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Betrachtungen einer Zeit im Frühling


 

 
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Firilion
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 338



BeitragVerfasst am: 04.05.2008 14:12    Titel: Betrachtungen einer Zeit im Frühling eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dies ohne Audio-Datei, da es für mich auch Neuland ist und ich mir der Vertonung nicht sicher bin. Es würde mich aber erfreuen, sollte sich jemand daran versuchen.

Betrachtungen einer Zeit im Frühling
Bäume wipfeln stilles Grün;
ein Vogel schnackt von
ästlicher Gemütlichkeit.
Die Ringelbienen tanzen
gelb-rote pralle Blüten schal.
Unter weißen Dampfern
stummt die blaue Sonne.
Grobe Balken schränken Wege,
als ein Luftzug rauscht.
Der Frühling donnert
Erde frei von Laub.
Nadelblumen spitzen
schälend aus dem Grund.
Wasser schneckt verliebt
in Blättertücher.
Ein Schatten grummelt
in seinem düsteren Versteck.
Sommerboten winken
allem Leben neuen Mut.

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Egopus
Cholyriker

Alter: 57
Beiträge: 958
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 04.05.2008 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist einer der ersten Texte von dir,
die ich sehr unharmonisch und sehr aufgesetzt finde.
bei mir stellt sich kein Bild ein und auch bleibt mir der tiefere Sinn verborgen.

Der Titel impliziert etwas, auf das man als leser auch wartet.
Obwohl du im Normalfall eine außergewöhnliche Begabung hast Metaphern und reale Beschreibungen miteinander zu verknüpfen, bleibt die Stimmung hier steril und hält nicht, was der Titel verspricht.

gewisse Konstrukte in verschiedenen Sätzen wirken auf mich sogar "erarbeitet".

Leider hat mir das überhaupt nicht gefallen.

Ich bewerte es mit sechs Federn.


Michael


_________________
Brachial-Poet
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Firilion
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 338



BeitragVerfasst am: 05.05.2008 12:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es war mein erster Versuch eines expressionistischen Gedichtes.
Ich gebe zu, ich bin da noch wenig erfahren und auch noch nicht richtig eingelesen.

Diese Worte sprudelten mir durch meinen ausgedörrten Kopf, als ich in meinem Lieblingswald morgens gegen 9 Uhr laufen war, die Sonne schien, alles blüht und gedeiht, grün im Licht der Sonne, Vogelgezwitscher allenthalben....das ist einfach so beeindruckend unglaublich.

Ich habe versucht, dies mit meiner Wortwahl einzufangen, aber ich habe bereits gefürchtet, das man an den Orten gewesen sein muss, damit einem diese Zeilen zugänglich werden.

Momentan versuche ich eine Flucht aus der einengenden Ecke der Gedankenlyrik und der eigenen Seelenqualen zu finden, nicht immer düster und traurig, schwer und verlassen, sondern fröhlich, beschreibend, bejahend und lachend zu werden, auch in meinen Werken. Es ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, dem ich mich selbst unterworfen habe.

Banal ausgedrückt: Ich hab die Nase voll von Selbstmitleid und Trauer; Zeit, den persönlichen Winter in sein Altersheim zu schicken und dem Frühling eine Chance zugewähren.
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Konklavius
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 70
Beiträge: 18
Wohnort: 86971 Peiting


BeitragVerfasst am: 05.05.2008 13:26    Titel: Nun ich finde es gar nicht so schlecht Antworten mit Zitat

Also so schlecht ists auch wieder nicht, Immerhin gelang es mir, es zuende zu lesen. Somit hats zumindest seinen Zweck erfüllt. Auch ist durchaus eine Lust an Wortschöpfungen erkennbar. Somit bin ich der Meinung, daß Hopfen und Malz hier noch lange nicht verloren sind.

Grüße
Konklavius
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Egopus
Cholyriker

Alter: 57
Beiträge: 958
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 05.05.2008 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Firilion hat Folgendes geschrieben:
Momentan versuche ich eine Flucht aus der einengenden Ecke der Gedankenlyrik und der eigenen Seelenqualen zu finden, nicht immer düster und traurig, schwer und verlassen, sondern fröhlich, beschreibend, bejahend und lachend zu werden, auch in meinen Werken. Es ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, dem ich mich selbst unterworfen habe.




Verstehe,
aber Schuster bleib bei....... Exclamation


_________________
Brachial-Poet
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Brynhilda
Felix Aestheticus

Alter: 40
Beiträge: 9709
Wohnort: Oderint, dum probent.


Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 06.05.2008 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Seit dem 4. Mai schleiche ich um das Gedicht herum wie die Katze um den heißen Brei.
Ich möchte etwas dazu sagen, aber mich fliehen die rechten Worte.

Dann versuche ich es eben mit den linken Worten.
Mal was neues. smile

Wenn ich das Gedicht einordnen sollte, würe ich es als "Mischung" au Mairöcker und Ringelnatz bezeichnen.
Aber es ist mehr als das, denn es bevereint die Vorzüge der beiden DichterInnen, ohne deren Nachteile mitzutragen.
Es hat Ringelnatz' anarchischen Geist, ohne in dessen Blödelein anzudriften.
Und es hat Mairöckers Tiefe, ohne deren übertriebenes, marmelsteinernes Pathos.

Also - es ist ein wundervolles Gedicht.
Absolut "Firilionistisch", wenn mir dieses Wort erlaubt sei.

Es ist ganz in seinem Genre, als Frühlingsgedicht und Naturlyrik, aber es durchbricht dessen Grenzen.
Es hat einen eigenen Klang. Es tönt wie aus einer anderen Welt.
Für mich ist dies ein vollkommenes Gedicht.

Viele Grüße,
Ilka
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Pencake
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 51
Beiträge: 2491
Wohnort: Hamburg
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 06.05.2008 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Frilion.

Auch von mir ein bewunderndes Urteil:
Welche Fantasie, welche Kraft der Wortschöpfung und welcher rationale Geist, der das alles in solche eine Einheit gießt.

Astrein, Niko
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