Adam
Impresario = Ulli
Sänger:
Sopran = Ikea Alegra; Daniela (Tochter von Mama)
Tenor = Antolstoinolonoff; Mama Agatar; Leonard (Gemahl von Ikea Alegra); Sophia
Hausmeister


Prolog

[i]Man sieht eine kleine Werkstatt. Im Hintergrund steht ein altes Auto auf einer Hebebühne. An einer Seite, neben einer kleinen Tür hängt der Schalter für die Hebebühne. Davor stapeln sich die Kartons. Auf der anderen, der linken Seite  hängt das Werkzeug an der Wand, oder es liegt verstreut mit anderen verschiedenen Gegenständen auf einem kleinen Tisch. Zwischen dem Tisch und dem Wagen ist ein großes Tor mit einer kleinen Tür. [/i]



1.Akt


Szene 1

„Licht“

[i]Gleißendes Licht erfüllt die Werkstatt.[/i]

„Oh, doch nicht so hell!“

[i]Finsternis. Hier und da hört man etwas scheppern oder krachen. Ein Schmerzensschrei.
Langsam wird die Werkstatt erhellt.
[/i]
Hausmeister: Ah, helft mir mal.

[i]Einige Arbeiter helfen dem Hausmeister auf.[/i]

Andre: „Raus. Alle Raus. Ich will proben.“

[i]Der Chor betritt die Bühne.[/i]

Andre [i]singend[/i]: „Die Probe. Die Probe. Gibt Acht auf die Probe. Sänger singen die Probe. Sehen wir ob die Sänger schon fertig sind.“
Ikea Alegra[i] fällt Andre ins Wort[/i]: „Aber bitte!“
Andre: „Proben wir die Stimme“
Alle: „Welche Stimme?“
Ikea Alegra: „So hoch ist meine Stimme“

[i]Ein Handy klingelt. Antolstoinolonoff geht dran. Er macht beschwichtige Handbewegungen und telefoniert. [/i]

Ikea Alegra [i]singend[/i]: „Habt ihr je schon mal sowas gehört? Dass einer mit dem Handy stört?“
Alle singend: „Haben wir schon mal das gehört, dass einer mit dem Handy stört?“
Ikea Alegra: „Also bitte.“

[i]Auf Handzeichen von Andre platziert sich der Chor und man hört eine Sprühdose scheppern. Das gelbe Auto ist von den Menschen verdeckt.
Der Leiter des Opernvereins betritt die Bühne durch das Tor und wird vom Impresario freundlich begrüßt. [/i]

Ikea Alegra: „Also bitte Ruhe. Was ist das eigentlich für eine Musik?“

[i]Adam geht zur verschiebbaren Musikanlage, wo die Aufzeichnungen von Andre liegen, schaltet einige Knöpfe und dann ertönt andere Musik.
Ikea Alegra singt in sehr hoher Stimmlage. Der Chor schaut gelangweilt.[/i]
 
Ikea Alegra [i]singt[/i]: „ Und dann nahm sie das Gelhelhelheld.“
[i]Dabei nimmt sie dem Vorsitzen des Opernvereins das Geld aus der Innentasche, welcher es jedoch nicht merkt. So begeistert ist er von der Musik. Alle sind sehr begeistert, bis auf den Chor und die anderen Sänger.
Doch kaum hat sie das Geld, schnappt es der Impresario ihr weg. Er zählt es und wird vom Chor bedrängt. Jeder greift nach dem Geld. Doch der Impresario verteidigt es eisern und schupst den Chor mehrmals weg. [/i]

Szene 2

[i]Mama steht am Tor umzingelt von den anderen Sänger, Andre und Adam. Alle reißen an ihr.[/i]

Mama [i](singt, tief und laut)[/i] : „Ihr Rabiate. Keiner haaat mir waaas zu bieten. Unverschämte Hurensöhne! Keiner hat mir was zu bieten. Meiner Herren keiner kann mir was bieten.“

[i]Sie wird zurück gedrängt und das Tor schließt sich. Erozotti und Leonard klatschen sich ab. Die Tür im Tor öffnet sich und Mama kommt wieder herein. [/i]

Mama (singt): „Ja wo gibt’s denn sowas? Was man einer alten Mutter so antut. Mit Fleisch und Blut die Mutter. Ja sag wo gibt’s das? Einer alten Mutter etwas anzutun. Ja sag wo gibt’s das?“

