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Der Narr, der den Riesen geblendet hatte


 
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anderswolf
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 850
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 31.03.2022 20:00    Titel: Der Narr, der den Riesen geblendet hatte eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

An jenem wie an jedem anderen Morgen stand Outis auf, wusch sich an dem Bach, trocknete seinen Leib und band sich den Schurz um die Hüfte. Er holte sich ein Stück Brot und trank einige Schlucke vom süßen Wasser, bevor er zu den Tieren ging.
Die Wachteln musste er suchen: sie versteckten sich gerne im Unterholz. Mit einigen Bröseln des harten Brotes jedoch konnte er sie hervorlocken. Die größte und wohl älteste Wachtel, vielleicht auch die Mutter der übrigen neun, pickte ihm eine große Krume direkt aus den Fingern, danach schmiegte sie ihren Kopf in seine Hand. Outis hatte sie Gedächtnis genannt in der Hoffnung, dass wie sie auch seine Erinnerungen sich einmal locken ließen und zu ihm zurückkehrten.
Eine Weile saß er zwischen den gurrenden Vögeln und streichelte ihre Köpfchen, bis sich die Ziege näherte, der er den Namen Vergessen gegeben hatte. Sie musste er nie suchen, sie fand ihn an jedem Tag ohne sein Zutun. Vergessen meckerte leise, stupste seine Hand mit den Nüstern an, bis er den Rest des Brotes freigab, das sie mit Knuspern und Knirschen zerbiss und dann schluckte. Wieder stupste sie ihn an, erst sanft, dann fordernder, doch Outis sagte: „Ich habe nichts mehr.“ Da ließ sie von ihm ab und trottete wieder fort.
„Ich habe nichts mehr“, wiederholte Outis und sah den Wachteln nach, die wieder im Unterholz verschwanden, um dort nach Würmchen, Gräsern und Samen zu picken. Dann stand er auf und ging wie an jedem anderen Morgen ans Ufer, um in der Sonne zu sitzen und das Meer zu betrachten.

Seit Wochen, Monaten oder Jahren schon war Outis nun hier zu Gast bei Hirte und Jägerin und ihrer stets vor ihm verborgenen Mutter. In seiner Zeit hier hatte er letztere noch nicht gesehen, weilte sie doch beständig in dem kleinen Hain aus Zypressen, Weiden und Erlen, den zu betreten er bislang vermieden hatte. Dort buk sie das Brot, und sie molk auch die Ziege und verarbeitete die Milch zu Käse, den ihre Kinder ihm brachten, zusammen mit Obst, Gemüse, Oliven und Wein. Sie hatte ihm auch ein Tuch gewebt, das er abends um sich legte, wenn Hirte ihn besuchen kam und ihn seine Lieder zu singen lehrte. Manchmal setzte sich auch Jägerin zu ihnen und unterhielt sie mit Geschichten. Die meisten Abende aber verbrachte Outis allein an seinem kleinen Feuer und folgte dem schläfrigen Mäander seiner Gedanken.

Am Abend jenes Tages setzten sich Hirte und Jägerin zu Outis. Jägerin erzählte von einem Narren, der einen Riesen zu blenden versucht hatte, dann wob Hirte auf der Lyra eine in sich verschlungene Melodie. Outis hört eine Weile zu, dann sagte er: „Ich kann mich an Sterne erinnern und an den Mond. Die Nächte früher sind nie so dunkel gewesen.“
Tatsächlich hatte er in all seiner Zeit hier noch keinen einzigen Stern gesehen, der Himmel wurde nach Sonnenuntergang stets so finster wie das Innere seines Kopfes. Outis hatte das nicht hinterfragt, hatte es als weitere Selbstverständlichkeit hingenommen, doch nachdem er früher am Tag die fremde Küste gesehen hatte, waren ihm alle Selbstverständlichkeiten abhandengekommen. Ihm war zumute gewesen, als habe ein Boot den Berg einer Welle erklommen und sei dann am höchsten Punkt über den Kamm gekippt, um wieder hinab zu sinken ins Wellental. Angesichts des Festlands auf der anderen Seite des Meeresarms hatte er erkannt, dass der Boden unter seinen Füßen weder fest noch Land war.

