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TheTurpisWriter
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 22.04.2012 21:08    Titel: Turpis-Vor der Grenze eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo,

Ich wollte mal einen kleinen Ausschnitt aus meinem ersten Buch einer Reihe, wo ich auch jetzt noch dran arbeite, vorstellen. Ich fasse kurz zusammen: die drei Hauptcharaktere wachsen an verschiedenen Orten auf, erreichen dann aber am selben Abend den wendepunkt ihres Lebens. NAch dem Jeder von einer anderen Nebenperson Teilstücke der Geschichte der Welt erzählt bekommen, machen sie sich auf den Weg zu einem treffpunkt um die anderen Auserwählten zu treffen.  unsere ausgewählte Person-hier anders benannt als letztendlich im Buch-erhält seinen Teil der Geschichte von einer alten Buche, die anschließend abstirbt, und er hat sich einen Dolch als Schmiedssohn hergestelt, der sich als heilige Waffe entpuppt. das wars aber auch schon, und nun, Angriff!(Ach ja, wünsche härteste Kritik, aus dem letzen Loch gepfiffen und verbesserungsvorschläge die nur noch das sahnehäubchen bilden!)


Ob es Eingebung war? Toms Füße lenkten sich wie von selbst. Den Dolch hatte er leicht vergraben in der Hand. Eine nicht all zu lange Weile her, da sah er, wie ein Mann blutrünstig zusammengeschlagen und ausgeraubt wurde. Dann band man ihn auf einem Esel fest, und jagte dem Tier einen dermaßen Schrecken ein, das es mit dem Opfer im Galopp davon jagte. Tom war zu spät da, um helfen helfen zu können. Er sah gerade noch wie das Tier davon jagte. Dann entdeckte einer der drei Banditen Tom, ging auf ihn zu, riss ihn zu Boden und durchwühlte ihn. Bevor er Toms Geldbörse fand, entdeckte er den Dolch und nahm die Waffe an sich: „ Eine Meisterstück! Aus Xing(Wertvolles Metall), oder?!“ Er lachte hämmisch, doch in dem Moment, als er den Griff in die Hand nahm, sackte er immer mehr zusammen, seine Haut legte sich mehr und mehr in Falten, in Sekunden schnelle. „ Was-, was ist das für eine Mordswaffe“, sagte er ausgelaugt während er sich  den einen Unterarm in den Bauch drückte, mit dem anderen Arm auf dem Boden aufstützend, auf den Knien liegend. Seine Haut wurde leichenblass. Dann verließ ihn seine letzte Lebenskraft und mit leeren Augen fiel er zur Seite hin. Tom schnappte sich den Dolch wieder, rubbelte mit dem Zeigefinger den Dreck vom Boden an der Waffe ab und fragte die anderen beiden: „ Noch wer?“ Schnell suchten die Banditen das Weite. Trotzdem wollte Tom jetzt kein Risiko jetzt mehr eingehen. Er sah die ersten Nadelbäume vor sich, als sich langsam die Dunkelheit ausbreitete. Er lief, und lief, und lief. Ohne das geringste Gefühl von Energieverlust. Das war ihm aber auch egal. Einfach weiter. Plötzlich fiel ihm auf, dass er seinem Vater gar keine Botschaft wegen des Verlassen seines Heimes hinterlassen. Ein mieses Gefühl machte sich in ihm breit. Was dachte er sich auch dabei? Was er auch nicht wusste, war dass, was gerade sein Vater am Abend erleidete:

Mit einem leeren Korb auf dem Rücken, einer vollen Börse und zwei Filets vom Metzger unterm Arm fand er sich gerade zuhause ein: „ Tom, ich bin zuhause! Ich habe frisches Rinderfilet dabei! Komm mal.“ Nichts. Kein Mucks. „ Tom?! Tom, wo bist du?!“ Der Vater stellte alles beiseite und durchsuchte den unteren Hausabteil, in dem sich die Schmiede befand. Er entdeckte Holzreste, einen Klumpen Xing im Wassereimer und Kleber und Schutzlack in der Schmiede, im Ofen war noch ein Rest Glut. Gerade als toms Vater verzweifelt an die frische Luft gehen wollte um tief einzuatmen wurde sein Verdacht nur bestätigt, in dem ein schwarzer, dünner Ast einer Buche angeweht wurde. „ Nicht doch! Nein, Nein, das darf nicht wahr sein! Im Leben nicht. Warum, er war doch noch so jung! Warum? Warum nur?“ Der Vater verriegelte die Tür eilig und rannte, mit Tränen in den Augen, in den Wald zur Buche. Ein letzter Ast der noch nicht schwarz war lag auf dem Boden. Sofort nahm ihn Toms Vater in die Hand, bevor dann eine Stimme in ihm sagte: „ Er ist vorbereitet. Außerdem trägt er eine heilige Waffe bei sich. Ich habe ihm alles erzählt, wie es die Prophezeiung wollte, und nun werde ich sterben, wie es die Prophezeiung wollte. Du hast ihn gut erzogen. Du kannst stolz auf dich und ihn sein. Lebe wohl...“ Toms Vater ließ sich, in Gedanken versunken, noch einmal  die Worte durch den Kopf hallen, während der Ast in seiner Hand zu Staub zerfiel. Fassungslos ging er zu seinem Haus zurück, briet sich die Filets, aß noch etwas Kartoffelsalat vom Vorabend dazu und legte sich dann nach einer ganzen Flasche hochprozentigem ins Bett, wo er dann bald sehr unruhig einschlief.

Doch all das wusste Tom nicht. Er lief nur zielstrebig auf den Wald zu, in dem er sich auch bald befand. Um ihn herum lagen Blätter und Äste, hier und da stand ein Busch und so weit das Auge reichte Baumstämme. Wie in aller Welt soll ich wissen wo ich die anderen beiden treffen werde? Da entdeckte Tom einen schmalen Trampelpfad auf den er sofort zuging. In Tom wuchs dieses miese Gefühl. Er steckte den Dolch zurück. Auf einmal fühlte sich Tom schwach vom Fußmarsch und seine Füße taten weh.  Dass der Weg holprig war, war jetzt das letzte was Tom sich gerade wünschte.  An einer Stelle war der Boden matschig und langsam stapfend begab sich Tom durch das knöcheltiefe Erd-Wasser-Gemisch. Als er endlich raus war, übersah er ein paar Meter weiter eine Erdkuhle, in der er sich mit dem Fuß verhang und kurzer Hand schmerzend auf den nun wieder hart getretenen Oberfläche mit dem Bauch aufkam. Mühsam stand er wieder auf. Alles tat ihm weh. Alles. Schädel, Knochen, Bauch, Füße, ja sogar die Arme. Schleppend machte er sich wieder auf den Weg, nur um ein paar Meter weiter wieder liegen zu dürfen. Erst wollte er vor Schmerz gar nicht aufstehen. Das war ihm zufiel. Er besann sich doch eines besseren, stand auf. Aber ob das, was er nun tat, viel besser war, darüber lässt sich streiten: er guckte zum Himmel und schrie laut aus:  „ WAS HABT IHR GEGEN MICH, GÖTTER!? WAS WOLLT IHR?! WENN ICH SCHON SO EIN TOLLES SCHICKSAL HABE, WARUM MACHT IHR MIR ES NICHT NOCH EINFACHER UND SCHICKT EINEN BLITZ AUF EINEN BAUM DAMIT ER BRENNEND AUF DIESE ART VON WEG FÄLLT ODER SO?! FINDET IHR DAS WITZIG MICH SO ZU ÄRGERN?! ERNSTHAFT, DASS MACHT ECHT LAUNE!“. Hochrot und dampfend, brüllend wenn er wieder lag, setzte Tom seinen Weg fort. Ohne irgendwelche brennenden Bäume oder dergleichen. Aber etwas war da doch: ein Rascheln: „ Nein, Nahein, das ist jetzt nicht euer Ernst, oder?! Ich glaub, es wird bald! Langsam bin ich es leid.“ Und dann auch noch ein zischen. Jetzt wäre Tom am liebsten in die Luft gegangen. Und wieder einmal raschelten die Blätter.


Tja, das war es schon, das Kapital mit dem Auschnitt ist aber um einiges größer. Tja, dann mal viel spass bein zerrupfen und kritiesieren.

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Hoody
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2604
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 22.04.2012 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Da du anscheinend nach Kritik bettelst, sollst du diese erhalten.
Ich gehe jeden Satz durch und bevor wieder irgendein Typi herkommt: Es ist nur meine Meinung, lege diese nicht auf eine Goldwaage. Also kurz: Es ist deine Geschichte und wird sie auch bleiben. Überschlaf die Kritik und nimm mit , was du willst. Fertig.
Ich werde einfach jeden Satz durchgehen.

Erst einmal der Schreibstil, zwischendurch bisschen Inhalt, gegen Ende komplett Inhalt, Charaktere und Gedanken. So, genug Vorspiel. Aber mittlerweile geht es ja nicht mehr anders Rolling Eyes

Zitat:
Ob es Eingebung war?

Der erste Satz ist schon einmal gut. Er macht neugierig.Was war eine Eingebung? Sehr schön.

Zitat:
Toms Füße lenkten sich wie von selbst.

Der Name ist nicht gerade so dolle. Den benutze ich immer als Beispielname. Aber gut. Kann auch nur ein Arbeitsname sein.
Ich finde die Formulierung ein wenig ausgelutscht ehrlich gesagt. Klar, ist Geschmackssache. Aber Toms Füße lenkten sich wie von selbst ist schon ziemlich abgegriffen. Da findest du sicherlich einen besseren Satz.

Zitat:
Den Dolch hatte er leicht vergraben in der Hand.

Den Satz verstehe ich nicht richtig und ich bin auch etwas unsicher. Der Dolch hat ja magische Kräfte, darum dachte ich mir anfangs, dass der Satz so gewollt ist. Aber ich glaube nicht. Jedenfalls hat mich der Satz irritiert. Würde das Bild klarer formulieren.

Bisher ist es eigentlich ganz gut. Aber leider kommen jetzt gleich eine ganze Reihe von negativen Sachen.
Zitat:
Eine nicht all zu lange Weile her, da sah er, wie ein Mann blutrünstig zusammengeschlagen und ausgeraubt wurde

Im fett markierten Teil sticht mir zu sehr der Erzähler raus. Es wirkt wie ein Kommentar.
Vor nicht einer all zu langen Weile kroch Thomas über den Stein.
 ... da sah er, natürlich war er überrascht, einen Regenwurm ....
Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
da --> sollte man sowieso nie schreiben. Liest sich umgangssprachlich, außer es ist gewollt. Aber dein Schreibstil sieht nicht danach aus.
Und generell ist es sehr schwammig. Wieso schreibst du nicht einfach eine Zeitangabe hin?
Gestern hatte Tom gesehen, wie ein Mann ...
Flüssiger, kürzer, temporeicher.

Zitat:
Dann band man ihn auf einem Esel fest, und jagte dem Tier einen dermaßen Schrecken ein, das es mit dem Opfer im Galopp davon jagte.

Wenn ein Autor Wörter wie dann verwendet, heißt es für mich meistens: Er ist zu faul um eine passende Formulierung zu finden. Hier könnte man den Satz mit einem Weiteren verstärken - der "Verstärkungsssatz" (steht vor dem eigentlichen Satz) umschreibt das dann mit einer Beschreibung/Aktion.
Oder
Du streichst das dann und stellst den Satz ein bisschen um.