[i]Im Hintergrund wird Erozotti von Adam herausgeschickt, kommt aber erbost her ein. Leonard empfängt ihn vorwurfsvoll, wird aber sofort durch den strengen blick eingeschüchtert.[/i]

Andre(singt): „So nun freu dich. Und Lass uns in Frieden. Lass uns in Frieeeeden.“
Mama (singt): „Wer ist arm und bitter dran, der sich hier die Spielchen erlaubt?“

[i]Im Hintergrund stecken die Übriegen, bis auf Daniela die Köpfe zusammen und tüfteln was aus. Leise schleichen sie zum Werkzeug.
[/i]
Mama (singt, zu Andre) : „Sie soll singen. Sie ist gut. Schreib es um. Ist es fertig? Zeit es ihr. Ist es fertig? Zeig es mir.“
Andre (singt zu Mama): „Man wird sehen, ob sie es kann.“
Mama (singt, immer schneller werdend,5x): „Luigia ist toll, Luigia kann’s, Luigia ist die beste, Luigia kann.

[i]Dabei geht sie auf  und ab und die anderen, mit dem Werkzeug folgen ihr in einer Reihe.
Als Mama das letzte ‚kann‘ singt, bohrt Ikea Alegra ihr in den Gürtel über dem Rock, Mama bemerkt es und Ikea Alegra wickelt schnell ihre blonden Locken um den Bohrer. Die anderen machen mit dem Werkzeug Dehn Übungen.
Leonard hält das Schraubkreuz wie in der Kirche hoch.[/i]

Mama (singt langsam): „Nimm ein Blaaatt und frag mich um Rat.“

[i]Adre stützt sich währenddessen auf seine Musikbox und Mamma stößt absichtlich dagegen, so dass Andre fällt.[/i]

Mama (singt): „Nimm ein Blaaatt und schreib meinen Rat. Was die Mama dir jetzt vorschlägt und die Tochter dann vorträgt. Dann sind die Leute ganz platt!“
Zu Andre: „Erst ein langsamer Teil mit vielen Trie-hie-hie-hie-olen.“
Daniela (singt): „Trie-hie-hie-hie-olen“
Mama (singt, zu Andre): „Dann ein Presto mit vielen Synko-ho-ho-ho-pe-hen.“
Daniela (singt):“ Synko-ho-ho-ho-pe-hen.“
Mama (singt, zu Andre): „Das singt meine Tochter zum begrüh-hü-hü-hü-ßen.“

[i]Währenddessen rüsten sich Antolstoinolonoff und Sophia mit Spritzen und einer Flüssigkeit aus, während der Impressario und Adam sich einen Reifen schnappen. [/i]

Mama(singt immer schneller werdend, stark auf und ab rennend, imposante, schnelle, laute Musik mit dem gesamten Orchester.): „Er ertönen die Geigen. So viele die fiedeln, die fiedeln, die fiedeln, die fiedeln, so hoch und hoch und hoch und dann hat der verehrte Maestro der das entzückendste Rondo der Welt, und schon hat der verehrte Maestro das entzückendste Rondo der Welt. Es erklingen die Oboen, Oboen, Oboen, sie fiedeln, sie fiedeln, und schon hat der verehrte Maestro das entzückendste Rondo der Welt, und schon hat der verehrte Maestro das entzückendste Rondo der Welt, und schon hat der verehrte Maestro das entzückendste Rondo der Welt. Es fiedeln die Fidel, die Fiedel, die Fidel, die Fidel, und schon hat der verehrte Maestro das entzückendste Rondo der Welt, und schon hat der verehrte Maestro das entzückendste Rondo der Welt.“
[i]Der Impresario wirft den Reifen und verfehlt nur knapp Mama, er stolpert, doch da nun Andre im Reifen gefangen ist, kann sich der Impresario an ihm festhalten.
Gleichzeitig stellen sich Antolstoinolonoff und Sophia mit dem Rücken zu Mama und setzen die Spritzen an.[/i]
Mama (singt, immer schneller und lauter werdend): „Ich bin sicher, hier oben im Hause, haben Sie noch nie so was Schönes gehört, noch nie so was Schönes gehört. Ich bin sicher, hier oben im Hause, haben Sie noch nie so was Schönes gehöööört!“

