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Wie kann ich herausfinden, wer mein Päckchen geklaut hat?

 
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1154



BeitragVerfasst am: 07.01.2021 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Schlomo hat Folgendes geschrieben:
Ja, dann nützt der Link vermutlich wirklich nichts. Und Google-Translator ist eine echte Katastrophe. Ich denk, der Plan, ihr einfach zu schreiben was passiert ist und welche Überlegungen Du angestellt hast, passt doch. Das sollte klappen.

P.S.: Darf ich das verschwundene, aber ungeöffnete Paket in den Ziegelstein einbauen, an dem ich gerade schreibe? Es taucht dann um 2270 auf einem Flohmarkt auf dem Mars auf, einer meiner Protagonisten stellt fest, dass eine uralte Briefmarke von der Erde darauf klebt, kauft es aber nicht. Ich mag so skurrile Szenen...

So, ist schon spät und ich bin seit 5h auf den Beinen, werde jetzt doch langsam aber sicher mal an meiner Matratze lauschen (aufs Ohr hauen ist mir zu schmerzhaft. Hm)


Klar darfst du das, die Idee ist ja echt wizig. Stellst du diese Geschichte dann eigentlich auch ins Forum ?
Danke dass du mir hier so lieb Rat gegeben hast, ich wünsche dir eine gute Nacht.
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Schlomo
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 186
Wohnort: Waldperlach


BeitragVerfasst am: 08.01.2021 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Danke! Muss ich unbedingt einbauen, das ist einfach zu gut.

Die Geschichte kommt vermutlich so gegen Mitte bis Ende des Jahres beim Verlag Moderne Phantastik Gehrke heraus. Arbeitstitel ist "Xenopunk - A Space Opera". Wird es vermutlich zuerst als eBook, dann auf totem Baum geben. Aber ich denk, ich werd mit dem Verlag schon aushandeln können, dass ich nach der Veröffentlichung einen ganz kurzen Auszug (ein paar Seiten) hier ins Forum rein setzen kann. Reklame und so.

Ja, dann wünsch ich ein gutes Nächtle.


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#no13
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 48
Beiträge: 4299
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 08.01.2021 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Empfehlung

von V.K.B.
Hallo Elbenkönigin,
mein Beileid, Scheiße, das ist echt heftig. Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst. Beklaut zu werden ist immer heftig. Ich hab mal in einer Mietwohnung gewohnt (ebenfalls Hochhaus) und eines Nachts hat jemand die gemeinschaftliche Fahrrad-Garage aufgebrochen und alle wertvolleren Räder kurzerhand auf einen LKW geladen. Inklusive mein Mountainbike, mit dem ich jeden Tag zur Uni gefahren bin. Sowas ist wirklich bitter, besonders, wenn es noch was Persönlicheres als ein Fahrrad ist (an dem ich aber auch gehangen habe). Anzeige ging natürlich leer aus, aber immerhin hat die Hausratversicherung etwas zum Kauf eines neuen beigesteuert.
Wenn das Päckchen direkt vor deiner Tür verschwunden ist (und diese nicht gerade die erste Wohnung im Erdgeschoss ist) liegt der Verdacht leider nahe, dass es jemand aus dem Haus war. Was ich an deiner Stelle machen würde: Einen Zettel im Treppenhaus und am Fahrstuhl (sollte es einen geben) sowie an der Innenseite der Eingangstür aufhängen, dass du ein Paket, das vor deiner Haustür lag, vermisst und fragen, ob es jemand gesehen hat. Vielleicht noch hinzufügen, dass der Inhalt dir sehr viel bedeutet (weitere Details würde ich nicht angeben) und du darum bittest, es zurückzugeben bzw dir anonym wieder vor die Tür zu legen. Theoretisch ist vielleicht möglich, dass jemand es nur in Sicherheit legen wollte, bevor es wirklich geklaut wird und dann vergessen hat, wenn du länger weg warst (man kann ja hoffen).  Oder vielleicht bekommt jemand, der für ihn nur wertlosen Plunder erbeutet hat, ein schlechtes Gewissen und legt es eines nachts zurück. Ich denke, das ist das Erfolgsversprechendste. Achte nur darauf, dass du die Nachricht nicht zu aggressiv formulierst, du willst ja an das Gewissen appellieren und nicht drohen (denn dazu hast du ja leider nichts in der Hand).
Wenn  das nichts bringt, versuch ruhig, der Schauspielerin nochmal zu schreiben und erkläre ihr einfach, was passiert ist. Einen Zettel als Beweisstück solltest du nicht beizulegen und auch nicht wiederholt zu erklären, die Wahrheit zu sagen (das wirkt nur seltsam, mMn), denn warum sollte sich jemand so eine Geschichte ausdenken? Falls sie Fanpost liest und dir wirklich geschrieben hat, gäbe es doch überhaupt keinen Grund, dir nicht zu glauben. Du könntest in den Brief eine Einschränkung schreiben, ("falls Sie mir geantwortet und ein Päckchen geschickt haben, fürchte ich, es ist gestohlen worden" oder so), dann blamierst du dich auch nicht. Du hast ja nichts zu verlieren.

Ansonsten kann ich nur sagen, fühl dich in den Arm genommen (und sorry wegen meinem Witz im anderen Thread, kannst du gerade bestimmt nicht gebrauchen) und ich hoffe für dich, dass sich die Geschichte zu deinen Gunsten aufklärt. Sowas ist echt Scheiße, und ich denke auch immer wieder, warum können Leute nicht einfach mal ein bisschen mehr Anstand haben.

beste Grüße und alles Gute,
Veith


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Kiara
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 42
Beiträge: 1610
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 08.01.2021 07:45    Titel: Antworten mit Zitat

Buch

von Kiara
Es wäre interessant zu wissen, insofern es sich um ein Paket von der Schauspielerin handelt, wie der Absender lautet. Denn wenn da "Cate Blanchett" steht, lockt das einen Dieb... Dennoch würde ich VKBs Vorschlag zustimmen und den Versuch wagen.

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Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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meerenblau
Reißwolf


Beiträge: 1340



BeitragVerfasst am: 08.01.2021 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:

Aber was, wenn das Paket doch nicht von ihr gewesen ist?
Was würde sie dann wohl denken, wenn sie so einen Brief bekommt?


Wenn das Paket nicht von ihr war, wird es ihr, mit Verlaub gesagt, scheißegal sein, was Du schreibst, und sie wird Dein Schreiben ignorieren, wie sie auch dein erstes Schreiben ignoriert hat.
Dann allerdings hätte das Paket, das Du nicht erhalten hast, auch nicht diesen ideellen Wert, da es ja nicht von ihr stammt.

Falls es aber von ihr war, dann wird sich schon jemand bei Dir melden.

