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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Das Lied der Krähen


 
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Rabenlied
Sonntagsschreiber


Beiträge: 24



BeitragVerfasst am: 19.03.2011 13:33    Titel: Das Lied der Krähen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Sie fragten mich woher ich wusste das es jetzt soweit war.
Ich sagte ihnen, es läge etwas in der Luft.
Eigentlich hatte ich ihnen schon viel früher und oft davon erzählt, aber erst jetzt hörten sie mir zu.



Die Geschichte begann in einem kleinen dunklen Zimmer. Eigentlich ist diese Formulierung nicht ganz richtig, denn eine Geschichte beginnt und endet nirgendwo, aber der Einfachheit halber nehmen wir an das die, für die Geschichte bedeutsamen Ereignisse hier konsequent ihren Anfang nahmen um schließlich zu den Umständen zu führen von der ich gleich erzählen werde.

Das Zimmer war sehr klein. Nicht viel größer als eine Abstellkammer oder ein begehbarer Kleiderschrank und es vermittelte eher den Eindruck des Ersteren. Es besaß kein Fenster, was  eine Stimmung der Beklemmung aufkommen ließ und die Tür die den Raum von den Rest der Welt abgrenzte war aus rostigem Metall und fest verschlossen.
Sie war schon seit einer geraumen Weile nicht mehr geöffnet worden. Nicht einmal die kleine Klappe an ihrem unteren Ende,die so oft den Beginn des nächsten Tages angekündigt hatte.
An einer der Zimmerwände, nehmen wir mal an es handelte sich dabei um die Nordwand, war eine Toilettenschüssel und gleich daneben ein kleines Waschbecken angebracht. Beide recht klein, so als wären sie für eine zierliche Person oder ein Kind gedacht, aber sie versprühten den selben schmutzfleckigen Charme wie der Rest des Raumes und aus dem Wasserhahn war das stetige Tropfen zu hören, dass auf eine undichte Stelle hinwies. Jenes Tropfen das sicher schon einige Menschen um den Verstand gebracht hatte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.
Dem Gegenüber befand sich ein kleines Bett. Fast schon zu klein für die Person die darin lag. Ihre Füße und ein gutes Stück ihrer Beine, eingepackt in einem Pyjama auf dem kleine Teddybären auf noch kleineren Halbmonden schliefen, schauten ein gutes Stück weit aus der Bettdecke hinaus.
Über dem Mädchen hing eine Leuchtstoffröhre.
Sie war aus und das Mädchen schlief.
Aus dieser Perspektive sah das Zimmer recht gewöhnlich aus. Sicher war es nicht der geeignete Ort für ein kleines Mädchen, aber als schon vorher erwähnte Abstellkammer hätte es gute Dienste verrichtet und wäre sicher nicht weiter erwähnenswert gewesen.
Aber der Schein trog.
Es handelte sich hier nicht um ein gewöhnliches Zimmer, in einem gewöhnlichen Haus, an einem gewöhnlichen Ort. Nein, dieses Zimmer war so verzaubert, wie alles hier und das einzige was nicht voll und ganz von Magie erfüllt war, war das kleine Mädchen selbst, dass immer noch in dem kleinen Bett schlief und ein ganz klein wenig schnarchte. Gerade so wie es sich für ein kleines Mädchen noch gehörte.
Dieses Schnarchen war von der Art, die nur ganz kleine Äste absägte und im Laufe der Zeit wohl kaum Schaden in einem Wald voll prächtiger Bäume anrichten konnte und fast so regelmäßig wie das stete Tropfen am Waschbecken. Normalerweise wäre das Mädchen schon längst aufgewacht und hätte zumindest schon gefrühstückt. Der Hunger hätte sich wohl bald gemeldet, aber bevor dieser sich knurrend bemerkbar machen konnte, wurde das kleine Zimmer mit einem Mal wuchtig erschüttert. Der ganze Erdboden setzte sich in Bewegung und schüttelte das kleine Bett so sehr, dass es von der Wand wegzuhopsen begann und die Röhre über dem Bett fing an gefährlich hin und her zu schwanken.
Das Mädchen wurde Unsanft aus ihren Träumen gerissen. Träume von Prinzen und Rittern die endlich ihre Nachricht erhalten hatten und vor der Tür ihres Verlieses einen gewaltigen Rammbock aufstellten um diese mit vereinter Kraft einzureißen.  Doch gerade als der letzte Schlag die mächtige Tür zu zerschmettern drohte, erwachte das Mädchen aus ihrem Schlummer und musste sich plötzlich an ihrem Bett festhalten um nicht heraus zu fallen.
Die Erschütterungen gewannen immer mehr an Stärke und das Mädchen bekam es mit der Angst zu tun. Sie fiel vom Bett und kam nicht mehr auf die Füße, obwohl sie es ein paar Mal versuchte, aber immer wenn sie gerade dachte einen einigermaßen sicheren Stand zu haben, holte das nächste Beben sie wieder unsanft zurück auf den Boden und so krabbelte sie schließlich auf allen Vieren zur Tür und versuchte diese zu öffnen.
Aber da war nichts zu machen. Weder Rütteln am Knauf, noch kräftiges Ziehen konnte die Tür dazu bewegen, sich auch nur einen Spalt weit zu öffnen. Selbst als das Mädchen mit aller Kraft an dem Knauf zog und ihre Füße gegen die Wand stemmte ,um noch etwas stärker zu ziehen, funktionierte es nicht. Die Tür blieb geschlossen. Sie versuchte es noch weiter, während die Angst von ihrem Körper Besitz ergriff und sie anfing um Hilfe zu schreien. Doch niemand schien sie zu hören oder sich die Mühe zu machen ihr zu helfen. Jetzt lösten sich auch noch Bröckchen aus dem Putz der Decke und rieselten herab und denen folgten mit etwas Abstand kleine Steine, die wie Hagelkörner herunter prasselten, sodass das Mädchen ihr Gesicht mit den Händen schützen musste. Aufgeben wollte sie aber noch nicht. Vielleicht handelte es sich ja wirklich um die Befreier aus ihrem Traum, die versuchten die Tür mit Gewalt einzureißen und nicht einsahen, in welche Gefahr sie die zu Befreiende damit brachten. Das Mädchen rief noch lauter.
„Hilfe, ihr bringt mich ja um. Hört auf damit.“ , aber die Befreier konnten sie nicht hören.
„Das kommt davon wenn man große, glänzende Rüstungen trägt. Man kann darin bestimmt fast nichts mehr hören.“, sagte sie leise.
Aber vielleicht konnte sie doch noch auf ihre Notlage aufmerksam machen. In einer kleinen Pause zwischen zwei Erschütterungen versuchte das Mädchen die kleine Klappe am unteren Ende der Tür zu öffnen. Wenn sie diese nur weit genug auf bekam, konnte sie sich vielleicht endlich verständlich machen und vielleicht gab es ja noch einen anderen Weg sie zu befreien. Auf ihrer Seite der Tür befand sich nur leider kein Griff oder Knauf und so konnte sie die Klappe nur mit all ihrer verbliebenen Kraft drücken. Sie versuchte es wieder und wieder und hatte schon das Gefühl das sich endlich etwas tat. Noch ein letzter Versuch, dann sollte es endlich geschafft sein. Gerade als die Vorderseite der Klappe  nachgab, bekam das Mädchen plötzlich einen kräftigen Stoß von hinten und die Welt versank in einem wunderbaren Sternenhimmel.