[i]Mama macht einen Schritt nach vorne und Antolstoinolonoff und Sophia spritzen sich gegenseitig die betäubende Flüssigkeit ins Bein. Beide sinken herab.
Gerade will Ikea Alegra Mama ein Kabel reichen, da explodiert die Batterie, als ihr Mann die Kabel anschließt und Ikea Alegra stößt ein einen gellenden, hohen Schrei aus. [/i]





Szene 3

[i]Applaudierend betritt Adam die Werkstatt durch die kleine Tür gegen über dem Tor. [/i]

Adam: „Das Plakat. – Bitte.“
[i]Der Impresario und Andre bringen ein Plakat und kleben es an die gelbe Ente, falsch herum.
[/i]
Adam: „Stadthafen in Pesthoven. Einmalige Weltpremiere. Ein Sonderganstspiel zur Hymne der Opern-Gast-Freunde von Pesthoven. Omulus und Szilvia.“
Leonard (langezogen): „Falsch. Erst die Dame, dann der Herr“ und bockig: „Wie ich es meiner Frau Gemahlin vertraglich zugestimmt habe.“
Sophia: „Au. Shut up. Die complete tragische Geschichte nennt immer den Liebhaber zu erst. Romeo und Julia, Hansel und Gretel, Romulus und Remus, Tristan und Isolde.“
Leonard: „Steht das denn auch in der Mitte?“
Adam: „Ja, jaja.“
Leonard: „Aber es muss noch eine schöne Rahmen Drumherum.“
Sophia: „In der Mitte muss der Hauptdarsteller stehen.“
Ikea Alegra: „Eben.“
Sophia: „Der Hauptdarsteller und nicht irgend eine Choristin aus Augsbourg.“
Ikea Alegra: „Denen bin ich schon lange zu gut geworden.“
Sophia: „Ich würde gerne Wissen wer zu erst singt.“
Adam: „Neben den  Nebenpartien singt in den Akten zuerst der Tenore.“
[i]Antolstoinolonoff schnappt sich gerade das Geld vom Impresario und verspricht gut darauf aufzupassen. [/i]

Leonard: „Und wer singt als Letze?“
Adam: „Ikea Alegra natürlich.“
Ikea Alegra (empört): „Ich muss als Letzte singen. Die Tragische Heldin bleibt immer zu Letzt.
Leonard: „Unbedingt“
Sophia: „Ich understand. Ich reise ab.“
Ikea Alegra (gehässig): „Tschüss!“







Szene 4

[i]Adam und Andre diskutieren laut auf Italienisch. Dann:[/i]

Andre: „Das kommt nicht in Frage!“
Antolstoinolonoff betritt die Bühne, durch die kleine Tür neben dem Auto.
Antolstoinolonoff: „Maiestro!“
Adam: „Aber denken sie mal an die Lage des armen Impressario.“
Andre: „Zuerst denke ich an meinen guten Ruf.“
Antolstoinolonoff: „Maiestro!“
Andre (zu Antolstoinolonoff): „Moment!“
Antolstoinolonoff: „Danke!“
Andre (auf und ablaufend): „Und was wird mit der Großen Szene? Sie war ein sicherer Erfolg.“
Adam (zu Andre): „Es geht auch ohne sie. – irgendwie.“
Antolstoinolonoff: „Maiestro! Dieses Duette!“
Andre: „Gleich!“
Antolstoinolonoff: „Danke!“
Andre (zu Adam): „Und was ist mit den Nebenpartien?“
Adam (zu Andre): „Die kürzt du um die Hälfte!“
Andre (zu Adam): „Übbe, a, Aber“
Adam (zu Andre): „Es geht schon. – irgendwie.“
Antolstoinolonoff: „Maestro!!“
Andre (zu Antolstoinolonoff): „Ja was ist?“
Antolstoinolonoff: „Das Duette, es ist zu hoch.“

[i]Er dreht sein Notenheft, so dass es nun richtig rum liegt.[/i]

Antolstoinolonoff: „Äh zu tief.“
Andre: „Ich mache dir es tiefer. – irgendwie.“
Adam (zu Andre): „Ich bitte dich, versuche Mama unterzubringen in dem Stück. – irgendwie. Ich schreibe schnell den Text dafür um. Danke.“
Mama: „Wie ich höre, läuft hier ohne mich nichts“

