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Sartre und Sally. (Und Blut.)


 

 
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Uenff
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 27
Beiträge: 1063
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 16.04.2011 16:01    Titel: Sartre und Sally. (Und Blut.) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moi zusammen,
Ich wollte mal wieder Prosa schreiben. Etwas holprig, weil ich zum Ersten Mal die Ich-Perspektive gewählt habe. Würde mich sehr für Kritik an Story und Schreibstil freuen. Die Geschichte geht zwar noch ein kleines bisschen weiter, aber das wär dann doch etwas zu viel geworden.

Nachdem Gina mich verlassen hatte, habe ich beschlossen, sie Gina zu nennen. Nicht ihr eigentlicher Name, aber der passendste den ich mir vorstellen konnte. Sie war eine Hure, eine dumme verräterische Bitch. Natürlich nicht. Sie war ein gutes Mädchen aus einer guten Familie mit festen Werten, die sich einfach nicht mehr von einem Typen wie mir misshandeln lassen wollte. Wer kann es ihr verübeln? Aber in dieser Nach-Schlussmach-Phase denkt man nun mal so über den anderen. Sofern man die Angewohnheit hat, zu denken. Ich habe mir das in dieser Zeit abgewöhnt.

Ich verbrachte meine Depression an einem schönen Ort namens Long Island. Kann sein, dass auch Eistee involviert war. Interessanterweise war die Insel nicht gerade lang. Anderthalb Kilometer in der Länge, und 750 Meter breit. Manche sagen, hier wurden Lord of the Flies und dieser Tom Hanks Film, wie hieß er noch gleich, gedreht. Natürlich konnte das niemand beweisen. Es ist unmöglich, hier Fakten anzuführen, nur Gerüchte.
Genauso wie dieses Dinner in das ich früher immer gegangen bin, mit Michi, Sarah und Li...Gina. Dort hatten sie auch ein gigantisches Schild über einem Tisch hängen „This is were Harry met Sally“. Gab jedoch niemals Bestätigung vom Filmstudio. Mittlerweile hab ich das gleiche Schild in fünf Bars gesehen.
In einem dieser Schuppen, die ich an dieser Stelle nur als Bar bezeichne, weil mir keine andere Bezeichnung einfällt, habe ich die Person getroffen, die mich von der Insel runterholen sollte.
Sein Name war Bob, er war ca. 25 Jahre alt, hatte blonde Haare und unrealistisch weiße Zähne. Eines Abends, es war ein Donnerstag oder Freitag, saß ich allein an meinem Tisch, gerade meinen fünften Drink beobachtend, der sich gefährlich schnell leerte. Plötzlich saß sich Bob zu mir. Man könnte meinen, ich wäre irritiert über diesen plötzlichen Besuch gewesen, schließlich hatte ich alles getan um so etwas zu vermeiden. Ich trug mein fiesestes Outfit. An internationalen Standards gemessen war es, zugegebenermaßen, nicht besonders fies, nur so fies, dass ich gerade noch in die Bar reinkam. Schwarzer Kapuzenmantel, nietenübersäte schwarze Chinos und Springerstiefel. Und ein paar Buttons von fiesen Bands, damit bloß jeder Reißaus nam.  Bob nahm nicht Reißaus. Das störte mich zu diesem Zeitpunkt recht wenig, ich war sogar froh darüber. Wenn man lange genug alleine an einem Tisch sitzt und sich betrinkt, wünscht man sich jemanden zum Reden, und sei es nur um ihm zu sagen, dass man gerne alleine wäre und er sich bitte verpissen sollte.
Bob sah mir in die Augen. Das erste was mir auffiel, war, dass seine Augenbrauen braun waren. Also keine Naturblondine. Am Harry und Sally-Tisch, ein paar Meter Richtung Tür, amüsierten sich ein paar Kids über das Schild. Anscheinend hieß einer von ihnen Harry. Oder Sally. Sicherlich wussten sie nicht mal, dass es „Harry und Sally“ überhaupt gab.
 