Als sie ihre Augen öffnete hatte sich einiges verändert. Der Raum hinter ihr war eingestürzt und aus einem riesigen Geröllhaufen schaute ein Stück vom Bett und dem Waschbecken heraus. Ihr Bett und ihr Waschbecken. So viel war ihr klar, aber sie konnte sich nicht daran erinnern wie sie an diesen Ort gekommen war und was  sie hier sollte. „Ich werde es schon herausfinden.“, dachte sie  entschlossen und sah sich weiter um. Aber auch sonst kam ihr der Raum so anders vor. Ein Blick nach oben zeigte ihr einen Himmel wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Rote, grüne, blaue und gelbe Leuchtpunkte waren dort in der Ferne zu erkennen und sie hätte diese fast für Sterne halten können, doch seit wann konnten sich Sterne bewegen und umeinander herumschwirren, als würden sie sich neugierig gegenseitig beobachten um dann sogar dann und wann miteinander zu verschmelzen oder ganz schnell voneinander weg zu streben und sich neue Partner für ihren seltsamen Tanz zu suchen?
Und auch sonst war der Himmel seltsam. Denn es gab keinen Mond und auch keine Wolken die ihn hätten verdecken können. Nur so viele Sterne, dass das Mädchen schon nach kurzer Zeit den Versuch aufgab sie zu zählen und unter diesen Sternen verloren sich die Zimmerwände, oder das was noch von ihnen übrig war nach einigen Metern in der Dunkelheit und es war nicht zu erkennen ob sie dort noch viel weiter in die Höhe ragten oder irgendwann aufhörten. Dieser Anblick, so sonderbar er auch erschien, war für das Mädchen auf eine seltsame Art vertraut. Der Gedanke daran verhielt sich wie ein kleiner Vogel und entfloh ihr jedes mal, wenn sie ihn zu erhaschen versuchte. Doch weitaus sonderlicher als das Farbenspiel am Himmel, das für ein diffuses Licht sorgte und zumindest die unmittelbare Umgebung des Mädchens sichtbar machte, war die andere Seite des Raumes. Sofort erblickte die Kleine das große Tor. Es wäre auch nicht zu übersehen gewesen. Sie zählte leise und riss vor erstaunen die Augen weit auf. Es war bestimmt mehr als zwanzig Schritte groß und zehn Schritte breit und  füllte die ganze Seite des Raumes aus. Was noch viel seltsamer war, denn wenn das Mädchen zu den anderen Wänden des Raumes blickte, erschienen diese ihr viel näher, als das das Tor so breit sein konnte und doch scherte sich das große Portal nicht darum, dass doch eigentlich gar nicht genug Platz da war.
Dieser Anblick war sehr irritierend und schon nach kurzer Zeit bekam das kleine Mädchen Kopfschmerzen und verbot sich weiter darüber nachzudenken. Es war nun einmal so und nicht anders und würde sich ihr zuliebe bestimmt auch nicht ändern. Außerdem erinnerte sie sich wage an ganz andere Wunder von denen sie damals in einigen Geschichten gehört hatte. Trotzdem staunte sie natürlich nicht schlecht und konnte ihren Blick kaum abwenden. Das Tor war nicht nur unglaublich groß und massiv, sondern man hatte es auch mit aufwendigen Verzierungen versehen. Dort wo die beiden Torflügel sich berührten war die Darstellung zweier Gestalten die sich eng umschlungen in den Armen hielten und der Welt den Rücken zu kehrten. Da sich die Abbildung weit über dem Kopf des Mädchens befand, konnte sie es nicht ganz genau erkennen, aber es sah doch so aus als wären die beiden Gestalten menschlich. Fast zu deutlich konnte sie allerdings sehen, was sich unter dem umschlungenen Paar befand.
Jemand hatte in aufwendiger Arbeit hunderte und aberhunderte Mäuse und Ratten aus aus einem metallisch glänzendem Material am Fuß des Tores angebracht und es kam dem Mädchen fast so vor, als würden sich die kleinen etwa handgroßen Nager bewegen. Es war eine Flut aus Schwänzen, Fell und kleinen Pfoten die beinahe echt aussahen und sie vermittelten den bizarren Eindruck alles ganz genau mit ihren Knopfaugen zu beobachten. Diese Tiere füllten die ganze untere Hälfte des großen Portales aus und der Künstler hatte gezielt den Eindruck vermitteln wollen, dass sie zu den Füßen des Paares hin strebten, dass sich in seiner innigen Umarmung wohl keiner Gefahr bewusst war.
„Sie sind hinter euch her.“, flüsterte das Mädchen und war von der düsteren Stimmung des Bildes ganz gefangen. Da drehten sich die beiden Gestalten plötzlich um und offenbarten schreckliche Fratzen, seelenlose und bösartige Gesichter mit kleinen, funkelnden Augen aus Obsidian und pockennarbiger Haut. Das Mädchen erschrak  und konnte sich doch nicht von diesem Anblick abwenden. Die Gestalten aber lösten aber ihre Umarmung und das große Tor öffnete sich ohne auch nur den geringsten Laut zu verursachen. Es gab aber keinen Raum preis und auch keinen Gang oder gar eine weitere Tür, sondern nur Dunkelheit von einer Art und Intensität, die das Mädchen noch nie zuvor gesehen hatte, oder besser nicht gesehen. Diese Schwärze hatte Substanz und tastete mit kleinen, wie Finger aussehenden Fortsätzen in den Raum hinein und suchte.
Das Mädchen spürte das unmittelbare und heftige Gefühl von großer Gefahr die von der Tür ausging und zog sich in die hintere Ecke des Raumes zurück. Allerdings war es überraschenderweise keine unbekannte Gefahr, sondern etwas das sie nicht zum ersten Mal erlebte, an das sie sich aber nicht mehr richtig erinnern konnte. Etwas das sich ihr irgendwie entzogen hatte. Wie ein Gegenstand dessen nutzen man nicht mehr genau bestimmen konnte. Dessen schrecklicher Zweck aber wie eine schwarze Seele an ihm klebte und den Betrachter erschaudern ließ.  Vertraut und unbekannt zugleich.
Die tastenden Finger hatten sie fast erreicht und das Mädchen schloss ihre Augen. Vielleicht konnte sie diese Dunkelheit einfach vergessen und mit ihr die Gefahr, das Zimmer und das Tor.
Wenn sie nur fest genug daran glaubte und jedes Blinzeln unterdrückte.
Letztendlich wusste sie nicht, wie lange sie so in der Ecke gesessen hatte, aber es kam ihr vor wie eine Ewigkeit. Waren Minuten, Stunden, Tage oder Wochen vergangen?
Irgendwann hatte sie es einfach nicht mehr ausgehalten und die Augen wieder geöffnet.
Die seelenlose Schwärze die nach ihr gesucht hatte, war verschwunden. Es herrschte nun wieder ein normales Halbdunkel und die kleinen Leuchtpunkte in der Ferne strahlten wie kleine Laternen der Hoffnung und gaben dem Mädchen wieder etwas Mut. Das Tor war noch immer geöffnet und dahinter lag nun ein großer Raum, dessen Größe sich aus der Entfernung nicht einschätzen ließ.
Er verlor sich irgendwo in der Dunkelheit, die so normal und gewöhnlich wirkte, dass sie dem Mädchen auf einmal wunderschön vor kam. Sie ging vorsichtig auf das Tor zu und blickte sich nach plötzlich hervor schnellenden Schatten und bösartigen Figuren um, aber als sich nichts davon zeigte, trat sie schließlich durch die Öffnung in die große Halle hinein und verschwand.  

Ein Kribbeln machte sich auf ihrer Haut bemerkbar als sie die Schwelle zur anderen Seite überschritt. Doch dann verspürte sie einen starken Sog der sie in eine ganz andere Richtung drängte. Rings um sie herum war nichts als wirbelnde Schwärze von der Konsistenz einer zähen Flüssigkeit die jede Pore ihrer Haut bedeckte und sie wusste, dass sie ersticken würde, sobald sie den Mund öffnete. Lange konnte das Mädchen so aber auch nicht durchhalten. Dann als es schon aller höchste Zeit wurde, löste sich der Nebel auf und das Mädchen öffnete den Mund und sog die frische Luft in ihre Lungen.

„Da bin ich ja gerade noch rechtzeitig gekommen.“ , sagte eine freundliche, ältliche Stimme und das Mädchen staunte nicht schlecht als sie die Gestalt erkannte die nur ein paar Schritte vor ihr stand.
Denn vor ihr stand kein Mensch, sondern ein Wesen das aussah wie eine riesige, auf zwei Beinen laufende Maus oder vielleicht eher Ratte. Ein Wesen wie aus einem der Märchen die sie an so vielen Abenden gehört hatte.  Es hatte ein pelziges Gesicht ,eine längliche Schnauze und trug eine braune Kapuzenrobe die nur den Kopf und einen langen, schuppigen Schwanz erkennen ließ, der aufgeregt über den Boden pendelte.
Der alte Rattenmann schaute sie mit intelligenten und freundlichen Knopfaugen an und der Ausdruck in seinem Gesicht nahm ihr jegliche Angst, er war neugierig und wissend zugleich. Die Gestalt stützte ihr Körpergewicht auf einen langen Stock und zeigte belehrend mit einem langen, filigranen Finger auf das Mädchen. Dann bemerkte er wohl ihre  überraschten Gesichtsausdruck und ihren starrenden Blick und überlegte es sich anders.
„Ach, komm erstmal mit und erhole dich ein bisschen. Bei einem guten Krug Päneler Schwarzfunke wird dir schon alles klar werden und mir bringt er ein bisschen Leben in die alten Knochen.“, dann schaute er sich kurz nach beiden Seiten um. „Außerdem ist es nicht gut zu lange an einem Fleck stehen zu bleiben. Man weiß ja nie wessen Aufmerksamkeit man dadurch erregt.“
Kaum hatte er das gesagt fasste er nach ihrer Hand und führte sie durch einen langen und dunklen Gang, der so niedrig war, das sie beide geduckt gehen mussten.
Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie sich nicht in der Halle befand die sie zuvor gesehen hatte und das sie nicht ausmachen konnte wie sie hier gelandet war. Der Gang erstreckte sich sowohl hinter, als auch vor ihr unendlich weit in den kalten, schwarzen Fels hinein und sie konnte nur deshalb etwas sehen, da ein Leuchtpunkt vor dem Alten hin und her schwebte. Es war ein kleiner, surrender Käfer der mal hier hin, mal dorthin flog und dessen Körper gelb leuchtete und er schien von der selben Art zu sein, wie die Sterne die sie in der großen Halle gesehen hatte.  Die Hand des Alten fühlte sich warm an und sie konnte flaumigen Pelz spüren. Nägel oder Krallen hatte er nicht und seine Finger waren dünn und lang.
„Diese Gänge sind die Überbleibsel der Ka-licKs und kaum jemand erinnert sich noch daran und die, die es tun meiden sie. Doch solange ich noch lebe wird es immer eine sichere Passage geben.  
Hier folgt uns gewiss keiner. Nein, nein.“, hörte sie seine beschwichtigende Stimme sagen und auch wenn sie nicht wusste wovon er sprach, so gaben ihr die Worte doch ein Gefühl der Sicherheit.
Doch dann, bevor seine Worte in der Dunkelheit verhallten ,warfen sie seltsame Echos die mal lauter und dann wieder leiser wurden und so klangen als wenn der Alte mal näher und mal weiter entfernt stand und sie griff fester nach seiner Hand, um sich zu vergewissern das er noch neben ihr ging.
Während der Gang sich mal in die eine, mal in die andere Richtung wandte hob der Alte wieder die Stimme.
„Für dich muss das alles sehr komisch sein, aber für Erklärungen ist später noch genug Zeit. Nur das eine möchte ich dir schon sagen. Du kannst mich Tom nennen und auch mit „alter Tom“ bin ich zufrieden, denn die meisten nennen mich so und alt bin ich, ohja, sehr alt und meine Knochen erzählen mir den lieben langen Tang Geschichten.. wenn du wüsstest...
„Tom, alter Tom. Wie bin ich nur hier her gekommen?“, unterbrach das Mädchen ihn.
„Durch eine Tür, sowie du auch ein Zimmer betrittst und das...nicht zum ersten Mal.“
„Ich war schon einmal hier?“
„Ach, vergiss was ich sagte, mein alter Geist spielt mir da vielleicht einen Streich. Aber sage mir einmal ob du mir auch deinen Namen nennen kannst. Das gebietet die Höflichkeit doch, hehe.“
Da wusste das Mädchen keine Antwort, denn so sehr sie auch überlegte, ihr Name wollte ihr einfach nicht einfallen. Es schien ihr kurz als könnte sie sich an etwas Erinnern, aber der Gedanke flutschte ihr davon wie ein ein kleiner, schneller Fisch der sich einfach nicht fangen lassen wollte, schon gar nicht mit bloßen Händen und  verschwand im kalten Wasser.
Sie schüttelte den Kopf.
„Ich weiß es nicht. Ich glaube ihn einmal gewusst zu haben, aber nun ist er fort.“
„Wenn du angeln musst, dann bring Zeit und eine Angel mit.“, sagte jemand
und sie starrte Tom an und konnte schwach erkennen das Tom's Gesicht  im glimmenden Licht des Käfers zuckte, aber dann schaute er stur geradeaus und führte sie weiter.
Sein Händedruck aber wurde fester und ihr war mit einem Mal die Kälte bewusst die aus der Dunkelheit sickerte. Es kam ihr vor, als hätte diese sich hinterrücks angeschlichen um sie jetzt mit einem Mal zu überfallen und sie zitterte am ganzen Körper.
Tom entging das nicht und er hielt inne. Dann ließ er ihre Hand los, nur um seine Robe auszuziehen und sie darin einzuwickeln.
Als sie seine Gewandung angezogen hatte, war ihr überhaupt nicht mehr kalt und das ,obwohl sie gar keine Schuhe an den Füßen trug. Es war so, als würde die Wärme ihren ganzen Körper umgeben.
„Danke, alter Tom.“
Der nickte nur, nahm wieder ihre Hand und setzte seinen Weg nun schweigsam fort.
Ohne seine Kleidung jedoch, konnte sie seinen pelzigen Körper erkennen und der Anblick erschrak sie. Der Pelz seines Körpers war dünn. Er hatte  viele Haare verloren und einige große Narben. Manche davon sahen wirklich schlimm aus. Aber auf seinem Rücken war der Pelz noch am dichtesten. Der größte Teil war schlohweiß, aber in der Mitte verlief eine grau-braune Linie bis zum Kopf.
„Ist dir nicht kalt wenn ich deinen Mantel trage?“
„Ach nein. Wie du siehst habe ich einen Pelz der mich vor der Kälte schützt. Du solltest dir auch einen zulegen. So kahl musst du ja ständig frieren wenn du mal nicht die Tracht deiner Zunft trägst. Meine Kleidung zeichnet mich als Gelehrten aus und manchmal dient sie mir auch als Unterlage zum schlafen.“
Das Mädchen verstand nicht ganz was er meinte.
„Was macht denn ein Gelehrter?“
Tom erzählte es ihr während er sich an einer Kreuzung nach rechts wandte.  
„Ein Gelehrter steckt seine Nase den lieben langen Tag in Bücher und grübelt über altes Wisse nach. Aber das ist nur ein Bruchteil seiner Arbeit. Ab und an liest er auch kleine Menschlein an der Pforte auf und bringt sie in Sicherheit und manchmal hat er auch das Glück eine ganze Schale voller Kekse verputzen zu können.“
Erst jetzt fiel dem Mädchen der kleine Beutel auf, aus dem sich Tom etwas in den Mund steckte und so laut knabberte das es in der Dunkelheit widerhallte.
Jemanden beim Essen zuzusehen wenn man selbst schon eine ganze Weile nichts mehr gegessen hatte, konnte schon sehr, sehr hungrig machen und so starrte das Mädchen auf Tom's Mund und die kauenden Bewegungen seines Kiefers. Der aber lief einfach weiter und tat so als würde er den Blick des Mädchens gar nicht bemerken. Das ging so lange gut, bis sie ihm in die Seite stupste.
„Was ist denn?“, schnaubte er. „Wir können jetzt nicht anhalten und müssen uns etwas beeilen. Wir betreten jetzt bekanntes Territorium.“
Als er das sagte machte der Gang einen Knick und mündete in einer weiteren Höhle. Erst war nichts besonderes zu erkennen, doch dann konnte das Mädchen etwas hören. Sie vernahm ein Gewirr aus Stimmen die ihren Ursprung irgendwo ganz in der Nähe haben mussten. Für einen Moment vergaß sie ihren knurrenden Magen und versuchte zu verstehen was da gesagt wurde. Doch es war einfach noch zu weit entfernt und zu undeutlich. Als sie Toms blick kreuzte, blieb er stehen und lauschte. Sie konnte erkennen das die Geräusche für ihn nichts unerwartetes waren, doch blieb er ihr eine Erklärung schuldig und reichte ihr stattdessen etwas aus seinem Beutel. Es sah aus wie ein kleiner Keks und da er ihr zuzwinkerte steckte sie ihn in den Mund. Sie bereute es sofort. Das Ding war steinhart und schmeckte abscheulich. Sie spie den  Keks aus und spuckte, während Tom nur mit der Schulter zuckte.
„Macht nichts. Dann bleibt mehr für mich übrig.“ Dann beugte er sich etwas zu ihr und seine Stimme wurde sanfter:“Wir finden schon etwas das für dich genießbar ist. Denn an dem Ort den ich dir Zeige gibt es für jeden etwas.“

