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Schattenlicht - Prolog (Fantasy)


 

 
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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 23.04.2008 21:14    Titel: Schattenlicht - Prolog (Fantasy) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hach ja, gerade erst angemeldet, und schon schmeiße ich den lieben Leuten hier einen meiner Texte um die Ohren. Rolling Eyes Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen. Smile

Einige Dinge vorab:

Ich habe - natürlich - die sechs goldenen Regeln gelesen, insbesondere den Teil, wo eine Aufsplittung längerer Texte vorgeschlagen wurde. Allerdings ist mein Prolog jetzt auch nicht sooo wahnsinnig lang, daher habe ich mich gegen besagte Aufsplittung entschieden, auch wenn er dann Gefahr läuft, weder gelesen, noch kommentiert zu werden.

Des weiteren habe diesen Prolog bereits in einem anderen Forum veröffentlicht und dafür sowohl Lob, als auch Kritik geerntet. Unter anderem wurde mir und meinem Text von einer Person auch eine Krankheit attestiert, von der ich weiß dass ich sie habe, und von der ich mich auch nur sehr schwer trennen kann. An dieser Stelle möchte ich noch nicht erwähnen, um welche Krankheit es sich dabei handelt, um niemanden hier zu beeinflussen, aber ich bin sicher, ihr werdet es schnell herausfinden. Wink

Naja, genug des Vorgeplänkels, hier kommt mein Prolog. Ich hoffe, er wird euch zumindest einigermaßen zu gefallen wissen. Smile

Gruß,

~~Der Gaukler

PS: Wenn dies das falsche Forum sein sollte, bitte ich dies zu entschuldigen und den Beitrag in das richtige zu verschieben. Danke!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ein tiefes Grollen rollte aus der Ferne auf sie zu, als Elina sich dem Abgrund näherte und den klatschnassen, vom Wind gepeitschten Umhang enger um den Körper zog. Seit Stunden stach die Kälte wie mit winzigen Messern auf sie ein, hatte längst jegliches Gefühl aus ihren Gliedern weichen lassen, und ihr den beschwerlichen Marsch noch anstrengender gestaltet, doch für sie gab es nur eine Richtung; vorwärts, so gut es ihr eben möglich war.

Der durchdringende Klang von Stahl der auf anderen Stahl traf war endlich verstummt, ebenso wie die Schreie, die ihre ohnehin schon kurzen Nächte von schlimmen Alpträumen hatten heimsuchen lassen, doch packte sie erneut das Grauen als sie, endlich am Abhang angekommen, das vor ihr liegende, spät nächtliche Tal überblickte und sah, was sie getan hatte.

Leblose Körper, aufgehäuft zu mehr oder minder großen Erhebungen, Blut überströmt, mit fehlenden Gliedmaßen, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbrannt oder sogar noch qualmend, überzogen sie die Erde wie ein grausiger Teppich schier endlosen Ausmaßes. Die blutigen Klingen von Schwertern und Äxten, sowie Teile von ehemals blank polierten Schilden und Harnischen, blitzten im Licht des tief im Westen stehenden, vollen Mondes, wann immer der heftige Wind die dichte, grauschwarze Wolkendecke auseinander zu reißen vermochte.

Davon abgesehen regte sich nichts mehr dort unten; alle Feinde waren besiegt. Die Letzte Schlacht war geschlagen, und sie hatten sie wohl gewonnen, doch ... um welchen Preis.

Elina wendete ihren Blick ab und sank von dumpfer Erschöpfung übermannt auf die Knie. Tausende und abertausende von Menschen hatten zu ihr aufgesehen, hatten ihre Hoffnung in sie gesetzt, Hoffnung, dass alles gut werden würde, Hoffnung, dass diesmal alles enden würde, und sie in die liebenden Arme ihrer Familien zurückkehren konnten. Alle hatte sie sie enttäuscht, jeden Einzelnen von ihnen.

Tränen rannen ihr die Wangen hinunter, wurden trüb und erstarrten zu Eis noch bevor sie ihr Kinn erreichten. Eiskalte Tränen der Reue, brennende Tränen des Schmerzes, die letzten Tränen einer Todgeweihten.

"Und wieder einmal habt Ihr es geschafft, Aaraya."

Elina hob ihren Kopf, sah ihr Gegenüber jedoch nicht an. Sie wusste ohnehin mit wem sie es zu tun hatte. Ihre Augen blickten in eine weite Ferne.

"Verschont mich mit Eurem Spott, Arkiel.", erwiderte sie matt. "Wir wissen beide wessen Ihr gekommen seid, bringen wir es also hinter uns."

"Euch zu verspotten lag mir fern, Schwester. Daher schmerzt es mich zu sehen, wie abweisend mir gegenüber Ihr Euch verhaltet. Ich bitte Euch, lasst nicht das Wissen um unser Schicksal dieses Wiedersehen überschatten, denn freudig ist es allemal, liegt unsere letzte Begegnung doch wieder weit über ein Jahrtausend zurück."

"Freudig?", entgegnete Elina kalt. "Wie könnt Ihr Freude empfinden angesichts dessen, was geschehen ist, angesichts dessen, was noch geschehen wird?"

"Ich weiß wie Euch zumute ist, liebste Schwester, denn auch ich sehnte mich nach einem anderen Weg, diesen Tag zu beenden, als jenem, den wir einst wählten und für den wir seitdem nichts als Reue empfinden." Er trat näher an sie heran und legte ihr sanft eine Hand auf die Schulter. "Fürwahr, ich weiß wie Euch zumute ist."

"Nein, das wisst Ihr nicht!", fuhr Elina ihn an und fegte sie weg, als wäre sie eine giftige Spinne, die im Begriff war, ihre messerscharfen Zähne begierig in ihrem Fleisch zu versenken. "Denn ich bin nicht Eure Schwester. Ich,", fuhr sie fort, und ohne ein Anzeichen ihrer Schwäche preis zu geben, erhob sich Elina voll Anmut und schob mit der linken Hand ihre Kapuze zurück. Sofort packte der Wind ihr langes, goldenes Haar und ließ es wehen wie ein flammendes Banner der Erhabenheit und des Trotzes. "bin Prinzessin Elina Kandory von Aridea, Nachfahrin König Raowulfs des Gerechten, und Tochter König Wulframs des Starken. Und trage ich auch die Seele Aarayas in mir, so bin ich dennoch was ich immer war und immer sein werde."

Mit jedem Atemzug, mit jedem Wort, das aus ihr hervor sprudelte, verhärteten sich Arkiels Gesichtszüge mehr und mehr, wirkte schließlich wie aus Stein gemeißelt. Verachtung brannte in seinen Augen.

