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Vorgeschichte und Prolog?

 
 
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fkneyer
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 62
Beiträge: 74
Wohnort: Im Filstal


Beitrag23.12.2021 16:10
Vorgeschichte und Prolog?
von fkneyer
eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wissende ...

bin am Grübeln, ob ein Text eine Vorgeschichte und einen Prolog enthalten darf / soll. In welcher Reihenfolge?
Ich denke, dass der Prolog zuerst kommen muss, um so etwas wie einen Anreißer zu haben... dann erst die Vorgeschichte, die einen der wichtigsten Protagonisten einführt und erzählt, wie er zu der Person geworden ist, die im Buch dargestellt wird.

Danke[/b]


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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 69
Beiträge: 6424
Wohnort: 50189 Elsdorf
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Beitrag23.12.2021 16:25

von Ralphie
Antworten mit Zitat

Prologe und Vorgeschichten sind dafür da, um überlesen zu werden.
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1930



Beitrag23.12.2021 16:44

von Maunzilla
Antworten mit Zitat

Die Frage ist: muß man dem Leser unbedingt alles schon vor dem Anfang der eigentlichen Geschichte vorkauen, oder wäre es nicht reizvoller, ihm die Hintergründe nach und nach zu entdecken?

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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7418
Wohnort: NBY



Beitrag23.12.2021 17:18

von BlueNote
Antworten mit Zitat

Prologe, so meinen die meisten (hier) kategorisch, passen nicht ins Schema F der (niederen) Unterhaltungsliteratur. Wenn es etwas anspruchsvoller sein darf, sind Prologe durchaus zu finden.
Als Prolog finde ich eine Geschichte gut, die z.B. vor der eigentlichen Erzählzeit spielt. Aber nicht, wenn dort ein Autor tröge seine erfundenen "Welten" erklärt.
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 69
Beiträge: 6424
Wohnort: 50189 Elsdorf
DSFo-Sponsor


Beitrag23.12.2021 17:38

von Ralphie
Antworten mit Zitat

Ich habe "Jenseits von Eden" gelesen. Der Autor hatte seinen Prolog als erstes Kapitel getarnt und den Leser dann seitenlang mit der Beschreibung des Schauplatzes angeödet. Ich denke, in dieser Art sollten keine Prologe geschrieben werden,
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Taranisa
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 53
Beiträge: 2282
Wohnort: Frankenberg/Eder


Beitrag23.12.2021 17:57

von Taranisa
Antworten mit Zitat

Hat der Prolog einen tieferen Sinn oder Zweck? Oder kann dessen geplanter Inhalt in das erste Kapitel einfließen (innerhalb der Geschichte verpackte und nötige Informationen, kein Infodump)?
Der Hintergrund einer Figur kann nach und nach sichtbar werden, je nachdem, was in dem Moment für die Geschichte wichtig ist. Das Ganze als Vorgeschichte aufzuführen, ist meist keine gute Idee, da nach Start der Geschichte vieles schnell vergessen ist oder ohnehin überlesen wird, wie Ralphie schrieb. Lass in dem Fall der Leserschaft Zeit, die Figur kennenzulernen.


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Henkersweib, Burgenwelt Verlag, ET 12/18
Die Ehre des Henkersweibs, Burgenwelt Verlag, ET 12/20
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Das Gegengift des Henkersweibs, Burgenwelt Verlag, ET 11/22
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7418
Wohnort: NBY



Beitrag23.12.2021 18:10

von BlueNote
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Dröge! Als Franke hört man einfach nicht den Unterschied.
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fkneyer
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 62
Beiträge: 74
Wohnort: Im Filstal


Beitrag23.12.2021 18:46

von fkneyer
pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Prolog ist in einer Zeit angesiedelt, die sehr lange vor der eigentlichen Handlung liegt. Die Vorgeschichte verrät absolut nichts über den Inhalt des Buches, ist m. E. aber wichtig für den Einstieg

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Beka
Geschlecht:weiblichBücherwurm


Beiträge: 3471



Beitrag23.12.2021 19:33

von Beka
Antworten mit Zitat

fkneyer hat Folgendes geschrieben:
Der Prolog ist in einer Zeit angesiedelt, die sehr lange vor der eigentlichen Handlung liegt. Die Vorgeschichte verrät absolut nichts über den Inhalt des Buches, ist m. E. aber wichtig für den Einstieg


Nein, es kann auch ein Blick aus einer anderen Perspektive auf die Handlung sein. Das muss nicht lange zurückliegen.  Was es nicht sein sollte, ist Infodump vorab.


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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

Alter: 66
Beiträge: 7705
Wohnort: USA
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Beitrag23.12.2021 20:35

von Murmel
Antworten mit Zitat

fkneyer hat Folgendes geschrieben:
Der Prolog ist in einer Zeit angesiedelt, die sehr lange vor der eigentlichen Handlung liegt. Die Vorgeschichte verrät absolut nichts über den Inhalt des Buches, ist m. E. aber wichtig für den Einstieg


Habe ich nicht mitbekommen. Fantasy oder Historischer Roman?