Am Abend jenes Tages also sagte er zu Hirte und Jägerin: „Ich habe heute Land gesehen, zu weit entfernt, um hinüber zu schwimmen, aber doch Land. Ich mag mir selbst ein Niemand sein, aber ich weiß mit der Gewissheit eines Lebenden um das Schlagen des eigenen Herzens, dass es dieses Land gestern dort nicht gab.“
Hirte und Jägerin sahen Outis an mit ihren strahlenden Augen, die nicht vom Licht der Flammen glänzten, sondern von innen heraus, als brenne in ihnen ein ganz eigenes Feuer, silbern bei Jägerin und golden die Augen von Hirte. Wäre dieses Strahlen nicht gewesen, Outis hätte die beiden für die schönsten aller Menschen halten können: jung und kraftvoll, makellos mit seidenglatter Haut und schimmerndem Haar; diese Augen aber, mit denen die beiden ihn ansahen, verrieten ihre Unmenschlichkeit: Sie waren Götter, die ihn zu sich genommen hatten, um ihn mit der Leere in seinen Erinnerungen zu quälen.
„Den halben Tag habe ich nach Erklärungen gesucht. Das Land kann nicht über Nacht aus dem Meer aufgestiegen sein, also müssen wir uns bewegt haben. Doch wie? Sind wir etwa nicht auf einer Insel, fragte ich mich und fand: Nein, denn das hier“, er schlug auf den Boden, der nun, da Outis um die Nichtinseligkeit wusste, für ihn spürbar zurückfederte, „ist keine Erde, und doch wachsen Blumen und Büsche und Bäume darauf. Ich kann in einem glatten Kreis an der Meereskante entlanggehen, doch nirgends eine Bucht, nirgends eine Anse, nichts, das den Saum des Ufers durchbricht. Unter der Wasseroberfläche aber habe ich große eingewölbte Flächen entdeckt, wie Bootsrümpfe, doch ohne Planken, Spanten oder Mastschuh.“
Mehr um diese Kehlung sich selbst zu verdeutlichen als dem Hirten und der Jägerin, legte er die Hände an der Seite der kleinen Finger aneinander, als wolle er Wasser schöpfen, doch als ihm auffiel, wie sehr diese Geste einer Bitte um Mildtätigkeit glich, ließ er die Hände fallen und hob stattdessen die Augen, um sich mit dem Mut des Verzweifelten den glühenden Blicken der Götter zu stellen.
„Ich bin zu einem Schluss gekommen, zu einer Erkenntnis so einfach wie widersinnig: Das hier“, er schlug erneut auf den Boden, „ist eine Blüte, groß genug, um einen kleinen Wald zu tragen. Und ich sehe keine Sterne und keinen Mond, weil sich diese Blüte abends schließt und so die Nacht vor meinen Augen verbirgt.“

Hirte sagte leise zu seiner Schwester: „Ich sagte doch, er ist schlauer als du denkst.“
Und Jägerin sagte ebenso leise zu ihrem Bruder: „Doch ist er schlau genug, um zu verstehen?“