Tatsächlich war es nicht mehr weit. Die Geräusche die erst undeutlich zu ihnen gedrungen waren, gewannen an Deutlichkeit. Es handelte sich offensichtlich um unterschiedliche Stimmen und dem Mädchen kam der Gedanke, dass es sich hier um eine vertraute Situation handelte und das obwohl sie sich doch sicher war, noch nie an diesem Ort gewesen zu sein. Der Höhlenpfad endete je und Tom machte das Mädchen auf einen Gang aufmerksam der so hinter zwei Felswänden versteckt waren die fast ineinander verliefen, dass sie ihn zuerst nicht gesehen hatte. Kaum waren sie jedoch durch die Öffnung getreten gelangten sie auf eine Art Plateau das den Blick auf eine riesige Kaverne frei gab.
Das Mädchen staunte nicht schlecht, als sie vorsichtig an den Rand trat. Dort über ihr tanzten tausende winzige Lichter, die in ihrer Bewegung wie Sternschnuppen aus sahen und ihr Licht strahlte hell genug um die Gebäude darunter erkennen zu lassen und dieser Anblick war beeindruckend.
Da unter Ihr konnte sie Häuser erkennen. Ja, dort befanden sich tatsächlich Behausungen. Sie staunte nicht schlecht als sie die kleinen erhellten Löcher sah, die aus dem Fels zu starren schienen und aus manchen schauten sogar Leute heraus. Es gab prächtige Villen mit goldenen Toren und kleine verhutzelte, windschiefe Hütten. Glimmende Lichter aus vielen Fenstern ließen vermuten, dass diese Häuser bewohnt waren und die Bewohner hatten ganz eindeutig einen Faible für Farben. Kein Haus sah aus wie das andere und alle waren sie bunt angemalt. Die Farben waren ganz und gar nicht abschreckend, nein sie  wirkten fröhlich und einladend und neben den Häusern gab es noch  hohe, bunte Türme deren Spitzen sich in den Felswänden verloren und vielleicht sogar aus dieser Höhle heraus führten, an eine ungewisse Oberfläche. Sie  konnte sogar eine Burg erkennen.
Deren Gemäuer war alt und verwittert und aus den Steinen wuchsen vielerlei Pflanzen. Eine Zugbrücke führte über einen Abgrund hinweg in die Stadt hinein, denn nichts anderes war das was sie dort erblickte, als eine Stadt inmitten einer großen Höhle.
Kaum hatte sie sich an einer Sache satt gesehen, fiel ihr schon wieder etwas neues auf und lautstark wies sie Tom darauf hin. „Da, sie nur. Häuser und Leute und Stimmen. Was ist das hier für ein Ort?“
Da gab es Brunnen und Lagerfeuer und überall herrschte geschäftiges Treiben. Zwar konnte sie die Leute von ihrer Position aus nicht genau erkennen, aber sie sah doch, dass es viele waren und das Stimmengewirr, dass sie schon vorher gehört hatte, musste von diesem Ort gekommen sein.
Sogar einen Zeltplatz erkannte sie. Dabei musste es sich um einen Turnierplatz handeln, denn überall waren bunte Fähnchen zu sehen, die in der sanften Brise, die sie schon die ganze Zeit über gefühlt hatte lustig flatterten. Ja, da war ein großes Feuer und Gestalten tanzten wie wild darum.
Da war Geschrei, Gelächter und Getöse und die Stimmung war wohl äußerst gelassen. Ansteckend war sie auch, denn das Mädchen kam plötzlich der Wunsch zu tanzen. Doch das alles ging in ihren Fragen unter.
„Da, das Fest dort. Was wird da gefeiert? Gehen wir dorthin? Bekommen wir dort etwas zu essen?“

Tom machte dem ein Ende, indem er seine Stimme hob und sagte:
„Das wirst du gleich selbst erleben, denn genau da wollen wir hin.“



Von diesem Felsvorsprung führte eine Treppe tief hinab und die beiden müden Wanderer erreichten schließlich den Festplatz der unter ihnen Lag. Die feiernden Gestalten, denn man konnte sie kaum anders nennen, Menschen waren dem ersten Eindruck nach nicht darunter, zeigten weder auf Tom noch auf  das Mädchen eine besondere Reaktion. Manche schauten kurz herüber, aber dann setzten sie einfach fort, was sie unterbrochen hatten. Meistens handelte es sich dabei um wilde Tänze und das Mädchen hätte wohl schon Lust gehabt dabei mitzumachen, aber die Wesen waren ihr doch ein wenig seltsam und unheimlich.
Manche glichen in ihrer Größe und Statur einem Menschen, sahen dann aber bei näherer Betrachtung doch wieder eher wie Tiere aus, hatten Reißzähne und Krallen und bewegten sich mit großer Geschicklichkeit durch die Menge. Die meisten jedoch waren von der selben Art, wie der alte Tom. Übergroße Ratten, die aufrecht liefen, manchmal huschten und ab und an ihr Gesicht hinter tiefen Kaputzen verbargen.
Als das Mädchen an Toms Hand an einem großen Feuer vorbei ging, entdeckte sie eine riesenhafte Gestalt, die auf vielen dünnen Beinen über der Menge hinweg stolzierte, so als ginge sie auf Stelzen. Es waren aber keine. Das Mädchen erschrak ein wenig.
„Was ist das denn?“
Tom zögerte, als könnte er mit der Frage nicht so recht etwas anfangen, doch dann sagte er schließlich:“Das ist ein Besucher. Ich glaube er heißt Pelau. Hast du ihn denn noch nie gesehen?“
Das Mädchen schüttelte mit dem Kopf. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Das Ding das sich Pelau nannte, war ziemlich weit oben und durch die langen Beine wirkte es ein wenig, wie eine Spinne. Aber er hatte ein Gesicht und nur zwei Augen und zwei kleine, graue Ärmchen mit denen er in diesem Moment ein paar bunte Bälle jonglierte. Das Mädchen beobachtete die rasend schnellen Bewegungen der Bälle, die ihre Farbe miteinander vermischten und immer wieder neue kunterbunte Muster bildeten, als sie plötzlich in ein grinsendes Gesicht starrte, das zu einem Körper gehörte, der ein bisschen wie eine Bohne mit langen Beinen aussah. Pelau hatte sich zu ihr herunter gebeugt und schaute sie nun interessiert an.
„Isch habsch schon lange koinen mehr geschehn der ausschah wie du.“.
Seine Stimme klang freundlich, auch wenn sie sich etwas komisch anhörte. Dennoch war das Mädchen ein wenig erschrocken darüber, auf einmal selbst beobachtet zu werden. Noch dazu von einem Wesen das ihr nicht ganz geheuer war. Sie wusste nicht was sie sagen sollte, doch Pelau lachte nur und sagte:“Schön, Vielleischt schehen wir wieder mehr von eusch.“, dann beugte er sich noch etwas näher zu ihr, wobei seine Beine noch etwas zusammen knickten und sich das Mädchen fragte, ob sie wohl gleich brechen würden, so dünn wie sie waren. Pelau ließ ein paar Bälle tanzen, fing sie dann schließlich auf und warf sie erneut in die Luft. Dann verschwanden plötzlich alle bis auf einen mit einem lauten Plopp und der übrig gebliebene Ball stand reglos in der Luft. Das Wesen griff ihn aus der Luft und hielt ihn ihr hin.
„Dasch nimm.“
Das Mädchen griff nach dem Ball, der sich als schwerer entpuppte als er aussah sich auch ganz anders anfühlte.
Es war eher eine rote Kugel, die sich ein wenig warm anfühlte und in der ein kleiner Leuchtkäfer zu tanzen schien und für ein wenig Licht sorgte. Das Mädchen wollte sich bedanken, oder überhaupt irgendetwas sagen, aber Pelau war schon wieder fort und sie konnte ihn auf dem Trubel des Festplatzes nicht mehr entdecken. Als sie gerade überlegte, wo sie die Kugel verstauen könnte, da sie ja keine Taschen hatte, machte es wieder „PLOPP“, als wenn ein Luftballon platzte und sie war verschwunden. Das Mädchen schaute auf ihre leeren Hände und wunderte sich. Hatte sie das eben nur geträumt? Aber ihre Finger fühlten sich noch etwas warm an und sie hätte schwören können, dass...
Etwas war anders. Als Pelau, oder wie auch immer das Wesen geheißen haben mochte, sich herunter beugte, hatte sie Toms Hand los gelassen und ihn für einen Moment ganz vergessen. Jetzt war er nicht mehr da. Alles was noch da war, waren laute Rufe, Fackeln, tanzende Gestalten und Worte die in seltsamer Sprache gesprochen wurde und die sie nicht verstand. Aber sie musste ihn wieder finden. Das wusste sie. Ohne ihn war sie an diesem Ort ganz allein, selbst wenn sie sich gerade zwischen unzähligen Wesen befand. Was nutzte es schon, wenn man in einer Welt gestrandet war, die man nicht verstand.


