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Gast







BeitragVerfasst am: 25.04.2015 21:08    Titel: Er und er eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Feuer knistert in dem Kamin, den du dir gewünscht hattest. Der Stuhl, auf dem ich sitze, war dein Lieblingsort an verregneten Tagen. Dann hast du hier gesessen, hast ein Buch gelesen oder von eben jenem Kamin geschwärmt, den es damals noch  nicht gab.

Ja, es war eine schöne Zeit. Ich habe dir vertraut, wir saßen hier und redeten, planten eine Zukunft, die es nie geben würde. Manchmal lagen wir uns stundenlang in den Armen. Und doch war es schon immer anders.

Du wolltest nicht, dass wir gemeinsam durch die Straßen laufen, du hattest Angst.

Das habe ich nie verstanden. wenn wir darüber redeten und du zu weinen begannst, dann legte ich deinen Kopf auf meine Brust, fuhr dir sanft durch die Haare, du hast das geliebt. Ich sagte dir, alles würde gut. Du antwortetest, das wäre gelogen.
Und du hattest Recht.

Jetzt sitze ich allein in unserer Wohnung. du bist gegangen, für immer. Und du hast dich nicht einmal verabschiedet. Ich kam nach Hause, und alles, was du mir gelassen hast, ist ein kleines Stück Papier. darauf stehen die drei Worte, die jeden Menschen bewegen, verändern, ihn verzweifeln lassen.

"Tut mir Leid."

Du hast es vielleicht nicht gemerkt, aber ich war da, als du gegangen bist.
Ich war im Krankenhaus, konnte dich einen Moment lang sehen.

Bald kann ich dich wieder in den Arm nehmen, nach so vielen Jahren.

Ich liebe dich.

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Nina
Bestseller-Autor


Beiträge: 4184



BeitragVerfasst am: 25.04.2015 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Flori,

ab der Textstelle an der es heißt: Tut mir leid, verstehe ich den Text überhaupt nicht mehr. Bis dahin lese ich ihn als Erinnerung / Rückblick an eine vergangene Zeit, in der zwei ein Paar waren. Das Ende ist mir schleierhaft. Es wirkt auf mich, als hättest Du etwas Wesentliches gestrichen - kann das sein?

Ist das der Auftakt zu einer längeren Geschichte? Oder ein Mittelteil aus etwas Längerem?

LG
Nina
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Nicki
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor

Alter: 63
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Wohnort: Mönchengladbach
Ei 10


BeitragVerfasst am: 25.04.2015 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Flori.
Wenn ich das jetzt auf eine ganz kurze Inhaltsangabe reduziere, denke ich, es ist eine Art Liebesbrief.
Zwei Männer, die sich lieben, einer kommt mit der Situation nicht klar, begeht angekündigten Selbstmord( Tut mir leid ), ist wohl aber noch so lange im Krankenhaus, dass der andere ihn besuchen kann. Und es sieht für mich so aus, als wolle der andere ihm nachfolgen.
Sehe ích das so richtig?  Wenn ja, finde ich an dem Liebesbrief eigentlich nichts unverständlich, höchstens so ausgedrückt, dass man nicht im ersten Moment drauf kommt.


_________________
MfG
Nicki

"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." Henry Ford
"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." A.Einstein


*Sommerblues* September 2017 Eisermann Verlag
*Trommelfeuer* November 2017 Eisermann Verlag
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Nina
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Beiträge: 4184



BeitragVerfasst am: 25.04.2015 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Nicki hat Folgendes geschrieben:
Wenn ja, finde ich an dem Liebesbrief eigentlich nichts unverständlich.


ich schon.
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Nicki
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor

Alter: 63
Beiträge: 4737
Wohnort: Mönchengladbach
Ei 10


BeitragVerfasst am: 25.04.2015 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:
Nicki hat Folgendes geschrieben:
Wenn ja, finde ich an dem Liebesbrief eigentlich nichts unverständlich.


ich schon.

Vielleicht kann Flori noch etwas zum bessseren Verständnis sagen. Pfiffig Blinzeln


_________________
MfG
Nicki

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Gast







BeitragVerfasst am: 25.04.2015 22:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen! lol2

@Nina: Der Eindruck stimmt tatsächlich - jedenfalls fast. Nach de, 'Tut mir Leid' gibt es einen Zeitsprung von mehreren Jahren, was ich eigentlich mit dem vorletzten Satz andeuten wollte. Insofern - es fehlt tatsächlich etwas Wesentliches, aber es ist nicht für die Geschichte relevant.
Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob ich noch mehr dazu schreibe, vielleicht kommen da noch ein paar Briefe dazu.

@Nicki: Ja, so könnte man das sagen, und das ist im Grunde fast schon die komplette Geschichte dahinter. Das mit dem 'nachfolgen' ist aber Ansichtssache; inzwischen könnte die Zeit auch einfach abgelaufen sein, wer weiß?
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Nina
Bestseller-Autor


Beiträge: 4184



BeitragVerfasst am: 26.04.2015 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

@Nina: Der Eindruck stimmt tatsächlich - jedenfalls fast. Nach de, 'Tut mir Leid' gibt es einen Zeitsprung von mehreren Jahren, was ich eigentlich mit dem vorletzten Satz andeuten wollte. Insofern - es fehlt tatsächlich etwas Wesentliches, aber es ist nicht für die Geschichte relevant.
Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob ich noch mehr dazu schreibe, vielleicht kommen da noch ein paar Briefe dazu.