„Was ich nicht verstehe, ist: Warum? Ich zweifle nicht daran, dass Ihr in Eurer Göttlichkeit auch eine Blume von der Größe eines Kriegsschiffes erschaffen könntet; doch warum bin ich hier? Was habe ich Euch getan?“ Und da erfasste Outis ein Schrecken. „Oder bin ich doch schon gestorben und glaube nur, mein Herz schlagen zu spüren?“
Da erhob sich Hirte, umrundete das Feuer und hielt Outis die Hand hin, um ihm aufzuhelfen. Ohne nachzudenken, ergriff Outis die Hand des Gottes. Erst zu spät fiel ihm ein, dass er, der Sterbliche, noch nie den Unsterblichen berührt hatte, und Entsetzen lähmte ihn. Doch Hirte, dessen Hand sich anfühlte wie die eines zwar starken, aber dennoch gewöhnlichen jungen Mannes, zog ihn ohne Mühe auf die Beine. Und dann war da auch schon Jägerin, die seine andere Hand nahm, mit festem, weniger freundlichem Griff. Nebeneinander standen sie vor ihm, hinter ihnen das auflodernde Feuer, das Outis' Blick auf sich zog, so dass er die Götter vor ihm kaum noch ausmachen konnte. Ihre Stimmen jedoch schmolzen ihm durch Haar und Haut und Knochen und Mark direkt in seine Gedanken.
„Zwar bist du dem Tode nah“, sagte Jägerin. Und Hirte sagte: „Doch dein Leben ist noch nicht vorbei.“
Und hinter ihnen und hinter dem Feuer, das noch einmal aufbrannte und dann in sich zusammenfiel, sagte eine Frau, die niemand anderes als die lang verborgene Mutter der göttlichen Zwillinge sein konnte: „Noch bist du fern der letzten Ufer, noch ist dein Werk nicht ganz getan.“
Outis‘ Sicht war noch geblendet von den Flammen und doch erfasste sein Geist im Dämmerlicht der glimmenden Kohlen die Gestalt dieser Frau: sie hielt sich aufrecht mit dem Stolz einer Königin, ihre Hände jedoch hatte sie in einer Geste des Willkommens geöffnet. Ein Teil von Outis' Geist ahnte, dass diese Frau schön sein musste, ihr Gesicht allerdings war, als trauerte sie, hinter einem schwarzen Schleier verborgen. Als sie sprach, war ihre Stimme honigsanft: „Du bist aus freien Stücken unser Gast, und es steht dir frei, uns zu verlassen, wann immer du willst.“
„Warum aber kann ich mich nicht daran erinnern?“ Outis hatte Schwierigkeiten zu sprechen, nicht nur der Erhabenheit eines vermeintlichen Sakrilegs wegen, sondern auch, weil es ihn alle Kraft kostete, nicht in Tränen auszubrechen. „Habe ich Euch etwa ums Vergessen gebeten?“
„Ja, mein Kind“, antwortete die Verschleierte, „ja, das hast du.“
Und dann war sie bei ihm und schloss ihn in ihre Arme und er weinte, wie er lange nicht geweint hatte. Alles in ihm krampfte sich um sein heftig schlagendes Herz, sein ganzer Körper bebte unter dem Ansturm einer Verzweiflung, die er bis eben noch nicht in sich gekannt hatte. Bilder stiegen in ihm auf: Wunden an seinem Leib, an seinen Händen fremdes Blut, Körper, über die er hinwegstieg, seine Waffe schwingend, schreiend, fluchend, weinend. Er sah sich selbst töten, wahllos auf Lebende, Sterbende und Tote einschlagend, um sich herum Dutzende Soldaten, die im abgehackten Flackern einer brennenden Stadt fliehenden Männern, Frauen und Kindern nachjagten. Er stand inmitten von Leichen, und er hörte sich lachen, und er erkannte den Wahnsinn darin, und er verstand, warum er hatte vergessen wollen, und dann er erinnerte sich an mehr.
„Ihr wart dort“, sagte er, seine Stimme nur noch ein Flüstern. „Ich habe Euch gesehen. Ich habe gegen Euch gekämpft.“
„Ja“, sagte die Frau hinter dem Schleier, „wir waren dort und wurden Zeugen deines Mordens.“
Outis entwand sich der ebenso tröstenden wie schrecklichen Umarmung. „Und doch habt Ihr mich hier aufgenommen und mir die Seligkeit des Vergessens geschenkt?“
„Wir haben dir eine Zuflucht gegeben, als du uns darum batest, aber nicht wir haben deine Erinnerungen genommen. Das hast du selbst getan. Du wolltest dich vergessen.“ Die Verschleierte trat beiseite, so dass er hinter ihr einen abgeflachten Hügel sehen konnte, auf dem der Körper eines Mannes lag, durchscheinend wie aus mattem Licht gewebt. Outis erkannte, als er nähertrat, sein eigenes Gesicht auf diesem Mann: hager mit schütterem, von grauen Strähnen durchzogenem Bart, über einer durchfurchten Stirn langes, schwarzes Haar mit Silberfäden darin. Der Mann, der Outis' Züge trug, schien zu schlafen, doch was er träumte, quälte ihn sichtlich.
„Du warst ein flaches Boot auf einem tiefen Meer, überladen mit Reue. Sie drohte, dich ins Nichtsein hinabzuziehen. Ein Rest von Weisheit rettete dich: All das vergossene Blut sollte nicht für nichts gewesen sein. So entkamst du dem Tod, so entkam dir die Welt. Sieben Jahre sind vergangen ohne dich.“
„Werde ich zurückkehren?“ Outis deutete unbestimmt auf den zitternden Mann. „Muss ich dieses Leben wieder aufnehmen? Kann ich es überhaupt? Sollte ich es wollen?“
„Es ist das Glück der Sterblichen, nichts über ihr Schicksal zu wissen. Wir werden dir nichts befehlen, wir werden dir nichts raten. Du wirst tun, was du willst.“
„Aber Ihr seid Götter!“ rief Outis aus und bereute sofort seinen Ausbruch. Ruhiger sagte er: „Ihr besitzt die Macht über Leben und Tod, Ihr habt gewiss auch Macht über mich.“
„Es ist wahr, wir verfügen über mehr Kenntnisse und Möglichkeiten als die Sterblichen. Doch auch uns sind Grenzen gesetzt. Auch wir beugen uns einem Schicksal. Wir tragen die Last der Unsterblichkeit und die Bürde von Wissen, Wahrheit und Erinnerung.“
Und die Jägerin, die in dem Moment, in dem sie sprach, neben Outis trat, sagte: „Wir können töten, und jedes Leben, das wir nehmen, ist unauslöschlich in unsere Seele eingeschrieben.“
Und der Hirte, der bis eben noch nicht wieder neben Outis gestanden hatte, sagte: „Wir können heilen, und jene Leben, die wir retten, sind unentwirrbar mit unserer Seele verbunden.“
Und die Frau mit dem Schleier sagte: „Richteten wir über dich, machte es das Leid, das du verschuldet hast, geringer? Nähme es den Trauernden ihr Leid? Wäre die Welt ein besserer Ort?“
„Nein“, sagte Outis, das Wort bitter in seinem Mund und bitterer noch seine Gedanken. Doch sagen konnte er nur: „Nein.“ Und dann: „Ich will zurückkehren.“
Und alle drei, Hirte, Jägerin und verschleierte Frau, sagten zugleich: „So sei es.“

