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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 16:07    Titel: Offene Punkte eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Viele Sachen lassen sich während des Wettbewerbs ja entweder schlecht behandeln oder sollten überhaupt nicht diskutiert werden.

-----------

Ich wollte zu diesen Vorschlägen von Jenni noch etwas sagen:

Nummer 2 würde einen stark erhöhten Arbeitsaufwand für das Organisationsteam bedeuten und ist deshalb keine gangbare Alternative, außer vielleicht (wie zitiert) bei einem FFF, wo sowohl fürs Schreiben als auch für alle Fragen sowieso nur zwei Stunden zur Verfügung stehen.

Nummer 1 wäre denkbar, aber auch leichte Sprache oder alternativ quasi-juristische Formulierungen würden das Problem nicht lösen. Dazu sind Wörter und Sätze in der Alltagssprache und in der Literatur zu vieldeutig, ungeachtet ob einfach oder komplex.

Ich würde deshalb dafür plädieren, Thema und Vorgaben bei den Wettbewerben zwar gewissenhaft durchzulesen, aber sich nicht auf Detaildefinitionen zu versteifen. Und ich möchte in dem Zusammenhang nochmal auf diese Anleitung zur Improvisation von femme-fatale233 hinweisen, die, wie man feststellen wird, obwohl Improvisation betreffend doch sehr viel mit dem Thema hier zu tun hat.

-----------

Außerdem steht noch die Anfrage von nicolailevin im Raum, doch Sonderzeichen und spezielle Formatierungen zu entfernen, die als persönliche Eigenheiten Rückschlüsse auf die Autorenschaft zulassen. Ich verstehe das Argument sehr gut, aber mit Sicherheit wird dies nicht selektiv vom Organisationsteam gemacht werden. Ich sehe uns schon hinter den Kulissen diskutieren, ob das Wort "nicht" in Zeile 242 in kursiv eine Eigenheit von Benutzer GeradeNicht ist oder vielleicht doch nicht. Was wir tun könnten, ist, alle Formatierungen außer Zeilenumbrüche und Leerzeilen zu verbieten. Das wäre sehr einfach umzusetzen: Wir würden die PN direkt kopieren, ohne die Zitatfunktion, also nur den Text.

Meinungen?


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Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

If you had a million Shakespeares, could they write like a monkey? (Steven Wright)
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Was wir tun könnten, ist, alle Formatierungen außer Zeilenumbrüche und Leerzeilen zu verbieten. Das wäre sehr einfach umzusetzen: Wir würden die PN direkt kopieren, ohne die Zitatfunktion, also nur den Text.

Meinungen?
Bin vehement dagegen. Das würde besondere Wettbewerbstexte wie diesen, diesen oder gar diesen ja unmöglich machen. Wollen wir wirklich Experimentierfreude verbieten, nur weil der ein oder andere vielleicht mal einen Autor erkennen könnte? Mir fällt gerade wieder auf, wie sehr ich Stimmgabel / Frank in den Wettbewerben vermisse, dessen Texte hat man immer sofort erkannt, wenn man mal was von ihm gelesen hatte. Müsste man solche Autoren dann im Vorfeld disqualifizieren, wenn sie eine ganz eigene Version der deutschen Sprache mitbringen?

Edit: Was mir gerade noch einfällt: Die Leute, die dieses Mal meinen Text erkannt haben, hätten ihn ohne die Schachfiguren auch erkannt, da bin ich sicher (abgesehen davon, dass Unicode-Zeichen durch copy&paste auch nicht gelöscht worden wären). Hätte ich ihn dann gar nicht schreiben dürfen, weil er zu typisch war? Okay, ich gebe zu, er war schon sehr typisch. Aber wo wäre dann die Grenze?


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, zum ersten Teil, den Vorgaben, wollte ich auch noch was sagen. Die können von mir aus einfach so bleiben, wie sie sind. Eindeutig klarmachen für alle kann man etwas eh nie, und man kann ja nachfragen.
Was man höchstens ändern könnte, damit im Fragefaden nicht theoretische Ideen diskutiert werden, die jemand anders vielleicht noch wirklich benutzen wollte, wäre folgendes: Den Fragefaden zum Reinposten für Usys sperren, so dass alle Fragen erstmal über PN gestellt werden müssen. Sollte eine Frage und Antwort der Wettbewerbsleitung als für alle relevant erscheinen, könnte sie dann im Fragefaden zitiert und öffentlich beantwortet werden.


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Wohlstandskrankheit
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Hätte ich ihn dann gar nicht schreiben dürfen, weil er zu typisch war? Okay, ich gebe zu, er war schon sehr typisch. Aber wo wäre dann die Grenze?

