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In ... Hoffnung - was stimmt jetzt?

 

 
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Chamomila
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 122



BeitragVerfasst am: 09.12.2021 01:56    Titel: In ... Hoffnung - was stimmt jetzt? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hej!

Wie heißt es, wenn eine (mehr oder weniger) wohlerzogene, unverheiratete 19jährige im ausgehenden 19. Jahrhundert ihrer eher vornehmen Familie (es sind auch Kinder anwesend!) durchaus fröhlich mitteilt, dass sie schwanger ist?
(Das Kind ist von ihrer großen Liebe, sie freut sich ehrlich darüber...)

"Ich hab 'nen Braten in der Röhre" hatte meine Kusine vorgeschlagen, aber das ist, glaube ich, ein bisschen zu schockierend für die Anwesenden und passt auch nicht so ganz in die Zeit um 1890?
(Naja, die Reaktionen der Familie auf diese Formulierung würden dann jedenfalls so richtig Dynamik in die Szene bringen...)

Ich hatte bisher den Ausdruck "in froher Hoffnung" verwendet, weil ich meinte, den so in einem anderen historischen Roman ("Hexenkinder" oder so ähnlich) gelesen zu haben.

Gestern hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, dass es doch eher "in guter Hoffnung" heißen müsste.

Dummerweise hab ich gerade dieses Buch nicht mehr, ich hab es verschenkt, so dass ich nicht mehr nachsehen kann - und ich finde es auch nirgends mehr im Internet, weil ich mich weder auf das Cover noch auf den Autor besinnen kann...

Bin jetzt nicht sicher... - ist beides richtig?


Oder was könnte mein (gar nicht so) braves Fräulein aus gutem Haus noch für züchtig-umschreibende Ausdrücke verwenden?

Ich meine, ich hätte irgendwo auch mal den Ausdruck "gesegneten Leibes" gelesen - ich meine in Bezug auf die Jungfrau Maria - ich weiß aber nicht mehr, wo... - gibt's den Begriff tatsächlich?

LG, Chamomila
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Selanna
Geschlecht:weiblichReißwolf


Beiträge: 1167
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 09.12.2021 02:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich mische mich in die Abstimmung fairerweise mal nicht ein, nur so viel:

Wie schon im anderen Faden erwähnt, ohne „in“. Eine Frau ist guter Hoffnung, da braucht es keine Präposition.


Falls Du stattdessen eine Alternative suchst: Eine Frau konnte auch „in anderen Umständen“ sein.

Liebe Grüße
Selanna


_________________
Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. - William Somerset Maugham
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Nachtvogel
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 30
Beiträge: 58
Wohnort: Münster


BeitragVerfasst am: 09.12.2021 02:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Chamomila,

es gibt definitiv den Ausdruck "guter Hoffnung sein" (ohne das in). Siehe hier: https://de.wiktionary.org/wiki/guter_Hoffnung_sein

Ob das im ausgehenden 19. Jahrhundert eine gängige Bezeichnung für das Schwangersein war, weiß ich nicht, kann ich mir aber durchaus vorstellen.

Zu dem Buch: Meinst du evtl. "Hexenkind" von Celia Rees?
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Chamomila
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 122



BeitragVerfasst am: 09.12.2021 04:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

aww... @Nachtvogel:

Oh ja, das könnte es tatsächlich sein - das Umschlagbild kommt mir jedenfalls irgendwie bekannt vor...
Mye takk!!!
(werde es sofort bestellen!)


Also, was haben wir jetzt:

Josie/Josefina ist also...

...(in) guter Hoffnung...
...(in) freudiger Hoffnung...
...in anderen Umständen... (nun ja, das klingt jetzt nicht gerade, als ob 'Josie' sich auf ihr - sehnlichst von ihrem Allerliebsten gewünschtes - Baby freut...)
...gesegneten Leibes...
...