PS:

Die Geschichte befindet sich in einem sehr frühen Stadium und ich weiß auch nicht, ob ich sie tatsächlich in nächster Zeit fortsetzen werde.
Viele der Fehler darin, sind mir bewusst. Ausgenommen natürlich die Rechtschreibfehler, denn die Regeln der Kommasetzung sind mir nach wie vor ein Mysterium  Laughing
wie auch einige andere. Dennoch sollte es lesbar sein.
Das, das Mädchen keinen Namen hat, ist übrigens durchaus so gedacht. Auch wenn sich dergestalt noch viele Wiederholungen ergeben, die ich noch zu beseitigen trachte.

So wie noch einige andere Fehler. Ich stelle gerade fest, dass die neueste Version von meinem PC gefressen wurde. Böse Kiste.

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Hoody
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Viel zu lang... bitte beachte die Regeln. Außerdem ist die Wortwiederholung von klein nicht sehr schön. Irgendwann macht es keinen Spaß mehr. Kleine Steine, kleines Zimmer, kleines Bett, kleiner Raum, kleines Mädchen. Ne du. Mir hat der Anfang überhaupt nicht gefallen. Es geht eigentlich. Am Anfang schreibst du recht "schläfrig" was ja auch passt, aber ich habe deine Geschichte mal überflogen und der Stil ändert sich kaum. Es schläfert ein.

lg Hubi
Edit: Show dont Tell. Erinnert mich außerdem an Narnia. Sehr an Narnia. Aber Lewis beherrschte telling, du nicht. Vielleicht liegt es auch nur an mir. Aber für mich wiederholst du dich zu oft - damit meine ich nicht Wortwiederholungen, sondern vom Inhalt her und es plätschert dahin. Ich schlaf da jedenfalls fast ein. Auch als das Zimmer bebt, kommt keine Spannung auf. Ich kann dir Ralphies Schreibwerkstatt empfehlen.


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Henry de Montherlant

"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen."
Konrad Adenauer
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 15:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Vorschläge der Schreibwerkstatt sagen mir größtenteils gar nicht zu Wink
Es wird sicher änderungen geben und die unangemessene Größe hier habe ich nun wahrgenommen, aber sie wird dir mit Sicherheit niemals gefallen.
Die Wortwiederholungen von klein sind in dem Fall ein Stilmittel und so gedacht.
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 15:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

so, nun eine Regelkonformere Fassung:

Da es sich um den Anfang einer Geschichte handelt, erwartet keine große Show


Sie fragten mich woher ich wusste das es jetzt soweit war.
Ich sagte ihnen, es läge etwas in der Luft.
Eigentlich hatte ich ihnen schon viel früher und oft davon erzählt, aber erst jetzt hörten sie mir zu.


Die Geschichte begann in einem kleinen dunklen Zimmer. Eigentlich ist diese Formulierung nicht ganz richtig, denn eine Geschichte beginnt und endet nirgendwo, stattdessen befindet sie sich immer im Fluß,  aber der Einfachheit halber nehmen wir an das die, für die Geschichte bedeutsamen Ereignisse hier konsequent ihren Anfang nahmen um schließlich zu den Umständen zu führen von der ich gleich erzählen werde.

Das Zimmer war sehr klein. Nicht viel größer als eine Abstellkammer oder ein begehbarer Kleiderschrank und es vermittelte eher den Eindruck des Ersteren. Es besaß kein Fenster was  eine Stimmung der Beklemmung aufkommen ließ und die Tür die den Raum von den Rest der Welt abgrenzte ,war aus rostigem Metall und fest verschlossen.
Sie war schon seit einer geraumen Weile nicht mehr geöffnet worden. Nicht einmal die schmale Klappe an ihrem unteren Ende,die so oft den Beginn des nächsten Tages angekündigt hatte.
An einer der Zimmerwände, nehmen wir mal an es handelte sich dabei um die Nordwand, war eine Toilettenschüssel und gleich daneben ein winziges Waschbecken angebracht. Beide gerade von der Größe,  als wären sie für eine zierliche Person oder ein Kind gedacht, doch versprühten sie den selben schmutzfleckigen Charme wie der Rest der Kammer und aus dem Wasserhahn war das stetige Tropfen zu hören, dass auf eine undichte Stelle hinwies. Jenes Geräusch das sicher schon einige Menschen um den Verstand gebracht hatte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.
Dem Gegenüber befand sich ein kleines Bett. Fast schon zu klein für die Person die darin lag. Ihre Füße und ein gutes Stück ihrer Beine, eingepackt in einem Pyjama auf dem kleine Teddybären auf noch kleineren Halbmonden schliefen, schauten ein gutes Stück weit aus der Bettdecke hinaus.
Über dem Mädchen hing eine Leuchtstoffröhre.
Sie war aus und das Mädchen schlief.
Aus dieser Perspektive sah das Zimmer recht gewöhnlich aus. Sicher war es nicht der geeignete Ort für ein junges Mädchen, aber als schon vorher erwähnte Abstellkammer hätte es gute Dienste verrichtet und wäre sicher nicht weiter erwähnenswert gewesen.
Aber der Schein trog.
Es handelte sich hier nicht um ein gewöhnliches Zimmer, in einem gewöhnlichen Haus, an einem gewöhnlichen Ort. Nein, dieses Zimmer war so verzaubert, wie alles hier und das einzige was nicht voll und ganz von Magie erfüllt war, war das kleine Mädchen selbst, dass immer noch in dem kleinen Bett schlief und ein ganz klein wenig schnarchte. Gerade so wie es sich für ein kleines Mädchen noch gehörte.
Dieses Schnarchen war von der Art, die nur ganz kleine Äste absägte und im Laufe der Zeit wohl kaum Schaden in einem Wald voll prächtiger Bäume anrichten konnte und fast so regelmäßig wie das stete Tropfen am Waschbecken. Normalerweise wäre das Mädchen schon längst aufgewacht und hätte zumindest schon gefrühstückt. Der Hunger hätte sich wohl bald gemeldet, aber bevor dieser sich knurrend bemerkbar machen konnte, wurde das kleine Zimmer mit einem Mal wuchtig erschüttert. Der ganze Erdboden setzte sich in Bewegung und schüttelte das kleine Bett so sehr, dass es von der Wand wegzuhopsen begann und die Röhre über dem Bett fing an gefährlich hin und her zu schwanken.
Das Mädchen wurde Unsanft aus ihren Träumen gerissen. Träume von Prinzen und Rittern die endlich ihre Nachricht erhalten hatten und vor der Tür ihres Verlieses einen gewaltigen Rammbock aufgestellten um diese mit vereinter Kraft einzureißen.  Doch gerade als der letzte Schlag die mächtige Tür zu zerschmettern drohte, erwachte das Mädchen aus ihrem Schlummer und musste sich plötzlich an ihrem Bett festhalten um nicht heraus zu fallen.
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 16:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das mit dem Klein war anders in Erinnerung. Ich gebe dir tatsächlich recht und ersetze es durch andere Wörter.

--> man kann ja nicht immer gewinnen  Very Happy


Übrigens : Ja es ist Narnia

Wenn es in Narnia darum ging, dass die Menschheit ausgerottet wurde und nicht mehr als eine Welt in der Vorstellung anderer war, dann ist es definitiv Narnia

Vorausgesetzt es ging in Narnia um sowas.
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 16:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sie fragten mich woher ich wusste das es jetzt soweit war.
Ich sagte ihnen, es läge etwas in der Luft.
Eigentlich hatte ich ihnen schon viel früher und oft davon erzählt, aber erst jetzt hörten sie mir zu.


Die Geschichte begann in einem kleinen dunklen Zimmer. Eigentlich ist diese Formulierung nicht ganz richtig, denn eine Geschichte beginnt und endet nirgendwo, stattdessen befindet sie sich immer im Fluß,  aber der Einfachheit halber nehmen wir an das die, für die Geschichte bedeutsamen Ereignisse hier konsequent ihren Anfang nahmen um schließlich zu den Umständen zu führen von der ich gleich erzählen werde.