Ich hatte von deinem Text nur die ersten Zeilen gelesen und mich kurz gefragt, ob jemand versucht VKB nachzuahmen, um Beliebtheitspunkte abzustauben, z.B. "Fesseln" und "Brüste" kamen direkt in den ersten Absätzen. Ich dachte, hier versucht jemand ZU SEHR wie VKB zu klingen, das muss eine Fälschung sein. Laughing


Zum Thema: Man könnte ja durchaus ne Regel hinzufügen, dass jeder Autor darauf achten möge, seinen Text nicht mit Formatierungen zu überfrachten, sondern der Fairness halber mit dem Inhalt zu punkten. Komische Symbole finde ich verzichtbar, aber kursive Schrift sollte möglich bleiben. Die braucht man ja z.B. um Gedankenabschnitte zu markieren.
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weltverbesserer
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 19:06    Titel: Re: Offene Punkte Antworten mit Zitat

Jenny hat Folgendes geschrieben:
1. Die Themenstellung wird weiter so wie jetzt präsentiert: mit Intro, Ausschmückung des Themas und Vorgaben. Als erster Kommentar darunter folgt jedoch eine Version in "leichter Sprache", die nur die echten Vorgaben ohne drumherum enthält, in kurz und ganz einfach formuliert. Das mag in einem Schriftstellerforum erstmal seltsam anmuten, jedoch wollen wir hier doch inklusiv sein und Personen, die zwar schlecht Informationen filtern können, aber gute Texte schreiben, keine Hürden bauen. Jede/r kann dann selbst entscheiden, die Anregungen zur Inspiration zu nutzen oder sich rein auf die harten Fakten zu beschränken.

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Nummer 1 wäre denkbar, aber auch leichte Sprache oder alternativ quasi-juristische Formulierungen würden das Problem nicht lösen.

Jemand hatte geschrieben, es sei die Aufgabe des Autors, sich Gedanken zu machen, wie er die Vorgaben umsetze. Das gefiel mir gut. Ich fand den Fragenfaden auch völlig ausreichend.

Jenny hat Folgendes geschrieben:
2. Der Fragenfaden wird ersetzt durch einen gesperrten FAQ-Faden. Teilnehmer/innen können ihre Fragen per PN stellen - mit der sehr deutlichen Aufforderung, dies nur bei konkreten Verständnisfragen zu tun, die sie am Schreiben ihres Textes hindern, und nicht um den Veranstaltern die Wasserundichtigkeit der Themenvorgaben darzulegen - und nur solche Fragen, die von allgemeiner Relevanz sind oder von mehreren Leuten gestellt werden, werden auch öffentlich im FAQ-Faden beantwortet. So etwas ähnliches haben wir beim Impro-Wettbewerb mal gemacht (wenn auch aus anderen Gründen), und das hat gut funktioniert.

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Nummer 2 würde einen stark erhöhten Arbeitsaufwand für das Organisationsteam bedeuten und ist deshalb keine gangbare Alternative, (...)

Fände ich auch. Der Fragenfaden hat doch super funktioniert.
Jenny hat Folgendes geschrieben:
3. Du, VKB, organisiert einmal einen Wettbewerb mit. Dann kannst du dich erstens mit deinen Fragen und Schwierigkeiten positiv einbringen, bevor das Thema öffentlich gepostet wird, und zweitens vielleicht besser die Motivation der Veranstalter-Seite begreifen. Ich hoffe, du nimmst mir nicht übel, dich jetzt hier namentlich zur Verantwortung zu ziehen, aber in den letzten paar Wettbewerben warst es schon du, der die meisten Schwierigkeiten mit dem Thema am lautstärksten geäußert hast, gleichzeitig bringst du dich ja aber auch immer und weiterhin engagiert ein und bist offensichtlich am Gelingen der Wettbewerbe interessiert.

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Ich würde deshalb dafür plädieren, Thema und Vorgaben bei den Wettbewerben zwar gewissenhaft durchzulesen, aber sich nicht auf Detaildefinitionen zu versteifen. Und ich möchte in dem Zusammenhang nochmal auf diese Anleitung zur Improvisation von femme-fatale233 hinweisen, die, wie man feststellen wird, obwohl Improvisation betreffend doch sehr viel mit dem Thema hier zu tun hat.

Danke für den Link, den finde ich sehr hilfreich.

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Außerdem steht noch die Anfrage von nicolailevin im Raum,
Ich verstehe das Argument sehr gut, aber mit Sicherheit wird dies nicht selektiv vom Organisationsteam gemacht werden. (...) Was wir tun könnten, ist, alle Formatierungen außer Zeilenumbrüche und Leerzeilen zu verbieten.

nicolailevin hat Folgendes geschrieben:
1. Bitte säubert beim nächsten Mal alle Einsendungen von typografischen Sperenzchen. Hervorhebungen in fett/kursiv finde ich okay, alle anderen typografischen Signature Moves, mit denen einige Einsender hier ihre unübersehbaren Duftmarken hinterlassen und die Anonymität unterlaufen, gehen mir echt auf den Zeiger!
sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Meinungen?

