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Liebesgrüße eines Vampirs (meine nicht eingereichte "Verrufen"-Geschichte)


 

 
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wohe
Geschlecht:männlichEselsohr

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BeitragVerfasst am: 11.04.2022 17:47    Titel: Liebesgrüße eines Vampirs (meine nicht eingereichte "Verrufen"-Geschichte) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde,
eigentlich sollte dies eine Geschichte für die Ausschreibung „Verrufen“ werden, aber anscheinend bin ich einfach ein zu lieber Mensch (ich, jawoll!), um etwas Gruseliges zu schreiben. Vllt. gefällt die Geschichte ja trotzdem jemandem.

Liebesgrüße eines Vampirs

Mann oh Mann, das dauerte ja ewig.
Wohe stand in seinem Wandschrank und wartete, dass endlich Ruhe einkehrte, aber nachdem seine Führung entschwunden war, folgte noch eine in einer, gelinde gesagt, sehr konsonantenaffinen Sprache, dann die Putzkolonne und ein zu guter Letzt kontrollierte ein schlüsselbewaffneter Angestellter alles Mögliche, aber zum Glück nicht seinen Schrank.
Jetzt war es endlich dunkel und still. Wohe nahm seine Taschenlampe und machte sich auf die Suche.
Im untersten Keller war er schon und schlich, den Text des Tagebuchs im Kopf, in Richtung „... close to the last room in the south, where a litte recess contents a ... <unlesbarer Buchstabensalat>“. Tja, den Rest des Textes hatten sich die Jahre oder der Schimmel oder wer oder was auch immer geschnappt.
War das hier der Raum? War hier überhaupt Süden? Tatsache, eine kleine Nische, kaum zu sehen, war in die Wand eingelassen. Er fasste hinein und fand einen beweglichen Vorsprung. Kurzes Zögern, dann - schließlich war er nicht 1500 km gereist, um dann nicht daran zu ziehen - zog er daran.
Nichts geschah. Er zog noch einmal und wiederum geschah - nichts. 1500 km und die Flugkosten und extra Urlaub hatte er sich auch genommen. Frustriert schlug er gegen das was auch immer und prompt zersplitterte etwas, ein Teil der Wand glitt zurück und ein schmaler Gang lag vor ihm.
Nichts wie hinein.
Ein Weg von ein bis zwei Minuten und er stand vor einer Tür.  Vorsichtig öffnete er sie und sah in einen großen Raum, hell erleuchtet durch einen brennenden Kronleuchter, mit weißem Teppichboden und einem gewaltigen Flachbildschirm vor einer ledernen Wohnlandschaft. Außerdem: ein Couchtisch, eine Anrichte und im Hintergrund standen ein offener Sarg und ein Ergometer. Ein Tür schien in eine Küche zu führen, im TV lief Bonanza.
Das war mal ein Ensemble.
„Guten Abend“, sagte der Mann, der sich aus den Tiefen seines Sofas schälte. „Setzen Sie sich, es ist gleich vorbei.“
Wohe tat, wie ihm geheißen und sah zu, wie Litte Joe seinem Gegner den Revolver aus der Hand schoss während Hoss den seinen mit einem gekonnten Uppercut ins Reich der Träume beförderte. Dann kam der Abspann und der Mann schaltete den Fernseher aus.
„Sie scheinen nicht überrascht“, sagte Wohe.
„Das kann ich auch kaum sein, wenn Sie sich ausgerechnet in dem Schrank verstecken, in dem meine Überwachungskamera steht und so lange an meinem Bewegungsmelder herumfummeln, bis er abbricht.“
„Oh. Das wollte ich nicht.“ Wohe zückte sein Portemonnaie. „Selbstverständlich komme ich für den Schaden auf.“
Sein Gegenüber winkte ab. „Lassen Sie es gut sein. Ich habe noch genug davon. Sonderangebot bei Amazon. Zahle zwei, nimm drei und so. Erzählen Sie mir lieber, was Sie hier suchen.“
„Sie. Wenn Sie denn derjenige sind, für den ich Sie halte.“
„Und für wen halten Sie mich?“