Da erlosch das Glühen der Glut und hoch über ihnen brach ein Licht durch einen Spalt in der Finsternis. Outis blickte hinauf in einen achtzackigen Stern aus hellblauem Himmel, dessen Kanten sich rasch verlängerten und bis auf den Horizont herabsanken, während die Lichtlosigkeit mehr und mehr ausblich und nur das Licht eines Morgens zurückließ, als die Blütenblätter unter der Wasserlinie verschwanden. Und auch die Bäume, Sträucher und Blumen waren fort.

Outis stand im Zentrum einer kreisrunden Ebene, die bewachsen war mit weißblühendem Klee und gelbdoldigem Kraut. Neben ihm standen Hirte und Jägerin, vom Tageslicht durchschienen. Ihre Mutter war nicht mehr zu sehen. Zwischen ihnen sprudelte eine Quelle aus vier Öffnungen einer niedrigen Aufwölbung.
Erinnerungen stürzten auf Outis ein: die Jahre des Kriegs, das Taktieren, das Gemetzel, die Opfer davor und danach. Aber auch an das Leben, das er früher geführt hatte, erinnerte er sich, als König an einem eigenen Hof mit einer ihn liebenden Frau und einem kleinen Sohn. Und dann auch an den Moment kurz vor seinem Vergessen, an den Schatten einer Frau mit einem Schleier, die zu ihm von der Macht der vier Quellen gesprochen hatte. Die erste bringe den Tod, hatte sie gesagt, und die zweite das Vergessen und die dritte … Doch Outis war schon auf die Knie gefallen, hatte die Hände wie eine Schale ins Wasser getaucht und getrunken. Geschöpft und getrunken, geschöpft und getrunken. Geschöpft und …
All diese Gedanken türmten sich wie Felsen auf die Ruhe in seinem Inneren. Kurz stach ihn die Sehnsucht nach dem Stupsen einer Ziege und dem Gurren der Wachteln. Alles war so einfach gewesen, so konsequenzenlos unwichtig.
Doch Outis bat nicht um die Gnade erneuten Vergessens, sondern ging in Begleitung der geisterhaften Zwillinge zur Meereskante, wo er sein Boot an einer speerartig aufragenden Blütenzunge befestigt fand. Hirte reichte ihm einen Wasserschlauch und Jägerin einen Sack mit Proviant. Outis bedankte sich wortlos, kletterte in das Boot, setzte das Segel und überließ sich dem Westwind.

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Phenolphthalein
Geschlecht:männlichReißwolf


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BeitragVerfasst am: 31.03.2022 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inkognito,

hier kann ich es kurz machen: Stark. Ich bin beeindruckt. Viele Dank für die Geschichte.

Liebe Grüße,
Pheno


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Nichts ist leichter, als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht; wie hingegen nichts schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss.

-Arthur Schopenhauer
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1710



BeitragVerfasst am: 01.04.2022 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Die Geschichte an sich gefällt mir, ein bisschen mehr Meerbezug wäre schön.
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Minerva
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 717

DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 01.04.2022 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Entspannend zu lesen, allerdings fällt mir während des Lesens ein, was die Themenvorgabe war:

Zitat:
Fern der letzten Ufer
Deine Geschichte muss ausschließlich auf dem Meer spielen.

Er wäscht sich an einem Bach, hier sind Tiere, Haine mit Zypressen.
Hm ... Allerdings ist der Beitrag akzeptiert worden von den Forengöttern und die Erklärung mit der Blüte kommt noch, und die finde ich höchst außergewöhnlich!

