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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Der Held der Ecke Fünfzigste


 

 
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NightDrive
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BeitragVerfasst am: 09.02.2022 18:40    Titel: Der Held der Ecke Fünfzigste eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Held der Ecke Fünfzigste

Oder: Du bist kein Held, es soll nicht sein


„Held sein…“, murmelte der Penner, seinen Blick auf die monströse Werbetafel gerichtet, welche dort hoch über den Baumkronen des St. Helens Parks an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste montiert war.
Es war eine neue Werbung für ein Stück im Broadway. Sie hatte „Grinsen statt Zinsen“ aus der Rotation geschmissen, und folglich - anstelle eines affig lachenden Mannes -, prangerte dort nun die Karikatur einer schlanken Frau in High Heels und rotem Minirock, welche martinitrinkend einen Großbrand löschte. Im Minutentakt wechselte die Reklame zwischen Aktienkursen, Schlagzeilen und Konsumgütern, und sprenkelte ihre Neonfarben durch eine der letzten verbliebenen Grünflächen von New Shire.
Drei Wochen war es her, dass die Lokalpolitik entschlossen hatte, den Penner seiner Heimat vor Haleys Wonderland (einem durchaus lukrativen Bettelort) zu berauben und in die Flucht in diesen Park des benachbarte Boxboro zu schlagen. Einem bedeutend dunkleren, lebloseren Bezirk, dessen Existenz von den Krawattenhemden genau so gerne unter den Teppich gekehrt wurde wie die der Obdachlosen selbst.
Der Penner vermisste das Leben der Einkaufszeile. Er vermisste die Menschenmassen und ihr unbändiges Geplapper, gleich des Plätscherns eines Rinnsals, der einer undichten Traufe entwich. Den Geruch der Straße. Den Hot-Dog Stand auf seiner Rechten und die Zuckerwatte-Maschine auf der anderen Seite der Zeile. Die so spezifisch unspezifisch riechende Parfumwolke, welche die Kunden aus den Türen der Drogerie von Haleys Wonderland auf lange Spaziergänge führten. Doch am meisten vermisste er die Reklamen, welche selbst die Nacht zum Tage machten. Unzählbar und in den schönsten Farben hatten ihre Motive und Slogans an den Wänden der Stadt getanzt und sich so in seinen Verstand geprägt.
Als er im St. Helens Park angekommen war, hatte der Penner sich erst einen der besseren Plätze auf der anderen Seite ergattert. Der breitere Weg lud mehr Spaziergänger ein und befand sich im Windschutz eines vollen Dickichts. Das Gras war grüner und die Aussicht schöner. Jedoch war der St. Helens Park seit Jahren nicht mehr Ziel von (überaus überfälligen) Restaurationen geworden. Die Beleuchtung war im besten Falle spärlich, und im Meisten nicht vorhanden. Keine Woche verging somit, bis der Penner die folgenschwere Entscheidung traf, seinen Platz mit einem anderen Penner zu tauschen und auf die andere Seite des Parks umzusiedeln. Einzig für das Neonlicht dieser monströsen Werbetafel, hoch über den Bäumen, an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste.
___


Yoga. Kickboxen. Doppelstunde Zumba, und da es heute angeboten wurde, noch eine halbe Stunde ‚Booty-Express‘. Durch und durch zufrieden mit sich selbst, befand sich die junge und wunderschöne Susan gerade auf dem Weg vom Fitnessstudio zu ihrer Arbeit. Die Nachtschicht hatte sie geliebt wie die Pocken, aber einmal zu oft hatte sie bereits Ausreden vorgeschoben, um sich derer zu drücken. „Warum gehst du nicht einfach vorher trotzdem zum Sport“, hatte sie am Morgen ihr pyjamatragendes Spiegelbild gefragt. „Auf der Arbeit sitzt du doch eh den ganzen Tag nur auf den Backen.“
So ergab es sich also, dass sich dieses schöne Mädchen ausgerechnet an jenem Abend zu Fuße auf dem Weg zur Arbeit befand, anstelle ihr üblich mit der Bahn zu fahren. Das Fitnessstudio war nicht weit von dem Seniorenzentrum, in welchem sie als Altenpflegerin arbeitete. Doch spürte sie mit jedem Schritt, dass ‚Booty-Express‘ ein Kurs zu viel des Guten war. Ihr Gesäß schmerzte; und dieses Viertel war ihr nicht geheuer. Nicht um diese Zeit.
Die Skyline war in samtes rot gehüllt, und von Minute zu Minute verschwand die Sonne hinter den steinernen Fassaden von New Shire. Susan war ein schlagfertiges und mutiges Mädchen, doch nun wurde ihr etwas mulmig zu mute, als sie sich dem Park näherte, welcher dort wie ein schwarzes Loch zwischen den ausgeleuchteten Alleen von Boxboro lauerte. Doch es war ja nicht mehr weit. Das Zentrum lag direkt dort hinten, unter der monströsen Werbetafel, hoch über den Bäumen, an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste.
___


„Held sein“, wiederholte der Penner. Es war ein schöner Gedanke. Wie oft hatte er sich schon die bizarrsten Geschichten ausgemalt, in welchen seine bedeutungslose Existenz wie ein Phoenix zu Asche verbrannte, und er als Held der Nation wiederauferstand. Seine Liebste war die Jene, in welcher ein Amokläufer das Haleys stürmen würde. Unbemerkt würde er sich von Hinten anschleichen und dem Übeltäter die Waffe entreißen, und ihn zu Boden treten. Er stellte es sich so oft vor, dass er sich beinahe wünschte, es würde wirklich passieren. „Ist das normal?“, fragte er sich. War es das?
Vielleicht war es schlicht eines dieser verrückten Symptome, welche die Menschheit sich unbewusst teilte. Wie das gestaltenlose Fantasiemännchen, das jeder Kinderseele innewohnte und bei Autofahrten mühelos im Parkour von Baum zu Baum und Stein zu Stein hopste. Die ungeschriebene Regel, kleine Blättchen von Hecken zu pflücken, wenn man an ihnen vorbeispazierte.
Gedankenverloren dachte der Penner an seine Zeit vor der Straße zurück. Wo war es alles schiefgelaufen? Warum konnte er kein Held sein? Er wusste, dass er dort in ihm schlummerte. Tief und fest. „Eines Tages…“, schwor er sich. Eines Tages sollte diese Welt von seinem Namen erfahren. Und wenn er dafür sterben müsste.
___