Wohe bemühte sich um einen angemessen hoheitlichen Ton. „Für Vlad den Dritten Draculea, genannt Graf Dracula, seines Zeichens emeritierter Fürst und dienstältester Vampir. Habe die Ehre.“ Er verbeugte sich.
Der Mann hob entsetzt die Hände. „Ich Vlad Tepes? Vlad der Pfähler? Ich bitte Sie, sehe ich aus wie ein Barbar?“
Nun, glatt rasiert, streng nach hinten gekämmte Haare und mit Smoking und Fliege war die Ähnlichkeit mit Vlad dem Dritten tatsächlich nicht sehr ausgeprägt. Allerdings hatte er rote Augen - nun, nobody is perfect. „Eigentlich nicht.“
„Na also. Mich mit so einem in Verbindung zu bringen, ist geradezu ungehörig. Gestatten: Paul Graf Nádasdy. Unser ...“, ein sehr betontes »unser«, „... Geschlecht gibt es seit über 1000 Jahren, meine Vorfahren waren schon adlig, als sie noch im alt-Albionischen lebten. Vielleicht gehen wir sogar auf König Artus zurück. Vlad! Der kam aus der Walachei. Schlug sich mit Türken und so rum. Und dann: sein Hobby.“
„Was für ein Hobby?“
„Das Pfählen.“
„Ach so. Stimmt, das war irgendwie nicht sehr zivilisiert.“ Wohe überlegte. Der Name Nádasdy kam ihm bekannt vor. „Sind Sie denn überhaupt aus Transsylvanien?“
„Nein. Ich bin gebürtiger Ungar. Vielleicht kennen Sie meine Mutter. Sie war Elisabeth Báthory.“
Die Blutgräfin! Klassischer Fall von genetischer Disposition. Da war Vampirismus geradezu eine zwangsläufige Folge. „Ich verstehe“, sagte Wohe. „Wieso sind Sie dann aber hier in Schloss Bran und nicht in Čachtice?“
„Kennen Sie Čachtice? Das ist keine Burg, das ist eine Ruine. Hier“, Der Graf zeigte um sich herum, „habe ich ein vernünftiges Dach über dem Kopf und elektrischen Strom. Und Telefon.“ Er holte ein Smartphone aus der Tasche. „Klasse Ding. Wegen Amazon.“ Er ging in den Nebenraum und kam mit zwei Gläsern und einer Flasche zurück. Er goss ein und reichte Wohe ein Glas.
Der inspizierte den Inhalt - sah aus wie Wein, roch wie Wein, aber man konnte ja nie wissen. Er zauderte.
„Bordeaux. Etwas schwer für den frühen Morgen, aber für Sie ist ja wohl eher später Abend und ich trinke dann aus Solidarität ein Schlückchen mit.“ Nádasdy schnüffelte am Glas herum, nahm einen Schluck, rollte diesen im Mund hin und her und schluckte ihn schließlich mit verzückter Miene hinunter. „Leider teuer, aber man gönnt sich ja sonst nichts.“ Er wiederholte das Prozedere und füllte dann nach.
Auch Wohe wagte einen Versuch. Tatsächlich: Wein, guter Wein, sogar sehr guter, wenn auch ein wenig schwer, aber wie gesagt, es war ja schon später Abend und vielleicht sein letzter? Also runter damit.
Nádasdy sah auf seine Uhr und schaltete den Fernseher an. „Wir müssen unsere Unterhaltung ein wenig verschieben, aber jetzt kommt Dallas.“
Oh Gott! „Das sehen Sie?“
„Sicher. Was soll ich sonst machen? Erstens finde ich J. R. großartig und zweitens kann ich ja wohl kaum die ganze Nacht die Wand angucken oder mich um diese Zeit schon besaufen.“
Also sahen sie Dallas.
Dann wandte Nádasdy sich wieder an seinen Gast. „Und nun? Haben Sie Pflock und Hammer dabei oder was ist Ihr Begehr?“
Wohe sah sich noch einmal um und überdachte seine Zukunft. Einerseits ewiges Fernsehen, andererseits ewiger Tod. „Ich möchte Sie bitten, mich zu beißen.“
„Das ist ja mal ganz was Neues.“ Nádasdy war erkennbar erstaunt. „Darf ich fragen, warum?“
„Weil ich es für besser halte, als Untoter weiter zu leben als als Lebender endgültig zu sterben.“
„Tja, das ist natürlich ein Argument. Leider muss ich Sie enttäuschen. Ich beiße nicht mehr.“
„Sie beißen nicht mehr?“
„So ist es. Ich schone meine Zähne, bin sozusagen blutmäßig Abstinenzler, kurz: clean.“ Er winkte Wohe in die Küche und wies auf seine Flaschensammlung: Rotbäckchen-Traubensaft und der bereits bekannte Bordeaux en mas und im Kühlschrank jede Menge saftiger Steaks, Blutwurst und ein Gemüsefach voller Rote Bete.