"Ihr Menschen mit euren Namen und Titeln." Von einem Blick getroffen, der Elina die Kehle zuschnürte und sie unbewusst einen Schritt zurück machen ließ, fühlte sie, wie seine stechenden Augen sich immer tiefer und tiefer in sie hinein bohrten. Lähmende Kälte ergriff Besitz von ihrem Herzen, kälter als alles andere, das sie je verspürt hatte.

"Lächerlich, und ganz und gar erbärmlich. Prinzessin? Pah! König? Ich bitte Euch! Vieh seid ihr, allesamt. Und schmückt ihr euch mit gold'nen Schleifen noch so zahlreich, so werdet ihr doch NIE etwas anderes sein. Als Vieh wurdet ihr geboren, als Vieh werdet ihr auch sterben."

Noch einmal sah er Elina lange und eindringlich an, wie als hoffte er etwas zu finden, das nicht da war, dann endlich wendete er seinen Blick ab und machte ein paar Schritte hin zum Abgrund. Doch auch jetzt noch war Elinas Kehle wie abgeschnürt, sie war unfähig etwas zu erwidern, selbst wenn ihr Verstand wieder soweit funktioniert hätte, ihr die passenden Worte zurecht zu legen. Verzweifelt bemühte sie sich, die Fassung wieder zu erlangen.

So hatte sie noch nie jemand angesehen. Nicht einmal die Schergen der Dunklen Legion, als diese mit gewetzten Messern und vor Mordgier brennenden Augen auf sie zu stürmten und schließlich umzingelten, kurz bevor sie Schattenlicht freisetzte. Sein Hass musste tiefer reichen, unendlich tief.

"Ihr Unwürdigen.", fuhr Arkiel fort. "Beansprucht und zerstört was nicht das eure ist. Und nicht im Geringsten schert ihr euch darum, welch Mühsal es uns bereitete, all dies zu erschaffen. Herrscher wollt ihr sein? Ihr wisst doch noch nicht einmal um die Bedeutung dessen, was ihr euch habt zugemutet." Eine Weile lang starrte Arkiel nachdenklich in die Tiefe, dann seufzte er. "Doch was red' ich, ihr Menschen werdet es ohnehin nie begreifen, und weder ihr noch die meinen werden den Sieg jemals erringen können, fürchte ich, hat uns das Schicksal doch erneut hier oben zusammengeführt, zum nunmehr vierten Male seit dem Anbeginn." Er lachte leise in sich sich hinein. "Welch ein Hohn, findet Ihr nicht auch? Wir, die wir diese Welt und alles darin erschaffen, Knechte unserer eigenen Schöpfung."

"Sind wir denn nicht selbst Schuld, Bruder?" Elina sprach leise, doch ihre Stimme klang fest, wenn auch von Bedauern erfüllt. Die Kälte schien ihr plötzlich nichts mehr auszumachen, denn trotz der Trauer die sich nun in ihren makellosen, jedoch von Erschöpfung gezeichneten Gesichtszügen widerspiegelte, wirkte ihre Haltung aufrechter als je zuvor, geradezu majestätisch. "Schufen wir die Großen Räder doch, um unsere Schöpfung zu beherrschen und zu unterdrücken, haben wir es da nicht verdient, selbst beherrscht und unterdrückt zu werden?"

Lächelnd drehte Arkiel sich zu ihr um, ein sanftmütiges Lächeln, das all die Härte aus seinen Gesichtszügen verbannte und vergessen ließ, dass sie überhaupt da gewesen war. Seine Augen glänzten als sie seinen Blick erwiderte. Es schien, als habe er  gefunden, wonach er gesucht hatte.
"Es freut mich, dass Ihr Euch mir doch noch zeigt, bevor erneut alles zu Ende geht, Schwester. Fast hatte ich die Hoffnung aufgegeben und mich damit abgefunden, meine letzten Atemzüge an dieses überhebliche Menschenkind zu verschwenden. Doch so sehr mich Eure Anwesenheit auch entzückt, so muss ich Euch dennoch widersprechen. Ihr und ich, und unsere Brüder und Schwestern, wir sind die rechtmäßigen Herrscher über diese Welt. Die Großen Räder, die Menschen, das alles ist unsere Schöpfung, da ist es doch auch an uns, all dies zu beherrschen, nicht etwa umgekehrt."

"Es kam wie es kommen musste, Bruder. Die Großen Räder, sie waren zu mächtig, als dass wir ihnen nach unserer Entzweiung noch Einhalt gebieten konnten. Der gerechte Lohn für unsere Narretei."

"Womöglich.", antwortete Arkiel nachdenklich. "Hätten wir uns doch nur nicht zerstritten. Jedoch, Schuld an alledem tragen ohnehin nur die Menschen, das wisst Ihr ebenso gut wie ich." Arkiel blickte sie einen Augenblick lang schweigend an, ehe er sich umdrehte und gen Osten in die Ferne sah. "Mehr und mehr Land beanspruchten sie für sich, beraubten es seiner Schönheit, seiner Kreaturen, seiner Schätze. Sie verloren ihre Ehrfurcht uns gegenüber und wandten sich ab. wollten herrschen über das, was wir geschaffen. Selbst gegeneinander wandten sie sich, mordeten und stahlen, und scherten sich nicht im Geringsten darum, wie sehr wir ihr Treiben beweinten."

"Doch tragen sie nicht die Schuld an ihrem Makel, Bruder,", sagte Elina und legte ihre Hand sanft um Arkiels Handgelenk. "sondern wir. Wir haben sie so geschaffen, willentlich oder nicht, ihr Makel ... ist auch der unsere."

"Es ist wahr dass wir einen Fehler gemacht haben, Aaraya, dies gestehe ich ein. Und so war es auch an uns, diesen Fehler zu berichtigen. Doch habt Ihr und die anderen dies nicht erkannt, verweigertet euch der notwendigen Reinigung. Alles hätte so schnell beendet sein können, doch ihr verweigertet euch."

"Wir hätten ihnen den Weg weisen können, Bruder. Den Weg ihren Makel zu überwinden, doch haben wir uns dessen nicht im Geringsten bemüht. Beherrschen wollten wir sie, aber nicht herrschen lassen, sie an die Kette legen, aber nicht ihre Führer sein. Nicht sie wandten sich von uns ab, sondern wir von ihnen."

"Dies alles hat nun keine Bedeutung mehr.", bemerkte Arkiel nach einer Weile. "Weshalb beklagen, was nicht zu ändern ist, sind wir nun allesamt nur Steine im Fluss der Zeit, dazu verdammt durch alle Zeitalter hinweg den Lauf der Dinge zu wiederholen. Fügen wir uns also, denn verweigern können wir uns nicht."