Es war nach einem vergewissernden Blick nach rechts und links gewesen - Susan huschte fix über die Kreuzung der Ecke Einundfünfzigste -, dass die Angst einsetzte. Es war ein ruhiger Septemberabend, und die Straßen waren leergefegt. Doch irgendetwas lungerte dort, und sie konnte es fühlen. Wie ein Kind, welches das Monster des Kellers witterte, so witterte sie das Monster dieser Dämmerung. Doch es war echt – echt, frech und dreist. Schlang seine kalten, unsichtbaren Klauen um ihren Nacken und flüsterte perfide Fantasien in ihr Ohr.
Mumpitz“, schüttelte Susan die Vorstellung aus dem Kopf und zog ihr Handy aus ihrem pinken Sportbeutel hervor, wie ein Kind, dass panisch das Licht des Kellers anwarf. Ihr Tempo hatte sich ihr unbemerkt erhöht und das rhythmische Klackern ihrer Absatzschuhe verstummte prompt, als sie die Parkanlage betrat. Sie wusste, dass ihr jemand auflauerte. Was folgte, war ein Kampf gegen ihren Stolz, einfach wieder umzukehren. Doch dieser Kampf würde just einen Moment zu lange dauern.
___


Dies war kein Viertel für eine solche Frau, um diese Uhrzeit, wusste der Penner - namens Samuel. Er erspähte sie aus seinem Augenwinkel, als sie soeben aus dem letzten Laternenlicht in die unbeleuchteten Schatten der runtergekommenen Parkanlage trat, und von ihrem roten Kleid und blondem Haar nur noch eine bloße Silhouette zu erkennen war.
Der Park erstreckte sich über zehn Block, und als sie fast bei ihm auf der Hälfte angekommen war, bemerkte er eine weitere Gestalt, im Windschatten der Frau. Samuel Thompson wollte sich eigentlich gerade in seinen Schlafsack verkriechen. Doch etwas sagte ihm, er sollte diese Gestalt beobachten. Sie hatte die Statur eines kräftigen Mannes, und den Gang eines Jenen, der nichts Gutes im Schilde führen konnte. Mit den Händen tief in ihren Taschen vergraben holte die Figur schnellen Schrittes auf. Er sah es soeben kommen, doch es passierte rasch. Mit einem Mal zog der Fremde seine Hände aus den Taschen, eine Pistole in der Rechten. Mit der Linken umschloss er den Mund der Frau, welche noch kurz ein gedämpftes Stöhnen hervorstieß, bevor er ihr das Eisen an die Schläfe presste.
In der Tarnung des Dickichts, und von einem ungeahnten Heldenmut befallen, schlich Samuel Thompson näher zum Ort des Geschehens. Der Übeltäter war gerade im Begriff, der schönen Frau das Kleid vom Leibe zu reißen und ihre Brüste zu entblößen. Dann hielt er es nicht mehr aus, und aus ganzer Leibesseele schrie er auf: „VERSCHWINDE!“.
Der heiße Stein, welcher in seiner Brust pochte, rutschte in den Magen. Ebenso erschrocken davon wie der Übeltäter, stürzte der obdachlose Kriegsveteran, Samuel Thompson sich aus der Tarnung des Buschwerks und in Richtung der Szene.
Ein Knall.
Für einen Moment spürte Samuel wie eine Flüssigkeit wie warme Milch aus seiner Brust hervorquoll, bevor sein Augenlicht erlosch. Die Schöne merkte, wie sich der betäubend enge Griff um ihren Mund löste, und der Albtraum so schnell in die Straßen von Boxboro floh, wie er auch erschienen war.
___


Es sollte keine Zehn Minuten dauern, bis das Blaulicht durch die Baumreihen flackerte und Rettungsdienst und Polizei am Tatort eintrafen.
Ein paar nächtliche Passanten und ein anderer Obdachloser hatten sich um die Frau versammelt, ihr eine Decke um die Schultern gelegt und versucht ihr Beistand zu leisten. Den Helden des St. Helens Park hatten sie in die stabile Seitenlage verfrachtet und seinen Plus überwacht.
Er lebte.
___


Wie der Rettungssanitäter später feststellte, hatte der Schuss seine Schulter penetriert. Er hatte eine gefährliche Menge Blut verloren, doch im Krankenhaus stabilisierte sich seine Lage schnell.
Bereits am nächsten Tag war er wieder ansprechbar, und – obwohl es ihm etwas schummerig war – hatte er einem Interview mit einem lokalen Radiosender zugesagt.
Wie Sardinen in einer Büchse hatte sich die Crew des New-Shire-Radio in sein Patientenzimmer gequetscht und ihn mit Fragen bombardiert.
„Menschen wie sie, ist was die Welt zur heutigen Zeit am meisten braucht“, sagte der adrette Mann im blauen Anzug schließlich. Mit einem väterlichen Grinsen auf dem Gesicht drehte er sich um, und zog ein großes Pappplakat hinter der Badezimmertür hervor.
„Ein Scheck. Über 50.000 Dollar“, verkündete er in sein angestecktes Mikrophon. Bevor Samuel Thompson auch nur die Gelegenheit bekam, sich zu bedanken, wurde ihm das Ding grob in die Arme gedrückt. Der Radiomoderator kniete neben ihm nieder und legte seinen Arm um seine noch stark schmerzende Schulter.
„Bitte lächeln“, forderte eine Fotografin auf.
Ein Bild, dass um die Welt gehen sollte.
___


Während all dessen saß der Penner dort wieder, an seinem Fleckchen, auf der anderen Seite des St. Helens Park. Wie angewurzelt von Geschehnissen der letzten Nacht starrte er auf den Tatort, das gelbe Absperrband um die Büsche gespannt. Noch einmal roch er an dem Stoff, welchen er dem armen Mädchen angeboten, und damit ihre entblößte Haut verdeckt hatte. Ihr Parfum erinnerte ihn an Haleys.
Held sein…“, murmelte er. Er konnte sich die Schlagzeile bereits ausmalen, wie sie bald dort oben leuchten würde. Dort, an der monströse Werbetafel hoch über den Baumkronen des St. Helens Parks, an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste.



