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Positive Rezension mit Wörtern wie "eigen", "speziell" und "anders"

 

 
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BluesmanBGM
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 25



BeitragVerfasst am: 17.02.2020 11:29    Titel: Positive Rezension mit Wörtern wie "eigen", "speziell" und "anders" eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

In der letzten Woche habe ich zu meinem Buch mal wieder eine Rezension online bekommen. Die Leserin war auch sehr begeistert und hat dieses Gefühl dann für die Rezi u.A. in folgende Worte gefasst (Auszug):

"Vorneweg: Die Geschichte ist so fantasievoll, so eigen und speziell, dass es dafür vielleicht einfach keine Schublade gibt.
Daher fände ich: "Ein SciFi - Fantasy - Abgespaceter Roman, mit Ernst & Witz, der sich in kein definiertes Genre einordnen lassen will" als Deklarierung sehr treffend. Das würde nicht nur den Wusel und das Wirre der Story sondern auch diese abgedrehten, eigentümlichen Protagonisten widerspiegeln.
Ich finde "Selene", so bizarr es auch sein mag, sehr gelungen. Es ist einfach etwas... anderes."

Jetzt würde mich eure Meinung interessieren: wie werden solche Begriffe bzw. Formulierungen vom potentiellen Leser wahrgenommen?

Fassen Leser Worte wie "keine Schublade", "eigen", "abgespacet" und "anders" eher als Anreiz auf, einen Pfad abseits vom Mainstream zu finden und ungewöhnliche Dinge zu probieren? Oder klingt es für sie eher so, als wäre das Buch mit zuviel Anstrengung verbunden bzw. läge außerhalb der eigenen Komfortzone?

Chris
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Kiara
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 40
Beiträge: 1046
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 17.02.2020 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube kaum, dass man die Meinungen dazu über einen Kamm scheren kann.
Manchen wird diese Formulierung aufstoßen, andere macht genau das neugierig.

In jedem Fall: Du scheinst etwas Außergewöhnliches erschaffen zu haben, dazu gratuliere ich dir!


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- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018/2020)
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crisihasi
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 36
Beiträge: 157



BeitragVerfasst am: 17.02.2020 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wie siehst du denn deinen Roman? Trifft die Beschreibung deiner Meinung nach zu? Falls ja, sind es genau die richtigen Worte, um potentielle Lesern darauf vorzubereiten, was sie erwartet, wenn sie sich auf deine Geschichte einlassen. Es gibt nichts Schlechteres, als einen Leser mit einer falschen Erwartungshaltung, weil in der Regel Enttäuschung zurückbleibt, die du als Autor u.U. mit einer schlechten Rezension ausbaden musst.
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1164



BeitragVerfasst am: 17.02.2020 12:19    Titel: Re: Positive Rezension mit Wörtern wie "eigen", "speziell" und "anders" Antworten mit Zitat

BluesmanBGM hat Folgendes geschrieben:


Fassen Leser Worte wie "keine Schublade", "eigen", "abgespacet" und "anders" eher als Anreiz auf, einen Pfad abseits vom Mainstream zu finden und ungewöhnliche Dinge zu probieren? Oder klingt es für sie eher so, als wäre das Buch mit zuviel Anstrengung verbunden bzw. läge außerhalb der eigenen Komfortzone?

Chris


Also für klingt das nach : Yay, endlich mal was anderes als der übliche Einheitsbrei!
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Raphael_Lang
Abc-Schütze

Alter: 32
Beiträge: 5
Wohnort: Gerlingen


BeitragVerfasst am: 17.02.2020 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Die Rezension könnte genauso gut unter "Per Anhalter durch die Galaxis" stehen Wink

Ich würde mir da keine großen Gedanken machen. Menschen sind unterschiedlich. Manche schreiben die Rezension kühl und analytisch, andere tragen ihre Begeisterung eben so nach draußen. Ist doch schön. Mich hat die Rezi auf jeden Fall neugierig gemacht Smile
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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3008
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 17.02.2020 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich klingt solches Lob inzwischen eher hohl und abgedroschen. Schon weil sich jeder unter diesen Begriffen etwas anderes vorstellt.

Mal ehrlich. Wer würde schon in einer (lobend gemeinten) Rezension schreiben: "Endlich mal wieder die alten Klischees, endlich ein Roman, der so ausgeht, wie man es erwartet. Keine Überraschungen, keine allzu unerwartete Wendungen."

Allerdings ist es heutzutage schwierig, nicht nur den "neuen" Roman zu schreiben, sondern auch die richtigen Worte in einer Kritik zu finden. Egal, wie begeistert ein Leser ist, egal, in welchen warmen Worten er das ausdrückt, es wird immer Konkurrenzprodukte geben, die in ähnlicher Weise gelobt werden und einem selbst vielleicht gar nicht gefallen würden.

Wer es spacig, abgedreht oder bizarr mag, der wird sich davon vielleicht angezogen fühlen. Mir ist das oft zuviel. Weil es zu sehr nach Selbstzweck klingt.

PS: Was sagen denn andere Rezensenten?
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BluesmanBGM
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 25



BeitragVerfasst am: 18.02.2020 11:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Antworten.

Prinzipiell ist es schon so, dass solche Rezensionen meine Absichten zum Buch recht gut treffen und beschreiben. Daher freue ich mich natürlich, wenn "professionelle" Rezensenten solche Beschreibungen wählen, weil es mir zeigt, dass auch andere Leser diese Absicht wahrnehmen. Das Buch ist ja mit voller Absicht anders, weil es mir nie um kommerziellen Erfolg ging.

Ich habe aber auch ein wenig den Eindruck, dass hier in gewisser Weise "mixed signals" an den potentiellen Leser gesendet werden. Auf der einen Seite wird das Buch und die Leseerfahrung vom Rezensenten gelobt, auf der anderen Seite wird aber auf Ecken und Kanten hingewiesen, auf die man sich einlassen muß.

Eine andere Rezensentin schrieb zum Beispiel an einer Stelle "Die Ideen sind wirklich großartig..." und "war mal etwas völlig anderes, als das, was man sonst aus der Bücherwelt kennt". An späterer Stelle schreibt sie dann kritischer "die Phantasie gerät hier teilweise in Sphären, denen ich nicht immer ganz folgen konnte" oder "war es mir etwas zu diffus, weil ich nicht alles verstanden habe..."

Ich denke, dass potentielle Leser dann auch eine gewisse Diskrepanz sehen und vielleicht lieber zu einem Buch greifen, das nicht so "anders" klingt. Es gibt halt generell nur wenige Reaktionen auf die Rezis, was aber vermutlich auch an anderen Faktoren liegt.

In gewisser Weise hat auch Willebroer Recht: jedes Buch möchte wohl etwas Besonderes sein, und keine positive Rezension wird freiwillig darauf hinweisen, dass ein Buch nur aus den üblichen Standardzutaten besteht. Der Überzeugungswert der Aussage "ist völlig anders" ist daher vielleicht eingeschränkt und hat auf manche Leser die gegenteilige Wirkung bzw. wird als vorgeplanter Werbespruch wahrgenommen.

Aber wahrscheinlich mache ich mir wieder zuviele Gedanken Wink

Chris
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