„Rote Bete?“, fragte Wohe.
„Na ja, soll angeblich gesund sein und wenigstens die Farbe passt.“
„Und warum das Ganze?“
„Wie Sie schon sagten: es geht darum, weiter zu leben und das Dasein eines Vampirs ist verdammt gefährlich. Überall lauern Leute mit angespitzten Pfählen und Hämmer kriegen Sie in jedem Baumarkt. Und warum?“ Er zeigte auf seinen Flachbildschirm. „Weil auch den gutmütigsten Großstadtmenschen so lange Gruselfilme über Vampire aufgezwungen werden, dass sie hinter jedem schlecht sitzenden Kassengebiss einen Blutsauger vermuten und sofort ihre Knoblauchbestände aufstocken. Da darf man nicht auch noch an irgend welchen Leuten herum knabbern und sich so verdächtig machen. Überdies schmeckt Bordeaux auch besser und macht nicht diesen Mundgeruch.“
„Ich dachte, Vampire könnten sich nur mit Blut ernähren.“
„Na ja, man muss schon aufpassen, dass man das mit den Vitaminen und Spurenelementen und so auf die Reihe kriegt, aber Mr. Bezos hat da viele gute Nahrungsergänzungsmittel im Angebot. Das klappt schon.“
Da war er auf der Suche nach einer Möglichkeit, dem Tod zu entkommen, quer durch Europa gereist und nun das.
Nádasdy sah ihm seine Enttäuschung wohl an. „Nehmen Sie‘s leicht. So toll ist so eine Vampirexistenz auch nicht. Als Klaustrophobiker in einem geschlossenen Sarg zu liegen, macht keine Freude und mit den Damen klappt es als Nichtsauger auch nicht mehr so richtig, wenn Sie verstehen, was ich meine.“
„Nee, verstehe ich nicht.“
Das Thema schien dem Grafen etwas unangenehm. „Ich will es mal medizinische erläutern: ein Schwellkörper braucht Blut, um anschwellen zu können und da Sie als Vampir kein eigenes mehr haben, brauchen Sie fremdes oder es gibt da gewisse, ähem, ähem, Probleme.“
Wohe überlegte. Dann: „Dennoch, keine Chance?“
„Keine Chance.“
„Na dann, besten Dank für Ihre Zeit.“ Wohe wandte sich zur Tür, zog dann aber noch das Buch aus seiner Tasche. „Falls Sie was zu lesen brauchen, hierdurch habe ich Sie gefunden.“
„Was ist das?“
„Das Tagebuch von Ármin Vámbéry.“
„Den Namen kenne ich. Wo haben Sie das denn her?“
„Ein zufälliger Antiquariatsfund. Und woher kennen Sie Vámbéry?“
„Ihn selber kenne ich nicht, aber mir wurde von ihm berichtet. Was steht denn drin?“
Wohe berichtete: „Was bisher nicht bekannt war: Vámbéry war in den 1860erJahren in geheimen englischen Diensten auch in Transsylvanien unterwegs und wurde hierbei von einer Britin begleitet, über die außer ihrem Vornamen nichts bekannt ist. Sie hieß Charlotte.“
„Ach ja, Charlotte.“ Nádasdy bekam einen verträumten Blick.
„Ach ja?“
„Später. Reden Sie weiter.“
„Da gibt es nicht mehr viel. Sie kamen auch hierher und Charlotte erklärte ihm nach einem Besuch auf dem Schloss, dass sie einen verborgenen Gang gefunden habe, den sie sich noch einmal ansehen wollte. Das war das letzte Mal, das Vámbéry sie sah. Da er am nächsten Tag eine Notiz von ihr erhielt, die ihn zur Weiterreise aufforderte und er sie für eine Geheimagentin mit speziellem Auftrag hielt, tat er dies. Das ist alles.“
„Charlotte“, sagte Nádasdy, „ist vielleicht Ihr Weg ins Vampirleben. Auch sie hat mich damals hier besucht und wir bildeten eine Zeit lang eine, wie man es heute nennt, Lebensabschnittspartnerschaft. Also eigentlich eine nicht-Lebensabschnittspartnerschaft, aber das ist beckmesserisch. Als ich dann abstinent wurde, ging sie dann. Vermutlich aus diesem und jenem Grund, Sie verstehen?“
„Ja. Traurige Sache so was.“
„In der Tat. Wenn man tot ist, heißt das noch lange nicht, dass man auch gefühlstot ist. Wie auch immer: Soll ich sie anrufen?“
„Ja.“