Das Zimmer war sehr klein. Nicht viel größer als eine Abstellkammer oder ein begehbarer Kleiderschrank und es vermittelte eher den Eindruck des Ersteren. Es besaß kein Fenster was  eine Stimmung der Beklemmung aufkommen ließ und die Tür die den Raum von den Rest der Welt abgrenzte ,war aus rostigem Metall und fest verschlossen.
Sie war schon seit einer geraumen Weile nicht mehr geöffnet worden. Nicht einmal die schmale Klappe an ihrem unteren Ende,die so oft den Beginn des nächsten Tages angekündigt hatte.
An einer der Zimmerwände, nehmen wir mal an es handelte sich dabei um die Nordwand, war eine Toilettenschüssel und gleich daneben ein winziges Waschbecken angebracht. Beide gerade von der Größe,  als wären sie für eine zierliche Person oder ein Kind gedacht, doch versprühten sie den selben schmutzfleckigen Charme wie der Rest der Kammer und aus dem Wasserhahn war das stetige Tropfen zu hören, dass auf eine undichte Stelle hinwies. Jenes Geräusch das sicher schon einige Menschen um den Verstand gebracht hatte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.
Dem Gegenüber befand sich ein kleines Bett. Fast schon zu klein für die Person die darin lag. Ihre Füße und ein gutes Stück ihrer Beine, eingepackt in einem Pyjama auf dem kleine Teddybären auf noch kleineren Halbmonden schliefen, schauten ein gutes Stück weit aus der Bettdecke hinaus.
Über dem Mädchen hing eine Leuchtstoffröhre.
Sie war aus und das Mädchen schlief.
Aus dieser Perspektive sah das Zimmer recht gewöhnlich aus. Sicher war es nicht der geeignete Ort für ein junges Mädchen, aber als schon vorher erwähnte Abstellkammer hätte es gute Dienste verrichtet und wäre sicher nicht weiter erwähnenswert gewesen.
Aber der Schein trog.
Es handelte sich hier nicht um ein gewöhnliches Zimmer, in einem gewöhnlichen Haus, an einem gewöhnlichen Ort. Nein, dieses Zimmer war so verzaubert, wie alles hier und das einzige was nicht voll und ganz von Magie erfüllt war, war das kleine Mädchen selbst, dass immer noch in dem kleinen Bett schlief und ein ganz klein wenig schnarchte. Gerade so wie es sich für ein kleines Mädchen noch gehörte.
Dieses Schnarchen war von der Art, die nur ganz kleine Äste absägte und im Laufe der Zeit wohl kaum Schaden in einem Wald voll prächtiger Bäume anrichten konnte und fast so regelmäßig wie das stete Tropfen am Waschbecken. Normalerweise wäre das Mädchen schon längst aufgewacht und hätte zumindest schon gefrühstückt. Der Hunger hätte sich wohl bald gemeldet, aber bevor dieser sich knurrend bemerkbar machen konnte, wurde das kleine Zimmer mit einem Mal wuchtig erschüttert. Der ganze Erdboden setzte sich in Bewegung und schüttelte das kleine Bett so sehr, dass es von der Wand wegzuhopsen begann und die Röhre über dem Bett fing an gefährlich hin und her zu schwanken.
Das Mädchen wurde Unsanft aus ihren Träumen gerissen. Träume von Prinzen und Rittern die endlich ihre Nachricht erhalten hatten und vor der Tür ihres Verlieses einen gewaltigen Rammbock aufgestellten um diese mit vereinter Kraft einzureißen.  Doch gerade als der letzte Schlag die mächtige Tür zu zerschmettern drohte, erwachte das Mädchen aus ihrem Schlummer und musste sich plötzlich an ihrem Bett festhalten um nicht heraus zu fallen.


(Das mit der neuen Version hat mir gerade jemand liebenswürdigerweise mitgeteilt. Vielleicht erbarmt sich einer der Moderatoren und löscht die voran gegangenen Geschichtsteile)
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu Rabenlied.
Also nur der Schrank und die Reise in die andere Welt erinnern mich an Narnia. Aber Fantasy ist breit gefächert, von dem her. Also bitte nicht falsch verstehen : P.
Ich werde morgen oder übermorgen eine genauere Kritik zu den ersten paar hundert Wörtern schreiben und auch meine Meinung zur Geschichte, habe sie jetzt schon komplett durchgelesen. Nur meine Meinung und dann nimmst du mit, was du als wertvoll betrachtest.  Die Idee gefällt mir. Aber dazu morgen oder vielleicht heute Abend mehr.

lg Hubi


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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 20:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich nehme deine Meinung mit, egal wie tadelnd sie auch ausfallen mag. Ich sage ja auch nicht das ich es nicht gut finde kritisiert zu werden  Very Happy

Noch ein Wort dazu. Der Anfang der Geschichte ist vor einer ganzen Weile entstanden und leider ist mir nur eine Rohfassung geblieben. Die aktuellere Version habe ich in ein anderes Format verändern wollen und aus irgend einem Grund kann ich die Datei nicht mehr öffnen.

Lass dir Zeit. Ich gehe gerade alles nochmal durch und werde sicher im Verlaufe des Tages und Morgen noch einige Dinge ändern. Ob es dadurch spannender für dich wird kann ich nicht versprechen, aber der ganze Text ist in seiner jetzigen Form alles andere als fertig und soll vor allem ein paar Ideen vermitteln.

Dennoch möchte ich kurz ein paar Eckpunkte der Geschichte aufführen, die später eine Rolle spielen:


-Das Mädchen ist ein Sinnbild, ihre Namenlosigkeit ein sehr wichtiger Faktor.

- Die Welt in die sie eintritt ist alles andere als eine gewöhnliche Fantasiewelt oder ein Wunderland wie in Narnia, weil dort ja eh immer alles gut aus geht.



- Die Menschen sind bis auf wenige Ausnahmen alle.. naja.. verhindert


Das alles geht aus diesem ersten Text kaum hervor. Ich möchte hier vor allem eine Sache erreichen. Das Zimmer soll bedrückend wirken und auch wieder nicht. Das ist mir noch nicht so gelungen, wie ich das haben möchte, aber ich arbeite daran.

Deswegen eine Frage an die Kritiker:
Für was würdet ihr das Zimmer halten?

Dann weiß ich inwieweit ich meine Wirkung verfehlt habe.

Weitere Punkte: "betreten der anderen Welt" Hier hadere ich noch mit einer Begegnung. Eigentlich soll da noch etwas passieren, bevor das Mädchen die Stadt erreicht.

Die Stadt: Bin nur teilweise damit zufrieden. Aber immer noch besser als der aller erste Entwurf den ich euch erspart habe

das Fest: Möchte ich total überarbeiten. Die Begegnung und der rote Ball sind wichtig, der Rest soll noch Gestalt annehmen.
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 20:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

so, die erste überarbeitung der Fassung. Etwas weniger holprig.

Bitte bezieht euch nicht auf den Text der oben steht. Das ist nur ein ungefährer Verlauf der weiteren Geschichte. Danke


Sie fragen mich woher ich wusste das es jetzt soweit war.
Ich sagte ihnen, es läge etwas in der Luft.
Eigentlich hatte ich sie schon viel früher davor gewarnt  
aber erst jetzt hörten sie mir zu...


Die Geschichte begann in einem kleinen dunklen Zimmer, sofern man das so sagen kann, denn eine Geschichte beginnt und endet nirgendwo, stattdessen befindet sie sich immer im Fluß,  aber der Bequemlichkeit halber nehmen wir an das die, für die Geschichte bedeutsamen Ereignisse hier in  konsequent Weise ihren Anfang nahmen um schließlich zu den Umständen zu führen von denen ich sogleich erzählen werde.
Das Zimmer war, wie schon gesagt sehr klein.
Nicht viel größer als eine Abstellkammer, aber es bot immerhin mehr Platz als ein Kleiderschrank. Es wirkte auch nicht gerade wohnlich, denn  es besaß keine Fenster, was  schnell ein Gefühl der Beklemmung aufkommen ließ und die Tür die den Raum von den Rest der Welt abgrenzte ,war aus rostigem Metall und fest verschlossen. Sie hatte sich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr geöffnet, wenn überhaupt.
Auch nicht die schmale Klappe an ihrem unteren Ende,die so oft den Beginn des nächsten Tages angekündigt hatte und mit der Ankunft warmer Speisen und Worten den Hunger vertrieb.
An einer der Zimmerwände, nehmen wir mal an es handelte sich dabei um die Nordwand, befand sich eine Toilettenschüssel und gleich daneben war ein winziges Waschbecken angebracht.
 Beide gerade von der Größe,  als wären sie für eine zierliche Person oder ein Kind gedacht, und doch versprühten sie den selben schmutzfleckigen Charme wie der Rest der Kammer und aus dem Wasserhahn war das stetige Tropfen zu hören, dass auf eine undichte Stelle hinwies. Jenes Geräusch das sicher schon einige Menschen um den Verstand gebracht hatte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.
Doch das störte den einzigen Bewohner dieses Ortes nicht.  
Denn Gegenüber des Beckens befand sich ein Bett, dass ein junges Mädchen beherbergte.
Ihre Füße und ein gutes Stück ihrer Beine, eingepackt in einem Pyjama auf dem kleine Teddybären auf noch kleineren Halbmonden schliefen, schauten unten weit aus der Bettdecke hinaus.
Über dem Mädchen hing eine Leuchtstoffröhre, die jedoch nicht angeschaltet war, denn das Mädchen schlief.
Aus dieser Perspektive sah das Zimmer recht gewöhnlich aus.
Sicher war es nicht der geeignete Ort für ein junges Mädchen, aber als  Abstellkammer hätte es gute Dienste verrichtet und wäre  nicht weiter erwähnenswert gewesen.
Doch der Schein trog.
Es handelte sich hier nicht um ein gewöhnliches Zimmer, in einem gewöhnlichen Haus, an einem gewöhnlichen Ort.
Nein, die Kammer war so verzaubert, wie alles hier und das einzige was nicht voll und ganz von Magie erfüllt war, war das kleine Mädchen selbst, dass immer noch in dem kleinen Bett schlief und ein ganz klein wenig schnarchte. Gerade so ,wie es sich für ein kleines Mädchen noch gehörte.
Dieses Schnarchen war von der Art, die nur ganz kleine Äste absägte und im Laufe der Zeit wohl kaum Schaden in einem Wald voll prächtiger Bäume anrichten konnte und fast so regelmäßig wie das stete Tropfen am Waschbecken. Normalerweise wäre das Mädchen schon längst aufgewacht und hätte zumindest schon gefrühstückt.
Der Hunger hätte sich wohl bald gemeldet, aber bevor dieser sich knurrend bemerkbar machen konnte, wurde das kleine Zimmer mit einem Mal wuchtig erschüttert. Der ganze Erdboden setzte sich in Bewegung und schüttelte das kleine Bett so sehr, dass es von der Wand wegzuhopsen begann und die Röhre über dem Bett fing an gefährlich hin und her zu schwanken.
Das Mädchen wurde Unsanft aus ihren Träumen gerissen.
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Mardii
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BeitragVerfasst am: 19.03.2011 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rabenlied,

zunächst einmal zu deiner Frage: Für mich liest sich der Anfang so, als ob es  sich bei dem Raum um ein Gefängnis handelt.