Als ich mich wieder Bob zuwandte, hatte er ein Bier vor sich und lehnte sich entspannt zurück. Ich überlegte mir, ob ich ihn zur Sau machen sollte, bevor, oder nachdem er den Mund aufgemacht hatte. Ich entschied mich dafür, es genau in dem Moment zu tun, in dem er etwas sagen wollte. Während ich noch dieser Überlegung nachging , fing er leider schon an zu reden. „Sag mal, kennst du Sartre?“
Na großartig. So ein pseudo-intellektueller. Sieht einen Typen der allein in der Bar sitzt, und denkt, dass er diesen nun mit seinem Halbwissen nerven und ein „ernstes Gespräch“ führen könnte. Großartig Kiddo, geh lieber saufen und Spaß haben.
Ich entschied, noch ein wenig mit ihm zu spielen. „Noch nie gehört. Wer ist das?“
Pure Dummheit. Solche Leute ertragen das nicht. Hau ab.
„Nicht? Komisch. Du hast ihm heute schon ne Menge Trinkgeld gegeben, deswegen dachte ich...“ Er zeigte auf einen Kellner, der sich gerade mit einem vollen Tableau einen Weg durch die Menge bahnte. Mittlerweile hatte eines der Kids vom Harry und Sally-Tisch wohl die zwei Namen gegoogelt, und nun starrten sie alle voller Ehrfurcht das Schild an. Auch wenn man einen Film nicht kennt, so ein Drehort ist immer faszinierend. Genau wenn man an einem Ort steht, an dem angeblich eine große Schlacht stattgefunden hat. Man hat keine Ahnung wer gegen wen warum gekämpft hat, trotzdem findet man es sehr mächtig und beängstigend.
Ich sah Bob scharf an. „Du willst mir sagen...“,Ich holte mir eine Zigarette aus der Tasche, „dass der Typ da...“ Ich wedelte mit dem nun glühenden Ding auf den Kellner. „...Sartre heißt?“
Bob nickte.
„Ja.“
„S-A-R-T-R-E. So wie der existenzialistische Philosoph aus Frankreich?“
Bob grinste mich an, und nippte an seinem Bier.
„Ich wusste doch du kennst Sartre. Typen die einsam in der Ecke sitzen, kennen Sartre immer. Steht vermutlich so in der Stellenbeschreibung. Nein, der Typ dahinten heißt Ronnie Müller, aber wir alle nennen ihn Lonnie.“
Ich musste kichern. Blondie hatte es geschafft. Mein Kichern steigerte sich in ein Lachen. Nicht, dass man nicht lacht wenn man depressiv ist. Es ist aber selten ehrlich gemeint, außer der Witz ist wirklich gut. Ich beschloss Bobs Anwesenheit noch ein wenig länger zu dulden.
„Du kommst also öfter her?“ An dieser Stelle möchte ich mich für diesen äußerlich unkreativen Satz entschuldigen. Mein Gehirn war zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt Lonnie Sartre zu symbolisieren, dass ich doch noch gern einen Drink hätte.
Als ich damit fertig war, hatte Bob schon angefangen zu erläutern, dass er zum Ersten Mal in seinem Leben hier war.
„Moment mal“, unterbrach ich ihn. „Wie könnt ihr ihn denn alle Lonnie nennen, wenn ihr das Erste Mal da seid?“
„Zum einen hast du mich missverstanden. Als ich vorher „wir“ gesagt habe, meinte ich dich und mich. Ab jetzt nennen WIR ihn Lonnie. Seinen richtigen Namen weiß ich, weil ich mit den Leuten rede.“ Er nickte Lonnie, der gerade mit meinem Drink anmarschierte,  freundlich zu. „Nicht wahr, Lonnie?“
„Oh he Bob, wie geht’s?“, nuschelte dieser aus seinem Bart, bevor er wieder zurück zur Bar hetzte. So langsam hatte ich genug von diesem Kerl. „Hör mal...Bob. Wenn das dein Name ist. Ich finde es ja wirklich nett, dass du mir Gesellschaft leisten willst, aber wenn ich eins jetzt nicht brauche, dann ist das Gesellschaft. Also komm bitte zum Punkt, wenn es hier so etwas wie einen Punkt gibt.“