Was hast Du also zu verlieren, wenn Du ihr schreibst?
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Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4173
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 08.01.2021 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist durchaus wahrscheinlich, daß solche Fanpakete von einer deutschen Agentur versendet werden. Das dürfte auf die Dauer billiger sein. Macht die Nachforschung aber nicht leichter.
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1154



BeitragVerfasst am: 08.01.2021 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß jetzt von wem das Päckchen war, mein tschechischer Internetfreund, mit dem ich seit vielen Jahren schreibe, hat es mir geschickt, um mir zu Weihnachten eine Freude zu machen Very Happy
Das finde ich so megalieb von ihm, bin zwar traurig dass ich es nicht bekommen habe, freue mich aber über diese nette Geste von ihm, werde ihm auch ein Paket schicken als Dankeschön.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich mal so megahappy sein würde, kein Paket von Cate bekommen zu haben Laughing
Hatte heute mit meiner Therapeutin telefoniert, die ist der Meinung, dass nur Stars, die publicitygierig sind, Pakete an Fans schicken oder Fanpost beantworten, weil sie hoffen, dass die Fans die Autogramme und Fangeschenke online stellen und der Star so im Gespräch bleibt.
Sie meinte, wenn ein Star auf solche Fanpost nicht antwortet, würde das nur zeigen, dass der Star einfach keine Lust auf noch mehr Publicity hat und eher bodenständig ist und ich solle es nicht persönlich nehmen, wenn keine Antwort kommt.
Und zu Cate würde das ja passen, die war noch nie jemand ,der mit Begeisterung das Rampenlicht suchte.

Ob das wirklich stimmt, das nur solche Stars, die im Gespräch bleiben möchten, Fanpost beantworten?
Und eines stimmt ja sehr wohl: Von Fanpost, die von Stars beantwortet wurde, weiß ich ja nur durch die Medien oder das Internet, wenn Tom Hanks seine Fans beschenkt hat, stand das immer in allen  Zeitungen, wie die Geschichte mit der Frau, die ihm ein Foto von sich schickte und ihn bat, sich damit fotografieren zu lassen und es ihr zurück zu schicken.
Das hat er gemacht, allerdings nicht, allerdings nicht ohne dass mehrere Pressestellen darüber in den Zeitungen berichteten.

Könnte das wirklich sein, dass Cate keine Fanpost beantwortet, weil sie eben keine Lust auf noch mehr Rummel um ihre Person hat?
sie ist auch nicht in Social Media aktiv und gilt als eher scheuer Mensch.

Meine Psychologin meinte, es könnte sehr wohl sein, dass sie meinen Brief bekommen, und sich auch gefreut hat, aber nicht antwortet, weil sie eben keinen Rummel um ihre Person hat.

Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber möglich wäre es ja.

Auch wenn ich mir immer noch verzweifelt Kontakt zu ihr zu bekommen. Leider wohl ein unerfüllbarer Wunsch.
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1154



BeitragVerfasst am: 08.01.2021 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Hallo Elbenkönigin,
mein Beileid, Scheiße, das ist echt heftig. Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst. Beklaut zu werden ist immer heftig. Ich hab mal in einer Mietwohnung gewohnt (ebenfalls Hochhaus) und eines Nachts hat jemand die gemeinschaftliche Fahrrad-Garage aufgebrochen und alle wertvolleren Räder kurzerhand auf einen LKW geladen. Inklusive mein Mountainbike, mit dem ich jeden Tag zur Uni gefahren bin. Sowas ist wirklich bitter, besonders, wenn es noch was Persönlicheres als ein Fahrrad ist (an dem ich aber auch gehangen habe). Anzeige ging natürlich leer aus, aber immerhin hat die Hausratversicherung etwas zum Kauf eines neuen beigesteuert.
Wenn das Päckchen direkt vor deiner Tür verschwunden ist (und diese nicht gerade die erste Wohnung im Erdgeschoss ist) liegt der Verdacht leider nahe, dass es jemand aus dem Haus war. Was ich an deiner Stelle machen würde: Einen Zettel im Treppenhaus und am Fahrstuhl (sollte es einen geben) sowie an der Innenseite der Eingangstür aufhängen, dass du ein Paket, das vor deiner Haustür lag, vermisst und fragen, ob es jemand gesehen hat. Vielleicht noch hinzufügen, dass der Inhalt dir sehr viel bedeutet (weitere Details würde ich nicht angeben) und du darum bittest, es zurückzugeben bzw dir anonym wieder vor die Tür zu legen. Theoretisch ist vielleicht möglich, dass jemand es nur in Sicherheit legen wollte, bevor es wirklich geklaut wird und dann vergessen hat, wenn du länger weg warst (man kann ja hoffen).  Oder vielleicht bekommt jemand, der für ihn nur wertlosen Plunder erbeutet hat, ein schlechtes Gewissen und legt es eines nachts zurück. Ich denke, das ist das Erfolgsversprechendste. Achte nur darauf, dass du die Nachricht nicht zu aggressiv formulierst, du willst ja an das Gewissen appellieren und nicht drohen (denn dazu hast du ja leider nichts in der Hand).
Wenn  das nichts bringt, versuch ruhig, der Schauspielerin nochmal zu schreiben und erkläre ihr einfach, was passiert ist. Einen Zettel als Beweisstück solltest du nicht beizulegen und auch nicht wiederholt zu erklären, die Wahrheit zu sagen (das wirkt nur seltsam, mMn), denn warum sollte sich jemand so eine Geschichte ausdenken? Falls sie Fanpost liest und dir wirklich geschrieben hat, gäbe es doch überhaupt keinen Grund, dir nicht zu glauben. Du könntest in den Brief eine Einschränkung schreiben, ("falls Sie mir geantwortet und ein Päckchen geschickt haben, fürchte ich, es ist gestohlen worden" oder so), dann blamierst du dich auch nicht. Du hast ja nichts zu verlieren.

Ansonsten kann ich nur sagen, fühl dich in den Arm genommen (und sorry wegen meinem Witz im anderen Thread, kannst du gerade bestimmt nicht gebrauchen) und ich hoffe für dich, dass sich die Geschichte zu deinen Gunsten aufklärt. Sowas ist echt Scheiße, und ich denke auch immer wieder, warum können Leute nicht einfach mal ein bisschen mehr Anstand haben.