Das ist wirklich die Entscheidung der Veranstalter. Wenn du schon fragst, bedeutet das, dass du die Entscheidung der Abstimmung übergibst.
Sonderzeichen und Formatierungen sind (subjektive) Vorlieben, visuelle Elemente der Textgestaltung eines Autors, so wie sein Genre, Schreibstil oder die gewählte Erzählperspektive.
Entweder gelten diese Vorlieben oder die Veranstalter verweisen auf die Normen und sagen klipp und klar, was in den Text rein darf und was nicht. So wie es in Verlags-Ausschreibungen gemacht wird.
Ich persönlich mag auch keine Sonderzeichen im Text, andererseits bringen sie mich auch nicht um und ich kann sie ignorieren respektieren.
Es kommt auch darauf an, ob Kreativität (und Improvisation) eine Rolle spielen darf. Geht es um starre Einhaltung von Form und Konzept, dann muss das in der Vorgabe zum Ausdruck gebracht werden. Ansonsten denke ich: leben und leben lassen. Jedem das Seine.
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Maunzilla
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Mich nerven diese ewigen Nachfragen und Diskussionen. Ich würde einfach und möglichst klar die Aufgabe stellen, und dann soll jeder schauen, wie er sie erfüllt. Ob er sie erfüllt hat, bleibt dann von den Ausrichtern zu beurteilen.
Das ist ein Literaturwettbewerb, und keine Anleitung zur Einkommensteuererklärung!
Wer geistig damit überfordert ist, eine Aufgabe zu lesen, zu interpretieren und danach zu handeln, und zu seiner Entscheidung zu stehen, für den ist das eben nichts; der suche sich halt eine andere Betätigung. Vielleicht Malen nach Zahlen oder dgl. Rolling Eyes


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"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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weltverbesserer
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Das ist ein Literaturwettbewerb, und keine Anleitung zur Einkommensteuererklärung!
Wer geistig damit überfordert ist, eine Aufgabe zu lesen, zu interpretieren und danach zu handeln, und zu seiner Entscheidung zu stehen, für den ist das eben nichts; der suche sich halt eine andere Betätigung. Vielleicht Malen nach Zahlen oder dgl. Rolling Eyes


 Sich kaputt lachen Daumen hoch
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kioto
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Mich nerven diese ewigen Nachfragen und Diskussionen. Ich würde einfach und möglichst klar die Aufgabe stellen, und dann soll jeder schauen, wie er sie erfüllt. Ob er sie erfüllt hat, bleibt dann von den Ausrichtern zu beurteilen.
Das ist ein Literaturwettbewerb, und keine Anleitung zur Einkommensteuererklärung!
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100 Punkte.


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Stanislav Lem: Literatur versucht, gewöhnliche Dinge ungewöhnlich zu beschreiben, man erfährt fast alles über fast nichts.
Phantastik beschreibt ungewöhnliche Dinge (leider m.M.) meist gewöhnlich, man erfährt fast nicht über fast alles.

Gruß, Werner am NO-Kanal
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Phenolphthalein
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

weltverbesserer hat Folgendes geschrieben:
Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Das ist ein Literaturwettbewerb, und keine Anleitung zur Einkommensteuererklärung!
Wer geistig damit überfordert ist, eine Aufgabe zu lesen, zu interpretieren und danach zu handeln, und zu seiner Entscheidung zu stehen, für den ist das eben nichts; der suche sich halt eine andere Betätigung. Vielleicht Malen nach Zahlen oder dgl. Rolling Eyes


 Sich kaputt lachen Daumen hoch


Nun, das kann man natürlich lustig finden.
Andererseits wurde die Frage oder die Thematik aus dem Plenum gestellt und nicht einfach aus Spaß an der Freude.
Und: Trotz der vielen Freiräume zu Themenvergabe bzw. deren Interpretation, gab es eine Person, die disqualifiziert wurde.
Also du unbekannte/r Disqualifikant/in. Beschäftige dich doch einfach mit etwas, das für ein jüngeres Publikum gedacht ist.

Anders gesagt: Etwas mehr Respekt könnte auch nicht schaden.


Eigentlich wollte ich mich zum Thema nicht äußern.

Bei Klausuren müssen Fragen so gestellt sein, dass sie verständlich sind. Manchmal kommt es trotzdem zu Rückfragen, dann sollten sie gestellt werden.
Doch auch da sollten sich Fragen nicht im Detail verlieren.

Zitat:
Deine Geschichte muss ausschließlich auf dem Meer spielen. In welcher Weise sich die Figuren (zumindest anfänglich) über Wasser halten, bleibt dir überlassen.


Dabei ist Meer definitionsgemäß: „alle zusammenhängende Gewässer der Erde“
Die Figuren müssen sich über dem Wasser halten.
über = kennzeichnet die Lage in der Höhe und in bestimmtem Abstand von der oberen Seite von jemandem, etwas

Schwimmen wäre demnach nicht mehr über dem Wasser.*

Das sind recht klare Definitionen. Niemand kam auf die Idee zu fragen, ob 2.500 Wörter auch 2.501 Wörter sein dürfen.

Wenn die Organisation der Ansicht ist, dass Meer auch Vanillepudding bedeuten kann, dann sollte sie das tatsächlich erläutern.*
Andererseits kann man sich auch etwas wagen. So gibt es Begrifflichkeiten wie „Sternenmeer“.
Vermutlich hätte das niemand als K.O.-Kriterium gesehen, wenn es entsprechend so verwendet worden wäre.

