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Selbst-Kritik oder "Die größten Kritiker der Elche"

 
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bloody_mary
Dichter und Denker


Beiträge: 1448



BeitragVerfasst am: 06.01.2009 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das ist schöne daran ist jetzt, daß uns das wieder auf die ursprüngliche Diskussion bringt.

 lol  Du hast Recht, und diese Ironie finde ich grad super!
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Merlinor
Geschlecht:männlichArt & Brain

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BeitragVerfasst am: 06.01.2009 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute

Na ja, zum Thema wurde hier schon lange nichts mehr gesagt. Eigentlich von Beginn an ...

Das Thema heißt nämlich „Selbstkritik“.
Das hat ganz sicher auch damit zu tun, ob man eher geneigt ist, in Rezensionen eigene Schwächen anzugreifen, oder nicht ...
Und mit dem ganzen restlichen Inhalt der Diskussion über „Dichtung und Wahrheit“ auch etwas...

Na ja ... ein sehr eigenartiger Thread anyway ...

Über „Selbstkritik“ an sich wurde hier jedenfalls nur selten geredet.
Aber wenigstens habt ihr hier wieder wundervoll streiten dürfen.
Geklärt habt ihr, wie immer , nichts ...

Herzlich  Very Happy  Very Happy  Very Happy

Merlinor


_________________
„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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bloody_mary
Dichter und Denker


Beiträge: 1448



BeitragVerfasst am: 06.01.2009 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merlinor,

vielleicht ist hier folgendes etwas irreführend: Ich zum Beispiel habe mich eigentlich schon auf den Threadbeginn bezogen. Aber Brynhilda hat evtl. einen etwas unpassenden Titel gewählt. In ihrem ersten Beitrag geht es jedenfalls schon darum, ob man eigene Fehler auch bei anderen kritisiert etc. Also nicht um "Selbstkritik" in dem Sinne, wie du es offenbar verstehst.

Dennoch hast du natürlich Recht, dass einige Beiträge hier auch von dieser Ausgangsfragestellung deutlich abweichen.

Liebe Grüße, Bloody Mary
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Lia
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BeitragVerfasst am: 06.01.2009 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

streiten, wo??

Ich bin dabei

 Laughing


Ist Selbstkritik nicht sowas wie der erste Schritt zum Schreiben?
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 07.01.2009 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem dieses Forums ist, dass es kein Ziel formuliert.
Ilka würde ihre gerne durchsetzen. Moses lacht. Boro studiert.
DSFo ....


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 07.01.2009 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Klartext: Na ja, sie sind schon seit langem überfordert, aber wollen dies nicht wahrhaben.

Herzlich  Very Happy  Very Happy  Very Happy

Merlinor


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Lia
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Beiträge: 120
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BeitragVerfasst am: 07.01.2009 00:43    Titel: Antworten mit Zitat

Question

Heisst das du findest es gibt zu wenig Zensur?
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Mana
Mensch

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Beiträge: 2614
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Apollon
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
Hallo Leute

Na ja, zum Thema wurde hier schon lange nichts mehr gesagt. Eigentlich von Beginn an ...



*hust*dahatjemandnichtallesgelesen....

Ich denke Brynhilda hat da was gutes angesprochen, und mich zumindest hat es zum grübeln gebracht..

Ich denke ich bin nicht der einzige hier der ein riesen Problem damit hat seine eigenen Fehler zu entdecken, vorallem wenn man meine mangelnde Erfahrung in betracht zieht, denke ich, ist das normal. Wenn man hier ein gepflegtes Miteinnander hat, dann kann man sich gegenseitig auf die Füsse treten. Diverse Mitglieder die probleme mit ihren Egos haben und dazu neigen andere zu beleidigen gibts hier schon solange ich hier bin, und die gabs sicher auch schon vorher. Und die gibt es auch anderswo.

Aber meine Mutter sagt immer: Wer anderen auf die Füße tritt, hat am allermeiten angst davor, sebst getreten zu werden. Ich ignorier die einfach, und lass mir nicht die Laune verderben.