Zitat:
Tom war zu spät da, um helfen helfen zu können. Er sah gerade noch wie das Tier davon jagte. Dann entdeckte einer der drei Banditen Tom, ging auf ihn zu, riss ihn zu Boden und durchwühlte ihn.

Hier habe ich ein kleines Problem. Die ersten zwei oder drei Sätze deiner Geschichte sind im Jetzt geschrieben. Dann kommt eine Rückblende /Dazu nachher mehr/ und du schreibst:
Zitat:
da sah er, wie ein Mann blutrünstig zusammengeschlagen und ausgeraubt wurde.

Vielleicht bin ich da jetzt ein bisschen spitzfindig. Aber wenn du jetzt schreibst, dass er gerade noch sah, wie das Tier davon jagte, wie konnte er dann sehen, wie die Männer den Mann blutrünstig zusammengeschlagen haben?

Zitat:
„ Eine Meisterstück! Aus Xing(Wertvolles Metall), oder?!

Diese Autoreninformation finde ich nicht unbedingt prickelnd, auch wenn es ziemlich oft in andere Büchern vorkommt. Würde darauf verzichten.

Zitat:
sackte er immer mehr zusammen, seine Haut legte sich mehr und mehr in Falten, in Sekunden schnelle.


Zitat:
sagte er ausgelaugt während er sich den einen Unterarm in den Bauch drückte, mit dem anderen Arm auf dem Boden aufstützend, auf den Knien liegend.

Wie spricht man denn ausgelaugt? Da stehe ich ein bisschen auf dem Schlauch.
Die restliche Beschreibung ist so eine Sache. Ich würde sie komplett streichen, der Räuber ist an sich nicht wichtig und dannn so eine genaue Beschreibung? Zügelt eher das Tempo. WIe gesagt, och würde es streichen.

Jetzt zu der Rückblende, die mich eher verwirrt. Der erste Absatz ist gar nicht so leicht. Es fängt im Jetzt an, dann kommt eine längere Rückblende und die letzten Sätze sind wieder im Jetzt oder? Weil bei den letzten Sätzen bin ich mir unsicher, da die ersten Sätze mir keine Orientierung geben. Dann die Botschaft mit seinem Vater. Bisher stehen die Sätze leer im Raum. Der erste Satz hat noch meine Spannung angekurbelt, aber dann diese ganzen Einwürfe. Dieser Dolch, dann der Vater, kein Risiko  mehr eingehen. So viele Fragen.
Was mich am meisten stört ist die RÜckblende. Die hast du anscheinend nur benutzt, um den Dolch vorzustellen. Aber wieso fängst du deine Geschichte nicht da an?

Ich gehe gleich auf den Inhalt ein. Weil der doch ziemlich verwirrend ist.
Erst einmal der Aufbau:
Erster Absatz: Jetzt, Rückblende, Jetzt + Überleitung in den zweiten Absatz
Zweiter Absatz: Jetzt, in der Perspektive des Vaters.
Dritter Absatz: Wieder in der Perspektive von Tom und im Jetzt.
Zwischendurch viele Geheimnisse und Anspielungen.
-Prophezeiung, geheimnisvoller Dolch, das Treffen der Auserwählten.
Der erste Satz: Ob es eine Eingebung war: bezieht sich auf den Dolch.
Ich würde die Rückblende streichen oder da die Geschichte anfangen. Die Szene mit dem Vater ... Istso eine Sache. Man merkt schon, dass du noch nicht viel Erfahrung hast. Eigentlich sollte man keine Perspektivwechsel während eines Kapitels machen. Erst recht nicht, wenn der Anfang soo kurz ist. Aber so etwas ist mir egal, wenn man es nachvollziehen kann. Aber du verwirrst mich dadurch eher. Würde den zweiten Absatz als Kapitel benutzen, dafür verlängern, klarer gestalten und die Spannung -steigend" aufbauen und nicht so ruckartig bzw., plötzlich.
Das erste Kapitel wäre der Absatz, nur ohne Rückblende, nur früher angefangen. Vielleicht ab da, als er losbricht und der Leser lernt kurz den Vater kennen, damit er den Wechsel im zweiten Kapitel folgen kann.
Der dritte Absatz ist dann das dritte Kapitel und dann geht es normal weiter.
Wie gesagt. Wird alles ein bisschen ausgedehnt. Entweder du schaffst es in der jetzigen Form noch mehr Klarheit reinzubauen ... oder du schreibst es um. Ich wäre für umschreiben. Dadurch bietet sich dir mehr SPielraum, vorallem mit dem Dolch und der Prophezeiung/Treffen. Müssen ja keine 20 Seiten Kapitel sein.
Der dritte Absatz kann mich überhaupt nicht überzeugen. Tom kommt sehr paranoid rüber, aufgeregt, aber künstlich - ich kaufe es ihm nicht ab. Besonders seinen Ausraster da. Ich weiß nicht, ob du mir folgen kannst. Aber der dritte Absatz wirkt einfach zu gewollt hektisch. Du transporierst die Gefühle und die Stimmung nicht leise und unbemerkt, sondern es fühlt sich wie ein Holzhammer an, so, als würder der Autor es in mich hinein drücken. Kein schönes Gefühl.

Also, zum Inhalt und Aufbau:

Wenn ich die Geschichte überarbeiten müsste, würde ich:

Aus dem bisherigen Teil Kapiteln machen.
1. Kapitel: Start der Reise, kurze Szene mit dem Vater, vielleicht auch diese seltsamen Äste erwähnen?, dann kommen nach paar Tagen (Währenddessen Charakterisierung) diese drei Räuber, Dolchaktion und Cliffhanger.  
- Aber ich bin mir nicht einmal sicher, ob der Vater über die Reise so richtig bescheid weiß oder mit dabei war, als Tom los gegangen war. Da war im ersten Absatz so ein Satz: Plötzlich fiel ihm auf, dass er seinem Vater gar keine Botschaft wegen des Verlassen seines Heimes hinterlassen.
Den verstehe ich nicht ganz.
Falls er wirklich heimlich abhaut, umso besser. Dann kann man die Fluchtszene gleich spannend beschreiben.

2. Kapitel: Vaterszene. Er ist verzweifelt, bemerkt diese Sache mit den Ästen und sauft sich zu.
(Auch wenn ich immer noch finde, dass es die SZene nicht braucht. Abe rich weiß ja nicht, was du mit den Informationen im zweiten Absatz vor hast. Darum lasse ich es mal so stehen. Aber wenn du denkst, du könntest die Informationen auch anders in deine Geschichte verpacken, dann gehe diesen Weg.)

3.Kapitel: Tom ist wieder dran. Er geht durch den Wald, deutlich überrascht über den Dolch, will zu den AUserwählten und kriegt nicht so einen Ausraster ... Da muss man unfreiwillig an Donald Duck denken, wenn Tom so drauf ist lol2

Ich will dir nicht in die Geschichte pfuschen, aber du musst unbedingt einen Plot erstellen, denn es wird anscheinend alles ein wenig komplizierter und wenn der Leser (Vielleicht sogar du?) am Anfang schon den Durchblick verliert, ist es kein gutes Omen. Überdenk noch einmal die ganzen Punkte.

Zum Schreibstil:
Du schreibst nach freier Schnauze.
Sätze wie:

Zitat:
Er lief, und lief, und lief.

Zitat:
Ohne das geringste Gefühl von Energieverlust.

Zitat:
Ein mieses Gefühl machte sich in ihm breit

Zitat:
Mit einem leeren Korb auf dem Rücken, einer vollen Börse und zwei Filets vom Metzger unterm Arm fand er sich gerade zuhause ein

Zitat:
Er lief nur zielstrebig auf den Wald zu, in dem er sich auch bald befand.

Zitat:
Um ihn herum lagen Blätter und Äste, hier und da stand ein Busch und so weit das Auge reichte Baumstämme.
(Er ist in einem Wald..)
Zitat:
In Tom wuchs dieses miese Gefühl.

Zitat:
Er steckte den Dolch zurück.
Ich wusste nicht einmal, dass er den Dolch in der Hand hielt.
Zitat:
Dass der Weg holprig war, war jetzt das letzte was Tom sich gerade wünschte.

Zitat:
Aber etwas war da doch

Zitat:
Jetzt wäre Tom am liebsten in die Luft gegangen. Und wieder einmal raschelten die Blätter.

... Nur ein paar Beispiele.
Du scheinst entweder noch etwas jünger zu sein oder du bist, ist jetzt nicht angreifend gemeint, ein Ausländer oder im schlimmsten Fall ein Troll, weil dann ist dir gar nicht mehr zu helfen lol2
Du schreibst, wie gesagt, sehr frei und so, wie es dir gerade durch den Kopf schießt. Es hat sogar zeitweise seinen Charme, meine ich ehrlich. Denn ich habe jetzt irgendwie total Lust darauf, mir einen RPG-Maker EMulator runterzuladen, ein paar RPG Spiele zu downloaden (Düsterberg wärs jetzt) die nächsten Tage krank machen und zocken. Dein Stil hat irgendwie etwas süßes. Ich habe vor Ewigkeiten auch so geschrieben und heb dir den Text unbedingt auf. Trotzdem kommst du nicht drumherum an deinem Stil zu feilen. Ich weiß nicht, ob der Stil gewollt ist. Teilweise liest es sich tatsächlich so...

Checkliste:
- Achte auf Füllwörter und deinen schlimmsten Lieblingswörter: Gerade, nun, dann, ließ
- Wenn du das nächste Mal ein Buch liest, achte mal auf die Dialoge. Du hast dich in deinen Dialogen nur dauernd wiederholt, aber an sich nichts gesagt
- Einen Plan für deine Geschichte erstellen, damit ein bisschen Ordnung reinkommt.
- Absätze. Besonders in Dialogen und auch bei Gedanken.
- Keine dauerhafte Großschreibung. So etwas macht man nicht.

Zu den Charakterne kann ich nicht viel sagen. Gut. Tom kommt wie Donald Duck rüber. Der Vater ist irgendwie witzig. Er ergibt sich seinem Schicksal und geht saufen. Fand ich lustig : D

Wichtig: Lass deine lange Geschichte erst einmal links liegen und lies sehr, sehr viel. Egal was. Selbst wenn es nur ein Zeitungsartikel ist. Du solltest unbedingt ein Gefühl für Sprache entwickeln.
Auch könntest du hier im Forum Texte kommentieren, so etwas schult die eigenen Augen.
Und dann schreib lieber erst einmal kleinere Sachen. Mach Schreiibübungen.
Zum Beispiel: Einen Wald beschreiben. Eine Aktion beschreiben. Alle fünf SInne benutzen. Show dont tell. Und so weiter.

lg Hubi und nichts für ungut smile


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"Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann."
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Pütchen
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BeitragVerfasst am: 23.04.2012 05:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo TheTurpisWriter,

erst mal: Herzlich Willkommen in Forum smile

Deinen Text verschiebe ich dir in die Werkstatt - dort kannst ordentlich daran gewerkelt werden und du bekommst viele hilfreiche Tipps, wie hier von Hoody.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg im Forum smile

Viele Grüße, Pütchen


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"Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken."
(Isaac Newton, 1642-1726)

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Maestro
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Beiträge: 399



BeitragVerfasst am: 23.04.2012 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Turpis,

Ehrlich gesagt hält sich der Spaß in Grenzen, da ich um einen Kommentar abgeben zu können, erst mal deinen Text lesen musste. Und das war leider kein Vergnügen.
Zuerst solltest du mal eine RS-Prüfung über deinen Text laufen lassen, bevor du ihn veröffentlichst. (Gerold)
Dann enthält dein Text sehr viele unsinnige Adjektive, die es verhindern, das ein Bild im Kopf entstehen kann. Zusammen mit einer teilweise unverständlichen Satzstellung und überflüssigen Textstellen, ergibt sich ein Text, den ich nur widerwillig zwei Absätze lang gelesen habe. Dann war mir wirklich die Lust vergangen.
Ich verzichte mal auf Beispiele, weil Hoody schon so viele gegeben hat, und ich sonst wohl jeden zweiten Satz kritisieren müsste.