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Anmerkung:

Huhu! Habe mich dann doch mal getraut, meine aller erste Kurzgeschichte hier online zu stellen. Wie ich auf dem "roten Teppich" sagte; Ich mochte das Schreiben und Lesen schon immer, hab es aber nie wirklich ausgeübt. Letzte Woche hatte mich die Lust doch wieder gepackt, und ich wollte es diesmal ernster angehen. Haltet jedoch nicht mit Kritik zurück, geht gerne auch auf Details ein, einige der "Stilmittel" die ich vermutlich missbraucht habe, und so weiter.

Über den Laufe der 4-5 Tage, in welchen ich diese kurze Geschichte geschrieben habe, habe ich mir einige Fragen gestellt. Ob ich das Wort "und" zu oft nutze, oder ob dies nur so wirkt, wenn man selbst darauf achtet. Ob der Perspektiven-Wechsel und Reveal am Ende gut umgesetzt wurde, oder ob es sich billig angefühlt hat. Ob die Beschreibung der Einkaufszeile over the top war, oder ob mir die Einbindung gelungen ist. Oder ob die gewollten Wiederholungen gewisser Sätze die Wirkung hatte, die ich mit ihnen erzielen wollte, oder ob gesessene Leser bei sowas nur noch die Augen verdrehen.

Und am allerliebsten würde ich wissen, welche "Bedeutung" ihr in dem Text gelesen habt, wenn überhaupt eine. Ich hatte einen zentralen Gedanken im Kopf, um welchen herum ich diese Geschichte formuliert hatte. Wäre sehr gespannt, ob dieser in Teilen bei euch angekommen ist!

Liebe Grüße,
Sebastian (NightDrive)

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HansGlogger
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BeitragVerfasst am: 09.02.2022 22:20    Titel: Re: Der Held der Ecke Fünfzigste Antworten mit Zitat

NightDrive hat Folgendes geschrieben:
Der Held der Ecke Fünfzigste

Oder: Du bist kein Held, es soll nicht sein



Drei Wochen war es her, dass die Lokalpolitik entschlossen hatte, den Penner seiner Heimat vor Haleys Wonderland (einem durchaus lukrativen Bettelort) zu berauben und in die Flucht in diesen Park des benachbarte Boxboro zu schlagen.

HG. Klingt holprig Vorschlag:
 und in diesen Park des benachbarte Boxboro zu vertreiben.


Seine Liebste war die Jene

HG: diejenige oder die jene

Und am allerliebsten würde ich wissen, welche "Bedeutung" ihr in dem Text gelesen habt, wenn überhaupt eine. Ich hatte einen zentralen Gedanken im Kopf, um welchen herum ich diese Geschichte formuliert hatte. Wäre sehr gespannt, ob dieser in Teilen bei euch angekommen ist!

Liebe Grüße,
Sebastian (NightDrive)


Bedeutung:
Ein "Penner" träumt davon ein Held zu werden. Der Traum wird für einen anderen "Penner" (Samuel) Wirklichkeit, der sich zur richtigen Zeit am richtigen Ende des Parkes aufhält.

Gute Geschichte. Am Stil musst Du IMHO noch arbeiten.
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NightDrive
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 00:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für dein Feedback smile

Hast du etwas spezifisches, dass dir an dem Stil nicht gefällt? Oder eher so zwischen den Zeilen? Nehme gerne immer alles an Verbesserungsvorschlägen auf.

Und ja, dass war die zentrale Story - Wollte damit etwas darauf eingehen, wie wir zu sehr Helden feiern, ohne zu realisieren dass es mehr oder minder Zufall ist, wer die Chance bekommt einer zu werden. Oder anders: In uns allen steckt ein Held. Wir haben nur das Glück, dass wir ihn nicht oft benutzen müssen.

Grüße!
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Gefällt mir ganz ordentlich, aber du könntest am Anfang etwas mehr ins Detail gehen, etwa so:

"Held sein ...", murmelte Ethan Kowalczik, der wegen einer Frau aus Kennesaw Mountain in Georgia auf der Straße gelandet war.
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HansGlogger
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Stil:

Zitat:
Drei Wochen war es her, dass die Lokalpolitik entschlossen hatte


seit die Lokalpolitik
(besser Politiker)

Zitat:
hatte der Schuss seine Schulter penetriert


War in die Schulter eingedrungen
(Ein Streifschuss hätte es auch getan)

Zitat:
zu Fuße

zu Fuß

Es ist halt die Summe der Kleinigkeiten. Aber mein Geschmack muss nicht der einzig Richtige sein.
Was meinen andere dazu?
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Drei Wochen war es her, dass sich der Bürgermeister von New York ...
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NightDrive
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 13:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Gefällt mir ganz ordentlich, aber du könntest am Anfang etwas mehr ins Detail gehen, etwa so:

"Held sein ...", murmelte Ethan Kowalczik, der wegen einer Frau aus Kennesaw Mountain in Georgia auf der Straße gelandet war.



Huhu! Danke für das Feedback. Ich hatte es als Stilmittel versucht, extra seinen Namen nicht zu nennen (sondern ihn nur provokant Penner zu bezeichnen) oder Details von ihm preis zu geben, unter der Parabel dass sich niemand um "penner" kümmert, aber wenn das nicht deutlich geworden ist muss ich da wohl noch an der Umsetzung arbeiten.

Das war auch eine meiner Ängste, dass ich nicht klar mache, dass ich ihn extra so fies nenne.
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Den Namen deiner Hauptfigur zu verschweigen, ist kein Stilmittel, sondern Unvermögen.

Sorry.
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Den Namen deiner Hauptfigur zu verschweigen, ist kein Stilmittel, sondern Unvermögen.


Nein, das ist es nicht. Es ist ein tatsächlich ein Stilmittel, das eine Intention verfolgt. Wenn es gut/begründet gemacht ist, geht alles. Und es gibt ganze Romane, in denen Protagonisten namenlos bleiben. Man muss das nicht mögen, klar. Aber Dostojewski hat es getan, Philip Roth hat es getan, Kafka, Murakami, Kracht ...


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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Charles Dickens fängt seine Weihnachtsgeschichte mit einem Namen an - und das ist der beste Roman aller Zeiten.
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NightDrive
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 14:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Charles Dickens fängt seine Weihnachtsgeschichte mit einem Namen an - und das ist der beste Roman aller Zeiten.