[i]Mama betritt die Bühne über das Tor und Adam verschwindet. Dabei wird Mama fast von dem Musikwagen überfahren und macht ein böses Gesicht.[/i]

Andre: „Hast du die Noten bekommen, Agata?“
Mama: „Ja, hier.“
Andre: „Dann schlag doch bitte das Duett auf.“
Antolstoinolonoff: „Agata ist jetzt Romulus?“
Andre: „Ja“
Antolstoinolonoff: „A-, aber“
Andre: „Irgendwie“
Antolstoinolonoff: „Aber wie soll sie glauben, eine Man zu sein?“

[i]Dabei imitiert er die Umrisse einer Frau stark übertrieben.[/i]
Andre: „Proben wir das Duett.“ Und zu Mama: „Hast du Probleme mit der Höhe, Agata?“
Mama: „Ich bin nicht schwindelfrei.“
Andre: „Ich helfe dir. Irgendwie.“

[i]Andre geht zu seinem Heft, welches auf der Musikbox steht.[/i]
Andre: „Es wird ein schönes Duett. Singt es so, dass der Türsteher zu Tränen gerührt sein soll.“
Antolstoinolonoff: „Ah. Also eine Traurige Duette.“
Andre: „Ich muss immer weinen, wenn ich das Duett probe.“
Mama: „Bei dir klingen alle Stücke zum Weinen.“
Andre: „Gerührt um die Großherzigkeit des Romulus sagt Szilvia als sie ins Gefängnis gebracht werden: Bei dir find ich nicht die Liebe, bei dir finde ich kein Geld, bei dir finde ich gar nichts.“
Antolstoinolonoff: „A-, aber sie weinen ja gar nicht!“
Andre: „Das ist nur die Übersetzung. Weiter. Bei dir, bei mir, bei ihnen kein Strahl scheint in diese Nacht herein. Um uns herum ist es schrecklich.“
Mama: „Keine Tränen bei mir.“
Andre: „Banausen. Weiter. Bei mir, bei dir, mein, dein Ende.“
Mama: „So ein Glück, ich hatte schon gefürchtet, dass wir vor lauter Text gar nicht mehr zum Singen kommen.“
Antolstoinolonoff: „Aber Maestro, das Tempo bleibt doch gleich?“
Andre: „Nein es wechselt.“
Antolstoinolonoff (erbost): „Nein, es bleibt gleich!“
Andre (wütend, auf den Bodenstampfend): „Es wechselt.“
Mama: „Ob das Tempo wechselt oder nicht, das bleibt sich doch gleich.“

[i]Sie geht zu Andre.[/i]
Mama: „Maestro, Maestro. Was  sind denn das für schnuffige Fähnchen?“
Andre: „Das sind die Sechzehntel.“
[i]Er wendet sich ab, dreht sich doch wieder um.
[/i]
Andre: „Und das sind die Achtel.“
[i]Er zeigt ins Buch und Mama nickt. Dann wendet er sich ab und will die Musik anmachen.
[/i]
Mama (wissend): „Und das ganze steht in zwei b.“
Andre: „Bitte?“
Mama (erklärend, von oben herab): „Die Tonart: zwei b. Eins, zwei.“
Andre: „Ja, ja. – irgendwie.“

[i]Mama und Antolstoinolonoff singen zusammen den langsamen Anfang des Duetts, doch irgendwann übertöhnt Mama Antolstoinolonoff, der einen angewiederten Gesichtsausdruck macht und sich den Ohren zuhält. Mama betätigt einige Hebel und das Auto hebt sich im Hintergrund.
[/i]
Mama (singt): „Nun sind wir da.“
Antolstoinolonoff (singt): „Nun sind wir da.“
Mama (singt): „Nun sind wir da.“
Antolstoinolonoff (singt): „Nun sind wir da.“
Mama (singt): „Nun sind wir da.“
Antolstoinolonoff (singt): „Nun sind wir da.“