Die Idee zu deinem Text klingt vielversprechend, aber die Ausführung ist leider sehr mangelhaft.

Gruß

Maestro


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JT
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Ei 7


BeitragVerfasst am: 23.04.2012 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo TheTurpisWriter,
dein Text liest sich sehr holprig, fast so als wäre es der Erstentwurf. Lies ihn dir mal selbst laut vor, dass hilft beim Feilen an den Sätzen. Hoody hat dir ja schon eine ausführliche Kritik zukommen lassen, die dir eigentlich eine Menge helfen sollte.
Bleib dran.
LG JT
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TheTurpisWriter
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 24.04.2012 15:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erst mal danke für die offene meinung, nun zu ein paar fragen/anregungen von hoodie. Es kann sein das der folgende teil wie rechtfertigung klingt, was er ander ein oder anderen stelle auch soll, aber trotzdem:

Ja, ich bin noch jung, nicht mal volljährig. Dann, die "Flucht" Toms - der wie erwähnt eigentlich einen deutlich besseren namen hat- wurde beschrieben. aber da der vater zu dem zeitpunkt nicht da war, war es keine wirkliche "Flucht". elemente davon finden sich aber anderswo. Der baum wurde auch erzählt. das war ein übrigens (kleiner) ausschnitt aus dem sibten KApitel. vielleicht sollte ich mal mein vielfach überarbeitetes erstes kapitel vorstellen, da verspreche ich aber auch nichts. zu dem "xing": da wir uns in einem späteren kapitel befinden, wäre diese information einem "ganzen" leser bewusst, aber das kapitel hatte ich eben nicht hier reingestellt. deswegen also die nebeninformation. "Tom" hatte ich mir mit diesen grundzügen vorgestellt: stark, hitzig, stur.

das war jetzt das wesentliche. an mehr fragen/anregungen müsste ich deinen kommentar durcharbeiten, aber das werde ich vorerst mit dem kapitelausschnitt tun. wenn ihr wollt, stell ich auch mal das wirklich erste KApitel rein.

tja, dann ..mmrr, entschuldigung.. hiermit einen schönen tag noch
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 24.04.2012 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, stell mal bitte die ersten 500 - 700 Wörter des ersten Kapitels rein smile

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Ich bin wie eine Runde Tetris. Nichts will passen.

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TheTurpisWriter
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 24.04.2012 16:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

ob es 500-700 wörter sind..ich weiss es nicht. wie gesagt, verpreche nichts, kritik und lob aber weiterhin willkommen



Von Irren und Freiheit
Am Himmel tat sich eine Staubwolke auf. Nichts ungewöhnliches in diesem Ödland. Es war auch nicht ungewöhnlich, dass sie schnell war und auf sie zu schoss.
Aber dann passierte etwas etwas wirklich ungewöhnliches: Es surrte kurz in der Luft, dann fielen 5 der 7 Wachen mit einem Pfeil irgendwo am Oberkörper tot zu Boden. Das war keine Staubwolke vom Wind. Es war eine Gruppe von Reitern der Turpisern. Das war kein gutes Zeichen.
 „Alarm! Sie greifen an!” Sofort stürmten ein paar Bogenschützen nach draußen. Wieder ein surren. Wieder Pfeile. 6 fielen um. Einer packte sich an einen Pfeil im Bein. Ein anderer am Arm. Doch man ließ nicht lange warten. Die Bogenschützen legten an, spannten und schossen.
Mehrere Schmerzensschreie waren in der Ferne zu hören. Das Schauspiel wiederholte sich.
Wieder Schmerzensschreie aus Ferne. Dann, wieder ein Surren. 3 fielen um. Unter ihnen einen der Wachen. Anlegen, spannen, schießen, Schmerzensschreie. Surren, Stürze, Schreie. Anlegen, spannen, schießen, Schmerzensschreie. Surren, Stürze, Schreie. Das wiederholte sich.
Bis dann Hufen hörbar wurden. „Knappe 20“, er sah sich um, „ zu viele!“
Noch einmal legten sie an und schossen. „ 6 Treffer“, dann rannten die verbliebenen wieder in die Holzbaute , wo Schlafplätze, Küche und Waffenlager waren. „Nehmt so viele Waffen wie ihr könnt und flieht mit den Pferden zur Basis. Ich kümmere mich hier drum!“
Blitzartig machten die fünf was ihnen befohlen wurde.
  „Bist du dir sicher das du das schaffst?“
  „Kommt drauf an.“
  „Wie?“
  „Wenn ihr mir das Schwarzpulver hierlasst, schaff ich´s“
  „Spinnst du?“
  „Wenn man so will, ja. Aber jetzt verschwinde!“
  „Mir gefällt das ganze immer noch nicht.“
  „Macht nichts.“
  „Du bist und bleibst krank.“
  „Ich weiß.“
  „Ich hoffe du weißt was du da tust.“
Er umarmte seinen irren Partner, dann verschwand er schnell zu den Pferdeställen, wo die anderen warteten. Er, der Irre, ging aber zum Waffenlager und holte ein Fass Schwarzpulver. Die schnellen Huftritte wurden lauter.
Er stellte das Fass im Innenhof ab. Dann holte er Streichhölzer. Die Huftritte wurden noch lauter. Er rannte mit den Streichhölzern zum Fass. Die Huftritte verstummten. Sie waren da.
Leise wisperte er mit etwas Stolz in der Stimme:„Und ob ich weiß was ich tue!“
Erstes Holz borstete unter Schwerteinschlägen.
„Ich kämpfe für die Freiheit!“ Das Tor brach. „Und ich gehe für sie unter.“
„Stürmt die Bude und bringt mir die Daten“ , brüllte eine tiefe Stimme. Die Schritte wurden schneller. „Hoffentlich sind sie schon weg“, sagte der Irre, dann zündete er ein Streichholz an.
Die ganze Truppe von Turpisern kam in den Innenhof. „Da ist einer!“, brüllte einer von ihnen. „Da war einer“, der Irre lachte, dann lies er das Streichholz in das offene Fass fallen.
Erst knallte es. Dann explodierte alles. Waffen, Körperteile und Holz flogen durch die Gegend. Pferde wieherten klagevoll, bevor ihre schweren Körper zu Boden fielen.
Die Turpiser alle geschmort. Der Irre in Fetzen. Die Ganze Festung in Einzelstücken und Asche. Hier und da brannte noch ein Reststück Holz.
Damit war der letzte Außenposten der Rebellen vor Turpis war gefallen.
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Hoody
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Beiträge: 2604
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 24.04.2012 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Weiter gehts.

Auch hier wieder. Es ist nur meine Meinung und andere sehen es wahrscheinlich anders.
Nimm die Kritik an oder nicht. ist deine Sache. Werde nach der Kritik noch ein paar Worte dazu verlieren.

Zitat:
Am Himmel tat sich eine Staubwolke auf.

Hier merkt man es wieder. Dir fehlt noch die Erfahrung und der Wortschatz. Tat liest sich überhaupt nicht schön und ist mir zu schwammig, darunter kann ich mir nichts vorstellen. Ist für mich einfach ein komplett falsches Wort.

Zitat:
Es war auch nicht ungewöhnlich, dass sie schnell war und auf sie zu schoss.

Was war schnell? Die Staubwolke?

Zitat:
Aber dann passierte etwas etwas wirklich ungewöhnliches:

Könnte man durchgehen lassen, klingt für mich aber wieder zu stark nach Erzählerstimme. Ich mag so etwas überhaupt nicht. Eine Stimme auf dem Off lenkt mich nur ab und auch fühle ich mich, als würde mir jemand unbedingt ein Gefühl reindrücken wollen --> durch die gewollte Wiederholungen aus dem Off. Wenn sich das Stilmittel natürlich in deine Geschichte eingefügt hätte, würde ich nichts sagen.

Zitat:
Es surrte kurz in der Luft, dann fielen 5 der 7 Wachen mit einem Pfeil irgendwo am Oberkörper tot zu Boden.

Was ist ES? Die Wolke? Ein Pfeil?
Nein. Und hier, ich sage es noch einmal, bemerkt man die fehlende Erfahrung.
Du meinst damit das Geräusch in der Luft, aber fängst so an, als würdest du einen Gegenstand/Ding meinen, der das Geräusch erzeugt. So entstehen keine Bilder und auch keine Atmosphäre. Metapher, Vergleiche, andere Stilmittel oder einfach hinschreiben, was da durch die Luft "surrt"!
Dann solche Wörter wie: Kurz. Ist es wichtig, dass es nur kurz in der Luft surrt? Nein. Ist doch piepegal. Es kann lange oder kurz surren, aber es surrt und darauf kommt es an. Alles andere ist nur Ballast für den Satz.
Weißt du was mein Abteilungsleiter immer zu mir sagt, wenn ich frage, ob ich eine rauchen gehen darf?
Ich: " Dürfte ich kurz/schnell eine rauchen gehen?"
ER: " Du kannst auch langsam eine rauchen gehen."
Ich: "Kann ich eine rauchen gehen?"
Er: " ich weiß nicht ob du kannst, aber du darfst."
Nur reinpacken, was wichtig ist und spezifisch sein.
Woher kommen plötzlich die Wachen? Erst taucht irgendeine Staubwolke auf, dann surrt es und fünf Wachen fallen tot um.
Dann das Wort: Irgendwo. Total unwichtig. Erzeugt kein Bild. Ist schwammig. Sagt mir nichts.

Zitat:
Das war keine Staubwolke vom Wind.

Warum auf einmal diese Staubwolke wieder? Wieso Wind?

Zitat:
Es war eine Gruppe von Reitern der Turpisern. Das war kein gutes Zeichen.

Der zweite Satz. Für wen war es kein gutes Zeichen? In welcher Perspektive sind wir? Wer denkt so? Der Erzähler?

Zitat:
Sofort stürmten ein paar Bogenschützen nach draußen.



Zitat:
Wieder ein surren. Wieder Pfeile. 6 fielen um. Einer packte sich an einen Pfeil im Bein. Ein anderer am Arm. Doch man ließ nicht lange warten. Die Bogenschützen legten an, spannten und schossen.

Zahlen ausschreiben. Liest sich besser.
Durch kurze Sätze erzeugt man ein schnelles Tempo. Aber man muss unbedingt auf den Klang achten und hier passt er für mich einfach nicht.

Wieder ein surren. Wieder Pfeile. Sechs fielen um. Einer stirb. Man ließ sie nicht lange warten. Die Bogenschützen legten an, spannten und schossen. Wieder ein surren. Diesmal fielen acht um. Ein Turpiser schrie. Ein Pfeil schoss nun durch seinen Kopf. Er schrie nicht mehr.