*Aber: Dafür gibt es den Fragenfaden und dafür würde er genutzt.
Das würde ich definitiv so lassen.

Was die Erkennbarkeit angeht.
Natürlich kann es sein, dass Fans ihre Lieblinge erkennen, aber das wird nicht die Formatierung (alleine) ausmachen. (siehe Veits Kommentar)
Wenn daran etwas auszusetzen ist, dann kann das in den Kommentaren als persönlicher Disqualifizierungsgrund genutzt werden und gut ist.
Ebenso ist es genau so möglich gerade deswegen seinem Idol Punkte zuzuschustern und möglicherweise wird das auch als Instrument genutzt, aber dann ist es halt so.


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Nichts ist leichter, als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht; wie hingegen nichts schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss.

-Arthur Schopenhauer
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weltverbesserer
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Phenolphthalein hat Folgendes geschrieben:

Nun, das kann man natürlich lustig finden.
Anders gesagt: Etwas mehr Respekt könnte auch nicht schaden.

Sorry, ich fand nur Maunzillas Schlagfertigkeit Antwort lustig. Ich habe mich nicht über die Fragestellung des Fadens lustig gemacht. Embarassed


Phenolphthalein hat Folgendes geschrieben:
Manchmal kommt es trotzdem zu Rückfragen, dann sollten sie gestellt werden.
Doch auch da sollten sich Fragen nicht im Detail verlieren.
*Aber: Dafür gibt es den Fragenfaden und dafür würde er genutzt.
Das würde ich definitiv so lassen.

Und deshalb bin immer noch der Ansicht, dass der Phantastisch - FF diese Funktion völlig bedient hat.
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Phenolphthalein
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

weltverbesserer hat Folgendes geschrieben:

Sorry, ich fand nur Maunzillas Schlagfertigkeit Antwort lustig. Ich habe mich nicht über die Fragestellung des Fadens lustig gemacht. Embarassed


Entschuldige bitte, ich weiß ja, dass du nur die Respektlosigkeit, Gedankenlosigkeit, Antwort lustig fandest, ich habe nur etwas missverständlich erwähnt, warum ich mich dem nicht anschließen kann oder warum es, meinem Gefühl nach, nicht bloß eine Antwort gewesen ist.

Liebe Grüße,
Pheno


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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Phenolphthalein hat Folgendes geschrieben:
Ebenso ist es genau so möglich gerade deswegen seinem Idol Punkte zuzuschustern und möglicherweise wird das auch als Instrument genutzt, aber dann ist es halt so.
Also ich glaub nicht, dass hier jemand Idole hat und denen Punkte zuschustert. Erkenne ich jemanden, bewerte ich die Geschichte wie die von einem Fremden auch. Und aus Erfahrung weiß ich, das machen Leute bei mir auch so. Ich habe nicht von allen Punkte gekriegt, die mich erkannt haben, und auch meine AG-Leser haben nicht alle übermäßig Punkte gegeben, sondern auch im unteren Drittel. Die meisten der höheren Wertungen, die ich bekommen habe, stammten nicht von AG-Lesern, oder Lesern, die mich erkannt hatten. Von daher sehe ich keinen großen Unterschied, ob man erkannt wird oder nicht. Ich denke schon, hier werden Texte bewertet und nicht Autoren.
Klar gäbe es theoretische Missbrauchsmöglichkeiten, aber die liegen wahrscheinlich nicht darin, ob jemand erkennbar schreibt oder nicht. Wer es wirklich auf sowas anlegen würde, könnte Freunden auch per e-Mail mitteilen, für welche Geschichte sie stimmen sollten. Ich gehe mal einfach davon aus, dass sowas hier niemand macht.


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Phenolphthalein
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

Klar gäbe es theoretische Missbrauchsmöglichkeiten, aber die liegen wahrscheinlich nicht darin, ob jemand erkennbar schreibt oder nicht. Wer es wirklich auf sowas anlegen würde, könnte Freunden auch per e-Mail mitteilen, für welche Geschichte sie stimmen sollten. Ich gehe mal einfach davon aus, dass sowas hier niemand macht.

Ich schreibe doch nichts von Wahrscheinlichkeiten, sondern von der Möglichkeit dazu.
Wie viele werden einen Text umgekehrt „disqualifizieren“?

Ich gehe auch davon aus, dass niemandem daran gelegen ist, dass der eigene Text dadurch gepusht wird (und womöglich gewinnt), weil der Text eindeutig identifiziert wurde.

Sollte man das trotzdem irgendwann erkennen können, dann und nur dann, sollte man über Regulation nachdenken.


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Jenni
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Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 15.04.2022 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zwar finde ich auch, letztlich sollte das jeweilige Orga-Team über jeden der genannten Punkte entscheiden, also über die Formulierung der Vorgaben, Handhabung des Fragenthreads und im Rahmen der Vorgaben auch inwiefern die im Forum ohnehin reichlich beschränkten Formatierungsmöglichkeiten erwünscht bzw. erlaubt seien oder nicht. Das schließt einen Meinungsaustausch dazu allerdings nicht aus. Meine Meinung: jede weitere Einschränkung in den Wettbewerben finde ich eine Verschlechterung, denn ich will durch ein Thema zum Schreiben inspiriert werden, aber nicht in meiner Kreativität eingeschränkt, und auch möchte ich vielfältige und kreative Texte lesen.