beste Grüße und alles Gute,
Veith


Danke für deinen freundlichen, aufmunternden Post.
Ich bin sehr froh, dass die Sache sich aufgeklärt hat. Habe heute mit meinem tschechischen Internetfreund gemailt, und der fragte mich, ob sein Päckchen angekommen sei...schon kurios, ich hatte total vergessen, dass ich ihm vor fünf Jahren mal meine Adresse gegeben hatte.
Auf jeden Fall bin ich total happy, dass das Päckchen nicht von Cate war, aber auch etwas traurig, dass das Päckchen, das der Freund mir geschickt hat, nicht mehr auffindbar ist, er hat mir sehr schöne kleine Geschenke gemacht, er hat einen Schutzengel aus Holz, einen Talisman , einen zwei Seiten langen Brief und eine Karte die die Melodie von "die Moldau" die ich liebe, spielt, geschickt.
Ich werde auf jeden Fall nochmal im Haus schriftlich alle Nachbarn fragen, ob sie das Päckchen noch bei ich liegen haben, vielleicht taucht es ja dann noch auf.
Das finde ich so lieb von dem Internetfreund, dass er mir zu Weihnachten eine Freude machen wollte, ich werde ihm auch ein Paket schicken, er ist echt ein toller Mensch.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 08.01.2021 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Empfehlung

von V.K.B.
Zitat:
Könnte das wirklich sein, dass Cate keine Fanpost beantwortet, weil sie eben keine Lust auf noch mehr Rummel um ihre Person hat?
sie ist auch nicht in Social Media aktiv und gilt als eher scheuer Mensch.
Vermutlich hat sie auch gar keine Zeit dazu, überhaupt Fanpost zu lesen, geschweige denn zu beantworten. Manche Stars geben sowas an Fanclubs ab, habe ich mal gelesen, mich aber nie wirklich damit beschäftigt (für meine "Idole" (sofern ich überhaupt welche habe) bräuchte ich ja eher ein Ouja-Board und müsste erstmal an Nekromantie glauben). Du musst das aber auch realistisch sehen. Eine solche Schauspielerin wird Hunderttausende von Briefen aus aller Welt bekommen, du bist ja nicht die einzige, die auf den Gedanken kommt, ihr zu schreiben. Wenn sie das alles lesen und auch noch beantworten sollte, hätte sie gar keine Zeit mehr, Filme zu machen oder überhaupt irgendwas anderes zu tun. Wenn sie auf Social Media auch nicht sonderlich aktiv ist, hat sie vermutlich schon dazu keine Zeit oder einfach besseres (produktiveres) zu tun. Nimm das also bloß nicht persönlich.

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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1154



BeitragVerfasst am: 08.01.2021 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Könnte das wirklich sein, dass Cate keine Fanpost beantwortet, weil sie eben keine Lust auf noch mehr Rummel um ihre Person hat?
sie ist auch nicht in Social Media aktiv und gilt als eher scheuer Mensch.
Vermutlich hat sie auch gar keine Zeit dazu, überhaupt Fanpost zu lesen, geschweige denn zu beantworten. Manche Stars geben sowas an Fanclubs ab, habe ich mal gelesen, mich aber nie wirklich damit beschäftigt (für meine "Idole" (sofern ich überhaupt welche habe) bräuchte ich ja eher ein Ouja-Board und müsste erstmal an Nekromantie glauben). Du musst das aber auch realistisch sehen. Eine solche Schauspielerin wird Hunderttausende von Briefen aus aller Welt bekommen, du bist ja nicht die einzige, die auf den Gedanken kommt, ihr zu schreiben. Wenn sie das alles lesen und auch noch beantworten sollte, hätte sie gar keine Zeit mehr, Filme zu machen oder überhaupt irgendwas anderes zu tun. Wenn sie auf Social Media auch nicht sonderlich aktiv ist, hat sie vermutlich schon dazu keine Zeit oder einfach besseres (produktiveres) zu tun. Nimm das also bloß nicht persönlich.


Es tut halt weh, ich bewundere sie einfach sehr und wünsche mir so sehnlich eine Antwort.
Mit einem Ouja Board hab ich übrigens mal als Jugendliche mit meinen Cousinen gespielt, wir hatten damals Charmed geschaut und wollten da unbedingt mal ausprobieren Laughing
War ganz witzig, aber kein bisschen so unheimlich wie in Filmen und Serien, ist eher ein Partygag für Teenager.
Wir haben auch mehr geblödelt damit, als wirklich jemanden zu rufen.
Cate Blanchett hat gar keine Social Media Accounts, sie verabscheut Social Media und hat mal gesagt, sie könnte nicht verstehen, wie Erwachsene ihre Zeit mit sowas vergeuden könnten.
Ich kenne einen Fan, der ihr seit 7 Jahren ein Geburtstagsprojekt schickt, mit Zeichnungen, Briefen oder Videos von bis zu 100 Fans, es ist jedes Jahr was anderes, und einmal gelang es ihr sogar, Cate das Projekt persönlich zu überreichen, die hat gelächelt und sich bedankt, aber nie geantwortet.
Sie gilt als eher medienscheu und war früher mal sehr schüchtern, könnte also sein, dass sie sich unwohl fühlt, wenn andere Menschen sie verehren, vielleicht liegt es auch daran, dass sie Fans nicht schreibt.
Vielleicht will sie einfach nur ihren Job machen, aber nicht als Ikone gelten.

Aber weh tut das schon, ich würde alles tun, um mal ne Antwort von ihr  zu kriegen, oder sie mal treffen zu dürfen.
Das macht mich sehr traurig, dass ich wohl nie ne Antwort bekommen, und ihr niemals werde persönlich sagen können, wie genial ich ihre Filme finde und wie sehr ich sie bewundere. Crying or Very sad

Sie ist ferner als der Mond es jemals sein könnte, das tut schon weh.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 09.01.2021 03:45    Titel: Antworten mit Zitat

Empfehlung

von V.K.B.
Zitat:
War ganz witzig, aber kein bisschen so unheimlich wie in Filmen und Serien, ist eher ein Partygag für Teenager.
Ja, was erwartest du auch? Hängt alles von der Inszenierung ab. Mach den Raum dunkel, draußen Gewitter an oder Vedisni in den CD-Player, klebe einen Magneten unter das Teil und buchstabiere mit einem zweiten starken Magneten unter dem Tisch "ihr werdet alle sterben", sobald keiner das Ding mehr anfasst. Wetten, dann kommt richtig Stimmung auf? Laughing
Und du hast noch nicht mal was Falsches prophezeit, stand ja nicht dabei, wann

Zitat:
Cate Blanchett hat gar keine Social Media Accounts, sie verabscheut Social Media und hat mal gesagt, sie könnte nicht verstehen, wie Erwachsene ihre Zeit mit sowas vergeuden könnten.
was sie sympathisch macht

Zitat:
Aber weh tut das schon, ich würde alles tun, um mal ne Antwort von ihr  zu kriegen, oder sie mal treffen zu dürfen.
Cate Blanchett ist nicht das Maß aller Dinge und du auch ganz bestimmt nicht von ihrer Bestätigung abhängig. Fang mal an, an dich selbst zu glauben, das hilft viel mehr.

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Paracelsus
Gänsefüßchen

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BeitragVerfasst am: 09.01.2021 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Fang mal an, an dich selbst zu glauben, das hilft viel mehr.


Was du da sagst ist wie das "geh mit gutem Beispiel voran" einer Mutter - ohne dem kind aber zu sagen, was denn ein gutes Beispiel ist.
Und woher sollte das Kind das denn auch wissen?

Hm, als jemand der selbst jahrelang mit dem Selbstvertrauen so seine Probleme hatte, kann ich hiezu nur sagen:
Wie wäre es, wenn Du zu dieser Aufforderung auch gleich eine Anleitung dazu gibst, wie man das anstellt?

