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Dog's Club *Update*


 

 
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Bonston
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Beiträge: 28
Wohnort: Neuseeland


BeitragVerfasst am: 05.04.2008 14:04    Titel: Dog's Club *Update* eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Prolog
Mit Geschichten war es schon immer so eine Sache. Entweder sie waren es wert erzählt zu werden oder eben nicht. Doch auch die, die es wert gewesen wären, wurden zum Teil verschwiegen. Manchmal wollte sie keiner erzählen, manchmal wollte niemand zuhören. Doch was ist das für eine Welt, die ihren Geschichten keinen Tribut zollt, sie ignoriert, weil sie nicht dem entsprechen, was man eigentlich hören möchte. Es sollte jeder Geschichte die Chance gegeben werden, erzählt zu werden und sei es nur in den Acht-Uhr-Nachrichten. Wir sollten für alle Erzähler und ihre Geschichten ein Ohr haben, um sie zu hören und ihre Botschaft zu verstehen...

Recht hat er, dachte Terry, während er auf den Bildschirm starrte. Diese philosophierenden Unmenschen im Fernseher schienen zwar keinen Geschmack für Mode zu haben, von Zeit zu Zeit redeten Sie einem gebildeten Hund jedoch aus der Seele.
Terry hatte es sich bereits vor geraumer Zeit neben dem Sessel im Wohnzimmer gemütlich gemacht und kaute auf einem entstellten Gebilde aus Gummi herum. Er war sich sicher, dass es ursprünglich eine Hähnchenkeule darstellen sollte, die sich inzwischen aber optisch kaum noch von einem braunen Felsen unterschied.
Manchmal fragte er sich wirklich, warum er eigentlich auf dem Gummifelsen rumkaute, denn der Geschmack von künstlicher Farbe auf ungenießbarem Gummi war weder angenehm, noch stimulierte es seine Geschmacksnerven. Er hatte schon wieder Hunger.
Entweder war es die Gewohnheit, die ihn immer wieder dazu trieb den Gummiberg mit seinen Zähnen zu bearbeiten, vielleicht wollte er aber auch nur das allgemeine Hundeklischee abdecken, man müsse ja immer auf Allem rumkauen, was den Zähnen bei Belastung nachgeben könnte.
Jetzt, wo er es sich so recht überlegte, war er sein Hundeleben psychisch satt.
Physisch hatte er allerdings immer noch Hunger.

Terry war ein niedlich anmutender Jack-Russell-Terrier, weder zu groß noch zu klein, mit einem für Terrier üblichen Farbmuster auf seinem glatten Fell. Er war das, was er selbst als Normterrier umschrieb, unterschied sich also rein äußerlich nicht wirklich gravierend von den meisten Hunden seiner Rasse.
Vom Kopf her hielt er sich jedoch schon immer für etwas besseres und zu Höherem berufen.
Terry war der Meinung, dass er weder schlechter noch dümmer als die Menschen sei, die ihn beherrschten. Alles was er sich wünschte war ein Leben ohne von Menschen gesteckte Grenzen.

Wären die Menschen nicht in der Überzahl würde das sowieso alles schon längst anders aussehen, denn Menschen waren gewisser Maßen dumm. Wie sonst würde man wohl auf den minderbemittelten Gedanken kommen seinen Terrier Terry zu nennen?
Und auch sonst schienen die Menschen mehr auf den Konflikt untereinander bedacht zu sein, als miteinander zu kooperieren, egal um was es sich handelte.

Doch eben diese Eigenarten der Menschen stärkten Terry in dem Glauben, diese in Allem überbieten zu können. Erst der gescheiterte Versuch zu kochen brachte ihn kurzfristig wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Laut einem Gutachter wurde der Toaster wohl von Dieben in der Spüle versenkt, was diese wohl so in Panik versetzte, dass Sie das Haus sofort verließen ohne etwas mitgehen zu lassen. Auf solche Ideen konnten nur Menschen kommen, dachte Terry, glücklich, dass die Sache nochmal glimpflich ausgegangen war.
Die Menschen mit denen Terry unter einem Dach lebte, jeder andere Hund hätte sie „Herrchen“ oder „Besitzer“ genannt, entsprachen nicht wirklich seinen Vorstellungen. Jens und Sarah, ein Ehepaar Mitte dreißig, dass einen normalen Hund zufrieden gestellt hätte. Nicht jedoch Terry. Problematisch war zudem Elias, Antichrist und mit zwei Jahren das jüngste Familienmitglied unter dem Dach der Eigentumswohnung. Wenn dieser nicht gerade mal schlief, fand er es unheimlich toll diverse Gegenstände nach Terry zu werfen oder diese in diverse, am Kopf lokalisierte, Körperöffnungen zu stecken.
Warum er nicht einfach abhaute?
Nun ja die festen Mahlzeiten sowie die Belohnungen für süßes Verhalten hier drinnen und die Hundefänger da draußen ließen Terry einen Weisen Entschluss fassen. Einschleimen und brav spielen. Alles würde zu seiner Zeit kommen.
Noch hatte Elias Narrenfreiheit, doch in ein paar Jahren wäre das 'eh vorbei, dann wären die Hunde am Drücker und würden die Menschen beherrschen.
Terry zeigte ab und an, zugegebener Maßen, etwas größenwahnsinnige Züge, das hielt ihn jedoch nicht davon ab in seinem Kopf einen Plan, eine Rebellion, zu entwerfen, die die Menschen vom Thron der Welt stürzen sollte. Alles was er dazu brauchte, war etwas Hilfe und die würde er sich holen. So schnell wie nur möglich.
Jetzt wollte er aber erstmal etwas essen. Heute gab es schließlich wässriges Hundefutter mit angeblichem Lammfleisch, das nach Pappe schmeckte.
Sein Leibgericht!

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Coyo
Schreiberassi


Beiträge: 69



BeitragVerfasst am: 06.04.2008 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, das ist echt gut!! Lustig und ich bin gespannt darauf, deine Vorstellung von der Machtergreifung der Hunde zu hören. Großartig. Ob sie uns versklaven werden? Nehmen sie uns mit in Kneipen, wenn sie abends einen schlabbern gehen oder müssen wir daheim mit Gummispielzeug spielen?

Verlange unbedingt mehr,
Coyo


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Gordon Street? Ah, yes, ... Gordon Street. I once knew a girl who lived on Gordon Street. Long time ago, when I was a young man. Not a day passes I don't think her and the promise that I made which I will always keep. That one perfect day on Gordon Street. That's uh, five blocks up, two over.
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Felix
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BeitragVerfasst am: 06.04.2008 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Jep, die Geschichte gefällt. Besonders der erste Absatz ist ne gelungene Einleitung, wirklich gut.