Der Wind ließ jäh nach, doch noch immer jagten dichte, dunkle Wolkenfetzen über den grau und schwarz verquollenen Himmel, verloren sich sanft am Horizont und überließen dort der Morgensonne die Vorherrschaft, welche das winterliche Land in ein bedrohliches Scharlachrot tauchte. Elina trat an die Seite Arkiels und ergriff seine Hand, sein Gesicht wirkte ausdruckslos und leer. Bald würde die Sonne aufgegangen sein und ein neuer Tag heran brechen. Der letzte Tag eines sterbenden Zeitalters.

"Es wird Zeit, Schwester.", flüsterte Arkiel mit gesenktem Haupt und in seiner rechten Hand erschien ein flammendes Schwert. Die Erde grollte, als der Kampf begann, und der Himmel fing an zu weinen.



Zwei Räder in der Zeiten Fluss,
groß und mächtig, und knarrend sich bewegend.
Das eine dreht sich, weil's sich drehen muss,
dem anderen sich bedingungslos ergebend.

Erster Vers eines melydischen Kinderreims, Verfasser unbekannt



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Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.

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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 23.04.2008 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Gaukler!

Den Text habe ich leider noch nicht gelesen. Ich fürchte, ich muss dich bitten, ihn noch einmal zu posten. Durch die Anführungszeichen <> werden scheinbar ganze Textstellen herausgerissen. Wir gehen dem Problem auf die Spur. Verwende am besten diese "", diese „“ oder diese »«.

Grüße,

Martin


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Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)

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Bananenmeister
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BeitragVerfasst am: 23.04.2008 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Der durchdringende Klang von Stahl der auf anderen Stahl traf war endlich verstummt, ebenso wie die Schreie, die ihre ohnehin schon kurzen Nächte von schlimmen Alpträumen hatten heimsuchen lassen, doch packte sie erneut das Grauen als sie, endlich am Abhang angekommen, das vor ihr liegende, spät nächtliche Tal überblickte und sah, was sie getan hatte.

Der Satz ist zu lang, mach "lassen" einen Punkt und fang den nächsten Satz anders an (Es packte sie erneut... z.B.).

Der Sprachstil gefällt mir, hört sich gut an.

Die Formatierung ist allerdings echt übel. Absätze! Nach jedem Dialogpartner einen Zeilenumbruch. Und lass die "Größer-als / Kleiner-als" Zeichen weg, sondern benutze ""..."". (Und was sollten die Worte zwischen den gesprochenen Sätzen=?=?)

Naja, ein paar Sachen habe ich nicht verstanden, also waren das nun 2 Schwestern, oder zwei Schwestern und ein Bruder? Bin nur zu faul es nochmals zu lesen, weil es zu anstrengend bei der Formatierung und den Anführungszeichen ist.

Wenn ihre Träne gefriert und der Himmel am Ende weint (meintest damit doch regnen, oder?), sind das zwei unterschiedliche "Wettereinstellungen", wobei es im Himmel noch kälter als auf der Erde ist.

Ansonsten, überarbeite das ganze mal und formatier es ordentlich, dann bin ich mir auch sicher, werden noch mehr User antworten, so schreckt der Text schon beim ersten überfliegen ab.

bananemeister

Edit: Ok, Moses hat was zu den verschwundenen Worten geschrieben
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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 23.04.2008 21:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hoppla, das mit der Formatierung tut mir Leid! Ich wusste nicht dass ">>" und "<<" zu Fehlern führt. Hier noch einmal den selben Text mit Anführungszeichen.

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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 23.04.2008 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Fahrender Gaukler hat Folgendes geschrieben:
Hoppla, das mit der Formatierung tut mir Leid! Ich wusste nicht dass ">>" und "<<" zu Fehlern führt. Hier noch einmal den selben Text mit Anführungszeichen.

Das wussten wir auch nicht (kam schon mal vor, sollte aber behoben sein). Shocked Ich habe deine korrigierte Fassung oben eingefügt.

Beste Grüße,

Martin


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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 23.04.2008 22:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Besten Dank, MosesBob! Very Happy

Und auf Fragen&Kritik werd' ich so bald wie möglich eingehen. Bin gerade ein wenig gehetzt. Wink


Gruß,

~~Der Gaukler

PS: Jetzt hab' ich endlich den Unterschied zwischen den einzelnen Foren verstanden. Ich dachte, ich müsste ins "Erste Mal" posten, da es sich um meinen ersten Text auf diesem board handelt. Laughing

Da das aber nicht wirklich mein erster Text allgemein ist, und Kritik auf jeden Fall erwünscht ist, möge ein freundlicher Moderator den thread (wenn möglich) in die Talentschmiede verschieben, in dem ja nach Herzenslust kritisiert und verbessert werden darf. Vielen Dank. Smile


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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 17:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Sprachstil gefällt mir, hört sich gut an.


Vielen Dank! Smile

Zitat:
Naja, ein paar Sachen habe ich nicht verstanden, also waren das nun 2 Schwestern, oder zwei Schwestern und ein Bruder? Bin nur zu faul es nochmals zu lesen, weil es zu anstrengend bei der Formatierung und den Anführungszeichen ist.


Nun, ich kann verstehen, dass das bei erstmaligem Lesen nicht ganz eindeutig ist. Die Situation ist nämlich ein wenig verworren. Allerdings ist es, wie ich finde, bei genauerer Betrachtung schlüssig. Jedenfalls habe ich auf allzu explizit erklärende Sätze bewusst verzichtet. Wenn nicht gleich ersichtlich ist, wer das eigentlich ist, und wie diese Personen miteinander verknüpft sind, ist zumindest schon einmal die Neugierde des Lesers geweckt, die - wie gesagt - bei genauerer Betrachtung des Textes auch ausreichend gestillt wird. Smile

Zitat:
Wenn ihre Träne gefriert und der Himmel am Ende weint (meintest damit doch regnen, oder?), sind das zwei unterschiedliche "Wettereinstellungen", wobei es im Himmel noch kälter als auf der Erde ist.


Grundsätzlich hast du Recht. Allerdings bitte ich derlei Sätze nicht immer allzu wörtlich zu nehmen. Denn genaugenommen können Tränen (meines Wissens nach) nicht gefrieren, da sie salzhaltig sind.

Und wie es gemeint ist, dass "der Himmel weint", bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Er könnte tatsächlich weinen, also Regen abschlagen, der dann, wie du bereits gesagt hast, in Form von Schnee auf die Erde fällt, oder aber der Satz ist eine Metapher für eine höhere Macht, die sehr traurig ist über die irdischen Geschehnisse. Smile

Vielen Dank soweit, freue mich auf weitere Kommentare!