Das ist im übrigen auch das einzige Problem, das ich mit den Fragenfäden habe: dass dort nicht nur Verständnisfragen gestellt und beantwortet werden, sondern Themen und Vorgaben interpretiert, diskutiert, hinterfragt werden, und sich dann immer wieder auch Veranstalter dazu verleiten lassen, die Vorgaben weiter einzuschränken als ursprünglich vorgesehen.
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

WSK hat Folgendes geschrieben:
Ich dachte, hier versucht jemand ZU SEHR wie VKB zu klingen, das muss eine Fälschung sein.
Warum mein Text diesmal so (über-)typisch war, kann ich dir gerne erklären. Da war nun diese "auf dem Meer" Vorgabe und dann schwebte da dieses riesengroße SCNR im Raum, da muss doch einfach Cthulhu rein. Dann natürlich der Gedanke: Kann ich (mit diesem Avatar) das überhaupt machen? Und wo ich mich doch auch schon im Smalltalk-Faden über Cthulhu-Beschwörparties unterhalten hatte, bevor ich das Thema kannte. Mir war sofort klar: Verdammt, da erkennt mich doch wahrscheinlich jeder. Also nix mit Cthulhu, mir die Gelegenheit entgehen lassen? Nein, ich will aber. SCNR halt. Und dann dachte ich mir: okay, wenn ich das schon mache, dann kann ich mich auch gleich mal über mich selbst und meine Tropes lustig machen, das macht dann auch nichts mehr. Also mal einfach alles überdosiert reinkloppen, was man auch sonst in meinen Geschichten findet, sagte ich ja im Eigenkommentar schon. Hat mich dann eigentlich erstaunt, mit einer Autoautorenparodie-Geschichte trotzdem noch auf dem zweiten Platz zu landen. Ich dachte, die meisten Leser würden wesentlich verständnisloser darauf reagieren, wenn man einen Charakter einführt und eine Geschichte anfängt, dann am Schluss abrupt über Bord wirft, nur um doch noch Cthulhu beschwören zu können. Ich hab die Geschichte also mehr "for the LOLs" geschrieben, als damit Punkte sammeln zu wollen, und ging davon aus, ich lande damit wahrscheinlich irgendwo im Mittelfeld. Wo übrigens tatsächlich auch die meisten meine Bepunktungen lagen, aber das läpperte sich, weil es viele waren (21 Bepunktungen, so viele hatte ich sonst noch nie). Schreibe ich ernsthaftere Geschichten (oder versuche das wenigstens), kommen meine Punkte meist eher aus wenigen, aber hohen Wertungen zustande (und seltsamerweise immer von verschiedenen Leuten, fast nie den gleichen), aber die meisten restlichen eben Nuller. Irgendwie ist es mir zum ersten Mal gelungen, eine Geschichte zu schreiben, die vielen ein paar Punkte wert war, aber fast niemandem (mit einer Ausnahme) die 12 (verständlicherweise, finde ich).

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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 23:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier soll es aber nicht um die Diskussion einzelner Wettbewerbsbeiträge gehen und das Wie und Warum, sie so und nicht anders entstanden sind, sondern um die genannten Fragen im Allgemeinen. Für Kommentare zu einzelnen Texten gibt es bekanntermaßen deren Fäden.

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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 16.04.2022 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich würde deshalb dafür plädieren, Thema und Vorgaben bei den Wettbewerben zwar gewissenhaft durchzulesen, aber sich nicht auf Detaildefinitionen zu versteifen.

Zitat:
Deine Geschichte muss ausschließlich auf dem Meer spielen. In welcher Weise sich die Figuren (zumindest anfänglich) über Wasser halten, bleibt dir überlassen.

Nebenbei-Anmerkung, ohne künstlich ein Fass aufmachen zu wollen oder eine Antwort zu erwarten: Die Vorgabe ist also lediglich eine grobe Empfehlung, die nach eigenem Gutdünken frei interpretiert werden kann. Hm.


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anderswolf
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BeitragVerfasst am: 16.04.2022 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Als jemand, der überlegt, selbst einen Wettbewerb zu organisieren, und ohne jetzt auf einzelne Wortbeiträge in diesem Faden dezidiert einzugehen:

In so gut wie allen anderen literarischen Wettbewerben, an denen ich teilgenommen habe (zugegebenermaßen nicht so viele), gibt es einfach nur das Thema und vielleicht noch formale Vorgaben. Nach-, Zwischen- und Verständnisfragen gibt es nicht.