Also, alles gut.

Ich mag die Geschichte, sie ist sanft, lieb, der Satzbau und die Art, lullen mich angenehm ein, sie macht neugierig beim Lesen. Erfüllt die Phantastisch-Kriterien sehr gut.

Ich würde wirklich gern wissen, wer das geschrieben hat smile

Dafür gibt es: 7 Punkte


_________________
... will alles ganz genau wissen ...
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin

Moderatorin

Beiträge: 4438

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Der silberne Scheinwerfer Ei 4


BeitragVerfasst am: 01.04.2022 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe keine Geduld mit dieser Geschichte. Komm doch zur Sache, will ich ihr zurufen. Lass das mit der schnörkeligen Sprache und rede in einfachen, verständlichen Sätzen mit mir.

Ich versuche, mir selbst gut zureden, denke, dass hier bestimmt Schönes zu finden ist, wenn ich mich nur darauf einlassen könnte, aber das mit dem Einlassen fällt mir aktuell besonders schwer, daher hat es auch die Geschichte aktuell besonders schwer.


_________________
Don't play what's there, play what's not there.
Miles Davis
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d.frank
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Alter: 43
Beiträge: 1150
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 02.04.2022 00:59    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist etwas, das man mehrmals lesen kann. Und wahrscheinlich auch mehrmals lesen muss, um die volle Gestalt zu entfalten.
Es ist philosophisch und mystisch, auch ein bisschen märchenhaft und gekonnt atmosphärisch.

Die blaue oder die rote Pille?
Und dass die Götter hier auftreten, als hätten sie nur im Geiste der Sterblichen Macht.
Das ist als würde sich die Geschichte selbst so ein bisschen aufheben, also, das, was sie erzählt, gleichzeitig als Traum und Wahrheit  definieren, und das finde ich bemerkenswert.

Ist dabei geblieben: Hallo Siegertext. Ich werde dich sicher in Erinnerung behalten und ich mag, wie du das Genre in Dir vereinst.

Erbse, weil ich nochmal da war:  
Zitat:
Nichtinseligkeit


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Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Murnockerl
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Beiträge: 230
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 02.04.2022 06:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag die Details am Anfang (die Namen von Ziege und Wachtel) und die Merkwürdigkeit des Settings. Auch der Stil ist flüssig und gut zu lesen. Am Ende löst sich das Geheimnisvolle der Geschichte aber für meinen Geschmack in eine zu offensichtliche Moral auf - alles wird sehr direkt erklärt, gleichzeitig bleibe ich zum Schluss mit dem Gefühl zurück, trotzdem nicht wirklich etwas über Outis und seine damaligen Beweggründe erfahren zu haben. Warum hat er Leute ermorden lassen? Wie hat er seine Taten vor sich selbst gerechtfertigt? Wie kam er von dem Punkt, lachend Leute niederzumetzeln, zum Moment der Reue und zum Wunsch des Vergessens? Antworten darauf hätten mich sehr interessiert und Outis' früheres Selbst von einem generischen Tyrannen in einen gefühlt echteren Menschen verwandelt.

Ich habe außerdem das Gefühl, das Thema wurde elegant umgangen. Das ist für mich in der Frage Gefallen/Nicht-Gefallen zwar nicht wirklich relevant, aber trotzdem ein Punkt, den ich bei der Wertung zu berücksichtigen versuche.
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Elisa
Eselsohr


Beiträge: 226



BeitragVerfasst am: 02.04.2022 10:26    Titel: Der Narr, der den Riesen geblendet hatte Antworten mit Zitat

Eine wunderbare Geschichte, die es verstanden hat, mich von Anfang an mitzunehmen.
Sie hat mich berührt und ich habe sie mit Genuss gelesen.

Ich sehe alle Vorgaben erfüllt, für Kreativität und den Schreibstil gehört sie für mich aufs Treppchen!
Ich gebe dir 10 Punkte.

(Ich mag auch die Einfachheit der Namen: Gedächtnis, Vergessen, Hirte, Jägerin)
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Heidi
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 41
Beiträge: 1375
Wohnort: Hamburg
Der goldene Durchblick


BeitragVerfasst am: 02.04.2022 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Outis ist in einer Zwischenwelt gelandet, die gänzlich aus Wasser besteht. Er lebt auf einer Blüte, die sich nachts schließt. Das weiß er zunächst nicht, aber die Götter Hirte und Jägerin sind bei ihm und erzählen davon, dass er sich nicht auf Festland befindet, sondern auf eben dieser Blüte durch das Meer schwimmt. Ihm wird berichtet, dass er beinahe tot ist, aber noch nicht gänzlich. Eine Frau taucht auf, sie befindet sich hinter einem Schleier. Von ihr erfährt Outis, dass er sie darum gebeten hat, zu vergessen. Er wollte vergessen, weil er getötet hat.
Mittlerweile sind aber sieben Jahre vergangen - Outis steht es frei, wieder zurückzukehren und genau das möchte er auch tun.
Göttin und Gott begleiten ihn und er segelt zurück in sein altes Leben.