Gruß,

~~Der Gaukler


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silvie111
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo fahrender Gaukler,

zuallererst muss ich gestehen, dass ich deinen Text nicht zu Ende gelesen habe. Ich persönlich konnte mich irgendwie nicht bis zum Ende durchwurschteln. Ich möchte dir erläutern, warum dies so war und hoffe, dass meine Anmerkungen hilfreich für dich sein werden. Fasse meine Anmerkungen bitte als Tipps auf.

Du verwendest eine gehobenere Sprache, die der Fantasy angemessen ist und die ich auch gut finde. Das würde ich nicht ändern. Nur kann es deswegen leicht passieren, dass der Leser von Zuviel erschlagen wird. Benutzt du so eine Sprache, musst du an anderer Stelle "abspecken."
Da würde ich gleich beim Prolog anfangen. Mir ist er viel zu statisch und zu lang, um einen wirklichen Lesefluss zu erzeugen. Du webst Beschreibungen in Dialoge ein, die auch ein Erzähler hätte "erzählen" können. Allgemein sind es auch solche Beschriebungen, die man in solchen Romanen überspringen möchte. Auch kommt zu viel an einem Fleck. Ich würde das über den ganzen Roman hin verstreuen und nicht so viel an den Anfang stellen und auch nicht in einer einzigen Szene.
Auch stehen die beiden Protas hauptsächtlich rum und erzählen, was auch sehr statisch wirkt. Solche Dialoge kann man auch anders einbauen.
Vor allem beim folgenden bin ich beim Lesen rausgekommen und hab auch aufgehört:

Zitat:
"Ihr Unwürdigen.", fuhr Arkiel fort. "Beansprucht und zerstört was nicht das eure ist. Und nicht im Geringsten schert ihr euch darum, welch Mühsal es uns bereitete, all dies zu erschaffen. Herrscher wollt ihr sein? Ihr wisst doch noch nicht einmal um die Bedeutung dessen, was ihr euch habt zugemutet." Eine Weile lang starrte Arkiel nachdenklich in die Tiefe, dann seufzte er. "Doch was red' ich, ihr Menschen werdet es ohnehin nie begreifen, und weder ihr noch die meinen werden den Sieg jemals erringen können, fürchte ich, hat uns das Schicksal doch erneut hier oben zusammengeführt, zum nunmehr vierten Male seit dem Anbeginn."


Auch finde ich, dass sich dies hier nicht als Prolog, sondern dass sich der Text viel mehr als Anfang des ersten Kapitels eignet, da es ja schon zwei Personen einführt. Als Prolog eignet sich vielmehr die Vorgeschichte aus "grauer Vorzeit" oder die Beschreibung eines Schlüsselelementes, das für den weiteren Verlauf wichtig ist (Wie in Tad Williams' "Der Drachenbeinthron"). Auch könnte ich mir im Prolog eine Szene vorstellen, die bei den Bösen spielt. Aber die Hauptperson gehört ins erste Kapitel.

Ich hoffe, du bist nicht allzu erschlagen von meinen Abmerkungen und hoffe natürlich, dass sie hilfreich für dich sind.

Liebe Grüße,

silvie

PS:

Zitat:
wie als hoffte er

das hört sich arg umgangssprachlich an und deswegen bricht es mit deinem normalen Erzählstil. Würde ich streichen.

Zitat:
fuhr Elina ihn an und fegte sie weg, als wäre sie eine giftige Spinne, die im Begriff war, ihre messerscharfen Zähne begierig in ihrem Fleisch zu versenken.

sowas ist schön zu lesen, da so etwas beim Leser Bilder im Kopf entstehen lässt. Bitte mehr davon!


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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 18:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo silvie.

Zitat:
Hallo fahrender Gaukler,

zuallererst muss ich gestehen, dass ich deinen Text nicht zu Ende gelesen habe. Ich persönlich konnte mich irgendwie nicht bis zum Ende durchwurschteln.


Schade. sad

Zitat:
Du verwendest eine gehobenere Sprache, die der Fantasy angemessen ist und die ich auch gut finde. Das würde ich nicht ändern. Nur kann es deswegen leicht passieren, dass der Leser von Zuviel erschlagen wird. Benutzt du so eine Sprache, musst du an anderer Stelle "abspecken."


Bei der gehobenen Sprache beziehst du dich auf die Dialoge, richtig? Diese sind zugegebenermaßen sehr hochtrabend, um nicht zu sagen schwülstig. Das ist aber beabsichtigt, um dem Rang der vorgestellten Personen gerecht zu werden. In den nachfolgenden Kapiteln wird die Sprachwahl nicht so gestelzt sein, es sei denn, es kommen Personen mit ähnlichem Rang vor.

Und damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt.

Zitat:
Auch finde ich, dass sich dies hier nicht als Prolog, sondern dass sich der Text viel mehr als Anfang des ersten Kapitels eignet, da es ja schon zwei Personen einführt. Als Prolog eignet sich vielmehr die Vorgeschichte aus "grauer Vorzeit" oder die Beschreibung eines Schlüsselelementes, das für den weiteren Verlauf wichtig ist (Wie in Tad Williams' "Der Drachenbeinthron"). Auch könnte ich mir im Prolog eine Szene vorstellen, die bei den Bösen spielt. Aber die Hauptperson gehört ins erste Kapitel.


Es handelt sich bei den im Prolog vorgestellten Person nicht um die Hauptcharaktere. Der Prolog spielt über ein Jahrtausend vor dem eigentlichen Geschehen. Demzufolge ist es durchaus als (Vor-)Geschichte aus "grauer Vorzeit" zu verstehen. Allerdings ist es auch gleichzeitig eine Schlüsselszene und muss der eigentlichen Geschichte vorangehen.


Zitat:
Zitat:
fuhr Elina ihn an und fegte sie weg, als wäre sie eine giftige Spinne, die im Begriff war, ihre messerscharfen Zähne begierig in ihrem Fleisch zu versenken.


sowas ist schön zu lesen, da so etwas beim Leser Bilder im Kopf entstehen lässt. Bitte mehr davon!