So ungefähr liest es sich. Da muss man mit ein wenig mehr Fingerspitzengefühl rangehen.
Den fett markierten Teil verstehe ich zum Beispiel überhaupt nicht.
Ein Soldat umklammerte/griff/zog/whatever [...]
Wäre eine einfache Variante.

Zitat:

Mehrere Schmerzensschreie waren in der Ferne zu hören. Das Schauspiel wiederholte sich.
Wieder Schmerzensschreie aus Ferne. Dann, wieder ein Surren. 3 fielen um. Unter ihnen einen der Wachen. Anlegen, spannen, schießen, Schmerzensschreie. Surren, Stürze, Schreie. Anlegen, spannen, schießen, Schmerzensschreie. Surren, Stürze, Schreie. Das wiederholte sich.

Merkst du es selber? Es wiederholt sich. Du schreibst es ja schon. Alles streichen. So erzeugt man keine Atmosphäre.

Zitat:
Bis dann Hufen hörbar wurden.

Wie können Hufen hörbar sein? Hö? Achso, klar, wenn die trampeln.
Du erzählst zu viel. Show dont tell.
Schreib doch, wie einer der Soldaten die Hufen hört.

Zitat:
„Knappe 20“, er sah sich um, „ zu viele!“

Wer ist er? Wieso diese wörtliche Rede? Hat mich total verwirrt.

Auch hier beende ich wieder die Detailkritik, ansonsten würde es dich nur verletzen.
Da fehlt es an allen Ecken und Kanten. Der Text ist nichts und schlechter als dein erster Text. Denn hier verstehe ich nur Bahnhof.

Zitat:
Am Himmel tat sich eine Staubwolke auf.


Du hast dir eine total coole Szene vorgestellt.
Wie der Pfeil, in der Staubwolke versteckt, über das Feld fliegt. Die unachtsamen Soldaten umbringt. Die Angreifer auf ihren Pferden angaloppiert kommen. Dann geht der Kampf los. Die Bogenschützen feuern Salven ab. Unter dem Pfeilregen sterben dutzende Angreifer. Pferde werden zu Boden geschleudert und erquetschen ihre Reiter. Überall spritzt Blut. Die Schreie der Soldaten ist der Motivationsgesang der Verteidiger [...]

Aber du kriegst es leider nicht hin. Dir fehlt die Überleitung zwischen den einzelnen Sätzen. Du hast sicherlich ein tolles Bild im Kopf. Du kannst dir alles ganz genau vorstellen. Aber du schreibst nur die Hälfte auf. Die andere Hälfte ist dann der Teil, der einfach fehlt. Du schreibst nur die Hälfte auf und diese Hälfte ist dann auch nicht sehr gut geschrieben. Überhaupt nicht lebendig. Du baust keine Atmosphäre auf. Ich musste oft Lesepausen machen, damit ich den Inhalt mancher Sätze überdenken konnte bzw., ich musse es mir zusammen reimen ....

Paar Tipps:

  - Unbedingt mehr Bücher lesen!
  - Fang klein an. Schreib keinen Roman, sondern Kurzgeschichten und nimm dir für jede Kurzgeschichte eine andere Aufgabe vor. Zum Beispiel könntest du dir für die erste Kurzgeschichte vornehmen, mindestens 4 unverbrauchte Vergleiche zu benutzen. In der zweiten Kurzgeschichte versuchst du dann alle Sinne anzusprechen. In der dritten Kurzgeschichte beschreibst du einen Wald.
  

Es gibt einmal die Spaßschreiber und die richtigen Schreiber. Wenn du ein Spaßschreiber sein möchtest, dann mach so weiter. Wenn du aber dich richtig für das Schreib interessierst und nicht nur Spaß daran haben möchtest (Den wirst du auch als ernsthafter Schreiber haben - sogar noch mehr), dann reiß dich zusammen und übe so viel du kannst.

Hier ein paar Links.
Ralphies Schreibwerkstatt
Ahrimans Schreibschule
Linkliste zu diversen Schreibthemen
Dsfopedia
Jacky's Blog

Noch ein paar eigene Einträge von mir. Würde ich dir auch empfehlen. Alles was du jetzt in den nächsten Monaten lernst, solltest du dir aufschreiben. Einmal machst du dir Gedanken dazu und du merkst es dir dadurch besser.

Sinnerfrischend eine Geschichte schreiben

Sinne
Wir besitzen fünf Sinne.

Hören. (Baustelle, schreiendes Kind, Haustier, Krach)
Schmecken. (Essen, Blut oder Gegenstände – Metall)
Sehen. (Menschen, Natur, Gemälde)
Riechen. (Pups, Essen, Parfüm, Raum)
Tasten. (Berührungen, Haut, Kälte, Wärme, Rillen)

Um eine Geschichte lebendig werden zu lassen, können dich diese Sinne unterstützen. Im echten Leben sind unsere Sinne immer in Arbeit. Wir hören dauernd Geräusche, schmecken immer was – selbst wenn es nur Spucke ist, schauen Serien an, riechen Parfüm oder Gestank und berühren etwas, fühlen etwas. Durch unsere Sinne ist unser Leben intensiver im Auftreten. Stell dir vor, du könntest nur sehen und hören? Wäre nicht sehr schön. Euer Charakter ist erst aus Fleisch und Blut, wenn er Sinneseindrücke wahrnimmt.
Natürlich sollt ihr nun nicht immer alle Sinne benutzen. Wann benutzt man sie eigentlich?
Wenn die Figur neue Orte betritt, kann man die Beschreibungen mit den Sinnen verbinden, um das Bild nicht nur zu zeigen, sondern auch um lebendig werden zu lassen.
Zum Beispiel könnte der Einstieg eures 1. Kapitels im Gasthaus stattfinden. Der Protagonist betritt die Wirtschaft und Sinneseindrücke prasseln auf die Figur ein.

Geruch – Zigaretten, Bier, Schweiß, Parfüm,  Essen, Kaffee, Spirituosen.
Sehen -  Menschen, Teller, Bierkrüge, Essen, Getränke
Hören – Gelaber; Hund?, Glas, brutzelndes Fleisch in der Pfanne
Schmecken – Bier, Essen, Lippenstift (Kuss)
Tasten – dreckige Bierkrüge, Kälte, Wärme, Staub

Natürlich sollte man diese Eindrücke nicht runterleiern oder hintereinander abfeuern. Sondern gezielt und präzise einsetzen. Versucht auch nicht alle Sinne krampfhaft einzubringen. Entweder sie lesen sich dann seltsam oder passen nicht. Die Sinne müssen sich der Handlung anpassen und nicht andersrum. Gasthausbeispiel: Der Protagonist steht vor einer schäbigen Wirtschaft und beobachtet einen Mörder, der vor zehn Minuten in dieses Gasthaus ging. Er könnte schon Musik und Menschen hören. Er betritt das Gasthaus. Duzende Gerüche schweben in Raum. Er geht zur Theke, währenddessen Sehsinn -> Dreck, Staub. Er bestellt sich ein Bier. Hier könnte man dann, wenn das Getränk angekommen ist, den Tastsinn benutzen um den runtergekommen Zustand der „Hütte“ zu unterstreichen. Er könnte den Staub/Dreck am Glas spüren. Wenn er trinkt, natürlich Geschmackssinn. Manche Sinne könnte man wiederholen. Seh- und Geruchssinn können in so einer Wirtschaft öfter auftreten. Hören sowieso, wenn Dialoge entstehen.
Hier wäre spezifisches Schreiben wichtig.

Statt:
Er konnte das Bier riechen
Besser
Der bittere Geruch von Bier (Biergeruch) …

Geht besser. Riecht Bier überhaupt bitter? In solchen Fällen hilft im Internet nach Informationen suchen oder der Selbsttest -> Bierflasche auf, riechen und versuchen den Geruch als Satz zu formulieren. Seine Sinne zu schärfen kann auch nicht schaden. Rennt mit neugierigen Nasen, gespitzten Ohren, sensibeln Zungen, flinken Fingern und Fernrohraugen durch die Welt.
Also, statt nur zu schreiben, dass er Bier reicht, verbindet ihr es mit einem Adjektiv und einer Aktion. Natürlich kannst du auch schreiben: Er riecht nur Bier. Auch hier zählt wieder: Bevor sich der Satz umständlich oder zu gewollt liest durch die spezifische Schreibweise, benutzen wir die andere Methode.
Unser Protagonist befinde sich nun in  der Gastwirtschaft, die Handlung schreitet voran, erste Spannungselemente werden gelegt und der Mörder, den  unsere Figur verfolgt, nimmt ein Zimmer für die Nacht. So auch unser Protagonist. Er geht in sein Zimmer. Hier könne er ein Monolog führen. Aber nur ein Monolog wäre langweilig, also bringen wir zwischen den Zeilen wieder den gewollten und passenden Einsatz der Sinneseindrücke, damit die Szene noch bildhafter wird, noch lebendiger. Sie könnte auch den Monolog unterstreichen – je nach Monolog/Dialog.
Vielleicht hat unser Charakter gesoffen? Er geht ins Bett, ohne Monolog, riecht höchstens seine eigene Fahne. Er wird durch die Sonnenstrahlen geweckt, geht aufs Klo und kotzt. Hier wieder Sinneseindrücke, die seinen Zustand unterstützen.
 Wären die allgemeinen Sinneseindrücke. Ich hoffe, ihr seht, wie viel Spaß mir dieser Beitrag macht. Denn ich liebe Sinneseindrücke.
Man könnte dadurch auch Spannung aufbauen. Erst hört unsere Figur ein fauchendes, zischendes Geräusch. Eine Schlange?  Riecht etwas. Der Duft von Blut hängt in der Luft.  Die Figur tastet, fühlt Fell zwischen seinen Fingern und auf einmal geht das Licht an und eine Katze steht vor seinen Augen. Na, wer hat ein Monster erwartet?


Wiederholungen
Grundarten
- Wortwiederholungen
- Inhaltswiederholungen
- Gewollte Wiederholungen

Beispiele & Erklärung
Wortwiederholungen:
Seine blauen Augen starrten in den blauen Himmel und in seinem Mund steckten Blaubeeren, die seine Lippen blau färbten, ebenso seinen Handrücken, mit dem er sich immer über die Lippen fuhr.
Jeder sollte hier die Wortwiederholung von blau und Lippen bemerken. Wortwiederholungen sind die größten Anfängerfehler und selbst gute Autoren achten ab der zweihundertsten Seite auf solche Fehler nicht mehr, sondern schreiben munter weiter. Auch bei der Bearbeitung lässt man solche kleinen Fehler aus und sagt sich: Ne, darauf habe ich jetzt kein Bock. Dem Leser wird es auf der Seite sowieso nicht auffallen. Eigentlich ist ihre Eliminierung sehr, sehr einfach. Oft fehlt einem die Lust.
- Man sucht sich entweder ein Synonym oder streicht die Wiederholung, verlängert den Satz, kürzt ihn, verbindet ihn mit anderen Sätzen. Da muss man bisschen spielen. http://synonyme.woxikon.de/synonymliste Diese Seite kann ich sehr empfehlen. Hier findet man viele Synonyme. Man kann sich natürlich auch ein Synonym ausdenken. Blut – Venenketchup. Oder ein Synonymbuch, wenn man genug Kleingeld besitzt.