Sorry, will dich nicht anpatzen, aber wenn Du nicht sagen kannst wie es geht, dann solltest du auch nicht dazu auffordern.


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Elbenkönigin1980
Reißwolf


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BeitragVerfasst am: 09.01.2021 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
War ganz witzig, aber kein bisschen so unheimlich wie in Filmen und Serien, ist eher ein Partygag für Teenager.
Ja, was erwartest du auch? Hängt alles von der Inszenierung ab. Mach den Raum dunkel, draußen Gewitter an oder Vedisni in den CD-Player, klebe einen Magneten unter das Teil und buchstabiere mit einem zweiten starken Magneten unter dem Tisch "ihr werdet alle sterben", sobald keiner das Ding mehr anfasst. Wetten, dann kommt richtig Stimmung auf? Laughing
Und du hast noch nicht mal was Falsches prophezeit, stand ja nicht dabei, wann

Zitat:
Cate Blanchett hat gar keine Social Media Accounts, sie verabscheut Social Media und hat mal gesagt, sie könnte nicht verstehen, wie Erwachsene ihre Zeit mit sowas vergeuden könnten.
was sie sympathisch macht

Zitat:
Aber weh tut das schon, ich würde alles tun, um mal ne Antwort von ihr  zu kriegen, oder sie mal treffen zu dürfen.
Cate Blanchett ist nicht das Maß aller Dinge und du auch ganz bestimmt nicht von ihrer Bestätigung abhängig. Fang mal an, an dich selbst zu glauben, das hilft viel mehr.


Wie soll man an sich selbst glauben ,wenn man sein Leben lang nur gemobbt und von anderen wie der letzte Dreck behandelt wurde?
Selbstvertrauen kann man in keinem Laden kaufen, und man kann nicht einfach von einer Sekunde auf die andere an sich selbst glauben.
Und wie soll an an sich glauben, wenn keiner sonst an einen glaubt und man das Gefühl hat, der letzte Dreck zu sein?
Du stellst hier etwas als einfach dar, was in Wirklichkeit verdammt schwer ist.
Du schreibst das so, als könnte man einfach so von "Minderwertigkeitskomplexe" auf "Selbstbewusstsein" umswitchen Rolling Eyes

Und ja, das macht Cate sympathisch, dass sie kein Social Media mag. Ich kann mit Twitter, Facebook und sowas auch nix anfangen, mich langweilt das, wenn Otto Normalverbraucher da jeden Tag seine Mahlzeiten fotografiert oder Frau Mustermann ihren schwangeren Bauch zur Schau stellt, oder wenn Superstars  nach Publicity regelrecht schreien, wenn sie ihre ganze Familie auf Social Media Kanälen zur Schau stellen. Rolling Eyes
Da bin ich ganz Cates Meinung, ich kann auch nicht verstehen, wie erwachsene Menschen ihre Zeit mit Social Media verplempern können.
Ich glaube einfach sie ist ein toller Mensch, deswegen würde ich sie so gerne mal treffen, ich glaube, mit ihr könnte ich sogar wie ein Wasserfall plaudern, obwohl ich sonst bei Menschen ein sehr stilles Wasser bin, das den Mund nicht aufkriegt.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 10.01.2021 02:21    Titel: Antworten mit Zitat

Buch

von V.K.B.
Zitat:
Und wie soll an an sich glauben, wenn keiner sonst an einen glaubt
Ich tue das in deinem Fall doch zum Beispiel, sonst würde ich ja nicht so viel mit dir zu diskutieren versuchen.

Zitat:
Du schreibst das so, als könnte man einfach so von "Minderwertigkeitskomplexe" auf "Selbstbewusstsein" umswitchen
"einfach so" geht das sicherlich nicht. Aber es geht. Ich hab das auch geschafft. Wenn es hilft, kann ich ein bisschen ausführen (erwartet Paracelsus (der unsere früheren Diskussionen nicht kennt) ja auch). Das ganze fängt im Kopf an, mit einem Paradigmenwechsel. Ich habe dir da im Politfaden schon mal eine Seite mit Lesestoff gezeigt, falls du dich erinnerst. Du siehst nur, dass du nicht in die "normale" menschliche Gesellschaft zu passen scheinst, aber das tun Menschen wie wir auch nicht. Ich habe mich schon als Kind nicht als zur gleichen Spezies gehörend empfunden, und darunter gelitten. Warum kann ich keinen belanglosen Smalltalk machen, mich mit uninteressantem Tand beschäftigen wie alle anderen, nie verstehen, ob jemand etwas ironisch oder ernst meint, keine Körpersprache lesen, mich nicht gottverdammtnochmal "normal" verhalten, wenn ich frustig oder sauer bin, meinen Mitmenschen nicht die Hucke volllügen, wie es alle anderen tun und all das andere Zeug, das als Norm gilt? Ich nehme an, das kennst du auch alles. Die Antwort darauf ist simpel: Autisten sind eben nicht wie andere, sonst wären sie ja keine Autisten. Das heißt aber nicht, dass wir schlechter sind. Okay, nach Maßstäben der Leute, die uns als "Freaks" oder "irre"  beschimpfen sicherlich, aber warum sollten wir deren Maßstäbe übernehmen, wenn wir sowieso nicht dazugehören? Aber weißt du was? Ich will überhaupt nicht dazugehören. Dieses ständige Rumgelüge, weil es "sich einfach nicht gehört", klipp und klar zu sagen, was man wirklich denkt, und diese ganze belanglose Oberflächlichkeit jener Menschen, sie sich selbst "normal" und mich "seltsam" (oder Schlimmeres) nennen, kann mir gestohlen bleiben. Ich könnte zum Beispiel gar nicht schreiben, was ich schreibe, und auch nicht denken, was ich denke, wenn ich nicht autistisch wäre. Das gehört zu mir. Ich wäre nicht mehr "ich", hätte ich all diese autistischen Züge nicht, aber ich möchte "ich" sein und niemand anders. Ich kann dir keine Anleitung liefern, wie man lernt, sich selbst als das zu akzeptieren, was man ist, aber ich denke, es hilft, wenn man sich seiner Stärken bewusst wird. Was man kann, was viele andere nicht können. Dann stört es nicht mehr so sehr, wenn man im Gegenzug vieles nicht kann, was andere können. Ist es wünschenswert, sich auf einer Hochzeit oder Party mit Leuten, die einen nicht interessieren, über Dinge unterhalten zu können, die einen   noch weniger interessieren? Für mich ist es das nicht, es ist Zeitverschwendung. Ich bin doch für die sowieso nur "der seltsame Freak", warum sollte ich das überhaupt noch machen, wenn ich eine Menge besseres zu tun habe? Wenn man nicht "normal" ist, muss man das akzeptieren, und nicht alles daransetzen, "normal" sein zu wollen. Dabei kommt doch sowieso nichts raus, und auch als Autist merkt man früher oder später, oft höchstens geduldet aber nie erwünscht gewesen zu sein. Eine schmerzliche Erfahrung, die ich zum Beispiel mit dem gemeinsamen "Freundes"kreis von mir und meiner Exfrau machen musste, sobald die Beziehung beendet war. Da hat es ja keiner mehr nötig, sich mit dem komischen Typen gemeinsam in ein Café zu setzen, der immer mit dem Rücken zur Wand sitzen muss, um die Situation überschaubar zu haben und nicht völlig unruhig zu werden, weil man nicht einsehen kann, was außerhalb des Blickfeldes passiert. Aber bin ich ein schlechterer Mensch, weil ich diese Überschaubarkeit brauche? Ich hab aufgehört, mich an deren Werten zu messen, und auch an deren Zielen. Menschliches Dasein ist bedeutungslos, es ist scheiß-egal. wie berühmt, beliebt oder reich du wirst, denn es ist alles vergänglich. Die Erde selbst ist nur ein blasser blauer Punkt im Universum und es würde dieses nicht stören, wenn der irgendwann auch verschwindet. Warum also existieren? Nur weil man zu feige ist, sich umzubringen, obwohl man in seinem Leben schon etliche Male darüber nachgedacht hat? Nein, damit wird man nicht glücklich. Man muss etwas finden, das einem selbst etwas bedeutet. Bei mir ist es größtenteils das Schreiben. Mag meine Inselbegabung sein (die aber auch nicht ausreicht, um damit erfolgreich und berühmt zu werden, weil ich auch kein Interesse daran habe, "normal" und für die breite Masse zu schreiben) aber es ist etwas, das mir etwas bedeutet und mich glücklich macht. Darauf sollte man sich konzentrieren, nicht nach den Zielen und der Akzeptanz anderer streben, sondern sein eigenes Befinden zum Maßstab der Dinge machen. Denn etwas anderes oder größeres wird man eh nie sein.