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wohe
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BeitragVerfasst am: 11.04.2022 17:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dagegen machte Schloss Bran ja einen geradezu fröhlichen Eindruck. Dublin Castle! Natürlich, schließlich hatte Stoker hier gearbeitet. Wohe stand vor dem Treasury Building und grübelte, wie er unauffällig in den Keller kommen sollte.
„Sie sollten sich unauffällig verhalten und nicht auf das Gebäude starren, als würden Sie es gleich stehlen wollen. Falls Sie es nicht wissen: das ist das Polizeimuseum.“
Eine nette Stimme. Wohe drehte sich um und sah eine riesengroße Sonnenbrille unter einer jugendtypischen Kapuze. Ein Trenchcoat, Jeans, Cowboystiefel und Handschuhe bei +20 Grad vervollständigten das Bild. Zweifellos eine Vampirin im Tageslicht.
„Hallo“, sagte Wohe. „Ich bin Wohe.“
„Ich bin Charlotte. Gehen wir rein.“ Sie zog einen Schlüsselbund aus der Tasche und führte ihn ins Haus. Totenstille.
„Arbeitet hier niemand“, fragte Wohe.
„Doch, aber die machen Pause.“
„Jetzt um 15:00 Uhr?“
„Immer dann, wenn ich es will.“ Wahrscheinlich irgend so eine Vampirsache.
Erster Schlüssel. Dann durch ein paar Gänge, Türen (zweiter bis vierter Schlüssel) und eine Kellertreppe hinab vor ein Aktenregal. Ein Griff an einen Ordner und das Regal glitt zur Seite. Der letzte Schlüssel passte in eine schadhafte Stelle im Wandverputz und die Wand verwandelte sich in eine weitere Tür, hinter der ein gewundener Gang in einen Wohnraum führte.
Ein ganz normaler Wohnraum, zwar ohne Fenster, aber eine Freude für jeden Schöner-Wohnen-Redakteur. Indirekte Beleuchtung, weißer Teppich, weiße Ledergarnitur, weißer Schreibtisch, weiße Schränke und Regale. Dunkelheitsbedingte Depressionen bekam man hier bestimmt nicht.
Sie zeigte ihm die weiß gekachelte Küche (viel Rotwein und Rotbäckchensaft im Ständer), das Bad (gleiche Farbgebung) und den Schlafraum.
Ein weißer Schrank und ein riesengroßes Doppelbett (weiß) vor Fototapeten mit Strandbild. Wahrscheinlich die Bahamas oder so, jedenfalls Palmen (braun-grün), Strand (ocker) und Meer (blau). Kein Sarg weit und breit.
„Haben Sie keinen Sarg?“, fragte Wohe.
„Nein. Was soll ich damit?“
„Ich dachte, Sie müssten in einem Sarg schlafen.“
„Quatsch. Ich muss gar nichts und erst recht nicht so was Bescheuertes wie in einem Sarg schlafen. Zumal: wie soll man in einem Sarg beischlafen?“
„Graf Nádasdy schläft in einem Sarg.“
Charlotte nahm die Brille ab (rote Augen - nicht unerwartet) und verzog das Gesicht. „Graf Nádasdy trinkt zu viel Rotwein, schläft auch nicht mehr bei und macht im Übrigen, was das Fernsehen ihm vorgibt.“
Sie zog Mantel und Kapuzenpulli aus und wurde zu einer sehr hübschen jungen Frau. Sie kehrten wieder in den Wohnraum zurück.
Wohe ging im Kopf die Räumlichkeiten durch. „War das hier alles schon so oder haben Sie das gebaut?“
„Ich bin kein Maurer. Ich habe das bauen lassen.“
„Hier im Castle? Das geht?“
„Mit Geld geht alles.“
„Graf Nádasdy sagte, sie arbeiten in einer Blutbank. Bezahlen die da so gut?“
„Die bezahlen da gar nichts. Das mache ich ehrenamtlich, für Kost und ohne Logis.“ Sie zögerte. Dann „Ich will‘s mal so sagen: die irischen Kronjuwelen haben auch heute noch einen ziemlichen Wert.“
„Das mit den Juwelen waren Sie?“
„Ich? Sehe ich aus wie ein Dieb?“
„Natürlich nicht. Ich dachte nur ...“
„Lassen Sie das Denken. Wenn Männer so was probieren, kommt eh nur Quatsch dabei heraus.“
Okay, seinetwegen konnte sie die Klunker auch gefunden haben. Also hielt er den Mund. Was tat man nicht alles für die dritten Zähne.
„Um es kurz zu machen: Sie wollen gebissen werden. Nur halte ich es genau so wie der Graf. Auch ich beiße nicht mehr. Die Gründe sind die gleichen. Unauffälligkeit ist überlebenswichtig und zwar besonders für Leute, die gar nicht mehr am Leben sind. Ich bin Tagmensch statt Nachtvampir, ernähre mich von Spenderblut-Restbeständen und esse außer Knoblauch so ziemlich alles. Für Spaziergänge gibt es prima Sonnenbrillen von Ray Ban und Sonnenschutzcreme mit fast unendlichem Lichtschutzfaktor. Ich habe also alles, was mir die nächsten paar hundert Jahre angenehm machen kann. Warum sollte ich da ein Risiko eingehen und Sie beißen? Da besteht höchstens die Gefahr, wieder rückfällig oder gar süchtig zu werden.“
Das klang gar nicht gut. „Tja.“ Wohe war ein wenig ratlos.
Charlotte nahm ihn bei der Hand. „Aber: Sie können es sich verdienen.“
„Wie das?“
Sie schob ihn ins Schlafzimmer. „Wie wohl? Mit Arbeiten natürlich.“