Mir fällt auf, dass du sehr viele Worte für die Beschreibung des Raums verwendest, aber wenige für die Beschreibung des Mädchens. Die einzige Stelle:

Zitat:
Denn Gegenüber des Beckens befand sich ein Bett, dass ein junges Mädchen beherbergte.
Ihre Füße und ein gutes Stück ihrer Beine, eingepackt in einem Pyjama auf dem kleine Teddybären auf noch kleineren Halbmonden schliefen, schauten unten weit aus der Bettdecke hinaus.


Würde schreiben: schauten weit unter der Bettdecke hervor.
Zitat:

Sie fragen mich woher ich wusste das es jetzt soweit war.
Ich sagte ihnen, es läge etwas in der Luft.
Eigentlich hatte ich sie schon viel früher davor gewarnt ,
aber erst jetzt hörten sie mir zu...

Die Geschichte begann in einem kleinen dunklen Zimmer, sofern man das so sagen kann, denn eine Geschichte beginnt und endet nirgendwo, stattdessen befindet sie sich immer im Fluß, aber der Bequemlichkeit halber nehmen wir an das die, für die Geschichte bedeutsamen Ereignisse hier in konsequent Weise ihren Anfang nahmen, um schließlich zu den Umständen zu führen von denen ich sogleich erzählen werde.


Das beinhaltet gleich zwei Einleitungen. Das macht den Einstieg langatmig. Entscheide dich für eine von beiden.

Zitat:
Sie hatte sich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr geöffnet, wenn überhaupt.


„wenn überhaupt.“ ? Irgendwie müssen sie ja hinein und hinaus gelangt sein.
Zitat:

An einer der Zimmerwände, nehmen wir mal an es handelte sich dabei um die Nordwand, befand sich eine Toilettenschüssel und gleich daneben war ein winziges Waschbecken angebracht.
Beide gerade von der Größe, als wären sie für eine zierliche Person oder ein Kind gedacht, und doch versprühten sie den selben schmutzfleckigen Charme wie der Rest der Kammer und aus dem Wasserhahn war das stetige Tropfen zu hören, dass auf eine undichte Stelle hinwies. Jenes Geräusch das sicher schon einige Menschen um den Verstand gebracht hatte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.


Dieser Abschnitt beinhaltet viel überflüssiges. Wieso wird es beschrieben, wenn es für die Geschichte nicht relevant ist? Du schreibst, es stört das Mädchen nicht. Und man kann nicht unbedingt davon ausgehen, dass ein Waschbecken für ein Kind sauber ist, wenn es das auch sein sollte. Wieso die Annahme es handele sich um eine Nordwand? Ist es eine und hat das für die Handlung eine Bedeutung?

Zitat:
Nein, die Kammer war so verzaubert, wie alles hier und das einzige was nicht voll und ganz von Magie erfüllt war,


Von Verzauberung war bislang nichts zu spüren. Du zeichnest eher ein nüchternes Bild. Im Anschluss müsste die Erklärung kommen, aber du fährst fort, das Schnarchen des Mädchens wortreich darzustellen und fängst wieder von dem tropfenden Wasserhahn an.

In dieser Einleitung gibt es viele „hätte“ und „wäre“. Beschränkt auf das, was tatsächlich vorhanden ist, läse es sich flüssiger und würde schneller zu der eigentlichen Erzählung führen, die bisher nicht mal angedeutet ist.

Soviel von mir. Nimm es nicht persönlich, sind nur meine Eindrücke.

Grüße von Mardii


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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 00:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Mardii

Zitat:
schauten weit unter der Bettdecke hervor.


Jap



Zitat:
Das beinhaltet gleich zwei Einleitungen. Das macht den Einstieg langatmig. Entscheide dich für eine von beiden.


Auch wenn das jetzt nocht nicht wichtig erscheint, spielen die Zitate am Anfang eine Rolle. Daher diese doppelte Einleitung.




Zitat:
„wenn überhaupt.“ ? Irgendwie müssen sie ja hinein und hinaus gelangt sein.


Das stimmt, aber in der Erinnerung des Mädchens ist das verblasst und fast mehr wie ein Traum, als eine Tatsache.



Zitat:
Dieser Abschnitt beinhaltet viel überflüssiges. Wieso wird es beschrieben, wenn es für die Geschichte nicht relevant ist? Du schreibst, es stört das Mädchen nicht. Und man kann nicht unbedingt davon ausgehen, dass ein Waschbecken für ein Kind sauber ist, wenn es das auch sein sollte. Wieso die Annahme es handele sich um eine Nordwand? Ist es eine und hat das für die Handlung eine Bedeutung?


Ja und Nein. Es hat noch seine Wichtigkeit, aber noch nicht an dieser Stelle. Ob Nordwand oder nicht, ist jedoch egal.



Zitat:
Von Verzauberung war bislang nichts zu spüren. Du zeichnest eher ein nüchternes Bild. Im Anschluss müsste die Erklärung kommen, aber du fährst fort, das Schnarchen des Mädchens wortreich darzustellen und fängst wieder von dem tropfenden Wasserhahn an.


Auch das stimmt und ist gewollt. Ich weiß das davon noch nichts zu spüren ist. Aber später werde ich noch darauf zu sprechen kommen.
Diese ganze Zelle, wie du es schon richtig erkannt ist, ist in der Fantasie des Mädchens ein verzauberter Ort. Denn das ist es, was ihr von ihrem Kerkermeister immer eingeredet wurde und was sie glaubte, um die Situation zu ertragen.

Dies soll später in einem Dialog zum tragen kommen.

Es ist etwas, dass dann später rückblickend wichtig ist. Zumal von ihrem Kerkermeister (blödes Wort, aber es ist spät) noch keine Rede ist.




Natürlich erscheint das Mädchen blass und leblos, dadurch das es kaum beschrieben wird, aber auch das ist so geplant, wenn auch noch nicht so, wie ich es haben möchte.

Aber ich versuche es mal anders herum. Je mehr das Mädchen beschrieben würde, desto mehr Substanz würde es gewinnen, aber genau das hat sie nicht. Ihr fehlt es an Sein, an Existenz, an Form und sie ist zumindest anfänglich dazu verdammt ein Namenloses etwas zu bleiben.

Ich denke du hast einige Punkte gut getroffen und ich werde da mal drüber schlafen.

Danke für deine Mühe.
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 12:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

so.. komplette Überarbeitung vom ersten Teil:

„Sie fragen mich woher ich wusste das es jetzt soweit war.
Ich sagte ihnen, es läge etwas in der Luft.
Eigentlich hatte ich sie schon viel früher davor gewarnt  
aber erst jetzt hörten sie mir zu...“


„Das Buch hat über 2000 Seiten und es ist verflucht langweilig. Ich weiß jetzt schon wie es aus geht.“- Krähe



Mit Geschichten ist das so eine Sache.
Bücher erzählen viele Geschichten, aber sie alle beginnen auf Seite 1.
Ihr habt euch vielleicht schon mal gefragt, was vor Seite 1 war.
Denn es gibt immer ein davor.
Genau so wie es auch ein danach gibt.
Selbst wenn die ganze Welt unter geht, gibt es ein danach, auch wenn ihr dann nicht mehr da seid, um davon zu lesen.  Diese Geschichte beginnt im danach...

Silberfischchen flitzten zwischen den Steinen unter dem schmutzigen Waschbecken, verkrochen sich in kleine Löcher und huschten wieder hervor, immer auf der Suche nach Nahrung. Den alten Ratenkot ließen sie dabei außer acht. Sie interessierten sich eher für das Stück Papier in der Nähe.
Da hat jemand mit Buntstiften eine Szene aus dem Märchen Rapunzel gemalt. Die blonde Prinzessin mit den langen Haaren schaute lächelnd aus ihrem Turmfenster, während fleißige Insekten ihr Heim langsam schrumpfen ließen.
Am Rande der Zeichnung hatte sich Feuchtigkeit abgesetzt und verschmierte das Bild.
PLIPP
PLIPP
PLIPP

Der Wasserhahn war nicht ganz dicht und die dicken Wasserperlen zersprangen am Beckenrand mit solcher Wucht, dass ein Teil des Wassers auf den Boden darunter fiel und dabei platschte.
Ein ziemlich unangenehmes Geräusch, dass einen leicht um den Verstand bringen konnte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.
Hier hatte es nie eine Rohrzange gegeben, aber der größte Bewohner dieser Kammer hatte sich daran gewöhnt. Das Platschen teilte die Minuten und zählte die Zeit.
Das kleine Mädchen wälzte sich aus einem anderen Grund unruhig unter ihrer Bettdecke, aus der sie längst heraus gewachsen war. Kleinen Pyjamabärchen und Monde zitterten in heftiger Bewegung.  
Es lag am Sturm draußen. Der Wind tobte schon seit Tagen so heftig, dass er die Neonröhre an ihrem Kabel pendeln ließ und ab und an sogar das Bett schüttelte.
„Es ist der Sturm, mein Kind. Das Haus ist schon alt und kann dem Wind nicht mehr so trotzen, wie früher. Dann wackelt das ganze Gebäude und sogar dein Zimmer. Morgen werde ich etwas dagegen tun...“
Seitdem waren viele Morgen vergangen. Das Kind war aufgewacht und schaute zur Tür.
Die hatte sich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr geöffnet. Nicht einmal die kleine Klappe in ihrer Mitte, wo es sonst immer lecker nach Essen gerochen hatte.
Das Mädchen war davon so oft früh aufgewacht und jedesmal freute sie sich über die Mahlzeiten und über die Geschichten. Über die Geschichten ganz besonders.
Jetzt quälte der Hunger.
„Das Zimmer ist verzaubert und wenn es soweit ist, wird ein Prinz kommen. Aber dann werde ich nicht mehr hier sein.“
Vielleicht war es endlich soweit....
Dann riss die Erde plötzlich ihr Maul auf und Verschlang die Welt.
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Rabenlied und herzlich willkommen im dsfo!