Inhaltswiederholungen:
Jessica war ein siebzehnjähriges Mädchen und ihr lief rotes Blut über die Handgelenke, als sie an einem warmen, wolkenlosen Tag in den blauen Himmel blickte.
Einer der beliebteren Fehler. Der Satz „müsste“ so lauten:
Jessica war siebzehn Jahre alt und ihr Blut lief über die Handgelenke, als sie in den blauen Himmel blickte.
Wieso habe ich so viele Wörter gestrichen? Einmal waren es für meinen Geschmack zu viele Adjektive. Außerdem waren drei Inhaltswiederholungen dabei. Jessica ist ein Frauenname, also Mädchen streichen. Blut ist immer rot – außer es ist von einem Außerirdischen oder ein Krimiautor dreht durch, in solchen Fällen schreibt man aber natürlich nicht rotes Blut, sondern die andere Farbe. Warmen, wolkenlose und blau – sowieso klar. Ich finde den Satz ehrlich gesagt nicht schön. Man sollte solche Stellen viel lebendiger schreiben. Also Inhaltswiederholungen streichen, sie werden nicht gebraucht.

Gewollte Wiederholungen

Natürlich gibt es auch gewollte Wiederholungen. Damit kann eine Bedeutung/ein Moment besonders stark ausgearbeitet werden. Gewollte Wiederholungen sind ein Stilmittel, aber man sollte es sparsam
einsetzen. Zu viel wirkt schnell übertrieben.


Show, don't tell

Show, don't tell ! Ein sehr wichtiger Satz. Als ich diesen Satz zum ersten Mal hörte, konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Was meint der Kritiker damit? Über die Jahre durfte ich dieses „Ding“ kennen lernen. Bevor ich jedoch das Geheimnis lüfte, möchte ich auf kritische Stimmen, die gegen diese Methode sprechen, eingehen. Viele von mir kritisierten Schreiber sind aufgebracht wenn ich ihnen Show dont tell vorschlage. Mittlerweile kann ich solche Leute in verschiedenen Kategorien stecken. Ich möchte euch nun solche Schubladen beschreib … ähm … zeigen.

Der Neuling auf der Insel (Schreib)lo/u/st
Der Schreiber betritt den Raum/das Forum, stellt eine Geschichte rein, mit der er vollkommen zufrieden ist. Sein Plot klingt nicht einmal schlecht, die Charaktere besitzen Schwächen und Stärken, ebenso Ziele, doch etwas stört mich. Solche Sätze sind wie Wasabi im Kuchen:
Er war wütend.
Das Auto war schnell.
Seine Augen sind blau.
Er sah Jessica, ging über die Straße und brüllte […]
Sie hatte lange, blonde Haare und blaue, große Augen und ihre Lippen waren rot durch den Lippenstift.
Erst einmal natürlich die vielen Hilfsverben (war, hatte). Diese fallen unangenehm auf. Wütend, schnell, blau sind so nichts sagend. Wie schnell war das Auto? Wieso ist er wütend und woran erkennt man es? Was geht in seinem Inneren vor? Er sah Jessica, okay, ging über die Straße, okay und brüllte, nicht okay. Wenn jemand brüllt, dann ist was los. Hier wird es dann durch die wörtliche Rede gezeigt, also ist sein Innenleben nicht unbedingt wichtig, das Motiv erfahren wir durch den Dialog. Doch jemand, der brüllt, wird nicht über die Straßen gehen, sondern rennen. Also das Verb durch ein besseres Wort ersetzen. Wenn der Dialog nicht stattfinden würde, müsste man das Innenleben zeigen. Hier würde show dont tell viel Leben in den Text reinbringen. Mehr Schwung, mehr Farbe und mehr Abwechslung.
Ist der Neuling lernwillig, wird er die Vorschläge überdenken. Ansonsten verlassen solche Leute meistens schnell den Raum. Noch einmal zu „er sah“. Eigentlich ist es logisch, dass er sie sieht. Wir befinden uns im Kopf der Figur, sehen was er sieht. Jessica stand auf der anderen Straßenseite und rauchte eine Zigarette … So brechen wir das sah auf und sind im Kopf des Protagonisten.

Der Besserwisser³
Sie schreiben auch solche Sätze, benutzen diesen Stil dauernd und erlauben keine Abwechslung in ihrer Schreibsprache. Spricht man sie auf ihren Schreibstil an, versucht ein paar Verbesserungsvorschläge zu geben, kommen Antworten wie: „Show dont tell wird überbewertet.“ „Du verstehst meinen Text nicht.“ „So etwas ist nutzlos.“
Natürlich gibt es Stellen, an denen tell sich viel besser eignen kann. Nur show zu benutzen wäre anstrengend und oft auch etwas übertrieben. Doch auch hier ist der gezielte Einsatz wichtig. An spannenden, schnellen, dynamischen, beschreibenden, charakterisierenden Stellen ist show meistens der bessere Weg.

Die Regelbrecher
Es gibt immer ein paar Schreiber, die sich nicht an Regeln halten und schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Was ist der ersten Fassung nicht schlimm ist, aber wenn die Überarbeitung startet, sollte so etwas beseitigt werden. Meistens sind solche Texte mit Füllwörtern überladen – die in den meisten Fällen nutzlos sind. Solche Schreiber reagieren mit Verachtung und großer Respektlosigkeit auf Kritik.

Doch was ist denn nun Show dont tell?
Wir wollen einen Text schreiben, der lebendig ist. Dynamisch. Bildreich. Aber doch nicht überladen und lesbar. Eine Herausforderung. Durch die fünf Sinne kann ein Text lebendiger werden, durch szenisches Schreiben. Handlungen/Beschreibung der Figur mit Aktionen/Handlung verbinden und natürlich Dialoge und Monologe.
Ich unterscheide zwischen:
Zeigen, nicht beschreiben & Zeigen, nicht behaupten.
Verwirrend? Vielleicht. Fangen wir mit zeigen, nicht beschreiben an. Beschreibungen sind oft eine heikle Sache. Entweder sie werden statisch und langweilig oder zehn Seiten lang, ohne Handlungsfortschritt. In der Realität kann der Blick auf die Natur natürlich ganz unterhaltsam sein, selbst wenn er mehrere Stunden dauert. Doch ein Leser kauft nicht ein Buch um etwas zu lesen was er auch im echten Leben haben könnte. Spannung, Abenteuer, Drama, Liebeskummer, Schmerz, Gefühlswelt möchte er sehen. Er möchte nicht zehn Seiten lang lesen, wie schön die Alpen sind, sondern erfahren, wieso Thomas auf dem Wanderweg liegt und sich nicht bewegt. Auch möchte sich der Leser nicht eine fünfseitige Charakterbeschreibung antun. Zurück zum Beschreiben. Beschreibungen sollten mit der Handlung und Aktionen verbunden werden! Tell Beschreibungen lassen keine Bilder im Kopf entstehen. Sie können im richtigen Moment Ruhe in den Text bringen, das Tempo abschwächen und notfalls auch Informationen übermitteln.
Unter Beschreibungen zählt Ortsbeschreibungen, Charaktere (nur oberflächlich/Aussehen), Handlungen und Aktionen. Man muss nicht immer show dont tell benutzen, um Beschreibungen bildhafter/lebendiger/ansehnlicher/whatever werden zu lassen. Fünf Sinne, Übertreibungen und Vergleiche können ähnliches bewirken. Auch andere Stilmittel sind nützlich. Es muss nicht immer show sein, aber es sollte sich lebendig und frisch lesen, abwechslungsreich und nicht trocken oder langweilig. Doch bevor sich die Beschreibung zu wirr liest und die Bilder zu abstrakt sind, sollte der Autor runterfahren. Ich bin kein Fanatiker des Shows – bitte beachte dies. Denn zu viel Show zerstört einen Text. (Musste ich schon öfter schmerzhaft erfahren)
Tell: Toms Zimmer war groß.
Übertreibung: In Toms Zimmer konnten fünf Elefanten stehen.
Aufzählung: Das Fahrrad, die zwei Bücherregale, selbst das Trampolin konnten Toms Eltern in seinem Zimmer verstauen.
(Show)Vergleich: Wenn Tom in seinem Bett lag, das weitläufige Zimmer betrachtete, fühlte er sich wie in einer Empfangshalle. – Tom lag in seinem Bett, betrachtete das Zimmer und …
Unterschiedliche Methoden: Der Wind blähte die Vorhänge der Fenster auf, trug die Herbstblätter in das Zimmer, die den Raum ausfüllten. Tom sprang lachend durch sein Reich. Er schwamm wie Dagobert Duck durch das Herbstschwimmbad.
Show: Tom schlüpfte aus seinen Tennisschuhen. Sprang zum Besen, der an der Wand lehnte und im Tanztausch vergaß er die restliche Welt. Zehn weitere Gedankenpaare konnten den Walzer nur halb so gut wie er. (Wenn man es nicht so offensichtlich mag)
Show: Die Sonne schien durch das Fenster und erhellte Toms Zimmer, das /eher/ (von der Größe) einem Klassenzimmer ähnelte. (Geht schöner, aber ein Bild wurde gezeichnet.)
Einige Beispiele lesen sich wirr, erzeugen verrückte Bilder und sind nicht unbedingt passend. Kommt auf die Geschichte, den Schreibstil und natürlich auch auf das Genre an. Doch es liest sich um Längen besser als: Toms Zimmer war groß. Denn was versteht der Autor unter groß? Wir können auch im Kopf des Protagonisten schlüpfen, um das Zimmer zu beschreiben, wie vorher mit der Straße.
Wir haben unsere Beschreibungen mit Handlung, Aktionen und den Charakter verbunden. Bei Landschaftsbeschreibungen benutze ich gerne Show mit Aktionen. Wenn mein Protagonist andere Figuren kennen lernt, benutze ich auch Aktionen. Sie könnte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht streichen, die Nase verziehen, an ihrem Piercing rumspielen. Statt: Sie hatte eine Piercing, sie hatte blondes Haar. Hand aufs Herz. Was liest sich besser? Sie strich sie eine blonde Strähne aus dem Gesicht oder Sie hatte blondes Haar? Erstere ist doch ein viel schöneres und direkteres Bild. Auch kann es charakterisierend wirken. Vielleicht ist diese Strähne besonders zäh und fällt ihr dauernd ins Gesicht und sie streicht diese schon aus Gewohnheit weg? Wenn sich der Charakter „selber“ beschreibt, dann bitte nicht solche Sätze wie: Er hatte blonde Haare. Er sah in den Spiegel. Denkst du denn dauernd von dir: Jaja, ich habe strohblondes Haar, blaue Augen und Lippen wie Burgerbrötchen?
Stilmittel wie Vergleiche, Metaphern oder Aufzählungen benutze ich, wenn ich ihren Einsatz „passend“ finde. Wie spürt man so etwas? Wann benutzt man solch Hilfswerkzeug? Dafür muss man den Blick bekommen. Ist je nach Text unterschiedlich.
Du weißt nun einiges mehr über Beschreibungen. Show dont tell – Zeigen, nicht beschreiben. Nun kommt Zeigen, nicht behaupten.