Manche Jobs waren einfach spitze. Wie lange er schon unter und über und vor und hinter ihr malochte, wusste er nach einiger Zeit nicht mehr zu sagen, aber es machte verdammt viel Spaß. Schon bald hatte sich folgender Rhythmus eingespielt: Während er schlief, ging Charlotte ihrer Arbeit und ihrem Bluterwerb nach und ansonsten genossen sie das Dolce Vita, beziehungsweise ein Dolce Vita und ein Dolce non-Vita inklusive dessen, was man so in Schlafzimmern zu treiben pflegte. Das einzige Problem war die Abhängigkeit seiner Tätigkeit vom Funktionieren seines Blutkreislaufs (Stichwort: Schwellkörper) und daher trat, je länger er bei Charlotte verweilte, seine ursprüngliche Absicht der, nennen wir es mal, Wesensveränderung immer mehr in den Hintergrund. Es machte sich der Gedanke, lieber als Mensch zu vögeln als als Vampir fern zu sehen, in ihm breit.
„Hm“, machte Charlotte, als er das Thema ansprach. „Hm.“
Wohe registrierte eine gewisse Zurückhaltung. „Was heißt hm?“
„Das heißt, dass du als Lebender einem gewissen Verfall unterliegst, unschwer zu erkennen an einem sich zunehmend abzeichnenden Etwas.“ Sie zeigte auf seinen Bauch.
Wohe sah an sich herab und beschoss, nichts zu sehen. „Was ist da?“
„Das Hm. Hast du eigentlich mal über Sport nachgedacht?“
„Nee.“
„Meinst du, du könntest das mal machen?“
„Nachdenken? Klar, mach ich.“
„Hm.“
Sie saßen vor einem Café und Charlotte trug eine neue Ray Ban, tellergroß, und ein tief sitzendes Basecap, aber dennoch glaubte Wohe, ein Stirnrunzeln erkennen zu können. Wie auch immer: Sport trieb man, wenn man Weltmeister oder Olympiasieger oder so was werden wollte, aber bestimmt nicht, um ein nicht vorhandenes Bäuchlein zu morden. Da kaufte er lieber einen Batzen neuer T-Shirts. Mit dem einen oder anderen x vorm l kaschierte man auch noch so großen Umfangszuwachs. Das Thema würde er in Zukunft irgendwie umschiffen müssen.
Und was das Weiterleben betraf: dito.