Das finde ich auch grundsätzlich in Ordnung so. Wer an einem Wettbewerb teilnimmt, geht nicht nur das Risiko ein, zu gewinnen oder eben nur auf einem der anderen als der ersten drei Plätze zu landen, sondern eben auch, disqualifiziert zu werden. Dem sollten sich auch alle bewusst sein.
Es geht doch um eine Einzelleistung d. Autorys, nicht darum, wer sich am besten beim Schreiben die Hand hat halten lassen.

Bei Wettbewerben, die durch das Teilnehmerfeld bewertet werden, kann es ja auch zusätzlich ein Bewertungskriterium sein, wie gut jemand die Vorgabe getroffen hat. Bei einigen Zehntausendern sollte ja explizit die Frage, wie gut das Thema bzw. das E getroffen wurden, bei einer Platzierung einbezogen werden.

Und ja, dass wir alle unterschiedliche Herangehensweisen nicht nur ans Schreiben, sondern auch ans Bewerten haben, ist klar. Dementsprechend haben wir immer noch keine deutliche Definition von E beispielsweise; und dementsprechend sind die Grenzen dessen, was Phantastik umfasst, auch nicht scharf.

Mich ärgerte die feinziselierte Diskussion um die Wettbewerbsfrage, weil eine meiner Ideen schon im ersten Fragenfaden angerissen wurde (auch wenn ich jetzt gar nicht mehr genau weiß, was meine Idee war, ich habe sie dem Marianengraben meines Gehirns überantwortet). Die Diskussion hat aber auch gesagt: ja, dann schreib das doch trotzdem.

Mir ist es am liebsten, wenn mir die Wettbewerbsvorgaben ein weites Feld eröffnen, auf dem ich eine sehr eigenständige Geschichte erzählen kann. Da kann ich natürlich nicht ausschließen, dass andere eine ähnliche Idee haben. Wenn aber Aspekte oder ganze Ideen schon auf dem Feld liegen, dann gibt es zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: entweder vermeide ich jeden Blickkontakt mit dem Monster oder aber ich schreibe darüber; habe dann aber vielleicht das Problem, dass andere das ebenso tun, ich vielleicht nicht so gut bin wie sie, meine an sich total kreative Idee doppelt oder gar dreifach vorkommt.

Das meinte ich mit verbrannt, und auch wenn das vielleicht nicht allen als Problem erscheint, so engt doch jede Erwähnung oder jeder Anriss einer Idee das weite Feld ein Stückchen ein.

Um auf die Frage nach der Formatierung einzugehen: Wer glaubt, es nötig zu haben, seinem Text eine besondere Formatierung zu geben, kann das meinetwegen tun. Mich stört es als Leser, wenn ich nicht verstehe, warum das da ist. Es kann sein, dass eine besondere Formatierung, die keinen Mehrwert ergibt, dann dafür auch einen Punkteabzug bekommt, wenn sie mich vom Text ablenkt. Als Kommentierender will ich einen Text lesen, keine Formatierungsbaustelle. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber ich kann mich zumindest in diesem Wettbewerb an keine Formatierung erinnern, die den Text bereichert hätte.

Und dann noch die Bepunktung von Lieblingen: Ich konnte einem Text die Autorenschaft sicher zuordnen, bei zwei weiteren war ich mir recht sicher, bei drei weiteren hatte ich Vermutungen. Nur die ersten drei haben sich als richtig herausgestellt, die letzteren drei nicht. Habe ich deswegen bestimmten Autorys mehr oder lieber Punkte gegeben? Habe ich mich in der Bewertung irgendwo künstlich zurückgehalten, um Menschen, die ich mag, nicht auf die Füße zu treten? Nein. Wenn mich ein Text überzeugt, dann überzeugt er mich. Wenn jemand, den ich mag, einen Text schreibt, den ich nicht mag oder nicht verstehe, gibt es dafür auch keine Punkte und manchmal auch noch eine unfreundliche Bewertung dazu, weil ich als Kommentator oft die Rezeption vergesse.

Wäre ich also in der Position der Wettbewerbsleitung, dann würde ich einen Fragenfaden wahrscheinlich entweder weglassen, meine Intention bei der Aufgabenstellung nicht selbst interpretieren und im Zweifelsfall dann hinterher erklären, warum ich einen Beitrag disqualifiziere. Oder ich würde in den sauren Apfel beißen, einen Fragenfaden aufmachen, aber dann engmaschig moderieren und vor allem eine Diskussion zwischen den Teilnehmern, die sich gegenseitig das Thema erklären, abwürgen.

Mir wäre es grundsätzlich am liebsten, wenn es keine Nachfragen gibt und dann die Lesys beim Bewerten darüber entscheiden, wie gut das Thema getroffen wurde. Und die Organisation kann ja dann einen Sonderbeitrag auswählen für den Text, der ihrer Meinung nach die Vorgaben am besten eingehalten hat.

So. Jetzt Frühstück.
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Phenolphthalein
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BeitragVerfasst am: 16.04.2022 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Taranisa hat Folgendes geschrieben:

Nebenbei-Anmerkung, ohne künstlich ein Fass aufmachen zu wollen oder eine Antwort zu erwarten: Die Vorgabe ist also lediglich eine grobe Empfehlung, die nach eigenem Gutdünken frei interpretiert werden kann. Hm.