LG, Chamomila
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1774



BeitragVerfasst am: 09.12.2021 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube nicht, daß die Leute damals so froh und stolz waren, einen unehelichen Bastard zur Welt und damit Schande über ihre Familie zu bringen. Rolling Eyes

Andererseits sind Kostümromane heute sehr in Mode. Und da gehört es zum Kanon, moderne Menschen mit modernen Ansichten und Lebensweise in altmodische Klamotten zu stecken und Gute Alte Zeit spielen zu lassen. Laughing


_________________
"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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Taranisa
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 53
Beiträge: 2131
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 09.12.2021 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Glück schreibe ich historische Romane, in denen ich auch die Lebens- und Denkweise der damaligen Menschen so gut wie möglich einbringe.
Die "gute Hoffnung" allgemein klingt für mich stimmig. Im vorliegenden Fall würde ich eher ganz schlicht schreiben, dass die Protagonistin schwanger ist oder "eine Leibesfrucht in sich trägt". Zu der sehr prüden Zeit durfte selbst ein Arzt nur dann eine Frau bei der Untersuchung anfassen oder auch Bereiche von ihr freigelegt sehen, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ. Deine Prota kann von Glück reden, wenn sie nicht verstoßen wird und ganz eilig heiratet, wobei sie eher später ihren Zustand realisiert haben dürfte als nach dem Ausbleiben der Regel.
Tragisches Beispiel: Eine Hofdame Königin Viktorias hatte einen wachsenden Tumor im Bauchraum. Beim dicker werden des Bauches wurde dieser vorgeworfen, Unzucht getrieben zu haben. Erst bei ihrem Tod kam heraus, dass sie krank war.


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
"Spielweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/21
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nicolailevin
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 241
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 09.12.2021 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde überlegen, ob sie das nicht indirekt sagen soll:

"Ihr werdet Großeltern."

"Was ist eigentlich aus unserem alten Kinderbettchen geworden? Ich denke, wir werden es demnächst wieder brauchen."

So was in der Art.

VG
Nico.
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Natalie2210
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 35
Beiträge: 597



BeitragVerfasst am: 29.12.2021 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass man dann "guter Hoffnung" ist. Ein sehr passender Begriff, auch heutzutage noch, wie ich finde.

Zitat:
eine (mehr oder weniger) wohlerzogene, unverheiratete 19jährige im ausgehenden 19. Jahrhundert ihrer eher vornehmen Familie (es sind auch Kinder anwesend!) durchaus fröhlich mitteilt, dass sie schwanger ist?
(Das Kind ist von ihrer großen Liebe, sie freut sich ehrlich darüber...)


Ich muss Maunzilla zustimmen. Das passt nicht. Wenn im ausgehenden 19.Jhdt ein Mädchen aus gutem Hause unehelich schwanger war, dann war das eine gesellschaftliche Katastrophe für die ganze Familie.

lg,
Natalie
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Lapidar
Geschlecht:weiblichBücherwurm

Alter: 59
Beiträge: 3311
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 30.12.2021 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz so schlimm war es wohl nicht immer mit dem unehelichen schwanger sein. Kam wohl ein bisschen drauf an, welcher Gesellschaftschicht und wie das Kind reinpasste.
Im Bauernhausmuseum in Wolfegg zum Beispiel gibt es ein Haus, in dem der Stammbaum der Familie dargelegt wurde. Da wurde ganz pragmatisch der uneheliche Sohn zum Erben bestellt.
Glaube war auch mal bei adeligen durchaus üblich, wenn Ihnen die "legitimen" Erben ausgingen. Berühmtestes Beispiel : Monacco. wink

Aber zur Ursprungsfrage: Falls sie englisch oder französisch kann und das in ihrer Gesellschaftsschicht gängig ist, ginge noch: Sie ist enceinte.


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"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 69
Beiträge: 6328
Wohnort: 50189 Elsdorf
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BeitragVerfasst am: 30.12.2021 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

"Ich kriege ein Kind!"
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Kiara
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 42
Beiträge: 1641
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 30.12.2021 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
"Ich kriege ein Kind!"


Das ist zwar ungewöhnlich für einen weisen Herren wie dich, aber dennoch herzlichen Glückwunsch, Ralphie!


_________________
Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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Chamomila
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 122



BeitragVerfasst am: 30.12.2021 18:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich hab's jetzt so gelöst, dass sie der entsetzten Familie lächelnd mitteilt:
"Ich werde Mutter!"

Und im Gegensatz zur Familie freut sie sich tatsächlich, denn damit rückt der junge Mann, den sie liebt (und der für ihre Eltern alles andere als ein Traum-Schwiegersohn ist) in erreichbare Nähe. Glaubt sie zumindest...
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