Sie lagen im Bett und Charlotte hatte sich an ihn geschmiegt. Ihr Kopf lag in seiner Halsbeuge und sie spielte hier und da an ihm herum. „Ich habe übrigens einen Job für dich.“
„Was? Für mich?“
„Bei uns in der Blutbank brauchen wir jemanden, der Blut abzapft und verteilt. Dafür bist du genau richtig.“
„Wieso das?“
„Weil du ohne das Blut“, sie bewegte eines seiner Körperteile hin und her, „nix mehr auf die Reihe kriegst.“
So, so. Was sagte ihm das? Egal, er liebte lieber lebend und verzichtete auf Fremdblut.
Nach einiger Zeit begann Sie ein wenig zu schmatzten. Erstaunlich: es tat überhaupt nicht weh.

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Elisa
Eselsohr


Beiträge: 228



BeitragVerfasst am: 12.04.2022 18:46    Titel: Re: Liebesgrüße eines Vampirs (meine nicht eingereichte "Verrufen"-Geschichte) Antworten mit Zitat

Hallo wohe,
ich habe deine Vampirgeschichte gern gelesen und ein paar Anmerkungen zum Textanfang dagelassen,
vielleicht ist etwas dabei. Nimm dir einfach, was du brauchen kannst.
Für deinen Humor bekommst du auf jeden Fall einen Daumen hoch
Liebe Grüße
Elisa

wohe hat Folgendes geschrieben:
Liebesgrüße eines Vampirs

Mann oh Mann, das dauerte ja ewig.
Wohe stand in seinem Wandschrank und wartete, dass endlich Ruhe einkehrte, aber nachdem seine Führung entschwunden war, folgte noch eine in einer, gelinde gesagt, sehr konsonantenaffinen Sprache, (das verstehe ich nicht) dann die Putzkolonne und ein zu guter Letzt kontrollierte ein schlüsselbewaffneter Angestellter alles Mögliche, aber (2 x hintereinander, anderes Wort, z. B. doch) zum Glück nicht seinen Schrank.
Jetzt war es endlich (doppelt) dunkel und still.
Vorschlag: Jetzt war es still. (Dunkel ist es doch schon)
Wohe nahm seine Taschenlampe und machte sich auf die Suche.
Im untersten (?) Keller war er schon und schlich, den Text des Tagebuchs im Kopf, in Richtung „... close to the last room in the south, where a litte recess contents a ... <unlesbarer Buchstabensalat>“. Tja, den Den Rest des Textes hatten sich die Jahre oder der Schimmel oder wer oder was auch immer geschnappt (Ausdruck passt nicht. Vorschlag: unleserlich gemacht).
War das hier der Raum? War hier überhaupt Süden? Tatsache Tatsächlich, eine kleine Nische, kaum zu sehen (kaum sichtbar), war in die Wand eingelassen. Er fasste hinein und fand (entdeckte / ertastete) einen beweglichen Vorsprung. Kurzes Zögern, dann - schließlich war er nicht 1500 km (steht unten noch einmal) den weiten Weg gereist, um dann nicht daran zu ziehen - zog er daran.
Vorschlag: Er zögerte nur kurz - schließlich war er den weiten Weg nicht umsonst gefahren -, dann zog er daran.
Woran zieht er eigentlich? Hat der Vorsprung einen Griff, ist da ein Seil.
An dieser Stelle liest es sich so, als hätte er erwartet den Vorsprung zu finden. Dann müsste es auch so formuliert sein:
Er fasst hinein und fand tatsächlich den gesuchten / den erhofften Vorsprung im Mauerwerk ...