Zitat:
Doch eben diese Eigenarten der Menschen stärkten Terry in dem Glauben, diese in Allem überbieten zu können. Erst der gescheiterte Versuch zu kochen brachte ihn kurzfristig wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Laut einem Gutachter wurde der Toaster wohl von Dieben in der Spüle versenkt, was diese wohl so in Panik versetzte, dass Sie das Haus sofort verließen ohne etwas mitgehen zu lassen. Auf solche Ideen konnten nur Menschen kommen, dachte Terry, glücklich, dass die Sache nochmal glimpflich ausgegangen war.


Beste Stelle, Terry ist mir echt sympathisch  Wink


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F.S. Fitzgerald
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Bonston
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BeitragVerfasst am: 06.04.2008 12:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für das schnelle Lob  Wink

Freut mich zu hören, dass Figur, Geschichte sowie die humoristischen Stellen Anklang finden =)

Das ist das erste Kapitel der Geschichte. Bin mir noch nicht sicher wie diese im zweiten Kapitel genau weitergehen soll, aber das wird schon. Mal sehen wann ich mich dran setze wink

Vielen Dank euch beiden =)
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Maria
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BeitragVerfasst am: 06.04.2008 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Andi,

schliesse mich der Lobhudelei an. Ich mags -und mach es auch selbst-, den Fellbündeln allzu übermenschliche Worte in den Mund zu legen. Nur glaube ich nicht an eine Machtübernahme. Die heimlichen Mächte in den deutschen Wohnzimmern, werden uns irgendwann zu Tode denken. Sich dann wieder mit den Wilden vor den Türen zusammentun und Ruhe und Frieden genießen und sich besteigen was das Zeug hält...

Und ich glaube an Reinkarnation *g

Warte auf den nächsten Teil um Terry!

VG, Maria


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Bonston
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BeitragVerfasst am: 07.04.2008 16:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen vielen Dank für die warmen Worte, auch wenn ich der Meinung bin, dass die Geschichte bis dahin noch ein wenig Feinschliff benötigt, sowohl im Sinne von Fehlern als auch im Sinne der Sprache. Werde mich da demnächst nochmal dransetzen. Bin jetzt aber erstmal mitten im ersten Kapitel und komme langsam voran (der Geschichtsanfang oben sollte meiner Meinung nach nämlich den Prolog und nicht das erste Kapitel darstellen).

Ich denke die Geschichte wird ein eher offenes Ende haben. Die potentielle Übernahme will ich vorerst lieber im Dunkeln lassen. Da darf sich jeder seiner Fantasie begnügen.

Und jetzt bräuchte ich nur noch ein paar Leute die mich mehr kritisieren  Wink
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Bonston
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BeitragVerfasst am: 14.04.2008 06:48    Titel: Kapitel 1 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein genialer Plan

Es gab wohl kaum ein Volk auf dieser Erde, das so darauf bedacht war sich selbst zu quälen, dachte Terry, als er versuchte den Wecker mit seinem hysterischem Kläffen zu übertönen.
Erst vor wenigen Sekunden hatte dieses kleine Ding voll Technik abermals angefangen ein, für Hundeohren mörderisches, Piepsen vom Stapel zu lassen. Schlagartig war Terry auf den Beinen und feuerte Salven voller bösartigem Gebell Richtung des Nachttisches. Er wusste selbst nicht genau warum er das tat, fühlte sich in diesem Moment jedoch bestens, da er den Wecker mit seinem Lärm übertönte.

Terry verfiel in bestimmten Situationen oftmals in einen Zustand der Kontrolllosigkeit. Das jagen von Katzen, das anbellen von Haustürklingeln und solche Dinge. Dies lag wohl daran, dass ein Hund, wenn er nicht nachdenkt, Opfer seines eigene Instinktes wird. Und sein Instinkt wollte nunmal lauter sein als das helle Piepsen der kleinen Höllenmaschine.
Natürlich würde Terry niemals zugeben teilweise von seinem Instinkt geleitet zu werden, da man es nicht unbedingt als Stärke ansehen konnte, sich in einem Augenblick der Unachtsamkeit an den Beinen eines Menschen zu vergehen.
Terry war zwar durchaus klüger als die meisten anderen Hunde, doch gegen seinen Instinkt war selbst er machtlos. Das wurde ihm das letzte Mal klar, als er das hysterische Schreien des weglaufenden Briefträgers als Einladung zu einem Jagdspiel fehlinterpretierte. Seitdem hatten die Menschen sogar die Dreistigkeit gehabt, ihm jedes Mal ein Geschirr aus Leder um Kopf und Schnauze zu binden, sobald er das Haus verließ. Maßnahmen zum Schutze der Öffentlichkeit nannte sie das.

Und auch dieses Mal machte ihn sein Instinkt nicht beliebter. Das schloss er zumindest daraus, als Jens wutentbrannt auf den Wecker schlug und kurz darauf eine Filzpantoffel nach ihm schmiss. Er hatte prompt verstanden und räumte den Platz im Schlafzimmer. Auf den instinktiven Rückzug konnte er sich wenigstens noch verlassen.

Mit einigen Sätzen huschte Terry aus dem Schlafzimmer, durch den Flur, in das Wohnzimmer und machte es sich alsgleich in seiner Ecke gemütlich. Nun gut „seine Ecke“ war nicht wirklich der Rede wert. Ein ausgefranster Teppich in Himmelblau mit dem Gummifelsen darauf bildeten neben dem Sessel seinen Sitzplatz. Dies war mehr oder minder die spartanischste Ausstattung, die sich Terry hätte vorstellen können, dennoch passte sie auf eine Art und Weise. Wenn man so mochte konnte man Terry als einen Spartaner bezeichnen. Klein, in der Unterzahl und dem großen (Menschen-)Heer  trotzdem überlegen. So dachte er sich das zumindest.

Seine Rebellion gegen die Menschen nahm in seinem Kopf bereits Formen an. Ihm schwebte nun schon die ganze Zeit der Mann aus dem Fernsehen im Kopf herum. Das war nicht nur quälend, sondern brachte ihn zudem auf eine geniale Idee. Er konnte sich zwar immer noch nicht ausmalen, nach welchen Kriterien dieser Mensch seine Kleidung aussuchte (auf die Kombination von einem rosa Polohemd und einer türkisen Röhrenhose ist seit den 80ern bestimmt kein zivilisierter Mensch mehr gekommen, sofern man Menschen im Allgemeinen überhaupt als zivilisiert bezeichnen konnte) dafür war Terry mit der Planung seines ultimativen Feldzugs gegen die Menschheit einen bedeutsamen Schritt weiter.