[i]Mama bedrängt Antolstoinolonoff und er versucht sich dagegen zu währen. [/i]
Mama (singt): „Nun sind wir da.“
Antolstoinolonoff (singt): „Nun sind wir da.“
Mama (singt): „Nun sind wir hier.“
Antolstoinolonoff (singt): „Nun sind wir da.“
Mama (singt): „Nun sind wir da.“
Antolstoinolonoff (singt): „Hilfe, hilfe.“
Mama (singt): „Nun sind wir da.“
Antolstoinolonoff (singt, und rennt zum Wagen): „Zu Hilfe, zu Hilfe. Hilfe, Hilfe.“
Mama (singt): „Jetzt ist es aus.“
Antolstoinolonoff (singt): „Wir sitzen drin und kommen nicht mehr raus.“

[i]Andre singt einen eigenen Text, ist kurz vor den Tränen. [/i]

Antolstoinolonoff (singt, ist unter dem Wagen.): „Zu Hilfe, Hilfe. So helft mir doch!“
Andre: „Es ist so dunkel in dem Loch.“

[i]Mama rennt zu dem Schalter und fährt den Wagen wieder nach unten. [/i]

Antolstoinolonoff (singt): „Hilfe, Hilfe, wir sitzen im Loch.“
Mama (singt): „Helft mir, helft ihm. Zu Hilfe, Hilfe.“
Antolstoinolonoff: (singt): „Va-ha-ha-ha-ha-damt.“
Andre: „Jetzt du Agata.“
Mama (singt, ihre Stimme bricht ab): „Ha-ha-ha-ha-ha.“
Andre: „Etwas tiefer bitte.“
Antolstoinolonoff (singt): „Ve-he-her-her-dammt.“
Mama (singt): „Ha-ha-ha-ha.“
Andre: „Noch ein bisschen.“

[i]Beide gehen um einen weiteren Halbton nach unten.[/i]

Antolstoinolonoff (singt): „Ma-ha-he-hi-stroooo. Bei diesem Weib platzt mir der Kragen. Wie kann man so einen Menschen nur Ertragen? Dieses Weib kann einfach nicht singen, so sehr schiefe Stimme. Sie mach falsche Spielchen, ich will nicht singen mit Mama.“
Andre (ist zu Antolstoinolonoff getreten, der im Motorraum steht, die Morotrraum-Klappe aufhält, singt): „Bitte..“
Antolstoinolonoff: „Nichts zu bitten. Ich will packen Koffer meine und verschwinde. Lieber bin ich nicht mehr da.“

[i]Mama rennt zu Andre, packt ihn an der Schulter.
Mama rennt in die Mitte der Werkstatt.[/i]
Mama(singt): „Was beliebt der da zu sagen?“
Andre( singt): „“

Mama (singt aufgebracht): „Was beliebt diesem sowas zu sagen. Was beliebt mich so zu verraten.“  
Andre (singt): „Dass du quakest wie eine Kröte.“
Mama (singt aufgebracht): „Diese karge Blechtrompete. – Dieser stümpert nur und ist räudig und krank.“

[i]Mama rennt auf Antolstoinolonoffe zu, packt die Motorhaube. Antolstoinolonoff macht eine warnende Geste.
[/i]
Mama (singt): „Der beleidigt meine Kunst!“

[i]Mama drückt die Motorhaube herunter, Antolstoinolonoff wehrt sich vergeblich. [/i]
Antolstoinolonoff: „Wehe, wehe.“
Mama (schreit): „Nieder!“
Andre (singt): „Oh, was ist hier blos los? Oh, was ist hier los?“
Mama (schreit): „Nieder!“

[i]Nun ist Antolstoinolonoff gefangen und Mamma fällt in der Mitte der Werkstatt um. Andre schmeißt sich unter sie. [/i]

Mama (singt): „Es trällert die Nachtigall. Ein wenig Essig und Salatdressig“

[i]Dann setzt sie sich auf und packt grob den auf dem Boden liegenden Andre an.[/i]

Mama (singend wütend): „Was tust du da? Du belästigst mich. Hör auf zu Lügen, mich zu betrügen.“

[i]Antolstoinolonoff steckt seinen Kopf aus dem Kühlergrill und schreit herum.[/i]