Nichts geschah. Er zog noch einmal und wiederum geschah - nichts.
Vorschlag: Als nichts geschah, zog er kräftiger. Und noch einmal, aber die Wand bewegte sich nicht.
1500 km und die Flugkosten und extra Urlaub hatte er sich auch genommen.
Frustriert schlug er gegen das was auch immer und prompt zersplitterte etwas, (zu unkonkret, es entsteht kein Bild in meinem Kopf) ein Teil der Wand glitt zurück und ein schmaler Gang lag vor ihm.
Nichts wie hinein.
Ein Weg von ein bis zwei Minuten und er stand vor einer Tür.  Vorsichtig öffnete er sie und sah in einen großen Raum, hell erleuchtet durch einen brennenden Kronleuchter, mit weißem Teppichboden und einem gewaltigen Flachbildschirm vor einer ledernen Wohnlandschaft. Außerdem: ein Couchtisch, eine Anrichte und im Hintergrund standen ein offener Sarg und ein Ergometer. Ein Eine Tür schien in eine Küche zu führen, im TV lief Bonanza.
Das war mal ein Ensemble. (Ausrufezeichen)
„Guten Abend“, sagte der Mann, der sich aus den Tiefen seines Sofas schälte. „Setzen Sie sich, es ist gleich vorbei.“
Wohe tat, wie ihm geheißen und sah zu, wie Litte Little Joe seinem Gegner den Revolver aus der Hand schoss Komma während Hoss den seinen (den anderen Bösewicht ?) mit einem gekonnten Uppercut ins Reich der Träume beförderte. Dann kam der Abspann und der Mann schaltete den Fernseher aus.
„Sie scheinen nicht überrascht“, sagte Wohe.
„Das kann ich auch kaum sein, wenn Sie sich ausgerechnet in dem Schrank verstecken, in dem meine Überwachungskamera steht und so lange an meinem Bewegungsmelder herumfummeln, bis er abbricht.“ (Witzig!)
„Oh. Das wollte ich nicht.“ Wohe zückte sein Portemonnaie. „Selbstverständlich komme ich für den Schaden auf.“
Sein Gegenüber winkte ab. „Lassen Sie es gut sein. Ich habe noch genug davon. Sonderangebot bei Amazon. Zahle zwei, nimm drei und so. Erzählen Sie mir lieber, was Sie hier suchen.“
„Sie. Wenn Sie denn derjenige sind, für den ich Sie halte.“
„Und für wen halten Sie mich?“ (Nicht wiederholen, besser etwas anderes. Der Mann könnte z. B. eine auffordernde Geste machen)
Wohe bemühte sich um einen angemessen hoheitlichen Ton. „Für Vlad den Dritten Draculea, genannt Graf Dracula, seines Zeichens emeritierter Fürst und dienstältester Vampir. Habe die Ehre.“ Er verbeugte sich.
Der Mann hob entsetzt die Hände. „Ich Vlad Tepes? Vlad der Pfähler? Ich bitte Sie, sehe ich aus wie ein Barbar?“
Nun, glatt rasiert, streng nach hinten gekämmte Haare und mit Smoking und Fliege war die Ähnlichkeit mit Vlad dem Dritten tatsächlich nicht sehr ausgeprägt. Allerdings hatte er rote Augen - nun (doppelt), nobody is perfect. „Eigentlich nicht.“
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Miné
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BeitragVerfasst am: 13.04.2022 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Dein Stil und dein Humor sticht positiv hervor, aber ich musste den ersten Satz bereits mehrfach lesen, um den zu verstehen.  Habe ihn wie folgt umgeändert:  
Wohe stand im Wandschrank. Er wartete, bis die Putzkolonne weg war. Dann nahm er seine Taschenlampe und machte sich auf die Suche.

Der Rest des Textes blieb weiterhin schwierig. Vieles war nicht nachvollziehbar und ging rasant schnell. Wie zum Beispiel: Im untersten Keller war er schon und schlich, den Text des Tagebuchs im Kopf, in Richtung …Ich kam da echt nicht mit. „Unterster Keller? Kann mir darunter nichts vorstellen. Ich kenne nur Keller. Hier wäre es gut, darauf einzugehen, damit der Leser nicht in der Luft hängt.

Habe hier erst mal gar nicht verstanden, dass um den Tagebucheintra geht:
„... close to the last room in the south, where a litte recess contents a ... <unlesbarer Buchstabensalat>“. Tja, den Rest des Textes hatten sich die Jahre oder der Schimmel oder wer oder was auch immer geschnappt.

Und das ging zu schnell. Hatte das Gefühl, hier fehlen Informationen:
War das hier der Raum? War hier überhaupt Süden? Tatsache, eine kleine Nische, kaum zu sehen, war in die Wand eingelassen.  

Ab hier wurde es dann besser. Da kam dein Humor zum Vorschein: Er fasste hinein und fand einen beweglichen Vorsprung. Kurzes Zögern, dann - schließlich war er nicht 1500 km gereist, um dann nicht daran zu ziehen - zog er daran.
Nichts geschah.