Wie der Mann im Fernseher sagte: Es sollte jeder Geschichte die Chance gegeben werden, erzählt zu werden und sei es nur in den Acht-Uhr-Nachrichten.
Das genau das war es.
Um seinen Plan umsetzen zu können, musste er einen Weg finden alle Hunde der Welt zu erreichen, das Fernsehen. Er würde Ihnen seinen Plan zur besten Sendezeit näher bringen und zwar dann, wenn alle Hunde mit ihren Herrchen fern sahen. Um acht Uhr in den entsprechenden Acht-Uhr-Nachrichten.

Für den Anfang brauchte Terry allerdings erstmal ein paar loyale Anhänger, die mit ihm die Operation Fernsehen in Angriff nähmen, alleine würde er, trotz seiner Intelligenz, nicht weit kommen.
Unter loyal konnte man einiges verstehen. Terry verstand unter loyal nichts weiter als ein paar Hunde, die ihm blind folgten, keine Fragen stellten und tunlichst dümmer waren als die anderen Hunde, sprich noch viel viel dümmer als er selbst es war.
Terry war sich zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst, wen er zu seinem direkten Assistenten ernennen würde. Bobby, der Bobtail (ja auch hier hatten sich einige Prachtexemplare der menschlichen Gattung an der Namensgebung versucht) war wie geschaffen für diese Aufgabe. Einen dämlicheren Hund hatte Terry nun wirklich noch nicht gesehen. Er war nicht stubenrein, paarte sich gelegentlich mit anderleuts Hosenbeinen und stand auch sonst an unterster Stelle der Hunde-IQ-Kette.
Gleich beim allmorgendlichen Spaziergang würde er ihn unterjochen bzw. zu seinem Assistenten ernennen.

Jetzt musste er nur noch solange penetrant bellen, bis es Sarah und Jens nicht mehr aushalten würden und ihn nach draußen ließen, mit Leine und Maulkorb versteht sich. Doch das würde sich sowieso ändern, schon bald.

Wenn das mal kein unglaublich genialer Plan war, dachte Terry.
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Ronneburger
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BeitragVerfasst am: 14.04.2008 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ab sofort sehe ich den Jacky von meinen Fast-Schwiegereltern mit ganz anderen Augen.

Bin gespannt wie es weitergeht.

Du schreibst wirklich sehr gut und witzig und wie aus dem Leben eines Hundes gegriffen.

LG
Michi


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If you have big ideas, you have to use big words to express them. (Anne of Green Gables)

Das ist einer dieser Tage, an dem ich erst weiß was ich rede, wenn ich höre, was ich sage. (Anett Louisan)
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Felix
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BeitragVerfasst am: 14.04.2008 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hi andi,

Wieder witzig und gut geschrieben, weiter so.
Nur eine Sache.

Zitat:
Terry verfiel in bestimmten Situationen oftmals in einen Zustand der Kontrolllosigkeit. Das jagen von Katzen, das anbellen von Haustürklingeln und solche Dinge. Dies lag wohl daran, dass ein Hund, wenn er nicht nachdenkt, Opfer seines eigene Instinktes wird. Und sein Instinkt wollte nunmal lauter sein als das helle Piepsen der kleinen Höllenmaschine.
Natürlich würde Terry niemals zugeben teilweise von seinem Instinkt geleitet zu werden, da man es nicht unbedingt als Stärke ansehen konnte, sich in einem Augenblick der Unachtsamkeit an den Beinen eines Menschen zu vergehen.
Terry war zwar durchaus klüger als die meisten anderen Hunde, doch gegen seinen Instinkt war selbst er machtlos. Das wurde ihm das letzte Mal klar, als er das hysterische Schreien des weglaufenden Briefträgers als Einladung zu einem Jagdspiel fehlinterpretierte. Seitdem hatten die Menschen sogar die Dreistigkeit gehabt, ihm jedes Mal ein Geschirr aus Leder um Kopf und Schnauze zu binden, sobald er das Haus verließ. Maßnahmen zum Schutze der Öffentlichkeit nannte sie das.



Es ist geschickter, wenn du den Leser nicht direkt in einer langen Beschreibung auf Terrys Schwäche hinweist. Deute es immer wieder im Verlauf der Story an, dass selbst der klügste Hund seinen Instinkten unterliegt. Unterschwellig ist es witziger und wird trotzdem (hoffentlich) von den meisten verstanden.

lg

Felix


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F.S. Fitzgerald
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Bonston
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BeitragVerfasst am: 14.04.2008 19:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für den Tipp. Das wäre natürlich eine Idee.

Allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass das so ganz gut funktioniert. Hatte auch auf diese Weise vor Terry in den ein oder anderen Situationen verrückt spielen zu lassen. Würde die Stelle dementsprechend vorerst so lassen.

Nicht, dass ich einen gut gemeinten Ratschlag ignorieren würde, ich änder das vielleicht später wenn ich im weiteren Verlauf merke, dass deine Idee doch die bessere ist.  Laughing

Trotzdem Muchas Gracias^^
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Bonston
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BeitragVerfasst am: 18.06.2008 20:53    Titel: Kapitel 2 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kapitel 2
Bobby der Bobtail



Der morgendliche Spaziergang im zentral liegenden Park war für einen Hund das Größte. Nach einer langen Nacht den Harntrakt im Grünen entleeren zu können, erleichterte und bescherte oftmals einen guten Start in den Tag. Man konnte also getrost das muntere An-Den-Baum-Urinieren mit einem Müsliriegel vergleichen. Nur das ein Müsliriegel etwas mehr Geschmack daher  brachte.
Im Park bekam man es außerdem mit vielen, Teils wirklich wundersamen, Hunden zu tun. Zum Beispiel Jaques, der französische Mops, welcher sich immer noch abmühte sein Wüff in ein deutsches Wuff zu verwandeln. Außerdem stieß er, wann immer ihn etwas schockierte, ein  sehr französisch akzentuiertes „Cordon Bleu“ aus. Ich war mir nicht sicher ob er selber wusste,was  „Cordon Bleu“ bedeutete, für mich hingegen klang es französisch genug, als dass ich mich nicht weiterhin damit beschäftigen wollte.
Ebenfalls aus dem Ausland kam Henry, der Spanische Dackel. Er war mit seinem Besitzer gerade zu Besuch bei James, dem pudeligsten Pudel, den man sich überhaupt vorstellen konnte.
James kam aus einem reichen Haushalt und bildete sich ein ihm gehörte und gehorche die ganze Welt. Stolz war er vor Allem auf seine“Connections“ ins Ausland (Zum Beispiel Henry) mit denen er angab, wann immer er konnte. Die Tatsache, dass James jedoch nur auf Deutsch Bellen konnte erschwerte das Kommunizieren mit seinen „Connections“ jedoch erheblich. Nichtsdestotrotz scheute sich James nicht mit seinem Gast runden durch den Park zu drehen, damit jeder wusste, dass er Besuch aus Spanien hatte.