Die letzte überarbeitete Version ist ganz großer Mist, aber der erste Text, den du hier eingestellt hast, gefällt mir. Das hat Potenzial. Zu einer Überarbeitung im allgemeinen: Ein Text lässt sich nicht innerhalb weniger Stunden radikal verändern. Ein kleines Facelifting ist in einer solchen Zeitspanne zweifellos möglich, aber eben keine Radikalkur, und wenn ich die neue (schlechtere) Version mit der alten (besseren) vergleiche, dann hast offenbar du versucht, das komplette Gerüst umzuschmeißen. Wenn man nicht gerade einen Geistesblitz sondergleichen hatte und auf einer Dopaminwelle schwimmt, braucht ein solches Vorhaben Tage, Wochen und Monate. Ich an deiner Stelle würde den Stil fortführen, den du in der ersten Version angefangen hast. Achten würde ich lediglich darauf, den Bogen mit den Vermeintlichkeiten nicht zu überspannen (z. B. gewöhnlich und doch nicht gewöhnlich) und die passive Sprache zu reduzieren. Passive Formulierungen sind beispielsweise solche:

Rabenlied hat Folgendes geschrieben:
Es besaß kein Fenster, was eine Stimmung der Beklemmung aufkommen ließ und die Tür die den Raum von den Rest der Welt abgrenzte war aus rostigem Metall und fest verschlossen.

Rabenlied hat Folgendes geschrieben:
Beide recht klein, so als wären sie für eine zierliche Person oder ein Kind gedacht, aber sie versprühten den selben schmutzfleckigen Charme wie der Rest des Raumes und aus dem Wasserhahn war das stetige Tropfen zu hören,

Rabenlied hat Folgendes geschrieben:
Der Hunger hätte sich wohl bald gemeldet, aber bevor dieser sich knurrend bemerkbar machen konnte, wurde das kleine Zimmer mit einem Mal wuchtig erschüttert.

Deine Leseprobe ist natürlich lang. Aber gemäß unseren Regeln ist es letzten Endes dem Autor selbst überlassen, wieviel er veröffentlicht. Eine feste Regel bezüglich der Länge gibt es nicht. Auf der anderen Seite kann der Autor bei einer längeren Leseprobe natürlich nicht erwarten, dass auch alles gelesen wird - vor allem dann nicht, wenn der Text einem nicht gefällt. Ähnlich erging es mir. Mir gefällt die Herangehensweise an die Ereignisse, die Perspektive. Nur sprachlich und handwerklich überzeugt mich dein Text noch nicht. Er liest sich streckenweise ein bisschen zu selbstverliebt für meinen Geschmack. Das kann in akkuraten Häppchen ganz reizvoll sein, wirkt in der momentanen Fülle aber nervig und schließlich ermüdend. Deswegen bin ich über das erste Drittel nicht hinausgekommen. Dennoch: Potenzial zweifellos vorhanden. Das lässt aufhorchen.

Beste Grüße,

Martin


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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 12:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aha, nun würde ich gerne wissen warum der letzte Text ganz großer Mist ist nach deiner Meinung Very Happy

Ich sehe das nämlich nicht so, da er viele Dinge beeinhaltet und sich meiner Meinung nach besser liest. Aber wie auch immer. Ich habe alle Textfassungen und finde die Reaktion sehr interessant .


Übrigens ist das "Gerüst" immer noch vorhanden.
Also da muss ich doch wehement widersprechen, solange keine genauen Gründe vorliegen.

Nebenbei bemerkt ist es auch so, dass ich vermutlich erst wieder stark daran arbeiten werde, wenn die Geschichte fertig ist.. und da ich c.a 500 seiten geplant habe, dauert das noch ein wenig  Very Happy

Aber trotzdem danke für deine Mühe
und deine Kritik
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Rabenlied hat Folgendes geschrieben:
Aha, nun würde ich gerne wissen warum der letzte Text ganz großer Mist ist nach deiner Meinung Very Happy

Zu salopp, sprachlich zu lapidar - und offenbar deutlich mehr Kommafehler als im ersten Teil. Laughing

Rabenlied hat Folgendes geschrieben:
Ich sehe das nämlich nicht so, da er viele Dinge beeinhaltet und sich meiner Meinung nach besser liest.

Dann werde ich dich bestimmt nicht davon abhalten, den neuen Stil zu verfolgen. Attacke!

Bis denne,

Martin


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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 13:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

ok Martin

Salopp- ja, mag sein.

Kommafehler- definitiv. Tut mir Leid, aber die Kommaregeln verstehe und beherrsche ich nicht. Ich setze nach Gefühl. Das ist leider selten richtig.

Nur du verstehst sicher, dass ich mit der Aussage: Es ist Mist, im ersten Moment wenig anfangen kann, sobald man das aufgliedert ist es leichter. Für welchen Stil ich mich letztendlich entscheide weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Eines hatten jedoch alle Kritiken bis jetzt gemeinsam: Das es langweilig ist.
Das kann ich so mitnehmen und sehe ich selbst genau so. Es fehlt da noch an Spannung und die Hoffe ich mit ein paar Dialogen einbauen zu können.

Mit denen tue ich mich besonders schwer. Ich werde mich hier mal ein paar Texte unter die Lupe nehmen um zu sehen, wie andere damit umgehen.

Nach wie vor bin ich dankbar über jede Kritik und respektiere die Mühe die ihr da hinein  investiert.

Egal ob euer Urteil schlecht oder gut ausfällt.
Nur eine Bitte noch dazu:
Wenn  es jemand "Schei..." findet, dann schlüsselt bitte eure Worte in Kritikpunkte auf. Damit kann ich besser arbeiten.
Danke.

Und um nochmal meinem Wesen zu entsprechen:
Ich weiß das ich Potential habe und auch wenn das jetzt vermutlich bei einigen für Kopfschütteln sorgt. Ich weiß auch das ich gut bin und noch viel besser werden kann.

Ich habe lange und hart für diese Gewissheit gekämpft und bin durchaus stolz das sagen zu können und jung genug das sagen zu dürfen

 Very Happy

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Hoody
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Schwierig. Bin verwirrt. Verwirrt. Verwirrt.
Ich stimme Moses zu. Der erste Teil liest sich besser, wenn auch einschläfender, aber da hat mir der "Gesamtstil" einfach besser gefallen. In der neuen Version ist alles ein bisschen wirr, undurchsichtig und ich kann mir  nicht vorstellen, ob du ein ganzes Buch damit füllen möchtest. Ich schreib jetzt einfach mal meine Gedanken nieder, meine Kritik, meine Meinung etc. Vieles ist totaler Unsinn, aber bei dir ist es irgendwie schwierig. Da packe ich lieber alles aus.

Ich mag deine Fantasie/Vorstellung deiner Geschichte. Mittlerweile habe ich deine Geschichte fast komplett durchgelesen, aber der Stil ist wirklich ermüdend und es fällt einfach schwer dran zu bleiben.Aber die Ideen sind "geil". Ich mag so etwas. Mal ganz frech gesagt: Wenn du wie Tolkien die Geschichte aufziehen würdest oder vom Stil her wie Krabat, dann würde ich es kaufen. Weil so einen Stil könnte ich mir da gut vorstellen, der ja auch erzählend ist. Will damit nicht sagen, du sollst den Stil von den beiden Autoren oder anderen Autoren übernehmen, aber so eine Richtung einschlagen. Da stelle ich mir eine richtig geile Geschichte vor. Spiel mehr mit der Sprache und versuch bisschen Spannung reinzubrinen und nicht so "ermüdend" zu schreiben. Spiel mit den Sätzen. Du sagst, du lässt dir nichts vorschreiben und hast deinen eigenen Stil. Aber da fehlt mir "eigene". Sowas wie da oben können viele hinklatschen, jetzt sei kreativ und trau dich mit der Sprache zu spielen, dann pfeife ich aufs Handwerk. (Charaktere, Spannung, Dialoge, Rückblende etc müssen trotzdem passen.)  Dein neuer Textbrocken ist lebendiger, aber dafür bisschen wirr. Auch wieder teilweise erzählend. Nun ist es ein MischMasch. Musst schauen, wie du den Stil durchhälst, weil er scheint wirklich sehr chaotisch und willkürlich. Aber es hat wieder was. Der Anfang nicht. Aber der letzte Absatz hat wieder dieses etwas. Es liest sich fast wie eine Kindergeschichte, aber auf eine andere Art. ich weiß nicht wie ich es sage soll, es ist bisschen märchenhaft und dass gefällt mir. Der Anfang bis zum PLIPP PLIPP gefällt mir "überhaupt" nicht. Es ist war schön, wie du ein bisschen mit deinen Sätzen und Ideen spielst, aber so wirst du im Buch nie wieder schreiben. Darum würde ich es streichen. In einer Kurzgeschichte kann man es gerne versuchen, aber in einem Buch hat so etwas nichts verloren, außer du hälst den Stil durch. Aber ob es sich lohnt? eher nicht. Ich hoffe du kommst noch mit. Also Anfang gefällt mir nicht, Ende wiederrum schon. Die erste Fassung gefällt mir aber auch gut, aber da warst du bisschen "fad" und hast teilweise sehr ausschweifend erzählt. In der neuen Fassung ist es dir ein bisschen besser gelungen, aber da fühlt wieder das Gefühl. Paar Sätze hätten nicht geschadet. Wichtig ist: Dass du dich nicht wiederholst und das jeder Satz eine Bewegung ist. Heißt: Jeder Satz gibt dem Leser eine neue Informationen, einen neuen Standort etc. Dann kann es auch mal ruhig etwas länger werden oder ruhiger zu gehen, aber wenn jeder zweite Satz sich indirekt wiederholt, dann könnte es langweilig werden. Ich würde am liebsten normal kritisieren, aber es bringt nichts. Darum nur einen Satz:

Zitat:
Der Wasserhahn war nicht ganz dicht und die dicken Wasserperlen zersprangen am Beckenrand mit solcher Wucht, dass ein Teil des Wassers auf den Boden darunter fiel und dabei platschte.