Diese Geschichte erzeugt sehr schnell, sehr tiefe Bilder. Es wird eine sanfte Stimmung deutlich. Ich empfinde die Zwischenwelt förmlich, während ich lese und auch den Hauch von Mystik, die mit den Figuren mitschwingt.
Ein wenig ist es so als wäre ich im Reich der Elben gelandet und das mag ich.

Was Fragen bei mir aufwirft ist der Titel. Ich kann ihn nur mit größter Mühe dem Geschriebenen zuordnen. Outis als Kämpfer - als großer Kämpfer vielleicht? Also als Riese, der sich als Narr selbst blendet?
Und dann ist da noch das Ende, das etwas abrupt kommt nach der sehr intensiven paradiesischen Welt. Da hätte ich mir ein wenig sangte Begleitung in Form einer Überleitung in die rohe, kalte Welt zurück gewünscht.

Zitat:
Und dann war sie bei ihm und schloss ihn in ihre Arme und er weinte, wie er lange nicht geweint hatte.


Die Melancholie gepaart mit der üppigen Fülle und Geborgenheit des Paradieses ist einfach zauberhaft.

Wegen der Stimmung bekommt dein Text zwei Punkte.
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 49
Beiträge: 4864
Wohnort: Nullraum
Das goldene Rampenlicht Das silberne Boot
Goldenes Licht Weltrettung in Silber


BeitragVerfasst am: 02.04.2022 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Mein lieber unbekannter Autor,

Kraft meines Amtes als Literaturgegenpapst aus dem Paralleluniversum jenseits des Schwarzen Lochs muss ich Ihnen mitteilen, dass das keine Auf-dem-Meer-Geschichte ist und ich deshalb Punkte abziehen muss. Auch wenn Sie es trickreich zu wenden versuchen, die Geschichte spielt nicht auf dem Meer und dieses Auf-dem-Meer-Sein hat für die Geschichte auch keinerlei Relevanz. Die hätten ihn genauso gut auf den Olymp holen können, ins Tartarus oder wohin auch immer, es würde an der Geschichte nichts ändern.

Die Grundidee finde ich allerdings nicht schlecht, der kriegerische König, der seine Schuld nicht mehr erträgt und und aus der Quelle der Lethe trinkt (ich nehme mal an, die Unterweltflüsse der griechischen Mythologie sind gemeint) um ins Vergessen zu fliehen. Der Narr und der geblendete Riese sind damit ein- und diesselbe Person. Beim Lesen überkam mich aber immer mehr das Gefühl einer gewissen Langatmigkeit, um nicht Langweile zu sagen. Für einen philosophischen Text hingegen sind mir die Erkenntnisse, die er liefert, etwas zu dürftig.   

Noch sind die Punkte allerdings in Superposition und werden erst verteilt worden sein, wenn ein Beobachter in diesen Spoiler schaut: Leider keine Punkte

Mit verdammenden Blicken,
Ihr unfreundlicher Literaturgegenpapst aus dem Paralleluniversum

Was fürchten Schriftsteller am meisten? Mehr als Hexen, die Rache der Natur, Cthulhu, das Meer selbst oder den Wal mit Pfeife? Jetzt weiß ich es!

Hallo Leute, Veith hier. Ich weiß nicht genau, was da passiert ist, anscheinend wurde mein Konto gekapert, dabei war mein Passwort so sicher! Tut mir leid, wird nicht wieder passieren, ich habe es jetzt durch ein noch sichereres ersetzt. In der Zwischenzeit hat irgendeine seltsame Entität die Kommentare und Bewertungen für mich übernommen. Kommt wohl dabei raus, wenn hier so viele im Vorfeld mit Schwarzen Löchern rumgespielt haben. Weil ich zu faul war, selbst noch was zu schreiben, habe ich die gehackten Kommentare und Bepunktungen so stehenlassen – ich bin sicher, dieses Wesen hat bestimmt nichts böse gemeint und wollte nur spielen.


