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Heribert
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 49
Beiträge: 208
Wohnort: Landshut


BeitragVerfasst am: 15.08.2020 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Es war ein Haufen Zeug zu lesen. Aber es ist klasse gemacht. Der Fettsack im Schreibtischsessel, die Zigarren, die Getränke, die leider nicht mehr angesagt sind, das ganze herrlich verstaubte Ambiente, die Namen aus der Vergangenheit, alles gut recherchiert, und vor allem: es beschreibt genau.

Genaue Beschreibungen. Das tut gut. Keine Gefühlsduseleien und keine versteckten, hoch philosophischen Botschaften... Denn das ist das, was mich im Handwerk so stört mittlerweile. Alles so hochtrabend und doch handwerklich so wenig gekonnt. die Sache wird meistens zum Rätselraten wie in einer beschissenen Galerie: was könnte der Künstler damit ausdrücken wollen...
In deinem Text nicht. Alles ganz klar beschrieben, und auch noch gut recherchiert. Was willst du mehr?

Etwas Kritik:

Warum die Klammern? Das macht man im Normalfall nicht in der Prosa. Und ab und zu auch vergessen, das Kursiv im Gedankengang aufzuheben.

Aber das nur am Rande. Tut doch gut, sowas zu lesen, ganz ohne Experimente durchgehender Kleinschreibung und Feen- und Einhorn- und Drachengedöns.

Gern gelesen!

Servus!
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BerndHH
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 58
Beiträge: 760
Wohnort: HH


BeitragVerfasst am: 16.08.2020 06:08    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Heribert,

besten Dank für Deinen freundlichen Kommentar über den ich mich sehr gefreut habe. Außerdem eine positive Bestätigung, dass es tatsächlich noch Leser gibt, die diesen Schreibstil aus jener Epoche mögen.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Deutschland der 1980er Jahre zu beschreiben. Dabei versuche ich den Zeitgeist aufzufangen und entwerfe Geschichten, die einen fiktiven Dritten Weltkrieg in Mitteleuropa möglichst hautnah aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar machen.

Aus der Sicht des einfachen dreckigen Grenadierschweins, des Mot-Schützen auf der anderen Seite, des ehrgeizigen Kompaniechefs, des Bataillonskommandeurs, immer höher bis zu den NATO-Kommandos in Belgien. Also viel Blut, Scheiße und Dreck. Todesangst, heulende Raketenwerfer, Tiefflieger, Panzerschlachten, etc.

Dies ist jetzt das dritte Manuskript, welches sich genau mit diesem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschäftigt. Norddeutschland (Schleswig-Holstein, Hamburg, Nord-Niedersachsen) im Fokus, unsere Panzer- und Panzergrenadierbataillone, die im Felde stehen und auf der anderen Seite die 1. Polnische Armee – Küstenfront, die 5. NVA-Armee „Neu-Brandenburg“ und eine endlose Abfolge von Gefechtsberichten, die
Die Geschichten haben natürlich auch zig Schwachpunkte und sind teilweise extrem schlecht umgesetzt. Oftmals sind es überwiegend Berichte, in denen die Figuren nur als gesichtslose Statisten herumhüpfen. Handwerklich ist da sicherlich noch jede Menge zu verbessern.

Die meisten Leser möchten aber nicht knietief im Blut eines Kampfstandes stehen, während eine Panzerkompanie ROT über sie hinwegdonnert. Wenn überhaupt, dann sind sie mehr am Schicksal der Menschen interessiert.
Und da kommt dieser Jungreporter ins Spiel, der vom Militär genauso wenig Ahnung hat wie die meisten Leser und da versuche ich Interesse zu wecken.

1986 – der letzte Krieg ist 41 Jahre her und (fast) vergessen. Das Leid, Lebensmittelkarten, Luftangriffe, eine endlose Folge von Gefallenen, und, und, und …
Auf die Frage, wer, wie, was Auslöser des Dritten Weltkrieges war, gehe ich hier nicht ein. Das war bereits Thema des ersten Manuskriptes. Ermordung von Gorbatschow während einer bewegenden Rede in West-Berlin (false flag Operation), Machtwechsel in der UdSSR, die „Falken“ übernehmen das Kommando und es knallt …

Hier soll es darum gehen, was macht Deutschlands größte Boulevardzeitung mit einem drohenden Krieg, der nicht mehr fern ist (Vietnam), auch nicht im Vorgarten, sondern direkt im eigenen Lande. Und das macht das Ganze ungemein schwierig.
Wenn die Innerdeutsche Grenze, der „Todesstreifen“ in die Luft fliegt und auf einmal sind sie nur noch 50 Kilometer entfernt. Der Bundesgrenzschutz wird vorsichtig abgezogen und das NATO-Feldheer übernimmt. Dänen, Bundeswehr, Holländer, Briten, Belgier und weiter südlich Kanadier und US-Amerikaner. Die Franzosen brauchen noch etwas … aber auf einmal brennt es überall.
Wenn sowjetische Raketen in den eigenen Garten brettern, dann haben die Menschen wahrscheinlich ganz andere Sorgen, als in der BILD-Zeitung zu lesen, dass bei Helmstedt gekämpft wird. Das macht meine Geschichte vielleicht schwachsinnig, da sie eine unrealistische Situation schildert.
Heribert, vielleicht hast Du ja eine Idee, wie ich das umgehen könnte. Auch würde mich interessieren, aus welchen Blickwinkel würdest Du die Geschichte gerne erleben? Wo könnte ich ansetzen.

Servus nach Bayern!


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A galera começou a dançar
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