Ich hingegen zog es vor mit Herrchen allein durch den Park zu schlendern und dabei jeden nahe gelegenen Stock anzubellen, zu beschnuppern und letztendlich zu meinem Besitzer zu schleppen, welcher sich genötigt sah diesen auch zu werfen. Ja so war das Hundeleben perfekt.
Ein festes Dach über dem Kopf, feste Mahlzeiten, viel Fürsorge und unendlich viele Zeitungen, die man mit seinen Reißzähnen mutwillig zerfleddern konnte. Zumindest dachte Bobby so, bis er auf Terry traf. Dieser war in seinem selbst angestimmten Links-Zwo-Drei-Vier bereits soweit versunken, dass er Mühe hatte Bobby in seinem Militärrausch mit einer angemessenen Lautstärke „anzusprechen“, geschweige denn nicht zu beschimpfen.

Nach zehn Liegestützen, einem perfekt inszenierten Stell-Dich-Tot-Akt sowie diversen demütigenden Bezeichnungen (Terry hatte ihn noch nie zuvor mit Marie angesprochen, geschweige denn ihn als schwulen Pudel bezeichnet, dabei war er doch unverkennbar ein Bobtail) hatte sich Terry aber soweit beruhigt, um in einem normalen Ton sein eigentliches Anliegen zu formulieren: Den Sturz der Menschheit, um es auf den Punkt zu bringen.

„Also was wollen wir nochmal mit den Menschen machen Terry?“ fragte ich mit ein paar leisen fiep-Geräuschen*. (*Die meisten Menschen glaubten, dass wir Hunde uns bloß durch lautes Kläffen verständigen könnten. Dem ist allerdings nicht so, denn ein jeder Hund verständigt sich neben dem Kläffen meist durch ein hohes fiepsen mit einem gesunden knurren dabei, wobei man als Hund darauf achten musste das Knurren nicht überwiegen zu lassen, da sich der Gegenüber dadurch recht schnell angegriffen fühlte.)
„Den Sturz der Menschheit“, antwortete Terry.
„Und warum wollen wir das nochmal?“ Ich war mir immer noch nicht so ganz sicher was Terry nun genau von mir wollte.
„Weil uns die Menschen unterdrücken, wie oft soll ich das noch sagen?“ Terry verfiel bereits in ein lautes Knurren, was unsere Herrchen in ihrem parallel laufendem Gespräch etwas abzulenken schien.
„Aus! Benimm dich Terry“, zischte Jens zu dem Terrier hinüber.
Sofort verstummte Terry und versuchte sich zu beruhigen.
Ich grübelte zugegebener Maßen schon einige Zeit vor mich hin und wunderte mich, warum Terry wohl so schlecht drauf war, geschweige denn, warum er die Menschheit unterjochen wollte. Das alles ergab für mich keinen Sinn.

„OK Wollnase nochmal von vorne. Siehst du nicht wie wir von den Menschen unterdrückt werden? Wir könnten die Welt beherrschen, statt dessen machen wir Männchen, apportieren Stöckchen warten auf das allabendliche Fresschen und setzen uns dann abends neben unser Herrchen und warten darauf, dass er schlafen geht, um uns am nächsten Morgen wieder zu füttern. Ist das das Leben das du führen willst Bobby?“

Spätestens jetzt war ich verwirrt. Was war falsch an Stöckchen und Fresschen? Ich würde ja gern widersprechen doch das Letzte was ich wollte war eine Diskussion. Vor allem da ich in einer Diskussion wohl nicht gegen Terry ankommen würde. Ich bekam das Argumentieren nicht wirklich hin, egal ob ich recht hatte oder falsch lag. Erst letztens überrannte mich Terry mit seinen Argumenten gegen meinen Verdacht, dass der Golfkrieg in Wirklichkeit nichts mit Golf zu tun hatte, geschweige denn 18 Löcher besaß.

Auf Terrys Frage hingegen, ob das das Leben sei, das ich führen wollte wurde mein „Ja“ (welches ich jedoch nur in Gedanken aussprach) von dem tatsächlichen, zögerlichen „Nein natürlich nicht“ überschattet.
„Na siehst du, das ist die richtige Einstellung. Wir dürfen uns das nicht länger gefallen lassen und deshalb müssen wir Hunde uns zusammentun, zurückschlagen, uns unsere wohl verdienten Rechte erkämpfen. Und wir beide, wir machen den Anfang. Du bist ab jetzt mein persönlicher Assistent der Operation Fernsehen“
Nach einer geschätzten Zeit von 0,5 Sekunden wendete sich Terry ab und zerrte sein Herrchen hektisch Richtung Parkausgang um mir auch nicht nur im Entferntesten die Chance eines Einspruchs zu geben.

Zudem war Terry nun wieder in seinem Militärrausch versunken, das Letzte was ich von ihm hörte war ein „Operation Fernsehen, Code Red, Weitere Instruktionen folgen. Over and out.“
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Felix
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BeitragVerfasst am: 19.06.2008 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hi andi,

Hmm ich weiß nicht, das erste Kapitel hat mir besser gefallen. Dieser Teil der Geschichte wirkt auf mich teils sehr umständlich geschrieben und manchmal etwas unbeholfen.

Ganz aus dem Takt gebracht hat mich zunächst dieser Abschnitt:

Zitat:
Ich hingegen zog es vor mit Herrchen allein durch den Park zu schlendern und dabei jeden nahe gelegenen Stock anzubellen, zu beschnuppern und letztendlich zu meinem Besitzer zu schleppen, welcher sich genötigt sah diesen auch zu werfen. Ja so war das Hundeleben perfekt.
Ein festes Dach über dem Kopf, feste Mahlzeiten, viel Fürsorge und unendlich viele Zeitungen, die man mit seinen Reißzähnen mutwillig zerfleddern konnte. Zumindest dachte Bobby so, bis er auf Terry traf. Dieser war in seinem selbst angestimmten Links-Zwo-Drei-Vier bereits soweit versunken, dass er Mühe hatte Bobby in seinem Militärrausch mit einer angemessenen Lautstärke „anzusprechen“, geschweige denn nicht zu beschimpfen.