Antolstoinolonoff (schreit): „Eine Frechheit. Eine Gemeinheit. Ich mache dich einen Kopf kürzer. Ah, ich reiß ihn dir ganz aus. Und mach dich fertig. Mama singt schief, Mama singt schlecht, Mama singt schaudervoll“
Mama (singt zu Andre): „Wie kannst du es wagen, ich muss Singen mit dem da. Dieser trifft die Töne nicht, und er ist nicht ganz dicht.“
Antolstoinolonoff (singt): „Eine Katzenmusik!“

[i]Mama steht auf und rennt zu Andres Buch. Nimmt es und reißt einige Seiten heraus, zerknüllt sie und wirft sie weg.
[/i]
Mama (singt, wütend): „Eine Schande so was zu schreiben. Eine Schande so was zu dichten.“
Antolstoinolonoff (schreit, ist aber leiser als Mama): „Maestro!“
Mama: „Ich zeig dir wie man sowas macht – Scharlatan.“
Antolstoinolonoff (zu Mama): „Wenn ich dich kriege.“
Mama: „Darauf warte ich nur.“

[i]Mama reist das Buch, welches Andre an sich genommen hat, ihm aus der Hand. Inzwischen hat sich auch Antolstoinolonoff befreit. Mama nimmt einen Schweißbrenner und jagt Andre. Dieser bringt sich zwischen das Buch und den Brenner. Doch da reißt Antolstoinolonoff ihm das Buch aus der Hand und reißt Seiten heraus und wirft sie nach oben.[/i]

Mama (singt aufgebracht): „Ihr seid doof. Ihr seid doof.“

[i]Mama reiß auch an dem Buch. Andre kommt hinzu und versuch es an sich zu bringen. [/i]

Mama (singt zu Antolstoinolonoff): „Du bist doof!“
Antolstoinolonoff (sing zu Mama): „Du bist doof!“
Mama (singt zu Andre): „Du bist doof!“
Antolstoinolonoff (singt zu Andre): „Du bist doof!“
Andre (singt zu beiden): „Ihr seid doof. Ich will das Buch!“

W[i]ie wild reißen sie alle an dem Buch wie kleine Kinder. Dann klappen sie es auf und reißen noch wilder daran. [/i]
Mama (singt zu Antolstoinolonoff): „Du bist doof!“
Antolstoinolonoff (sing zu Mama): „Du bist doof!“
Mama (singt zu Andre): „Du bist doof!“
Antolstoinolonoff (singt zu Andre): „Du bist doof!“
Andre (singt zu beiden): „Ihr seid doof. Ich will das Buch!“
Antolstoinolonoff (singt zu Andre): „Du bist doof!“
Antolstoinolonoff (sing zu Mama): „Du bist doof!“

[i]Sie reißen so an dem Buch, dass sich einzelne Seiten lösen. Verkrampft versucht Andre alles zu retten, macht jedoch alles nur noch schlimmer. Dann werfen Sie, wenn beinahe alle Seiten gelöst sind, das Buch nach oben.
[/i]
Antolstoinolonoff: „Adios!“
Mama (schreit): „Tenorschloch!“

[i]Antolstoinolonoff hält ein dickes Bündel von Geldscheinen in der Hand.
[/i]
 






Szene 5


Impresario: „Jetzt kommt die Opferszene, und danach deine Romanze, Agata. Dann...“
Mama: „Moment. Wan wird das Duett zwischen meiner Tochter und dieser Choristin geprobt?“
Leonard: „Da es keine Choristin gibt, gibt es auch kein Duett.“
Mama: „Dann mein lieber Impresario, Such dir bitte eine andre als Szilvia. Ich reise ab.“
Ikea Alegra: „Aber erst nach mir. Ich bin eine große und gefragte Künstlerin. Ich kann mir aussuchen was und mit wem ich singen werde.“
Adam: „Bitte bitte.“
Mama: „Als ob man das singen nennen könnte.“
Ikea Alegra: „Lass das mal andere entscheiden.“ Und zu Andre „B sieben vier“

[i]Andre tippt etwas ein und dann fängt Ikea Alegra an zu singen. Gelangweilt gähnt Mama demonstrativ Ikea Alegra entgegen. Dann zieht sie Ihre Tochter zu sich und drückt ihr ein paar Karten in die Hand. Bei einer Athempause halten sie die Karten Hoch. Man sieht zwei Mal eine 4, eine 3 und eine 5.
[/i]
Mama: „Zu gut.“

[i]Ikea Alegra singt weiter und kommt zum Höhepunkt.[/i]

