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Schattenvögel


 

 
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Wasserwaage
Schreiberling

Alter: 102
Beiträge: 224
Wohnort: Terra incognita


BeitragVerfasst am: 15.06.2012 19:04    Titel: Schattenvögel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schnurgerade fällt das Licht
auf unbedachte Sommerzeit.
Dein Blick erzählt von Dunkelheit
und überschneidet mein Gesicht
mit Schattenhänden sammelst du
die toten Sonnenvögel ein -
über dem Narzissenfeld
schlägt meine Lerchenangst allein.



_________________
ich vergebe der Sprache, den Worten und mir
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Prunkbold
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 31
Beiträge: 179



BeitragVerfasst am: 16.06.2012 06:02    Titel: Antworten mit Zitat

Gefällt mir nicht.

mit Grüßen, Dummbold
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palomina
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 199



BeitragVerfasst am: 16.06.2012 06:22    Titel: Antworten mit Zitat

Morgäähn, liebe Wasserwaage,

du hast deine Worte wiedergefunden und erzählst uns auf deine spezielle Art ein Geschichte. Melancholisch, sehr traurig läuft es auf einen Punkt hinaus: allein!
Doch der Reihe nach:

Zitat:
Schnurgerade fällt das Licht
auf unbedachte Sommerzeit,


Im schnurgeraden Licht ist Direktheit, Offenheit bis hin zur Kompromisslosigkeit, ein grelles Ausleuchten (?) all dessen, was ohnehin nicht bedacht, aus- und abgewogen, beschützt und ver(ge)borgen ist. Im Sommer ja auch nicht nötig, denn dieses Licht wärmt ja auch, lässt wachsen und sprießen   eine Liebe auf dem Höhepunkt der Vertrautheit oder schon krank an schonungsloser Offenheit?

Zitat:
dein Blick erzählt von Dunkelheit
und überschneidet mein Gesicht


da scheint sich der direkte Lichtblick zu verdunkeln, bedrohlich (?), denn er "überschneidet" das Gesicht. Ist es zu weit hergeholt, wenn ich an eine Schönheits-OP denke? Vielleicht versucht LD an LI "herumzudoktern", es zu verändern, verbessern, verschönern in seinem Sinn, ganz im Widerspruch zu bedingungsloser Liebe und Angenommen-Sein.

Zitat:
mit deinen Schattenhänden sammelst du
die toten Sonnenvögel ein
-

Diese Einsammeln klingt wiederum sehr liebevoll, es ist ein Bergen-Wollen, ein Bewahren, vielleicht sogar ein Bemühen, zu retten, was zu retten ist? Doch die Sonnenvögel sind tot, von zuviel direkter Sonne? Kommen die sanften, zärtlichen Schattenhände zu spät?

Zitat:
über dem Narzissenfeld
bleibt meine Lerchenangst allein.

das Narzissenbild so knapp nach dem Sommer ist natürlich schon eime kleine Herausforderung, denn ich finde keinen Hinweis darauf, dass dazwischen ein herbst, ein Winter stattgefunden hätten, eher deutet alles daraufhin, dass LI einen einsamen Winter mit "Lerchenangst" entgegensieht. Es muss schon eine ganz besondere Bewandtnis damit haben, und man darf es wohl weniger zeitlich betrachten, sondern sollte sich mehr auf die Metaphorik konzentieren. Narziss kommt mir in den Sinn, auf sich bezogen, in Eigenliebe erstarrt, gelähmt ... Soweit ich weiß, kommt der Begriff aus dem Griechischen und hat etwas mit Betäubung zu tun.  Und der Duft der Narzissen ist ja auch schwer und betäubend.
Die Lerchenangst ist für mich ein ganz besonders treffender Begriff, neu und doch sofort zugänglich. Da schwingt etwas von Julias Worten mit "Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche" - die Lerche als Vorbote der Trennung in diesem Fall, birgt aber auch etwas von der Freiheit des Fliegens von Transzendenz und Übergang zwischen Welten und Neubeginn... Ich finde also hier schon einiges an Ambivalenz in diesem Begriff. Letztendlich bleibt LI allein mit seiner Lerchenangst, in Narzisstischer Lähmung oder trotz Angst in der Freiheit seines Fluges?

Soweit nur ein paar meiner Eindrücke, hach, ich könnte noch stundenlang...

Liebe Grüße, palo



@Dummbold,
nicht jedem kann alles gefallen. Aber wenn man schon meint sein Nichtgefallen ausdrücken zu müssen, könnt mans doch wenigsten auch begründen.
 Smile  Wink


_________________
Es ist schon Gras gewachsen
über unsren Himmel.
An manchen Stellen ist es blau
und gleich daneben ausgebrannt.
(palo 2011)
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