Tja, das ist Geschmackssache. manchen ist eine derartige Umschreibung bereits zu überzogen, daher setze ich sie - relativ - sparsam ein. Mir gefallen sie aber auch. Wink


Herrje, ich hoffe, ich komme jetzt nicht zu überheblich rüber, wenn ich bestimmte Dinge zu verteidigen versuche, nachdem ich ausdrücklich um Kritik gebeten habe. Aber bei den meisten dieser Dinge hab' ich mir vorher etwas gedacht, da ich hochgradig perfektionistisch veranlagt bin. Embarassed

Daher bitte ich auch weiterhin um Kritik, muss aber gleichzeitig sagen, dass ich mir das Recht vorbehalten möchte, diese zu entkräftigen, sofern ich das für angebracht halte. Ich hoffe man erachtet mich deshalb nicht als sturen Eigenbrödler. angel


Gruß,

~~Der Gaukler


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silvie111
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaukler,

Zitat:
Bei der gehobenen Sprache beziehst du dich auf die Dialoge, richtig? Diese sind zugegebenermaßen sehr hochtrabend, um nicht zu sagen schwülstig. Das ist aber beabsichtigt, um dem Rang der vorgestellten Personen gerecht zu werden. In den nachfolgenden Kapiteln wird die Sprachwahl nicht so gestelzt sein, es sei denn, es kommen Personen mit ähnlichem Rang vor.


richtig.
Nein, ich finde sie nicht zu schwülstig. Wie ich ja schon geschrieben hab, finde ich sie angemessen. Sie passen. Mein Punkt war eben der, dass man aufgrund dessen den Leser an anderer Stelle "entlasten" sollte.

Zitat:
Es handelt sich bei den im Prolog vorgestellten Person nicht um die Hauptcharaktere. Der Prolog spielt über ein Jahrtausend vor dem eigentlichen Geschehen. Demzufolge ist es durchaus als (Vor-)Geschichte aus "grauer Vorzeit" zu verstehen. Allerdings ist es auch gleichzeitig eine Schlüsselszene und muss der eigentlichen Geschichte vorangehen.

das kommt für mich irgendwie gar nicht raus. Weiß jetzt nicht, ob's nur mir so geht.

Zitat:
Herrje, ich hoffe, ich komme jetzt nicht zu überheblich rüber, wenn ich bestimmte Dinge zu verteidigen versuche, nachdem ich ausdrücklich um Kritik gebeten habe. Aber bei den meisten dieser Dinge hab' ich mir vorher etwas gedacht, da ich hochgradig perfektionistisch veranlagt bin.

das ist doch das gute Recht eines Autors! Und natürlich denkt sich der Autor dabei was. Wichtig ist eben nur, dass das auch beim Leser ankommt, sonst nützt das viele Denken ja gar nichts.  

LG,

silvie


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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 18:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:
Es handelt sich bei den im Prolog vorgestellten Person nicht um die Hauptcharaktere. Der Prolog spielt über ein Jahrtausend vor dem eigentlichen Geschehen. Demzufolge ist es durchaus als (Vor-)Geschichte aus "grauer Vorzeit" zu verstehen. Allerdings ist es auch gleichzeitig eine Schlüsselszene und muss der eigentlichen Geschichte vorangehen.


das kommt für mich irgendwie gar nicht raus. Weiß jetzt nicht, ob's nur mir so geht.


Joa, stimmt schon, aus dem Prolog allein wird das nicht ersichtlich. Aber der erste Absatz des ersten Kapitels würde Aufklärung bringen. Vielleicht stelle ich das demnächst auch mal rein. Smile [edit: Schon passiert.]

Zitat:
Zitat:
Herrje, ich hoffe, ich komme jetzt nicht zu überheblich rüber, wenn ich bestimmte Dinge zu verteidigen versuche, nachdem ich ausdrücklich um Kritik gebeten habe. Aber bei den meisten dieser Dinge hab' ich mir vorher etwas gedacht, da ich hochgradig perfektionistisch veranlagt bin.


das ist doch das gute Recht eines Autors! Und natürlich denkt sich der Autor dabei was. Wichtig ist eben nur, dass das auch beim Leser ankommt, sonst nützt das viele Denken ja gar nichts.


Auch das ist wahr, und der Prolog lässt viele Dinge offen, die sich aber mit Voranschreiten der eigentlichen Geschichte offenbaren. Daher bin ich schon der Ansicht, dass es beim Leser ankommen wird ... die Frage ist nur an welchem Punkt. Wink

Auf jeden Fall danke ich dir vielmals für deine Kritik, das habe ich vorhin im Eifer des Gefechts doch glatt vergessen, zu erwähnen. Very Happy

Und auch ein Danke dafür, dass du mir meine Gegenargumentation nicht übel nimmst. Smile


Gruß,

~~Der Gaukler


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Valeska
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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du Gaukler,

Zitat:
Allerdings ist mein Prolog jetzt auch nicht sooo wahnsinnig lang, daher habe ich mich gegen besagte Aufsplittung entschieden, auch wenn er dann Gefahr läuft, weder gelesen, noch kommentiert zu werden.

Ich denke schon, er wäre lang genug gewesen, ihn in zwei Teile zu teilen ... das macht das Rezensieren deutlich einfacher. Mir sind beim Lesen tausend Sachen aufgefallen, aber ich fürchte, jetzt ist das meiste schon wieder weg, weil ich erstmal den ganzen (langen) Text gelesen habe.

Zitat:
da ich hochgradig perfektionistisch veranlagt bin.

Willkommen im Club! Ich wage aufgrund dieser Aussage zu hoffen, dass du mir die folgenden Verbesserungen/Vorschläge nicht übel nimmst - es sind auch nur grammatikalische Kleinigkeiten usw. ...

Zitat:
doch für sie gab es nur eine Richtung; vorwärts, so gut es ihr eben möglich war.

Vielleicht würde sich ein Doppelpunkt anbieten? Das hebt den Bezug besser hervor.

Zitat:
Der durchdringende Klang von Stahl, der auf anderen Stahl traf, war endlich verstummt, ebenso wie die Schreie, die ihre ohnehin schon kurzen Nächte von schlimmen Alpträumen hatten heimsuchen lassen, doch packte sie erneut das Grauen als sie, endlich am Abhang angekommen, das vor ihr liegende, spät nächtliche Tal überblickte und sah, was sie getan hatte.

Ein Satz - ein Absatz!? Das fordert den Leser ziemlich ... ich versichere dir, kürzere Sätze müssen nicht unbedingt langweilig sein!

Zitat:
Leblose Körper, (eine gaaaanze Menge Appositionen ...), überzogen sie die Erde wie ein grausiger Teppich schier endlosen Ausmaßes.

Diese ganzen Beschreibungen der leblosen Körper haben mich irgendwie aufgehalten ... und dann bin ich über das "sie" gestolpert, mit dem du ja dein Subjekt "leblose Körper" wieder aufgegriffen hast ... Es wäre lieb von dir, mich auf dem Weg durch diesen Anblick etwas mehr an die Hand zu nehmen, damit ich nicht immer wieder an den Satzanfang zurückkehren muss.