Stimmt. Warum schreiben wir eigentlich noch neue Bücher? Wir haben doch schon das Beste. /s
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Charles Dickens fängt seine Weihnachtsgeschichte mit einem Namen an - und das ist der beste Roman aller Zeiten.


Geschmackssache, Ralphie, Geschmackssache. smile
(Aber auch wenn alle sich darin einig wären, so läge das doch hoffentlich an mehr als dem ersten Wort.)
Und: Zwischen dem "besten Roman aller Zeiten" und
Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Unvermögen
liegt ein breites Spektrum. Darum finde ich, wir sollten vorsichtig mir solch rigorosen Aussagen sein. Wir sind nicht der Maßstab der Dinge, wir kennen und können selbst nicht alles, sind vielleicht nicht auf dem neusten Stand etc.

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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nightdrive,
ich weiß nicht, wie weit ich komme, aber ich fang mal an Wink
Zitat:
„Held sein…“, murmelte der Penner, seinen Alternativ: den (Possessivpronomen ist eigtl unnötig, da er ja keinen fremden Blick irgendwohin richten kann Wink ) Blick auf die monströse Werbetafel gerichtet, welche das mag jetzt eine Eigenart von mir sein, aber „welche/r/s“ als Relativsatzpronomen mag ich gar nicht. Das klingt (imho), als wolle jemand gediegen schreiben und greift dabei daneben Embarassed . Was spricht gegen „die“? dort hoch über den Baumkronen des St. Helens Parks Zwei Genitivbildungen hintereinander sollte man vermeiden: Helens und Parks -> das ist stilistisch unschön. Ich weiß allerdings auch nicht, wie sich das hier vermeiden ließe an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste montiert war. Ein ganz schön langer Satz: Inquit + Partizipeinschub + Relativsatz, der mit Ortsangaben überfrachtet ist: dort, hoch, über den Baumkronen, nämlich die vom St. Helens Park, am Wolkenkratzer, und zwar der an der Ecke Fünfzigste … kann man machen. Aber überleg Dir mal, was man da weglassen könnte? Z.B. das „dort“. Wahrscheinlich auch das „hoch“. Aber: Deine Entscheidung Smile
Es war eine neue Werbung für ein Stück im Ein Stück wird mW AM Broadway und nicht IM Broadway aufgeführt Broadway. Sie hatte „Grinsen statt Zinsen“ aus der Rotation geschmissen hat die neue Werbung die alte aus der Rotation geschmissen -> dann wäre die Werbung weg, oder hat sie sie abgelöst, abgewechselt etc.?, und folglich - anstelle eines affig lachenden Mannes -, prangerte es gibt das Verb „anprangern“ und das Verb „prangen“. Du meinst letzteres, denke ich Wink -> prangte dort nun die Karikatur einer schlanken Frau in High Heels und rotem Minirock, welche wieder: schreib lieber „die“. „welche“ hat keinen literarischen Mehrwert, im Gegenteil martinitrinkend einen Großbrand löschte. Im Minutentakt wechselte die Reklame zwischen Aktienkursen, Schlagzeilen und Konsumgütern, und sprenkelte ihre Neonfarben durch wie wär’s mit „über“ oder „auf“? „Sprenkeln“ ist doch quasi Spritzer/Punkte auf oder über etwas verteilen, aber man kann Spritzer nicht durch etwas hindurch verteilen, oder? eine der letzten verbliebenen Grünflächen von New Shire. An und für sich gefällt mir der „Sprenkel“-Satzteil ganz gut Daumen hoch - Ich frage mich aber gerade, ob die Beschreibung der Werbung eine Funktion im Plot hat oder nur ein Stimmungsbild sein soll? Was hat die Werbung mit dem Wunsch, ein Held zu sein, zu tun? Hängt das mit dem Großbrand zusammen? Mh, bin gespannt, wie sich das auflöst. – Generell: Achte auf den Rhythmus: Du hast jetzt kurz die Grinsen-Werbung erwähnt, ausführlich die Großbrand-Werbung und dann kursorisch noch drei andere Überbegriffe genannt. Somit fällt ein kleines Schlaglicht auf die Grinsen-Werbung, der Fokus ist auf die Großbrand-Werbung gerichtet und der Rest scheint unwichtig. Willst Du das so? Was davon kann man Plot-technisch streichen?
Drei Wochen war es her, dass die Lokalpolitik entschlossen zwei Verben: entweder „sich entschlossen hatte“ oder „beschlossen hatte“. So, wie es dasteht, ist es falsch. Da Lokalpolitik apersonal ist, würde ich für „beschlossen“ plädieren, ohne es begründen zu können hatte, den Penner seiner Heimat vor Haleys Wonderland (einem durchaus lukrativen Bettelort) zu berauben und in die Flucht in diesen Park des benachbarte Boxboro zu schlagen also, ich kann’s nicht mit einem Duden-Paragraphen begünden, aber ich glaube nicht, dass das geht: Man kann jemanden in die Flucht schlagen, ja. Aber Du kannst dieses Idiom nicht um ein weiteres „in“ erweitern, das funktioniert mE nicht. Du müsstest es in einem weiteren Teilsatz anhängen, etwas wie: …, er musste in das benachbarte Boxboro (aus)weichen/weiterziehen. Einem bedeutend dunkleren, lebloseren Bezirk, dessen Existenz von den Krawattenhemden Kenn ich nicht, was ist das? Ein Hemd, das man zu Krawatten trägt? Oder eine Wortneuschöpfung? Das wäre auch okay, hab mich nur gefragt Wink genau so gerne unter den Teppich gekehrt wurde wie die der Obdachlosen selbst.