Bob seufzte, nahm noch einen tiefen Schluck und stand auf. Anstatt, wie von mir erhofft, zu gehen, lehnte er sich jedoch über den Tisch. Als er den Mund aufmachte hatte ich einen Blick auf seine makellos weißen und geraden Zähne, und seinen braunen Bartschatten.
„Ok, hör mir zu.“ Er hörte kurz auf zu reden, als die Kids am Harry und Sally-Tisch sich laut zuprosteten.
„Ok, genau zuhören: Ich. Brauche. Deine. Hilfe.“
Ich sah ihn mit gehobenen Augenbrauen an, wartend auf eine Fortführung des Satzes.
Als diese nicht kam, fragte ich genervt: „Bei was?“
„Du musst mir helfen, diese Bar in die Luft zu jagen.“
Ich starrte ihn an. Er war verrückt. Natürlich. Verrückt oder Betrunken.
„Na gut, nicht nur die Bar.“, fuhr Bob fort. „Vielleicht auch die ganze Stadt. Mal schauen.“
Ich stammelte ein bisschen vor mich hin. Als mein Gehirn eine zufriedenstellende Antwort ausgearbeitet hatte, brachte ich diese leider nur noch zu zwei Drittel hervor.
„Wa-„

In diesem Moment wurde ich durch einen lauten Knall unterbrochen, der an der Stelle des Harry und Sally-Tisches und dessen Bewunderern nur eine brennende Masse von brennenden Holzsplittern und Kleidungsfetzen zurück ließ.

... Fortsetzung?...

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Gast







BeitragVerfasst am: 16.04.2011 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Ich möchte dich im Folgenden auf ein paar Dinge hinweisen, die vielleicht überdacht werden sollten.
Deine Story spricht mich an, und ich würde gern wissen, wie es weiter geht, mir ist nur der Knall am Ende dieses Postings nicht explosiv genug … Deine Sprache hat was, ich fühle mich ziemlich nah am Prota, wohl wegen der Gedankensprünge, die in seinem Kopf stattfinden und uns seinen Zustand der Genervtheit gut erleben lassen, auch seine Unentschlossenheit, was nun mit der Situtation anzufangen sei.  


Zitat:

Nachdem Gina mich verlassen hatte, habe ich beschlossen, (>>> beschloss ich, )sie Gina zu nennen. Nicht ihr eigentlicher Name, aber der passendste den ich mir vorstellen konnte. Sie war eine Hure, eine dumme (,) verräterische Bitch. Natürlich nicht. Sie war ein gutes Mädchen aus einer guten guter Familie mit festen Werten, die sich einfach nicht mehr von einem Typen wie mir misshandeln lassen wollte. Wer kann es ihr verübeln? Aber in dieser Nach-Schlussmach-Phase denkt man nun mal so über den anderen. Sofern man die Angewohnheit hat, zu denken. Ich habe mir das in dieser Zeit abgewöhnt. (gibt es später noch einen Bezug hierzu??)
Ich verbrachte meine Depression an einem schönen Ort namens Long Island. Kann sein, dass auch Eistee involviert war. Interessanterweise war die Insel nicht gerade lang. Anderthalb Kilometer in der Länge, und 750 Meter breit. Manche sagen, hier wurden "Lord of the Flies" und dieser Tom Hanks Film, wie hieß er noch gleich, gedreht. Natürlich konnte das niemand beweisen. Es ist unmöglich, hier Fakten anzuführen, nur Gerüchte.
Genauso wie dieses Dinner (>>>> wie in diesem Dinner,) in das ich früher immer gegangen bin, mit Michi, Sarah und Li...Gina. Dort hatten sie auch ein gigantisches Schild über einem Tisch hängen „This is were where Harry met Sally“. Gab jedoch niemals Bestätigung vom Filmstudio. Mittlerweile hab ich das gleiche Schild in fünf (verschiedenen?) Bars gesehen.
In einem dieser Schuppen, die ich an dieser Stelle nur als Bar bezeichne (>>>ich an dieser Stelle nur „Bar“ nenne ), weil mir keine andere Bezeichnung einfällt, habe ich die Person getroffen, die mich von der Insel runterholen sollte.
Sein Name war Bob, er war ca. 25 Jahre alt, hatte blonde Haare und unrealistisch weiße Zähne. Eines Abends, es war ein Donnerstag oder Freitag, saß ich allein an (m)einem Tisch, gerade meinen fünften Drink beobachtend, der sich gefährlich schnell leerte. Plötzlich saß (>>> setzte) sich Bob (sich) zu mir. Man könnte meinen, ich wäre irritiert über diesen plötzlichen Besuch gewesen, schließlich hatte ich alles getan um so etwas zu vermeiden. Ich trug mein fiesestes Outfit. An internationalen Standards gemessen war es, zugegebenermaßen, nicht besonders fies, nur so fies, dass ich gerade noch in die Bar reinkam. Schwarzer Kapuzenmantel, nietenübersäte schwarze Chinos und Springerstiefel. Und ein paar Buttons von fiesen (zu oft „fies“??)  Bands, damit bloß jeder Reißaus nam. Bob nahm nicht Reißaus. Das störte mich zu diesem Zeitpunkt recht wenig, ich war sogar froh darüber. Wenn man lange genug alleine an einem Tisch sitzt und sich betrinkt, wünscht man sich jemanden zum Reden, und sei es nur (,) um ihm zu sagen, dass man gerne alleine wäre und er sich bitte verpissen sollte. (smile extra )
Bob sah mir in die Augen. Das erste was mir auffiel, war, dass seine Augenbrauen braun waren. Also keine Naturblondine. Am Harry und Sally-Tisch, ein paar Meter Richtung Tür, amüsierten sich ein paar Kids über das Schild. Anscheinend hieß einer von ihnen Harry. Oder Sally. Sicherlich wussten sie nicht mal, dass es „Harry und Sally“ überhaupt gab.