Zitat:
Die blutigen Klingen von Schwertern und Äxten, sowie Teile von ehemals blank polierten Schilden und Harnischen, blitzten im Licht

"sowie" ist wie "und" - da braucht man nur in Ausnahmefällen Kommas.

Zitat:
Die Letzte Schlacht war geschlagen, und sie hatten sie wohl gewonnen, doch ... um welchen Preis.

Ein Punkt kommt mir ein bisschen schwach vor. Da kommt das Entsetzen der Prota gar nicht richtig rüber ... doch - um welchen Preis! Lass den Leser mitfühlen!

Zitat:
Alle hatte sie sie enttäuscht, jeden Einzelnen von ihnen.

"sie sie" würde ich vermeiden ... irgendwie umstellen. Sie alle hatte sie enttäuscht ... All diese Menschen hatte sie enttäuscht ...

Zitat:
Tränen rannen ihr die Wangen hinunter, wurden trüb und erstarrten zu Eis, noch bevor sie ihr Kinn erreichten.


Zitat:
Sie wusste ohnehin, mit wem sie es zu tun hatte.


Zitat:
"Verschont mich mit Eurem Spott, Arkiel.", erwiderte sie matt. "Wir wissen beide, wessen Ihr gekommen seid, bringen wir es also hinter uns."

Am Ende der wörtlichen Rede setzt man keinen Punkt: einfach weg damit (gilt für den ganzen Text).
Das "wessen" stört mich. Ich weiß, dass du einen bestimmten Sprachstil benutzt (das gelingt dir wirklich gut), aber das hier klingt mir doch etwas zu konstruiert.

Zitat:
Daher schmerzt es mich zu sehen, wie abweisend mir gegenüber Ihr Euch verhaltet.

... wie abweisend Ihr Euch mir gegenüber verhaltet.

Zitat:
Er trat näher an sie heran und legte ihr sanft eine Hand auf die Schulter. "Fürwahr, ich weiß, wie Euch zumute ist."


Zitat:
"Nein, das wisst Ihr nicht!", fuhr Elina ihn an und fegte sie weg,

Der Bezug von "sie" ist wohl Arkiels Hand, deren Erwähnung aber schon ein paar Zeilen zurückliegt. Da Elina ebenfalls weiblich ist, verwirrt das ein bisschen. Sag doch einfach "seine Hand".

Zitat:
"(...) Ich,", fuhr sie fort, und ohne ein Anzeichen ihrer Schwäche preis zu geben, erhob sich Elina voll Anmut und schob mit der linken Hand ihre Kapuze zurück. Sofort packte der Wind ihr langes, goldenes Haar und ließ es wehen wie ein flammendes Banner der Erhabenheit und des Trotzes. "bin Prinzessin Elina Kandory von Aridea, Nachfahrin König Raowulfs des Gerechten, und Tochter König Wulframs des Starken.

"Ich -", fuhr sie fort würde besser herausbringen, was für eine betonte Pause die Sprecherin einlegt. Ich würde dann nach dem langen Einschub das "Ich" auch nochmal wiederholen, um die Betonung und den Bezug noch deutlicher zu machen: "Ich bin ...!" (Mal davon abgesehen, dass du den Einschub in die Rede nicht mit einem Punkt beenden und dann klein weiterschreiben kannst.)

Zitat:
Mit jedem Atemzug, mit jedem Wort, das aus ihr hervor sprudelte, verhärteten sich Arkiels Gesichtszüge mehr und mehr, wirkten schließlich wie aus Stein gemeißelt.


Zitat:
Von einem Blick getroffen, der Elina die Kehle zuschnürte und sie unbewusst einen Schritt zurück machen ließ,

machen? Unschönes Hilfsverb. Warum nicht "treten"? Ist immer noch wenig ausdruckvoll, aber immerhin kein Heilfsverb mehr. Elina könnte zB auch zurückstolpern, straucheln, zurückweichen ...

Zitat:
Noch einmal sah er Elina lange und eindringlich an, wie als hoffte er etwas

"wie als" - nicht schön zu lesen

Zitat:
So hatte sie noch nie jemand angesehen. Nicht einmal die Schergen der Dunklen Legion, als diese mit gewetzten Messern und vor Mordgier brennenden Augen auf sie zu stürmten und schließlich umzingelten,

Vorzeitigkeit: Plusquamperfekt ... auf sie zugestürmt waren und sie schließlich umzingelt hatten.

Zitat:
"Ihr Unwürdigen.", fuhr Arkiel fort. "Beansprucht und zerstört, was nicht das eure ist.


Zitat:
Ihr wisst doch noch nicht einmal um die Bedeutung dessen, was ihr euch habt zugemutet."

Ist ein bisschen gewollt hochsprachlich - meiner Ansicht nach.

Zitat:
Seine Augen glänzten, als sie seinen Blick erwiderte.


Zitat:
"Womöglich.", antwortete Arkiel


Zitat:
(...). wollten herrschen über das, was wir geschaffen.


Zitat:
"Doch tragen sie nicht die Schuld an ihrem Makel, Bruder,", sagte Elina und legte ihre Hand sanft um Arkiels Handgelenk. "sondern wir.

Komma statt Punkt, da der Satz der wörtlichen Rede ja weitergeht.

Zitat:
"Es ist wahr, dass wir einen Fehler gemacht haben,


Zitat:
Nicht sie wandten sich von uns ab, sondern wir uns von ihnen."


Zitat:
"Dies alles hat nun keine Bedeutung mehr.", bemerkte Arkiel nach einer Weile.


Ich erhebe weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf absolutistische Richtigkeit. Errare humanum est.

Ich hoffe, meine Anmerkungen bringen dich weiter, denn ich habe den Text gern gelesen, und ich finde auch, dass er sich als Prolog eignet. Ich habe mir schon gedacht, dass dieser Dialog noch nicht die eigendliche Handlung ist.

Insgesamt:  Daumen hoch

Werde das erste Kapitel lesen, sobald ich Zeit hab.

War mir ein Vergnügen (dir hoffentlich auch  smile extra )!

Alles Liebe, Valeska


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BeitragVerfasst am: 24.04.2008 21:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wow, klasse!  smile extra

Auf eine solch detaillierte Kritik hatte ich nicht zu hoffen gewagt! Ich werde den Text noch einmal überarbeiten. Besonders die Sache mit dem Punkt hinter den wörtlichen Reden war sehr hilfreich. Smile

Zitat:
War mir ein Vergnügen (dir hoffentlich auch smile extra )!