Der Penner vermisste das Leben der Alternativ: in der Einkaufszeile. Er vermisste die Menschenmassen und ihr unbändiges Geplapper, gleich des Plätscherns eines Rinnsals, der worauf bezieht sich das „der“? Geplapper, Plätschern, Rinnsal, das ist alles sächlich einer undichten Traufe eine Traufe ist die untere Kante eines Dachs, eine Kante kann nicht undicht sein. Meinst Du die Regenrinne unterhalb der Traufe? Auch „entwich“ finde ich hier nicht ideal gewählt. Kann einer Rinnsal „entweichen“? entwich. Einerseits schöne Bilder, die Du zeichnest. Ich weiß auch nicht, ob sich ein Leser so an Details stört, wie ich, weil ich hier ja ganz gezielt nach Schwachstellen suche, worum Du ja gebeten hast. Andererseits ist es schon besser, wenn man Worte wählt, die auch wirklich den Sachverhalt treffen. Die Entscheidung liegt, wie immer, bei Dir Wink Den Geruch der Straße. Den Hot-Dog BindestrichStand auf seiner Rechten „rechten“ hier kleinzuschreiben, da es sich auf das später folgende „Seite“ bezieht und die Zuckerwatte-Maschine auf der anderen Seite der Zeile Du stellst hier zwei Seiten dar, nur beziehst Du die eine Seite auf den Penner („seiner“) und die andere Seite beziehst Du auf die („Zeile“). Die Vermischung ist nicht gelungen. Ähnlich wie: Deutschland liegt östlich von Frankreich und Australien westlich von Neuseeland. Sowas ist keine Orientierungshilfe Wink . Die so spezifisch unspezifisch riechende Parfumwolke mW: Parfüm oder Parfume , welche hier könnte man „welche“ stehenlassen, um zweimal „die die“ zu vermeiden, aber: ist Geschmackssache die Kunden aus den Türen der Drogerie von Haleys Wonderland auf lange Spaziergänge führten -wolke ist Einzahl -> führte. Der Satz ist zudem verwirrend. Die Wolke führt die Kunden aus den Türen der Drogerie (heraus?) auf lange Spaziergänge. Also die Kunden, die die Drogerie verlassen? Oder die Wolke, die sich aus der Drogerie heraus ausbreitet? Falls Letzteres, solltest Du den Satz umstellen, etwa: …, die aus den Türen der Drogerie xy die Kunden auf lange Spaziergänge führte. – Nur, so schön das Bild auch entworfen ist: auf welche Spaziergänge schickt einen eine Parfümwolke? Fehlt da nicht eine Ortsangabe wie „in fremde Welten“, „in exotische Gefilde“ oder irgendwie so was? Sonst führt das Bild irgendwie ins Nichts, oder? . Doch am meisten vermisste er die Reklamen, welche Wieder: die selbst mit „selbst“ betonst Du ja, dass das Extrem hier umgemodelt werden kann. Nur passt das hier nicht so ganz, denn es gibt ja nur Tag und Nacht. Was sonst außer die Nacht könnte zum Tag gemacht werden. „Selbst“ könntest Du hier streichen die Nacht zum Tage mit dem Dativ-e ist ähnlich wie mit „welche“: Es ist nicht falsch und es gibt dem Text den Anschein, dass man geschliffen schreiben möchte, aber aus meiner Sicht erreicht man damit das Gegenteil: es klingt altmodisch und ein bisschen prätentiös Wink . Das ist natürlich subjektiv und nur mein Leseeindruck, also wie es auf mich als Einzelperson wirkt, Du darfst es natürlich trotzdem gerne beibehalten machten. Unzählbar und in den schönsten Farben hatten ihre Motive und Slogans an den Wänden der Stadt getanzt und sich so in seinen Verstand geprägt. Ein schönes Bild. Wieder ein bisschen unspezifisch, vllt wäre es eine Idee, ein Motiv konkret zu beschreiben. Und: Das sind ja Sinneseindrücke, visuelle Eindrücke, die haben mit dem Verstand nicht zwingend was zu tun, der wird ja mehr von Kognition geprägt, oder? Was hältst Du von Gedächtnis oder Erinnerung? Aber vllt liege ich hier auch daneben …
Als er im St. Helens Park angekommen war, hatte der Penner sich ergattern ist nicht reflexiv. Außer, Du schreibst „für sich“ erst einen der besseren Plätze auf der anderen Seite ergattert. Der breitere breiter im Vgl. zu was? Du könntest hier die Steigerung weglassen und nur „breite“ schreiben Weg lud mehr mehr Spaziergänger als wo? Hast Du hier bei der Überarbeitung einen Satz gelöscht? Sonst verstehe ich die beiden Vergleiche nicht Spaziergänger ein und befand sich im Windschutz eines vollen Dickichts. Das Gras war grüner und die Aussicht schöner also wo? Als in der Einkaufszeile? Oder der anderen Seite des Parks? Das schreibst Du aber nirgendwo wirklich . Jedoch Wo ist da der Gegensatz („jedoch“ drückt ja einen Gegensatz aus)? Paraphrasiert schreibst Du: Das Gras war grüner, aber der Park müsste instand gesetzt werden Wink Eher was wie: Das konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Park seit Jahren … (so wäre eine Verbindung zum grünen Gras direkter hergestellt) war der St. Helens Park seit Jahren nicht mehr Ziel von (überaus überfälligen) Restaurationen geworden das ist sehr gestelzt: Etwas ist „nicht Ziel von Restaurationen“ … Wenn Du das als Stilmittel einsetzt: okay, Geschmackssache. Aber welchem Zweck dient das Stilmittel hier? Außerdem bin ich mir unsicher, ob man eine Parkanlage „restauriert“. Was hältst Du von „sanieren“, „instandsetzen“, „erneuern“, „verschönern“?. Die Beleuchtung war im besten Falle spärlich, und im Meisten wenn sich „meisten“ auf „Falle“ (hier könnte man wieder das Dativ-e streichen) bezieht, schreibt man „meisten“ klein. Der Satzbau ist übrigens nicht ganz so eingängig (was er nicht sein muss, aber sei Dir dessen bewusst) nicht vorhanden. Keine Woche verging somit worauf bezieht sich das „somit“? Könnte man mE streichen , bis der Penner die folgenschwere Entscheidung traf, seinen Platz mit einem anderen Penner zu tauschen und auf die andere Seite des Parks umzusiedeln. Einzig für das Neonlicht dieser monströsen Werbetafel, hoch über den Bäumen, an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste. Da hast Du den Bogen schön geschlossen Daumen hoch Smile