Ansonsten gibt es eigentlich keinen Grund, eine Vorgeschichte, die nichts mit dem Roman zu tun hat, voranzustellen.

Meine ich.


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fkneyer
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 62
Beiträge: 74
Wohnort: Im Filstal


Beitrag24.12.2021 08:09

von fkneyer
pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tja, historisch oder Fantasy ... keines von beiden,
eher normaler Roman mit einigen Mystery-Einlagen ...

Alles basiert auf einem - nicht gesicherten - Ereignis, das vor sehr langer Zeit stattgefunden haben soll und das Aiswirkungen auf die Gegenwart hat


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Levo
Klammeraffe
L


Beiträge: 595



L
Beitrag24.12.2021 08:46

von Levo
Antworten mit Zitat

Welchen Zweck soll der Prolog erfüllen?
Welche Zielgruppe hast Du?
Du schreibst "wichtig für den EInstieg" - meinst Du, die Info sei wichtig? Warum kann die Info nicht später kommen? Wenn sie später eh nicht ans Licht kommt, brauchst Du sie auch zuvor nicht darstellen.
Oder hältst Du das erste Kapitel für zu schwach, um den Leser zu fesseln? Da müsstest Du imA eh nachbessern.
Oder willst Du klarmachen, in welchem Genre / Thema / Interpretationsspektrum Dein Text angesiedelt ist? Planst Du einen klassischen Vorabkommentar oder eine Leseransprache? Müsste dann für einen Mainstreamleser wie mich sehr peppig verpackt sein. Ich überspringe auch beim "Faust" den Prolog. Aber vielleicht wendest Du Dich eher an den deutschen E-Literaten?
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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 48
Beiträge: 1525
Wohnort: Annaburg


Beitrag24.12.2021 09:14

von Thomas74
Antworten mit Zitat

fkneyer hat Folgendes geschrieben:
ist m. E. aber wichtig für den Einstieg

Damit hast du dir die Frage doch selber beantwortet. Alles Andere ist Rätselraten, ohne deine Geschichte zu kennen.


_________________
Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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wohe
Geschlecht:männlichEselsohr
W

Alter: 70
Beiträge: 433
Wohnort: Berlin


W
Beitrag24.12.2021 10:39

von wohe
Antworten mit Zitat

Hi fkneyer,
Zitat:
Alles basiert auf einem - nicht gesicherten - Ereignis, das vor sehr langer Zeit stattgefunden haben soll und das Auswirkungen auf die Gegenwart hat
die Spannung einer Geschichte kannst Du m.E. besser steigern, indem Du dieses Ereignis sukzessive, in "Etappen" im Handlungsablauf einbaust.
Ich lese gern Krimis und finde kaum noch einen, der auf einen Prolog verzichtet, in dem dem das arme Opfer dahingemeuchelt wird. Warum? Ist das eine Reminiszenz an filmische Darstellungen, die ohne einleitende "action" nicht mehr auskommt?
Im Lterarischen empfinde ich derartiges (also auch eine Umgebungs-/Zeitbeschreibung u.ä.) als störend, ja sogar als "billig" gemacht.

MfG Wohe
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Merlinor
Geschlecht:männlichArt & Brain

Alter: 70
Beiträge: 8630
Wohnort: Bayern
DSFo-Sponsor


Beitrag25.12.2021 14:12

von Merlinor
Antworten mit Zitat

Hallo fkneyer

Wie der Protagonist zu dem geworden ist, was er zur Zeit der Handlung ist, damit musst Du den Leser nicht in einer Vorgeschichte langweilen. Das kannst Du nach und nach in die Handlung einfließen lassen.
Und auch das Ereignis, welches in einer Zeit liegt, die vor der eigentlichen Handlung liegt, kannst Du ebenfalls nach und nach im Rahmen der eigentlichen Handlung vorstellen. Auch damit musst Du den Leser nicht im Vorfeld langweilen.
Nur, wenn seit dieser Vorzeit etwas liegt und lauert, das später aktiv in Deine eigentliche Handlung eingreift, würde ich es eventuell - dann aber kurz und knackig - voranstellen, wobei dort dann zwingend ein Spannungselement entwickelt werden muss, welches in die spätere Handlung hinübergreift. Nur wenn der Leser nach dieser Lektüre gespannt auf die "eigentliche" Handlung wartet, ist so etwas sinnvoll. Aber auch dafür braucht es nur selten einen "Prolog". Da es dann letztlich selbst Teil der späteren Handlung ist, kann man es auch im Rahmen eines kurzen ersten Kapitels in den Gesamtkontext integrieren.
Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung zu dieser Problematik ... smile

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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