Auf jeden Fall, und es freut mich sehr, dass dir der Prolog gefallen hat!

Vielen Dank für's Kommentieren


Gruß,

~~Der Gaukler


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BeitragVerfasst am: 01.05.2008 02:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Noch einmal der überarbeitete Prolog in drei Teilen, die ich im Abstand von jeweils drei Tagen posten werde. Am eigentlichen Aufbau habe ich bewusst nichts verändert, lediglich die grammatikalischen Schwächen wurden weitgehend bis vollständig ausgemerzt.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Prolog (Teil I)


Ein tiefes Grollen rollte aus der Ferne auf sie zu, als Elina sich dem Abgrund näherte und den klatschnassen, vom Wind gepeitschten Umhang enger um den Körper zog. Seit Stunden stach die Kälte wie mit winzigen Messern auf sie ein, hatte längst jegliches Gefühl aus ihren Gliedern weichen lassen und ihr den beschwerlichen Marsch noch anstrengender gestaltet, doch für sie gab es nur eine Richtung: vorwärts, so gut es ihr eben möglich war.

Der durchdringende Klang von Stahl der auf anderen Stahl traf war endlich verstummt, ebenso wie die Schreie, die ihre ohnehin schon kurzen Nächte von schlimmen Alpträumen hatten heimsuchen lassen. Doch das Grauen ergriff erneut Besitz von ihr, als sie, endlich am Abhang angekommen, das vor ihr liegende, spät nächtliche Tal überblickte und sah, was sie getan hatte.

Leblose Körper. Aufgehäuft zu mehr oder minder großen Erhebungen, Blut überströmt, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbrannt oder sogar noch qualmend, überzogen sie die Erde wie ein grausiger Teppich schier endlosen Ausmaßes. Die blutigen Klingen von Schwertern und Äxten sowie Teile von ehemals blank polierten Schilden und Harnischen blitzten im Licht des tief im Westen stehenden, vollen Mondes, wann immer der heftige Wind die dichte, grauschwarze Wolkendecke auseinander zu reißen vermochte.

Davon abgesehen regte sich nichts mehr dort unten; alle Feinde waren besiegt. Die Letzte Schlacht war geschlagen, und sie hatten sie wohl gewonnen, doch - um welchen Preis!

Elina wendete ihren Blick ab und sank von dumpfer Erschöpfung übermannt auf die Knie. Tausende und abertausende von Menschen hatten zu ihr aufgesehen, hatten ihre Hoffnung in sie gesetzt. Hoffnung, dass alles gut werden würde, Hoffnung, dass diesmal alles enden würde, und sie in die liebenden Arme ihrer Familien zurückkehren konnten. Sie alle hatte sie enttäuscht, jeden Einzelnen von ihnen.

Tränen rannen ihr die Wangen hinunter, wurden trüb und erstarrten zu Eis noch bevor sie ihr Kinn erreichten. Eiskalte Tränen der Reue, brennende Tränen des Schmerzes, die letzten Tränen einer Todgeweihten.

"Und wieder einmal habt Ihr es geschafft, Aaraya."

Elina hob ihren Kopf, sah ihr Gegenüber jedoch nicht an. Sie wusste ohnehin mit wem sie es zu tun hatte. Ihre Augen blickten in eine weite Ferne.

"Verschont mich mit Eurem Spott, Arkiel", erwiderte sie matt. "Wir wissen beide wessen Ihr gekommen seid, bringen wir es also hinter uns."

"Euch zu verspotten lag mir fern, Schwester. Daher schmerzt es mich zu sehen, wie abweisend Ihr Euch mir gegenüber verhaltet. Ich bitte Euch, lasst nicht das Wissen um unser Schicksal dies' Wiedersehen überschatten, denn freudig ist es allemal, liegt unsere letzte Begegnung doch wieder weit über ein Jahrtausend zurück."

"Freudig?", entgegnete Elina kalt. "Wie könnt Ihr Freude empfinden angesichts dessen, was geschehen ist, angesichts dessen, was noch geschehen wird?"

"Ich weiß wie Euch zumute ist, liebste Schwester, denn auch ich sehnte mich nach einem anderen Weg, diesen Tag zu beenden, als jenem, den wir einst wählten und für den wir seitdem nichts als Reue empfinden." Er trat näher an sie heran und legte ihr sanft eine Hand auf die Schulter. "Fürwahr, ich weiß wie Euch zumute ist."


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BeitragVerfasst am: 04.05.2008 00:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Prolog (Teil II)


"Nein, das wisst Ihr nicht!", fuhr Elina ihn an und fegte sie weg, als wäre sie eine giftige Spinne, die im Begriff war, ihre messerscharfen Zähne begierig in ihrem Fleisch zu versenken. "Denn ich bin nicht Eure Schwester. Ich -", fuhr sie fort, und ohne ein Anzeichen ihrer Schwäche preis zu geben, erhob sich Elina voll Anmut und warf inbrünstig ihre Kapuze zurück. Sofort packte der Wind ihr langes, goldenes Haar und ließ es wehen wie ein flammendes Banner der Erhabenheit. "Ich bin Prinzessin Elina Kandory von Aridea, Nachfahrin König Raowulfs des Gerechten, und Tochter König Wulframs des Starken. Und trage ich auch die Seele Aarayas in mir, so bin ich dennoch was ich immer war und immer sein werde."

Mit jedem Atemzug und jedem Wort, das aus ihr hervor sprudelte, verhärteten sich Arkiels Gesichtszüge mehr und mehr, wirkten schließlich wie aus Stein gemeißelt. Verachtung brannte in seinen Augen.

"Ihr Menschen mit euren Namen und Titeln."
Von einem Blick getroffen, der Elina die Kehle zuschnürte und sie unbewusst einen Schritt zurückweichen ließ, fühlte sie, wie seine stechenden Augen sich immer tiefer und tiefer in sie hinein bohrten, bis sie schließlich drohten, ein Loch in ihre Seele zu reißen. Lähmende Kälte ergriff Besitz von ihrem Herzen, kälter als alles andere, das sie je verspürt hatte.
"Lächerlich, und ganz und gar erbärmlich. Prinzessin? Pah! König? Ich bitte Euch! Vieh seid ihr, allesamt. Und schmückt ihr euch mit gold'nen Schleifen noch so zahlreich, so werdet ihr doch NIE etwas anderes sein. Als Vieh wurdet ihr geboren, als Vieh werdet ihr auch sterben."