Kennst du Bukowski?

Charles Bukowski hat Folgendes geschrieben:
If you’re going to try, go all the way.
Otherwise, don’t even start.
This could mean losing girlfriends, wives, relatives and maybe even your mind.
It could mean not eating for three or four days.
It could mean freezing on a park bench.
It could mean jail.
It could mean derision.
It could mean mockery — isolation.
Isolation is the gift.
All the others are a test of your endurance, of how much you really want to do it.
And, you’ll do it, despite rejection and the worst odds.
And it will be better than anything else you can imagine.
If you’re going to try, go all the way.
There is no other feeling like that.
You will be alone with the gods, and the nights will flame with fire.
You will ride life straight to perfect laughter.
It’s the only good fight there is.


Ich fand das immer sehr inspirierend. Alone with the gods, and the nights will flame with fire. Was kann man schon mehr von seiner Existenz erwarten?

Okay, jetzt habe ich genug geschwafelt und will Mittagessen, habe ich Hunger und koch mir jetzt Spaguetti mit Hacksoße. Und mir doch scheißegal, dass es 2 Uhr nachts ist und normale Menschen dann nicht mittagessen.

Vielleicht ist ja was Hilfreiches für dich dabei, was jetzt hier zum "besten" gegeben habe,
Veith


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Elbenkönigin1980
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BeitragVerfasst am: 10.01.2021 03:09    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Und wie soll an an sich glauben, wenn keiner sonst an einen glaubt
Ich tue das in deinem Fall doch zum Beispiel, sonst würde ich ja nicht so viel mit dir zu diskutieren versuchen.

Zitat:
Du schreibst das so, als könnte man einfach so von "Minderwertigkeitskomplexe" auf "Selbstbewusstsein" umswitchen
"einfach so" geht das sicherlich nicht. Aber es geht. Ich hab das auch geschafft. Wenn es hilft, kann ich ein bisschen ausführen (erwartet Paracelsus (der unsere früheren Diskussionen nicht kennt) ja auch). Das ganze fängt im Kopf an, mit einem Paradigmenwechsel. Ich habe dir da im Politfaden schon mal eine Seite mit Lesestoff gezeigt, falls du dich erinnerst. Du siehst nur, dass du nicht in die "normale" menschliche Gesellschaft zu passen scheinst, aber das tun Menschen wie wir auch nicht. Ich habe mich schon als Kind nicht als zur gleichen Spezies gehörend empfunden, und darunter gelitten. Warum kann ich keinen belanglosen Smalltalk machen, mich mit uninteressantem Tand beschäftigen wie alle anderen, nie verstehen, ob jemand etwas ironisch oder ernst meint, keine Körpersprache lesen, mich nicht gottverdammtnochmal "normal" verhalten, wenn ich frustig oder sauer bin, meinen Mitmenschen nicht die Hucke volllügen, wie es alle anderen tun und all das andere Zeug, das als Norm gilt? Ich nehme an, das kennst du auch alles. Die Antwort darauf ist simpel: Autisten sind eben nicht wie andere, sonst wären sie ja keine Autisten. Das heißt aber nicht, dass wir schlechter sind. Okay, nach Maßstäben der Leute, die uns als "Freaks" oder "irre"  beschimpfen sicherlich, aber warum sollten wir deren Maßstäbe übernehmen, wenn wir sowieso nicht dazugehören? Aber weißt du was? Ich will überhaupt nicht dazugehören. Dieses ständige Rumgelüge, weil es "sich einfach nicht gehört", klipp und klar zu sagen, was man wirklich denkt, und diese ganze belanglose Oberflächlichkeit jener Menschen, sie sich selbst "normal" und mich "seltsam" (oder Schlimmeres) nennen, kann mir gestohlen bleiben. Ich könnte zum Beispiel gar nicht schreiben, was ich schreibe, und auch nicht denken, was ich denke, wenn ich nicht autistisch wäre. Das gehört zu mir. Ich wäre nicht mehr "ich", hätte ich all diese autistischen Züge nicht, aber ich möchte "ich" sein und niemand anders. Ich kann dir keine Anleitung liefern, wie man lernt, sich selbst als das zu akzeptieren, was man ist, aber ich denke, es hilft, wenn man sich seiner Stärken bewusst wird. Was man kann, was viele andere nicht können. Dann stört es nicht mehr so sehr, wenn man im Gegenzug vieles nicht kann, was andere können. Ist es wünschenswert, sich auf einer Hochzeit oder Party mit Leuten, die einen nicht interessieren, über Dinge unterhalten zu können, die einen   noch weniger interessieren? Für mich ist es das nicht, es ist Zeitverschwendung. Ich bin doch für die sowieso nur "der seltsame Freak", warum sollte ich das überhaupt noch machen, wenn ich eine Menge besseres zu tun habe? Wenn man nicht "normal" ist, muss man das akzeptieren, und nicht alles daransetzen, "normal" sein zu wollen. Dabei kommt doch sowieso nichts raus, und auch als Autist merkt man früher oder später, oft höchstens geduldet aber nie erwünscht gewesen zu sein. Eine schmerzliche Erfahrung, die ich zum Beispiel mit dem gemeinsamen "Freundes"kreis von mir und meiner Exfrau machen musste, sobald die Beziehung beendet war. Da hat es ja keiner mehr nötig, sich mit dem komischen Typen gemeinsam in ein Café zu setzen, der immer mit dem Rücken zur Wand sitzen muss, um die Situation überschaubar zu haben und nicht völlig unruhig zu werden, weil man nicht einsehen kann, was außerhalb des Blickfeldes passiert. Aber bin ich ein schlechterer Mensch, weil ich diese Überschaubarkeit brauche? Ich hab aufgehört, mich an deren Werten zu messen, und auch an deren Zielen. Menschliches Dasein ist bedeutungslos, es ist scheiß-egal. wie berühmt, beliebt oder reich du wirst, denn es ist alles vergänglich. Die Erde selbst ist nur ein blasser blauer Punkt im Universum und es würde dieses nicht stören, wenn der irgendwann auch verschwindet. Warum also existieren? Nur weil man zu feige ist, sich umzubringen, obwohl man in seinem Leben schon etliche Male darüber nachgedacht hat? Nein, damit wird man nicht glücklich. Man muss etwas finden, das einem selbst etwas bedeutet. Bei mir ist es größtenteils das Schreiben. Mag meine Inselbegabung sein (die aber auch nicht ausreicht, um damit erfolgreich und berühmt zu werden, weil ich auch kein Interesse daran habe, "normal" und für die breite Masse zu schreiben) aber es ist etwas, das mir etwas bedeutet und mich glücklich macht. Darauf sollte man sich konzentrieren, nicht nach den Zielen und der Akzeptanz anderer streben, sondern sein eigenes Befinden zum Maßstab der Dinge machen. Denn etwas anderes oder größeres wird man eh nie sein.