Mama: „Sag mal, übst du noch, oder singst du schon?“

[i]Ikea Alegra verpasst ihren Einsatz, kommt aber schnell wieder herein.
Daniela bekommt von Mama ein Feuerzeug, beide zünden es an und machen wehleidige, traurige Gesichter. Dann steckt Daniela ihr Feuerzeug ein.   [/i]
Stimme aus dem Off: „Auf zur Probe. Alle zur Probe.“
Daniela: „Mir ist so schwindelig.“
Mama: „Ich habe meine Tage.“
Ikea Alegra: „Ich kann nicht.“
Andre: „Muss das sein?“

[i]Dann rennt er mit Adam zum Tor und öffnet es.
[/i]
Andre: „Bitte kommt rein.“

[i]Draußen steht der Leiter des Opernvereins.[/i]
Leiter des Opernvereins: „Polizei!“

[i]Mehrere Polizisten stürmen die Werkstatt. [/i]

Mama, und Daniela zusammen: „Nein, nein, nein.“
Mama, Daniela und Ikea Alegra (als Leonard abegeführt wird): „Nein, nein, nein. Nehmt ihn. Nur ihn.“

[i]Alle werden herausgebracht.[/i]














2. Akt


Adam: „Schiebt den Tempel zusammen.“
Hausmeister: „Ich hätte da noch eine Birke anzubieten!“
Adam: „Raus!“
Hausmeister: „Aber die ist von unserem Hauptsponsor. Und sie ist wirklich schön.“
Adam: „Raus habe ich gesagt.“

[i]Mama betritt in Sportsachen die Bühne.[/i]
Mama: „Mit wem ich mir alles diese Bühne teilen muss.“

[i]Sie sieht abschätzig zu Leonard, der leicht neben der Mitte der Bühne steht.[/i]

Mama: „Dieser aufgeplusterte Gockel.“

Mama: „Guten Tag.“
[i]Geht an den Rand und begrüßt einige Personen aus dem Zuschauerraum.
[/i]
Mama: „Ich habe früher mit wahren Künstlern getanzt. Machen Sie sich keine Mühen, machen Sie sich keine Sorgen. Wie in jedem modernen Balletaben. Und die Musik kam wie immer vom Band.“

[i]Das Orchester spielt. Und Mama tanzt dazu Ballett, bis Andre die Bühne betritt und sie stört. Alle klatschen und applaudieren.[/i]

Leonard: „Danke, danke, vielen Dank.“

Ikea Alegra: „Ist mein Kostüm schon fertig?“
Andre: „Ja, ist es. Zweite links.“
Mama: „Und mein Kostüm?“
Andre: „Auch. Das, das ist. – Ach du wirst es schon finden. –irgendwie. Das Größe und bunteste.“
Mama: „Danke.“
Andre: „Und hässlichste.“


[i]Schreiend und wild um sich schlagend rennt Leonard auf die Bühne. Sein Federbusch auf dem Helm brennt. [/i]

Leonard (schreit panisch): „Feuer, Feuer!“
Hausmeister: „Ruhig, ruhig.“

[i]Der Hausmeister nimmt sich seelenruhig eine Zigarette aus der Tasche und zündet sie an. Dann geht er rauchend weg.
[/i]
Leonard: „Hilfe, Hilfe. Es brennt.“
Hausmeister: „Ach ja, zweite Rechts.“
Mama: „Daniela, man spielt nicht mit Feuer.“
[i]Als nur noch Andre auf der Bühne ist, tritt Adam zu ihm. [/i]
Adam: „Sag mal, wo hast du eigentlich ein Kostüm für Agata aufgetrieben?“
Andre: „Ja, weißt du, in Königsbrunn, da ist ein großer Zirkus und die können auch ruhig drei Tage lang ohne Zelt auskommen.“ Auf zweifelnden Blick von Adam: „So ein paar Tage können die doch wohl auf das Zelt verzichten.“

[i]Leonard kommt auf die Bühne. [/i]
Leonard: „Warum soll ich eigentlich in Italienisch singen?“
Andre: „Weil das deine Muttersprache ist.“
Leonard: „Mensch Junge, bist du blöd? Ich bin immer noch kein Italiener. Hast du das immer noch nicht kapiert? Bologna.“
[i]Andre wedelt ein wenig vor Leonards Gesicht herum. [/i]

