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Die Eiche und das Mädchen

 

 
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Firilion
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 338



BeitragVerfasst am: 31.03.2008 19:21    Titel: Die Eiche und das Mädchen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Eiche und das Mädchen

Dort wurzelt sie noch immer, die alte, knorrige Eiche
deren grüngetupfter Baldachin
in der brodelnden Glut des Sommers
ein kühles Nest bietet, nicht nur für uns
und im Winter weithin sichtbarer Trotz
mit einer weichen, weißen Schlafmütze.

Ihre Wurzeln, die stets Halt versprachen in jungen Jahren.
Die uns Flügel aus Laub schenkte, als wir von Fernweh zehrten.
Unsere Urgroßmutter der Natur mit barmherzigem Blick,
der wir nie Last noch Zumutung bedeuteten,
während sie der ruhende Pol in unseren bewegten Tagen war,
als wir von tiefer Lebenslust ergriffen unsere Flügel ausstreckten.

Deinen Namen habe ich hier eingeritzt.
Nein, nicht in die spröde, raue Rinde,
sondern in kalten, grauen Granit.
Die Schrift, ausgelegt mit weinendem Harz,
trägt einen fahlleuchtenden Schein,
den eine rote Wetterkerze neben der müden Eiche wirft.

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Egopus
Cholyriker

Alter: 56
Beiträge: 958
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 01.04.2008 07:41    Titel: Antworten mit Zitat

zu vorhersehbar.

leider vergeudest du hier deine brillanz
und verschnekst sie in "tausend-mal-gehört"-sätze.

das ist schade, weil ich gerade noch bei "dünnes Eis"
zeuge deiner aussergewöhnlichen fähigkeiten sein durfte.

so sachen wie
"Glut des Sommers"
"knorrige Eiche"
"barmheriger Blick"
"Flügel ausstrecken"
"von Fernweh zehren"

hören sich an wie aus einem Buch das heissen könnte<:

"Wir basteln uns ein Gedicht - Phrasen für Anfänger"


Das hast du nicht nötig, oder?


MichaeL


_________________
Brachial-Poet
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Firilion
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 338



BeitragVerfasst am: 01.04.2008 11:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da hst Du Recht, nötig habe ich so etwas wahrscheinlich nicht (mehr).
Dieses Werk hier ist schon ein wenig älter, mehr eine Erinnerung aus meinen Tagebüchern an eine mir sehr bedeutende Person.

Es beschreibt den Ort dieses Baumes auf einem realen Friedhof, wie er mir geblieben ist, wie es heute dort aussieht und mischt es mit den Gedanken an früher. Es ist mein persönliches Abschiednehmen.

Aber nun, wo ich die harsche Kritik (zu Recht!) lese,, muss ich mir eingestehen, es wird dem Ganzen nicht gerecht, sondern ist eher beschämend. Sie hat etwas wertvolleres als Anfängerphrasen verdient.

Ich werde mich in eine komplette Neubearbeitung stürzen

Vielen Dank für Deine ehrliche, direkte Antwort, die nicht wie mein eigenes Urteil verblendet, sondern klar ist.

Matthias
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Brynhilda
Felix Aestheticus

Alter: 39
Beiträge: 9709
Wohnort: Oderint, dum probent.


Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 07.04.2008 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Matthias!

Bei dem Titel dachte ich zunächst an eine Variation auf "Der Tod und das Mädchen". Der Verdacht hat sich bestätigt.
Und ich finde deshalb (auch weil ich Schubert sehr liebe) den Titel sehr schön.

Ich hatte dann beim Lesen den Eindruck, daß es sich hier weniger um Gedicht, sondern vielmehr um ein Prosagedicht handelt.
(Ich mußte auch ein wenig an das Prosagedicht "The Artist" von Oscar Wilde denken.)

Ich würde zwei Dinge verändern:
Erst einmal würde ich den "ruhenden Pol" durch Ruhepunkt oder etwas ähnliches ersetzen.
Und dann würde ich die Zeilenumbrüche herausnehmen und die Strophen in Absätze umwandeln. Und dabei könnte man auch die Struktur der Syntax ausgleichen. Oftmals hast du Satzglieder durch Punkt von einander getrennt.

Aber verändere nicht zu viel daran. Sei behutsam dabei, als würdest du einen Bonsai verschneiden.

Ich finde das Gedicht oder den Text oder das Prosagedicht aber sehr schön, sehr traurig, sehr stimmungsvoll und berührend.
Holz und Stein. Leben und Tod. So war es schon bei unseren Altvorderen.
(Anmerkung: Vor einiger Zeit hat man herausgefunden, daß Stonehenge mit einem Woodhenge verbunden war. Der Kreis aus Holz stand für die Lebenden, der Steinkreis für die Toten. Übrigens war eine Stele von Stonehenge aus Holz gefertigt, vermutlich um die Verbindungen von Leben und Tod darzustellen.)

Viele Grüße,
Brynhilda
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