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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Abari
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Alter: 41
Beiträge: 1570
Wohnort: ich-jetzt-hier
Der bronzene Durchblick


BeitragVerfasst am: 03.04.2022 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber schreibe ich zu Anfang eine Kürzestzusammenfassung, damit ich mich dann beim Bewerten besser orientieren kann:

Outis wird mit göttlicher Hilfe [Hirte, Jägerin und Mutter] aus dem Meer des Vergessens zurück ins Leben gesetzt. Seine Blutschuld ist so groß, dass er erst zögert, aber dann heldenhaft sein Schicksal auf sich nimmt.

Die Sprache ist eigenartig altertümlich, angelehnt an die alten Texte, deren sprachliche Wucht aber nicht erreicht wird (was mE einfach an der längeren Geschichte der alten Mythen liegt). Auch klingen sowohl biblische (David und Goliath, Nebukadnezar) als auch griechische (verschiedene Figuren) Mythologie an. Das Meer ist mir zu verborgen gesetzt. Und obwohl ich das Obsolete mag, ist es mir hierin zu viel. Wir leben in der Erzählstruktur des 21. Jahrhunderts, da passt es irgendwie nicht, mythologische Kraft und barocken Schmelz miteinander vermählen zu wollen. Da bedarf es einer Entschiedenheit.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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weltverbesserer
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BeitragVerfasst am: 03.04.2022 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe die Geschichte etliche Male neu angefangen zu lesen, bis zur Mitte und dann wieder zurück zum Anfang. Ich habe nicht mit Sicherheit herausgefunden, wer Outis ist. Das Meer, dass vergessen hat, dass es das Meer ist? Oder doch nicht? Oder er erinnert sich nur an das Meer? Ich finde es anstrengend so zu lesen, deshalb kann ich die Geschichte nicht bewerten. Ich sehe die Kriterien nicht erfüllt. Die Geschichte spielt in meiner Wahrnehmung nicht auf dem Meer.
Was ich schade finde, denn der Erzählstil klingt wirklich gelungen und ich kann mir gut vorstellen, etwas anderes aus dieser Feder zu lesen.
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John McCrea
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Alter: 48
Beiträge: 165
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 03.04.2022 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Eine handwerklich sehr gut geschriebene Geschichte. Sie hat bei mir funktioniert.
Zwischenzeitlich stieß mir der moralische Gehalt ein wenig auf.

Es gibt wirklich Vieles, das mir gefällt, die Namen der beiden Nebenakteure, das langsame Erwachen und Bewusst-Werden mit dem Protagonisten und vieles weitere.

Nicht stimmig dagegen empfinde ich die Abschlusshandlung. Ihr wird im Vergleich zur Vorgeschichte zu wenig Zeit eingeräumt, als dass sie richtig wirken könnte. Das ist schade.

Sehr gerne gelesen. Daher meine 10 Punkte.


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Taranisa
Geschlecht:weiblichExposéadler

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Beiträge: 2086
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 04.04.2022 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Bis zur Lösung des Rätsels dachte ich: Oh, Thema verfehlt. Eine im Meer treibende Riesenblüte ist mal was anderes. Jemand, der nachträglich doch die Verantwortung für sein Tun übernimmt, ist auch nicht alltäglich.

_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
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Globo85
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Alter: 37
Beiträge: 544
Wohnort: Südwesten


BeitragVerfasst am: 04.04.2022 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Ziege namens Vergessen.

Vorgaben:
Phantastik? In ihrer Reinform. "Fern der letzten Ufer"? Auf jeden Fall. "Auf dem Meer"? Beim ersten Lesen habe ich lange gezweifelt. Aber doch, das ist sehr schön gespielt mit der Vorgabe.

Eindrücke:
Das gefällt mir ja wirklich wahnsinnig gut. Ein Mann, der seine Familie verlor, zum Schlächter wurde, findet Ruhe auf einer Götter"insel", die einer geschlossenen Seerose gleich übers Meer schippert. Will sich doch erinnern und realisiert, dass das Vergessen keine Lösung sein kann. Mystisch erzählt, in ruhigen klaren Sätzen, die ein zauberhaftes Bild malen. Einmal mehr in diesem Wettbewerb frage ich mich, warum die Geschichte es nicht noch weiter nach vorne gepackt hat und finde darauf keine Antwort. Einen Titel gibts aber doch von mir und zwar den für den besten Titel im Wettbewerb!