Der Wasserhahn war nicht dicht und die Wasserperlen zersprangen mit solcher Wucht am Beckenrand , dass ein Teil platschend auf dem Boden fiel.
Geht um einiges schöner, aber siehst du was ich gemacht habe? Abgespeckt. Versuch solche Monstersätze zu kürzen. Nicht alle. Du hast sehr schöne Sätze drinnen. ich kenne mich mit den Kommaregeln nicht aus, aber mir haben sie gefallen. besonders im ersten Text. Da waren schon einige tolle lange Sätze dabei. Aber ingesamt musst du noch das Fett von den Muskeln befreien oder die Blüten einer Blume abzupfen und nebenbei sagen: Der Kritiker liebt mich, der Kritiker liebt mich nicht, der Kritiker liebt mich.... lol2
Tolle Idee, richtige Umsetzung musst du finden. Keiner kann dir was vorschreiben. Mach was drauß. Weil die Idee gefällt mir und dein Satzbau auch.

lg Hubi


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Ich bin wie eine Runde Tetris. Nichts will passen.

"Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann."
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"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen."
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 20.03.2011 14:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Jarda: Danke für deine ausführliche Kritik. Ich lasse mir das durch den Kopf gehen.


Bin auch definitiv der Meinung: Fade zu lesen.


An der Stelle möchte ich aber intervenieren. Ich werde den Anfang jetzt nicht mehr groß überarbeiten, sondern mich erstmal dran setzen und meine Ideen in Worte fassen, also weiter schreiben. Denn es fällt leichter alles wichtige später in den Anfang einzubringen, was jetzt noch fehlt.

Ich brauch erstmal eine weitere Skizzierung meiner Vorstellung. Daher heißts: schreiben, schreiben, schreiben.

Vermutlich werde ich Elemente vom ersten und zweiten Teil noch mal eingehender studieren und eventuell nochmal daran rumwerkeln. Aber im Vordergrund steht gerade alle Ideen auf dem Papier, bzw PC festzunageln.  Dann könnt ihr sicher in ein  paar Wochen mit einer überarbeiteten Fassung rechnen.

Bis hierhin
Vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben.
Viel Erfolg bei eigenen Projekten.
Wir lesen uns.
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Rabenlied
Sonntagsschreiber


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BeitragVerfasst am: 21.03.2011 00:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich sitze gerade vor der Flimmerkiste (dem Rechner) und schreibe, schreibe schreibe. Zuerst bin ich hier mit gemischten Gefühlen her gekommen. Nutzt das was sich beinharter Kritik zu stellen? Nach der kurzen Zeit möchte ich für mich bereits sagen: Ja und Nein, aber das Ja überwiegt ganz klar.

Ich habe gerade einen echten Kreativschub und arbeite an einer fast totgeglaubten -Geschichte, die mir aber noch sehr am Herzen lag.

Dafür möchte ich mich bedanken.
Es kann gut sein, dass es hier in nächster Zeit still sein wird , da ich mich in mein  Kämmerlein verkrieche und die Energie auskosten möchte.

Gerade gehe ich einen Dialog durch der auch zu diesem Text gehört und den ich demnächst gerne mit etwas Hilfe bearbeiten würde.

Ich freue mich bereits auf eure Für oder Gegensprache

 Wink
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 21.03.2011 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Mitteilungsbedürftig? Laughing

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A-Lien
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BeitragVerfasst am: 22.03.2011 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

@MosesBob
Why not Wink? Heißt ja, dass man sich halbwegs wohl fühlt, wenn man hier quasseln will Smile
(und das war net ironisch gemeint...)

@Rabenlied
So... hat alles etwas gedauert, aber ich hab mal die erste lange Fassung und die letzte gelesen.

Beim ersten:
Untersuch jeden längeren Satz...
1. wenn du zwei Hauptsätze mit "und" verbindest, schneid sie durch und mach zwei eigenständige Hauptsätze(,außer es klingt dann wirklich schief).
2. längere, verschachtelte, beschreibende Nebensatzkonstruktionen auch bitte in Hauptsätze auslagern
3. Inhaltliche Wiederholungen vermeiden... die Dinge werden nicht sonderbarer in dem man das Faktum der Verwirrtheit immer wiederholt...

Ich war mal so frech und hab eine Passage aus deinem Text versucht neu zu formulieren:
Von....
Zitat:
Aber auch sonst kam ihr der Raum so anders vor. Ein Blick nach oben zeigte ihr einen Himmel wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Rote, grüne, blaue und gelbe Leuchtpunkte waren dort in der Ferne zu erkennen und sie hätte diese fast für Sterne halten können, doch seit wann konnten sich Sterne bewegen und umeinander herumschwirren, als würden sie sich neugierig gegenseitig beobachten um dann sogar dann und wann miteinander zu verschmelzen oder ganz schnell voneinander weg zu streben und sich neue Partner für ihren seltsamen Tanz zu suchen?
Und auch sonst war der Himmel seltsam. Denn es gab keinen Mond und auch keine Wolken die ihn hätten verdecken können. Nur so viele Sterne, dass das Mädchen schon nach kurzer Zeit den Versuch aufgab sie zu zählen und unter diesen Sternen verloren sich die Zimmerwände, oder das was noch von ihnen übrig war nach einigen Metern in der Dunkelheit und es war nicht zu erkennen ob sie dort noch viel weiter in die Höhe ragten oder irgendwann aufhörten. Dieser Anblick, so sonderbar er auch erschien, war für das Mädchen auf eine seltsame Art vertraut. Der Gedanke daran verhielt sich wie ein kleiner Vogel und entfloh ihr jedes mal, wenn sie ihn zu erhaschen versuchte. Doch weitaus sonderlicher als das Farbenspiel am Himmel, das für ein diffuses Licht sorgte und zumindest die unmittelbare Umgebung des Mädchens sichtbar machte, war die andere Seite des Raumes. Sofort erblickte die Kleine das große Tor. Es wäre auch nicht zu übersehen gewesen. Sie zählte leise und riss vor erstaunen die Augen weit auf. Es war bestimmt mehr als zwanzig Schritte groß und zehn Schritte breit und füllte die ganze Seite des Raumes aus. Was noch viel seltsamer war, denn wenn das Mädchen zu den anderen Wänden des Raumes blickte, erschienen diese ihr viel näher, als das das Tor so breit sein konnte und doch scherte sich das große Portal nicht darum, dass doch eigentlich gar nicht genug Platz da war.

In...
Zitat:
Ihr schien alles sonderbar verändert, kaum in Worte zu fassen. Der Blick zum Sternenhimmel förderte doch nur ihre Verwirrung. So surrten die "Sterne" um einander, wie Tiere die einander beschnupperten. In grün, blau und rot zeichneten sie ein Farbenspektakel am mond- und wolkenlosen Himmel. Im Gegensatz zu den zahllosen Lichtern, Sterne waren sie nun wirklich nicht, verlor sich die Zimmerwand in ferner Dunkelheit.
Das alles schien vertraut, sonderbarer Weise, aber jeder Gedanke daran entschwand ihr, wie ein ungezähmtes Vögelchen sich nicht fangen lässt.
Am anderen Ende des Raumes erblickte sie die Tür.
Wohl kaum gewöhnlich, hier schien sich nichts an physikalische Regeln zu halten.
So krümmte die gewaltige Pforte den viel zu kleinen Raum, nach dem Motto: "Was nicht passt, wird passend gemacht."


So... nicht sauer sein. Ich weiß wir haben zwei völlig verschiedene Schreibstile...
Und ich bin auch noch schleimig-grün hintern Ohren Smile
(Also aufpassen, wenn du mir die Ohren langziehst Razz )
(*eigene Fassung les* nee... die Übergänge sind abgehackt X.x...verdammt...)
Ich wollte nur versuchen, die gleichen Bilder zu zeigen, aber die inhaltliche Wiederholung zu reduzieren. Denn das macht deinen Text so langatmig!

Dann mal zur zweiten Fassung...
Den Anfang vorm Plip plip plip finde ich in der Originalfassung auch besser gelöst.
So wirkt sie regelrecht lapidar und die auch etwas verschachtelten Anfangssätze der vorigen Fassung haben... irgendwie Stimmung gemacht. Frag mich nicht wieso.

Die sehr bildliche Darstellung der Silberfische und der Wasserperlen wiederum gefiel mir.
Auch wenn ich den Wasser-Satz noch stärker beschneiden würde, als Hubi.
Also aus:
Zitat:
Der Wasserhahn war nicht ganz dicht und die dicken Wasserperlen zersprangen am Beckenrand mit solcher Wucht, dass ein Teil des Wassers auf den Boden darunter fiel und dabei platschte.
Ein ziemlich unangenehmes Geräusch, dass einen leicht um den Verstand bringen konnte und nach intensiver Behandlung mit einer Rohrzange nur kurzfristig aufhörte, um sich ein paar Tage frei zu nehmen und im unpassendsten Augenblick wieder aufzutauchen.

Folgendes basteln:
Zitat:

Der Hahn war nicht dicht und dicke Wasserperlen zersprangen am Beckenrand mit solcher Wucht, dass sie zu Kindertropfen zerspellten. Ihr Platschen auf dem Betonboden war eins dieser Geräusch, die einen leicht um den Verstand bringen konnten. Eins dieser Geräusche,die nach intensiver Behandlung mit der Rohrzange kurzfristig aufhören, um sich ein paar Tage frei zu nehmen und dann in den unpassendsten Augenblicken wiederzukehren.

(Das Wasser platscht nicht während es fällt, sondern erst, wenn es aufkommt. Nicht wirklich falsch, aber auch nicht eindeutig, denn ich würde bei Fallen an den Moment in der Luft denken und nicht an den Aufprall. Aber "Kindertropfen" und "zerspellen" sind auch doofe Wörter X.x...arrrrrgh...Das müsste noch irgendwie anders zu lösen sein.)
Vielleicht sollte ich das mit dem Neuformulieren auch lassen X_x...

Zitat:
Dann riss die Erde plötzlich ihr Maul auf und Verschlang die Welt.

O.O...hä? Der Satz davor war aber gut!
Und warum ist die Welt durchgestrichen??

Ansonsten mag ich die Geschichte sehr Smile
Sehr kindlich märchenhaft und ich kann sie mir sehr spannend vorstellen.

Also Go,go,go, ich freu mich auf ne Fortsetzung und Überarbeitung Very Happy
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Rabenlied
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BeitragVerfasst am: 25.03.2011 21:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Alien. Ich geh alles x-mal durch und versuche die Kritikpunkte so weit wie möglich anzugehen. Irgendwie fehlen mir gerade an manchen Stellen die Worte (d.h- die Synonyme) Ich hoffe das ich bald was vorweisen kann, dass mir auch besser gefällt und sich einen tick spannender liest.

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