Nach zehn Liegestützen, einem perfekt inszenierten Stell-Dich-Tot-Akt sowie diversen demütigenden Bezeichnungen (Terry hatte ihn noch nie zuvor mit Marie angesprochen, geschweige denn ihn als schwulen Pudel bezeichnet, dabei war er doch unverkennbar ein Bobtail) hatte sich Terry aber soweit beruhigt, um in einem normalen Ton sein eigentliches Anliegen zu formulieren: Den Sturz der Menschheit, um es auf den Punkt zu bringen.


Da wechselst du mittendrin plötzlich die Erzählperspektive und ich wusste überhaupt nicht mehr, was Sache war. Hat ne Weile gedauert, bis ich begriffen hab, dass die Geschichte jetzt aus Bobbys Sicht erzählt wird.
Ich weiß nicht, ob es absicht war, aber den kurzen Absatz, der aus der Ich-Perspektive erzählt wird, solltest du streichen.

Ansonsten hast du noch die eine oder andere Wortwiederholung drin, musste denn Text nochmal überfliegen.

Überarbeite den ganzen Abschnitt am besten noch einmal, denn die Geschichte hat doch so gut angefangen wink


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BeitragVerfasst am: 09.11.2008 20:25    Titel: Kapitel 2 +3 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kapitel 2
Bobby der Bobtail

Der morgendliche Spaziergang im Park war für einen Hund das Größte. Nach einer langen Nacht den Harntrakt im Grünen entleeren zu können, erleichterte und bescherte oftmals einen guten Start in den Tag. Man konnte also getrost das muntere An-Den-Baum-Urinieren mit einem Müsliriegel vergleichen. Nur dass ein Müsliriegel etwas mehr Geschmack daher brachte.

Im Park bekam man es mit vielen, Teils wirklich wundersamen, Hunden zu tun. Zum Beispiel Jaques, der französische Mops, welcher sich immer noch abmühte sein Wüff in ein deutsches Wuff zu verwandeln. Außerdem stieß er, wann immer ihn etwas schockierte, ein sehr französisch akzentuiertes „Cordon Bleu“ aus. Ich war mir nicht sicher ob er selber wusste,was „Cordon Bleu“ bedeutete, für mich hingegen klang es französisch genug, als dass ich mich nicht weiterhin damit beschäftigen wollte.
Ebenfalls aus dem Ausland kam Jhonny, der Spanische Dackel. Er war mit seinem Besitzer gerade zu Besuch bei James, dem pudeligsten Pudel, den man sich überhaupt vorstellen konnte.
James kam aus einem reichen Haushalt und bildete sich ein ihm gehörte und gehorche die ganze Welt.

Stolz war er vor Allem auf seine“Connections“ ins Ausland (Zum Beispiel Henry) mit denen er angab, wann immer er konnte. Die Tatsache, dass James jedoch nur des deutschen Bellens mächtig war, erschwerte das Kommunizieren mit seinen „Connections“ jedoch erheblich. Nichtsdestotrotz scheute sich James nicht mit seinem Gast runden durch den Park zu drehen, damit jeder wusste, dass er Besuch aus Spanien hatte.

Bobby hingegen zog es vor mit seinem Herrchen allein durch den Park zu schlendern und dabei jeden nahe gelegenen Stock anzubellen, zu beschnuppern und letztendlich zu seinem Besitzer zu schleppen, welcher sich genötigt sah diesen auch zu werfen.
Ja so war das Hundeleben perfekt, dachte sich Bobby.
Ein festes Dach über dem Kopf, feste Mahlzeiten, viel Fürsorge und unendlich viele Zeitungen, die er mit seinen Reißzähnen mutwillig zerfleddern konnte.
Zumindest dachte Bobby so, bis er auf Terry traf. Dieser war in seinem selbst angestimmten Links-Zwo-Drei-Vier bereits soweit versunken, dass er Mühe hatte Bobby in seinem Militärrausch überhaupt mit einer angemessenen Lautstärke „anzusprechen“, geschweige denn nicht zu beschimpfen.

Nach zehn Liegestützen, einem perfekt inszenierten Stell-Dich-Tot-Akt sowie diversen demütigenden Bezeichnungen (Terry hatte ihn noch nie zuvor mit Marie angesprochen, geschweige denn ihn als schwulen Pudel bezeichnet, dabei war er doch unverkennbar ein Bobtail) hatte sich Terry aber soweit beruhigt, um in einem normalen Ton sein eigentliches Anliegen zu formulieren: Den Sturz der Menschheit, um es auf den Punkt zu bringen.

„Also was wollen wir nochmal mit den Menschen machen Terry?“ fragte Bobby mit ein paar leisen fiep-Geräuschen*. (*Die meisten Menschen glaubten, dass Hunde sich bloß durch lautes Kläffen verständigen könnten. Dem ist allerdings nicht so, denn die Hunde verständigen sich neben dem Kläffen meist durch ein hohes fiepsen mit einem gesunden knurren dabei, wobei sie darauf achten sollten, das Knurren nicht zu übertreiben, da sich der Gegenüber dadurch provoziert fühlen konnte.)
„Den Sturz der Menschheit“, antwortete Terry.
„Und warum wollen wir das nochmal?“ Bobby war sich immer noch nicht so ganz sicher, was Terry nun genau von ihm wollte.
„Weil uns die Menschen unterdrücken, wie oft soll ich das noch sagen?“ Terry verfiel bereits in ein lautes Knurren, was unsere Herrchen in ihrem parallel laufendem Gespräch etwas abzulenken schien.
„Aus! Benimm dich Terry“, zischte Jens zu dem Terrier hinüber.
Sofort verstummte Terry und versuchte sich zu beruhigen.
Bobby grübelte zugegebener Maßen schon einige Zeit vor sich hin und wunderte sich, warum Terry wohl so schlecht drauf war, geschweige denn, warum er die Menschheit unterjochen wollte.
Das alles ergab für Bobby keinen Sinn.

„OK Wollnase nochmal von vorne. Siehst du nicht wie wir von den Menschen unterdrückt werden? Wir könnten die Welt beherrschen, statt dessen machen wir Männchen, apportieren Stöckchen warten auf das allabendliche Fresschen und setzen uns dann abends neben unser Herrchen und warten darauf, dass er schlafen geht, um uns am nächsten Morgen wieder zu füttern. Ist das das Leben das du führen willst Bobby?“

Spätestens jetzt war Bobby verwirrt. Was war falsch an Stöckchen und Fresschen? Er würde ja gern widersprechen, doch das Letzte was er wollte war eine Diskussion.
Vor allem da Bobby in einer Diskussion wohl nicht gegen Terry ankommen würde. Das ganze Argumentieren war nicht so das Seine, egal ob er recht hatte oder falsch lag. Erst letztens überrannte ihn Terry mit seinen Argumenten gegen den Verdacht, dass der Golfkrieg in Wirklichkeit nichts mit Golf zu tun hatte, geschweige denn 18 Löcher besaß.