Lieblingsstelle:
Zitat:
Und die Jägerin, die in dem Moment, in dem sie sprach, neben Outis trat, sagte: „Wir können töten, und jedes Leben, das wir nehmen, ist unauslöschlich in unsere Seele eingeschrieben.“
Und der Hirte, der bis eben noch nicht wieder neben Outis gestanden hatte, sagte: „Wir können heilen, und jene Leben, die wir retten, sind unentwirrbar mit unserer Seele verbunden.“


Fazit:
Mein vierter Platz. 7 Punkte.
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Jenni
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4193

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 04.04.2022 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Outis lebt im abgeschiedenen Paradies, bis er eines Tages merkt hier stimmt was nicht und sich erschließt unter Göttern in einer Blüte des Vergessens zu leben. Am Ende stellt er sich seiner Schuld und seinem Schicksal. Mit fernen Ufern hat das eigentlich weniger zu tun (allenfalls als Metapher die auf fast alles passen würde). Outis besteht darauf, sich in seiner Traumwelt nicht auf festem Land zu befinden, was seinen Erinnerungsprozess auslöst, aber das ist nicht wirklich das Thema. Abgesehen von Thema und Wettbewerb: Die Sprache passt gut zur Geschichte, die Geschichte ist auch in sich (Figuren, Symbolik …) stimmig, meines ist sie nicht.
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tronde
Eselsohr


Beiträge: 462

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 05.04.2022 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Es waren durchweg gute Texte und aufgrund ihrer Verschiedenheit ist es mir sehr schwergefallen, sie gegeneinander abzustufen. Verschiedene Genres, verschiedene Ansätze von „Phantastik“, je nachdem, wo ich den Schwerpunkt hingelegt habe, war die Reihenfolge dann wieder eine andere.

8 Punkte. Jetzt nach oben wird es sehr subjektiv, ohne dass ich so recht sagen könnte, warum jetzt hier ein Punkt mehr oder weniger.
Sehr stimmiger Text, schöne Idee mit der Blüte. Schöne Sprache, Wortspiele.
Wo die Zeit auf der Blumeninsel in Niemandes Reise passt, weiß ich nicht. Trotzdem schön!

Danke für den Text!
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RAc
Klammeraffe


Beiträge: 647



BeitragVerfasst am: 06.04.2022 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe die Vorgabe hier nicht als erfüllt an (die Handlung soll sich ausschließlich auf dem Meer abspielen), deswegen kein weiterer Kommentar.
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Constantine
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3279

Goldener Sturmschaden Weltrettung in Bronze


BeitragVerfasst am: 07.04.2022 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour Inko

Es tut mir leid. Die Zeit hat nicht gereicht, um ein ausführliches Feedback zu verfassen.


Constantine
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 47
Beiträge: 684

Das goldene Schiff


BeitragVerfasst am: 07.04.2022 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ein sehr berührender Text über Schuld und Reue und den Schrecken des Krieges (bzw. jedweder Gewalttat). Es geht um Neuanfang und Akzeptanz, die Blume als ein Ort der Läuterung und Veränderung. Gefiel mir gut, Schuld und Reue ist eh so ein bisschen mein Thema, daher der Griff ins Punktsäckchen.
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Reimeschreiberin
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 154



BeitragVerfasst am: 07.04.2022 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Geschichte hat mich überrascht, weil sie eine komplett andere Herangehensweise an das Ausschreibungsthema wählt, als ich erwartet habe. Zwischendurch erschien mir der Text etwas zu langgestreckt und konstruiert. Gefallen hat mir das offen gelassene Ende, in dem Outis sich seinen Erinnerungen stellt und seinen Weg fortsetzt, ein Neuanfang?.
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Michel
Geschlecht:männlichBücherwurm

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Beiträge: 3438
Wohnort: bei Freiburg
Das bronzene Bühnenlicht Das goldene Niemandsland
Der silberne Durchblick Der silberne Spiegel - Prosa


BeitragVerfasst am: 08.04.2022 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Outis hat sich irgendwann in der Vergangenheit schuldig gemacht, war wohl ein Heerführer oder etwas in der Art. Jetzt sitzt er auf einer schwimmenden Insel, die gleichzeitig eine Blume ist, und setzt sich mit der Frage der Gnade des Vergessens auseinander. Am Ende entscheidet er sich gegen das Vergessen und übernimmt (wenn ich das richtig verstehe) die Verantwortung für sein Tun.
Fern der letzten Ufer? Die Insel schwimmt wohl mitten im Meer. Auf dem Wasser? Jaaaaa, das ist so ein Grenzfall, mit dem du die Lücken in der Textvorgabe fein ausgelotet hast. Gefühlt erfüllt die Geschichte den Buchstaben, aber nicht ganz den Geist der Vorgabe.


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Seit Dezember 2020 im Handel: "Ishabel", der zweite Band der Flüchtlings-Chroniken
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