Hallo Flori,

tja, was soll ich sagen? Als Brief reicht mir das noch nicht ganz. Wenn Du ihn ausdrücklich als solchen gedacht hast, finde ich, dass dies deutlicher herausgearbeitet werden könnte. (Dazu braucht es gar nicht so viel mehr). Für mich liest es sich, so wie es jetzt ist, eher wie eine Mischung aus Tagebuchaufzeichnung und (unentschlossenem) Brief. Ich glaube, mir gefiele es sogar besser als reiner Tagebucheintrag oder als Mischung ein Brief in einem Tagebucheintrag. Und vielleicht lässt sich das dann u.a. über ein Datum, bzw. eine Zeitangabe im Text noch deutlicher machen. Ein Brief wäre mit Anrede schön, ein Tagebucheintrag bräuchte dieses nicht, doch wenn es inhaltlich eine solch intensive Bindung und intensiven (traurigen) Moment und Rückblick beschreibt, finde ich, dass es einen Namen vertragen könnte und auch eine (zumindest ungefähre) Zeitangabe.

Dass hier jemand sich das Leben genommen hat, wird angedeutet, aber durch die Vermischung mit den anderen (letzten Sätzen) wird es meiner Ansicht nach verwässert (was eben einen Teil der Unklarheit des Textes auslöst).

Ich zeige Dir mal die Widersprüche, die ich herauslese:

Zitat:
Ich kam nach Hause,
ich war da, als du gegangen bist


Es sagt einmal, dass der Partner eben nicht da war und dann, dass er doch da war. Das halte ich für noch nicht so gut ausgearbeitet, da könntest Du noch mal ran.
Dieser Widerspruch kann natürlich im übertragenen Sinne verstanden werden - der Partner aus der Beziehung war IN GEDANKEN dort oder IM HERZEN oder SEELISCH, aber nicht tatsächlich in dem Moment physisch anwesend.

Zitat:
Du hast es vielleicht nicht gemerkt, aber ich war da, als du gegangen bist.
Ich war im Krankenhaus, konnte dich einen Moment lang sehen.


Hier stellt sich die Situation für mich anders dar - d.h. der Mensch hat sich zwar Zuhause versucht das Leben zu nehmen, ist aber de facto erst im Krankenhaus gestorben. Das heißt, der andere war eben nicht da, als er es getan hat, wohl aber im Moment, als er starb. Der Satz "ich konnte dich einen Moment lang sehen" stört mich. Ich glaube es liegt daran, dass er den anderen mehr als sehen hätte können müssen, oder? Als Partner darf er dort sein, im Zimmer, am Bett und dann ist es, wenn es eine sehr innige Bindung war - und als solche verstehe ich das hier Geschriebene -, dann wird er mehr als nur "sehen", oder? Das heißt - für mich könnte da ruhig ein emotionalerer, intensiverer Satz stehen, als "ich habe dich einen Moment lang gesehen". Das ist mir persönlich zu schwach ausgedrückt.

Zitat:
alles, was du mir gelassen hast


Wenn dem so ist, dass der andere da ist, obwohl er nicht mehr da ist, dann hat er auch mehr da gelassen, als nur die drei Worte "Es tut mir leid". Oder nicht?

Zitat:
ist ein kleines Stück Papier. darauf stehen die drei Worte, die jeden Menschen bewegen, verändern, ihn verzweifeln lassen.


Wenn Du mich fragst, könntest Du die Erklärsätze: "die jeden Menschen bewegen, verändern, ihn verzweifeln lassen" streichen. Damit wäre die Nachricht auf eine Nachricht als solche reduziert und Du würdest als Autor nichts erklären, sondern dem Leser überlassen / den Leser sich und seinem Gefühl (das er dazu hat) überlassen - meiner Ansicht nach ist das schöner, als jemandem alles vorzukauen.

Zitat:
Bald kann ich dich wieder in den Arm nehmen, nach so vielen Jahren.


Tja, wieder so ein Satz. Ist mir auch zu wenig. Ich verstehe ihn als Andeutung: Ich werde mir ebenfalls das Leben nehmen und dann wieder bei dir sein (wobei es ja in der Bibel heißt: Es wird ein Wiedersehen geben, aber kein Wiedererkennen).  Mir ist der Sprung zu groß, d.h. vom Krankenhaus zur Entscheidung dem anderen folgen zu wollen. Mir fehlt da was. Auf mich wirkt es, so wie es jetzt ist, noch nicht ganz ..., mir fehlt hier ein Wort. Rund? Was hast Du denn gestrichen? Wenn auch nicht real, so doch in Gedanken?

Nun ist mein Feedback länger als Dein Text selbst. Smile

LG
Nina
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