Auf Terrys Frage hingegen, ob das das Leben sei, das er führen wollte wurde sein „Ja“ (welches er vorsichtshalber nur in Gedanken aussprach) von dem tatsächlichen, zögerlichen „Nein natürlich nicht“ überschattet.


„Na siehst du, das ist die richtige Einstellung. Wir dürfen uns das nicht länger gefallen lassen und deshalb müssen wir Hunde uns zusammentun, zurückschlagen, uns unsere wohl verdienten Rechte erkämpfen. Und wir beide, wir machen den Anfang. Du bist ab jetzt mein persönlicher Assistent der Operation Fernsehen“

Nach einer geschätzten Zeit von 0,5 Sekunden wendete sich Terry ab und zerrte sein Herrchen hektisch Richtung Parkausgang um Bobby auch nicht nur im Entferntesten die Chance eines Einspruchs zu geben.

Zudem war Terry nun wieder in seinem Rausch versunken, das Letzte was Bobby von ihm hörte war ein „Operation Fernsehen, Code Red, weitere Instruktionen folgen. Over and out.“






Kapitel 3
Dog's Club!

„Das klappt ja alles perfekt“, dachte Terry, als er mit Jens aus dem Park spazierte.
Terry legte ein für Jens unmenschliches Marschtempo vor, was sein Herrchen ihn aber auch spüren ließ. Schritt für Schritt wurde die Leine kürzer, das Halsband schnürte Terry die Kehle immer weiter zu, bis er letztendlich sein Schritttempo Jens anglich.

Normalerweise glich Terry sich nur ungern anderen Leuten oder generell anderen Lebewesen an. Dass er ein Alphahündchen war, das war ihm klar. Wie er sich als solches durchsetzen musste auch, wenn da nur nicht der besagte Schandfleck wäre (zur Erinnerung: wir reden über die Menschheit).
Terrys allgemeine Inkompetenz zur Mitarbeit mit Lebewesen (an erster Stelle eben genannte Menschen) machte sich vor allem bei Tierärzten bemerkbar. Sein Motto „Wie du mir, so ich dir!“ hatte ihn zuletzt beinahe das Leben gekostet. Als agressiv-gewaltätiger Hund wollte man ihn einschläfern lassen, nachdem er einem Arzt in die allerheiligsten Teile biss.
Aus reiner Notwehr natürlich. Dennoch brachte ihn diese Reaktion nicht nur fast um, sondern auch selbst um seine allerheiligsten...naja er redete nur ungern darüber.

Auf dem Weg nach Hause durch ein paar ruhigere Straßen sowie einer beinahe leblosen Siedlung, ließ Terry sein Ziel keinen Moment aus den Augen. Er rekrutierte bzw. überredete fast jeden Hund der ihm über den Weg lief. Einige davon waren auch im Park gewesen und wollten sich nun ins warme Heim begeben, doch Terry erwischte fast jeden von Ihnen auf seinem Weg und zog sie auf seine Seite.
Es würde ein Treffen geben, versprach er ihnen, ein Treffen bei ihm, hinter dem Gartenhäuschen, morgen Abend, sie alle sollen kommen.
Und sie würden kommen, da war Terry sich sicher. Sie würden kommen und sie würden mit ihm sein Problem, ihr Problem aus der Welt schaffen, da gab es für Terry keine Zweifel.

Sein Hunde-Club wird die Menschheit unterjochen, das wusste er schon jetzt, dennoch brauchte der Club noch einen Namen. Nur fiel Terry kein wirklich guter ein. So sehr er sich auch anstrengte.

Der Club der bösen Hunde? Die Liga der außergewöhnlichen Kläffgesellen? Terry Dogger und die Hundekammer des Schreckens? US 5? Oprah?...Seine Gedanken schweiften ab.

Es musste etwas kurzes sein. Kurz aber aussagekräftig und am besten auf Englisch. Jeder sprach heutzutage angeblich Englisch oder das, was er dafür hielt.
Und da kam Terry die Idee, der Name nach dem er so lange gesucht hatte, Dog's Club.
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Bonston
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BeitragVerfasst am: 29.12.2015 23:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nach gut sieben Jahren hab ich mich noch einmal dieser Geschichte gewidmet. Die ersten zwei Kapitel sind weitgehend gleich geblieben, alles danach wurde jedoch von mir gelöscht und ich hab eine andere Fortführung gewählt. Würde mich über Feedback freuen. Bin noch nicht gänzlich sicher ob und in welchem Rahmen ich diese Geschichte weiter führen möchte. Vielleicht habt ihr ja Ideen und Vorschläge smile

Prolog

Mit Geschichten war es schon immer so eine Sache. Entweder sie waren es wert erzählt zu werden oder eben nicht. Doch auch die, die es wert gewesen wären, wurden zum Teil verschwiegen. Manchmal wollte sie keiner erzählen, manchmal wollte niemand zuhören. Doch was ist das für eine Welt, die ihren Geschichten keinen Tribut zollt, sie ignoriert, weil sie nicht dem entsprechen, was man eigentlich hören möchte. Es sollte jeder Geschichte die Chance gegeben werden, erzählt zu werden und sei es nur in den Acht-Uhr-Nachrichten. Wir sollten für alle Erzähler und ihre Geschichten ein Ohr haben, um sie zu hören und ihre Botschaft zu verstehen...

Recht hat er, dachte Terry, während er auf den Bildschirm starrte. Diese philosophierenden Unmenschen im Fernseher schienen zwar keinen Geschmack für Mode zu haben, von Zeit zu Zeit redeten Sie einem gebildeten Hund jedoch aus der Seele.
Terry hatte es sich bereits vor geraumer Zeit neben dem Sessel im Wohnzimmer gemütlich gemacht und kaute auf einem entstellten Gebilde aus Gummi herum. Er war sich sicher, dass es ursprünglich eine Hähnchenkeule darstellen sollte, die sich inzwischen aber optisch kaum noch von einem braunen Felsen unterschied.
Manchmal fragte er sich wirklich, warum er eigentlich auf dem Gummifelsen rumkaute, denn der Geschmack von künstlicher Farbe auf ungenießbarem Gummi war weder angenehm, noch stimulierte es seine Geschmacksnerven. Er hatte schon wieder Hunger.
Entweder war es die Gewohnheit, die ihn immer wieder dazu trieb den Gummiberg mit seinen Zähnen zu bearbeiten, vielleicht wollte er aber auch nur das allgemeine Hundeklischee abdecken, man müsse ja immer auf Allem rumkauen, was den Zähnen bei Belastung nachgeben könnte.
Jetzt, wo er es sich so recht überlegte, war er sein Hundeleben psychisch satt.
Physisch hatte er allerdings immer noch Hunger.