Kennst du Bukowski?

Charles Bukowski hat Folgendes geschrieben:
If you’re going to try, go all the way.
Otherwise, don’t even start.
This could mean losing girlfriends, wives, relatives and maybe even your mind.
It could mean not eating for three or four days.
It could mean freezing on a park bench.
It could mean jail.
It could mean derision.
It could mean mockery — isolation.
Isolation is the gift.
All the others are a test of your endurance, of how much you really want to do it.
And, you’ll do it, despite rejection and the worst odds.
And it will be better than anything else you can imagine.
If you’re going to try, go all the way.
There is no other feeling like that.
You will be alone with the gods, and the nights will flame with fire.
You will ride life straight to perfect laughter.
It’s the only good fight there is.


Ich fand das immer sehr inspirierend. Alone with the gods, and the nights will flame with fire. Was kann man schon mehr von seiner Existenz erwarten?

Okay, jetzt habe ich genug geschwafelt und will Mittagessen, habe ich Hunger und koch mir jetzt Spaguetti mit Hacksoße. Und mir doch scheißegal, dass es 2 Uhr nachts ist und normale Menschen dann nicht mittagessen.

Vielleicht ist ja was Hilfreiches für dich dabei, was jetzt hier zum "besten" gegeben habe,
Veith


Ich kenne das sehr wohl, was du aus deiner Jugend beschreibst, ich habe auch immer sehr darunter gelitten, nicht so sein zu können wie alle anderen, egal wie sehr ich es versuche.
Bei mir wurde der Autismus erst mit 35 festgestellt, und seitdem geht es mir noch schlechter als vorher, weil ich sehr wütend und traurig bin, dass ich in der Genlotterie so eine fiese Niete gezogen habe, die mein gesamtes Leben ruiniert hat.
Ich bin sicher, ich hätte heute ein besseres Leben, wenn ich ohne Autismus geboren worden wäre.
Ich wäre nicht schon als Kind gemobbt worden und hätte Freunde gehabt, mit denen ich als Kind herumtoben und als Teenager herumalbern und stundenlang quasseln kann.
Ich wäre so gerne normal, manchmal fühle ich mich wie die Holzpuppe Pinoccio, die einfach nur ein normaler Junge sein würde.
Ich wäre einfach gerne eine normale Frau ohne Autismus.
Ich hasse es, egal wie sehr ich mich bemühe, nicht wie alle anderen sein zu können und deswegen immer gemobbt und ausgegrenzt zu werden.
Ich habe nichts erreicht im Leben, habe weder Freunde noch Mann und Kinder noch einen Job, ich bin das, was man als Loser bezeichnet.
Damit kann ich mich einfach nicht abfinden, mein Leben würde ohne Autismus sicherlich besser aussehen.
Vielleicht hätte ich Mann und Kinder und vielleicht wäre ich eine erfolgreiche SChriftstellerin geworden, weil ich ohne Autismus viel selbstbewusster gewesen wäre und den Mut gehabt hätte, es auch nach zwei Absagen von Verlagen immer weiter zu versuchen.
Der Autismus hat mein Leben in jeder Hinsicht ruiniert, es ist nicht leicht, das einfach so hinnehmen zu müssen
Ich weiß, du meinst es gut und willst mir helfen, aber das macht keinen Sinn, weil eben jeder Mensch anders ist und die einen, wie du, irgendwann mit dem Autismus irgendwie klarkommen, aber andere, wie ich, einfach nicht akzeptieren können, dass sie so eine Niete in der Genlotterie gezogen haben, die ihnen ein normales Leben unmöglich macht.
Ich frage mich oft: "Warum gerade ich? "
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 10.01.2021 05:05    Titel: Antworten mit Zitat

Empfehlung

von V.K.B.
Hallo Elbe,
Zitat:
aber das macht keinen Sinn, weil eben jeder Mensch anders ist
Ich glaub, wir sind gar nicht so verschieden. Was du da beschreibst, zu glauben, man sei ein Loser und habe nichts im Leben erreicht, so habe ich mich auch mal gefühlt. Als es mir genau wie dir ging, und ich nicht verstehen konnte, warum all das, was für andere zu passen scheint, für mich eben nicht passt.

Zitat:
einfach nicht akzeptieren können, dass sie so eine Niete in der Genlotterie gezogen haben
Genau hier liegt der Kurzschluss in deinem Denken. Oder vielleicht eher die Sackgasse.  Da ist er wieder, der böse Nachsatz mit einer Un- oder Halbwahrheit, die du dir hast einreden lassen. Ich will dich jetzt nicht wieder triggern, aber wir kommen hier wieder zu dem, worum es mir auch bei der politischen Diskussion ging. Deine Weltsicht ist festgefroren und du hinterfragst sie nicht mehr (nein, jetzt bitte nicht wieder über Politik diskutieren, darum geht es hier nicht). Eine Niete in der Genlotterie hast du gezogen, wenn du mit 12 an einer seltenen Erbkrankheit stirbst. Nicht, weil dein Gehirn etwas anders als das der meisten Menschen funktioniert. Und funktionieren tut es doch, ich habe schon gute Sachen von dir gelesen. Das ist auch das "Gefängnis", was ich im anderen Thread meinte. Du musst diese Mauern einschlagen, dann kannst du dich daraus befreien. Stell alles in Frage. Nicht nur deine Meinung, sondern jedes Wort, jedes Konzept. Du nennst dich "behindert", aber was bedeutet das eigentlich? An was wirst du gehindert? Und von wem oder was? Ist das selektiv oder universell? Es geht hier los:

Zitat:
Bei mir wurde der Autismus erst mit 35 festgestellt, und seitdem geht es mir noch schlechter als vorher
Warum ist das so? Was hat sich mit dieser Diagnose verändert? Hast du da, in diesem Moment, die "Niete" gezogen? Ja, hast du, aber es war nicht die Niete in der Genlotterie, sondern in deiner konzeptuellen Vorstellung. Ein Stigma. Eine Definition. Daimon, so musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen, um mit Goethe zu sprechen. Es heißt, Stöcke und Steine können deine Knochen brechen, aber Worte nicht verletzen. Aber Worte können etwas viel Schlimmeres. Sie können dich definieren. Dich in ein axiomatisches Gefängnis sperren. Nennt man dich "Autist", nimmt man dich auch so wahr. Aber was ist das eigentlich? Erstmal nur ein Spektrum, geht von "sabbernd in der Ecke sitzen" bis zu "Genie". Eigentlich sagt es gar nichts aus, außer, dass dein Gehirn anders funktioniert als bei "neurotypischen" Menschen. Wie dir dieses Wort schadet, hängt davon ab, was andere und du selbst darunter verstehen. Du verbindest es mit "Niete in Genlotterie". Das ist toxisch, du vergiftest dein Denken damit. Weil es dich beschreibt und festschreibt. Wenn du dich als "Niete" siehst, wirst du auch nichts erreichen.

Hier musst du ansetzten, diese Konzepte und Definitionen aufbrechen. Lass dich nicht definieren, definiere dich selbst. Als das, was du sein willst, nicht als das, was dich abschreckt. Verstehst du, was ich meine?

Mir selbst ist erst mit etwa 40 bewusst geworden, autistisch zu sein. Beachte den Unterschied, ich sage "autistisch" und nicht "Autist". Denn ich bin weit mehr als eine "Störung". Nicht durch eine aus der Luft kommende Diagnose, sondern als ich einen Erfahrungsbericht von einem "Autisten" las. Der hatte geschrieben: "Ich habe mich immer gefragt, ob ich wirklich ein Mensch bin, oder ein Alien, das versehentlich auf der Erde gelandet ist." Moment, habe ich mir gedacht, das kennst du doch. Ich hab mehr gelesen, und plötzlich war ich nicht mehr allein, ich hab gemerkt, es gibt andere, denen es genauso geht. Zu erkennen, das ich selbst autistisch bin, war für mich aber nicht niederschmetternd, sondern eher ein Aha-Moment. "das erklärt jetzt einiges". Ich wusste vorher nicht mal genau, was Autismus ist und ich hätte  mich nie dort eingeordnet. Aber zu sehen, ich bin nicht alleine damit, andere haben genau die gleichen Probleme und haben zum Teil gelernt, damit umzugehen und klarzukommen, hat mir sehr geholfen. Das war eher der Sprung von "ich passe nicht in diese Welt" zu "ich bin eben etwas anders als andere". Dann war nur noch die Frage: Was mache ich jetzt daraus? Und die Antwort war dann: ich akzeptiere es, und mache das beste daraus, was ich kann.

Ich muss gerade an ein Bilderbuch denken, dass ich als Kind hatte. Ging um eine Katze, die als einzige Katze auf einem Bauernhof lebt und einsam ist, deshalb versucht sie, andere Tiere zu sein, um sich zum Beispiel den Schweinen, den Hühnern und den Kühen anzuschließen. Das klappt natürlich nicht, soviel Mühe die Katze sich auch gibt, sie wird von den anderen Tieren nur ausgelacht. Ich weiß nicht mehr genau wie, aber irgendwann begreift sie, dass sie eine Katze und kein Huhn, Schwein, oder Rind ist. Und zieht das Fazit: Ich bin eine Katze und das ist gut so. Und ich geh jetzt Mäuse jagen, weil es mir Spaß macht. So ist jedenfalls meine Erinnerung daran.
Interessant ist, dass mir mal eine andere Person, die das Buch auch kannte, erzählte, sie habe es als "spießig" in Erinnerung und die Message als "bleib bloß in deiner Gesellschaftsschicht und versuche nicht, in eine andere aufzusteigen" verstanden. Es liegt eben alles im Auge des Betrachters.

So, jetzt aber gute Nacht,
Veith


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BeitragVerfasst am: 10.01.2021 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Hallo Elbe,
Zitat:
aber das macht keinen Sinn, weil eben jeder Mensch anders ist
Ich glaub, wir sind gar nicht so verschieden. Was du da beschreibst, zu glauben, man sei ein Loser und habe nichts im Leben erreicht, so habe ich mich auch mal gefühlt. Als es mir genau wie dir ging, und ich nicht verstehen konnte, warum all das, was für andere zu passen scheint, für mich eben nicht passt.

Zitat:
einfach nicht akzeptieren können, dass sie so eine Niete in der Genlotterie gezogen haben
Genau hier liegt der Kurzschluss in deinem Denken. Oder vielleicht eher die Sackgasse.  Da ist er wieder, der böse Nachsatz mit einer Un- oder Halbwahrheit, die du dir hast einreden lassen. Ich will dich jetzt nicht wieder triggern, aber wir kommen hier wieder zu dem, worum es mir auch bei der politischen Diskussion ging. Deine Weltsicht ist festgefroren und du hinterfragst sie nicht mehr (nein, jetzt bitte nicht wieder über Politik diskutieren, darum geht es hier nicht). Eine Niete in der Genlotterie hast du gezogen, wenn du mit 12 an einer seltenen Erbkrankheit stirbst. Nicht, weil dein Gehirn etwas anders als das der meisten Menschen funktioniert. Und funktionieren tut es doch, ich habe schon gute Sachen von dir gelesen. Das ist auch das "Gefängnis", was ich im anderen Thread meinte. Du musst diese Mauern einschlagen, dann kannst du dich daraus befreien. Stell alles in Frage. Nicht nur deine Meinung, sondern jedes Wort, jedes Konzept. Du nennst dich "behindert", aber was bedeutet das eigentlich? An was wirst du gehindert? Und von wem oder was? Ist das selektiv oder universell? Es geht hier los:

Zitat:
Bei mir wurde der Autismus erst mit 35 festgestellt, und seitdem geht es mir noch schlechter als vorher
Warum ist das so? Was hat sich mit dieser Diagnose verändert? Hast du da, in diesem Moment, die "Niete" gezogen? Ja, hast du, aber es war nicht die Niete in der Genlotterie, sondern in deiner konzeptuellen Vorstellung. Ein Stigma. Eine Definition. Daimon, so musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen, um mit Goethe zu sprechen. Es heißt, Stöcke und Steine können deine Knochen brechen, aber Worte nicht verletzen. Aber Worte können etwas viel Schlimmeres. Sie können dich definieren. Dich in ein axiomatisches Gefängnis sperren. Nennt man dich "Autist", nimmt man dich auch so wahr. Aber was ist das eigentlich? Erstmal nur ein Spektrum, geht von "sabbernd in der Ecke sitzen" bis zu "Genie". Eigentlich sagt es gar nichts aus, außer, dass dein Gehirn anders funktioniert als bei "neurotypischen" Menschen. Wie dir dieses Wort schadet, hängt davon ab, was andere und du selbst darunter verstehen. Du verbindest es mit "Niete in Genlotterie". Das ist toxisch, du vergiftest dein Denken damit. Weil es dich beschreibt und festschreibt. Wenn du dich als "Niete" siehst, wirst du auch nichts erreichen.