Adam: „Ich weiß nicht, wie das bei dir Zuhause ist, aber hier singt man die Texte in der Originalsprache.“
Leonard: „Aber frag mal den Andre. Der kommt aus USA.“
Adam: „Aber das Stück spielt im alten Rom und das Lied in Italien!“
Leonard: „Aber die haben damals in Lateinisch geschwätzt.“
Adam: „Aber das versteht heutzutage keiner mehr!“
Leonard: „Das geht mir mit dir Genauso!“

[i]Genervt und beleidigt verlässt er die Bühne. Mama betritt die Bühne und soll singen. [/i]

Andre: „Bringt die Harfe!“

[i]Mama singt ihr Stück, hört auf und der Dirigent löst die Letzen zwei Töne auf.[/i]
 Mama: "Du musst aber auch immer das Letzte Wort haben!“
Dirigent: „Sicher!“ [i]und macht noch einen großen imposanten, kräftigen, kurzen Schluss. [/i]
[i]Der Hausmeister bringt etwas. [/i]
Andre: „Ich sagte Harfe und nicht Hafer.“
[i]Der Hausmeister wird unsanft von der Bühne geschuppst. [/i]
Andre: „Bitte entschuldigen Sie, ich habe hier oben habe ich so viel zu tun.“
[i]Das Orchester spielt. Mama holt sich die Noten und klemmt sie vor die Harfe. [/i]
Andre: „Einsatz.“
Mama: „Wan?“
Andre: „Ja jetzt.“

[i]Mama fingt an zu singen, bricht jedoch ab[/i].
Mama: „Das ist mir zu hoch. Könnten Sie das vielleicht einen Halbton herunter setzten? Also ich meine die Tonart.“
Dirigent: „Ja natürlich. Heute jedenfalls. So wie das klang auf jeden Fall. Das ist ja eine Zumutung.“
Mama: „Sie sind ein Gemeiner Mensch.“
Dirigent: „Danke, vielen Dank.“

Mama (singt): „Spa-ha-ha-ha-geh-hi-hi-hi-e Bologne-he-he-hese-e-e. – Na wie singe ich?“
Adam: „Einen riesen Blödsinn.“

[i]Mama reißt die Noten von der Harfe ab, zerknüllt sie und wirft sie weg. [/i]

Mama: „Ach ja, wann bekomme ich mein Geld?“
Andre: „Frag das den Impresario.“
Mama: „Der ist aber vorhin abgereist.“
Andre: „ Leonard!“
[i]
Leonard betritt die Bühne. [/i]

Andre: „Jetzt sing schon.“
[i]
Adam packt Leonard und stößt ihn weiter nach hinten. Während Leonard singt, schreit Adam immer weiter.
[/i]
Andre: „Nein, nein, nein!“
Adam: „Was nein?“
Andre: „Du singst falsch. Höher!“
Leonard: „Dann bringt mir eine Leiter!“
Andre bekommt eine Nachricht.
Andre: „Ruhe!“
Alle: „Still, still still!“
Andre: „Eine schlechte Nachricht!“
Alle (singen): „Was ist die Nachricht. Lass uns hören. Sag was gibt es? Was ist los?“
Andre: „Das Geld ist weg, die Oper ist gestrichen.“
Alle (singen): „Oh weh, oh weh!“
Andre: „So mit ist alles zu Ende! Der Impressario ist verschwunden!“
Leonard(singt): „Wie bezahle ich meine Schulden?“
Ikea Alegra (singt): „Wie bezahle ich meine Schuhe?“
Alle (singen): „Hat denn keiner eine Idee. Wir müssen von hier fort!“
Ikea Alegra (singt): „Nein, nein, nein. Nein, nein, nein, nein.“
Mama (singt): „Wir geben’s auf. Alle raus.“
Alle (Sprechgesang): „Von hier fort! Von hier fort! – Von hier fort, Von hier fort!“
[i]
Mama klemmt sich die antike Statur unter die Arme und geht. Auch die anderen Packen die Requisiten ein und verlassen die Bühne.  Es wird dunkel, der Eiserne Vorhang schließt. [/i]

Ende[/i]

Anregungen bei: Da muss Mutti ran.



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