Terry war ein niedlich anmutender Jack-Russell-Terrier, weder zu groß noch zu klein, mit einem für Terrier üblichen Farbmuster auf seinem glatten Fell. Er war das, was er selbst als Normterrier umschrieb, unterschied sich also rein äußerlich nicht wirklich gravierend von den meisten Hunden seiner Rasse.
Vom Kopf her hielt er sich jedoch schon immer für etwas besseres und zu Höherem berufen.
Terry war der Meinung, dass er weder schlechter noch dümmer als die Menschen sei, die ihn beherrschten. Alles was er sich wünschte war ein Leben ohne von Menschen gesteckte Grenzen.

Wären die Menschen nicht in der Überzahl würde das sowieso alles schon längst anders aussehen, denn Menschen waren gewisser Maßen dumm. Wie sonst würde man wohl auf den minderbemittelten Gedanken kommen seinen Terrier Terry zu nennen?
Und auch sonst schienen die Menschen mehr auf den Konflikt untereinander bedacht zu sein, als miteinander zu kooperieren, egal um was es sich handelte.

Doch eben diese Eigenarten der Menschen stärkten Terry in dem Glauben, diese in Allem überbieten zu können. Erst der gescheiterte Versuch zu kochen brachte ihn kurzfristig wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Laut einem Gutachter wurde der Toaster wohl von Dieben in der Spüle versenkt, was diese wohl so in Panik versetzte, dass Sie das Haus sofort verließen ohne etwas mitgehen zu lassen. Auf solche Ideen konnten nur Menschen kommen, dachte Terry, glücklich, dass die Sache nochmal glimpflich ausgegangen war.
Die Menschen mit denen Terry unter einem Dach lebte, jeder andere Hund hätte sie „Herrchen“ oder „Besitzer“ genannt, entsprachen nicht wirklich seinen Vorstellungen. Jens und Sarah, ein Ehepaar Mitte dreißig, dass einen normalen Hund zufrieden gestellt hätte. Nicht jedoch Terry. Problematisch war zudem Elias, Antichrist und mit zwei Jahren das jüngste Familienmitglied unter dem Dach der Eigentumswohnung. Wenn dieser nicht gerade mal schlief, fand er es unheimlich toll diverse Gegenstände nach Terry zu werfen oder diese in am Kopf lokalisierte Körperöffnungen zu stecken.
Warum er nicht einfach abhaute?
Nun ja die festen Mahlzeiten sowie die Belohnungen für süßes Verhalten hier drinnen und Tierfänger da draußen ließen Terry einen weisen Entschluss fassen. Einschleimen und brav spielen. Alles würde zu seiner Zeit kommen.
Noch hatte Elias Narrenfreiheit, doch in ein paar Jahren wäre das 'eh vorbei, dann wären die Hunde am Drücker und würden die Menschen beherrschen.
Terry zeigte ab und an, zugegebener Maßen, etwas größenwahnsinnige Züge, das hielt ihn jedoch nicht davon ab in seinem Kopf einen Plan, eine Rebellion, zu entwerfen, die die Menschen vom Thron der Welt stürzen sollte. Alles was er dazu brauchte, war etwas Hilfe und die würde er sich holen. So schnell wie nur möglich.
Jetzt wollte er aber erstmal etwas essen. Heute gab es schließlich wässriges Hundefutter mit Lammfleisch, das nach Pappe schmeckte.
Sein Leibgericht!

Kapitel 1

Es gab wohl kaum ein Volk auf dieser Erde, das so darauf bedacht war sich selbst zu quälen, dachte Terry, als er versuchte den Wecker mit seinem hysterischem Kläffen zu übertönen.
Erst vor wenigen Sekunden hatte dieses kleine Technik-Ding abermals angefangen ein, für Hundeohren mörderisches, Piepsen vom Stapel zu lassen. Schlagartig war Terry auf den Beinen und feuerte Salven voller bösartigem Gebell Richtung Nachttisch. Er wusste selbst nicht genau, warum er das tat, fühlte sich in diesem Moment jedoch bestens, da er den Wecker mit seinem Lärm übertönte.

Terry verfiel in bestimmten Situationen oftmals in einen Zustand der Kontrolllosigkeit. Das jagen von Katzen, das anbellen von Haustürklingeln und solche Dinge. Dies lag wohl daran, dass ein Hund, wenn er nicht nachdenkt, Opfer seines eigene Instinktes wird. Und sein Instinkt wollte nunmal lauter sein als das helle Piepsen der kleinen Höllenmaschine.
Terry war zwar durchaus klüger als die meisten anderen Hunde, doch gegen seine Triebe war selbst er machtlos. Das wurde ihm das letzte Mal klar, als er das hysterische Schreien des weglaufenden Briefträgers als Einladung zu einem Jagdspiel fehlinterpretierte. Seitdem hatten die Menschen sogar die Dreistigkeit gehabt, ihm jedes Mal ein Geschirr aus Leder um Kopf und Schnauze zu binden, sobald er das Haus verließ. Maßnahmen zum Schutze der Öffentlichkeit nannte sie das.

Und auch dieses Mal machte ihn sein Instinkt nicht beliebter. Das schloss er zumindest daraus, als Jens wutentbrannt auf den Wecker schlug und kurz darauf eine Filzpantoffel nach ihm schmiss. Er hatte prompt verstanden und räumte den Platz im Schlafzimmer. Auf den instinktiven Rückzug konnte er sich wenigstens noch verlassen.

Mit einigen Sätzen huschte Terry aus dem Schlafzimmer, durch den Flur, in das Wohnzimmer und machte es sich in seiner Ecke gemütlich. Nun gut „seine Ecke“ war nicht wirklich der Rede wert. Ein ausgefranster Teppich in Himmelblau mit dem Gummifelsen darauf bildeten neben dem Sessel seinen Sitzplatz. Dies war mehr oder minder die spartanischste Ausstattung, die sich Terry hätte vorstellen können, dennoch passte sie auf eine Art und Weise. Wenn man so mochte konnte man Terry als einen Spartaner bezeichnen. Klein, in der Unterzahl und dem großen Heer  trotzdem überlegen. So dachte er sich das zumindest.