Um zur Selbstkritik zurück zu kommen, wenn ich das könnte, wäre ich, und viele andere wohl auch, wesentlich weniger hier. Ich bin hier zum lernen und um ein wenig (oder ein bisschen mehr) Spaß zu haben. Ich denke selbst sachen die man Professionell machen will, sollte man genauso mit Humor angehen, wie jemand, der es nur aus Spaß macht.

Lernen tut man erwiesenermaßen am besten wenn man Spaß dabei hat. Und was dazugehört ist gute Selbstkritik. Man darf keine Angst vorm verlieren haben, so ist es immer im Leben, das gehört dazu.
Ich zeichne schon seit über zehn Jahren, mittlerweile nicht mehr so oft, weil ich jetzt neue Interessen dazu gewonnen habe.
Und ich habe mich in meiner Fertigkeit immer am besten weiterentwickelt, wenn ich bereit war mir einzugestehen dass ich kein Picasso bin, aber das ist gut som denn der hat auch mal klein angefangen.
Es ist so üblich, dass Menschen die eine Begabung haben etwas besser zu können als andere meistens fauler sind.
Da will ich lieber zu dem Rest gehören, der von ganz unten anfängt.

Etymologisch kommt Kunst tatsächlich von können.
Ich sehe Kunst wie ein Handwerk.
Und Handwerker müssen erst lernen. Theorie und Praxis. Und das bedeutet sich auch von Leuten die es können sagen zu lassen wie man es richtig macht. Wichtig ist das man ein eigenes Gefühl für seine Arbeit entwickelt, eines das einem bei der Selbstkritik hilft.

Beim zeichnen hab ichs schon einigermaßen drauf, aber beim schreiben....


_________________
Der Verstand schreibt mit Tinte, das Herz mit Leidenschaft...

Wissenschaft ist ein stahlharter Metalldildo zum umschnallen.- Vince Masuka

Mein Lieblingsepigramm:
"Ich selbst bin Ewigkeit, wenn ich die Zeit verlasse
Und mich in gott und gott in mich zusammenfasse." von Johannes Scheffler
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Michael Lüttke
Cholyriker

Alter: 56
Beiträge: 646
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 07.01.2009 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Brynhilda hat Folgendes geschrieben:
Hallo Goth und Mond!

Hey, ihr beiden! Laßt euch nicht in Diskussionen mit jemanden verwickeln, der nicht diskutieren will, sondern dem es einfach nur darum geht, sich selbst darzustellen und andere niederzumachen.

Solches Verhalten verdient einfach nur eines - Nichtbeachtung.

Um das zu betonen: Diese Leute hatten dieses Gefühl aus sich selbst heraus. Und sie sind mit diesem Gefühl eigener Unzulänglichkeit so verfahren, daß sie es nach außen - also auf mich - projiziert haben, indem sie mir meine Zitate als Unzulänglichkeit unterstellten.



Viele Grüße,
Brynhilda



Schreibt eine Moderatorin. Exclamation  Exclamation  Exclamation
Selbstverliebtheit ist eine komische Sache.
Gefährlich wird sie erst dann, wenn sie der Motor für alles wird.

Die Unterstellung, dass ich nicht diskutieren möchte ist infantil.
Ich weiß nicht wie du meine Aussagen dahin gehend subsúmieren konntest.
Das ist wie immer eindimensional.

Liebe Ilka, es wird meines Erachtens Zeit, dass du dich ernsthaft hinterfragst und nicht nur immer wieder darauf hinweist, dass sich alle zu hinterfragen haben, die nicht deiner Meinung sind.

Das ist keine Provokation von mir, sondern eine ehrlich und aufrichtige Meinung.


Michael
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Elvis Brucelee
Autor

Alter: 49
Beiträge: 768



BeitragVerfasst am: 07.01.2009 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Michael Lüttke hat Folgendes geschrieben:

Selbstverliebtheit ist eine komische Sache.
Gefährlich wird sie erst dann, wenn sie der Motor für alles wird.