Hatte aber auch weiterhin Probleme, der Handlung zu folgen. Du erzählst viel und rasant schnell, ohne, dass ich mir das richtig vorstellen kann.
Liebe Grüße Kommt noch was?
Minè
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wohe
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BeitragVerfasst am: 13.04.2022 12:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Elisa,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Er ist hilfreich.
Mein Gedanke war, den Text durch die Einschübe (Bemerkungen) aus der Perspektive (Gedankenwelt) des Protas lebendiger wirken zu lassen, was natürlich etwas flapsig, umgangssprachlich rüberkommt und  wiederholungsgefährdent ist.
Anscheinend kommt das aber nicht immer so gut an - muss ich mir merken.
Dass ich aber trotz mehrerer Korrekturlesungen immer noch nicht in der Lage bin, Fehler zu vermeiden, ist schon traurig.
Ein Glück, dass mein Deutschlehrer das nicht mehr mitkriegt.

MfG Wohe
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Selanna
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BeitragVerfasst am: 13.04.2022 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wohe,

Zitat:
eigentlich sollte dies eine Geschichte für die Ausschreibung „Verrufen“ werden, aber anscheinend bin ich einfach ein zu lieber Mensch (ich, jawoll!), um etwas Gruseliges zu schreiben.

Die Ausschreibung läuft doch noch bis zum 30.4.? Warum gibst Du jetzt schon auf?
Nimm hier alle Verbesserungsvorschläge mit, die Du kriegen kannst, und versuch es dann trotzdem, ja? Es ist unabschätzbar, was genommen wird und was nicht. Gib Deinem Text nicht von vornherein keine Chance.

Liebe Grüße
Selanna


_________________
Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. - William Somerset Maugham
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wohe
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BeitragVerfasst am: 13.04.2022 14:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Selanna,

danke für Deinen wohlgemeinten Rat.
Das Problem ist einfach, dass ich lieber nette Geschichten schreibe und mir stilistisch das Dialogorientierte eher liegt. Damit bekomme ich aber nichts Gruseliges hin. Ich hatte versucht, einem Ort beschreibend ein Schaudern erzeugendes Flair zu geben und erzeugte damit gemarterte Langeweile --> Klappt nicht.
Die Leute vom Ausschreibungsverlag gaben mir auf Nachfrage zu verstehen, dass sie schon gern hätten, dass man sich an die Ausschreibungskriterien hält.
Vllt. klappt es ja ein anderes Mal.

MfG Wohe
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Miné
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 36
Beiträge: 130
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 13.04.2022 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

wohe hat Folgendes geschrieben:


Ich hatte versucht, einem Ort beschreibend ein Schaudern erzeugendes Flair zu geben und erzeugte damit gemarterte Langeweile --> Klappt nicht.



Also meiner Meinung nach beschreibst du zu wenig. Gerade am Anfang. Es wird nicht klar, wo er ist. In einem Schloss oder im verfluchten 13. Zimmer irgendeiner verhexten Katakombe ...
Stattdessen steht er prompt vor einer Wand und findet scheinbar einen geheimen Zugang. Das kommt zu schnell. Zumal der Zugang geheim sein soll.
Liebe Grüße Kommt noch was?
Minè
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wohe
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Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 13.04.2022 17:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Miné,

ich habe mich unklar ausgedrückt.
Der von Dir zitierte Versuch einer gruseligen Beschreibung ist nicht identisch mit dem Euch vorgestellten Text, sondern bezieht sich auf einen vorherigen Versuch. Dessen Missglücken führte dann zur bewusst "ironisch" gehaltenen oben angegebenen Geschichte.
Du siehst: ich kann  nicht mal klar formulieren. Crying or Very sad Kopf an die Wand

MfG Wohe
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Nachtvogel
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Beiträge: 81
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BeitragVerfasst am: 15.04.2022 02:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wohe,

ich finde deine Geschichte gut! Sehr witzig beschrieben und die Dialoge sind super. An der ein oder anderen Stelle könnte man stilistisch noch was verbessern, aber insgesamt habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen. Natürlich ist sie aber eher witzig als gruselig. Vielleicht kannst du sie ja mal bei einem anderen Wettbewerb einreichen Wink

Liebe Grüße
Nachtvogel
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