Nein, das ist ein guter Punkt. Und geht einher mit:

Jenni hat Folgendes geschrieben:
Das ist im übrigen auch das einzige Problem, das ich mit den Fragenfäden habe: [...] sich dann immer wieder auch Veranstalter dazu verleiten lassen, die Vorgaben weiter einzuschränken als ursprünglich vorgesehen.


denn (Zitat mit Absicht nicht mehr der Person zugeordnet, die es schrieb)

Zitat:

Muß das Meer unbedingt aus Wasser bestehen?


Michel hat Folgendes geschrieben:

Nach meiner Wahrnehmung nicht. Wenn du also über ein Methanmeer auf einem fernen Planeten schreiben möchtest: Nur zu. Möglicherweise gibt es dort ja nicht mal ein Ufer - das wäre ganz themengemäß.


Das Problem liegt dann aber nicht im Fragenfaden selbst und auch nicht bei der Organisation des Wettbewerbs.
Sie dürfen entscheiden, wie eng sie die Vorgabe sehen wollen und entsprechend entscheiden, inwieweit der Wettbewerb die Kreativität der Schreibenden einschränken soll oder nicht.
Liegt der Fokus auf der Förderung der Kreativität und dem Wunsch nach möglichst vielen ausgeflippten Geschichten oder liegt er mehr in der Einhaltung der Vorgabe und dem sich organisieren - nicht falsch verstehen -, dem professionelleren Umgang mit einem Thema (man denke an die erwähnten Ausschreibungen).

Zu starke Grenzlinien werden aber auch weniger Begeisterung im Plenum auslösen und das wird zu weniger Beiträgen führen (könnte ich mir vorstellen).

Ich denke, grundsätzlich sollen solche Wettbewerbe in erster Linie Spaß machen.
Für den einen mag das Wetteifern um die Spitze elementarer sein, für die andere hingegen einfach eine nette Geschichte zu schreiben und sie mit allen zu teilen, vielleicht auch, denn Alltag einen Moment hinter sich zu lassen. Eben Spaß zuhaben.

Das funktioniert doch, oder?

Liebe Grüße,
Pheno


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BeitragVerfasst am: 16.04.2022 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Phenolphthalein hat Folgendes geschrieben:

Ich denke, grundsätzlich sollen solche Wettbewerbe in erster Linie Spaß machen.
Für den einen mag das Wetteifern um die Spitze elementarer sein, für die andere hingegen einfach eine nette Geschichte zu schreiben und sie mit allen zu teilen, vielleicht auch, denn Alltag einen Moment hinter sich zu lassen. Eben Spaß zuhaben.

Das funktioniert doch, oder?
Das funktioniert nur so lange, wie die Geschichte dann auch im Wettbewerb landet. Sonst würde man sich (ich zumindest) wahnsinnig ärgern, sich die Mühe gemacht zu haben, nur um für den Papierkorb bzw. /dev/null zu schreiben. Denn ich glaube, jeder, der eine Geschichte einreicht, denkt auch, damit innerhalb der Vorgaben zu liegen. Trotzdem werden immer wieder Geschichten disqualifiziert. Für mich ist absolut nicht klar, nach welchen Kriterien das erfolgt. Bei jedem Wettbewerb zittere ich nach dem Abschicken, aber nicht darum, auf welchem Platz meine Geschichte wohl landen wird, sondern darum, ob sie es überhaupt in den Wettbewerb schafft. Die größte Freude ist dann folglich, die Geschichte in der Liste zu sehen, diese überwiegt bei mir tatsächlich noch die Freude, sie ggf am Ende auf dem Treppchen zu sehen. Dabeisein ist alles sozusagen. Und da ich so empfinde, brauch ich das Nachfragen, um mich wenigstens ein bisschen zu beruhigen. Wirklich helfen tut es aber auch nicht, denn beim nächsten Wettbewerb ist die gleiche Konfusion zurück. Weil es eben ein Regelwerk gibt, das (wahrscheinlich nur in meiner Wahrnehmung) entweder auf kompletter Willkür basiert, oder für mich nicht ansatzweise zu durchschauen ist. Einerseits scheint es rigoros angewendet zu werden, denn es werden ja immer bei fast jedem Wettbewerb Texte disqualifiziert. Obwohl die Regeln eigentlich klar erschienen. Hier: Die Geschichte muss auf dem Meer spielen, man muss sich über Wasser halten, es darf kein Land betreten werden und es muss mindestens ein phantastisches Element im Sinne von phantastisch-wunderbar vorkommen. Eigentlich keine Fragen notwendig, sollte sonnenklar sein. Ist es nur nach dem Wettbewerb leider gar nicht mehr (und damit vor dem nächsten wieder die gleiche Konfusion). Denn trotz der (für mich) klaren Vorgaben landen dann Geschichten im Wettbewerb, die kein einziges phantastisches Element im Sinne der Wettbewerbsdefinition enthalten, die auf einer Insel spielen oder in denen überhaupt kein Meer und Wasser vorkommt bzw dieses durch einen Wald ersetzt wurde – und einige davon werden dann sogar noch für den Preis des Organisationsteams nominiert, was also heißt, das waren keine zwei zugedrückten Augen, sondern die Geschichte entsprach voll den Erwartungen und Vorgaben des Wettbewerbs, sonst könnte sie ja nicht preisverdächtig sein. In mir kommt natürlich die Frage auf: Was muss das für eine Geschichte sein, die disqualifiziert wurde, weil sie die Vorgaben nicht erfüllte? Und damit ist wieder alles unklar, und die Vorgaben beim nächsten Wettbewerb wieder das gleiche unsichtbare Riff, an dem man willkürlich scheitern könnte oder das man irgendwie auf wundersame Weise überfliegen kann, ganz egal, wie sehr man versucht, die Vorgaben einzuhalten oder absichtlich so weit wie irgendwie möglich daran vorbeizuschreiben– jedenfalls in meiner Wahrnehmung.