Hier musst du ansetzten, diese Konzepte und Definitionen aufbrechen. Lass dich nicht definieren, definiere dich selbst. Als das, was du sein willst, nicht als das, was dich abschreckt. Verstehst du, was ich meine?

Mir selbst ist erst mit etwa 40 bewusst geworden, autistisch zu sein. Beachte den Unterschied, ich sage "autistisch" und nicht "Autist". Denn ich bin weit mehr als eine "Störung". Nicht durch eine aus der Luft kommende Diagnose, sondern als ich einen Erfahrungsbericht von einem "Autisten" las. Der hatte geschrieben: "Ich habe mich immer gefragt, ob ich wirklich ein Mensch bin, oder ein Alien, das versehentlich auf der Erde gelandet ist." Moment, habe ich mir gedacht, das kennst du doch. Ich hab mehr gelesen, und plötzlich war ich nicht mehr allein, ich hab gemerkt, es gibt andere, denen es genauso geht. Zu erkennen, das ich selbst autistisch bin, war für mich aber nicht niederschmetternd, sondern eher ein Aha-Moment. "das erklärt jetzt einiges". Ich wusste vorher nicht mal genau, was Autismus ist und ich hätte  mich nie dort eingeordnet. Aber zu sehen, ich bin nicht alleine damit, andere haben genau die gleichen Probleme und haben zum Teil gelernt, damit umzugehen und klarzukommen, hat mir sehr geholfen. Das war eher der Sprung von "ich passe nicht in diese Welt" zu "ich bin eben etwas anders als andere". Dann war nur noch die Frage: Was mache ich jetzt daraus? Und die Antwort war dann: ich akzeptiere es, und mache das beste daraus, was ich kann.

Ich muss gerade an ein Bilderbuch denken, dass ich als Kind hatte. Ging um eine Katze, die als einzige Katze auf einem Bauernhof lebt und einsam ist, deshalb versucht sie, andere Tiere zu sein, um sich zum Beispiel den Schweinen, den Hühnern und den Kühen anzuschließen. Das klappt natürlich nicht, soviel Mühe die Katze sich auch gibt, sie wird von den anderen Tieren nur ausgelacht. Ich weiß nicht mehr genau wie, aber irgendwann begreift sie, dass sie eine Katze und kein Huhn, Schwein, oder Rind ist. Und zieht das Fazit: Ich bin eine Katze und das ist gut so. Und ich geh jetzt Mäuse jagen, weil es mir Spaß macht. So ist jedenfalls meine Erinnerung daran.
Interessant ist, dass mir mal eine andere Person, die das Buch auch kannte, erzählte, sie habe es als "spießig" in Erinnerung und die Message als "bleib bloß in deiner Gesellschaftsschicht und versuche nicht, in eine andere aufzusteigen" verstanden. Es liegt eben alles im Auge des Betrachters.

So, jetzt aber gute Nacht,
Veith


Der Autismus ist totaler Mist, er hindert  mich beispielsweise daran, ganz normal Smalltalk halten zu können, wie die meisten anderen Menschen das tun, und dadurch falle ich sofort überall als merkwürdig auf, was immer dazu führt, dass ich gemobbt werde.
Ich finde es verdammt ungerecht, dass ich mit diesem Scheißautismus geboren wurde, der mich von frühester Kindheit an zur Einsamkeit verdammt hat, ich weiß gar nicht wie das ist, Freunde zu haben, hatte bisher nur virtuelle Freundschaften, weil Menschen im realen Leben mich nicht so akzeptieren wie ich bin.

Vor 18 Jahren war ich in einem Herr der Ringe Fantasyforum angemeldet, und traf mich einmal mit einer Person, mit der ich mich online immer super verstanden und stundenlang gechattet hatte.
im realen  Leben bekam ich fast kein Wort raus und war total gehemmt, sie verabschiedete sich nach einer Stunde und ging mir danach online aus dem Weg.
Das ist schon bitter für mich, dass ich online problemlos mit anderen Menschen kommunizieren kann, aber im realen Leben eben nicht, da können Freundschaften gar nicht erst entstehen, weil die Leute sofort denken "die kriegt ja den Mund kaum auf, mit der stimmt was nicht"
Ich bin wütend und traurig, dass ich nicht wie so viele andere Menschen normal geboren wurde
Der Autismus hat mein ganzes Leben versaut, viele Dinge, die für Gleichaltrige normal waren, wie eine Familie gründen, den Traumjob ergreifen, waren für mich unmöglich.
Und wegen des Autismus hab ich null Selbstbewusstsein und deswegen habe ich nach zwei Absagen von Verlagen vor zehn Jahren entmutigt aufgegeben, und auch jetzt, nachdem ich drei Schreibwettbewerbe verloren habe, fühle ich mich wieder wie eine Totalversagerin.
Hätte ich keinen Autismus, hätte ich sicherlich ein schönes, normales Leben gehabt, ohne ständig Ausgrenzung und Mobbing ertragen zu müssen, und wahrscheinlich hätte ich auch eine eigene Familie gehabt und es vielleicht sogar geschafft, einen Verlag für meine Romane zu finden, weil ich nicht nach jedem Rückschlag in eine tiefe Depression gefallen wäre.
Der Autismus ist eine üble Niete in der Genlotterie, ich bin wütend und traurig, dass nicht mal eine Pille erfunden wird, die man schlucken könnte, und dann käme das im Gehirn in Ordnung und wäre normal.
Wahrscheinlich werde ich es wegen des dummen Autismus nie schaffen, nen Verlag zu finden
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BeitragVerfasst am: 11.01.2021 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
im realen  Leben bekam ich fast kein Wort raus und war total gehemmt
Du hast eine PN dazu. Bitte lesen. Ich habe nämlich gerade gesehen, da liegt auch noch eine alte PN an dich zu einer Kurzgeschichte im Postausgang, die du nie abgeholt hast, ist aber wahrscheinlich nicht mehr aktuell. Naja, vielleicht doch, für zukünftige Wettbewerbe vielleicht.

Zitat:
Wahrscheinlich werde ich es wegen des dummen Autismus nie schaffen, nen Verlag zu finden
das liegt wahrscheinlich auch mehr an der Einstellung, fürchte ich.

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