So, erstmal nur bis hierher. Manches sind nur Alternativvorschläge, das ist dann Geschmackssache. Aber an manchen anderen Stellen hatte ich den Eindruck, dass Deine Wortwahl nicht immer genau den Sachverhalt trifft oder Du die Verben miteinander vermischst/verwechselst.
Der Text ist vom Thema und von der Herangehensweise her, soweit ich das beurteilen kann, von höherem Anspruch, da darf man sich eher den ein oder anderen kleinen Exkurs erlauben, denke ich (zB auf Werbetafel eingehen oder längere Sätze schreiben), wenn man das will. Dafür muss der Schreibstil auch den höheren Anspruch erfüllen, und, wenn Thema, Aufbau und Stil ein stimmiges Ganzes bilden sollen, müsstest Du noch an den Formulierungen feilen.
Ich hoffe, Du kannst mit meinen Anmerkungen etwas anfangen. Sie sind alle subjektiv, oft nur Eindrücke oder intuitiv. Dinge, die mir beim Lesen auffielen. Vielleich ist ja trotzdem das ein oder andere Hilfreiche dabei, würde ich freuen.
Liebe Grüße
Selanna


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Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. - William Somerset Maugham
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 17:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Selanna hat Folgendes geschrieben:

So, erstmal nur bis hierher. Manches sind nur Alternativvorschläge, das ist dann Geschmackssache. Aber an manchen anderen Stellen hatte ich den Eindruck, dass Deine Wortwahl nicht immer genau den Sachverhalt trifft oder Du die Verben miteinander vermischst/verwechselst.
Der Text ist vom Thema und von der Herangehensweise her, soweit ich das beurteilen kann, von höherem Anspruch, da darf man sich eher den ein oder anderen kleinen Exkurs erlauben, denke ich (zB auf Werbetafel eingehen oder längere Sätze schreiben), wenn man das will. Dafür muss der Schreibstil auch den höheren Anspruch erfüllen, und, wenn Thema, Aufbau und Stil ein stimmiges Ganzes bilden sollen, müsstest Du noch an den Formulierungen feilen.
Ich hoffe, Du kannst mit meinen Anmerkungen etwas anfangen. Sie sind alle subjektiv, oft nur Eindrücke oder intuitiv. Dinge, die mir beim Lesen auffielen. Vielleich ist ja trotzdem das ein oder andere Hilfreiche dabei, würde ich freuen.
Liebe Grüße
Selanna




Wow, danke für diese super ausführliche Korrektur / "Rezension", oder wie man das nennen mag. Ich realisiere, dass ich wohl noch einiges vom Deutschunterrischt wieder auffrischen muss. lol2

Viele hilfreiche und einsichtsreiche Tips dabei.

Bezüglich des Satzes mit der Parfum(e)wolke: Das ist interessant. Ich habe sicherlich einen Fehler eingebaut, denn eigentlich sollte es genau anders rum sein: Die Menschen führen die Wolke auf Spaziergänge. Daher der plural in "führten". Jetzt wo du es sagt kann man es auch so lesen, dass die Wolke die Menschen führt. Ich wollte eigentlich ausdrücken, dass die Menschen die aus Haleys Türen kamen stark parfümiert waren und diesen Geruch (die "Wolke") auf "Spaziergänge" führten, durch die Stadt. Hättest du einen Tip, wie ich den Satz hätte umformulieren können, damit er seine Zweideutigkeit verliert? Gut, der Plural in gewisser weise zeigt die richtige Form, aber wenn man es dann eher als grammatikalischen Fehler ließt, ist es wohl nicht eindeutig genug.

Edit: Und ja, Krawattenhemden ist eine Wortneuschöpfung, welche ich meine schon des Öfteren im Bezug auf Politiker / Beamte gehört zu haben. In jedem Fall sollte es ein Synonym für Solche sein. smile

LG
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Selanna
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BeitragVerfasst am: 10.02.2022 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo NightDrive,
Zitat:
Die so spezifisch unspezifisch riechende Parfumwolke, welche die Kunden aus den Türen der Drogerie von Haleys Wonderland auf lange Spaziergänge führten.

Ach so ist das gemeint, mh. Ein Fehler ist da gar nicht drin, wenn Du es so meinst. Aber Du könntest verdeutlichen, dass die Wolke an die Kunden angebunden ist / anhaftet.
z.B.: Die so spezifisch unspezifisch riechende Parfumwolke, die die Kunden aus den Türen der Drogerie von Haleys Wonderland  mit sich auf lange Spaziergänge führten /nahmen/trugen.
Mal schauen, was den anderen noch so einfällt smile
Liebe Grüße
Selanna

Edit: Ja, so habe ich den Ausdruck "Krawattenhemden" auch interpretiert, passt also. Kannte ich nur nicht Embarassed


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Kascha
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BeitragVerfasst am: 17.02.2022 20:54    Titel: Re: Der Held der Ecke Fünfzigste Antworten mit Zitat

Hab es jetzt auch endlich mal geschafft, mir deinen ersten Text anzusehen! Rot ist alles, was ich rausnehmen würde, blau meine Anmerkungen. Grün ... eigentlich wie blau Smile

NightDrive hat Folgendes geschrieben:


„Held sein…“, murmelte der Penner, seinen Blick auf die monströse Werbetafel gerichtet, welche dort hoch über den Baumkronen des St. Helens Parks an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste montiert war.

Mich stören Schachtelsätze nicht, ich mag sie, aber ich überlege, ob der hier für manche Leser doch etwas zu lang ist und aufgetrennt werden sollte. Gerade der erste Satz sollte kurz und knackig sein. Der nächste kann schon etwas länger sein, sodass eine Art Führung entsteht. Erst der Fakt, dann weitere Erklärung dazu.
Nun habe ich gesehen, dass der Satz noch ein paar Mal kommt. Dann finde ich ihn so gut, würde ihn aber trotzdem beim ersten Mal mit Punkt oder Komma etwas auftrennen.


Es war eine neue Werbung für ein Stück im Broadway. Sie hatte „Grinsen statt Zinsen“ aus der Rotation geschmissen, und folglich - anstelle eines affig lachenden Mannes -, prangerte dort nun die Karikatur einer schlanken Frau in High Heels und rotem Minirock, welche martinitrinkend einen Großbrand löschte. Im Minutentakt wechselte die Reklame zwischen Aktienkursen, Schlagzeilen und Konsumgütern, und sprenkelte ihre Neonfarben durch eine der letzten verbliebenen Grünflächen von New Shire. Schöne Formulierung!