Tom war mutig. <- Behauptung
Tom sprang vor den LKW und zog das Kind weg. <- Zeigt seinen Mut.
Tom war wütend <- Behauptung
Seine Ohren brannten (wie Feuer), im Bauch brodelte die nackte Wut […]
Ich weiß, eigentlich ist Behauptung und Beschreibung gleich. Aber so merke ich es mir. Durch Behauptungen zeigen wir nicht, was der Charakter ist oder was er fühlt. Wenn wir es stattdessen zeigen, sind wir viel näher am Protagonist dran, erleben seine Gefühlslage intensiver mit, somit eine stärkere Verbindung zum Protagonist.

Ich hoffe, ich konnte es verständlich erklären und meine eigenen Gedanken, die ich mir über die Jahre gemacht habe, mit einbringen.


lg Hubi


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Nennt mich einfach Hubi oder J-da oder Huvi : D

Ich bin wie eine Runde Tetris. Nichts will passen.

"Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann."
Henry de Montherlant

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BiggY
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BeitragVerfasst am: 24.04.2012 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

angel

Ich kann nur hoffen, dass Du Huvi M E H R   als dankbar bist. Diese Mühe, die er sich gibt, toll !!!

Es ist schön, dass Du Spaß am Schreiben hast, aber Du musst die Werkzeuge noch erlernen und sooo viel Fehler sind für uns Leser unangenehm.

Ansonsten hast Du alles Rüstzeug bekommen, welches Du benötigst.

Lies und schreib viel, lern im Forum und was Huvi empfiehlt.

Viel Spaß weiterhin

Stein Very Happy chen
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last-virgin
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BeitragVerfasst am: 24.04.2012 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Hoody,

ich muß hier mal ein ganz dickes Kompliment los werden!
Eine tolle Arbeit, die Du geleistet hast, wieviel Mühe da drin steckt.
Und wieviel Wissen, da lernt man gleich noch mit,
Toll!!

liebe Grüße

last-virgin


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TheTurpisWriter
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BeitragVerfasst am: 24.04.2012 21:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

dann ist mein Name hiermit nicht mehr offiziel. Das Buch geht damit in den vorerst unbefristeten urlaub.

trotzdem möchte ich weiterhin schreiben. Deswegen werde ich mir hoodies vorschläge auch zu herzen nehmen - wobei ich auch noch liebend gerne mehr vorschläge annehme- und hier vielleicht an und ab eine dieser empfohlenen kurzgeschichten vorstellen werde.

Ich beruhe einfach einmal auf dem Sprichwort "Nur Übung macht den Meister/es ist noch kein MEister vom Himmel gefallen" (jey, jetzt fängt er auch mit den Klischees an!)

Somit noch einen wunderschönen
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 24.04.2012 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:


Ich beruhe einfach einmal auf dem Sprichwort "Nur Übung macht den Meister/es ist noch kein MEister vom Himmel gefallen" (jey, jetzt fängt er auch mit den Klischees an!)


 Daumen hoch  Daumen hoch

Schönen Abend und kopfhoch.
Ich habe damals genauso wie du geschrieben, vielleicht noch übler. Ich bin immer noch kein guter Schreiber. Aber ich habe mich sehr gesteigert und so etwas ist viel schöner. Denn dann weiß man: Yes, ich habe was erreicht.
Hättest du Talent ... dann wäre es doch langweilig.

lg hubi


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TheTurpisWriter
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BeitragVerfasst am: 02.01.2014 18:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallöle,

Hab ja lange nichts mehr gemeldet Embarassed und dachte, es wäre mal wieder Zeit. Hab mich auch fleißig mit verschiedenen Kurzgeschichten auseinander gesetzt.
Jetzt wollte ich mal eine vorstellen, die zeitlich wahrscheinlich etwas vor meiner letzten Geschichte ("Von Irren und der Freiheit") (worauf Huvi mir unbezahlbare Tipps gegeben hat Daumen hoch) ansetzt.
Ich hoffe sie liest sich besser als die Letzten zwei(müssten es sein...).

WARNUNG: experimentell hab ich mich in dieser Geschichte an einem Dialekt versucht, der beim ersten durchlesen durchaus den Lesefluss stocken lassen könnte. Vielleicht auch beim zweiten. Teilt mir gerne mit, was ihr davon haltet!



Sandkörner kratzten unter seinen Liedern. Leicht bebte der Boden, als jemand eilig an ihm vorbei lief. Oder mehrere. Sie lärmten, hatten ihn aufgeweckt.
„Wie wäre't, wenn de allens ufstehn würdest“, mahnte eine Stimme, tief wie die E-Saite. Sateen fehlte das Interesse, zu reagieren. „Aufstehen!“ Mühsam richtete er sich auf, Sand rieselte von seinen abgenutzten Lumpen.
„ Damit wär Schritt eins schon ens erledischt. Los, trek disch wat Ordentlisches an.“ Sateen verstand diesen Dialekt kaum, seine Schläfrigkeit erschien nur als weiteres Hindernis.
„ Dann noch mal Idioten sicher: Leg brauchbare Klamotten an“, Wort für Wort buchstabierte der laufende Bass. Sateen trottete zur Waschschüssel. Umständlich schaufelte er sich mit der Hand eine Ladung des warmen Wassers ins Gesicht.
Endgültig schlug er die Augen auf und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Der Bass war Buch reif: stämmig, mit grauem Bart und schimmernden Schweißperlen auf der Stirn. „ Kommst dann uch mal zu potte?“ Sateen verstand den Inhalt des Satzes nicht, nahm sich aber den Stapel Kleidung, der am Bettende ruhte. Sateen streifte seine Hose an, zog die Schnallen der Beinschoner fest, wechselte seinen Strohsack gegen das drückende Kettenhemd und setzte sich den Helm auf, der in der Hitze vermutlich seinen Träger gut durch braten würde.
„ Wunderbar. Isch hät länger jebrucht um das Zeusch anzulegen. Küttste, dat Trening hat schon ens bejonnen.“ Sateen überlegte kurz, schwieg aber. Er folgte dem Brummbär hinaus in die pralle Sonne. Zuhause wäre solch ein Wetter toll gewesen, in diesem ewigen Ödland diente es aber scheinbar nur, um alles Leben fern zu halten. Beiläufig stolperte Sateen über eine Vogelscheuche, die zerfetzt am Boden lag.
Das Kettenhemd hinterlässt bestimmt schöne Abdrücke auf der Haut, dachte Sateen. Pummelig thronte der Dialekt über ihm auf: „Jung, nisch weiterschlafe. Da hamma kene Zig für! Du bis misch ene...“ Sateen ordnete seine Gedanken, sprang auf und stapfte entschlossen zum Quartier-oberst. Der händigte ihm ein abgenutztes Schwert aus. Sateen packte es - und zog die Hand ruckartig zurück. Er hatte sich die Finger am glühenden Griff verbrannt, das Schwert schlug auf den Boden und eine Staubwolke erhob sich stattdessen. "Heiß", nuschelte er, während er die Klinge aufhob. Der Quartier-oberst sah belustigt zu. Sateen wirbelte das Schwert mehrmals in der Hand und schlug einer der Feld-scheuchen ein. Ein Morgen glich dem anderen, alles mittlerweile Routine. Sateen holte mit der Schneide so oft auf die gebündelten Weizenreste, bis sein Arm keine Kraft mehr auftrieb, um nochmal auszuteilen.
Sateen zog den Handrücken quer über seine Stirn, schob sich dadurch den Schweiß aber nur von links nach rechts. Senkrecht schien der Feuerball vom Himmel. Die Klinge über den Boden schleifend, schleppte Sateen sich zum Oberst, der entspannt in einem Stuhl döste: „ Seit eineinhalb Wochen immer das selbe! Wie lange wollen wir noch auf diese Strohbündel einschlagen?“
So langsam, das schon fast elegant, setzte sich der Oberst auf, blickte Sateen Momente lang an, bevor er fragte: „ Dir ist also langweilig? Gut, wie wäre es mit...einem Zweikampf gegen mich, stumpfe Waffen?“
„ Das wäre doch schon mal ein Anfang. Ich bin bereit.“
„ Dann hätte ich doch gerne dieses Schwert in deiner Hand wieder“, griff der Oberst sich einen Holzstab und tauschte mit Sateen. Der Oberst nahm sich die selbe Waffe. Gemeinsam begaben sich die Zwei zu einer freien Fläche. Zunächst schlugen sie die Hölzer als Zeichen des fairen Kampfes gegeneinander. Sofort langte der Oberst zu, Sateen parierte gezwungen und stolperte einen Schritt zurück. Zeitgleich holte der Kontrahent erneut von der Seite hinaus, und diesmal wich Sateen gekonnt aus. Zischend schlug er sein Stück Ast auf den anerkennend Nickenden. Blitzschnell hatte dieser wieder seine Waffe schützend vor sich. Knackend splitterte das Holz unter der Wucht des Schlages: „ Na siehst du, da hat sich das ewig Gleiche doch gelohnt.“ Sateen zögerte nicht und wollte erneut zuhauen, als er sich auf dem Boden sah. „ Mehr Beinarbeit“, merkte der Oberst an. Sateen schob aber bereits den Stab in die Magengrube des Oberst, rollte sich auf den Bauch und sprang auf. Erneut stieß er die Füße vom Boden ab, damit des Gegners Klinge ungebremst unter ihm ihren Weg fand. Den zweiten Schlag fing Sateen mit der Armschiene ab.
Instinktiv schwang Sateen zu Boden und rollte unerwartet hinter den Oberst. Aus der Drehung sah der Oberst noch den Holzstab ankommen, bevor dieser ihn zu Boden und dann ins Reich der Träume riss.
Verlegen warf Sateen den Stock beiseite und kniete neben dem Oberst. Brummbär stand schon neben ihm.
„ Da haste aber ordentlich ausgeteilt“, lachte er, „ na komm, dann bringen wir ihn mal rein.“ Ungeklärt, wo der Dialekt geblieben war, hievte Sateen den Wehrlosen hoch und beförderte ihn ins kühle innere der hölzernen Anlage. Sateen räumte die Waffen des Kampfes ordentlich weg. Als ihn ungläubig die Restlichen anblickten, erwiderte er zögernd: „ Einfach schön weiter drauf eindreschen.“
Die Sonne erschien als roter Hügel am Horizont, als Sateen erschöpft den gereinigten Pferdestall verließ und die erste Brise für diesen Tages über den schier ewigen, unfruchtbaren Boden strich. Sateen ging sich gründlich waschen, zog sich um und aß dann mit den anderen im Lager. Grölend vergnügt schilderten die Rekruten ihre Sicht des Kampfes, während Sateen schon kraftlos in sein Bett fiel.




Also, dann lasst mal eure Bewertung und Kritik hier.
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TheTurpisWriter
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 26.01.2014 22:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

da ich doch sehr bezweifle, dass ich euch dieses Stück Buchstabengemisch die Sprache verschlägt, wäre etwas Kritik doch ganz nett...
Ich möchte doch nur wissen in wieweit meine sich Fähigkeiten entwickelt haben, was ich besser machen könnte und dergleichen...
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Harald
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Beiträge: 5234
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BeitragVerfasst am: 27.01.2014 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:
da ich doch sehr bezweifle, dass ich euch dieses Stück Buchstabengemisch die Sprache verschlägt, wäre etwas Kritik doch ganz nett...


