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Vermischung Sachbuch und Ratgber k.o.-Kriterium?

 

 
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kitumba
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 47
Beiträge: 81
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 16.01.2022 15:42    Titel: Vermischung Sachbuch und Ratgber k.o.-Kriterium? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo allerseits, ich bin gestern mal wieder der ewigen Frage nachgegangen, in welches Genre mein Buch passt und darauf gestoßen, dass ich mir womöglich selbst alle Chancen auf einen Agenturvertrag nehme, wenn ich es so belasse, wie es ist. Deshalb wollte ich mal das Schwarmwissen hier anzapfen.

Die Situation sieht so aus: Ich habe ein erzählendes Sachbuch geschrieben, in dem die Protagonistin es - platt gesagt - nach und nach schafft, ihre innere Mitte zu finden. Im Anhang des Buches gibt es zu jedem Kapitel ein Vertiefungskapitel, das näher auf eines der angesprochenen Themen eingeht. Beispiel: Im ersten Kapitel besucht die Prota einen Vortrag zum Inneren Kind. Im Vertiefungskapitel wird erklärt, was das glückliche Innere Kind ausmacht und wie man es stärken kann.

Und genau hier liegt (vielleicht) die Krux: Es gibt Agenturen, die erzählende Sachbücher akzeptieren, aber keine Ratgeber. Nun würde ich den Romanteil selbst als erzählendes Sachbuch einstufen (= vermittelt Wissen & Infos), in mindestens 5 der 11 Vertiefungskapitel werden aber konkrete Handlungsanweisungen vermittelt (= Ratgeber). (Diese Unterscheidung habe ich gestern erst von mehreren Webseiten gelernt...)

Hier meine Frage: Würdet Ihr beim Anschreiben der Agenturen die Vertiefungskapitel ganz unter den Tisch fallen lassen bzw. sie sogar rausstreichen (ich könnte sie z.B. als Ergänzung zum Buch auf meine Webseite  stellen) oder mache ich mir zu viele Gedanken und so ein bisschen Vermischung interessiert keine Socke? Gerade das erste Vertiefungskapitel, das ich ja als Leseprobe mitschicken würde, gehört zu den Ratgeber-Kapiteln.
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Taranisa
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 53
Beiträge: 2044
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 16.01.2022 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Bei solchen Ratgebern werden meist seitenlange Berichte Betroffener eingefügt, die mit Hilfe von ... ihr Problem gemeistert haben. Eine durchgängige Geschichte, die konkret am Thema entlangführt, ist mal was anderes.
Ich sehe kein Problem darin, hinter jedem Erzählkapitel "X meistert ihren Weg" ein "So schaffen Sie es auch"-Kapitel (nur als Beispiel) einzufügen. Durch die Erzählung vollziehen die Menschen evtl. besser nach, wie etwas funktioniert, und finden eine Zusammenfassung, mit der sie das gleich ausprobieren können.
Einer Agentur würde ich es als (pseudo-)biographisches Lebenshilfebuch anbieten und auf beide Teile hinweisen.


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
"Spielweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/21
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Nina C
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 34
Beiträge: 726
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 17.01.2022 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne jede Gewähr:
Im Anschreiben würde ich es nicht erwähnen und es erzählendes Sachbuch nennen. Aber rausstreichen in der Leseprobe / Exposé etc. würde ich es eher nicht. Einfach, weil ich nicht sicher wäre, ob jeder exakt dasselbe unter dem einen oder dem anderen versteht bzw. die Begriffe wirklich so formfest sind. Wenn’s der Agentur nicht passt, wird sie absagen, aber dann hättest du es doch so oder so nicht da veröffentlichen können. Und bei denen, die auch Ratgeber nehmen, kannst du es wiederum explizit erwähnen. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

Liebe Grüße (und viel Glück!)

Nina


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Wenn ihr nicht die gequälten Sklaven der Zeit sein wollt, macht euch trunken, ohn’ Unterlass! Mit Wein, mit Poesie mit Tugend, wie es euch gefällt. (Charles Baudelaire)
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kitumba
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 47
Beiträge: 81
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 17.01.2022 23:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Taranisa und Nina C! Das hat mir wirklich geholfen, meine Gedanken nochmal zu sortieren. Ich mache es so, wie ihr sagt: Nicht ins Anschreiben, aber ins Exposé rein, und ich werde die vertiefenden Kapitel als Verkaufsargument für das Buch bringen (Taranisa, so wie Du es ausdrückst, hört sich das so schön positiv an - aus dem Grund hatte ich das Buch ja auch so geschrieben, nur zweifle ich mittlerweile an so ziemlich allem, von Struktur über Stil bis zu Sinn und Zweck Laughing Rolling Eyes ) Ich kann ja dazu schreiben, dass es eine Alternative wäre, den Anhang rauszunehmen, die Geschichte kann auch gut für sich selbst stehen. Dann verprelle ich die Agenturen nicht, die es ganz genau nehmen mit dem Unterschied zwischen Sachbuch und Ratgeber.
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Merlinor
Geschlecht:männlichArt & Brain