Fazit (wie gesagt nur in meiner Wahrnehmung und nicht als Kritik an der Wettbewerbsorganisation gemeint): Will man auf den Fragenfaden und die Notwendigkeit eines solchen verzichten, sollte man auch komplett auf Disqualifikationen verzichten (bis auf Ausnahmefälle bei strafrechtlich relevanten Inhalten) und jedem Kritiker selbst überlassen, eine Geschichte wegen Vorgabenverfehlung aus der Wertung zu nehmen oder nicht.


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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 16.04.2022 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
...Denn trotz der (für mich) klaren Vorgaben landen dann Geschichten im Wettbewerb, die kein einziges phantastisches Element im Sinne der Wettbewerbsdefinition enthalten, ...

Für mich waren die Vorgaben auch klar und ich halte mich hier genauso wie bei Anthologie-Ausschreibungen sehr streng daran, daher bin ich ebenfalls irritiert.


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BeitragVerfasst am: 16.04.2022 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

Fazit (wie gesagt nur in meiner Wahrnehmung und nicht als Kritik an der Wettbewerbsorganisation gemeint): Will man auf den Fragenfaden und die Notwendigkeit eines solchen verzichten, sollte man auch komplett auf Disqualifikationen verzichten (bis auf Ausnahmefälle bei strafrechtlich relevanten Inhalten) und jedem Kritiker selbst überlassen, eine Geschichte wegen Vorgabenverfehlung aus der Wertung zu nehmen oder nicht.


Auf den Fragenfaden würde ich nicht verzichten, aber darum ging es in meinem letzten Statement doch gar nicht.
Gerade solche Verunsicherungen, wie du sie schilderst, geben ihm eine Berechtigung.

Ich meinte, dass es aber der Organisationsteam obliegt, in welche Grenzen sie für die Vorgabe abstecken.
Das ist im Prinzip nichts anderes als die allgemeinen Forenregeln zu beachten. Auch da liegt die Entscheidung, was erlaubt ist und was nicht, bei den Admins und dann bei der Moderation.

Ich hingegen möchte nicht entscheiden müssen, welche Vorgabe erfüllt ist oder nicht, denn ich entscheide subjektiv oder aber ich muss mich genau an das halten was in der Vorgabe steht.
Da finde ich es viel angenehmer, wenn das die Organisation übernimmt. Und ihrem Urteil beuge ich mich dann sogar gerne.  Wäre ich Teil des Teams, dann wäre das hingegen für mich kein Problem.* Aber das mal nur am Rande.

Deine Angst, disqualifiziert zu werden, kannst du der selbst nehmen. Berücksichtige haargenau, was in der Vorgabe steht oder aber [was du getan hast] stell themenbezogene Fragen.

Fragen wie z.B, ob das Meer aus Wasser bestehen muss, obwohl die Vorgabe das [eigentlich] beantwortet, gibt es ja auch.

Ansonsten gilt das, was fürs Leben allgemein gilt.
Risikobereitschaft. Das kann funktionieren, es muss aber nicht.
Die von dir angesprochene Insel hätte eine Ausschlusskriterium sein können, aber so weit ich mich erinnere, trieb sie auf dem Wasser und erfüllte damit die Bedingung auf gleiche Weise wie ein Schiff.
Hätte man Bohrinsel geschrieben, hätte dich das dann auch irritiert (wobei die dann mehr oder weniger mit dem Grund verbunden ist)?

Die betreffende Person ging jedenfalls ein Risiko ein.

Das führt aber vom eigentlichen Thema ab.

Also: Es ging nicht darum, den FragenFaden abzuschaffen, sondern nur darum, dass die Regeln, wie die Vorgaben ausgelegt werden, von der Organisation abhängt und dann Fragen zu stellen, ist legitim, sicherlich auch sinnvoll. *Dann muss aber auch die Meinung der Organisation gelten, egal wie sehr sie auf die Fragenden eingeht oder eben nicht.
Das Endrisiko trägt der Schreiberling selbst, ebenso die Entscheidung, das Risiko zu minimieren.

Liebe Grüße,
Pheno


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