Schreibt ein M. Lüttke.  Laughing  Laughing  Laughing
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Michael Lüttke
Cholyriker

Alter: 56
Beiträge: 646
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 07.01.2009 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Aber ich habe nie einen Hehl daraus gemacht. Cool
Ich war immer stright und ehrlich was MEINE Selbstverliebtheit betrifft.
Auch versteckte ich mich nie hinter pseudointellektuellen Zitaten.

Und ich könnte es, glaube mir. Cool

Darum vestehe ich deine Kommentierung nicht. Rolling Eyes



Michael
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MosesBob
Geschlecht:männlichGehirn²

Administrator
Alter: 39
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BeitragVerfasst am: 07.01.2009 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merlinor!

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
Das Problem dieses Forums ist, dass es kein Ziel formuliert.

Das Problem dieses Forums ist, dass die Moderation und Administration nicht durch die Bank weg arbeitslos sind und den ganzen Tag lang Zuhause sitzen. Glaub mir, Merlinor, um die Ziele und Pläne, die wir intern zum Teil schon besprochen haben, umzusetzen und auch konsequent fortzuführen, brauchst du keine Moderatoren, die in ihrer Freizeit hier sind, sondern zusätzlich noch zwei fest Angestellte im Schichtbetrieb. Auf mich bezogen, kann ich nur sagen: Es mangelt nicht am fehlenden Ziel sondern an der Zeit. Wenn du ernsthaft interessiert an meinem Tagesablauf bist, darfst du mir gerne eine PN schicken. Ich wette, danach schießen dir die Tränen in die Augen.

Ein Ziel habe ich übrigens schon häufig formuliert, und das kann für meinen Geschmack gar nicht hoch genug hängen und utopisch genug sein: Mein Wunsch ist es, hier eine Plattform zu etablieren für Schriftsteller, Autoren und blutige Anfänger, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit diversen Verlagen (oder nur einem), um Werke vielfältig rezensieren und kritisieren zu können und alle Fragen auf diesem Gebiet (zum Beispiel auch rechtliche) abdecken zu können. Mein Ziel ist das Über-Forum.

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
Ilka würde ihre gerne durchsetzen. Moses lacht. Boro studiert.
DSFo ....

Um mal wieder zurück zum Thema Selbstkritik zu kommen: Wenn Ilka ihre Ziele gerne durchsetzen würde, Moses nur lacht und der Boro studiert - was macht denn der Merlinor?

Beste Grüße,

Martin


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Das Leben geht weiter – das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)

Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum.
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FallenderMond
Hobbyautor

Alter: 106
Beiträge: 446



BeitragVerfasst am: 07.01.2009 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Hallo Merlinor!

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
Das Problem dieses Forums ist, dass es kein Ziel formuliert.

Das Problem dieses Forums ist, dass die Moderation und Administration nicht durch die Bank weg arbeitslos sind und den ganzen Tag lang Zuhause sitzen.





Martin




Jetzt ist es schon ein Problem wenn man nicht arbeitslos ist, ohweh,
oh weh, das wird übel enden (frei nach warten auf godot)
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MosesBob
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Alter: 39
Beiträge: 20150

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BeitragVerfasst am: 07.01.2009 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Oder frei nach Weyland Smithers von dem Simpsons: "In was für einem Land leben wir eigentlich, in dem man nicht mal mehr über die Straße gehen kann, ohne einen Job angeboten zu bekommen?"

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pna
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Wohnort: Wien & La Habana


Paterson
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Selbstkritik findet für mich immer in Stille statt. Ich nehme mir den Raum den ich brauche und die Zeit, lese, was ich geschrieben habe und frage mich, ob ich zufrieden bin.

Bin ich nie.

Die Hauptfragen, die ich mir stelle sind: Kann ich das noch genauer, noch kürzer, noch eleganter formulieren?
Entspricht die Art, wie ich dies oder das geschrieben habe, den Zielen und Stimmungen des Buches? Welchen Nutzen hat diese oder jene Textpassage für die Geschichte, ihr Fortkommen, ihre Stimmung?