Alter: 70
Beiträge: 8508
Wohnort: Bayern
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 18.01.2022 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo kitumba

Ich denke, dass Du Deinen Ansatz sogar betonen solltest. Deine besondere Herangehensweise ist schließlich das Alleinstellungsmerkmal Deines Buches, der Unique Selling Point. Niemand sonst bringt den Lesern Dein Thema auf diese spezielle Art und Weise näher.
Gut, nenne es "erzählendes Sachbuch", wenn Du meinst, aber trommle von Beginn an für Deine besondere Form. Was Du brauchst ist ein Verlag, der sich für besondere Formate interessiert.
Einen Verlag, der ein Sachbuch nach Schema-F will, kannst Du ohnehin nicht bedienen, weil Du auch mit einer Umarbeitung dort nicht hinkommst. Um solche Verlage brauchst Du Dich also auch nicht zu bemühen. Denk also weniger daran, ob Du Agenturen oder Verlage "verprellen" könntest, sondern daran, dass Du etwas Besonderes hast und einen Partner für den Vertrieb genau dieses besonderen Werkes suchst.

LG Merlinor


_________________
„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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kitumba
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 47
Beiträge: 81
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 19.01.2022 23:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Merlinor,

danke für Deinen Rat! Du hast schon Recht mit dem Alleinstellungsmerkmal, und so wie Taranisa das formuliert hat ("X meistert ihren Weg... und so schaffen Sie das auch!") lässt sich das auch gut verkaufen.

Ich hatte das Vertrauen in mein Buch verloren, weil ich die vertiefenden Sachkapitel direkt an jedes Erzähl-Kapitel anschließen wollte und damit auf sehr genervte Testleserinnen gestoßen bin, die einfach nur die Geschichte weiterlesen wollten. Also habe ich die Sachkapitel in den Anhang verfrachtet, fand das Konzept dann aber nicht mehr so innovativ. Aber euer Feedback hilft wirklich weiter und gibt mir vor allem wieder Mut, zu dem Konzept zu stehen. Ich werde es im Exposé als USP betonen, und wenn die Agenturen (und später Verlage) das doof finden, den Rest aber super, können sie das ja sagen. Und wenn der Rest nicht super ist, dann ist es sowieso egal...

Liebe Grüße
kitumba
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pna
Geschlecht:männlichGrauzonenjunkie

Alter: 57
Beiträge: 1606
Wohnort: Wien, Ottakring


Paterson
BeitragVerfasst am: 20.01.2022 21:52    Titel: Re: Vermischung Sachbuch und Ratgber k.o.-Kriterium? Antworten mit Zitat

kitumba hat Folgendes geschrieben:


Die Situation sieht so aus: Ich habe ein erzählendes Sachbuch geschrieben, in dem die Protagonistin es - platt gesagt - nach und nach schafft, ihre innere Mitte zu finden. Im Anhang des Buches gibt es zu jedem Kapitel ein Vertiefungskapitel, das näher auf eines der angesprochenen Themen eingeht. Beispiel: Im ersten Kapitel besucht die Prota einen Vortrag zum Inneren Kind. Im Vertiefungskapitel wird erklärt, was das glückliche Innere Kind ausmacht und wie man es stärken kann.

Und genau hier liegt (vielleicht) die Krux: Es gibt Agenturen, die erzählende Sachbücher akzeptieren, aber keine Ratgeber. Nun würde ich den Romanteil selbst als erzählendes Sachbuch einstufen (= vermittelt Wissen & Infos), in mindestens 5 der 11 Vertiefungskapitel werden aber konkrete Handlungsanweisungen vermittelt (= Ratgeber). (Diese Unterscheidung habe ich gestern erst von mehreren Webseiten gelernt...)

Hier meine Frage: Würdet Ihr beim Anschreiben der Agenturen die Vertiefungskapitel ganz unter den Tisch fallen lassen bzw. sie sogar rausstreichen (ich könnte sie z.B. als Ergänzung zum Buch auf meine Webseite  stellen) oder mache ich mir zu viele Gedanken und so ein bisschen Vermischung interessiert keine Socke? Gerade das erste Vertiefungskapitel, das ich ja als Leseprobe mitschicken würde, gehört zu den Ratgeber-Kapiteln.


Ganz so out of the world ist diese Kombination nicht. Das erinnert mich an "Die Prophezeiungen von Celestine" von James Redfield. Davon gibt es ja mehr in diese Richtung, will ich meinen.

Liebe Grüße!
Peter
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