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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Staubkind


 

 
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Trap
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 23
Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 21.01.2016 16:26    Titel: Staubkind eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein bereits etwas älterer Text von mir. Ich weiß ehrlich gesagt nicht so richtig, was es damit auf sich hat oder wo es einzuordnen ist. Die Worte oder Fragmente waren einfach da und ich hatte das Gefühl, sie aufschreiben zu müssen. Vielleicht hat hier ja jemand eine Antwort oder Worte, die ihm da nicht so richtig reinzupassen scheinen.
Viel Spaß also beim Lesen.



Ich blicke zurück und sehe nur Staub. Staub geboren aus der Asche, den Überresten meiner Kindheit. Asche entstanden aus Feuer, das mein Vater stets aufs Neue entfachte. Asche aus dem Feuer, das meine Mutter nicht zu löschen vermochte, das meine Mutter nicht zu löschen gedachte.

Ich blicke zurück und sehe nur Staub. Den Staub der Ruinen meines kindlichen Wahnsinns. Den Ruinen zerbrochener Träume und Hoffnungen. Noch heute höre ich die Schreie derer, die dies einst Heimat nannten.

Ich blicke zurück und sehe nur Staub. Staub, der mich traurig stimmt und doch beglückt. Der mich beruhigt und aufwühlt, in dem ich alles sehe. Der nichts ist, den ich fort wünsche, der mich nie verlassen darf.

Ich blicke zurück und eine Träne lacht in meinem Auge. Dort liegt ihr nun, dort liegst auch du. Du, die du zu spät kamst, das Feuer zu löschen, die Ruinen zu retten, ins Chaos Ordnung zu bringen. Auch du wie all die Anderen bist der Staub, der mich verfolgt und den ich suche.

Ich blicke nach vorn und sehe...nichts.

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wohe
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 66
Beiträge: 27
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 21.01.2016 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

was mir auffiel:

Da kein Versmaß vorhanden ist und ich keinen Sinn in der besonderen Betonung der "Mutter" erkennen kann -->  Vorschlag: "das meine Mutter nicht zu löschen vermochte und nicht zu löschen gedachte".

"Noch heute höre ich die Schreie derer, die dies einst Heimat nannten" --> Die Verbindung von Schrei und Heimat klingt böse und passt insofern nicht zu den folgenden, eher positiven Zeilen.

Ansonsten gefällt es mir. Gibt Anlass zum Grübeln und dessen Ergebnis stimmt mit dem Text überein --> Gut so.

Gruß Wohe
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Jack Burns
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 49
Beiträge: 1555



BeitragVerfasst am: 21.01.2016 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Trap,
Das hat etwas, erzeugt Bilder und Gefühle.

Du benutzt den Staub als gleitende Metapher aber manchmal scheint mir das unstimmig.
Zitat:
Staub geboren aus Asche
Das kann ich nicht richtig einordnen. Entweder Staub oder Asche.
Zitat:
Den Staub der Ruinen
Hier wird die Vergänglichkeit überstrapaziert. Erst die Metapher der Ruinen und dann noch zu Staub zerfallen.
Zitat:
und doch beglückt
Der Grund für die positive Sicht wird mir nicht klar.

Den letzten Satz - sicher Geschmackssache - würde ich streichen.

Grüße
Jack


_________________
Monster.
How should I feel?
Creatures lie here, looking through the windows.
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Trap
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 23
Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 22.01.2016 13:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank an euch beide für eure Einschätzungen und dass ihr euch die Zeit genommen habt, diesen Text zu lesen.
Ich mag es eigentlich nicht, wenn Autoren zu Kritik an ihren Werken großartig Stellung nehmen, weshalb ich nun einige eurer Vorschläge kommentarlos annehme.

Zitat:
Ich blicke zurück und sehe nur Staub. Staub geboren aus der Asche, den Überresten meiner Kindheit. Asche entstanden aus Feuer, das mein Vater stets aufs Neue entfachte. Asche aus dem Feuer, das meine Mutter nicht zu löschen vermochte, nicht zu löschen gedachte.

Ich blicke zurück und sehe nur Staub. Den Staub der Ruinen meines kindlichen Wahnsinns. Den Ruinen zerbrochener Träume und Hoffnungen. Noch heute höre ich die Schreie derer, die dies einst Heimat nannten.

Ich blicke zurück und sehe nur Staub. Staub, der mir Tränen in die Augen und ein Lächeln ins Gesicht treibt. Der mich beruhigt und aufwühlt, in dem ich alles sehe. Der nichts ist, den ich fort wünsche, der mich nie verlassen darf.

Ich blicke zurück. Dort liegt ihr nun, dort liegst auch du. Du, die du zu spät kamst, das Feuer zu löschen, die Ruinen zu retten, ins Chaos Ordnung zu bringen. Auch du wie all die Anderen bist der Staub, der mich verfolgt und den ich suche.

Ich blicke nach vorn und sehe...nichts.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 46
Beiträge: 1751
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 23.01.2016 05:49    Titel: Antworten mit Zitat

Gefällt mir gut! Ich mag innere Monologe, die Geschichten erzählen. Könnte gut der Anfang von etwas längerem sein, einem ganzen Roman sogar. Den würde ich gerne lesen!

Weitere Verbesserungsvorschläge zu den bisher gemachten habe ich leider nicht.


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally scare people …
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