Selbstkritik ist mein ständiger Begleiter, ein Förderer und Sadist, ein Schelm, ein grausamer Punkrockengel, ein Blutegel, mein Geliebter. Wenn ich denke: Ich bin gut, schiebt er mir seinen überlangen Finger rein, und wenn ich schreie, sagt er: "Na, geht doch! Noch ne Oktave höher, wenn ich bitten darf. Das dreigestrichene C freihändig stehend, bitte sehr!"

Und ich folge. Selbstkritik ist der Schatten des Autors, wie ich finde. Ein unangenehm treibender Freund.

Ich mag Selbstkritik. Nicht nur als einen, der mir zeigt, wie ich Dinge besser machen, sondern auch als einen, der mir zeigt, wie weit, und wohin ich mich noch entwickeln kann.
Ich versuche nicht, meine Selbstkritik auf die Arbeiten anderer zu spiegeln. Ich weiß, jeder hat seinen eigenen Selbstkritiker an der Seite. Manchmal hält er sich gut bedeckt oder liegt mit Stolz im Bett und fickt sich den Schwanz wund - und denkt nicht einmal daran, zu arbeiten. Wenn er es tut, dann, wenn wir schwitzen und Schwielen an den Händen haben. Und ganz sicher nicht, wenn wir im Badewasser der Eitelkeit sitzen und uns gegenseitig die Eier massieren.

Liebe Grüße,
Peter


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Mensch sein heißt, an dem Ort zu stehen, wo ein neugieriger Affe einem stürzenden Engel begegnet.
(Terry Pratchett)
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Brynhilda
Felix Aestheticus

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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

bloody_mary hat Folgendes geschrieben:
Aber Brynhilda hat evtl. einen etwas unpassenden Titel gewählt. In ihrem ersten Beitrag geht es jedenfalls schon darum, ob man eigene Fehler auch bei anderen kritisiert etc. Also nicht um "Selbstkritik" in dem Sinne, wie du es offenbar verstehst.y


Hallo Bloody-Mary!

Damit hast du recht. Der Titel könnte wirklich irre führen.
Ich habe ihn deshalb - frei nach den Worten des großen Robert Gernhardt - editiert.
Ich hoffe, das zeigt eher die Richtung der Gedanken an.

Danke,
Brynhilda
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pna
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Paterson
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, mit dem neuen Titel passt mein Eintrag ja nun mal sowas von gar nicht mehr - schauderhaft ...

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Brynhilda
Felix Aestheticus

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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

pna hat Folgendes geschrieben:
Selbstkritik findet für mich immer in Stille statt. Ich nehme mir den Raum den ich brauche und die Zeit, lese, was ich geschrieben habe und frage mich, ob ich zufrieden bin.

Bin ich nie.

Die Hauptfragen, die ich mir stelle sind: Kann ich das noch genauer, noch kürzer, noch eleganter formulieren?
Entspricht die Art, wie ich dies oder das geschrieben habe, den Zielen und Stimmungen des Buches? Welchen Nutzen hat diese oder jene Textpassage für die Geschichte, ihr Fortkommen, ihre Stimmung?

Selbstkritik ist mein ständiger Begleiter, ein Förderer und Sadist, ein Schelm, ein grausamer Punkrockengel, ein Blutegel, mein Geliebter. Wenn ich denke: Ich bin gut, schiebt er mir seinen überlangen Finger rein, und wenn ich schreie, sagt er: "Na, geht doch! Noch ne Oktave höher, wenn ich bitten darf. Das dreigestrichene C freihändig stehend, bitte sehr!"

Und ich folge. Selbstkritik ist der Schatten des Autors, wie ich finde. Ein unangenehm treibender Freund.

Ich mag Selbstkritik. Nicht nur als einen, der mir zeigt, wie ich Dinge besser machen, sondern auch als einen, der mir zeigt, wie weit, und wohin ich mich noch entwickeln kann.
Ich versuche nicht, meine Selbstkritik auf die Arbeiten anderer zu spiegeln. Ich weiß, jeder hat seinen eigenen Selbstkritiker an der Seite. Manchmal hält er sich gut bedeckt oder liegt mit Stolz im Bett und fickt sich den Schwanz wund - und denkt nicht einmal daran, zu arbeiten. Wenn er es tut, dann, wenn wir schwitzen und Schwielen an den Händen haben. Und ganz sicher nicht, wenn wir im Badewasser der Eitelkeit sitzen und uns gegenseitig die Eier massieren.