Drei Wochen war es her, dass die Lokalpolitik entschlossen hatte, den Penner seiner Heimat vor Haleys Wonderland (einem durchaus lukrativen Bettelort) zu berauben und in die Flucht in diesen Park des benachbarten Boxboro zu schlagen.
Ich würde die Klammern durch Striche ersetzen - aber ist deine Entscheidung Wink

Er vermisste die Menschenmassen und ihr unbändiges Geplapper, gleich des Plätscherns eines Rinnsals, der einer undichten Traufe entwich.
Der Vergleich gefällt mir Smile

Den Geruch der Straße.

Beschreibe ihn. So kann ich mir noch nichts konkretes vorstellen. Mache es lebendiger: Stinkt es? Nach Unrat? Frischem Teer? Abgasen? Was genau meinst du?

Die so spezifisch unspezifisch riechende Parfumwolke, welche die Kunden aus den Türen der Drogerie von Haleys Wonderland auf lange Spaziergänge führten. Die Parfumwolke ist singular, also führte.

Die Beleuchtung war im besten Falle spärlich, und im Meisten nicht vorhanden. Den Satz finde ich super!

Perspektivenwechsel. Finde ich gelungen und nicht zu verwirrend.

Die Nachtschicht hatte sie geliebt wie die Pocken. Noch so eine schöne Formulierung!


„Warum gehst du nicht einfach vorher trotzdem zum Sport“, hatte sie am Morgen ihr pyjamatragendes Spiegelbild gefragt. Auch gut Smile


Die Skyline war in samtes rot gehüllt. Ähm ... nicht eher samtenes Rot? Oder kann man das so sagen? Und Rot dann groß, oder?


Susan war ein schlagfertiges und mutiges Mädchen, doch nun wurde ihr etwas mulmig zumute zusammenschreiben, als sie sich dem Park näherte, welcher dort wie ein schwarzes Loch zwischen den ausgeleuchteten Alleen von Boxboro lauerte. Gefällt mir auch. Doch es war ja nicht mehr weit. Das Zentrum lag direkt dort hinten, unter der monströsen Werbetafel, hoch über den Bäumen, an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste. Schön, wie diese Werbetafel wieder ins Zentrum rückt. Sie hat bestimmt eine Bedeutung ...


Wie oft hatte er sich schon die bizarrsten Geschichten ausgemalt, in welchen seine bedeutungslose Existenz wie ein Phoenix zu Asche verbrannte, und er als Held der Nation wiederauferstand. Smile

Seine Liebste war die Jene oder diejenige?, in welcher ein Amokläufer das Haleys stürmen würde. Unbemerkt würde er sich von hinten anschleichen und dem Übeltäter die Waffe entreißen, und ihn zu Boden treten. Ich würde hier ein Und mit Komma erstzen: Er würde sich anschleichen, ihm die Waffe entreißen und zu Boden treten.

Vielleicht war es schlicht eines dieser verrückten Symptome, welche die Menschheit sich unbewusst teilte. Wie das gestaltenlose Fantasiemännchen, das jeder Kinderseele innewohnte und bei Autofahrten mühelos im Parkour von Baum zu Baum und Stein zu Stein hopste. Die ungeschriebene Regel, kleine Blättchen von Hecken zu pflücken, wenn man an ihnen vorbeispazierte. Richtig gut formuliert!!!

Gedankenverloren dachte der Penner an seine Zeit vor der Straße zurück. Wo war es alles schiefgelaufen? Vielleicht: Ab wann war alles schief gelaufen?

Und wenn er dafür sterben müsste. Oweija, klingt wie eine Vorbotschaft ...

Wie ein Kind, welches das Monster des Kellers witterte, so witterte sie das Monster dieser Dämmerung. Super!

Doch dieser Kampf würde just einen Moment zu lange dauern. Spannend. Eine Ankündigung, und dann bricht es einfach ab. Nicht schlecht!


Dies war kein Viertel für eine solche Frau, um diese Uhrzeit, wusste der Penner - namens Samuel. 1. umd diese Uhrzeit wirkt etwas verloren. Vielleicht: schon gar nicht um diese Uhrzeit? 2. Huch, ich dachte, er würde bis zum Ende namenlos bleiben. Weiß noch nicht ganz, wie ich das bewerten soll. Ich fand es einen schönen Kontrast zu der Frau.

 Er erspähte sie aus seinem Augenwinkel, als sie soeben aus dem letzten Laternenlicht in die unbeleuchteten Schatten der runtergekommenen Parkanlage trat, und von ihrem roten Kleid und blondem Haar nur noch eine bloße Silhouette zu erkennen war.

Sie hatte die Statur eines kräftigen Mannes, und den Gang eines Jenen, der nichts Gutes im Schilde führen konnte.

Er sah es soeben kommen, doch es passierte rasch.

Dann hielt er es nicht mehr aus, und aus ganzer Leibesseele schrie er auf: „VERSCHWINDE!“. Schön! Weiter so, Samuel!
Der heiße Stein, welcher in seiner Brust pochte, rutschte in den Magen. Gut! Ebenso erschrocken davon wie der Übeltäter, stürzte der obdachlose Kriegsveteran, Samuel Thompson sich aus der Tarnung des Buschwerks und in Richtung der Szene.

Für einen Moment spürte Samuel, wie eine Flüssigkeit wie warme Milch aus seiner Brust hervorquoll, bevor sein Augenlicht erlosch. Warme Milch ... krasser, aber irgendwie rührender Kontrast zur eigentlichen Flüssigkeit.

Die Schöne merkte, wie sich der betäubend enge Griff um ihren Mund löste, und der Albtraum so schnell in die Straßen von Boxboro floh, wie er auch erschienen war. Warum ist dieser Perspektivwechsel nicht auch von dem Rest abgesetzt?

Den Helden des St. Helens Park hatten sie in die stabile Seitenlage verfrachtet und seinen Plus überwacht.
Er lebte. Oh, wie schön! Das hatte ich nicht erwartet Smile

 
Mit einem väterlichen Grinsen auf dem Gesicht drehte er sich um, und zog ein großes Pappplakat hinter der Badezimmertür hervor.
„Ein Scheck. Über 50.000 Dollar“, verkündete er in sein angestecktes Mikrophon. Zu schön, um wahr zu sein. Aber würde das wirklich jemand machen?