Als ich mich wieder Bob zuwandte, hatte er ein Bier vor sich und lehnte sich entspannt zurück. Ich überlegte mir, ob ich ihn zur Sau machen sollte, bevor, oder nachdem er den Mund aufgemacht hatte. Ich entschied mich dafür, es genau in dem Moment zu tun, in dem er etwas sagen wollte. Während ich noch dieser Überlegung nachging (>>>nachhing?? oder: "während ich noch überlegte"?) , fing er leider schon an zu reden. „Sag mal, kennst du Sartre?“
Na großartig. So ein pseudo-intellektueller (Großschreibung?) . Sieht einen Typen der allein in der Bar sitzt, und denkt, dass er diesen nun mit seinem Halbwissen nerven und ein „ernstes Gespräch“ führen könnte (könne?). Großartig Kiddo, geh lieber saufen und Spaß haben.
Ich entschied, noch ein wenig mit ihm zu spielen. „Noch nie gehört. Wer ist das?“
Pure Dummheit. Solche Leute ertragen das nicht. Hau ab.
„Nicht? Komisch. Du hast ihm heute schon ne Menge Trinkgeld gegeben, deswegen dachte ich...“ Er zeigte auf einen Kellner, der sich gerade mit einem vollen Tableau einen Weg durch die Menge bahnte. Mittlerweile hatte eines der Kids vom Harry und Sally-Tisch wohl die zwei Namen gegoogelt, und nun starrten sie alle voller Ehrfurcht das Schild an. Auch wenn man einen Film nicht kennt, so ein Drehort ist immer faszinierend. (>>> Es ist ähnlich, wenn …)Genau wenn man an einem Ort steht, an dem angeblich eine große Schlacht stattgefunden hat. Man hat keine Ahnung wer gegen wen warum gekämpft hat, trotzdem findet man es sehr mächtig (beeindruckend?) und beängstigend.
Ich sah Bob scharf an. „Du willst mir sagen...“,Ich holte mir eine Zigarette aus der Tasche, „dass der Typ da...“ Ich wedelte mit dem nun glühenden Ding auf den Kellner. „...Sartre heißt?“
Bob nickte.
„Ja.“
„S-A-R-T-R-E. So wie der existenzialistische Philosoph aus Frankreich?“
Bob grinste mich an, und nippte an seinem Bier.
„Ich wusste doch du kennst Sartre. Typen die einsam in der Ecke sitzen, kennen Sartre immer. Steht vermutlich so in der Stellenbeschreibung. Nein, der Typ dahinten heißt Ronnie Müller, aber wir alle nennen ihn Lonnie.“
Ich musste kichern. Blondie hatte es geschafft. Mein Kichern steigerte sich in ein Lachen. Nicht, dass man nicht lacht wenn man depressiv ist. Es ist aber selten ehrlich gemeint, außer(,) der Witz ist wirklich gut. Ich beschloss (,) Bobs Anwesenheit noch ein wenig länger zu dulden.
„Du kommst also öfter her?“ An dieser Stelle möchte ich mich für diesen äußerlich (scheinbar?) unkreativen Satz entschuldigen. Mein Gehirn war zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt (,) Lonnie Sartre zu symbolisieren, dass ich doch noch gern einen Drink hätte.
Als ich damit fertig war, hatte Bob schon angefangen zu erläutern, dass er zum Ersten Mal in seinem Leben hier war.
„Moment mal“, unterbrach ich ihn. „Wie könnt ihr ihn denn alle Lonnie nennen, wenn ihr das Erste Mal da seid?“
„Zum einen hast du mich missverstanden. Als ich vorher „wir“ gesagt habe, meinte ich dich und mich. Ab jetzt nennen WIR ihn Lonnie. Seinen richtigen Namen weiß ich, weil ich mit den Leuten rede.“ Er nickte Lonnie, der gerade mit meinem Drink anmarschierte, freundlich zu. „Nicht wahr, Lonnie?“
„Oh he Bob, wie geht’s?“, nuschelte dieser aus seinem Bart, bevor er wieder zurück zur Bar hetzte. So langsam hatte ich genug von diesem Kerl. „Hör mal...Bob. Wenn das dein Name ist. Ich finde es ja wirklich nett, dass du mir Gesellschaft leisten willst, aber wenn ich eins jetzt nicht brauche, dann ist das Gesellschaft. Also komm bitte zum Punkt, wenn es hier so etwas wie einen Punkt gibt.“

Bob seufzte, nahm noch einen tiefen (?) Schluck und stand auf. Anstatt, wie von mir erhofft, zu gehen, lehnte er sich jedoch über den Tisch. Als er den Mund aufmachte hatte ich einen Blick auf seine makellos weißen und geraden Zähne, und seinen braunen Bartschatten.
„Ok, hör mir zu.“ Er hörte kurz auf zu reden, als die Kids am Harry und Sally-Tisch sich laut zuprosteten.
„Ok, genau zuhören: Ich. Brauche. Deine. Hilfe.“
Ich sah ihn mit gehobenen Augenbrauen an, wartend auf eine Fortführung des Satzes. (bisserl holprig hier ...)
Als diese nicht kam, fragte ich genervt: „Bei was?“
„Du musst mir helfen, diese Bar in die Luft zu jagen.“
Ich starrte ihn an. Er war verrückt. Natürlich. Verrückt oder Betrunken.
„Na gut, nicht nur die Bar.“, fuhr Bob fort. „Vielleicht auch die ganze Stadt. Mal schauen.“
Ich stammelte ein bisschen vor mich hin. Als mein Gehirn eine zufriedenstellende Antwort ausgearbeitet hatte, brachte ich diese leider nur noch zu zwei Drittel hervor.
„Wa-„

In diesem Moment wurde ich durch einen lauten Knall unterbrochen, der an der Stelle des Harry und Sally-Tisches und dessen Bewunderern nur eine brennende Masse von brennenden Holzsplittern und Kleidungsfetzen zurück ließ.