Seine Rebellion gegen die Menschen nahm in seinem Kopf bereits Formen an. Ihm schwebte nun schon die ganze Zeit der Mann aus dem Fernsehen im Kopf herum. Das war nicht nur quälend, sondern brachte ihn zudem auf eine geniale Idee. Er konnte sich zwar immer noch nicht ausmalen, nach welchen Kriterien dieser Mensch seine Kleidung aussuchte (auf die Kombination von einem rosa Polohemd und einer türkisen Röhrenhose ist seit den 80ern bestimmt kein zivilisierter Mensch mehr gekommen, sofern man Menschen im Allgemeinen überhaupt als zivilisiert bezeichnen konnte) dafür war Terry mit der Planung seines ultimativen Feldzugs gegen die Menschheit einen bedeutsamen Schritt weiter.

Wie der Mann im Fernseher sagte: Es sollte jeder Geschichte die Chance gegeben werden, erzählt zu werden und sei es nur in den Acht-Uhr-Nachrichten.
Das genau das war es.
Um seinen Plan umsetzen zu können, musste er einen Weg finden alle Hunde der Welt zu erreichen. Das Fernsehen! Er würde Ihnen seinen Plan zur besten Sendezeit näher bringen und zwar dann, wenn alle Hunde mit ihren Herrchen fern sahen. In den Acht-Uhr-Nachrichten.

Für den Anfang brauchte Terry allerdings erstmal ein paar loyale Anhänger, die mit ihm die Operation Fernsehen in Angriff nähmen, alleine würde er, trotz seiner Intelligenz, nicht weit kommen.
Unter loyal konnte man einiges verstehen. Terry verstand unter loyal nichts weiter als ein paar Hunde, die ihm blind folgten, keine Fragen stellten und tunlichst dümmer waren als die anderen Hunde, sprich noch viel viel dümmer als er selbst es war.
Terry war sich zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst, wen er zu seinem direkten Assistenten ernennen würde. Bobby, der Bobtail (ja auch hier hatten sich einige Prachtexemplare der menschlichen Gattung an der Namensgebung versucht) war wie geschaffen für diese Aufgabe. Einen dämlicheren Hund hatte Terry nun wirklich noch nicht gesehen. Er war nicht stubenrein, paarte sich gelegentlich mit anderleuts Hosenbeinen und stand auch sonst an unterster Stelle der Hunde-IQ-Kette.
Gleich beim allmorgendlichen Spaziergang würde er ihn für seien Zwecke gewinnen.
Jetzt musste er nur noch solange penetrant bellen, bis es Sarah und Jens nicht mehr aushalten würden und ihn nach draußen ließen, mit Leine und Maulkorb versteht sich. Doch das würde sich sowieso ändern, schon bald.
Wenn das mal kein unglaublich genialer Plan war, dachte Terry.

Kapitel 2

"Terry, sitz!"
Nö!
"Sitz sag ich! Platz!"
Sag bescheid, wenn du dich zwischen sitz und platz entschieden hast.
"Ab!"
Oha, noch eine Auswahlmöglichkeit, heute ist wohl Tag der Befehle.
"Terry!"
Halt den Mund Jens, siehst du nicht, dass ich beschäftigt bin?
"Lass den Armen Vogel in Ruhe!"
Mein Revier, mein Vogel. Ich besprühe doch nicht umsonst den halben Park mit Urin, um mir dann so ein süßes Täubchen im frisch abgesteckten Revier entgehen zu lassen.
Terry legte all sein Körpergewicht hat in die Leine, bis sein Halsband ihn zu erdrosseln drohte. Jens stemmte sich mit aller Macht entgegen und feuerte eine weitere Salve an Befehlen ab. Die anderen Parkbesucher beäugten das Spektakel aus einiger Entfernung. Terry hingegen lies seine Beute keine Sekunde aus den Augen. Wenige Meter vor seiner Schnauze sprang eine kleine Taube über die grüne Wiese und gurrte zufrieden vor sich hin.
"Terry, das ist die letzte-"
Ein wahrer Jäger nutzt Wetter und Terrain zu seinem Vorteil, dachte sich Terry, als Jens auf einem nassen Stück Wiese den Halt verlor und die Leine für einen kurzen Augenblick frei gab. Genug Zeit für Terry einen Angriff zu starten.
Mit der Eleganz eines kleinen Windhundes sprintete er los, setzte zum Sprung an und grub die spitzen Fangzähne tief in sein ahnungsloses Opfer.
So dachte er zumindest.
Die Taube pickte auf der Suche nach Futter fröhlich in der mit Morgentau benetzten Wiese herum, als sie aus dem Nichts von Terrys Maulkorb getroffen wurde, der Ihr Genick mit einem Knacken entzweite.
Der Blutgeschmack in Terrys Maul war demnach auf seine Zunge zurück zu führen.
In dem Moment, als bei seiner gefiederten Beute die Lichter ausgingen und bei Terry allmählich der Schmerz einsetzte, begriff auch sein Umfeld, was da gerade in ihrer Mitte geschehen war.
Eltern suchten sofort ihre Kinder zusammen und hielten sie auf Abstand, einige von ihnen weinten. Andere guckten verächtlich und schockiert auf den vor Schmerzen jaulenden Terrier. Vor seinen Füßen eine Taube, die mit abgeknickten Kopf von Zuckungen geschüttelt wurde. Unweit vom Geschehen saß Jens fassungslos in einer Schlammpfütze. Er war sich sichtlich unsicher, ob er in dieser Situation nicht auch besser beraten wäre das Weite zu suchen und jede Verbindung zu diesem "offenbar gefährlichen Tier" zu leugnen.
Terry wälzte sich vor Schmerzen und es dauerte nicht lange bis die ersten Ordnungshüter eintrafen.
Jens versuchte zwar zu erklären, dass es sich um ein harmloses Missverständnis handelte, hatte aber offensichtlich die schwächeren Argumente in der Hand. Es ist durchaus schwierig zu rechtfertigen, das ein Hund mit Maulkorb soeben einer Taube das Genick gebrochen hatte und sich nun jaulend durch deren (noch zuckenden) Überresten rollte während ihn alle Parkbesucher bereits als "tollwütigen Killerhund" denunzierten.
Terry erlangte gerade rechtzeitig die Fassung zurück, als sich Jens und das Polizistenduo langsam auf ihn zu bewegte. In solchen Situationen könnte selbst ein Alphahund nichts anderes als die Flucht ergreifen. Terry sprintete los, blickte noch einmal zurück auf einen ratlosen Jens und eine noch immer zuckende Taube. Ihm war, als würde sie ihm zum Abschied winken.

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