Wie angewurzelt von den Geschehnissen der letzten Nacht starrte er auf den Tatort, das gelbe Absperrband um die Büsche gespannt. Schon nach einem Tag ist er wieder draußen? Erscheint mir etwas früh. Noch einmal roch er an dem Stoff, welchen er dem armen Mädchen angeboten, und damit ihre entblößte Haut verdeckt hatte.
 
Dort, an der monströsen Werbetafel hoch über den Baumkronen des St. Helens Parks, an einem Wolkenkratzer der Ecke Fünfzigste.


Wow, ein Happy End. Ich mag deine Geschichte! Dein Stil gefällt mir gut, besonders diese schönen Vergleiche und Metaphern und der geschwungene Klang deiner Sätze. Die Susan kann ich mir sehr gut vorstellen. Samuel hingegen weniger, halt so, wie man sich einen Penner vorstellt. Ich würde mir noch etwas mehr Charakterisierung von ihm wünschen, sowohl innerlich als auch äußerlich. Und hat er seinen Namen nötig? Mir persönlich würde es besser ohne gefallen, aber wenn du deinen Grund hast, dann ist es so richtig.

Ich interpretiere mal ein bisschen herum: Die übliche Kluft der Gesellschaft. Das Schicksal zeigt das heroische Innere eines sonst unauffälligen Menschen. An sich nichts Neues. Am schönsten fand ich den Wunsch des "Heldseins", dass irgendwo jeder in sich trägt. Das hat mich gerührt. Aber man bekommt leider selten die Gelegenheit, das zu zeigen. Vielleicht das ... überall um uns herum leben Helden, aber wir sehen sie nicht, weil sie keine Gelegenheit bekommen, es zu zeigen. Oder weil wir ihnen keine geben.
Die Werbetafel - Werbung verspricht oft vieles, was sie nicht halten kann. Sie steht für die Wünsche und Träume der Menschen, oder? Und ist auch das, was so wenige von uns bekommen.
Mhm, ich denke noch mal drüber nach. Das waren jetzt erstmal meine Gedanken dazu.
Grundsätzlich gelungener Text! Wird mir in Erinnerung bleiben Wink


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NightDrive
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BeitragVerfasst am: 20.02.2022 01:27    Titel: Re: Der Held der Ecke Fünfzigste pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kascha hat Folgendes geschrieben:

Wow, ein Happy End.


Erstmal vielen Dank für deine Rezension, aber hier musste ich gerade schmunzeln.. Denn eigentlich ist das kein Happy End, aber es zeigt wohl, dass ich es nicht richtig rübergebracht habe.

Samuel ist der "Penner" auf der anderen Seite des Parks. Der eigentliche "Protagonist" sitzt am nächsten Tag noch immer dort auf seinem Fleckchen. Es sollte aufzeigen, wie Heldsein zum Großteil Glück vorraussetzt, dieses Heldentum auch unter Beweis stellen zu dürfen. Unser "Penner" wäre vermutlich genau so ein gefeierter Held geworden, doch die Welt hat ihm nicht die Chance gegeben es zu beweisen. Nicht, dass die Welt dies müsste. Es soll einfach den Gedanken anregen, den Helden in Alltagsmenschen zu sehen smile

Lese mir jezt nochmal deine Kritik im Ganzen durch!


Edit: Also eigentlich solte es ja so angedeutet werden, dass er sagt "dass die Welt von seinem Namen erfahren soll, auch wenn er dafür sterben muss", und dann plötzlich ein Samuel vorgestellt wird. Dass sollte für den Moment den Anschein erwecken dass a.) "er" Samuel ist, und b.) ihm etwas schlimmes zustößt. Da war ich mir auch nicht ganz sicher, ob das wirklich so rüber kam oder sich am Ende billig anfühlt, wenn sich herausstellt, dass es gar nicht der Penner vom Anfang war. Aber ja, anscheinend ist nicht mal das am Ende klar geworden lol2

Edit 2: Danke für deine doch eher positive Kritik und auch deine Anregungen für Verbesserungen! Freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat. Und im großen und Ganzen hast du mit deiner Interpretation auch den Nagel auf den Kopf getroffen - Abgesehen von dem Twist, welcher wohl irgendwo untergegangen ist lol2 Hatte mir schon gedacht, dass ich diesen Samuel vielleicht vorher hätte schon zumindest mal erwähnen sollen. Oder es am Ende besser klarstellen sollen, dass "unser Penner" nicht Samuel ist.
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Pickman
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BeitragVerfasst am: 20.02.2022 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Mit "philosophisch" gekennzeichnete Texte ziehen mich magisch an, aber Ralphie und Selanna haben schon die ganze Arbeit getan, und ich kann mich vornehm zurückhalten.

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Kascha
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BeitragVerfasst am: 20.02.2022 19:23    Titel: Re: Der Held der Ecke Fünfzigste Antworten mit Zitat

NightDrive hat Folgendes geschrieben:

Samuel ist der "Penner" auf der anderen Seite des Parks. Der eigentliche "Protagonist" sitzt am nächsten Tag noch immer dort auf seinem Fleckchen.


Achsooooo ... das Entscheidenste habe ich natürlich übersehen Rolling Eyes
Verflucht ... nein, daran bin eher ich schuld als du. Andere haben es ja auch verstanden. Jetzt, wo ich es begriffen habe, finde ich es absolut genial. Dass man erst in die Irre geführt wird und erst in die falsche Richtung denkt, finde ich super, mach es nicht noch deutlicher. Rätsel raten macht eine Interpretation erst interessant.
Vielleicht ... könntest du am Ende noch mal deutlicher hervorheben, dass sich der Penner nun noch unglücklicher fühlt. Das würde zumindest schon mal die Frage aufwerfen: Warum denn zum Henker? (Für alle wie ich, die es noch nicht gechekt haben). Und dass vielleicht an dem Punkt, an dem es heißt: "der Penner - namens Samuel" ein anderes, ähnliches Wort für Penner kommt? Oder eine andere Beschreibung, die den Leser denken lässt, dass es ein Penner ist.

Es kommt darauf an, ob deine Intention jeden Trottel sofort erreichen soll, oder eben nur jene mit etwas mehr Achtsamkeit. Ich finde deine Geschichte jetzt jedenfalls noch besser, lass es so, ich hätte es ja sehen können, dass da nirgendswo steht, wer hier wer ist. Und dass mich der plötzlich auftauchende name gewundert hat, das hätte mich ja auch mal zum Nachdenken anregen können Wink


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