Sagen wir es ein wenig diplomatisch …

Du stellst nach zwei Jahren Pause, in die du dich mit dem Hinweis abgemeldet hast …

TheTurpisWriter-24/04/2012 20:16- hat Folgendes geschrieben:

dann ist mein Name hiermit nicht mehr offiziel. Das Buch geht damit in den vorerst unbefristeten urlaub.

trotzdem möchte ich weiterhin schreiben. Deswegen werde ich mir hoodies vorschläge auch zu herzen nehmen - wobei ich auch noch liebend gerne mehr vorschläge annehme- und hier vielleicht an und ab eine dieser empfohlenen kurzgeschichten vorstellen werde.

Ich beruhe einfach einmal auf dem Sprichwort "Nur Übung macht den Meister/es ist noch kein MEister vom Himmel gefallen" (jey, jetzt fängt er auch mit den Klischees an!)


… hier mit einem Abschnitt vor, der deutlich besser geschrieben ist als die alten Texte, aber immer noch mit vielen (Anfänger-)Fehlern gespickt ist, speziell Groß-/Kleinschreibung und - das fällt stark auf - der fehlerhaften Verwendung von Fremdwörtern/Wörtern des gehobenen Sprachgebrauches

TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:
Ich möchte doch nur wissen in wieweit meine sich Fähigkeiten entwickelt haben, was ich besser machen könnte und dergleichen...


Ich würde vorschlagen, einen Schreibkurs zu belegen, alternativ kannst du auch hier Kurzgeschichten schreiben mit der Bitte um Korrektur, um den eigenen Fehlern auf die Spur zu kommen!

Was meines Erachtens auch wichtig wäre:

Konzentriertes Lesen von guten Büchern, das hilft ungemein!


Auf jeden Fall —►

Weiterschreiben, dranbleiben, das Ziel neu definieren. Dazu gehört auch, eventuell an einem Schreibwettbewerb teilnehmen zu wollen und - hier wird man dir unter sie Arme greifen -  auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Danach neue Ziele anpeilen, auf gut Neudeutsch —► Step by Step


_________________
Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

Um ein Ziel zu erreichen ist nicht der letzte Schritt ausschlaggebend, sondern der erste!
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TheTurpisWriter
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BeitragVerfasst am: 27.01.2014 22:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Harald hat Folgendes geschrieben:


Du stellst nach zwei Jahren Pause, in die du dich mit dem Hinweis abgemeldet hast …

TheTurpisWriter-24/04/2012 20:16- hat Folgendes geschrieben:

dann ist mein Name hiermit nicht mehr offiziel. Das Buch geht damit in den vorerst unbefristeten urlaub.

trotzdem möchte ich weiterhin schreiben. Deswegen werde ich mir hoodies vorschläge auch zu herzen nehmen - wobei ich auch noch liebend gerne mehr vorschläge annehme- und hier vielleicht an und ab eine dieser empfohlenen kurzgeschichten vorstellen werde.


Hier möchte ich mit blau anmerken, dass da mysteriöse Hinweise im Raum standen, wenn man das so formulieren kann...


Harald hat Folgendes geschrieben:
… hier mit einem Abschnitt vor, der deutlich besser geschrieben ist als die alten Texte, aber immer noch mit vielen (Anfänger-)Fehlern gespickt ist, speziell Groß-/Kleinschreibung und - das fällt stark auf - der fehlerhaften Verwendung von Fremdwörtern/Wörtern des gehobenen Sprachgebrauches


Bitte fühl dich jetzt nicht angegriffen Harald, aber... Wo sind die? Was ist besser gemacht? Tut mir leid, aber kostruktive Kritik ist das nach der mir gängigen Definition nicht.


Harald hat Folgendes geschrieben:
alternativ kannst du auch hier Kurzgeschichten schreiben mit der Bitte um Korrektur, um den eigenen Fehlern auf die Spur zu kommen!


Was ich hiermit eigentlich getan habe...

Harald hat Folgendes geschrieben:
Was meines Erachtens auch wichtig wäre:

Konzentriertes Lesen von guten Büchern, das hilft ungemein!


Auf jeden Fall —►

Weiterschreiben, dranbleiben, das Ziel neu definieren. Dazu gehört auch, eventuell an einem Schreibwettbewerb teilnehmen zu wollen und - hier wird man dir unter sie Arme greifen -  auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Danach neue Ziele anpeilen, auf gut Neudeutsch —► Step by Step


Mit diesem Hinweis ist mir immerhin ein wenig geholfen...

also, schönen Abend noch, Harald.
Übrigens möchte ich hiermit doch verkünden, dass es mir sehr an konstruktiver Kritik fehlt... das darf man jetzt als betteln auslegen...
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Harald
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BeitragVerfasst am: 28.01.2014 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:




Harald hat Folgendes geschrieben:
alternativ kannst du auch hier Kurzgeschichten schreiben mit der Bitte um Korrektur, um den eigenen Fehlern auf die Spur zu kommen!


Was ich hiermit eigentlich getan habe...

Harald hat Folgendes geschrieben:
Was meines Erachtens auch wichtig wäre:

Konzentriertes Lesen von guten Büchern, das hilft ungemein!


Auf jeden Fall —►

Weiterschreiben, dranbleiben, das Ziel neu definieren. Dazu gehört auch, eventuell an einem Schreibwettbewerb teilnehmen zu wollen und - hier wird man dir unter sie Arme greifen -  auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Danach neue Ziele anpeilen, auf gut Neudeutsch —► Step by Step


Mit diesem Hinweis ist mir immerhin ein wenig geholfen...

also, schönen Abend noch, Harald.
Übrigens möchte ich hiermit doch verkünden, dass es mir sehr an konstruktiver Kritik fehlt... das darf man jetzt als betteln auslegen...



Na dann —►


TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:

Sandkörner kratzten unter seinen Liedern(1). Leicht bebte der Boden, als jemand eilig an ihm vorbei lief(2). Oder mehrere. Sie lärmten, hatten ihn aufgeweckt.
„Wie wäre't, wenn de allens ufstehn würdest“, mahnte eine Stimme, tief wie die E-Saite(3). Sateen fehlte das Interesse, zu reagieren. „Aufstehen!“ Mühsam richtete er sich auf, Sand rieselte von seinen abgenutzten Lumpen.
„ Damit wär Schritt eins schon ens erledischt. Los, trek disch wat Ordentlisches an.“ Sateen verstand diesen Dialekt kaum, seine Schläfrigkeit erschien nur als weiteres Hindernis(4).
„ Dann noch mal Idioten sicher(5): Leg brauchbare Klamotten an“, Wort für Wort buchstabierte der laufende Bass(6). Sateen trottete zur Waschschüssel. Umständlich schaufelte er sich mit der Hand eine Ladung des warmen Wassers ins Gesicht.
Endgültig schlug er die Augen auf und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Der Bass war Buch reif(7): stämmig, mit grauem Bart und schimmernden Schweißperlen auf der Stirn. „ Kommst dann auch mal zu potte(8)?“ Sateen verstand den Inhalt des Satzes nicht, nahm(9) sich aber den Stapel Kleidung, der am Bettende ruhte. Sateen streifte(10) seine Hose an, zog die Schnallen der Beinschoner fest, wechselte seinen Strohsack gegen das drückende Kettenhemd(11) und setzte sich den Helm auf, der in der Hitze vermutlich seinen Träger gut durch braten(12) würde.

Ab hier nur noch rot für Fehler und blau für seltsame Satzgestaltungen …

„ Wunderbar. Isch hät länger jebrucht um das Zeusch anzulegen. Küttste, dat Trening hat schon ens bejonnen.“ Sateen überlegte kurz, schwieg aber. Er folgte dem Brummbär hinaus in die pralle Sonne. Zuhause wäre solch ein Wetter toll gewesen, in diesem ewigen Ödland diente es aber scheinbar nur, um alles Leben fern zu halten. Beiläufig(ß) stolperte Sateen über eine Vogelscheuche, die zerfetzt am Boden lag.
Das Kettenhemd hinterlässt bestimmt schöne Abdrücke auf der Haut, dachte Sateen. Pummelig thronte der Dialekt über ihm auf: „Jung, nisch weiterschlafe. Da hamma kene Zig für! Du bis misch ene...“ Sateen ordnete seine Gedanken, sprang auf und stapfte entschlossen zum Quartier-oberst. Der händigte ihm ein abgenutztes Schwert aus. Sateen packte es - und zog die Hand ruckartig zurück. Er hatte sich die Finger am glühenden Griff verbrannt, das Schwert schlug auf den Boden und eine Staubwolke erhob sich stattdessen. "Heiß", nuschelte er, während er die Klinge aufhob(?). Der Quartier-oberst sah belustigt zu. Sateen wirbelte das Schwert mehrmals in der Hand und schlug einer der Feld-scheuchen ein. Ein Morgen glich dem anderen, alles mittlerweile Routine. Sateen holte mit der Schneide so oft auf die gebündelten Weizenreste, bis sein Arm keine Kraft mehr auftrieb, um nochmal auszuteilen.
Sateen zog den Handrücken quer über seine Stirn, schob sich dadurch den Schweiß aber nur von links nach rechts. Senkrecht schien der Feuerball (morgens?)vom Himmel. Die Klinge über den Boden schleifend, schleppte Sateen sich zum Oberst, der entspannt in einem Stuhl döste: „ Seit eineinhalb Wochen immer das selbe! Wie lange wollen wir noch auf diese Strohbündel einschlagen?“
So langsam, das schon fast elegant, setzte sich der Oberst auf, blickte Sateen Momente lang an, bevor er fragte: „ Dir ist also langweilig? Gut, wie wäre es mit...einem Zweikampf gegen mich, stumpfe Waffen?“
„ Das wäre doch schon mal ein Anfang. Ich bin bereit.“
„ Dann hätte ich doch gerne dieses Schwert in deiner Hand wieder“, griff der Oberst sich einen Holzstab und tauschte mit Sateen. Der Oberst nahm sich die selbe Waffe. Gemeinsam begaben sich die Zwei zu einer freien Fläche. Zunächst schlugen sie die Hölzer als Zeichen des fairen Kampfes gegeneinander. Sofort langte der Oberst zu, Sateen parierte gezwungen und stolperte einen Schritt zurück. Zeitgleich holte der Kontrahent erneut von der Seite hinaus, und diesmal wich Sateen gekonnt aus. Zischend schlug er sein Stück Ast auf den anerkennend Nickenden. Blitzschnell hatte dieser wieder seine Waffe schützend vor sich. Knackend splitterte das Holz unter der Wucht des Schlages: „ Na siehst du, da hat sich das ewig Gleiche doch gelohnt.“ Sateen zögerte nicht und wollte erneut zuhauen, als er sich auf dem Boden sah. „ Mehr Beinarbeit“, merkte der Oberst an. Sateen schob aber bereits den Stab in die Magengrube des Oberst, rollte sich auf den Bauch und sprang auf. Erneut stieß er die Füße vom Boden ab, damit des Gegners Klinge ungebremst unter ihm ihren Weg fand. Den zweiten Schlag fing Sateen mit der Armschiene ab.
Instinktiv schwang Sateen zu Boden und rollte unerwartet hinter den Oberst. Aus der Drehung sah der Oberst noch den Holzstab ankommen, bevor dieser ihn zu Boden und dann ins Reich der Träume riss.
Verlegen warf Sateen den Stock beiseite und kniete neben dem Oberst. Brummbär stand schon neben ihm.
„ Da haste aber ordentlich ausgeteilt“, lachte er, „ na komm, dann bringen wir ihn mal rein.“ Ungeklärt, wo der Dialekt geblieben war, hievte Sateen den Wehrlosen hoch und beförderte ihn ins kühle innere der hölzernen Anlage. Sateen räumte die Waffen des Kampfes ordentlich weg. Als ihn ungläubig die Restlichen anblickten, erwiderte er zögernd: „ Einfach schön weiter drauf eindreschen.“
Die Sonne erschien als roter Hügel am Horizont,(vothin dtand sie senkrecht!) als Sateen erschöpft den gereinigten Pferdestall verließ und die erste Brise für diesen Tages über den schier ewigen, unfruchtbaren Boden strich. Sateen ging sich gründlich waschen, zog sich um und aß dann mit den anderen im Lager. Grölend (und) vergnügt schilderten die Rekruten ihre Sicht des Kampfes, während Sateen schon kraftlos in sein Bett fiel.