Noch einmal sah er Elina lange und eindringlich an, als hoffte er etwas zu finden, das nicht da war, dann endlich wendete er seinen Blick ab und machte ein paar Schritte hin zum Abgrund. Doch auch jetzt noch war Elinas Kehle wie abgeschnürt. Sie war unfähig etwas zu erwidern, selbst wenn ihr Verstand wieder soweit funktioniert hätte, ihr die passenden Worte zurecht zu legen. Verzweifelt bemühte sie sich, die Fassung wieder zu erlangen.

So hatte sie noch nie jemand angesehen. Nicht einmal die Schergen der Dunklen Legion, als diese mit gewetzten Messern und vor Mordgier brennenden Augen auf sie zu gestürmt waren, kurz bevor sie Schattenlicht freigesetzt hatte. Sein Hass musste tiefer reichen, unendlich tief.

"Ihr Unwürdigen", fuhr Arkiel fort. "Beansprucht und zerstört was nicht das eure ist. Und nicht im Geringsten schert ihr euch darum, welch Mühsal es uns bereitete, all dies zu erschaffen. Herrscher wollt ihr sein? Ihr wisst doch noch nicht einmal um die Bedeutung dessen, was ihr euch habt zugemutet."
Eine Weile lang starrte Arkiel nachdenklich in die Tiefe, dann seufzte er.
"Doch was red' ich, ihr Menschen werdet es ohnehin nie begreifen. Und weder ihr noch die meinen werden den Sieg jemals erringen können, fürchte ich, hat uns das Schicksal doch erneut hier oben zusammengeführt, zum nunmehr vierten Male seit dem Anbeginn." Er lachte still in sich sich hinein. "Welch ein Hohn, findet Ihr nicht auch? Wir, die wir diese Welt und alles darin erschaffen, Knechte unserer eigenen Schöpfung."

"Sind wir denn nicht selbst Schuld, Bruder?" Elina sprach leise, doch ihre Stimme klang fest, wenn auch von Bedauern erfüllt. Die Kälte schien ihr plötzlich nichts mehr auszumachen, denn trotz der Trauer die sich nun in ihren makellosen, jedoch von Erschöpfung gezeichneten Gesichtszügen widerspiegelte, wirkte ihre Haltung aufrechter als je zuvor, geradezu majestätisch. "Schufen wir die Großen Räder doch, um unsere Schöpfung zu beherrschen und zu unterdrücken, haben wir es da nicht verdient, selbst beherrscht und unterdrückt zu werden?"

Lächelnd drehte Arkiel sich zu ihr um, ein sanftmütiges Lächeln, das all die Härte aus seinen Gesichtszügen verbannte und vergessen ließ, dass sie überhaupt da gewesen war. Seine Augen glänzten, als sie den Blick erwiderte. Es schien, als habe er gefunden, wonach er gesucht hatte.


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BeitragVerfasst am: 08.05.2008 21:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Prolog (Teil III)


"Es freut mich, dass Ihr Euch mir doch noch zeigt, bevor erneut alles zu Ende geht, Schwester. Fast hatte ich die Hoffnung aufgegeben und mich damit abgefunden, meine letzten Atemzüge an dieses überhebliche Menschenkind zu verschwenden. Doch so sehr mich Eure Anwesenheit auch entzückt, so muss ich Euch dennoch widersprechen. Ihr und ich, und unsere Brüder und Schwestern, wir sind die rechtmäßigen Herrscher über diese Welt. Die Großen Räder, die Menschen, das alles ist unsere Schöpfung, da ist es doch auch an uns, all dies zu beherrschen, nicht etwa umgekehrt."

"Es kam wie es kommen musste, Bruder. Die Großen Räder, sie waren zu mächtig, als dass wir ihnen nach unserer Entzweiung noch Einhalt gebieten konnten. Der gerechte Lohn für unsere Narretei."

„Womöglich“, antwortete Arkiel nachdenklich. "Hätten wir uns doch nur nicht zerstritten. Jedoch, Schuld an alledem tragen ohnehin nur die Menschen, das wisst Ihr ebenso gut wie ich."
Arkiel blickte sie einen Augenblick lang schweigend an, ehe er sich umdrehte und gen Osten in die Ferne sah. "Mehr und mehr Land beanspruchten sie für sich, beraubten es seiner Schönheit, seiner Kreaturen, seiner Schätze. Sie verloren ihre Ehrfurcht uns gegenüber und wandten sich ab, wollten herrschen über das, was wir geschaffen. Selbst gegeneinander wandten sie sich, mordeten und stahlen, und scherten sich nicht im Geringsten darum, wie sehr wir ihr Treiben beweinten."

"Doch tragen sie nicht die Schuld an ihrem Makel, Bruder,", sagte Elina und legte ihre Hand sanft um Arkiels Handgelenk, "sondern wir. Wir haben sie so geschaffen, willentlich oder nicht, ihr Makel ... ist auch der unsere."

"Es ist wahr, dass wir einen Fehler gemacht haben, Aaraya, dies gestehe ich ein. Und so war es auch an uns, diesen Fehler zu berichtigen. Doch habt Ihr und die anderen dies nicht erkannt, verweigertet euch der notwendigen Reinigung. Alles hätte so schnell beendet sein können, doch ihr verweigertet euch."

"Wir hätten ihnen den Weg weisen können, Bruder. Den Weg ihren Makel zu überwinden, doch haben wir uns dessen nicht im Geringsten bemüht. Beherrschen wollten wir sie, aber nicht herrschen lassen, sie an die Kette legen, aber nicht ihre Führer sein. Nicht sie wandten sich von uns ab, sondern wir uns von ihnen."

"Dies alles hat nun keine Bedeutung mehr", bemerkte Arkiel nach einer Weile. "Weshalb beklagen, was nicht zu ändern ist, sind wir nun allesamt nur Steine im Fluss der Zeit, dazu verdammt durch alle Zeitalter hinweg den Lauf der Dinge zu wiederholen. Fügen wir uns also, denn verweigern können wir uns nicht."

Der Wind ließ jäh nach, doch noch immer jagten dichte, dunkle Wolkenfetzen über den grau und schwarz verquollenen Himmel, verloren sich sanft am Horizont und überließen dort der Morgensonne die Vorherrschaft, welche das winterliche Land in ein bedrohliches Scharlachrot tauchte. Elina trat an die Seite Arkiels und ergriff seine Hand, sein Gesicht wirkte ausdruckslos und leer. Bald würde die Sonne aufgegangen sein und ein neuer Tag heran brechen. Der letzte Tag eines sterbenden Zeitalters.

"Es wird Zeit, Schwester.", flüsterte Arkiel mit gesenktem Haupt. In seiner freien Hand lag plötzlich ein flammendes Schwert. Die Erde grollte, als der Kampf begann, und der Himmel fing an zu weinen.


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