Liebe Grüße,
Peter


Damikt kann ich mich voll identifizieren.
Bis auf die Sache mit den Eiern.

Ich dachte wirklich mal eine Zeitlang, ich wäre richtig gut. Das war, bis mein erstes Buch erschien.
Als ich es dann in den Händen hielt, dachte ich: "Das ist alles Mist."
Keiner hat zu mir gesagt, daß das alles Mist sei. Das war mein eigenes Empfinden.

Ich bin - meinem Wesen nach - schon sehr kritisch im Umgang mit mir selbst. Mitunter grenzt das an Pedanterie. Das ist solange unproblematisch, solange es nicht in Selbstgeiselung ausartet.
Aber auch das, denke ich, gehört zum Geschäft.

Im Augenblick des Schreibens ist man allein. Dann muß man selbst jede Entscheidung treffen.
In der Lyrik ist das leicht. Da gibt es meist nur einen Weg, aber in der Prosa gibt es so viele Möglichkeiten, eine bestimmte Sache zu tun bzw. zu schreiben, daß man leicht den Überblick verlieren kann. Mir geht es zumindest so, und so vergeht ein Tag, an dem ich einen Satz wieder und wieder schreibe und korrigiere, durchstreiche, neu schreibe korrigiere und so weiter.
Und am Ende kann ich dann, wie James Joyce, sagen: "Heute war ein guter Tag, ich habe einen Satz geschrieben."

Ich bin sicher auch selbst meine unbarmherzigste Kritikerin.
Trotzdem bin ich allen dankbar, die mir als externe Kritiker - auch und vor allem hier im Forum - mit Rat und Tat, ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Seite stehen.
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Brynhilda
Felix Aestheticus

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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

pna hat Folgendes geschrieben:
Tja, mit dem neuen Titel passt mein Eintrag ja nun mal sowas von gar nicht mehr - schauderhaft ...


Das tut mir leid.  Sad

Aber dein Beitrag ist sehr schön.  
Elche sollten sich auch selbst reflektieren.  Wink Das paßt schon.
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Lia
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 120
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BeitragVerfasst am: 07.01.2009 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Selbstkritik ist der Schatten des Autors, wie ich finde. Ein unangenehm treibender Freund...
Ich mag Selbstkritik. Nicht nur als einen, der mir zeigt, wie ich Dinge besser machen, sondern auch als einen, der mir zeigt, wie weit, und wohin ich mich noch entwickeln kann.

Genau das meinte ich als ich oben die Frage stellte
Arrow
Zitat:
Ist Selbstkritik nicht sowas wie der erste Schritt zum Schreiben?


Naja eine Stelle ist nicht so ganz jugendfrei.  Shocked
Aber ansonsten genial formuliert, pna.
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Brynhilda
Felix Aestheticus

Alter: 39
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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 07.01.2009 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Lia hat Folgendes geschrieben:
Ist Selbstkritik nicht sowas wie der erste Schritt zum Schreiben?


Ich denke nicht, daß es der erste Schritt ist.
Der erste Schritt des Schreibens ist das Schreiben. Selbstkritik tritt erst dann auf den Plan, wenn man im Schreiben eine gewisse Reife und eine gewisse handwerkliche Professionalität erreicht hat.

Selbstkritik ist, meiner Ansicht nach, der Unterschied zwischen einem Hobby-Schreiberling und einem Künstler.
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BlackRider
Richter und Henker

Alter: 45
Beiträge: 1930
Wohnort: ZRH


BeitragVerfasst am: 07.01.2009 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Selbstkritik war in China mal gaengig.

_________________
-https://www.youtube.com/watch?v=SnyVYk7pkII-
Leider macht Sucht auch vor Intelligenz nicht halt
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