1) Wie singen Lieder, der Staub sammelt sich unter Lidern

2) vorbeilief

3) tief wie die E-Saite eines Kontrabasses

4) schien noch ein Hinderniss zu sein

5) idiotensicher

6) nach Komma —► buchstabierte der laufende Bass Wort für Wort

7) buchreif

8) zu Potte

9) griff

10) zog seine Hose an und befestigte die Beinschienen

11) … vom Strohsack in des drückende Kettenhemd …

12) durchbraten

Der grün gezeichnete Dialekt ist aus mehreren "zusammengestoppelt", ich kann das beurteilen, habe jahrelang in der Band in mehreren Dialekten gesungen!

„ X Hinter den Anführungsstrichen kein Leerzeichen


Später mehr …

 Wink


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TheTurpisWriter
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 29.01.2014 20:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erste Lehre: vertraue nicht blind der Autokorrektur...
 Embarassed
Aber danke Harald! Dann will ich versuchen das ganze mal zu verbessern:

Sandkörner kratzten unter seinen Lidern. Leicht bebte der Boden, als jemand eilig an ihm vorbeilief. Oder mehrere. Sie lärmten, hatten ihn aufgeweckt.
„Wie wäre't, wenn de allens ufstehn würdest“, mahnte eine Stimme, tief wie die E-Saite eines Kontrabasses. Sateen fehlte das Interesse, zu reagieren. „Aufstehen!“ Mühsam richtete er sich auf, Sand rieselte von seinen abgenutzten Lumpen.
„ Damit wär Schritt eins schon ens erledischt. Los, trek disch wat Ordentlisches an.“ Sateen verstand diesen Dialekt kaum, doch noch mehr behinderte ihn seine Schläfrigkeit.
„ Dann noch mal idiotensicher: Leg brauchbare Klamotten an“, buchstabierte der laufende Bass Wort für Wort. Sateen trottete zur Waschschüssel. Umständlich schaufelte er sich mit der Hand eine Ladung des warmen Wassers ins Gesicht.
Endgültig schlug er die Augen auf und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. Der Bass war buchreif: stämmig, mit grauem Bart und schimmernden Schweißperlen auf der Stirn. „ Kommst dann auch mal zu Potte?“ Sateen verstand den Inhalt des Satzes nicht, griff sich aber den Stapel Kleidung, der am Bettende ruhte. Sateen zog seine Hose an, befestigte die Schnallen der Beinschoner, wechselte vom Strohsack in das drückende Kettenhemd und setzte sich den Helm auf, der in der Hitze vermutlich seinen Träger gut durchbraten würde.
„ Wunderbar. Isch hät länger jebrucht um das Zeusch anzulegen. Küttste, dat Trening hat schon ens bejonnen.“ Sateen überlegte kurz, schwieg aber. Er folgte dem Brummbär hinaus in die pralle Sonne. Zuhause wäre solch ein Wetter toll gewesen, in diesem ewigen Ödland diente es aber scheinbar nur, um jegliche Lebewesen fern zu halten. Beiläufig stolperte Sateen über eine Vogelscheuche, die zerfetzt am Boden lag.
Das Kettenhemd hinterlässt bestimmt schöne Abdrücke auf der Haut, dachte Sateen. Der Dialekt blickte auf Sateen und dröhnte: „Jung, nisch weiterschlafe. Da hamma kene Zig für! Du bis misch ene...“ Sateen ordnete seine Gedanken, sprang auf und stapfte entschlossen zum Quartieroberst. Der händigte ihm ein abgenutztes Schwert aus. Sateen packte es - und zog die Hand ruckartig zurück. Er hatte sich die Finger am glühenden Griff verbrannt, das Schwert schlug auf den Boden und Staub wirbelte auf. "Heiß", nuschelte er, während er sich nach der Klinge bückte. Der Quartieroberst sah belustigt zu. Sateen wirbelte das Schwert mehrmals in der Hand und schlug auf eine freie Feldscheuchen ein. Ein Morgen glich dem anderen, alles mittlerweile Routine. Sateen langte mit der Schneide so oft auf die gebündelten Weizenreste aus, bis sein Arm keine Kraft mehr besaß, um nochmal auszuholen.
Sateen zog den Handrücken quer über seine Stirn, schob sich dadurch den Schweiß aber nur von links nach rechts. Der glühende Feuerball schien bereits senkrecht vom Horizont. Die Klinge über den Boden schleifend, schleppte Sateen sich zum Oberst, der entspannt in einem Stuhl döste: „ Seit eineinhalb Wochen immer das selbe! Wie lange wollen wir noch auf diese Strohbündel einschlagen?“
Mit eleganter Langsamkeit setzte sich der Oberst auf, blickte Sateen erstaunt an, und fragte: „ Dir ist also langweilig? Gut, wie wäre es mit...einem Zweikampf gegen mich, stumpfe Waffen?“
„ Das wäre doch schon mal ein Anfang. Ich bin bereit.“
„ Dann hätte ich doch gerne dieses Schwert in deiner Hand wieder“, griff der Oberst sich einen Holzstab und tauschte mit Sateen. Der Oberst nahm ebenfalls ein einen längeren Ast als Waffe. Gemeinsam begaben sich die Zwei zu einer freien Fläche. Zunächst schlugen sie die Hölzer als Zeichen des fairen Kampfes gegeneinander. Sofort langte der Oberst zu, Sateen parierte gezwungen und stolperte einen Schritt zurück. Zeitgleich holte der Kontrahent erneut von der Seite aus, und diesmal wich Sateen gekonnt aus. Zischend schlug er sein Stück Geäst auf den anerkennend Nickenden, doch ebenso schnell hatte dieser wieder seine Waffe schützend vor sich. Knackend splitterte das Holz unter der Wucht des Schlages: „ Na siehst du, da hat sich das ewig Gleiche doch gelohnt.“ Sateen zögerte nicht und wollte erneut zuhauen, als er sich auf dem Boden sah. „ Mehr Beinarbeit“, merkte der Oberst an. Sateen schob aber bereits den Stab in die Magengrube des Oberst, rollte sich auf den Bauch und sprang auf. Erneut stieß er die Füße vom Boden ab, damit des Gegners Klinge ungebremst unter ihm ihren Weg fand. Den zweiten Schlag fing Sateen mit der Armschiene ab.
Instinktiv schwang Sateen zu Boden und rollte unerwartet hinter den Oberst. Aus der Drehung sah der Oberst noch den Holzstab ankommen, bevor dieser ihn zu Boden und dann ins Reich der Träume riss. (Ich denke, das kann man so stehen lassen)
Verlegen warf Sateen den Stock beiseite und kniete neben dem Oberst. Brummbär stand schon neben ihm.
„ Da haste aber ordentlich ausgeteilt“, lachte er, „ na komm, dann bringen wir ihn mal rein.“ Ungeklärt, wo der Dialekt geblieben war, hievte Sateen den Wehrlosen hoch und beförderte ihn ins kühle Innere der hölzernen Anlage. Sateen räumte die Waffen des Kampfes ordentlich weg. Als ihn ungläubig die verbliebenen Rekruten anblickten, erwiderte er zögernd: „ Einfach schön weiter drauf eindreschen.“
Die Sonne erschien als roter Hügel am Horizont, als Sateen erschöpft den Pferdestall verließ, den er nun gesäubert hatte. Die erste Brise für diesen Tages strich über den schier ewigen, unfruchtbaren Boden. Sateen ging sich gründlich waschen, zog sich um und aß dann mit den Anderen im Lager. Vom Alkohol getrieben, schilderten die Rekruten grölend und vergnügt gegenseitig ihre Sicht des Kampfes, während Sateen schon kraftlos in sein Bett fiel.
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BeitragVerfasst am: 29.01.2014 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Na, na, mein Lieber, gut überarbeitet ist etwas Anderes.


TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:

Sateen zog den Handrücken quer über seine Stirn, schob sich dadurch den Schweiß aber nur von links nach rechts. Der glühende Feuerball schien bereits senkrecht vom Horizont.(Blödsinn, entweder senkrecht vom Himmel, dann ist Mittag - oder als rotglühende Scheibe am Horizont, dann ist Morgen.) Die Klinge über den Boden schleifend schleppte Sateen sich zum Oberst, der entspannt in einem Stuhl döste: [„ Seit]„Seit eineinhalb Wochen immer das selbe(das hatte ich angemarkert)! Wie lange wollen wir noch auf diese Strohbündel einschlagen?“
Mit eleganter Langsamkeit setzte sich der Oberst auf, blickte Sateen erstaunt an und fragte: „ Dir ist also langweilig? Gut, wie wäre es mit...einem (mit … einem) Zweikampf gegen mich, stumpfe Waffen?“


Keine Verbesserung, mit dem Sonnenstand sogar noch eine Verschlechterung!

TheTurpisWriter hat Folgendes geschrieben:
Die Sonne erschien als roter Hügel am Horizont, als Sateen erschöpft den Pferdestall verließ, den er nun gesäubert hatte. Die erste Brise für diesen Tages strich über den schier ewigen, unfruchtbaren Boden. Sateen ging sich gründlich waschen, zog sich um und aß dann mit den Anderen im Lager. Vom Alkohol getrieben, schilderten die Rekruten grölend und vergnügt gegenseitig ihre Sicht des Kampfes, während Sateen schon kraftlos in sein Bett fiel.


 hmm

Zum  krönenden Abschluss lässt du hier noch einmal die Sonne aufgehen, nachdem Sateen die allmorgendliche Übungen absolviert hatte, unter "senkrecht am Horizont stehender Sonne", sich vorher dabei die Finger am Griff des Schwertes verbrannt hatte (am Morgen als die Sonne gerade aufging) - dann gegen den Oberst kämpfte, ihn wegbrachte, sich und den Pferdestall säuberte - um dann den Sonnenaufgang zu bewundern, die erste Brise des Tages zu spüren und sich zu den - am frühen Morgen schon angesoffenen -  Rekruten zu setzen …

Unlogischer geht kein Aufbau!

 Wink

Edit:

Die erste Brise für diesen Tages

Die erste Brise dieses Tages


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BeitragVerfasst am: 30.01.2014 13:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ok, dann muss ich mal erklären: Sateen wacht morgens auf, zieht sich um, etc. und trainiert bis zum Mittag(nun scheint die Sonne senkrecht). Dann kommt der Kampf und er reinigt den Pferdestall, der Mittag ist damit verbracht, es ist Abend. Vllt könnte man schreiben: "Als die Sonne zum zweiten Mal an diesem Tag als roter Hügel am Horizont stand."

Hoffe das wäre damit geklärt.
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