Wie gesagt, für mich ist der Text gar nicht schlecht, es mangelt veilleicht an Sorgfalt, falls du noch Mal drüber gehst, vielleicht laut lesen, damit du hörst, wo es sprachlich evtl. noch mangelt.

Der Knall am Ende hier genügt einfach nicht, falls es sich wirklich um eine Explosion handelt, die die beschriebene Zerstörung anrichtet, dann spürt der Prota sie, er hört sie nicht nur ...

Ich würde gern weiterlesen,

Anja
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Uenff
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 27
Beiträge: 1063
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 16.04.2011 18:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moi, Lorraine.

Erstmal Danke für das Durchlesen und die Rezension.


Zitat:
Deine Story spricht mich an, und ich würde gern wissen, wie es weiter geht, mir ist nur der Knall am Ende dieses Postings nicht explosiv genug … Deine Sprache hat was, ich fühle mich ziemlich nah am Prota, wohl wegen der Gedankensprünge, die in seinem Kopf stattfinden und uns seinen Zustand der Genervtheit gut erleben lassen, auch seine Unentschlossenheit, was nun mit der Situtation anzufangen sei.


Danke. Die Fortsetzung wird aber noch überarbeitet, nicht, dass nochmal so viele Flüchtigkeitsfehler drinnen sind.  Shocked

Zitat:
Der Knall am Ende hier genügt einfach nicht, falls es sich wirklich um eine Explosion handelt, die die beschriebene Zerstörung anrichtet, dann spürt der Prota sie, er hört sie nicht nur ...


Weißt du, in der zweiten Version war das etwas gigantisches, dass die halbe Bar in die Luft gejagt hat. Das war mir zu flashy. Aber du hast recht, dass hier ist doch etwas zu wenig.
Ich will an dieser Stelle einmal kurz ausholen, und bemerken, dass das Ganze auf einer wahren Begebenheit beruht. Na gut, die Bar ist nicht in die Luft geflogen, sondern es ist ein Auto reingefahren. Und es gab auch keine Verletzten. Ein Auto ist natürlich was anderes als eine Explosion, und deswegen werde ich noch die Erschütterung einbauen, die beim Originalzwischenfall gefehlt haben.

Deine Verbesserungsvorschläge sind allesamt sehr gut, ich werde die meisten übernehmen, und die Rechtschreibfehler ausmerzen. (Ich scheine in die lästige Angewohnheit zu verfallen, Beistriche falsch zu platzieren. Da schäm ich mich ja regelrecht. Embarassed )


Zitat:
Ich würde gern weiterlesen,

Das größte Kompliment, dass es für mich gibt. Danke.
Wird aber dauern, erstmal den ersten Teil überarbeiten und den zweiten noch auf Vordermann bringen.

Vielen Dank nochmal!

Chee...

Ciao,
Inkognito.

EDIT:

Zitat:
(gibt es später noch einen Bezug hierzu??)

Jo. Das ganze ist für den armen Prota nur der Beginn mehrerer unglücklicher Zwischenfälle. Allgemein denkt er/sie dabei recht wenig nach.
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Arun Krishna
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 39



BeitragVerfasst am: 18.04.2011 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Schön beschrieben, allerdings muss ich jetzt auf eine Fortsetzung warten. *ungeduld*
Mich hat nur am Ende gewundert, warum der erst um Hilfe bittet, und dann trotzdem ohne Antwort was hochgeht. Hätte ich nicht erst helfen müssen? Vielleicht wird das ja in der Fortsetzung klar.

Ich persönlich hätte mich hier zum Beispiel kürzer gefasst, abgesehen davon, dass man doch normalerweise weiß, wo so ein Film gedreht wurde.  
Zitat:
Natürlich konnte das niemand beweisen. Es ist unmöglich, hier Fakten anzuführen, nur Gerüchte.


Ich bin ja kein Fan von
Zitat:
Ich.brauch.Deine.Hilfe.
Vielleicht kann man den gewünschten Effekt auch anders erzielen?

Grüße
Arun
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Gast







BeitragVerfasst am: 17.04.2012 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Jahrelang unkommentierter Text wurde vom Autor gelöscht.
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